Apps & Mobile Entwicklung
Diese Neuheit kombiniert digitale und analoge Welt
Mit einer cleveren neuen Funktion will Spotify euren Alltag erleichtern. Diesmal geht es dabei aber nicht um Musik. Stattdessen soll die neue Funktion eifrigen Lesern unter die Arme greifen. Gleichzeitig könnte Spotify damit auch neue Nutzer gewinnen.
Spotify ist bereits seit einiger Zeit nicht mehr ausschließlich für seinen Musikstreamingdienst bekannt. Ihr könnt im Premium-Abo auch monatlich bis zu 15 Stunden lang in Hörbüchern stöbern. Nun hat das Unternehmen ein neues Feature vorgestellt, das den nahtlosen Wechsel zwischen einem traditionellen Buch und genau solchen Hörbüchern ermöglichen soll.
Das ist zum Beispiel dann nützlich, wenn das analoge Buch bereits einige Zeit vor der digitalen Audiovariante erscheint oder ihr unterwegs keinen Platz für Bücher habt. Der Streamingdienst erlaubt euch diesen Wechsel – und zwar in beide Richtungen..
Hörbücher in Spotify: Fliegender Wechsel vom traditionellen Buch
Spotify hat die Funktion „Page Match“ getauft, auf Deutsch frei übersetzt „Seitenabgleich“. Die Idee hinter dem Feature ist denkbar einfach. Um den Sprung von einem regulären Buch oder auch einem eBook zum Hörbuch zu schaffen, müsst ihr lediglich mithilfe der App ein Foto von der aktuell gelesenen Seite machen.
Voraussetzung ist, dass Spotify das jeweilige Buch kennt und unterstützt. Ist das der Fall, öffnet ihr es in der App und tippt auf das „Page Match“-Icon. Auf der nächsten Seite gibt es dann eine „Scan to listen“-Funktion, die die Kamera des Smartphones öffnet. Ihr macht ein Foto von der aktuell gelesenen Seite. Konnte die App die Seite erkennen, gibt sie euch anschließend die Option, das Hörbuch an dieser Stelle wiederzugeben. Alternativ könnt ihr die Stelle für später merken. Einige Bücher verfügen zudem über sogenannte Recaps, die euch eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Handlung bieten.

Ihr könnt mithilfe des neuen Features also ganz einfach zwischen mehreren Medien wechseln. Wenn ihr unterwegs seid und keine Bücher mit euch herumtragen wollt, könnt ihr die Hörbuchfunktion von Spotify nutzen. Dank des Fotos der aktuellen Seite entfällt das nervige Suchen im Audioplayer. Wieder zu Hause schaut ihr einfach in der App nach, auf welcher Seite ihr angekommen seid, um anschließend im traditionellen Buch weiterzulesen.
Umgekehrt gibt es hinter dem „Page Match“-Symbol auch die „Scan to read“-Funktion. Ihr könnt also auch vom Hörbuch zum altbekannten Buch wechseln. Hier müsst ihr mit der Kamera eine beliebige Seite des Buches oder E-Readers fotografieren, damit Spotify sich orientieren kann. Danach hilft euch die App dabei, die richtige Stelle im Buch zu finden. Sie sagt euch, ob ihr vor- oder zurückblättern müsst, um die korrekte Stelle zu erreichen.
Das Page-Match-Feature wird laut Spotify aktuell an alle Nutzer verteilt. Es soll zunächst bis Ende Februar für die meisten englischsprachigen Titel verfügbar sein. Die Funktion ist sowohl für zahlende Abonnenten als auch für Nutzer der kostenlosen App verfügbar. Zahlt ihr nicht für das Abo, müsst ihr allerdings zumindest das Hörbuch über Spotify erworben haben.
Spotify hat außerdem eine Zusammenarbeit mit Bookshop.org angekündigt. Dank dieser Kooperation können Nutzer in den USA und Großbritannien direkt aus der App gedruckte Bücher kaufen.
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Im Test vor 15 Jahren: Noctuas Top-Blow-Riese NH-C14

Wer keinen Platz für einen riesigen Tower-Kühler hatte oder auch sein Mainboard und Arbeitsspeicher mitkühlen wollte, der war mit Top-Blow-Kühlern wie dem Noctua NH-C14 (Test) besser beraten. Viel Kühlleistung musste dafür nicht eingebüßt werden.
140-mm-Top-Blow-Gigant
Der Noctua NH-C14 kam ohne Lüfter auf Abmessungen von 166 × 140 × 105 mm (B × T × H), wobei die Höhe mit verbauten Lüftern auf 130 mm anstieg. Mit einem Gewicht von 700 g ohne Lüfter und 1.000 g mit beiden 140-mm-Lüftern montiert, war der NH-C14 kein Leichtgewicht. Noctua setzte auf sechs 6-mm-Heatpipes, um die Bodenplatte aus Kupfer mit den Aluminiumlamellen zu verbinden. Von diesen gab es insgesamt 68 Stück in einem Abstand von etwa 1,5 mm.
Dem Kühler lagen zwei Noctua NF-P14 mit 140 × 140 × 25 mm und einer maximalen Drehzahl von 1.200 U/min bei, alternativ konnten 120- oder 140-mm-Lüfter von Drittanbietern verbaut werden. Die Lüfter verfügten über einen 3-Pin-Stromanschluss und konnten daher nicht über PWM gesteuert werden, sondern nur über Spannungsadapter oder entsprechende Lüftersteuerungen. In Sachen Kompatibilität unterstützte der Kühler neben den Intel-Sockeln 775, 1156 und 1366 auch AMD AM2(+) und AM3. Wie von Noctua gewohnt war die Verarbeitungsqualität des NH-C14 hervorragend.
Die Montage des Kühlers erfolgte über das bewährte SecuFirm2-System. Dabei wurde zuerst eine Rückplatte auf dem Mainboard montiert und anschließend Kunststoff-Abstandhalter und die Haltebügel von der Vorderseite aus angebracht. Abschließend konnte die Wärmeleitpaste aufgebracht und der Kühler verschraubt werden. Insgesamt gestaltete sich die Montage des Kühlers problemlos. Für Nutzer zu beachten galt es, dass der Kühler mit unterseitig verbautem Lüfter leicht mit hohen Arbeitsspeicher-Modulen kollidieren konnte. Dafür war die Bauhöhe von 130 mm in den meisten Gehäusen kein Hindernis.
Nahezu so stark wie ein NH-D14
Mit der Referenzbelüftung – entweder einem Scythe S-Flex „D“, Noctua NF-P12 oder Scythe S-Flex „G“ – schlug sich der Noctua NH-C14 respektabel, konnte aber bei weitem nicht an die stärksten Tower-Kühler heranreichen. Für eine gute Kühlleistung benötigte er zumindest einen 140-mm-Lüfter und vergleichsweise hohe Drehzahlen. Das zeigte sich gut im direkten Vergleich mit dem Noctua NH-D14 – dem Tower-Kühler-Schwestermodell – an den er zumindest bei den Standardtaktraten des Core i7-920 nahe herankam. Sobald die Taktraten, die Spannung und dementsprechend die Leistungsaufnahme der CPU gesteigert wurden, waren hohe Drehzahlen und idealerweise ein zweiter Lüfter notwendig. Insgesamt schlug sich der NH-C14 damit gut, wer die beste Kühlleistung wollte, der war mit einem Tower-Kühler aber besser beraten.
Fazit
Wem es im Gehäuse an Platz mangelte oder wer sein Mainboard und Arbeitsspeicher kühlen wollte, der war mit dem Noctua NH-C14 gut beraten. Für einen Top-Blow-Kühler bot er eine außergewöhnlich hohe Leistung und zudem die Noctua-typische hohe Qualität. Preislich lag er mit knapp 70 Euro im gehobenen Bereich, allerdings günstiger als mancher Konkurrent wie Prolimatech, da immerhin zwei hochwertige 140-mm-Lüfter im Lieferumfang enthalten waren.
In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:
Noch mehr Inhalte dieser Art und viele weitere Berichte und Anekdoten finden sich in der Retro-Ecke im Forum von ComputerBase.
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EU-Kommission: TikTok ist suchterzeugend und muss sein Design ändern

Ein Video jagt das nächste und das pausenlos. Diese Darbietung auf TikTok sei suchterzeugend und verstoße gegen das Gesetz über digitale Dienste, erklärt die Europäische Kommission in einem öffentlichen Schreiben. Insbesondere das Wohlbefinden Minderjähriger werde dadurch bedroht.
TikTok fördert Suchtverhalten
Seit fast zehn Jahren ist das für seine kurzen Clips bekannte Videoportal TikTok inzwischen online und wurde vielerorts schon kritisiert. Wer sich dort einen Clip ansieht, erhält beim Scrollen direkt den nächsten serviert, der ganz automatisch startet. Auch wenn jeder Clip nur einige Sekunden dauert, kann dies schnell zu einer längerfristigen Beschäftigung werden, denn Pausen gibt es beim Konsum nur durch das eigene Abschalten. Doch genau das fällt einigen Nutzern schwer. Das Risiko einer regelrechten TikTok-Sucht besteht, da ein Drang, immer weiter zu scrollen, erzeugt wird.
Laut EU Kommission verstößt TikTok gegen Gesetze
Genau das hat jetzt die Europäische Kommission ganz öffentlich erkannt. Zunächst handelt es sich um eine „vorläufige Feststellung“ im Rahmen des vor knapp zwei Jahren eingeleiteten „förmlichen Verfahrens zur Untersuchung der Einhaltung des Gesetzes über digitale Dienste durch TikTok“. Nach Ansicht der Kommission verstoße TikTok „wegen seines suchterzeugenden Designs gegen das Gesetz über digitale Dienste“. Funktionen wie „unendliches Scrollen, Autoplay, Push-Benachrichtigungen und das hochgradig personalisierte Empfehlungssystem“ sind damit gemeint.
Die Plattform habe nach Sicht der Europäischen Kommission nicht angemessen bewertet, „wie diese Suchtmerkmale das körperliche und geistige Wohlbefinden seiner Nutzer, einschließlich Minderjähriger und schutzbedürftiger Erwachsener, beeinträchtigen könnten“. Verwiesen wird auch auf wissenschaftliche Studien, die besagen, dass TikTok-Konsum zu zwanghaftem Verhalten führen kann. Etwaige Maßnahmen zur elterlichen Kontrolle seien nicht wirksam genug, um dies zu verhindern.
TikTok soll sein Design ändern
Daher kommt die EU-Kommission zu dem Schluss, „dass TikTok das grundlegende Design seines Dienstes ändern muss“. Konkret sollen das endlose Scrollen unterbunden und wirksame „Bildschirmzeitunterbrechungen“ eingerichtet werden. Zudem sei eine Anpassung des Empfehlungssystems erforderlich.
TikTok habe jetzt die Gelegenheit, die Untersuchungsakten der Kommission zu prüfen und sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen. Außerdem werde parallel das Europäische Gremium für Digitale Dienste konsultiert. Sofern dieses den Standpunkt der Kommission bestätigt, könne dies zu einer Geldbuße für TikTok führen, die maximal 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes des Videoportals ausmachen kann. Nach Schätzungen hat TikTok im Jahr 2024 mit Anzeigen rund 23 Milliarden US-Dollar eingenommen.
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Speicher-Preise sollen noch 2026 explodieren
PC-Käufer kämpfen seit Monaten mit steigenden Kosten. Der Grund ist die Speicherkrise, angefeuert durch die AI-Branche. Die Preise für RAM und SSDs sollen nun noch stärker steigen als bislang erwartet. Die Kosten ziehen dabei immer weitere Kreise.
Die AI-Branche beansprucht immer mehr Ressourcen. In den vergangenen Monaten sind vor allem die Preise für Arbeitsspeicher spürbar gestiegen. Aber auch bei SSDs ging es preislich nicht länger bergab. Nun haben die Analysten von TrendForce neue Zahlen vorgelegt. In ihrer neuen Prognose korrigieren sie die ohnehin drastische Vorschau für das 1. Quartal 2026 noch einmal deutlich nach oben. Die rasant steigenden Preise sind aber nicht nur ein Problem für PC-Bauer oder diejenigen, die einfach nur eine externe SSD kaufen wollen.
Speicher wird immer teurer
TrendForce wirft in seinem Bericht zunächst einen Blick in die Vergangenheit – konkret auf das vierte Quartal 2025. Die PC-Auslieferungen lagen deutlich höher als erwartet. Das wiederum führt dazu, dass selbst die größten Hersteller – trotz zugesicherter Liefermengen – mit schrumpfenden Lagerbeständen zu kämpfen haben. Das treibt die Preise nach oben.
Konkret geht TrendForce nun davon aus, dass die DRAM-Preise im 1. Quartal 2026 nicht mehr nur um 55 bis 60 Prozent steigen, sondern um 90 bis 95 Prozent. Eine detailliertere Prognose für DDR4- und DDR5-Module im PC-Markt liegt sogar bei 105 bis 110 Prozent.
Im gleichen Atemzug nennt TrendForce auch NAND-Flash-Speicher, der in SSDs zum Einsatz kommt. Hier rechnen die Analysten mit einem Plus von 55 bis 60 Prozent. Frühere Vorhersagen lagen bei 33 bis 38 Prozent. Der Preisschock der vergangenen Monate hält also nicht nur an – er wird sogar schlimmer.

Auswirkungen nicht nur für PC-Bauer
Bislang haben vor allem Endkunden die enormen Preissteigerungen bemerkt, die sich in den vergangenen Wochen zum Beispiel einen neuen PC gekauft oder selbst gebaut haben. Einige Hersteller gingen sogar so weit, dass sie ihre Fertig-PCs ohne RAM angeboten haben. Begründung: Vielleicht haben Käufer noch RAM aus alten Geräten, den sie weiterverwenden können – oder sie wollen ihn separat kaufen.
In Zukunft dürften die steigenden Kosten aber auch andere Branchen betreffen, die diese an ihre Kunden weitergeben. Das zeigt sich in der Tabelle oben an den Vorhersagen für die LPDDR4X/5X-Speicher, die in Smartphones und Tablets zum Einsatz kommen. In den vergangenen Tagen wurde zum Beispiel häufiger diskutiert, ob Apple im Herbst die Preise für die neuen iPhones anheben wird. Ähnliche Berichte gibt es bei Samsung zur kommenden S26-Reihe. Am Ende müssen auch die Smartphone-Hersteller den verbauten Speicher bezahlen, der auch für sie immer teurer wird.
Ob und wann die Komponenten wieder günstiger werden, ist unklar. Haupttreiber bleibt, wie bereits angesprochen, die AI-Branche, die ihre Rechenzentren mit neuer Hardware ausstatten will.
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