Künstliche Intelligenz
Ericsson will sich von 1600 Mitarbeitern trennen
Ericsson hat der schwedischen Agentur für Arbeit eine Mitteilung zukommen lassen. Demnach könnten rund 1600 Stellen in Schweden von Entlassungen betroffen sein. Das Unternehmen habe Verhandlungen mit den zuständigen schwedischen Gewerkschaften aufgenommen. „Der geplante Personalabbau ist Teil globaler Initiativen zur Verbesserung der Kostenstruktur“, schreibt das Unternehmen zur Begründung.
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Initiativen zur Steigerung der betrieblichen Effizienz würden konzernweit fortgesetzt, jedoch nicht gesondert angekündigt, heißt es weiter in der Erklärung. Was nichts anderes bedeutet, als dass weitere Entlassungen oder zumindest Personalabbau an anderen Standorten folgen werden.
Ericsson beschäftigt laut dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender SVT Nyheter in Schweden rund 12.600 Mitarbeiter. Somit muss mehr als jeder zehnte Mitarbeiter in Schweden das Unternehmen verlassen. Eine Sprecherin der Schwedischen Ingenieursgewerkschaft SVT bezeichnete die Maßnahmen als „Verhöhnung der Angestellten“. Sie vermutet, dass in erster Linie Mitarbeiter im Werk Stockholm-Kista betroffen sind. Ericsson ist vor allem als Zulieferer im Mobilfunkmarkt tätig und zählt zu den wichtigsten Industriearbeitgebern in Schweden. In Deutschland beschäftigt der Konzern rund 2400 Menschen an 12 Standorten. Nicht auszuschließen, dass auch hier Personalabbau stattfinden wird.
(jes)
Künstliche Intelligenz
Windows: Microsoft patcht Patchday-Patches | heise online
Für einige Versionen von Windows 10 und 11 hat Microsoft Updates außer der Reihe veröffentlicht. Sie sollen Probleme beheben, die nach den regulären Sicherheitsupdates vom Januar-Patchday aufgetreten sind.
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Einen bekannten Fehler bei Remotedesktop-Verbindungen beheben diese Patches:
- KB5077744 (Build 26200.7627 und 26100.7627; Windows 11 Version 25H2 und 24H2)
- KB5077793 (Build 26200.32234; Windows Server 2025)
- KB5077792 (Build 25398.2096; Windows Server Version 23H2)
- KB5077800 (Build 20348.4650; Windows Server 2022)
- KB5077796 (Build 19045.6811 und 19044.6811; Windows 10 Version 22H2 und Enterprise LTSC 2021)
- KB5077795 (Build 17763.8280; Windows 10 Enterprise LTSC 2019 und Server 2019)
Für Windows 11 in der Version 23H2 steht außerdem dieses Update bereit:
- KB5077797 (Build 22631.6494; Windows 11 Version 23H2)
Es behebt zusätzlich zum Remotedesktop-Problem noch einen weiteren Fehler mit der Energiesparfunktion, der ebenfalls mit dem Januar-Patchday hinzukam und Probleme beim Herunterfahren und mit dem Ruhezustandsmodus verursacht hat.
Microsoft bezeichnet die Patches als „Out-of-Band“ – also Updates außer der Reihe, die nicht am regulären Patchday (zweiter Dienstag im Monat) erscheinen, sondern unabhängig davon gravierende Fehler schnell beheben sollen. Nicht zu verwechseln sind sie mit den optionalen Preview-Updates, die oft am dritten oder vierten Dienstag im Monat erscheinen (früher auch C- oder D-Patches genannt) und meist eine Vorschau auf nicht sicherheitskritische Änderungen bieten.
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(jss)
Künstliche Intelligenz
Spiekeroog bekommt Glasfaser – spätestens bis 2028
Schneller surfen – das soll auf Spiekeroog bald nicht nur auf den Wellen am Nordseestrand möglich sein, sondern auch im Internet. Als letzte der sieben bewohnten ostfriesischen Inseln soll Spiekeroog eine Anbindung ans Glasfasernetz bekommen. Dafür muss ein rund neun Kilometer langes Seekabel vom Festland zur Insel gelegt werden.
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Eine Förderung hat nun das Bundesministerium für Digitales und Staatserneuerung zugesagt, wie der Landkreis Wittmund mitteilte. Das Vorhaben auf Spiekeroog ist Teil von mehr als 500 Ausbauprojekten, die vom Bund gefördert werden. Spiekeroog wartet schon seit Jahren auf eine Glasfaser-Anbindung. Doch ein Kabel durch das Wattenmeer zu verlegen, ist kompliziert und teuer.
Der für die Insel geplante Anschluss zähle zu den „technisch und genehmigungsrechtlich anspruchsvollsten Ausbauprojekten in Niedersachsen“, teilt der Landkreis mit. Bislang gibt es nach Angaben der Gemeinde auf der Insel Kupferkabel der Telekom sowie ein Koaxialkabelnetz (HFC-Netz) für die TV-Verteilung, Internet und Telefon. Doch diese Netze kommen laut Inselverwaltung an ihre Grenzen. Im Vergleich zu reinen Glasfaser-Verbindungen, sind solche Verbindungen schwankungsanfälliger, wenn viele Haushalte im selben Netzsegment unterwegs sind – etwa abends, wenn viele Menschen Filme streamen.
Auf der Nordseeinsel leben nach Gemeinde-Angaben rund 800 Einwohner – insbesondere von Frühjahr bis Herbst kommen Tausende Touristen hinzu. Seit Jahren arbeiteten Insel und Landkreis daher an einer Lösung. „Aufgrund der besonderen geografischen Lage, der hohen Investitionskosten und der fehlenden privatwirtschaftlichen Ausbauperspektive war eine Förderung zwingend erforderlich“, teilt die Landkreisverwaltung weiter mit.
Zwischenzeitlich gab es 2023 einen Rückschlag, als die Landesregierung entschied, die Landesförderung für den Breitbandausbau wegen einer schwierigen Haushaltslage einzustellen. Viele Kommunen fürchteten damals, dass mit dieser Entscheidung der Netzausbau erschwert werden dürfte – auch Spiekeroog.
Millionenförderung vom Bund
Nun erhält Spiekeroog für den Glasfaser-Ausbau aus dem Bundesprogramm zur Unterstützung des Gigabitausbaus eine Förderung von bis zu 4,75 Millionen Euro. Diese Summe deckt laut Landkreis die Hälfte der Kosten ab. Das Land Niedersachsen will den Ausbau demnach ebenfalls fördern. Die Gemeinde Spiekeroog hat bereits beschlossen, rund 850.000 Euro aufzubringen. Die Gesamtkosten wurden zuletzt auf rund 9,5 Millionen Euro geschätzt.
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Der Glasfaser-Ausbau sei ein wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit der Insel, heißt es vom Landkreis Wittmund. „Eine leistungsfähige Glasfaserinfrastruktur ist heute Grundlage für moderne Verwaltung, digitale Bildung, medizinische Versorgung, Tourismus und Gewerbe. Gleichzeitig stärkt sie die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen und verbessert die Lebensqualität für Einheimische und Gäste.“ Bis spätestens 2028 soll der Glasfaser-Anschluss für Spiekeroog installiert sein. Das Ziel sei ein nachhaltiges, hochleistungsfähiges Gigabitnetz, das langfristig betrieben und allen Haushalten sowie Betrieben auf der Insel zur Verfügung gestellt werden soll, so der Landkreis Wittmund.
(nie)
Künstliche Intelligenz
Europas Chip-Champion: Besuch in einer Halbleiterfabrik von Infineon
Leistungshalbleiter sind allgegenwärtig, weil sie in fast allen elektrischen und elektronischen Geräten stecken. Sie sind jedoch im Wortsinn „Hidden Champions“, weil man sie normalerweise nicht sieht. Denn Schalttransistoren verstecken sich als unscheinbare Bauteile in Spannungswandlern. Nur weil solche Wandler dank moderner Halbleiter robust, effizient und günstig geworden sind, gibt es überhaupt erschwingliche E-Bikes, USB-C-Netzteile, Powerbanks, Akkuschrauber, Photovoltaik, E-Autos und IT-Hardware. Auch die Energiewende und sogar der KI-Boom hängen wesentlich an hocheffizienten und bezahlbaren Spannungswandlern.
- Infineon gehört zu den weltweit größten Produzenten von Leistungshalbleitern.
- Als erster Hersteller fertigt Infineon Galliumnitrid-Chips auf 30-Zentimeter-Wafern.
- Im Kärntner Villach begann Siemens schon 1970 mit der Verarbeitung von Dioden.
Die deutsche Firma Infineon betreibt einige der weltweit größten Fertigungswerke (Fabs) für Leistungshalbleiter und ist mit knapp 15 Milliarden Euro Umsatz der größte europäische Chiphersteller. Im weltweiten Vergleich liegt Infineon auf Rang elf, und das, obwohl die Firma keine CMOS-Logikchips mit Abermilliarden Transistoren produziert, sondern vermeintlich simple Bauteile. In denen steckt jedoch jede Menge Hirnschmalz, wie unser Besuch in der Infineon-Chipfabrik im österreichischen Villach zeigt.
Die Entwickler der Leistungshalbleiter treiben die Effizienz und die Belastbarkeit immer höher und die Herstellungskosten herunter. Moderne Materialien wie Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid (SiC) erschließen neue Anwendungsbereiche und Märkte. Dadurch verdient Infineon etwa am KI-Boom mit. Außerdem entwickelt die Firma in Villach Chips für Quantencomputer: Wir schauen hinter die Kulissen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Europas Chip-Champion: Besuch in einer Halbleiterfabrik von Infineon“.
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