Apps & Mobile Entwicklung
Diese Messenger-Features gibt es nur im Abo
Meta will mehr Geld verdienen. Daher arbeitet der Entwickler hinter WhatsApp nun an neuen Features, die Ihr in Zukunft nur noch mit einem aktiven Abo nutzen könnt. Droht eine Abokalypse beim beliebten Messenger?
Es hatte sich bereits vor einiger Zeit angekündigt. Das letzte Beispiel ist der Start der Werbung in WhatsApp. Wenn Ihr in der EU lebt, will Euch der Messenger ein Abo anbieten, mit dem Ihr die Werbung im Status und in den Kanälen deaktivieren könnt. Nun berichtet WABetaInfo gleich von mehreren Features, die hinter einer Bezahlschranke stehen werden. Aktuell sind es nur Kleinigkeiten, doch in Zukunft könnte es aber noch mehr werden.
WhatsApp mit Abo: Diese Features sind in Entwicklung
Bereits im Februar berichtete die in der Regel gut informierte Seite über eine Reihe neuer Optionen in WhatsApp. Damals entdeckte man in einer Vorschau der iOS-Version mehrere Personalisierungs-Features. Es ging dabei um 14 neue Icons der App, die Ihr nach Abschluss eines Abos auswählen könnt.
Außerdem waren auch Themes mit verschiedenen Farben Teil der neuen Version von WhatsApp. Zur Auswahl standen damals 18 neue Farben, die das klassische Grün auf Wunsch ersetzen können.

Nun folgt ein neuer Bericht über eine Erweiterung eines existierenden Features. Diese Funktion könnte für einige Nutzer eine echte Verbesserung bedeuten. In der WhatsApp-Beta wurden Hinweise entdeckt, dass Ihr anstelle von aktuell nur drei Chats in Zukunft bis zu 20 Chats anpinnen könnt. Wie bei den Symbolen und Farben ist dieses Feature Teil eines Premium-Abos.
Bei den genannten Funktionen handelt es sich damit zugegeben nur um kleine Verbesserungen oder optische Änderungen. In Kombination mit der Deaktivierung der Werbung zeichnet sich aber möglicherweise ab, dass WhatsApp in Zukunft noch viele andere Neuheiten hinter einem Abo platzieren könnte.
Eingebaute Warteliste fürs Abo
Passend dazu arbeiten die Entwickler bei Meta auch an einer Warteliste für das Abo. Laut WABetaInfo sehen bereits erste Beta-Tester der Android-App diese Funktion. Das Feature ermöglicht es Euch, einer Warteliste beizutreten. Einmal registriert, verspricht WhatsApp Euch über die Verfügbarkeit des Abos zu benachrichtigen.

Wie im Screenshot zu sehen ist, geht es dabei nicht nur um das Aussehen der App oder die erhöhte Zahl der anpinnbaren Chats. Teil des WhatsApp-Abos sollen in Zukunft auch „Premium Sticker“ sein. Wann genau all diese Optionen für alle Nutzer verfügbar sein werden, ist aktuell unbekannt.
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OpenAI Codex: Coding-Assistent soll acht interaktive Avatare erhalten

OpenAI steht Berichten zufolge kurz vor der Einführung von acht Avataren für den Coding-Assistenten Codex. Diese sollen Entwickler während Programmier-Sitzungen als „visueller Begleiter“ unterstützen und mit verschiedenen Funktionen bei der Arbeit zur Seite stehen.
Avatare als neue Coding-Begleiter
Dies berichtet aktuell TestingCataloge. Die Avatare sollen als Bildschirm-Overlay erscheinen und auf Fragen in Form von Sprechblasen reagieren. Zum Start werden voraussichtlich acht vordefinierte Varianten bereitgestellt, darüber hinaus sollen sich eigene Begleiter gezielt für die an ihnen gestellten Anforderungen erstellen lassen. Für Entwickler, die während ihrer Arbeit lieber ungestört sind, lässt sich die Funktion in den Einstellungen vollständig deaktivieren.
Aktuell nur für ausgewählte Abonnenten
Die Einführung der Avatare folgt auf die erst kürzlich in Codex integrierte Chronicle-Funktion, die Screenshots laufender Arbeiten erstellt und an einen Hintergrundagenten übermittelt, der aus diesem visuellen Kontext Erinnerungen generieren soll. Aufgrund des damit einhergehenden erhöhten Token-Verbrauchs und bestehender Sicherheitsbedenken in Form von Prompt-Injections wurde der Zugriff bisher bewusst eingeschränkt: Derzeit steht die Funktion ausschließlich Pro-Nutzern auf macOS im Rahmen einer Research-Preview zur Verfügung, während Nutzer aus der EU und dem Vereinigten Königreich generell vorerst ausgeschlossen bleiben.
Kein reiner Coding-Assistent mehr
Laut Bericht deuten beide Funktionen darauf hin, dass sich Codex von einem reinen Programmier-Assistenten zu einem permanenten, persönlichen Desktop-Begleiter entwickelt – in identischer Weise, wie es Konkurrenten wie Anthropic, xAI und Google derzeit ebenfalls verfolgen. Wann die neuen Assistenten die Testphase verlassen, ist noch unklar, erfahrungsgemäß dürfte dies jedoch nicht mehr allzu lange dauern.
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Hochgeladene Musik bei Deezer: Nur rund jeder zweite neue Titel nicht KI-generiert
Auf Deezer sind nach Angaben des Dienstes 44 Prozent der hochgeladenen neuen Musikstücke mittlerweile vollständig per KI erzeugt. Diese Entwicklung könnte sich zu einem Problem für die gesamte Branche auswachsen, doch der Anbieter stellt bereits eine Lösung in Aussicht. Konsumenten wünschen sich zudem eine klare Kennzeichnung.
KI-Titel werden immer mehr zum Problem
Da Deezer vollständig mit künstlicher Intelligenz erzeugte Titel für Nutzer transparent kennzeichnen will, setzt die Plattform seit geraumer Zeit auf eigens entwickelte Erkennungstechnologien. Diese basieren auf zwei Patenten zur KI-Detektion und sind seit Anfang 2025 im Einsatz. Nach eigenen Angaben ermöglicht dies, den kontinuierlichen Anstieg rein synthetischer Inhalte auf der Plattform präzise nachzuverfolgen. Allein im Jahr 2025 wurden mehr als 13,4 Millionen KI-Titel identifiziert und entsprechend markiert. Die Systeme erkennen Musik aus generativen Modellen wie Suno und Udio und lassen sich darüber hinaus auf praktisch jedes vergleichbare Werkzeug erweitern, sofern geeignete Datenbeispiele vorliegen. Doch selbst ohne solche Datensätze sollen die Tools in der Lage sein, entsprechende Inhalte zuverlässig identifizieren zu können.
Eigene Werkzeuge sollen KI-generierte Musik erfolgreich erkennen
Die nach Unternehmensangaben bewährte Technologie will Deezer nun an die Musikbranche lizenzieren, um Transparenz zu schaffen und den Anreiz für Betrug mit KI-generierter Musik zu reduzieren. Zwar liegt der Anteil entsprechender Inhalte an den Streams laut Deezer derzeit nur bei lediglich ein bis drei Prozent, doch geht das Unternehmen davon aus, dass im vergangenen Jahr rund 85 Prozent der vollständig KI-erstellten Titel mit betrügerischer Absicht hochgeladen wurden. Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Jahren weiter verstärken. Wie lukrativ ein solches Vorgehen sein kann, zeigte erst Ende März ein Fall aus den USA: Dort hatte ein Betrüger mithilfe von hunderttausenden KI-generierten Musikstücken und zeitweise über 1.000 Bots mehr als 4 Milliarden Streams erzeugt und damit rund 12 Millionen US-Dollar an Tantiemen erzielt.
Betrug mit KI-Musik längst ein Geschäftsmodell
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, setzt Deezer die beschriebenen Erkennungstechnologien bereits seit geraumer Zeit gezielt ein. Werden Manipulationen bei Streams festgestellt, schließt der Dienst die betroffenen Abrufe von Lizenzzahlungen aus. Gleichzeitig entfernt die Plattform entsprechende Titel aus algorithmischen Empfehlungen und berücksichtigt diese zudem auch nicht in redaktionellen Playlists. Dies versteht Deezer als ersten Schritt, um zu verhindern, dass KI-generierte Inhalte den Pool an Lizenzgebühren spürbar verwässern. Laut einer von CISAC und PMP Strategy durchgeführten Studie könnten bis 2028 nahezu 25 Prozent der Einnahmen von Urhebern gefährdet sein, was einem Verlust von bis zu 4 Milliarden Euro an Tantiemen entsprechen würde. Diese Entwicklung betrifft jedoch nicht nur die Musikindustrie, sondern zeigt sich auch im Text-Journalismus, wo vollständig KI-generierte Inhalte ebenfalls zunehmend zu sinkenden Tantiemen führen.
Was ist mit legaler KI-Musik?
Gleichzeitig dürfte nicht jedem KI-Titel eine betrügerische Absicht zugrunde liegen. Damit stellt sich die Frage, wie der Dienst künftig mit entsprechend gekennzeichneten Inhalten umgehen wird. Denkbar ist, dass sich neben der klassischen Musikproduktion eine neue Form von „Prompt-Künstlern“ etabliert, die ihre Werke nicht mit Instrumenten, sondern ausschließlich über Texteingaben erzeugen. Entsprechende Szenarien wurden bereits vor Jahrzehnten vom Science-Fiction-Genre vorausgesagt.
Unterschiede für die meisten Hörer kaum auszumachen
Im November des vergangenen Jahres hatte Deezer die weltweit erste Umfrage zur Wahrnehmung und Einstellung gegenüber KI-generierter Musik in Auftrag gegeben. Durchgeführt wurde sie von Ipsos, einem der weltweit führenden, seriösen Marktforschungsunternehmen, mit insgesamt 9.000 Teilnehmern in Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada, den Niederlanden und den USA. In einem Blindtest waren lediglich drei Prozent der Befragten in der Lage, zwei KI-generierte Musikstücke von einem von Menschen komponierten und produzierten Titel zu unterscheiden.
Darüber hinaus ergab die Studie, dass sich 80 Prozent der Teilnehmer dafür aussprachen, vollständig durch KI erzeugte Musik klar zu kennzeichnen. Weitere 73 Prozent der Teilnehmer sprachen sich in der Umfrage dafür aus, dass der jeweilige Dienst kennzeichnet, wenn er zu 100 Prozent künstliche Musik empfiehlt. Mit 52 Prozent sprachen sich zudem rund die Hälfte der Befragten dafür aus, dass vollständig per KI-generierte Musik nicht zusammen mit den von Menschen komponierten Titeln in den Hauptcharts aufgeführt werden sollen.
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Apple: Tim Cook tritt nach 15 Jahren als CEO ab

Nach fast 15 Jahren im Amt als CEO an der Spitze von Apple wird Tim Cook diesen Posten verlassen. Sein Nachfolger wird John Ternus, der bisher die Hardware-Abteilung von Apple leitete. Cook bleibt allerdings als Vorstandsvorsitzender dem Unternehmen erhalten.
Nach mehreren Interimsphasen aufgrund der fortschreitenden Erkrankung von Apple-Gründer Steve Jobs hatte Tim Cook am 24. August 2011 gänzlich die Führung des Konzerns hinter iPhone und Mac als CEO übernommen. Am 20. April 2026 verkündete Tim Cook nun in einem offenen Brief seinen bevorstehenden Rücktritt von diesem Amt. Im September will Cook den Posten an seinen neuen Nachfolger John Ternus übergeben. Cook, der seit 1998 bei Apple tätig ist, will danach aber weiterhin für Apple arbeiten und zwar als „Executive Chairman“ im Vorstand.
In seinem Schreiben richtet Tim Cook vor allem Dank in Richtung der treuen Apple-Anhänger, deren Nachrichten er sich zu Herzen nahm.
Der neue CEO ist ein Hardware-Mensch
Während Cooks Karriere im Bereich der Wirtschaftswissenschaften begann, ist der kommende Apple-CEO John Ternus ein gelernter Ingenieur. Bereits 2001 kam Ternus zu Apple, ist also seit 25 Jahren dabei. Zunächst arbeitete er am Produktdesign des Apple Cinema Display. Seit 2013 kümmerte er sich in leitender Position um die Aufsicht bei der Entwicklung von AirPods, iPad und Mac. Unter Dan Riccio übernahm Ternus später auch die Verantwortung für die Entwicklung der iPhone-Hardware, um kurz darauf dessen Posten als Senior Vice President of Hardware Engineering bei Apple zu übernehmen.
In die Fußstapfen von Ternus wird wiederum sein vorheriger Vize Johny Srouji treten, wie es in einer Pressemitteilung heißt.
Wechsel kommt nicht überraschend
Sowohl der Abtritt von Tim Cook als auch die Nachfolge durch John Ternus kommen nicht überraschend, da bereits im vergangenen Herbst von der Financial Times genau in diese Richtung berichtet wurde. Selbst der damals genannte Zeitpunkt für eine Ankündigung im Frühjahr 2026 traf nun zu. Gerüchte in dieselbe Richtung hatte es sogar schon vor einigen Jahren gegeben.
Aus wirtschaftlicher Sicht gibt es keinen Grund für einen Wechsel, denn unter Cooks Führung wuchs die Marktkapitalisierung an der Börse von 350 Milliarden US-Dollar auf über 4 Billionen US-Dollar. Zudem hatte er erfolgreich das China-Geschäft aufgebaut.
Allerdings hat Cook mit inzwischen 65 Jahren auch ein gewisses Alter erreicht, das die Arbeit an der Spitze eines riesigen Konzerns erschwert. John Ternus hat nun in etwa das Alter, das Cook bei seinem Antritt als CEO hatte.
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