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DMEA-Standortwechsel: „Wir wollen wachsen und neue Themen integrieren“


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die DMEA findet ab 2027 nicht mehr in Berlin, sondern in München statt. Die Messe Berlin plant parallel eine eigene Veranstaltung – ausgerechnet zum gleichen Termin. Über den Standortwechsel der DMEA und andere Themen wie die elektronische Patientenakte und über weitere Pläne der Veranstalter spricht Matthias Meierhofer mit heise online. Er ist Vorstandsmitglied des Bundesverbands Gesundheits-IT (bvitg) und Chef der Meierhofer AG, die IT-Dienstleistungen für Krankenhäuser anbietet.

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Matthias Meierhofer

Matthias Meierhofer

Vorstandsvorsitzender des bvitg und Vorstandsvorsitzender der Meierhofer AG.

(Bild: Meierhofer AG)

Die DMEA verlässt Berlin und zieht nach München. Auch von einem Ende war schon die Rede. Wie sehen Sie das?

Weder wird etwas abgerissen, noch wird die DMEA verabschiedet. Die DMEA wechselt 2027 den Standort. Deswegen bricht weder die Welt in Berlin zusammen, noch ist künftig alles nur noch in München. Man muss da schon die Kirche im Dorf lassen. Die DMEA bleibt die DMEA. Wir wollen sie als Verband weiterentwickeln, wachsen und neue Themen integrieren. Dafür haben wir mit der Messe München einen Partner gefunden, der uns diese Perspektive bietet.

Gleichzeitig kündigt die Messe Berlin eine eigene Veranstaltung an – am identischen Termin. Wie bewerten Sie das?

Zur anderen Messe kann ich wenig sagen, weil sie ohne uns gestaltet wird. Wir wurden darüber über die Presse informiert. Mit uns wurde darüber nicht gesprochen. Das ist insofern bemerkenswert, als wir mit der Messe Berlin über viele Jahre hinweg gemeinsam die DMEA ausgerichtet haben. Dass nun eine eigene, am gleichen Termin konkurrierende Veranstaltung entsteht, davon wussten wir nichts. Wir hätten uns gewünscht, dass man mit uns spricht, bevor man solche Pläne macht.

Die Messe Berlin spricht davon, eine „Lücke“ schließen zu wollen. Welche Lücke meinen sie?

Das müssen Sie die Messe Berlin fragen. Aus unserer Sicht gibt es keine Lücke. Die DMEA deckt das gesamte Spektrum der Digitalisierung im Gesundheitswesen ab: Krankenhaus-IT, niedergelassene Versorgung, Pflege, Telemedizin, KI, Datenanalyse und regulatorische Rahmenbedingungen – und das zunehmend auch mit internationaler Perspektive. Wir haben in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum erlebt, sowohl bei Besuchern als auch bei Ausstellern. Das zeigt, dass das Konzept funktioniert. Wenn die Messe Berlin meint, hier etwas ergänzen zu müssen, dann bitte, aber warum ausgerechnet am gleichen Termin?

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Warum hat man sich für München entschieden?

Es gab mehrere Gründe. Einerseits die internationale Anbindung. München ist für viele europäische Partner besser erreichbar – insbesondere für Österreich und die Schweiz. Andererseits die moderne Infrastruktur. Das Messegelände München ist neuer und technisch besser ausgestattet als das in Berlin. Das ermöglicht uns, neue Formate auszuprobieren – etwa im Bereich Networking oder hybride Veranstaltungen. Außerdem haben wir bereits neue Kooperationsanfragen erhalten, und zwar aus Ländern, die bisher weniger präsent waren.

Berlin gilt als politisch näher dran. Ist das ein Nachteil?

Nein, das ist kein Nachteil. Berlin ist Regierungssitz, das stimmt. Aber Bayern spielt gesundheitspolitisch ebenfalls eine wichtige Rolle. Und am Ende hängt politische Präsenz nicht nur vom Standort ab, sondern von der Relevanz der Themen. Wenn wir über Telematikinfrastruktur, KI oder digitale Souveränität sprechen, dann sind das Themen, die bundesweit und europaweit diskutiert werden. Das wichtige ist nicht, ob die Veranstaltung in Berlin oder München stattfindet. Entscheidend ist, dass wir die richtigen Themen und Akteure zusammenbringen.

Die Telematikinfrastruktur ist ein zentrales Thema. Wie ist da der Stand?

Die TI ist das Rückgrat der digitalen Gesundheitsversorgung. Ohne sie funktioniert weder die elektronische Patientenakte noch der TI-Messenger oder das E-Rezept. Aber sie ist noch nicht fertig. Es gibt weiterhin technische, organisatorische und regulatorische Herausforderungen. Wir haben hier einen langen Weg vor uns, und bei der Stabilisierung und Weiterentwicklung der Infrastruktur haben wir noch viel zu tun.

Wird die TI irgendwann „fertig“ sein?

Die TI ist kein statisches System, sondern ein dauerhafter Prozess. Die Technologie entwickelt sich weiter – etwa durch KI, Cloud-Lösungen oder neue Sicherheitsstandards. Das bedeutet, dass die Infrastruktur kontinuierlich angepasst werden muss. Es wird immer etwas zu tun geben. Wichtig ist, dass wir realistische Zeitpläne bei der Testung von Spezifikationen und Funktionen im realen Versorgungsalltag einhalten. Das Positionspapier „Digitale Versorgung und Gesundheitsdaten in Deutschland: Stabilität, Innovation, Umsetzung“ des bvitg vom März 2026 betont zu Recht, dass wir hier mehr Augenmaß brauchen.

Wo liegen die größten Probleme?

Bei der Interoperabilität. Die verschiedenen Systeme müssen miteinander kommunizieren – zwischen Krankenhäusern, Arztpraxen, Apotheken und Krankenkassen. Das ist technisch komplex, weil es unterschiedliche Standards gibt. Außerdem sind noch nicht alle Leistungserbringer vollständig an die TI angebunden. Regulatorische Vorgaben gibt es ebenfalls. Die Gematik hat klare Spezifikationen vorgegeben, aber die Umsetzung ist langsam. Gleichzeitig gibt es politischen Druck, weil die Digitalisierung des Gesundheitswesens zu langsam vorankommt. Die Finanzierung ist ebenfalls ein Thema und für Praxen und Krankenhäuser bislang nicht zufriedenstellend geklärt.

Müsste die Branche besser zusammenarbeiten, um die Spezifikationen umzusetzen?

Die Branche muss enger zusammenarbeiten – zwischen Softwareanbietern, Leistungserbringern und der Gematik. Auch wenn sich das die letzten Jahre bereits deutlich intensiviert hat, besteht hier noch Luft nach oben. Was wir dabei dringend brauchen, sind realistische Zeitpläne bei der Testung und Umsetzung von Spezifikationen und Funktionen im realen Versorgungsalltag. Zu oft werden Anforderungen definiert, ohne dass die praktische Umsetzbarkeit ausreichend geprüft wurde. Prozesse müssen neu gedacht werden. Das kostet allen Beteiligten Zeit, Geld und Vertrauen.

Wie könnte eine Reduzierung der technischen Komplexität konkret aussehen?

Wir brauchen eine Fokussierung auf Basistechnologien mit weniger und einfacheren Hardwarekomponenten. Die hochfrequente Einführung neuer Technologien wie Zero Trust oder Health Confidential Computing parallel zur Implementierung neuer Anwendungen verursacht enorme Komplexität und hohe Aufwände. Wir müssen die Abhängigkeiten in digitalen Prozessketten reduzieren, um die Störanfälligkeit zu verringern. Gleichzeitig müssen Leistungserbringer TI-Dienste auch mobil nutzen können, etwa bei Hausbesuchen oder in der ambulanten Pflege.

Was werden die Themen der jetzigen DMEA sein?

KI ist kein Zukunftsthema mehr, sondern Realität und in der Versorgung angekommen. Es gibt bereits zahlreiche Anwendungen – etwa in der Bildanalyse, der Therapieplanung oder der Früherkennung von Krankheiten. Aber die Umsetzung ist langsamer als in anderen Branchen. Das hat mehrere Gründe: regulatorische Hürden, Haftungsfragen, Finanzierung und teilweise auch fehlende Akzeptanz in der Ärzteschaft.

Gleichzeitig geht es bei der DMEA natürlich um weit mehr als nur KI. Besonders wichtig sind Themen wie Interoperabilität, die eine vernetzte und durchgängige Versorgung überhaupt erst möglich macht. Ebenso stehen souveräne Cloud-Lösungen sowie IT-Sicherheit im Fokus – beide sind zentrale Voraussetzungen, damit digitale Innovationen zuverlässig, skalierbar und vertrauenswürdig eingesetzt werden können.

Die elektronische Patientenakte ist ein zentrales Projekt. Warum hat das Opt-in-Modell nicht funktioniert?

Mit freiwilligen Modellen sind wir über Jahre kaum vorangekommen. Die Nutzung lag bei unter 1 Prozent. Erst mit dem Opt-out-Modell – also der automatischen Anlage einer ePA für jeden Versicherten – hat sich das geändert. Jetzt haben wir über 70 Millionen angelegte Akten. Freiwilligkeit reicht in diesem Bereich nicht aus.

Aber ist die ePA wirklich das zentrale Element?

Das ist eine interessante Frage. Vielleicht ist sie das nicht. Vielleicht geht es vielmehr um die sektorübergreifende Kommunikation. Die ePA ist ein Instrument, aber nicht das einzige. Wenn wir über digitale Versorgung sprechen, dann geht es um viel mehr: um den Austausch von Informationen zwischen Ärzten, Krankenhäusern, Apotheken und Patient*innen. Die ePA ist ein Teil davon, aber nicht der einzige Baustein. Vielleicht müssen wir uns fragen: Was wollen wir eigentlich erreichen? Geht es um die Akte selbst – oder um den Informationsfluss? Vielleicht ist die ePA nur ein Mittel zum Zweck. Bisher sind vor allem klinische Prozesse unzureichend berücksichtigt.

Kritiker sagen, die ePA sei noch nicht ausgereift. Was entgegnen Sie?

Die ePA ist kein fertiges Produkt, sondern ein Prozess. Wir sprechen von Hunderttausenden Praxen, 2000 Krankenhäusern und 70 Millionen Versicherten. So etwas lässt sich nicht über Nacht umsetzen. Aber die Grundlagen sind gelegt. Jetzt geht es darum, die Nutzung zu steigern und die technischen Hürden abzubauen.

Wird die ePA irgendwann verpflichtend?

Das ist eine politische Frage. Aus technischer Sicht wäre eine verpflichtende Nutzung sinnvoll – etwa für Medikationspläne oder Notfalldaten. Aber ob das gesellschaftlich akzeptiert wird, ist eine andere Frage. Hier müssen wir abwarten, wie sich die Diskussion entwickelt. Das Positionspapier fordert, dass die ePA auch für Patientinnen und Patienten ohne aktive Nutzung verfügbar sein muss – etwa für elektronische Überweisungen.

Die Gematik soll künftig eine stärkere Rolle spielen. Warum?

Wir brauchen eine Instanz, die sektorenübergreifende Standards setzt. Bisher gibt es zu viele unterschiedliche Systeme – etwa bei der Abrechnung, der Dokumentation oder der Kommunikation. Die Gematik soll klare Regeln vorgeben, damit alle Beteiligten miteinander kommunizieren können. Das ist dringend notwendig, um die Digitalisierung voranzubringen. Das Positionspapier fordert zu Recht, dass die Gematik auf ihre Kernaufgaben fokussiert wird: die Entwicklung und Pflege der TI-Referenzarchitektur, transparente Zulassungsverfahren und das Monitoring der TI.

Soll die Gematik auch die Selbstverwaltung regulieren?

Ja. Bisher haben Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenkassen und Krankenhäuser eigene technische Standards entwickelt. Das führt zu Inkompatibilitäten und Doppelstrukturen. Eine starke Gematik könnte hier für mehr Einheitlichkeit sorgen. Das heißt nicht, dass die Selbstverwaltung keine Rolle mehr spielt – aber sie muss sich an gemeinsame Standards halten. Das Positionspapier betont, dass die Gematik als Rahmengeberin agieren sollte, nicht als Marktakteurin.

Bedeutet das nicht mehr Zentralisierung und weniger Wettbewerb?

Nicht unbedingt. Die Gematik soll kein Monopol innehaben, sondern klare Rahmenbedingungen setzen. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen kann es weiterhin Wettbewerb geben – etwa bei der Entwicklung von Softwarelösungen. Wettbewerb ist wichtig, aber er braucht klare Regeln. Sonst entsteht ein Flickenteppich, der niemandem nützt. Das Positionspapier fordert zu Recht, dass die Gematik technologieoffene Leitplanken setzt, aber nicht selbst als Entwicklerin auftritt.

Sie sind ein Befürworter von Wettbewerb. Warum?

Wettbewerb fördert Innovation. Wenn mehrere Anbieter um die beste Lösung konkurrieren, führt das zu besseren Produkten, niedrigeren Preisen und mehr Auswahl. Unser Markt ist vielfältiger, als viele denken. Neben großen Konzernen gibt es viele mittelständische Unternehmen – teilweise mit nur 40 oder 50 Mitarbeitenden. Diese Vielfalt ist wichtig, weil sie unterschiedliche Lösungen hervorbringt. Monopole führen selten zu Innovation. Das Positionspapier betont zu Recht, dass wir mehr Wettbewerb brauchen – aber mit klaren Rahmenbedingungen.

Aber der Gesundheitsmarkt ist stark reguliert.

Ja, und das hat Vor- und Nachteile. Die Vorteile sind Sicherheit, Qualität und Finanzierung. Die Nachteile sind gebremste Innovation, hohe Markteintrittsbarrieren und eingeschränkter Preiswettbewerb. Wir brauchen mehr Flexibilität – etwa schnellere Zulassungsverfahren für KI-Systeme, ohne dabei die Sicherheit zu vernachlässigen. Der Markt ist zu stark reguliert, aber wir können nicht einfach alles deregulieren. Es geht um die richtige Balance. Das Positionspapier fordert zu Recht, dass wir bürokratische Hürden abbauen müssen – etwa bei der Regulierung medizinischer KI.

Industrieverbände stehen oft unter Lobbyismus-Verdacht. Wie sehen Sie das?

Industrie bleibt Industrie – das ist so, aber wir sind keine Pharma-Lobby. Die Pharmaindustrie hat ganz andere finanzielle und politische Möglichkeiten. Unsere Aufgabe ist es, technische Realitäten und politische Rahmenbedingungen zusammenzubringen. Das ist manchmal unbequem, aber notwendig. Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder – das ist legitim. Aber wir müssen transparent sein. Das Positionspapier ist ein gutes Beispiel dafür: Wir legen unsere Positionen offen dar und begründen sie fachlich.

Wo liegen die Grenzen zwischen Interessenvertretung und Einflussnahme?

Die Grenze ist fließend. Aber Transparenz ist der beste Weg, um Vertrauen zu schaffen. Wenn wir sagen: „Wir vertreten die Interessen der IT-Branche“, dann ist das ehrlicher, als wenn wir uns als neutrale Berater darstellen. Wir sind kein neutraler Akteur – wir vertreten unsere Mitglieder. Aber wir versuchen, das im Rahmen der demokratischen Spielregeln zu tun. Das Positionspapier zeigt: Wir bringen fachliche Expertise ein und machen konkrete Vorschläge – etwa zur Nutzung von Gesundheitsdaten oder zur Weiterentwicklung der TI.

Cyberangriffe auf Krankenhäuser nehmen zu. Wie sicher ist die digitale Gesundheitsversorgung?

Gesundheitsdaten sind ein attraktives Ziel für Hacker, weil sie besonders sensibel sind. Gleichzeitig sind viele Einrichtungen nicht ausreichend geschützt. Cybersecurity ist kein einmaliges Projekt, sondern ein dauerhafter Prozess. Viele Praxen und Krankenhäuser haben nicht die Ressourcen, um sich ausreichend zu schützen. Hier brauchen wir mehr Unterstützung – etwa durch zentrale Sicherheitsstandards und finanzielle Förderung. Das Positionspapier betont zu Recht, dass wir die technische Komplexität der TI reduzieren müssen, um die Sicherheit zu erhöhen.

Was muss passieren?

Es braucht mehr Unterstützung – etwa durch zentrale Sicherheitsstandards, finanzielle Förderung und Bewusstseinsbildung. Die Gematik könnte hier eine stärkere Rolle spielen. Aber am Ende muss jede Einrichtung selbst Verantwortung übernehmen. Cybersecurity ist kein Luxus – sie ist eine Notwendigkeit. Das Positionspapier fordert zu Recht, dass Leistungserbringer TI-Dienste auch mobil nutzen können müssen – etwa bei Hausbesuchen.

Was würden Sie sich für die digitale Gesundheitsversorgung wünschen?

Mehr Tempo bei der Umsetzung. Die Digitalisierung des Gesundheitswesens kann nicht warten. Wir brauchen schnellere Entscheidungen, klarere Regeln und mehr Investitionen. Außerdem mehr Akzeptanz bei Ärzten und Patienten. Digitale Lösungen bringen nur etwas, wenn sie auch genutzt werden. Dafür braucht es Aufklärung, Schulungen und Anreize. Und ich wünsche mir mehr Wettbewerb und Innovation, damit neue, bessere Lösungen schneller in die Versorgung gelangen.


(mack)



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n8n: Wichtiges Sicherheitsupdate in Sicht


Die n8n-Entwickler kündigen für kommenden Mittwoch (22. April) zur Mittagszeit einen Sicherheitspatch für ihre Automatisierungsplattform mit KI-Funktionen an. Zu den Schwachstellen ist derzeit so gut wie nichts bekannt.

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In einer Mail an n8n-Nutzer steht, dass es sich um mehrere kürzlich entdeckte Sicherheitslücken mit den Bedrohunsgraden „kritisch“ und „hoch“ handelt. Was nach erfolgreichen Attacken passieren kann, ist bislang unklar. In der Nachricht steht auch nichts von bereits laufenden Attacken.

Die Entwickler raten Betreibern von On-Premises-Instanzen, das Update, wenn es draußen ist, so schnell wie möglich zu installieren. Wenn der Sicherheitspatch da ist, wollen sie weitere Informationen zu den Lücken und zur Absicherung von Systemen veröffentlichen.


(des)



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„Tankrabatt“ ab 1. Mai könnte verzögert bei Kunden ankommen


Die Wirkung des „Tankrabatts“ könnte Anfang Mai erst verzögert bei den Kunden ankommen. Grund dafür sei die Steuersystematik, heißt es in einer Stellungnahme des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie für eine Anhörung heute im Finanzausschuss des Bundestags. Um die Spritpreise zu senken, sollen nach Plänen der schwarz-roten Koalition befristet für zwei Monate die Steuern auf Diesel und Benzin um je rund 17 Cent brutto pro Liter gesenkt werden. Die reduzierten Steuersätze sollen vom 1. Mai bis 30. Juni gelten.

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Im Gesetzentwurf heißt es: „Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Steuersatzsenkung verzögert und schleichend in den Verbrauchspreisen widerspiegelt.“ Ähnliche Bedenken hatte es schon 2022 beim damaligen Tankrabatt gegeben. In der Stellungnahme des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie heißt es, die Energiesteuer entstehe nicht erst beim Verkauf an der Tankstelle, sondern bereits dann, wenn Benzin und Dieselkraftstoff von den Raffinerien und großen Tanklagern ausgeliefert werden.

Sämtliche Kraftstoffe, die bis zum Stichtag 1. Mai in den Tanks liegen, seien noch mit dem normalen, höheren Betrag belegt. „Die Tanks der Tankstellen werden am 1. Mai 2026 also in unterschiedlichem Umfang noch mit ‚normal versteuertem‘ Benzin und Diesel gefüllt sein.“

Es sei zu erwarten, dass die Tankkunden in der Zeit vor der Energiesteuersenkung zurückhaltend sein werden. „Daher dürfte sich der Effekt der niedrigeren Steuersätze nicht überall gleich am Stichtag um Mitternacht einstellen, sondern erst in der Folgezeit, wenn die ‚normal versteuerten‘ Kraftstoffe abverkauft und nach und nach die niedrig versteuerten Kraftstoffe angeliefert werden.“ Der Mineralölwirtschaftsverband weist zudem darauf hin, dass die Preise an den Tankstellen von vielen Parametern abhingen und sich am Markt bildeten. „Die Energiesteuern sind eine wichtige Preiskomponente, aber bei Weitem nicht die einzige.“

Hintergrund

Die Steuerentstehung erfolge zum Zeitpunkt der Entnahme aus dem Steuerlager und ist damit dem Verbrauch durch die Endkundinnen und Endkunden weit vorgelagert, heißt es im Gesetzentwurf. „Dies kann dazu führen, dass Kraftstoff, der in den ersten Tagen nach der Steuersenkung verkauft wird, noch mit dem originären Steuersatz versteuert worden ist.“

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Der gleiche Effekt tritt mit umgekehrtem Vorzeichen allerdings auch am Ende des „Tankrabatts“ ein. Dann sind die Kraftstoffe in den Lagern der Tankstellen noch niedrig versteuert, können aber bereits wieder zu mutmaßlich höheren Preisen verkauft werden. In beiden Fällen dürften die an der Zapfsäule geforderten Preise aber weniger davon abhängen, zu welchem Steuersatz der Kraftstoff in das Lager der einzelnen Tankstelle gelangt ist, als davon, was die Konkurrenz nebenan verlangt. 2022 waren die Preissprünge an Anfang und Ende des damaligen Tankrabatts zwar sehr deutlich ausgefallen – aber in beiden Richtungen niedriger als die steuerliche Änderung, wie aus Daten des ADAC hervorgeht.

Die bundesweiten Tagesdurchschnittspreise für E10 sanken damals zu Beginn binnen eines Tages um gut 27 Cent und stiegen am Ende um 23 Cent – obwohl der Steuerunterschied bei rund 35 Cent lag. Bei Diesel ging es zu Beginn um knapp 12 Cent nach unten, am Ende um knapp 9 Cent nach oben, obwohl der Steuerunterschied bei rund 17 Cent lag. Vor und nach den Stichtagen für die Steuer gab es damals aber kräftige Preisbewegungen.

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(fpi)



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Papertrading mit TradingView: Börsenhandel ohne Risiko üben


Der Zugang zum Börsenhandel in Eigenregie ist einfach, ebenso einfach verliert man dabei aber auch Geld. Ein Depot ist schnell eröffnet und bietet schier unbegrenzte Möglichkeiten, Aktien, Kryptowährungen und andere Finanzprodukte zu handeln. Doch wer das uninformiert tut, legt schlimmstenfalls eine finanzielle Bruchlandung hin. Will man eine Chance auf langfristige Börsengewinne haben, muss man sich zunächst reichlich Fachwissen aneignen und Werkzeuge zur Marktanalyse kennenlernen.

Das kostet nicht zwingend echtes Geld. Beim sogenannten Papertrading übt man den Börsenhandel in einem Demokonto mit „Spielgeld“, kann ansonsten jedoch unter annähernd realistischen Bedingungen Fehler ohne finanziellen Verlust machen. Von der Suche nach lohnenden Werten und Wertpapieren (Assets) über die Analyse von Charts, Kennzahlen und aktuellen News bis hin zur Orderplatzierung lassen sich alle nötigen Schritte und Handgriffe beliebig oft wiederholen, einüben und optimieren.

  • Börsenhandel ist heute leicht zugänglich, bleibt aber riskant, besonders wenn man ohne Erfahrung damit loslegt.
  • Am Beispiel von TradingView zeigen wir, wie man Trades, Ordertypen und Analysewerkzeuge in einer Simulation mit echten Kursdaten erproben kann.
  • Der Artikel erklärt, was solche Übungsumgebungen leisten – und wo man sich für echte Handelsentscheidungen weiter einlesen muss.

Wir führen Börsen-Einsteiger und interessierte Fortgeschrittene am Beispiel der cloudbasierten Charting-Plattform TradingView durch die ersten Papertrading-Schritte, indem wir eine Aktie simuliert kaufen und verkaufen. Dabei erklären wir auch, welche Funktionen im Alltag wichtig sind. Erstes Börsenwissen hilft, die Erläuterungen zu verstehen und den Handel im Demokonto selbst auszuprobieren.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Papertrading mit TradingView: Börsenhandel ohne Risiko üben „.
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