Connect with us

Künstliche Intelligenz

HP-Chef wechselt plötzlich zu Paypal, beide Aktien fallen


Paypals Verwaltungsrat ist mit der Geschäftsentwicklung unzufrieden und hat CEO Alex Chriss mit sofortiger Wirkung abgesetzt. Er hat nicht genügend Händler dazu überreden können, an der Kasse das Paypal-Logo prominent zu platzieren und so Verbraucher zur Nutzung des Bezahldienstes samt teurer Konsumkredite zu leiten. Am 1. März soll der bisherige Verwaltungsratsvorsitzende Enrique Lores das Amt des Chief Executive Officers übernehmen. Im Hauptberuf war Lores seit über sechs Jahren CEO bei HP, wo er davor schon drei Jahrzehnte gearbeitet hatte. HPs Verwaltungsrat war auf den Wechsel offenbar nicht vorbereitet und hat seinerseits Lores sofort der Tür verwiesen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Beide Aktien leiden, Paypals Papiere ganz besonders. Die Aktien beider Konzerne sind seit rund zwei Monaten auf Talfahrt. Paypal hat in dem Zeitraum rund 17 Prozent eingebüßt, HP mehr als 20 Prozent. Mit dem plötzlichen Wechsel Lores’ sind HP-Anteile am Dienstag weitere gut vier Prozent gefallen, womit sie im Vergleich zu Paypal noch gut bedient sind: Dessen Aktien sind am Dienstag fast 20 Prozent abgestürzt – obwohl das Geschäft leicht gewachsen ist und praktisch der gesamte operative Cashflow in Form von Aktienrückkäufen ausgeschüttet werden soll. Beide Aktien markierten 52-Wochen-Tiefs.


Porträt eines weißen Mannes mit dunklem Anzug und roter Krawatte

Porträt eines weißen Mannes mit dunklem Anzug und roter Krawatte

Enrique Lores: Lange HP, alsbald Paypal

(Bild: Paypal)

„Obwohl in den letzten zwei Jahren bestimmte Fortschritte in zahlreichen Gebieten gemacht wurden, standen Tempo der Veränderungen und Ausführung nicht im Einklang mit den Erwartungen des Verwaltungsrates”, begründet Paypals Verwaltungsrat die Personalie. Lores sitzt seit fast fünf Jahren in dem Gremium und leitet es seit Juli 2024. Diese Rolle übernimmt ab sofort David Dorman.

HP geht erst einmal auf die Suche nach einem neuen CEO. Wie es mit der Aktie weitergeht, zeigt sich schon am Mittwoch, wenn HP seine Quartalszahlen verrät. Paypal hat das bereits am Dienstag getan.

Sie erfüllen die Erwartungen von Finanzanalysten nicht. Zudem sind diese vom Ausblick auf das laufende Jahr enttäuscht: Sowohl Marge als auch Nettogewinn je Aktie sollen leicht zurückgehen. Da hilft auch das Aktienrückkaufprogramm im Ausmaß von sechs Milliarden Dollar nicht gegen den Kurssturz. Zukünftiges Wachstum erhofft sich Paypal insbesondere durch KI-Agenten, die das Geld ihrer Verbraucher ausgeben sollen, sowie Werbeeinnahmen und sogenannte Stablecoins.

2026 wurden 439 Millionen Paypal- und Venmo-Konten wenigstens ein Mal genutzt. Das ist ein Zuwachs von einem Prozent im Jahresabstand. Allerdings ist die durchschnittliche Anzahl der Transaktionen je Konto um fünf Prozent gefallen. Damit ist die Anzahl der Transaktionen insgesamt um vier Prozent zurückgegangen.

Weiterlesen nach der Anzeige

In Summe hat das Unternehmen 2026 33,2 Milliarden US-Dollar umgesetzt, ein Zuwachs von vier Prozent. Davon blieben 6,1 Milliarden Dollar als Betriebsgewinn (+14%) und 6,4 Milliarden als operativer Cashflow (-14%). Damit einhergehend sind die Geldreserven um rund fünf Prozent oder zirka eine halbe Milliarde Dollar zurückgegangen. Dank einer niedrigeren Steuerquote sowie nicht-betrieblicher Einkünfte ist der Nettogewinn trotz allem um 26 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar gesprungen.


(ds)



Source link

Künstliche Intelligenz

Lilith Wittmann und David Zellhöfer im Podcast: Staatliche IT-Fails | c’t uplink


De-Mail, ID Wallet und jetzt der Datenatlas – die Zahl staatlicher Digital-Fails steigt und steigt. Die Gründe dafür kennen Lilith Wittmann und David Zellhöfer: Hackerin Wittmann hat schon diverse Staats-Apps wie die ID-Wallet zerlegt. Und Zellhöfer, der Professor für digitale Innovation in der Verwaltung ist, zeigte die Datenatlas-Defizite in einem 170-seitigen „Kurzgutachten“ auf. „Das ging schnell von der Hand, weil die Mängel recht offensichtlich waren“, erzählt er in unserer Uplink-Sonderfolge.

Weiterlesen nach der Anzeige


Logo mit dem Schriftzug "c't uplink – der Podcast aus Nerdistan"

Logo mit dem Schriftzug "c't uplink – der Podcast aus Nerdistan"

Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …

Mit Wittmann und Zellhöfer besprechen wir, warum genau solche Projekte scheitern. Hoffnung macht dabei, dass manche Behörden es besser hinkriegen: „Ich sehe das zum Beispiel bei der Fitko“, berichtet Lilith. Diese Digitalisierungsbehörde arbeite an dauerhaften Produkten statt an befristeten Projekten.

Kontrovers wird’s beim Thema Digitale Souveränität: Wittmann und Zellhöfer kritisieren Initiativen, die den Wechsel von US-Anbietern zu deutschen oder europäischen Alternativen propagieren. Ihre Beweggründe erläutern sie ausführlich im Podcast – nicht nur mit Blick auf den Staat, sondern auch für Privatnutzer.

„Datenatlas – Im Dickicht der digitalen Verwaltung“ Diskussionsrunde der TIB Hannover mit Lilith Wittmann und David Zellhöfer:

Zu Gast im Studio: Lilith Wittmann und David Zellhöfer
Host: Sylvester Tremmel und Christian Wölbert
Produktion: Tobias Reimer

► Der Artikel bei heise online zum Thema:

Weiterlesen nach der Anzeige

In unserem WhatsApp-Kanal sortieren Torsten und Jan aus der Chefredaktion das Geschehen in der IT-Welt, fassen das Wichtigste zusammen und werfen einen Blick auf das, was unsere Kollegen gerade so vorbereiten.

c’t Magazin
c’t auf Mastodon
c’t auf Instagram
c’t auf Facebook
c’t auf Bluesky
c’t auf Threads
► c’t auf Papier: überall, wo es Zeitschriften gibt!


(cwo)





Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Smart Glasses vor Gericht: Wenn unauffällige Technik zum Problem wird


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Weiterlesen nach der Anzeige

Vergangene Woche sorgte ein Vorfall am britischen High Court of Justice für Schlagzeilen. Ein Kläger soll bei seiner Aussage eine smarte Brille getragen und sich darüber von einer nicht anwesenden Person beraten lassen haben. Dem Gericht fiel das zunächst nicht auf, da moderne Smart Glasses oft erst auf den zweiten Blick als solche zu erkennen sind. In ihrem Urteil verwarf die Richterin die Zeugenaussage, entschied zugunsten der Beklagten und auferlegte dem Kläger die weitgehende Übernahme der gegnerischen Verfahrenskosten. Um welche Art von Smart Glasses es sich gehandelt hat, geht aus dem Bericht der Richterin nicht hervor.

Der Vorfall wird im Urteil der Richterin beschrieben.

Gegenstand des Prozesses war ein Streit darüber, wem ein Unternehmen gehört. Als der Kläger für ein Kreuzverhör in den Zeugenstand trat, fiel der Richterin auf, dass der Mann sich auffällig lange Zeit ließ, bevor er zur Beantwortung der Fragen ansetzte. Die Anwältin der Beklagten bemerkte schließlich, dass aus seiner Nähe auffällige Geräusche zu hören waren. Dabei stellte sich heraus, dass der Kläger Smart Glasses trug. Nachdem er sie auf Anweisung der Richterin abgenommen und ein paar Fragen beantwortet hatte, gab sein Smartphone plötzlich hörbar die Stimme einer Drittperson wieder, die offenbar mit ihm sprach. Die Richterin ließ daraufhin sowohl die Brille als auch das Smartphone sicherstellen.

Der Kläger bestritt später, die Smart Glasses während seiner Aussage genutzt zu haben und behauptete, dass es der Chatbot ChatGPT gewesen sei, der zu ihm gesprochen habe. Zur weiteren Klärung wurde die Anrufliste des Klägers fotografiert. Demnach hatte er im Laufe des Morgens sowie wenige Minuten vor seiner Zeugenaussage mehrfach einen Kontakt angerufen, der auf seinem Smartphone als „abra kadabra“ gespeichert war. Der Kläger erklärte, es habe sich dabei um seinen Taxifahrer gehandelt, konnte jedoch weder dessen Namen nennen noch weitere Angaben machen. Einige Tage später behauptete er zudem, sein Smartphone und sein Pass seien gestohlen worden, ohne dafür einen Polizeibericht vorlegen zu können.

Die Anwältin der Beklagten vermutet, dass der Kläger live von seinem früheren, ausländischen Anwalt unterstützt worden sei, der über eine vom Gericht eingerichtete Videoverbindung offiziell an der Verhandlung teilnehmen durfte. Die Richterin selbst hielt in ihrem Urteil fest, dass der Kläger über seine Smart Glasses Hilfe erhalten habe, ohne dass das Gericht davon wusste. Sie verwarf die Zeugenaussage und entschied zugunsten der Beklagten.

Auch in den USA sorgte ein Vorfall mit Smart Glasses im Gerichtssaal für Aufmerksamkeit. Als Mark Zuckerberg im Februar zu einem Prozess erschien, trugen einige seiner Begleiter eine smarte Brille. Die Richterin forderte die Entourage auf, die Smart Glasses abzunehmen, und drohte bei weiteren Verstößen mit Sanktionen wegen Missachtung des Gerichts. Das Verfahren fand vor einem Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien statt, wo Aufnahmen im Gerichtssaal nur mit Genehmigung erlaubt sind. Meta ist selbst Hersteller und derzeit Marktführer in dieser schnell wachsenden Wearables-Kategorie ist. Der Konzern hat seit Ende 2023 knapp zehn Millionen Geräte verkauft.

Smart Glasses wie die Ray-Ban Meta-Brillen sehen von außen wie normale Brillengestelle aus. Sie können jedoch Bilder und Videos aufzeichnen sowie Audio ausgeben, ohne dass dies für die Umgebung immer sofort erkennbar ist. Eine LED signalisiert Außenstehenden zwar, wenn gefilmt wird, bei hellem Tageslicht ist sie jedoch kaum wahrnehmbar. Viele Menschen wissen noch nicht einmal, dass eine solche Technologie existiert, da sie in Deutschland noch längst keine Selbstverständlichkeit ist. Entsprechend blieb eine breitere öffentliche Debatte über Smart Glasses im Kontext von Datenschutz, Privatsphäre und Überwachung bislang weitgehend aus.

Auch in Gerichtssälen wirft diese Entwicklung neue Fragen auf. Aufsehenerregende Vorfälle wie in Großbritannien oder den USA sind aus Deutschland bislang nicht bekannt. Auszuschließen sind sie jedoch nicht.

Weiterlesen nach der Anzeige

Nach deutschem Recht (§ 176 GVG) ist der Vorsitzende für die Ordnung in der Sitzung verantwortlich. Technische Hilfsmittel, die etwa im Rahmen einer Zeugenaussage eingesetzt werden, müssen entweder vom Gericht angeordnet oder zumindest transparent sein. Eine ausdrückliche Pflicht für Zeugen, technische Geräte wie Smart Glasses vorab offenzulegen, besteht jedoch nicht. In der Praxis wird die Einhaltung dieser Vorgaben durch richterliche Anordnungen, Sicherheitskontrollen und Hausordnungen durchgesetzt. Eine Täuschung des Gerichts lässt sich damit wie im britischen Falle nicht grundsätzlich ausschließen. Sie kann jedoch strafrechtliche Konsequenzen beispielsweise wegen falscher, uneidlicher Aussage, Prozessbetrug oder Strafvereitelung nach sich ziehen.

Auch das bloße Tragen von Smart Glasses im Gerichtssaal ist in Deutschland nicht ausdrücklich geregelt, aber faktisch stark eingeschränkt. Ein generelles Geräteverbot gibt es nicht, entscheidend ist die Nutzung. Nach deutschem Recht (§ 169 GVG) sind Ton- und Filmaufnahmen während der Verhandlung unzulässig, wenn diese veröffentlicht werden sollen. Zugleich hat der Vorsitzende die Ordnung im Saal zu gewährleisten. So kann der Vorsitzende im Einzelfall das bloße Tragen oder die Nutzung der Smartfunktionen untersagen, wenn der Verdacht besteht, dass unbemerkt Aufnahmen gemacht oder Kommunikationsverbindungen genutzt werden. Das unbemerkte Aufzeichnen von Personen durch smarte Brillen kann ohne rechtliche Grundlage sowie unter Missachtung der bei audiovisuellen Aufnahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Informationspflichten zudem eine unzulässige Verarbeitung personenbezogener Daten darstellen. Auch könnte hierdurch das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Teilnehmer verletzt werden, woraus zivilrechtliche Unterlassungs- und Schmerzensgeldansprüche resultieren können.

heise online XR-Briefing abonnieren

Jeden zweiten Montag, liefern wir Ihnen die wichtigsten Entwicklungen der XR-Branche. Damit Sie alles im Blick behalten.

E-Mail-Adresse

Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gerichte sichern die Ordnung, wie im oben beschriebenen Fall, durch Sicherheitskontrollen, Hausordnungen und Anordnungen im Sitzungssaal ab. Die Schwierigkeit liegt aber auch hier in der Unauffälligkeit der Geräte: Smart Glasses sind oft kaum als solche erkennbar, und Aufnahmen lassen sich nicht immer zuverlässig erkennen. Zudem nutzen einige Träger die Brillen mit Korrekturlinsen und sind ohne sie möglicherweise nur eingeschränkt sehfähig.

Je unauffälliger die Technik wird, desto leichter lässt sich die Kontrolle umgehen. Der Fall aus Großbritannien zeigt, dass bestehende Regeln nicht zwangsläufig verhindern, dass sie unterlaufen werden. Auch in Deutschland sind ähnliche Szenarien daher zumindest denkbar. Verhindern ließen sie sich durch mehr Bewusstsein für die Technik sowie durch ein Verbot oder strengere Kontrollen im Gerichtssaal.


(tobe)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

KI-Update kompakt: KI-Rechenzentren, Cursor, Vibe-Coding, Finde-Roboter


Weiterlesen nach der Anzeige

Microsoft hat den ersten Spatenstich für ein Rechenzentrum im rheinischen Braunkohlerevier gesetzt, das im Endausbau rund 520 Megawatt leisten soll. In Niedersachsen plant Telis Energie ein weiteres Großprojekt neben einem ehemaligen Kohlekraftwerk. Beide Vorhaben passen zur neuen Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung, die eine Vervierfachung der Kapazität bis 2030 vorsieht. Derzeit liegt die Leistung bei rund zweieinhalb Gigawatt, sie soll auf zehn bis elf Gigawatt steigen. Planungen für Rechenzentren im Wert von über 25 Milliarden Euro laufen bereits.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Der Bürgerrechtsausschuss der EU hat dem geplanten Verbot von KI-Systemen zugestimmt, die sexualisierte Bilder ohne Zustimmung der Abgebildeten erzeugen. Sogenannte Nacktbildgeneratoren wären damit verboten, Ausnahmen gelten nur bei wirksamen Schutzmechanismen. Die Änderungen gehören zum Omnibus-Paket, mit dem die EU mehrere Gesetze prüft, darunter den AI Act. Kommende Woche stimmt das EU-Parlament ab.

Die US-Justiz hat Anklage gegen einen hochrangigen Manager von Super Micro Computer erhoben, einem Serverhersteller. Er soll zusammen mit dem Geschäftsführer der taiwanesischen Niederlassung und einem externen Auftragnehmer Server im Wert von 2,5 Milliarden Dollar, die fortschrittliche Nvidia-Chips enthalten, an den US-Exportkontrollen vorbei nach China geschmuggelt haben. Die Chips wurden in Servern versteckt, umverpackt und heimlich geliefert, während an den Ursprungsorten nicht funktionierende Nachbauten aufgestellt wurden. Der Vizepräsident und der Auftragnehmer wurden festgenommen, der taiwanesische Manager ist flüchtig. Supermicros Aktienkurs fiel um über zehn Prozent.

Weiterlesen nach der Anzeige

Microsoft hat mit MAI-Image-2 ein neues Bildgenerierungsmodell vorgestellt, entwickelt vom hauseigenen Superintelligenz-Team um Mustafa Suleyman. Statt an Superintelligenz arbeitet das Team also zunächst an Bildern. Auf der Rangliste von Arena.ai belegt das Modell Platz drei, hinter OpenAIs GPT-Image-1.5 und Googles Nano Banana 2. Der Vorgänger MAI-Image-1 landete im Oktober 2025 nur auf Platz neun. MAI-Image-2 ist im MAI-Playground testbar und wird in Copilot sowie den Bing Image Creator integriert.

Anthropic hat 80.508 Claude-Nutzende aus 159 Ländern in 70 Sprachen zu ihren Erfahrungen mit KI befragt. Als größtes Risiko nannten die Befragten Unzuverlässigkeit und halluzinierte Ergebnisse, gefolgt von Sorgen vor Arbeitsplatzverlust. Positiv bewerteten viele, dass KI Routineaufgaben abnimmt. 33 Prozent sehen KI als gute Lernhilfe, doch viele befürchten, langfristig Fähigkeiten zu verlieren. Da ausschließlich KI-Nutzer befragt wurden, sahen die Befragten unter dem Strich tendenziell mehr Vor- als Nachteile.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

Cursor, ein KI-gestützter Code-Editor, hat mit Composer 2 ein eigenes Modell für Softwareentwicklung veröffentlicht. Es wurde ausschließlich auf Code-Daten trainiert und ist deutlich günstiger: 50 Cent pro Million Eingabe-Token, verglichen mit 5 Dollar bei Anthropics Claude Opus 4.6. Dahinter steckt ein strategisches Kalkül: Cursor hat über eine Million tägliche Nutzer, hängt aber bei Preisen und Margen von genau den Unternehmen ab, mit denen es konkurriert.

OpenAI will ChatGPT, die Programmierplattform Codex und den hauseigenen Browser Atlas in einer einzigen Desktop-App zusammenführen, berichtet das Wall Street Journal. Fidji Simo, Leiterin des App-Bereichs, schrieb intern, die Aufteilung auf zu viele einzelne Apps habe das Unternehmen verlangsamthat. Die neue App soll vor allem agentische KI-Funktionen bieten.

OpenAI hat Astral übernommen, ein Start-up, das Open-Source-Werkzeuge für Python entwickelt. Die Software soll in Codex integriert werden, um die Plattform über reine Codegenerierung hinaus zum umfassenden Entwicklungswerkzeug auszubauen. Der Deal reiht sich in eine Serie von Übernahmen ein, darunter die kürzlich angekündigte Akquisition der KI-Sicherheitsplattform Promptfoo.

Visa will mit der Commerzbank und der DZ Bank testen, wie KI-Agenten Zahlungen abwickeln können. Das Programm heißt „Visa Agentic Ready“. Dabei recherchieren KI-Agenten im Namen von Verbrauchern oder Unternehmen, verhandeln und schließen Käufe ab, oft ohne direkte menschliche Beteiligung. In der ersten Phase prüft Visa, ob solche Zahlungen sicher und skalierbar funktionieren.

Apple hat Updates für die Apps Replit und Vibecode blockiert. Beide erlauben es, sich per KI direkt auf dem iPhone Web-Apps erstellen zu lassen, ohne den App Store. Apple beruft sich auf eine Regel, die das Nachladen von ausführbarem Code verbietet. Kritiker vermuten, dass Apple auch um seine Provision fürchtet, da so Alternativen zu kostenpflichtigen Apps entstehen. Apple hat den Entwicklern Kompromisse angeboten, etwa App-Vorschauen im Browser statt in der App.

Forscher der TU München haben einen mobilen Roboter entwickelt, der verlegte Gegenstände gezielt aufspüren kann. Ein KI-Sprachmodell stellt Beziehungen zwischen Objekten und möglichen Ablageflächen her, sodass der Roboter unplausible Orte ausschließt: Eine Brille sucht er nicht auf der Herdplatte. Die Sucheffizienz liegt 30 Prozent über der einer zufälligen Suche. Als Nächstes soll der Roboter Arme erhalten, um auch in Schränken und Schubladen zu suchen.

ElevenLabs, ein KI-Audiounternehmen, hat einen Marktplatz für KI-generierte Musik eröffnet, auf dem Nutzer mit dem hauseigenen Modell erstellte Songs verkaufen können. Käufer wählen zwischen drei Lizenzstufen. Allerdings ist KI-generierte Musik derzeit urheberrechtlich nicht geschützt, und ElevenLabs garantiert keine Exklusivität: Andere Nutzer können identische Ergebnisse erhalten. Das rechtliche Risiko trägt laut Nutzungsbedingungen die Verkäuferin selbst.

BMG, der zum Bertelsmann-Konzern gehörende Musikrechteverwalter, hat Anthropic in Kalifornien verklagt. Der Vorwurf: Anthropic habe urheberrechtlich geschützte Songtexte zum Training seines Chatbots Claude verwendet, unter anderem durch automatisierte Scraping-Tools und Downloads aus illegalen Online-Bibliotheken. BMG verwaltet Songs der Rolling Stones, Bruno Mars und anderer Künstler. Pro verletztem Werk drohen nach US-Recht bis zu 150.000 Dollar Schadensersatz.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO


(igr)



Source link

Weiterlesen

Beliebt