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Gaming-Mäuse: Ist teuer besser? | heise online
Wenn E-Sportler in mit Sponsorenabzeichen bepflasterten Trikots die allerneuesten Gamingmäuse in die Kamera halten, haben die Großen der Branche nachgelegt: Bei Razer ist es die Viper V4 Pro mit rekordwürdigem 50.000-dpi-Sensor, deren Vorgängerin wir 2024 getestet haben. Logitech führt seine Pro X2 Superstrike ins Feld, deren Sensor mit 44.000 dpi auch nicht gerade schlecht aussieht. Zumindest bei Mäusen neu sind aber analoge Maustasten mit magnetischen Tastern und Hallsensoren. Statt eines Tastenklicks erzeugt ein Magnetfeld eine fühlbare Rückmeldung am eingestellten Schaltpunkt (Force Feedback).
Das Prinzip ist von analogen Tastaturen her bekannt: Statt eines Schaltkontakts bewegt der Stößel der Taste einen kleinen Neodym-Magneten. Ein Hallsensor darunter misst das Magnetfeld; je tiefer die Taste gedrückt wird, desto höher steigt die Hallspannung. Dadurch lässt sich der Schaltpunkt per Software beliebig festlegen. Bei der Logitech Superstrike übernimmt das die Software GHub. Darüber bestimmt man auch die Stärke des per Magnetfeld simulierten Klicks. Die Maustasten der Razer Viper V4 haben nur einen festen Schaltpunkt, der aber schon unter 0,4 Millimetern liegt. Razer setzt außerdem auf besonders schnelle optische Schalter, die nicht prellen und 100 Millionen Klicks überstehen sollen.
Beide Mäuse sind Hightech-Eingabegeräte, die beide nur zum stolzen Preis von je 180 Euro zu haben sind. Mit dem PC kommunizieren sie per USB-Kabel oder über eine Hochgeschwindigkeits-Funkschnittstelle; passende USB-Funkdongles liegen bei. Beide gehören außerdem zu den Leichtgewichten, wie sie besonders bei Shooterspielern beliebt sind: Je weniger die Maus wiegt, desto weniger Kraft muss der Spieler aufwenden und umso schneller kann er reagieren. Die Viper V4 Pro erinnert mit lediglich 50 Gramm an eine ausgeblasene Eierschale, wenn man sie in die Hand nimmt. Die Superstrike wiegt rund 10 Gramm mehr, was aber nur im direkten Vergleich auffällt. Beim Herumschubsen auf dem Mauspad macht der Gewichtsunterschied kaum noch etwas aus.
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Gebäude-integrierte PV im Realitätscheck: Was Solarfassaden wirklich leisten
Wer eine PV-Anlage plant, denkt oft in Jahreserträgen. In Zeiten, in denen aber maßgeblich der Eigenverbrauch über Wirtschaftlichkeit entscheidet, lautet die wichtigere Frage: Wann kommt der Strom tatsächlich an? Klassische Aufdach-Anlagen liefern viel – vorwiegend in der Mittagszeit und im Sommer.

Module an der Fassade können dagegen genau dann Strom liefern, wenn er womöglich stärker gebraucht wird – morgens, am frühen Abend und zu den Jahresrandzeiten. Wer also ohnehin vor einer umfassenden Sanierung steht, kommt schnell auf ein reizvolles Gedankenspiel: Warum die PV-Module nur nachträglich vor die Fassade schrauben, wenn man sie auch direkt als neue, schützende Gebäudehülle integrieren kann?
- In die Fassade integrierte PV liefert pro Quadratmeter deutlich weniger Strom als Aufdach-PV – erzeugt ihn aber zu haushaltsfreundlichen Zeiten.
- Süd- und Westfassaden ergänzen sich zeitlich: Die Südseite punktet in den Übergangsmonaten, die Westseite am Nachmittag und frühen Abend.
- Regulatorik – besonders Brandschutz und baurechtliche Zulassungen – ist in Deutschland ein Hemmschuh, während Länder wie die Schweiz pragmatischer agieren.
- Für Privatanwender ist echte Gebäudeintegration oft noch unwirtschaftlich; aufgesetzte Fassaden-PV (BAPV) kann dieselben Timing-Vorteile liefern.
In der Theorie klingt das vielversprechend – in der Praxis ist Gebäude-integrierte Photovoltaik (Building-Integrated Photovoltaics – BIPV) jedoch kein Selbstläufer. Dieser Artikel zeigt, welche Fassaden-Ausrichtungen die besten Erträge liefern und wo letztlich die größten Fallstricke liegen.
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Samsung vor langem Streik: Zehntausende protestieren für hohe Bonuszahlungen
Weniger als einen Monat vor Beginn eines mehrwöchigen Streiks haben in Südkorea mehrere Zehntausend Angestellte von Samsung für deutliche Bonuszahlungen demonstriert, um die Gewinne aus dem KI-Boom zu verteilen. Das berichtet die Korea Times, die von etwa 40.000 Demonstrierenden (laut den Gewerkschaften) beziehungsweise etwa 30.000 (laut Polizei) spricht. Etwa 20 Aktionäre haben laut Medienberichten zeitgleich einen Gegenprotest abgehalten und die Forderungen kritisiert. Uneinigkeit herrscht demnach auch über die wirtschaftlichen Folgen und Kosten, sollte tatsächlich ab dem 21. Mai für 18 Tage gestreikt werden. Die Halbleiterproduktion müsste dann gestoppt werden.
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Historischer Streik rückt näher
Laut der Tageszeitung fordern die Gewerkschaften, dass 15 Prozent des Jahresgewinns für Boni reserviert werden. Das wären etwa 23 Milliarden Euro und im Schnitt über 340.000 Euro pro Mitarbeiter beziehungsweise Mitarbeiterin, hat Bloomberg errechnet. Samsungs Geschäftsführung hat demnach angeboten, 10 Prozent des operativen Gewinns für Bonuszahlungen zu verwenden und die Löhne um 6,2 Prozent zu erhöhen. Das hätten die Gewerkschaften abgelehnt, und noch ist unklar, ob eine rechtzeitige Einigung den historischen Ausstand verhindern kann. Der wäre erst der zweite in der Geschichte von Samsung. Im März haben die Gewerkschaftsmitglieder für den Streik gestimmt, sollten die Verhandlungen scheitern.
Bei dem Konflikt geht es um eine wachsende Einkommensschere zu konkurrierenden Firmen wie SK Hynix. Der Halbleiterhersteller hat im Herbst eine gewerkschaftliche Forderung nach einer Vergütungsreform akzeptiert, die unter anderem höhere Boni vorsieht. In der Folge sei die Zahl der Samsung-Angestellten, die einer Gewerkschaft angehören, sprunghaft angestiegen. Innerhalb von drei Monaten haben danach laut Medienberichten 100 Gewerkschaftsangehörige Samsung verlassen, um unter anderem bei SK Hynix anzuheuern. Samsung hat demnach jetzt vor den Folgen des angedrohten Streiks gewarnt und gleichzeitig versichert, weiterhin „aufrichtig“ mit den Angestellten sprechen zu wollen. Gleichzeitig geht der Konzern juristisch gegen die Streikpläne vor.
(mho)
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Onlinewetten auf Entführung Maduros: US-Soldat festgenommen und angeklagt
In den USA ist ein Soldat einer Spezialeinheit verhaftet worden, weil er mit Insiderwissen zum Militäreinsatz gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro auf der Online-Plattform Polymarket gewettet und mehr als 400.000 US-Dollar Gewinn gemacht haben soll. Das geht aus einer Mitteilung des US-Justizministeriums hervor (Az. 26 Cr. 114, SDNY). Es handelt sich demnach um einen 38-jährigen Mann, der seit dem 8. Dezember an den Vorbereitungen der völkerrechtswidrigen Entführung Maduros beteiligt und ab dem 27. Dezember insgesamt 13 Wetten bei Polymarket abgeschlossen haben soll. Bei einem Einsatz von 33.034 US-Dollar habe er angeblich 409.881 US-Dollar gewonnen. Später habe er versucht, seine Identität zu verschleiern. Ihm drohe eine lange Haftstrafe.
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Enorm populär, immer mehr Hinweise auf Betrug
Auf Internetportalen wie Polymarket kann man auf das Eintreten bestimmter Ereignisse wetten, dabei geht es um Ja-Nein-Fragen, deren Ausgang darüber entscheidet, wer den Gewinn bekommt. Ihre Popularität hat zuletzt hauptsächlich in den USA enorm zugenommen. Gleichzeitig gab es vermehrt Kritik, weil es immer wieder Hinweise auf den Einsatz von Insiderwissen gab. Mitte Februar wurden in Israel zwei Personen angeklagt, die mit internen Informationen aus dem Militär auf das Eintreten bestimmter Ereignisse Wetten auf Polymarket abgeschlossen haben sollen. Zudem gibt es in Frankreich Hinweise darauf, dass eine Wette auf das Wetter manipuliert wurde und in Israel wurde ein Journalist bedroht, damit er eine Nachrichtenmeldung zugunsten eines Wettausgangs ändert.
Die allesamt erfolgreichen Wetten eines Accounts auf den US-Militäreinsatz in Venezuela hatten schon unmittelbar danach für Aufsehen gesorgt. Nach den Medienberichten soll der Soldat verschiedene Schritte unternommen haben, um seine Entdeckung zu verhindern. So soll er sein Konto auf Polymarket unter Berufung auf eine falsche Behauptung gelöscht haben. Auch die Mailadresse, mit der sein Kryptogeldkonto verknüpft war, soll er geändert haben. Die Strafverfolgungsbehörden versichern jetzt, dass alle Fälle von illegalem Insiderhandel verfolgt würden. Die BBC hat erst vor wenigen Tagen mehrere Fälle von verdächtigen und äußerst lukrativen Transaktionen zusammengetragen, die augenscheinlich mit Wissen um anstehende Äußerungen von US-Präsident Donald Trump getätigt wurden.
(mho)
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