Künstliche Intelligenz
Gebäude-integrierte PV im Realitätscheck: Was Solarfassaden wirklich leisten
Wer eine PV-Anlage plant, denkt oft in Jahreserträgen. In Zeiten, in denen aber maßgeblich der Eigenverbrauch über Wirtschaftlichkeit entscheidet, lautet die wichtigere Frage: Wann kommt der Strom tatsächlich an? Klassische Aufdach-Anlagen liefern viel – vorwiegend in der Mittagszeit und im Sommer.

Module an der Fassade können dagegen genau dann Strom liefern, wenn er womöglich stärker gebraucht wird – morgens, am frühen Abend und zu den Jahresrandzeiten. Wer also ohnehin vor einer umfassenden Sanierung steht, kommt schnell auf ein reizvolles Gedankenspiel: Warum die PV-Module nur nachträglich vor die Fassade schrauben, wenn man sie auch direkt als neue, schützende Gebäudehülle integrieren kann?
- In die Fassade integrierte PV liefert pro Quadratmeter deutlich weniger Strom als Aufdach-PV – erzeugt ihn aber zu haushaltsfreundlichen Zeiten.
- Süd- und Westfassaden ergänzen sich zeitlich: Die Südseite punktet in den Übergangsmonaten, die Westseite am Nachmittag und frühen Abend.
- Regulatorik – besonders Brandschutz und baurechtliche Zulassungen – ist in Deutschland ein Hemmschuh, während Länder wie die Schweiz pragmatischer agieren.
- Für Privatanwender ist echte Gebäudeintegration oft noch unwirtschaftlich; aufgesetzte Fassaden-PV (BAPV) kann dieselben Timing-Vorteile liefern.
In der Theorie klingt das vielversprechend – in der Praxis ist Gebäude-integrierte Photovoltaik (Building-Integrated Photovoltaics – BIPV) jedoch kein Selbstläufer. Dieser Artikel zeigt, welche Fassaden-Ausrichtungen die besten Erträge liefern und wo letztlich die größten Fallstricke liegen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Gebäude-integrierte PV im Realitätscheck: Was Solarfassaden wirklich leisten“.
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Künstliche Intelligenz
Wegen KI-Kosten: Microsoft will mit Abfindungen rund 9000 Stellen abbauen
Microsoft will die Zahl der Angestellten in den USA mit einem freiwilligen Abfindungsprogramm um bis zu sieben Prozent verringern, das wären fast 9000 Stellen. Die Personalchefin habe erklärt, dass Abfindungsangebote an fast alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gehen würden, deren Alter plus ihre Jahre bei Microsoft die Summe 70 erreicht oder übersteigt, berichtet unter anderem die New York Times. „Wir hoffen, dass das Programm den Berechtigten die Gelegenheit eröffnet, diesen nächsten Schritt nach ihren eigenen Vorstellungen und mit großzügiger Unterstützung des Unternehmens zu gehen“, zitiert die Zeitung aus dem Rundschreiben. Der geplante Stellenabbau fällt in eine Zeit wachsender Kosten für den Auf- und Ausbau von Rechenkapazität für KI-Technik.
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Immer neue Entlassungswellen
Für Microsoft ist das Abfindungsprogramm nicht die erste Maßnahme zur Senkung der Personalkosten, für die Betroffenen dürfte sie aber merklich angenehmer sein als die bisherigen Stellenstreichungen. In mehreren Wellen hat der Konzern allein 2025 Tausende Jobs gestrichen, betroffen waren alle Unternehmensbereiche. Zuletzt hatte der Konzern laut CNBC etwa 228.000 Beschäftigte weltweit, 125.000 davon in den USA. Nur an letztere richtet sich jetzt das Angebot, ausgenommen sind den Berichten zufolge bestimmte Führungspositionen sowie Angestellte mit Arbeitsverträgen, die Prämien für einen erreichten Umsatz enthalten. Wie viele der etwa 8750 Berechtigten das Abfindungsangebot angesichts des schwierigen Arbeitsmarkts annehmen, ist noch unklar.
Ungefähr zeitgleich zu Microsoft hat Meta sogar angekündigt, etwa zehn Prozent der Angestellten entlassen zu wollen. Betroffen sind bei dem Facebook- und Instagram-Konzern knapp 8000 Menschen. Zudem sollen 6000 Stellenausschreibungen zurückgezogen werden. Die Kündigungen werden ausdrücklich auch Mitarbeiter betreffen, die „wertvolle Beiträge“ geleistet haben, hat die Personalabteilungsleiterin in einem internen Rundschreiben erklärt. Begründet wurde der Schritt mit den hohen Investitionskosten in KI-Infrastruktur, derselbe Grund, der auch hinter dem Abfindungsprogramm von Microsoft stecken dürfte. Die großen Tech-Konzerne stecken weiterhin Milliardensummen in den Aufbau von Rechenzentren, und die Investitionssumme soll noch weiter steigen.
(mho)
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Last Call: Digitale Souveränität – Cloud, KI und Security krisensicher machen
Clouddienste, KI-Systeme und Kommunikationsplattformen stammen überwiegend von wenigen internationalen Anbietern – Daten fließen dabei oft unkontrolliert ab. Im Classroom Digitale Souveränität in der Praxis – Cloud, KI und Security krisensicher gestalten zeigt unser Experte Manuel „HonkHase“ Atug, wie man Abhängigkeiten systematisch identifiziert und Risiken bewertet. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlernen konkrete Strategien, um ihre digitale Selbstbestimmung zurückzugewinnen und sich dabei aus Kostenfallen zu befreien.
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Zunächst erhalten Teilnehmende einen umfassenden Überblick zur politischen Weltlage. Unser Experte ordnet dabei ein, welchen Einfluss diese auf digitale Souveränität und Abhängigkeiten in der IT hat. Er geht auf die Rolle der Big-Tech-Konzerne ein und wie man sich mit Derisking statt Decoupling absichert, ohne direkt alle Arbeitsgewohnheiten ändern zu müssen. Im weiteren Verlauf stehen souveräne Optionen für die Cloud- und KI-Nutzung im Fokus, um die teils gravierenden Risiken in der täglichen Nutzung zu umgehen, insbesondere den Kontrollverlust über die eigenen Daten und potenziell eskalierende Kosten. Mit einem Schutz vor Vendor-Lock-in und einer durchdachten Exitstrategie für den Notfall macht man sich weniger angreifbar und setzt Cloud und KI souverän ein.
Souveränität als Sicherheitsvorteil
Auch zahlreiche Kommunikationsmittel stehen unter der Kontrolle weniger mächtiger Konzerne. Hier bietet die klassische E-Mail als dezentrales Medium ohne Plattformbindung entscheidende Vorteile, die wiederum durch Clouddienste zunehmend untergraben werden, etwa Microsoft 365. Selbiges gilt für die meisten Office-Rechner, die Windows einsetzen und somit ebenfalls von Microsoft abhängen. Hier bieten Linux und Open-Source-Software Auswege aus der Abhängigkeit, die den kommerziellen Lösungen in vielen Bereichen ebenbürtig sind und weit kalkulierbarere Kosten verursachen.

Bereits ab dem zweiten Classroom oder einem Classroom und drei Videokursen rechnet sich unser Professional Pass mit Zugriff auf den gesamten heise academy Campus!
Abschließend widmet sich unser Experte dem Thema Security und erklärt, welche entscheidenden Vorteile digitale Souveränität bietet. Er stellt Open-Source-Sicherheitswerkzeuge vor und zeigt, was eine wirklich souveräne IT-Infrastruktur ausmacht – von der Datenverarbeitung ausschließlich in der EU bis hin zur vollständigen Einhaltung europäischer Gesetzgebung als Sicherheitsvorteil. Die Termine des Classrooms lauten:
- 11.05.26: Digitale Souveränität verstehen – Abhängigkeiten erkennen und strategisch handeln
- 18.05.26: Cloud und KI souverän nutzen – Risiken erkennen, Strategien entwickeln
- 01.06.26: Unabhängige Kommunikation im Unternehmen – dezentrale Alternativen für Social Media, Messenger, E-Mail und Suchmaschinen
- 08.06.26: Open-Source-Lösungen und freie Standards – Praxisstrategien für Office-Alternativen, Browser und mehr
- 15.06.26: IT-Sicherheit durch digitale Souveränität – Herstellerunabhängigkeit mit Open Source
Praxis- und Expertenwissen – live und für später
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Die Sessions haben eine Laufzeit von jeweils vier Stunden und finden von 9 bis 13 Uhr statt. Alle Teilnehmenden können sich nicht nur auf viel Praxis und Interaktion freuen, sondern haben auch die Möglichkeit, das Gelernte mit allen Aufzeichnungen und Materialien im Nachgang zu wiederholen und zu vertiefen. Fragen werden direkt im Live-Chat beantwortet und Teilnehmende können sich untereinander zum Thema austauschen. Der nachträgliche Zugang zu den Videos und Übungsmaterialien ist inklusive.
Weitere Informationen und Tickets finden Interessierte auf der Website des Classrooms.
E-Mail-Adresse
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
(cbo)
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Visual Studio Code 1.117: Unternehmenskunden können eigene LLM-Keys nutzen
Visual Studio Code 1.117 steht zum Download bereit. Das neue Release von Microsofts Sourcecode-Editor erweitert die KI-Fähigkeiten des Chats, bringt ein experimentelles neues Chat-Rendering und aktualisiert die App „Visual Studio Code Agents“, die derzeit nur Teilnehmende des Insider-Programms verwenden können.
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Flexiblere LLM-Anbindung für Business- und Enterprise-Kunden
Nutzerinnen und Nutzer von GitHub Copilot in einer Business- oder Enterprise-Edition können nun ihre eigenen API-Keys für Sprachmodelle einsetzen, bekannt als „Bring your own language model key (BYOK)“. Somit lassen sich Anbieter wie OpenRouter, Ollama, Google oder OpenAI einbinden, um deren Large Language Models im VS-Code-Chat zu nutzen.
Standardmäßig deaktiviert, können Admins BYOK mit der „Bring Your Own Language Model Key“-Richtlinie in den Copilot-Richtlinieneinstellungen aktivieren. Dabei können sie festlegen, welche Modellanbieter in ihrem Unternehmen zulässig sind. Anschließend können Organisationsmitglieder Modelle von integrierten Anbietern direkt in VS Code auswählen oder Extensions von Anbietern aus dem Visual Studio Code Marketplace installieren.
Die Vorteile liegen nicht nur in der größeren Modellauswahl, die über die integrierten Modelle hinausgeht, sondern auch darin, dass die integrierten Modelle dann nicht den Standard-Rate-Limits unterliegen. Dabei ist zu beachten, dass sich die „mitgebrachten“ Modelle lediglich auf den Chat auswirken, nicht auf Inline-Vorschläge oder andere KI-gestützte Features in VS Code.
Experimentelle und Insider-Features
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Als ein experimentelles Feature kann der VS-Code-Chat nun inkrementell rendern. Dadurch sollen die Chat-Antworten flüssiger und natürlicher wirken. Die Inhalte erscheinen blockweise mit optionalen Animationen, etwa fade, blur oder slide.
Darüber hinaus hat die App „Visual Studio Code Agents“ ein Update erhalten. Diese befindet sich noch im Preview-Status und ist VS-Code-Insidern vorbehalten. Die App bietet eine Agent-native Umgebung, in der sich parallele Sessions über Repos hinweg ausführen, Diffs inline betrachten und mehrschrittige Coding-Aufgaben durchführen lassen. Im neuen Release können Entwicklerinnen und Entwickler Sub-Sessions aus aktuellen Sessions erstellen. Neben weiteren Updates wurde auch die User Experience in der App überarbeitet.
Die offizielle Ankündigung informiert über diese und weitere neue Features in Visual Studio Code 1.117.
(mai)
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