Künstliche Intelligenz
Geld für KI: Meta Platforms kündigt jedem zehnten Mitarbeiter
Meta Platforms hat intern eine neue Kündigungswelle angekündigt. Die Belegschaft soll um ein Zehntel gekürzt werden. Das entspricht knapp 8.000 Kündigungen. Einen entsprechenden Bericht Bloombergs hat Meta gegenüber heise online als korrekt bestätigt, sonst äußert sich der Datenkonzern nicht dazu.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Kündigungen werden ausdrücklich auch Mitarbeiter betreffen, die „wertvolle Beiträge” geleistet haben, schreibt Personalabteilungsleiterin Janelle Gale in einem internen Rundschreiben. Es liegt dem Wall Street Journal vor. Die Betroffenen sollen am 20. Mai informiert werden. Außerdem zieht der Datenkonzern 6.000 Stellenausschreibungen zurück.
Meta braucht Mittel für KI
Als Gründe für die Kündigungswelle führt Gale Effizienzgewinne und Ausgleich für Investitionen an. Im Vorjahr hat Meta gut 72 Milliarden US-Dollar für längerfristige Anlagegüter ausgegeben – vorwiegend Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Dieses Jahr soll dieser Posten auf 115 bis 135 Milliarden Dollar steigen. Das übersteigt selbst Metas Umlaufvermögen. Und, einmal gebaut, verursachen die Rechenzentren Betriebskosten.
Um den Cashflow zu stärken, hat das Management beschlossen, tausenden Mitarbeitern zu kündigen. Bei der Abteilung für das durchgefallene Metaverse hat Meta Platforms dieses Jahr bereits zweimal den Rotstift angesetzt: Anfang des Jahres wurden 1.500 Angestellte gegangen, im März weitere 700.
Dabei läuft das klassische Werbegeschäft Metas blendend. Mehr Nutzer denn je schauen auf Meta Platforms Diensten mehr Reklame denn je. Gleichzeitig kann Meta dafür mehr Geld verrechnen denn je. Das vierte Quartal 2025 war ein neues Rekordquartal für den Konzern. Der Quartalsumsatz war annähernd ein Viertel höher als ein Jahr zuvor und erreichte fast 60 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig zahlt Meta deutlich weniger Steuern. Die Finanzzahlen für das erste Quartal 2026 möchte Meta kommende Woche verlautbaren.
Weiterlesen nach der Anzeige
(ds)
Künstliche Intelligenz
Wie Digitalisierung konkret funktioniert: Ein Besuch im Maschinenraum
Alle rufen nach „Digitalisierung“, doch wie funktioniert das eigentlich konkret? Einen ungewöhnlich tiefen Einblick in die Modernisierung der Verwaltung gewährte Ende Mai das niedersächsische Innenministerium: Es lud die Presse in eine ehemalige Kantine des landeseigenen Dienstleisters IT.Niedersachsen, wo seit Februar die „Taskforce Digitalisierung“ arbeitet. Das 30-köpfige Team aus Mitarbeitern des Innenministeriums, von IT.Niedersachsen, GovConnect und weiteren Dienstleistern soll ein klar definiertes Ziel erreichen: Zehn häufig genutzte Verwaltungsleistungen, zum Beispiel die Ummeldung und der Wohngeldantrag, sollen im Land möglichst flächendeckend digital verfügbar werden. Dafür müssen (je nach Verwaltungsleistung) bis zu 405 Gemeinden an die bereits bestehenden Onlinedienste angebunden werden.
Die erste Herausforderung dabei: Die Städte und Gemeinden müssen die Hilfe des Landes auch annehmen. „Wir wollen Kommunen dafür begeistern, sich auf diesen Prozess einzulassen“, sagt Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) bei der Vorstellung der Taskforce. Dabei steht sie vor einer großen Wand mit Post-its, die zeigen, in welchen Landkreisen die Kommunen bereits mit der Taskforce zusammenarbeiten.
Im Ministerium hofft man, dass die Fortschritte der Vorreiterkommunen bald auch die Nachbarn zum Mitmachen animieren. Auch im bundesweiten Vergleich will Niedersachsen mithilfe der neuen Taskforce punkten: Im Dashboard Digitale Verwaltung des Bundes habe man sich schon von Rang 11 auf Rang 5 „vorgearbeitet“, betont Behrens. Aktuell liegen laut Dashboard nur noch der Stadtstaat Hamburg sowie Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein vor Niedersachsen. Das Dashboard zeigt an, wie viele Verwaltungsleistungen die Länder flächendeckend online anbieten.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie Digitalisierung konkret funktioniert: Ein Besuch im Maschinenraum“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
Künstliche Intelligenz
Liveticker zur WWDC: Alles zu iOS 27, macOS 27, Siri und Apple-KI
Weiterlesen nach der Anzeige
Jetzt ist es so weit: Ab 19 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit steigt Apples diesjährige Keynote zur Entwicklerkonferenz World Wide Developers Conference (WWDC) 2026. Wie immer dürfte es vor allem um Software gehen: iOS 27, macOS 27, iPadOS 27, watchOS 27, tvOS 27 und visionOS 27 werden erwartet. Besonderer Fokus in diesem Jahr ist das Thema Künstliche Intelligenz, wo Apple bekanntermaßen viel Nachholbedarf hat.
So sollen Siri und Apple Intelligence auch dank Google-Gemini-Unterstützung endlich smarter und kontextsensitiver werden – unter anderem erstmals in Form eines echten Chatbots. Ob es auch neue Hardware geben wird, ist unklar. Denkbar wären unter anderem neue Mac-Studio- und Mac-mini-Modelle sowie Zubehör wie HomePod mini und Apple TV, allerdings gab es hier in jüngster Zeit keine konkreten Gerüchte, dass das Erscheinen an die WWDC geknüpft wäre. Alle Infos im Minutenprotokoll.
Weiterlesen nach der Anzeige
Herzlich willkommen beim Mac & i-Liveticker!
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Inhalt geladen.
(bsc)
Künstliche Intelligenz
„Siri AI“: Apple verspricht umfassenden KI-Neustart für Apple Intelligence
Apple hat die große Neuauflage von Apple Intelligence in Aussicht gestellt – mitsamt „Siri AI“. Die zuvor bereits angekündigte Zusammenarbeit mit Google soll durch nicht näher genannte Gemini-Modelle auch Apples Foundation-Modelle signifikant leistungsfähiger machen und sowohl die Apple-Intelligence-Funktionen als auch Siri verbessern. In diesem Rahmen hat der Hersteller am Montagabend auf der WWDC-Keynote eine Reihe an Features angekündigt, die bereits vor zwei Jahren auf der WWDC 2024 vorgestellt worden waren: Siri soll demnach den persönlichen Kontext des Nutzers einbeziehen können, Bildschirminhalte verstehen sowie Aktionen über App-Grenzen hinweg ausführen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Apple betonte dabei, dass die bisherige Datenschutzarchitektur bestehen bleibt: Der Konzern setzt auf einen Hybridansatz aus lokalen KI-Modellen auf dem Gerät und KI-Modellen in der Cloud – auf „Private Cloud Compute“. Die Anfragen könne weder Apple noch jemand anders einsehen, verspricht das Unternehmen.
Apple liefert Chatbot mit Siri-App
Eine neue Siri-App speichert in bekannter Chatbot-Manier die Konversationen und macht diese in iOS, macOS, iPadOS und weiteren Apple-Betriebssystemen verfügbar. Die bislang auf iPhones beschränkte „visuelle Intelligenz“ zur Analyse von Bildinhalten ist künftig erstmals in macOS, iPadOS und visionOS verfügbar. Siri AI soll außerdem in jedem Textfeld präsent sein, um Texte komplett zu generieren, Rechtschreibung zu kontrollieren oder Feedback zu geben. Zum Start funktioniert Siri AI nur auf Englisch, räumt Apple ein, verspricht aber Support für weitere Sprachen in der Zukunft.

Apple Intelligence liefert obendrein neue Funktionen in Apple-Apps. Dazu gehört eine automatische Sortierung von Tabs und eine angeblich automatische Verbesserung von Passwörtern und Hinweise bei Änderungen einer Webseite im Browser Safari. Für iMessage-Chats sollen KI-Hinweise erscheinen, etwa Fotos zu teilen oder etwas zu einer Notiz hinzuzufügen. Auch simple Kurzbefehle lassen sich künftig mit natürlicher Sprache erstellen, verspricht Apple. Manche der Funktionen sind zum Start offenbar nur verfügbar, wenn das Betriebssystem auf Englisch betrieben wird, andere sind ebenso auf Deutsch und weitere Sprachen ausgelegt.
Image Playground soll in den 27er-Versionen der Betriebssysteme realistischere Fotos generieren. Die Modelle laufen dafür erstmals in Apples Private Cloud Compute statt nur lokal auf dem Gerät. Sonderlich überzeugend waren aber selbst die von Apple gewählten Marketingbeispiele nicht. Apple erhalte dabei keinen Einblick in die Bilder, so das Versprechen. Die Fotos-App soll trotz neuer KI-Funktionen die Aufnahmen weiterhin „respektieren“, betonte ein Apple-Manager vorsorglich. Das bestehende Bereinigen-Werkzeug werde besser, zudem lassen sich Fotos „erweitern“ und die Perspektive (leicht) ändern. Fehlende Elemente ergänzt dann die KI. Bei der Bildgenerierung wird es künftig Nutzungslimits geben, die sich nur durch ein Abo von iCloud+ erhöhen lassen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Siri AI vorerst nicht für EU-iPhones
In Deutschland und anderen EU-Mitgliedsstaaten wird Siri AI vorerst nicht auf iPhone und iPad verfügbar sein, so Apple. Ähnlich ging der Konzern schon bei der Einführung von Apple Intelligence vor, das zum Start in der EU nur Macs freigeschaltet war, erst später folgten iOS und iPadOS. Die beiden Mobilbetriebssysteme unterliegen als Gatekeeper-Dienste besonderen Wettbewerbsregeln durch den Digital Markets Act. Apple Intelligence und Siri AI läuft auf allen Geräten, die bislang schon Apple Intelligence unterstützen – iPhone ab 15 Pro sowie Macs und iPads ab M1 sowie mit A17 Pro (iPad mini) und A18 Pro (MacBook Neo).
Um Apples leistungsfähigstes neue lokale KI-Modell zu erhalten, braucht es neueste Hardware. Funktionen wie die Anpassung der Siri-Stimme unterstützen aktuell nur die iPhone-17-Reihe mitsamt des iPhone Air, sowie Macs ab M3 (mit mindestens 16 GByte RAM) sowie das iPad Air ab M4 und 12 GByte RAM.
(lbe)
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Social Mediavor 3 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniX-Workshop KRITIS: Zusätzliche Prüfverfahrenskompetenz für § 8a BSIG
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenOscars 2026: Was die heise‑Leser anders entschieden hätten
