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GMKtec EVO-T2 mit Intel Core Ultra X7 358H im Test
Der GMKtec EVO-T2 ist der erste Mini-PC mit Intel Panther Lake alias Core Ultra 300 und großer iGPU Arc B390. Der Mini-PC liefert im Test dank X-CPU die erwartete hohe Leistung auch in Spielen ab, bietet viele Anschlüsse und ein überzeugendes Kühlsystem. Technisch gibt es nichts zu meckern.
Erstmals Core Ultra 300 im Mini-PC
Intel Panther Lake alias Core Ultra 300 im Mini-PC – das klingt für viele nach einem richtig guten Ansatz, erst recht wenn die X-CPUs mit Intel Arc B390 zum Einsatz kommen. Denn „Mini-Gaming-PCs“ für den Fernseher dürften nie schneller gewesen sein.
Das Potential hat auch GMKtec gesehen und mit dem EVO-T2 das erste System dieser Art weltweit in den Handel gebracht, nachdem der Mini-PC zuvor schon von Intel als Vorzeigeobjekt auf Messen herhalten durfte.
„In den Handel gebracht“ bedeutete dabei allerdings, dass es global zuerst nur 50 Einheiten gab, bis Nachschub eintrifft, ist der EVO-T2 vorerst vergriffen.
Der Grund dürfte nicht nur die Nachfrage nach Panther Lake bei zugleich nicht ausreichender Stückzahl sein, sondern auch der aktuelle Zustand am Speichermarkt. Ungeachtet dessen klärt dieser Test die Frage, ob sich der Griff zum GMKtec EVO-T2 grundsätzlich lohnt.
- Hohe Anwendungsleistung
- Hohe Spieleleistung
- 64 GB Arbeitsspeicher
- Sehr geringer Verbrauch im Alltag
- Unhörbar im Leerlauf
- Auch sehr leise unter Last
- Dank zwei Lüftern kühle Bauteile
- Umfassende Anschlüsse
- OCuLink-Support
- Dual-LAN mit 2,5 + 10 Gbit/s
- Platz für zwei NVMe-SSDs (2280)
- Support (Treiber, BIOS, Garantieabwicklung)
- Kein Thunderbolt (aber USB 4)
Der GMKtec EVO-T2S im Detail
Den GMKtec EVO-T2 gibt es aktuell in zwei Varianten, die sich nur bei der CPU unterscheidet:
- GMKtec EVO-T2 mit Core Ultra X9 388H, 64 GB LPDDR5X-8355, 1 TB SSD
- GMKtec EVO-T2S mit Core Ultra X7 358H, 64 GB LPDDR5X-8355, 1 TB SSD
Gehäuse und Kühlsystem
Der EVO-T2 ist mit Abmessungen von 154 mm × 151 mm × 73,6 mm vergleichsweise groß für einen Mini-PC. Der Vergleich zu einem Asus NUC in der höheren Ausführung („Tall“) zeigt das sehr deutlich:
Beim Lösen der vier Rändel-Schrauben, die auch als Standfüße dienen, wird klar, warum dem so ist: Im kleinen PC steckt nämlich nicht nur ein Lüfter auf der Unterseite, der sich primär um die CPU kümmert, sondern auch ein ziemlich großer auf der Oberseite, der beispielsweise die verbauten SSDs bei Temperatur halten soll. Das Konzept geht mit Blick auf Temperaturen und Lautstärke auf.
Etwas überraschend für einen Mini-PC in der Preisklasse ist auch die Verwendung eines komplett aus Kunststoff gefertigten Gehäuses. Ging hier der Trend zuletzt in Richtung Aluminium, geht GMKtec hier wieder einen Schritt zurück. Dafür ist der PC aber vergleichsweise leicht.
Core Ultra 300 der X-Klasse
GMKtec nutzt für den EVO-T2 die X-Prozessoren aus der neuen Intel-Prozessorfamilie Core Ultra 300 alias Panther Lake. Die sind der Intel Core Ultra X9 388H und der Intel Core Ultra X7 358H – letzterer steckt auch im Testmuster EVO-T2S. Dieser darf je nach gewähltem Profil mit 35, 45 oder auch bis zu 60 Watt arbeiten und steht so den zuletzt bereits getesteten Mustern in Nichts nach.
RAM- und SSD-Ausstattung
Flankiert wird der Prozessor von verlötetem LPDDR5X-Speicher. Hier hat sich GMKtec überraschend für satte 64 GByte ab Werk entschieden, die mit 8.533 MT/s arbeiten – und so natürlich den Preis ordentlich nach oben treiben. Es bleibt zu hoffen, dass Varianten mit weniger RAM folgen.
Bei der SSD wiederum entschied sich das Unternehmen für eine vergleichsweise kleine 1-TByte-Lösung nach PCIe-Gen4-Standard. Unterstützt werden vom System allerdings zwei vollwertige M.2-2280-Slots, einer davon sogar nach Standard PCIe 5.0, der zweite nach PCIe 4.0. Theoretisch können also 2 × 8 TByte als SSD-Speicher verbaut werden – dann braucht es wohl auch den bereits angesprochenen Lüfter unterm Deckel; neben dem großen Geldbeutel für die SSDs.
Umfangreiche Anschlussvielfalt
Mit Intels Panther-Lake-Plattform als Grundlage ist die Umsetzung moderner Anschlüsse kein Problem. So wird unter anderem Dual-LAN realisiert, einmal mit 2,5 Gbps und am zweiten Port sogar mit 10 Gbps. Die Chips dafür kommen in dem Fall aber nicht von Intel, sondern von Realtek.
Auch sonst nutzt GMKtec außer den reinen CPU/GPU-Features kaum etwas von Intel. WiFi 7 wird ebenfalls über einen externen Anbieter realisiert – Realtek oder MediaTek. Thunderbolt 4 bietet GMKtec überraschend trotz nativer Integration direkt in dem Intel-Chip nicht, immerhin aber zwei Mal USB-C mit 40 Gbps nebst regulären USB-A-Schnittstellen.
Neben HDMI und DisplayPort kommt bei GMKtec auch OCuLink als Anschluss auf der Rückseite zum Einsatz. Auch GMKtec bietet im eigenen Portfolio ein entsprechendes Grafikkarten-Dock an.
Das Netzteil ist trotz des großen Gehäuses extern ausgeführt, auch nutzt GMKtec hier weiter den altbekannten Hohlstecker, statt im Jahr 2026 dann doch mal auf USB-C zu setzen. Je ein Kopfhöreranschluss in der Front und auf der Rückseite sowie ein Kensington-Lock runden die Anschlüsse ab.
Technische Daten im Überblick
UVP vs. Preis und Support
Etwas, was GMKtec mit den anderen asiatischen Mini-PC-Herstellern teilt, ist das Vorgehen beim Verkauf und beim Support.
So zahlt man den offiziellen UVP eigentlich nie, selbst im eigenen Shop gibt es stets Rabattcodes, die den Preis etwas drücken.
Stichwort Support: Zwar gibt es ein Jahr Garantie und eine mögliche Reparatur nach Anfrage via E-Mail, aber beim Zurücksenden gilt wie auch bei einigen anderen Punkten das Kleingedruckte zu lesen:
You have 7 days to return an item from the date you received it (confirmed by shipping tracking record). This policy applies only to items purchased directly from GMKtec Official Website.
Only items unopened and in brand-new condition (not affecting secondary sales) are eligible for full refunds. If the item has been opened or used, a 15% repackaging/restocking fee will be deducted.
Auch bei der Software gibt es gegenüber Platzhirsch Asus NUC deutliche Einschränkungen. Es gibt zwar ein Download-Center (alternative Übersicht), aber obwohl die Serie bereits verkauft wurde, findet sich EVO-T2 noch nicht dort wieder. Auch gibt es oft nur ein oder zwei Pakete – Treiber und Windows 11 – hinterlegt auf Google Drive oder One Drive. BIOS-Updates? Sofern es sie gibt, ist nicht direkt ersichtlich wo.
Treiber-Pakete vom Hersteller sind dabei wichtig, denn durch die Verwendung von Realtek- und MediaTek-Chips und anderer Bauteile, die Windows nicht bei der Erstinstallation kennt, kann es bei der Neuinstallation durchaus zu Problemen kommen, diese wieder lauffähig zu bekommen. Mit der manuellen Treibersuche wird die Mehrheit der Kunden überfordert sein.
Der Webseitenlink zum Forum führt passend dazu aktuell auch nur zu einer Fehlermeldung und ist so keine Hilfe.
Auch bei GMKtec besteht in puncto Support 2026 zusammengefasst also noch viel Spielraum für Verbesserungen.
Installation, Einrichtung und Alltagserfahrungen
GMKtecs EVO-T2S wird mit vorinstalliertem Windows 11 ausgeliefert. Um den Prozess beim ersten Start zu beschleunigen, empfiehlt GMKtec mittels eines Aufklebers über den LAN-Ports, doch schlichtweg noch keine Verbindung zum Internet herzustellen. Denn die neue Angewohnheit von Windows 11 ist es, beim ersten Start direkt alle neuen Updates zu ziehen, noch bevor man das erste Mal den Desktop gesehen hat. Dies kann mitunter Stunden dauern. Letztlich wird dieses Vorhaben aber dann nur auf einen Zeitpunkt nach dem ersten Start verschoben.
Ist die Einrichtung auf die eine oder die andere Art abgeschlossen worden, steht ein voll funktionsfähiger Mini-PC zu Verfügung.
Einen Blick sollte man auch dann aber noch einmal auf den Grafiktreiber haben: Dieser war beim Testmuster Stand Dezember 2025 und so zwar voll funktionsfähig, da aber auch Intel zuletzt die Schlagzahl bei Treibern deutlich erhöht hat, ist hier ein manuelles Update anzuraten – beispielsweise mit dem Intel-Grafiktreiber-Download aus dem ComputerBase-Archiv. Dann ist auch die Intel Arc B390 wie der Rest einsatzbereit.
Testergebnisse und Benchmarks
Die aktuell modernste Intel-Plattform weiß an vielen Stellen zu punkten. Nicht nur bei der Leistung, dank Notebook-Ausrichtung auch beim Verbrauch.
Leistungsaufnahme
Mit rund 4 Watt direkt an der Steckdose und damit vor dem 148-Watt-Netzteil (19 Volt, 7,8 Ampere) gemessen, ist der GMKtec EVO-T2S „idle“ ein sehr stromsparender Mini-PC. Erst recht, wenn die Ausstattung mit einbezogen wird, denn 64 GByte Arbeitsspeicher und zwei Lüfter zollen grundsätzlich ebenfalls Tribut. Die Lüfter agieren im Leerlauf allerdings mit einer derart niedrigen Drehzahl, dass der Effekt sehr klein ist – die 4 Watt zeigen das. Dass der PC dabei nicht zu hören ist, gefällt zusätzlich.
Lüftersteuerung und Lautstärke
Auf der Oberseite des Mini-PCs befindet sich ein „Fan Mode“-Taster. Der passt allerdings nicht die Lüftersteuerung an, sondern die RGB-Beleuchtung des Lüfters im Deckel. In einer hellen Umgebung ist das allerdings gar nicht zu sehen, denn der Lüfter sitzt unter der Metall-Abdeckung und leuchtet, solange sie nicht entfernt wurde, nur subtil darunter hervor. Ein Umschalter für die Lüftersteuerung wäre hilfreicher gewesen.
In Windows lassen sich nämlich überhaupt keine Profile finden. Dafür muss der Weg ins BIOS gesucht werden, hier gibt es sie dann: Quiet, Balanced und Performance. Und sie stehen im Kern für 35 Watt, 45 Watt sowie 54 Watt TDP mit Lastspitzen bis 60 Watt.
In allen drei Profilen kann der etwas größere Mini-PC mit seinen zwei Lüftern vergleichsweise leise arbeiten. Schon im Balanced-Profil gelingt das sehr gut, im Quiet-Modus ist der Rechner dann wirklich kaum mehr zu hören. Die folgenden Messwerte wurden bei Dauerlast in Cinebench 2024 ermittelt, als bei CPU-Volllast.
In Spielen ist das System tendenziell noch etwas leiser. Denn die Grafikeinheit allein verbraucht, wie im folgenden Abschnitt in mehreren Titeln gezeigt, relativ wenig und die CPU muss auch nicht ans Limit gehen, um die GPU zu versorgen. Nach einer kurzen lauteren Phase zum Start pendelt sich das System in Spielen daher in der Regel auf einem niedrigeren Niveau als unter CPU-Volllast ein.
Audio-Impressionen des Kühlsystems
Um die Geräuschkulisse besser zu dokumentieren, findet sich nachfolgend drei Tonaufnahmen. Deren Aufnahme erfolgte in 40 Zentimetern Abstand zur Gehäusefront aus dem Leerlauf in einen CPU-Volllast-Benchmark.
Gaming-Leistung
Der Intel Core Ultra X7 358H kann im GMKtec EVO-T2S (fast) sein volles Potenzial bei der Grafik ausschöpfen. Theoretisch ging sogar noch etwas mehr, denn offiziell unterstützt die CPU LPDDR5X-9600, beim GMKtec EVO-T2S bleibt der Takt aber bei 8.533 MT/s. Großen Einfluss auf die Leistung hat das aber nicht; was rückblickend noch einmal die Frage aufwirft, warum der X7 358H im Notebook von MSI „so langsam“ war.
Anwendungsleistung
GMKtec schickt den EVO-T2S ab Werk im Balanced-Profil in den Handel, dauerhaft maximal 45 Watt für die CPU legt das Profil fest. Im Quiet-Profil sind es 35 Watt, im Performance-Profil 54 Watt.
Die Leistungsunterschiede zum Performance-Profil sind mit unter zehn Prozent sehr gering. Exakt dies hatten bereits die vielfältigen vorangegangenen Tests mit Intel Panther Lake offenbart, weshalb das Standard-Profil für 99 Prozent der Kundschaft auch schlichtweg das passende ist. Im Quiet-Modus gehen gegenüber „Standard“ gut 10 Prozent verloren.
Fazit
Mit dem EVO-T2S bringt GMKtec einen starken Mini-PC auf Basis von Intel Core Ultra 300 „Panther Lake“ auf den Markt. Dank CPUs der „X-Klasse“ mit großer iGPU Arc B390 fällt die Leistung insbesondere in Spielen sehr hoch aus. Um dieses Niveau zu erreichen, brauchte es bisher eine kleine dedizierte mobile GPU, in diesem Format gab es das nicht. Mit 45-Watt-Deckel, wie er sinnvollerweise im Standard-Leistungsprofil hinterlegt ist, ist der GMKtec EVO-T2S als Mini-PC damit derzeit noch ziemlich konkurrenzlos. Einen schnelleren „Mini-Gaming-PC“ für den Fernseher gibt es aktuell nicht.
Das liegt auch daran, dass Core Ultra 300 im Mini-PC (und im Notebook) im Schneckentempo auf den Markt kommt. Offiziell vorgestellt wurden solche Systeme bisher nur von Asus (NUC 16 Pro) und Gigabyte (Brix GB-BRU9), aber Asus darf hierzulande aktuell nicht liefern und Gigabyte kann es noch nicht.
Nicht unerwähnt bleiben darf dabei allerdings, dass das im Endeffekt auch für GMKtec gilt. Die erste Charge umfasste weltweit nur 50 Einheiten, Nachschub ist unterwegs, aber noch nicht eingetroffen (Stand 22. April 2026). Doch zurück zum System.
Mit vorerst immer 64 GByte steht der iGPU dank Shared Memory mehr VRAM zur Verfügung als nahezu allen dGPUs im Markt, weshalb sich das System auch für AI-Aufgaben, die vorrangig Speicher, aber nicht Rechenleistung benötigen, eignet. Die große Anschlussvielfalt rundet den starken Auftritt zusammen mit dem leisen Kühlsystem ab.
Damit liefert der GMKtec EVO-T2S das ab, was CPU-Hersteller Intel zur CES 2026 in seinem Showroom gezeigt hat: Ein wohnzimmertauglicher PC, mit dem problemlos (dank Arc B390, XeSS Super Resolution und Multi Frame Generation) und modernen Features auch neuere Spiele mit grafischen Abstrichen gespielt werden können. Kam in Las Vegas dafür noch ein Notebook zum Einsatz, ist es in diesem Fall jetzt ein Mini-PC.
Bleibt am Ende nur ein Problem, das dieser Tage gebetsmühlenartig wiederholt werden muss: der Preis. Und beim GMKtec schlägt er bis dato mit immer 64 GB RAM mit mindestens 1.590 Euro (nach Anwendung der verfügbaren Rabatt-Coupons) mit X7 gleich doppelt ins Kontor.
Mit einem Fragezeichen versehen ist der Support – eine typische Herausforderung für Mini-PC-Hersteller aus China. Asus NUC spielt in diesem Punkt in einer anderen Liga.
Wer damit kein Problem hat, findet im GMKtec EVO-T2S (sobald er wieder verfügbar ist) einen richtig starken und technisch empfehlenswerten Mini-PC.
- Hohe Anwendungsleistung
- Hohe Spieleleistung
- 64 GB Arbeitsspeicher
- Sehr geringer Verbrauch im Alltag
- Unhörbar im Leerlauf
- Auch sehr leise unter Last
- Dank zwei Lüftern kühle Bauteile
- Umfassende Anschlüsse
- OCuLink-Support
- Dual-LAN mit 2,5 + 10 Gbit/s
- Platz für zwei NVMe-SSDs (2280)
- Support (Treiber, BIOS, Garantieabwicklung)
- Kein Thunderbolt (aber USB 4)
ComputerBase hat den EVO-T2S von GMKtec zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
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E-Mail-Client: Thunderbird 150 bessert bei verschlüsselten E-Mails nach

Nach Firefox 150 hat Mozilla auch für den E-Mail-Client Thunderbird die Jubiläumsversion veröffentlicht. Diese bringt Verbesserungen bei verschlüsselten Nachrichten, Anpassungen an der Bedienung sowie zahlreiche Fehlerbehebungen mit sich. Zudem wurden über 40 teils kritische Sicherheitslücken geschlossen.
Neue Funktionen für verschlüsselte Nachrichten und bessere Bedienung
Mit der neuen Version erweitert Thunderbird insbesondere den Umgang mit verschlüsselter Kommunikation. So lassen sich OpenPGP-Signaturen nun unauffälliger einbinden. Gleichzeitig können sowohl OpenPGP- als auch S/MIME-verschlüsselte Nachrichten erstmals durchsucht werden. Darüber hinaus öffnet sich der Konto-Hub beim Start von Thunderbird nun automatisch, während sich Adressbuchkarten ab sofort als vCard direkt in die Zwischenablage kopieren lassen.
Auch an der Bedienung haben die Entwickler nachgebessert. Die Kalenderansichten für einen Monat oder mehrere Wochen sind auf Touchscreens nun scrollbar, in den Darstellungseinstellungen lässt sich zudem eine benutzerdefinierte Akzentfarbe festlegen. Analog zu Firefox 150 wurde außerdem die PDF-Funktionalität erweitert, sodass sich Seiten innerhalb von Dokumenten im integrierten Viewer neu anordnen lassen.
Zahlreiche Fehler korrigiert
Neben neuen Funktionen wurden diverse Fehler behoben. Das Update korrigiert unter anderem eine unbeabsichtigte Änderung der Flatpak-Beta-App-ID von „org.mozilla.Thunderbird“ zu „org.mozilla.thunderbird“. Zudem wurde ein Problem beseitigt, das beim Erstellen neuer Ordner zu Abstürzen führen konnte. Darüber hinaus führen die Release Notes mehr als 20 weitere Verbesserungen und Anpassungen auf.
Gefährliche Schwachstellen behoben
Ein zentraler Bestandteil der Aktualisierung ist die Behebung von mehr als 40 Sicherheitslücken, von denen 12 als besonders kritisch eingestuft wurden. Betroffen sind verschiedene Komponenten, darunter Core & HTML, WebRTC, Web Codes sowie Canvas2D. Diese Schwachstellen könnten es Angreifern ermöglichen, sensible Daten auszulesen oder im schlimmsten Fall die vollständige Kontrolle über ein betroffenes System zu erlangen. Entsprechend wird eine zeitnahe Installation des Updates dringend empfohlen. Eine detaillierte Übersicht liefern die zugehörigen Security Notes.
Auch Variante mit Langzeitunterstützung in neuer Version
Parallel dazu wurde der ESR-Zweig mit Langzeitunterstützung aktualisiert. Die Version 140.10.0 ESR bringt erwartungsgemäß keine neuen Funktionen, sondern konzentriert sich ausschließlich auf Fehlerbehebungen und Sicherheitsupdates. In diesem Zuge wurden unter anderem fehlende Übersetzungsstrings ergänzt. Zudem schließt das Update 26 Sicherheitslücken, von denen 11 als hochriskant gelten. Auch für diese Version wird eine schnelle Aktualisierung empfohlen.
Die nach wie vor erhältliche ESR-Version 115.18.0 hat bereits seit Dezember 2024 keine Updates mehr erhalten und wird offiziell nicht mehr unterstützt.
Ab sofort verfügbar
Thunderbird 150 sowie Thunderbird 140.10.0 ESR stehen ab sofort auf der Website von Mozilla zum Download bereit. Ebenso lässt sich die Aktualisierung über die Update-Funktion im E-Mail-Client selbst anstoßen, wobei die meisten Anwender mittlerweile auch eine Benachrichtigung über die neue Version erhalten haben dürften. Alternativ können die neuen Versionen wie gewohnt bequem über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase bezogen werden. Android-Nutzer greifen hingegen wie immer zum Play Store von Google oder zu F-Droid.
Downloads
-
4,6 Sterne
Mozilla Thunderbird ist ein E-Mail- und Newsgroup-Client mit ausgereiftem Spam- und Phishing-Filter.
- Version 150.0 Deutsch
- Version 140.10.0esr Deutsch
- Version 115.18.0esr Deutsch
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IP-Adressen x Quick Freeze: Bundesregierung beschließt neue Vorratsdatenspeicherung
Die Bundesregierung hat sich im Kabinett auf eine Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung verständigt. Neben der dreimonatigen Speicherfrist für IP-Adressen sieht die Regelung auch ein Quick-Freeze-Verfahren vor.
Laut den Plänen der Bundesregierung sollen die Internetanbieter mit dem Gesetz verpflichtet werden, für drei Monate zu speichern, welche IP-Adresse in diesem Zeitraum einem Anschluss zugeordnet war. Die Speicherpflicht umfasst alle Informationen, die für die Zuordnung nötig sind. Standortdaten oder Verkehrsdaten, die etwa im Rahmen von Kommunikationsvorgängen anfallen, werden nicht erfasst.
Relevant sind die IP-Adressen laut der Bundesregierung für den Kampf gegen Kinderpornografie, die Aufklärung von Cyber-Betrug sowie Hasskriminalität im Netz.
Quick Freeze als Alternative für Verkehrsdaten
Solche Verkehrsdaten sollen allerdings im Rahmen der Quick-Freeze-Regelung erfasst werden, dem zweiten Abschnitt des Gesetzes. Diese heißt nun offiziell Sicherheitsanordnung. Das Prinzip ist aber dasselbe: Verbindungsdaten sollen sich schnell sichern lassen, damit Anbieter diese nicht löschen. Wenn sich dann ein konkreter Tatverdacht ergibt, kann die Polizei diese abrufen. Weil keine anlasslose Massenüberwachung erfolgt, gilt Quick Freeze allgemein als grundrechtsschonende Alternative zur Vorratsdatenspeicherung.
Mail- und Messenger-Dienste wie WhatsApp ebenfalls betroffen
Wenn ein Anlass besteht, kann die Staatsanwaltschaft sämtliche Verbindungsdaten sichern lassen, die bei Internetanbietern sowie Mail- und Messenger-Anbietern vorliegen. Die Regelung soll also auch Dienste wie WhatsApp umfassen. Mit den Daten lässt sich nachvollziehen, wer zu einem bestimmten Zeitpunkt mit einer bestimmten Person kommuniziert hat.
Eine Sicherheitsanordnung kann zunächst auch Daten von Personen umfassen, bei denen noch nicht klar ist, ob sie in die Tat involviert sind. Es geht ohnehin erst um das Sichern der Daten. Die Abfrage durch Polizeibehörden und Geheimdienste folgt in einem zweiten Schritt, diese unterliegt höheren rechtlichen Anforderungen. „Eine Abfrage wird also nur möglich sein, wenn dies für die Erforschung des Sachverhalts erforderlich ist und in einem angemessenen Verhältnis zur Bedeutung der Sache steht“, heißt es in den Dokumenten des Bundesjustizministeriums.
Die Speicherdauer für die Sicherheitsanordnung beträgt drei Monate und kann mit richterlicher Anordnung nochmals um drei Monate verlängert werden.
Kritik vor allem an der dreimonatigen Speicherfrist
Bürgerrechtler kritisieren die Vorratsdatenspeicherung wie gehabt. Dass IP-Adressen gespeichert werden, sei ein massiver Eingriff in die Privatsphäre. „Die Vorratsdatenspeicherung ist immer noch ein fehlgeleiteter Ansatz. Es gibt keine Evidenz für die Verhältnismäßigkeit dieser radikalen Massenüberwachung“, sagt Konstantin Macher, Vorstand Digitale Gesellschaft.
Keine messbaren Auswirkungen der Vorratsdatenspeicherung auf Aufklärungsquoten
Eine Studie des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlaments (Word-Datei) aus dem Jahr 2020 hat Verbrechens- und Aufklärungsquoten in europäischen Ländern untersucht und ebenfalls keine messbaren Auswirkungen durch eine Vorratsdatenspeicherung festgestellt.
Die dreimonatige Frist bezeichnet die Bürgerrechtsorganisation als willkürlich, was ein Verstoß gegen die Auflagen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) sei. Diese sehen vor, die Speicherdauer auf das notwendige Minimum zu begrenzen. Hinzu kommt: In der Praxis könnte die Speicherdauer deutlich länger sein. Internetanbieter haben gewarnt, dass es insbesondere bei modernen Glasfaseranschlüssen zu keiner Zwangstrennung mehr kommt. Denkbar ist also, dass eine IP-Adresse daher bis zu zehn Monaten einem Anschluss zugeordnet wird. Je nachdem, wann die Speicherung startet, kann es dann zu einer Speicherzeit von 13 Monaten kommen.
Speicherauflagen als enorme Belastung für Netzbetreiber
Kritisch äußert sich daher auch der Provider-Verband Breko. Das Quick-Freeze-Verfahren begrüßt man, die allgemeine Vorratsdatenspeicherung gehe hingegen über das erforderliche Maß hinaus und der tatsächliche Nutzen für die Strafverfolgung stehe nicht im Einklang mit dem Aufwand. Besonders problematisch sei die Einbeziehung von IP- und Portdaten, hier „drohen massive technische und wirtschaftliche Belastungen, insbesondere für kleine und mittelständische Netzbetreiber, sowie erhebliche rechtliche Unsicherheiten im Lichte der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs“, so der Breko.
Um die Vorratsdaten sicher zu speichern, sind zudem „erhebliche Investitions- und Betriebskosten“ nötig. Die Entschädigungsregelungen würden dafür nicht annähernd ausreichen. Ebenso fehlten in dem Gesetz klare Ausnahmen für kleine Provider, so der Breko.
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Tropico 7: Teaser-Video zeigt erstes Gameplay

Kalypso Media, Entwickler der beliebten Tropico-Spieleserie, hat ein erstes kurzes Teaser-Video zu Tropico 7 veröffentlicht. Wie immer nimmt sich die Serie nicht so ernst. Neben Meinungen können erstmals in der Tropico-Serie nun auch sprichwörtlich Berge versetzt werden.
Die Tropico-Reihe ist eine beliebte Aufbau- und Strategiespielserie, in der der Spieler die Rolle eines karibischen Diktators – genannt „El Presidente“ – übernimmt. Tropico verbindet Städtebau mit Politik, Wirtschaftssimulation und einer ordentlichen Portion Humor. Spätestens seit der CES im letzten Jahr war klar, dass Kalypso Media am siebten Teil arbeitet.
Wie in den vorherigen Teilen der Serie baut und verwaltet der Spieler eine tropische Inselnation. Dabei gilt es Aspekte wie Infrastruktur (Wohnungen, Straßen, Industrie), Wirtschaft (Exportgüter wie Zucker, Tabak oder auch Tourismus), Politik (Wahlen, Fraktionen, Propaganda) sowie Außenbeziehungen im Auge zu behalten. Das Besondere dabei ist und bleibt, dass der Spieler selbst entscheidet, welchen Weg er mit seiner (oder ihrer) Nation einschlagen will. Wahlen manipulieren, Rebellen unterdrücken und/oder das eigene Volk glücklich machen – alles ist möglich.
Neuerung von Tropico 7
Zu den größten Neuerungen in Tropico 7, die teils auch im Video gezeigt werden, gehört unter anderen das Terraforming. Es wird möglich sein, die Landschaft aktiv zu verändern, zum Beispiel das Gelände anzuheben oder Berge einzuebnen. Auch die Küstenlinien sollen sich verändern lassen. Selbst ganze Inseln lassen sich jetzt aus dem karibischen Meer heben. Darüber hinaus soll Tropico 7 deutlich größere Karten erhalten. So wird es die größte Insel, beziehungsweise das größte Archipel der Serie zu besiedeln geben. Neu ist ebenfalls, dass sich Gebäude gegenseitig beeinflussen, zum Positiven wie Negativen, was eine durchdachtere Städteplanung nötig macht. Zu den weiteren Neuerungen zählen ein politischer Rat, der es einem ermöglicht, mit anderen Fraktionen zu interagieren, ein überarbeitetes Militär, anpassbare Gebäude-Skins zum Beispiel für den Präsidentenpalast sowie ein Städtebau sowohl mit als auch ohne Raster.
Erscheinungstermin
Die Anfänge der Tropico-Serie liegen im Jahr 2001. Der neueste Ableger soll noch 2026 erscheinen, einen konkreten Erscheinungstermin gibt es aber auch nach dem ersten Trailer nach wie vor nicht. Präsidenten im Ruhestand sowie Präsidenten-Azubis müssen geduldig bleiben. Den sechsten Teil inklusive einiger DLCs gab es zuletzt im Oktober 2025 auf Humble im Angebot. Der nach wie vor mit „sehr gut“ bewertete sechste Teil kostet auf Steam aktuell unrabattiert 39,99 Euro.
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