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Interview mit Zamina Ahmad zu fairer KI › PAGE online


Wir sprechen vor dem German Creative Economy Summit mit AI-Expertin Zamina Ahmad über faire KI und die Gestaltungskraft der Kreativbranche.

Interview mit Zamina Ahmad zu fairer KI › PAGE onlineDer German Creative Economy Summit steht vor der Tür – eines unserer liebsten Events für Design im politischen und gesellschaftlichen Kontext. Wir sprechen im Vorfeld mit AI-Expertin Zamina Ahmad, die als Geschäftsführerin der KI-Beratung shades&contrast und Co-Founderin von ZAQ, einer Software für KI-basiertes Wissensmanagement, Unternehmen in der Tech-Transformation berät.

Zamina beschäftigt sich dabei nicht nur mit allen Themen rund um Machine Learning und Softwareentwicklung, sondern ist mehrfach ausgezeichnet für ihr Engagement für faire KI. Auf den GCES spricht sie am 29. April darüber, für wen KI eigentlich entwickelt wird, und stellt drei Designprinzipien für KI mit echtem gesellschaftlichem Nutzen vor.

PAGE: Zamina, mehrere Jahre AI im Business sind vergangen und laut dir sind wir längst aus der Phase des Experimentierens heraus. Wo befinden wir uns aktuell?

Zamina Ahmad: Das Bild ist uneinheitlich. Ich arbeite mit einem AI Maturity Model auf drei Stufen, und was ich bei meinen Kund:innen sehe: Einige stecken auf Level 1, der Toolphase, fest. Sie nutzen KI-Tools wie ChatGPT, aber es gibt keine Governance, keine Datenschutzrichtlinien, keine organisatorische Einbettung.

Andere beginnen mit Level 2, der Prozessoptimierung. Aber sie merken schnell, dass das nicht nur ein Tool-Thema ist. Prozesse und Rollen müssen komplett neu gedacht werden, und dafür fehlt die Begleitung. Auf Level 3, der strategischen Transformation, sind die wenigsten. Das sind vor allem Tech-Unternehmen, die sich die radikale Frage stellen: Wie stellen wir uns als Organisation komplett neu auf? Das Experimentieren ist vorbei. Aber die Transformation hat bei den meisten noch nicht begonnen.

Die meisten Unternehmen stecken in der AI Adoption noch im Optimieren bestehender Workflows fest. Wie lässt sich der Schritt hin zu wirklicher Transformation umsetzen?

Ganz pragmatisch: Die Enthusiast:innen finden. In jeder Organisation gibt es Menschen, die nicht nur optimieren, sondern neu denken wollen. Die starten, bevor jemand den Auftrag gibt. Mit denen fängt Transformation an, nicht mit Strategiepapieren. Und dann mache ich gerne eine Übung, die ich die Startup-Übung nenne: Stellt euch vor, ihr wärt ein Startup. Kein Legacy, keine Altlasten, kein »Das haben wir immer so gemacht.« Ihr könnt alles von null aufbauen, mit KI von Tag eins. Wie würdet ihr euer eigenes Unternehmen überholen? Das ist der Moment, in dem Teams aufhören zu optimieren und anfangen zu transformieren. Die Frage ist dann nicht mehr »Wo können wir KI einbauen?«, sondern »Wie würde jemand uns disrupten?«

Welche Themen beschäftigen deine Kund:innen aktuell am stärksten?

Themen, die in fast jedem Gespräch auftauchen: KI tatsächlich in die Prozesse bekommen, nicht als Spielerei, sondern operativ. Die Use-Case-Frage: Wo lohnt es sich wirklich, und wo ist es Hype? Datenschutz und Governance – gerade in Deutschland ein Dauerbrenner. Die Tool- und Kompetenzfrage: Was brauchen unsere Teams, um das selbst zu können? Und unterschätzt, aber enorm wichtig: die persönliche Karrierefrage. Wie positioniere ich mich als AI Leader? Viele Führungskräfte spüren, dass sich ihr Rollenprofil gerade fundamental verschiebt, und wollen nicht nur ihre Organisation, sondern auch sich selbst zukunftsfähig aufstellen.

AI-Impact wird gerne in prozentualem Productivity-Increase gemessen. Was bedeutet das konkret? Und gibt es genauere Wege, um die Wirkung von KI zu messen und sichtbar zu machen?

Die »30 Prozent produktiver«-Schlagzeilen sind verführerisch, aber oft irreführend. Wenn ein Designteam mit KI doppelt so viele Entwürfe produziert, aber keiner davon besser ist, haben wir nichts gewonnen, sondern nur »AI Slop« erzeugt. Ich empfehle, drei Ebenen zu messen: Effizienz, also Zeitersparnis und Durchsatz. Qualität: Werden die Ergebnisse besser, konsistenter, fehlerfreier? Und strategischer Impact: Ermöglicht KI etwas, das vorher gar nicht möglich war?

Die Kreativwirtschaft ist brillant im Geschichtenerzählen, z. B. Wirkung emotional zu vermitteln. Aber wenn wir KI für gesellschaftlichen Wandel einsetzen, reicht Storytelling allein nicht. Wir brauchen auch Evidenz. Das muss nicht akademisch sein – es kann so einfach sein wie: »Wir haben diesen Service mit 200 Nutzer:innen getestet und festgestellt, dass eine bestimmte Gruppe nur halb so oft eine hilfreiche Antwort bekommt.« Das ist eine Impact-Messung. Mein Appell: Ergänzt eure Impact-Geschichten mit Impact-Daten. Eine gute Geschichte öffnet Türen. Gute Daten halten sie offen.

AI & Kreativbranche

Wer profitiert aktuell am stärksten von KI? Wer verliert am meisten?

Am stärksten profitieren diejenigen, die Qualität bewerten können – die wissen, was guter Output ist, und strategisches Denken mit dem verbinden, was KI liefert. Erfahrene Designer:innen, Strateg:innen, Creative Directors, die KI nicht als Ersatz nutzen, sondern als Verstärker ihrer Urteilsfähigkeit.

Am meisten verlieren diejenigen, deren Arbeit primär in der Ausführung liegt, ohne eigene strategische oder kreative Tiefe. Und es verlieren die, die in den Trainingsdaten nicht vorkommen. KI reproduziert, was sie gelernt hat. Ein Empfehlungssystem, das bestimmte Kulturangebote bevorzugt, weil die Trainingsdaten sie überrepräsentieren. Ein Chatbot für Betroffenen-Support, der bestimmte Sprachregister nicht versteht. Die Oberfläche glänzt, aber der Impact hat blinde Flecken. Wer in den Daten unsichtbar ist, wird durch KI-generierte Arbeit noch unsichtbarer.

Du beschreibst KI als nicht neutral, da sie systemische Vorurteile und Machtverhältnisse reproduziert. Wie lässt sich dieses Problem beheben?

Es lässt sich nicht mit einem Fix beheben, weil es kein Bug ist – es ist ein Strukturproblem. Es muss kontinuierlich gemanagt werden. Mein Ansatz: Transparenz, d. h. verstehen, welche Annahmen in den Systemen stecken und wie sie Entscheidungen treffen. Diversität, d. h. nicht nur in Teams, sondern in Daten, in Evaluierungskriterien, in den Stimmen, die gehört werden. Und Verantwortungsbewusstsein, d. h. jemand muss verantwortlich sein, wenn Fehler passieren und diese dann beheben. Nicht ein Algorithmus, sondern ein Mensch.

In der AI-Entwicklung und -Adoption gibt es eine Gender Gap. Hat das Thema für deine Unternehmenskunden Relevanz – und wie versuchen sie das Problem zu lösen?

Die Relevanz wächst, aber bei vielen ist es noch nicht auf Priorität eins. In meinen Workshops wird der Gender Gap oft erst sichtbar, wenn wir konkret mit KI-Tools arbeiten. Die Unternehmen, die das Thema ernst nehmen, investieren gezielt in Upskilling-Programme.

Welche Menschen möchtest du stärker in der KI-Entwicklung involviert sehen?

Menschen, die wissen, wie die Welt für diejenigen aussieht, die nicht am Tisch sitzen. Sozialarbeiter:innen, Pflegekräfte, Lehrer:innen, Community Organizer:innen. Menschen aus dem Globalen Süden. Menschen mit Behinderungen. Nicht als Berater:innen am Rand, sondern als Mitentscheider:innen.

Ein konkretes Beispiel: In Deutschland sind über zehn Millionen Menschen auf Informationen in Leichter Sprache angewiesen – Menschen mit Lernschwierigkeiten, ältere Menschen, Menschen mit Deutsch als Fremdsprache. Ich arbeite mit der Universität Hamburg und der Lebenshilfe Hamburg daran, dass feingetunete Open-Source-Modelle diese Übersetzung leisten können. Die Betroffenen sollten hier selbst am Tisch sitzen, nicht als Testpersonen, sondern als Expert:innen ihrer eigenen Bedarfe. Das ist Teilhabe durch Technologie.

Wie genau kann KI gesellschaftlich positiven Wandel anstoßen?

Zwei konkrete Wege. Erstens Teilhabe skalieren: KI kann Leichte Sprache erzeugen, Farbkontraste automatisch prüfen, Alt-Texte generieren, Layouts auf Lesbarkeit testen. Barrierefreiheit wird vom Sonderwunsch zum Default. Das betrifft jedes Designstudio, jede Agentur, jede Kulturinstitution.

Zweitens Zugang ermöglichen: Ein kleines Studio kann heute mit KI Themen betreiben, die früher nur Konzernen möglich waren. Aber – und das ist der entscheidende Punkt – nicht die Technologie ist die Innovation. Die Innovation ist die Entscheidung, sie für eine bestimmte Gruppe und ein bestimmtes Problem einzusetzen. Technologie hat keine Absicht. Die Absicht kommt von uns.

Welche Rolle spielen Designer:innen bei einer verantwortungsbewussten KI-Adoption?

Eine zentrale, denn Designer:innen sind trainiert darin, vom Menschen aus zu denken. In der Tech-Industrie wird gerade massiv in KI-Governance investiert – Compliance-Prozesse, Ethics Boards. Wichtig und notwendig. Aber diese Arbeit findet oft in einem Vakuum statt, weit weg von den Menschen, für die die Systeme gebaut werden. Die Kreativwirtschaft arbeitet in diesem Vakuum nicht. Ihr habt etwas, das die Tech-Industrie mit keinem Budget kaufen kann: echte Nähe zu euren Communities. Erfahrung in partizipativem Design, in Ko-Kreation, in der Arbeit mit diversen Gruppen. Das ist kein Soft Skill. Das ist ein strategischer Vorteil.

Geht Responsible AI in der Kreativbranche überhaupt – mit so vielen offenen Fragen rund um Urheberrecht, Umwelt und die oft unerfüllte gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen?

Responsible AI heißt nicht, perfekte Antworten zu haben. Es heißt, die richtigen Fragen konsequent zu stellen und transparent damit umzugehen, was man noch nicht weiß. In der Kreativbranche bedeutet das: Offenlegen, wo KI eingesetzt wurde. Sich mit der Urheberrechtsfrage auseinandersetzen, statt sie zu ignorieren. Den ökologischen Fußabdruck mitdenken. Wer ernsthaft anfängt, muss nicht perfekt sein, aber konsequent.

What´s next?

Kannst du uns einen Ausblick auf deine Designprinzipien für KI mit gesellschaftlichem Nutzen geben?

Ich arbeite mit zwei Kernprinzipien und einem Appell. Prinzip eins: Entscheide, für wen du baust, bevor du entscheidest, was du baust. Der Flaschenhals bei KI war nie das Bauen. Er war immer das Entscheiden. Die allermeisten KI-Projekte beginnen mit der Technologie: „Wir haben jetzt ein LLM, was machen wir damit?” Das ist der falsche Startpunkt. Impact-Projekte beginnen mit einem Menschen. Wer hat ein Problem, das wir lösen können? Wer wird gerade nicht erreicht? Und dann, genauso wichtig: Für wen bauen wir das bewusst nicht – und ist das in Ordnung? Prinzip zwei: Miss deinen Impact, nicht nur deinen Output. Fairness in KI ist kein Problem, das man einmal löst. Es ist ein Spannungsfeld, das kontinuierlich gemanagt werden muss. Ergänzt eure Impact-Geschichten mit Impact-Daten. Und der Appell: Die Kreativwirtschaft muss Fair AI nicht von der Tech-Industrie lernen. Sie kann es besser, wenn sie den Anspruch, den sie an analoges Design stellt, auch an digitale Systeme stellt.

Schwarz-weißes Grafikmotiv mit horizontalen Linien und dem Schriftzug „PAGE AI Newsletter“. Darunter steht „Jetzt hier lesen und gratis abonnieren“. Links und rechts am Rand ist jeweils „PAGE“ bzw. „NEWS“ vertikal gesetzt.



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Wenn KI denkt, hören wir dann auf zu denken? › PAGE online


KI verändert Design nicht nur als Werkzeug, sondern als Denkpartner im Prozess der Bedeutungsbildung. Die Masterarbeit von Tim Milwa zeigt, wie sich Gestaltung von Kontrolle und Produktion hin zu einem relationalen, interpretativen Prozess verschiebt.

Wenn KI denkt, hören wir dann auf zu denken? › PAGE onlineBild: Tim MilwaKI-Modelle können in Sekundenschnelle Bilder, Texte und visuelle Inspirationen produzieren und verändern damit nicht nur die Geschwindigkeit gestalterischer Prozesse, sondern auch ihr grundlegendes Verständnis. Was bedeutet es heute noch zu gestalten, wenn ein KI-Tool auf Knopfdruck Bilder generiert? Wo liegt die Grenze zwischen Werkzeug und Mitgestalter:in? Und wer trägt kreative Verantwortung, wenn Gestaltung zunehmend ein Zusammenspiel zwischen menschlicher Intention und algorithmischen Systemen wird?

Mit diesen Fragen setzt sich Tim Milwa in seiner Masterarbeit »Intelligente Werkzeuge für Bedeutungsarbeit im Design« auseinander. Im Zentrum steht nicht technische Optimierung, sondern Gestaltung als Bedeutungsarbeit. Forschungsleitend ist die Frage: »Wie kann die Interaktion von Mensch und generativer KI gestaltet werden, um Menschen bei der Bedeutungsarbeit im Gestaltungsprozess zu unterstützen?«

Es geht nicht um Effizienz, sondern um ein verändertes Verständnis von Gestaltung. Nicht als lineare Umsetzung, sondern als interpretativer, kontextabhängiger Prozess, in dem KI zunehmend mitwirkt.

Gestaltung als Bedeutungsarbeit

Gestaltung wird in der Arbeit nicht als formale Disziplin verstanden, sondern als Praxis der Bedeutungsproduktion. Design ist dabei kein reines Lösen vorgegebener Probleme, sondern ein Prozess, in dem Probleme selbst erst definiert werden. Designer:innen gestalten damit aktiv Bedeutungsräume.

Gestaltung ist immer auch Interpretation: eine Auseinandersetzung mit Material, Kontext und Intention, die sich nicht vollständig standardisieren lässt. Genau hier entstehen Spannungen durch KI-Systeme.

Die hohe generative Kapazität von KI eröffnet zwar eine große Vielfalt an Varianten, begünstigt zugleich aber eine frühe Fixierung auf stimmig wirkende Vorschläge, deren Bewertung aber tiefe menschliche Reflexion benötigen würde. Viele der Automationen sorgen kurzfristig für Gewinne, verringern aber langfristig Lerneffekte für Designschaffende und untergraben damit die zukünftige Qualität der Ergebnisse. Während klassische Werkzeuge menschliche Intention unterstützen, bringen KI-Systeme eigene »Interpretationen« ein, die aus Trainingsdaten und statistischen Mustern entstehen.

Schwarz-weißes Diagramm zur Visualisierung von Denk- und Entwicklungsprozessen. Mehrere geschwungene Linien verlaufen vom Ausgangspunkt „Implicit Frame“ auf der linken Seite zu verschiedenen Endpunkten rechts. Die Linien kreuzen und verzweigen sich, begleitet von schwarzen und grauen Quadraten. Schwarze Quadrate markieren „Productive irritation“, während die Linien als „Scaffolded externalization“ gekennzeichnet sind. Die Pfade führen zu zwei Ergebnisbereichen: „Imaginable Frames“ sowie „(Un-)Imaginable Frames“. Die Grafik vermittelt den Eindruck komplexer, nichtlinearer Denk- und Gestaltungsprozesse.
Durch bewusste Irritationen von der KI (hier als kleine Quadrate dargestellt) sollen Designer:innen zu neuen Ideen angeregt werden. Bild: Tim Milwa

Zwischen Kontrolle, Offenheit und Emergenz

Ein zentrales Spannungsfeld ist die Frage nach Kontrolle. In klassischen Designprozessen gilt sie als zentrales Qualitätskriterium: Je präziser ein Ergebnis geplant und umgesetzt werden kann, desto höher wird die gestalterische Leistung bewertet. Kontrolle steht hier für Orientierung, Sicherheit und die klare Übersetzung einer Intention in ein Ergebnis.

KI-Systeme unterlaufen dieses Prinzip jedoch grundlegend, da ihre Ergebnisse trotz klar formulierter Eingaben nicht vollständig vorhersehbar sind. Selbst kleine Variationen im Prompt können zu stark unterschiedlichen Resultaten führen. Gestaltung verschiebt sich dadurch von einem Modell der Steuerung hin zu einem Prozess der Moderation. Designer:innen geben nicht mehr nur vor, was entsteht, sondern reagieren zunehmend auf das, was das System zurückspielt, bewerten und selektieren diese Vorschläge. Kontrolle wird damit nicht aufgehoben, sondern verteilt und neu ausgehandelt.

Eng damit verbunden ist das Konzept der Emergenz. Es beschreibt das Auftreten von Eigenschaften oder Ergebnissen, die nicht direkt aus den einzelnen Bestandteilen eines Systems ableitbar sind, sondern erst durch deren Zusammenspiel entstehen. Übertragen auf den Designprozess bedeutet das, dass Ergebnisse nicht vollständig im Voraus definierbar sind, sondern sich erst im Verlauf der Interaktion zwischen Mensch und KI herausbilden.

Verschiebung von Creative Agency

Eine der zentralen Fragen betrifft Creative Agency, also die Fähigkeit, bewusst gestalterisch zu handeln. Während diese klassisch beim Menschen liegt, verschiebt sich dieses Modell durch KI-Systeme.

Diese Vorstellung von geteilter Agency bedeutet jedoch nicht, dass menschliche Gestaltungsmacht verschwindet, sondern dass sie sich verändert. Designer:innen werden zu Kurator:innen oder Moderator:innen eines Prozesses, der nicht vollständig kontrollierbar ist.

Gleichzeitig wirft diese Entwicklung auch kritische Fragen auf: Wie lässt sich Verantwortung definieren, wenn Ergebnisse gemeinsam entstehen? Wer entscheidet, welche Vorschläge angenommen oder verworfen werden? Und inwieweit beeinflussen die Trainingsdaten und Algorithmen der Systeme die gestalterischen Entscheidungen?

»Kaleido«: Ein experimentelles Designprojekt

»Kaleido« ist ein experimentelles Werkzeug zur Erforschung der Mensch-KI-Interaktion. Es ist kein fertiges Produkt, sondern ein Forschungsinstrument, das neue Formen der Zusammenarbeit sichtbar macht. Nutzer:innen geben Impulse und erhalten visuelle Antworten, die nicht vollständig vorhersehbar sind und oft unerwartete Ergebnisse erzeugen.

Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass KI kreative Prozesse zwar beschleunigt, aber auch dazu führen kann, dass Ideen sich früh verfestigen und weniger Vielfalt entsteht. Designer:innen werden dadurch stärker zu Kurator:innen bestehender Vorschläge. Kaleido setzt genau hier an: Es soll nicht nur bei der Gestaltung helfen, sondern vor allem zum Nachdenken anregen. Durch gezielte Fragen der KI werden Entscheidungen, Bedeutungen und Kriterien im Designprozess sichtbar gemacht.

Das System funktioniert wie ein Overlay im Designprozess. Es hilft dabei, Ideen weiterzuentwickeln und neue Perspektiven zu eröffnen, anstatt direkt fertige Lösungen zu liefern. Das Ziel besteht darin, Gestaltung offen zu halten und als Raum für Experimente, Reflexion und neue Ideen im Umgang mit KI zu nutzen.

Screenshot einer experimentellen Design- und Interface-Umgebung mit Fokus auf eine Smartphone-Wetter-App.
Nutzer:innen werden durch den Prototypen dazu aufgefordert, Designs und Applikationen wie die Apple Wetter-App zu hinterfragen. Die KI fragt sie aktiv, welche Emotionen oder Werte sie mit bestimmten Designs verbinden. Bild: Tim Milwa

Erkenntnisse über Verschiebungen im Design

Die Arbeit zeigt, dass KI nicht nur ein neues Werkzeug ist, sondern Design grundlegend verschiebt. Gestaltung wird relational, dynamisch und ko-kreativ. Mensch und Maschine wirken gemeinsam an Bedeutungsproduktion.

Ein weiteres theoretisches Ergebnis betrifft die Rolle und Handlungsmacht von KI im Designprozess. Die prototypischen Erkenntnisse widersprechen einer festen Einordnung von KI als bloßem Werkzeug oder als autonomem Akteur. Stattdessen zeigt sich Handlungsmacht als graduell, situativ und gestaltungsabhängig. Je nach Interaktionsform übernimmt KI unterschiedliche epistemische Teilhandlungen, etwa das Spiegeln bestehender Bedeutungen, das Generieren alternativer Deutungen oder das bewusste Irritieren etablierter Frames. Diese Formen von Agency sind lokal begrenzt und werden erst durch die Rückkopplung an menschliche Interpretationsprozesse epistemisch wirksam.

Ergänzend zu den kritischen Fragen der KI gibt es auch bestimmte Modi, die aktiviert werden können. Ein Beispiel ist der »Perspective Switch«, bei dem die KI eine andere Perspektive einnimmt und somit unterschiedliche Gedanken zu einem Design teilen kann. Bild: Tim Milwa

KI erscheint somit weder als Werkzeug noch als autonomes Subjekt, sondern als relationaler Faktor im Zusammenspiel mit menschlicher Interpretation. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch Einschränkungen: Vereinfachte Prozesse können zu oberflächlichen Auseinandersetzungen führen und die Tiefe gestalterischer Reflexion reduzieren.

Fazit: Gestaltung als relationaler Prozess

Die Arbeit macht deutlich, dass KI nicht nur Gestaltung beschleunigt, sondern ihr Fundament verschiebt. Gestaltung ist nicht länger linear, kontrollierbar oder rein menschlich gesteuert, sondern ein relationaler Prozess, in dem Bedeutung im Zusammenspiel entsteht. Zentral ist der Umgang mit Unsicherheit: KI-gestützte Gestaltung ist geprägt von Ambiguität, Unvorhersehbarkeit und Iteration. Diese Bedingungen erfordern weniger Kontrolle als vielmehr Reflexion, Offenheit und ein kontinuierliches »Neudenken« von Entscheidungen.

Über Tim 

Tim Milwa arbeitet im Bereich Strategic Design und legt dabei den Fokus auf Strategie und fundierte Recherche als gestalterische Grundlage. Er bringt Ideen durch ein breites gestalterisches Skillset in erlebbare Anwendungen über unterschiedliche Medien hinweg.

Er studierte Media & Interaction Design (B.A.) und arbeitete als UX-Designer, bevor er den Master in Strategic Design an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd absolvierte.

In seiner Masterarbeit untersucht er, wie Generative KI nicht primär zur Automatisierung, sondern als Werkzeug zur Erweiterung von Bedeutungsarbeit im Design eingesetzt werden kann.

Bild: Tim Milwa



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Mit dem neuen ChatGPT 2 Image Update können nicht nur Bilder generiert, sondern auch Texte geschrieben werden › PAGE online


Das Modell kann komplexe visuelle Aufgaben lösen und deutlich präziser auf detaillierte Anweisungen reagieren. Und kann mittlerweile auch menschliche Handschrift generieren.

Für mich, Jana, war Handschrift immer etwas zutiefst Menschliches. Sie ist unperfekt, individuell und manchmal kaum lesbar, aber genau darin liegt ihr Wert. Jeder, den ich kenne, hat eine eigene Handschrift, und genau das macht sie so besonders. Ich freue mich immer über selbstgeschriebene Notizen oder Postkarten von meinen Freund:innen, weil sich heutzutage so wenige Menschen die Zeit dafür nehmen.

Mit dem neuen ChatGPT 2 Image Update können nicht nur Bilder generiert, sondern auch Texte geschrieben werden › PAGE online
Der Text ist ohne jegliches spezifisches Prompting entstanden, lediglich basierend auf dem Postkarten-Kontext aus meinem Prompt. Bild: Jana Reske

Vielleicht ist es genau deshalb so irritierend, zu sehen, wie präzise KI mittlerweile Handschrift imitieren kann. Was ich immer als einzigartig und besonders angesehen habe, ist plötzlich generierbar. Mit dem neuen Image-Update von ChatGPT verschiebt sich in dieser Hinsicht etwas Grundlegendes. Text ist nicht mehr nur Inhalt innerhalb eines Bildes, sondern wird selbst zum gestaltbaren Material. Ob handschriftliche Notizen, Editorial-Layouts, UI-Elemente oder typografische Kompositionen. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage: Was passiert mit dem Gefühl von Echtheit, wenn selbst unsere Handschrift kein verlässlicher Marker für das Menschliche mehr ist?

Was das neue Image-Modell tatsächlich kann

Das Modell setzt komplexe visuelle Ideen deutlich präziser um und hält sich zuverlässig an Details wie Typografie, Layout oder stilistische Vorgaben. Statt Ergebnissen, die nur ungefähr passen, entstehen Designs, die sich direkt weiterverwenden lassen.

Der Text ist jetzt Teil der Gestaltung. Ganze Textstrukturen wirken im Kontext des Bildes sinnvoll und überraschend stimmig, statt wie zufällige Platzhalter. Das Modell wird auch sprachlich flexibler und funktioniert inzwischen weit über englische Inhalte hinaus zuverlässig. Dadurch wird Sprache selbst zum gestaltbaren Element in internationalen Kontexten.

Bilder lassen sich direkt in verschiedenen Formaten und Seitenverhältnissen generieren, ohne dass nachträgliche Anpassungen erforderlich sind. Dadurch sind die Ergebnisse deutlich anschlussfähiger für reale Anwendungen und Plattformen.

In Kombination mit den Reasoning-Fähigkeiten wird das Modell zu einem aktiven Teil des kreativen Prozesses. Es strukturiert Inhalte, denkt visuelle Lösungen mit und kann sogar mehrere zusammenhängende Bilder in einem Schritt erzeugen. Besonders im Zusammenspiel mit Codex verschiebt sich die Bildgenerierung in Richtung eines integrierten Workflows. Anstelle einzelner Assets entstehen komplette Kompositionen, die sich direkt weiterentwickeln und in Produkte integrieren lassen.

Newsletter, Landingpage, Magazinartikel – und erstaunlich wenig Prompt

Für meinen Test habe ich bewusst mit sehr offenen Prompts gearbeitet. Anstatt konkrete Inhalte vorzugeben, habe ich lediglich eine visuelle Richtung definiert: eine monochrome rote Farbwelt, kombiniert mit Tomaten in verschiedenen Formen und Farben, die wie Modeobjekte inszeniert sind und das Ganze inspiriert von High-Fashion-Kampagnen.

 

Bild: Jana Reske

Ich habe keine Texte, keine Headlines und keine genauen Inhalte vorgegeben. Und trotzdem sind Ergebnisse entstanden, die auf den ersten Blick erstmal wie fertige Designs wirken. Der generierte Newsletter sieht aus wie ein tatsächliches Editorial-Mailing. Die Landingpage funktioniert wie eine reale Website: mit klarer Hierarchie, nachvollziehbaren Textblöcken und einer sinnvollen Struktur.

Natürlich sind die Inhalte nicht tiefgehend, aber sie sind nicht zufällig entstanden.

Die Texte wirken konsistent, thematisch passend und überraschend stimmig im Kontext des Designs. Was hier passiert, ist mehr als reine Bildgenerierung. Das neue Modell generiert eigenständig Inhalte für kreative Konzepte und trifft dabei Entscheidungen, die man sonst aktiv treffen müsste.

Noch deutlicher zeigt sich das bei der generierten Magazinseite. Auf den ersten Blick wirkt das generierte Doppelseiten-Editorial überraschend überzeugend: Die Bildsprache ist klar, es lässt sich eine gewisse typografische Hierarchie erkennen, und auch das zugrunde liegende visuelle Konzept (die Verbindung von Fashion und Tomaten) wird kreativ aufgegriffen, etwa indem einzelne Elemente wie Accessoires gedacht und inszeniert werden.

Auch im Magazinartikel hat ChatGPT Mode und Tomaten miteinander verbunden und daraus etwas Neues gemacht. Bild: Jana Reske

Auffällig ist dabei erneut, dass die Texte nicht aktiv vorgegeben wurden und sich dennoch in das Gesamtbild einfügen. Aber je länger ich diese generierten Entwürfe anschaue, desto mehr Störfaktoren kommen bei mir auf. Zwar ist das Ergebnis im ersten Schritt visuell überzeugend genug, um als funktionierendes Editorial durchzugehen, es wirkt aber dann doch nicht ganz stimmig.

Fazit: Zwischen komplexen Designs und Durchschnitt

Sowohl der generierte Newsletter als auch die Landingpage oder das Editorial wirken auf den ersten Blick erstaunlich stimmig, da sie vertraute visuelle Muster aufgreifen und diese reproduzieren. Dadurch entsteht eine Klarheit und Struktur, die sofort als »richtig« wahrgenommen wird.

Gleichzeitig liegt darin auch ihre Schwäche. Je länger man sich nämlich mit den Ergebnissen beschäftigt, desto deutlicher wird, dass diese Stimmigkeit oft mit einer gewissen Beliebigkeit einhergeht. Die Entwürfe wirken zwar solide, aber selten wirklich eigenständig. Sie wirken eher wie ein Durchschnitt dessen, was man aus unzähligen bestehenden Designs bereits kennt.

Das ist wenig überraschend, sondern eine direkte Konsequenz davon, wie solche Systeme funktionieren. Die generierten Bilder und Inhalte basieren letztlich auf Mustern aus Trainingsdaten, also einer Vielzahl existierender Magazine, Websites und visueller Formate. Aus diesen Daten wird dann die statistisch plausibelste Lösung generiert. Genau deshalb fühlen sich die Ergebnisse auf den ersten Blick so »richtig« an, aber deshalb bleiben sie oft im Durchschnitt.

Für mich liegt darin aber auch eine klare Verschiebung der Rolle von Designer:innen. Wenn KI zunehmend in der Lage ist, solche plausiblen und strukturell funktionierenden Entwürfe zu generieren, dann wird die eigentliche gestalterische Leistung weniger darin bestehen, etwas von Grund auf zu produzieren, sondern vielmehr darin, auszuwählen, zu hinterfragen und gezielt zu verfeinern.

Kuration wird somit zu einer zentralen Kompetenz.



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DWX & Infinite AI Conference: Ein Muss für die Tech-Community › PAGE online


Die DWX – Developer World Experience 2026 ist einer der spannendsten Veranstaltungen des Jahres, weil hier Product Owner, Developer, Designer:innen und Produktmanager:innen aufeinandertreffen. Ohne langweilige Buzzword-Diskutiererei, dafür mit echten Lösungsansätzen zum Thema Product Ownership!

DWX & Infinite AI Conference: Ein Muss für die Tech-Community › PAGE onlineBild: © Foto: Developer World (i.A. Sofija De Mitri | Patrizio De Mitri | Event Wave)

Designer:innen und UX-Profis verhandeln in agilen Teams unermüdlich über Scope, Prioritäten und die ewige Lücke zwischen technischer Machbarkeit und echtem Nutzer:innenbedarf – das kommt euch bekannt vor, aber die perfekten Lösungen sind bisher nicht gefunden?

Das ist kein Wunder, denn auf den meisten Design-Konferenzen erhält das Thema »Product Ownership« wenig Aufmerksamkeit. Stakeholder aus den Bereichen Design, UX, Entwicklung und Produktmanagement verstehen die andere Sprache häufig nicht. Das lässt sich aber lösen, wenn man sich mit der jeweils anderen Seite näher auseinandersetzt – und alle an einen Tisch bringt.

Product Ownership als Track

Auf der DWX – Developer World Experience ist Product Ownership ein eigenständiger Track — kuratiert von Ina Einemann, Agile Coach mit jahrelanger Konferenzerfahrung. Die Veranstaltung findet vom 29. Juni bis 2. Juli 2026 in Mannheim statt und bietet endlich auch Product Ownern eine Bühne. Hier bleibt aber niemand unter sich, es wird auch nicht einfach über Buzzwords diskutiert.

Die DWX bringt die unterschiedlichen Expertisen von Product Ownership & Management tiefgründig zusammen. Mit dabei sind über 2.500 Entwickler:innen, Architekt:innen, DevOps-Profis und Produktverantwortliche aus der DACH-Tech-Community mit 27 kuratierten Tracks sowie 150+ Expert:innen.

Infinite AI Conference: Fokus auf systematische KI-Integration

Zeitgleich findet die Infinite AI Conference über zwei Tage vom 30. Juni bis zum 1. Juli in derselben Location statt. Wie der Name verrät, geht es hier um Künstliche Intelligenz und wie KI-Tools den gesamten Software-Lifecycle von Requirements bis hin zu Deployment verändern. Für Produktdesigner:innen und UX-Leads wird die Auseinandersetzung damit immer heißer, sogar heißer als das nächste Figma-Update.

Du lernst auf der Konferenz, welche Produktentscheidungen durch KI machbar werden — und welche Anforderungen Teams an die Entwicklung stellen können, wenn KI tief im Prozess verankert ist.

Dafür kommen über 2.500 Teilnehmende aus der DACH-Tech-Community nach Mannheim. Es wird 170+ Sessions, Workshops und Keynotes von Praktiker:innen geben. On top: die Casino Night, die seit Jahren zum festen Networking-Ritual der Szene gehört.

Warum brauchen agile Teams Product Ownership?

Der eigenständige Track stellt genau die Fragen, die in vielen Backlogs zu häufig still vor sich hin brüten: Wer entscheidet eigentlich, was gebaut wird? Wie lassen sich die Anforderungen der Kund:innen in echte Lösungen übersetzen? Warum scheitert Stakeholder-Management so oft nicht an Kommunikation, sondern am System dahinter? Und was haben Legacy-Software und Unternehmenskultur wirklich miteinander zu tun? Und wer trägt die Verantwortung, wenn es am Ende doch niemand braucht? Von »AI Customer Clones« über realistische Projekteinschätzungen bis hin zur Rolle von Entwickler:innen als aktive Produktgestalter:innen – die DWX-Konferenz möchte dazu beitragen, dass das Verständnis zwischen Product und Engineering neu justiert und besser wird.

Agilität: zeitgemäß oder abgehängt?

Passend dazu räumt der Agile-Track mit der üblichen Scrum-Liturgie auf. Statt der x-ten Wiederholung von Lehrbuch-Methoden werfen die Speaker einen nüchternen Blick auf die Realität: Warum scheitern Agile-Transformationen trotz voller Methodenkoffer? Was bedeutet Agilität im Zeitalter von KI? Und ist antifragil vielleicht das ehrlichere Konzept für das, was Teams wirklich brauchen?

Datum: 29. Juni – 2. Juli 2026 (Infinite AI: 30. Juni – 1. Juli)

Ort: m:con Congress Center Rosengarten, Mannheim

Die DWX-Topics im Überblick 

Tickets: DWX—Developer World Experience  // Infinite AI Conference

Der Kauf von Kombitickets ist möglich.

Mit dem Code PAGE15 erhältst du 15 % Rabatt auf die Tickets für dich und deine Kolleg:innen.

Einblick ins Programm

Wie eine technologiegetriebene Zukunft die Spielregeln für Produkt-Teams neu setzt:

  • Software im Zeitraffer: KI, die Beschleunigung von Delivery — und die Konsequenzen für den SDLC
  • KI und Qualität: Alles muss sich ändern, damit alles gleich bleibt
  • Prompts statt PRD: Wie AI die Requirements-Praxis umkrempelt
  • Wie sich Softwarearchitekturen, Patterns und Tool Chains durch KI rasant neu formieren
  • Wie sich die Softwareentwicklung in einer KI-gesteuerten Zukunft verändert
  • Das letzte Coding-Jahr? Der Einfluss von Claude Code auf die Softwareentwicklung
  • AIOps: Maintenance von Softwaresystemen durch KI
  • Die KI als Copilot fürs Codetesten: Hype, Hope oder Gamechanger?
  • KI im Systemtest
  • Wie KI den Software Delivery Lifecycle neu definiert

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