Apps & Mobile Entwicklung
Intel Nova Lake aus N2P-Fertigung: 8P+16E-Kerne samt 144 MB L3-Cache werden ~150 mm² groß

Die Topmodelle von Intel Nova Lake werden wie zuletzt bereits vermutet CPU-Tiles von TSMC nutzen. Diese werden bis zu 154 mm² groß sein – und können, wie ebenfalls bereits bekannt, dann auch zwei Mal pro Prozessor verbaut sein. So entsteht zusammen mit den anderen Chips dann ein durchaus großes Gesamtkonstrukt.
Top-Ausbau von Nova Lake wird viel Die-Fläche nutzen
Schon seit einigen Tagen sind mal 150 mm² oder auch 154 mm² im Gespräch, die der größte Ausbau des CPU-Tiles von Intel Nova Lake als Platz nutzen wird. Das ist die Variante mit dem sogenannten bLLC, das steht für „big Last Level Cache“, also ein großer gemeinsamer L3-Cache mit einer Kapazität von 144 MByte. Anders als bei AMDs Ansatz wird dieser aber nicht gestapelt, sondern der CPU-Tile dafür vergrößert. Er wächst so auf rund 150/154 mm². Die reguläre Version für den Massenmarkt, die ohne den bLLC auskommt, wird mit nach wie vor maximal 36 MByte L3-Cache für 8P+16E-Kerne auf rund 110 mm² CPU-Die-Fläche kommen, zuvor wurden aber auch schonmal nur 94 mm² genannt.
Dass Intel dafür auf TSMC zurückgreift, hat sich über die letzten Monate manifestiert. Intel wird allem Anschein nach kleinere Dies später in Intel 18A selbst fertigen, Nova Lake soll schließlich auch im mobilen Segment im Jahr 2027 angesiedelt werden. Die High-End-Chips für den Desktop mit maximal möglichem Takt (und Verbrauch) kommen aus der Ende 2026 wohl besten Fertigung: TSMC N2P. Dieser Node wurde in den Berichten der letzten Tage noch einmal genau genannt.
N2P für High-End-Chips bei Intel zu nutzen überrascht nicht, auch AMD setzt bei den Zen-6-CCDs für Epyc wohl direkt auf TSMC N2P. Ein 12-Kern-CCD mit 48 MByte L3-Cache ist dort ungefähr 76 mm² groß, wurde in der vorletzten Woche berichtet. 24 Kerne (plus SMT) und knapp 100 MByte L3 belegen hier zusammen also rund 150 mm², ausgelagert ist bei AMD jedoch der Speichercontroller, auch vieles weitere steckt in einem anderen Die.
Der Vollausbau von Nova Lake könnte teuer werden
Diese CPU-Dies im Doppelpack, zusätzlich dazu mindestens ein GPU-Tile und der stets benötigte I/O-Tile dürften im Gesamtpaket einen Chip entstehen lassen, der eine Die-Fläche von 400+ mm² aufweist. Kleinere Chip-Varianten mit anderen Dies werden entsprechend viel weniger Fläche nutzen und so die Wirtschaftlichkeit in diesen Märkten sicherstellen. Intel dürfte auch hier eine Mischung aus TSMC-Fertigungsstufen und eigenen Lösungen nutzen – so wie zuletzt bei Intel Panther Lake. Die größten Chips dürften dadurch aber auch das bisherige Preisgefüge übertreffen.
Zusammenfassung der bisherigen Gerüchte
An der Spitze stehen bei Nova Lake-S für den Desktop Gerüchten zufolge pro Die 8P + 16E (+LPE?) Kerne, was zusammen über zwei Dies kombinierte 52 Kerne ergibt. Darunter sollen Varianten mit 42, 28 und 24 Kernen angesiedelt sein. Aktuell ist bei 8+16 (24) Kernen Schluss. Zusätzlich soll es vier Modelle mit großem Zusatz-Cache wie bei den X3D-CPUs von AMD geben. Bis zu 288 MByte sind dann in doppelter Form im Core Ultra 9 4xx im Gespräch:
- Core Ultra 9 4xxK, 52 Kerne (16P+32E+4LPE), 288 MB bLLC
- Core Ultra 9 4xxK, 42 Kerne (14P+24E+4LPE), 288 MB bLLC
- Core Ultra 7 4xxK, 28 Kerne (8P+16E+4LPE(?)), 144 MB bLLC
- Core Ultra 7 4xxK, 24 Kerne (8P+12E+4LPE(?)), 144 MB bLLC
Darunter werden viele weitere CPUs ohne den Zusatzcache erwartet. Geht es nach den letzten Gerüchten, könnte Intel aber den Fokus in diesem Jahr ganz klar zuerst auf die bLLC-Lösungen setzen. Alles was echter Mainstream ist, wird erst 2027 folgen.
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CB-Funk-Podcast #164: Komm‘, wir deepdiven aus Versehen Raytracing mit Pragmata!

CB-Funk ist zurück mit einem mehr oder minder spontanen Deep Dive zu Raytracing und Pathtracing am Beispiel Pragmata, dessen PC-Grafik sich die Redaktion in einem ersten Test bereits ansehen konnte. Anschließend geht es um unvernünftige 9-GB-Grafikkarten und eure Lieblings-Hersteller für die Hardware im eigenen Gaming-PC.
CB-Funk: Die einhundertvierundsechzigste Episode
CB-Funk ist zurück – quasi mit Episode #164 2.0. Was letzte Woche schief gegangen ist? Die Auflösung gibt es von Fabian und Jan direkt zum Anfang. Danach geht’s weiter mit dem technischen Ersteindruck zu Pragmata, der Fabian in einen „Raytracing Deep Dive“ stolpern lässt. Deep Dive by Accident, sozusagen!
Warum die GeForce RTX 5060 (Ti) mit 9 GB Grafikspeicher, die nicht kommt, nicht kommen hätte dürfen, erklärt wiederum Jan. Und zum Abschluss gibt es mal wieder die Sonntagsfrage: Eure Gaming-PC-Hardware war Thema. Spannend! Oder? Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören und freuen uns auf eure Kommentare!
Wir beantworten eure Fragen
Und wie üblich zur Erinnerung: Wir möchten im CB-Funk jede Woche einige Fragen beantworten, die zum Podcast, zur Redaktion oder unseren Themen passen. Gerne könnt ihr eure Fragen an podcast@computerbase.de richten oder aber uns hier im Forum oder auf Discord per Direktnachricht anschreiben – wir sind gespannt!
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Übersicht zu den bisherigen Episoden
Eine Übersicht zu den bisherigen Podcast-Folgen und den entsprechenden Artikeln mit Kommentarbereich ist auf der Themenseite CB-Funk zu finden.
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Microsoft: Neue Surface mit Snapdragon X2 und Panther Lake im Anflug

Microsoft bereitet neue Modelle des Surface Pro und Surface Laptop auf Basis von Qualcomms Snapdragon X2 und Intels Panther Lake vor, wie WinFuture berichtet. Die Arm-Chips sollen sich erneut an Consumer richten, die Intel-Varianten an Geschäftskunden. Im Vergleich zur aktuellen Generation sollen die Preise deutlich steigen.
Für Privatkunden nur noch die kleineren Modelle
Die Auffrischung der Geräte soll „in Kürze“ erfolgen und dabei Surface Pro und Surface Laptop umfassen. Für dieses Jahr zeichne sich aber eine Umstellung respektive Ausdünnung des Portfolios ab, da die für Consumer gedachten Modelle mit Qualcomms Snapdragon-X2-Chips lediglich noch in den jeweils kleineren Zollgrößen angeboten werden sollen. Gemeint sind somit Aktualisierungen der von Microsoft letztes Jahr eingeführten kleineren Einsteiger-Modelle Surface Pro 12″ und Surface Laptop 13″.
Snapdragon X2 halten Einzug
Das neue Surface Pro für Consumer soll mit dem Snapdragon X2 Elite (Benchmarks) und Snapdragon X2 Plus auf den Markt kommen. Das Surface Pro soll mit 10 Kernen (Plus) oder 12 Kernen (Elite) sowie 16 GB, 24 GB oder 32 GB RAM und 256 GB oder 512 GB großer SSD angeboten werden. Auch für den neuen Surface Laptop sind dem Bericht zufolge Prozessoren mit 10 Kernen oder 12 Kernen vorgesehen, während für RAM und SSD Größen von 16 GB und 24 GB respektive 512 GB und 1 TB genannt werden.
Für Geschäftskunden größer und mit Panther Lake
Im Portfolio für Geschäftskunden werde es hingegen wieder ein Surface Pro mit den bekannten 13 Zoll sowie den Surface Laptop mit 13,8 Zoll oder 15 Zoll geben. Geräte für Geschäftskunden können bei Microsoft aber auch Privatkunden erworben werden. Anstelle der Snapdragon-X2-Familie stehen laut zitierten Händlereinträgen Intel-Prozessoren der Baureihe Panther Lake mit dem Core Ultra 5 und Core Ultra 7 zur Auswahl. RAM werde mit 16 GB, 32 GB und 64 GB angeboten, SSDs mit 512 GB und 1 TB. Für das Surface Pro soll es auch wieder eine OLED- und eine 5G-Option geben.
Surface-Geräte sollen abermals teurer werden
Konkrete Preise für die neuen Modelle sind zwar noch nicht bekannt, Preisangaben der Händler deuten laut WinFuture aber darauf hin, dass „deutlich tiefer“ in die Tasche gegriffen werden muss. Das kommt, nachdem Microsoft erst diese Woche die Preise der teils schon 2024 vorgestellten noch aktuellen Surface-Modelle deutlich angehoben hat.
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Smartphone-Markt: Rückgang von 4,1 Prozent vor dem noch größeren Einbruch
Im ersten Quartal 2026 war der Smartphone-Markt um 4,1 Prozent rückläufig gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025. Das ist aber erst der Anfang eines noch viel größeren Einbruchs, der aufgrund der Speicherkrise für den Verlauf dieses Jahres erwartet wird. Marktanalysten hatten den Rückgang zuletzt auf ca. 13 Prozent prognostiziert.
Samsung bleibt Marktführer
Unter den fünf größten Smartphone-Anbietern haben ausschließlich Samsung und Apple das erste Quartal 2026 mit einem Plus abgeschlossen. Samsung bleibt IDC zufolge der Marktführer mit 62,8 Millionen abgesetzten Geräten und 21,7 Prozent Marktanteil. Das entspricht einem Plus von 3,6 Prozent respektive 1,6 Prozentpunkten.
Die Marktanalysten von IDC erklären Samsungs Zugewinn mit der erfolgreichen Galaxy-S26-Serie, zu der das Galaxy S26 Ultra (Test), Galaxy S26+ und Galaxy S26 (Benchmarks) zählen. Der frühere Launch der neuen Galaxy-A-Serie mit A57 und A37 habe zudem den etwas späteren Marktstart der Topmodelle abgefangen.
Apple folgt dicht auf den Fersen
Apple ist Samsung aber dicht auf den Fersen: 61,1 Millionen abgesetzte Smartphones stehen für einen Marktanteil von 21,1 Prozent und damit ein Plus von 3,3 Prozent respektive 1,5 Prozentpunkten für das erste Quartal. Signifikante Zugewinne seien auf 30 Prozent Wachstum in China zurückzuführen, die aktuelle iPhone-17-Serie sei aber auch global sehr erfolgreich. Auch Apple habe derzeit aber Probleme in den Lieferketten, ansonsten hätte das Plus noch größer ausfallen können, so IDC.
Xiaomi, Oppo und Vivo mit deutlichen Rückgängen
Dahinter folgen die chinesischen Anbieter Xiaomi, Oppo und Vivo. Xiaomi kann den dritten Platz halten, obwohl 19,1 Prozent weniger Smartphones als 2025 abgesetzt wurden. Das Unternehmen hält sich mit 33,8 Millionen Geräten vor Oppo mit 30,7 Millionen (-9,9 Prozent) und Vivo mit 21,2 Millionen (-6,8 Prozent). Xiaomi habe sich strategisch für reduzierte Lieferungen älterer Modelle entschieden, um größere Preisaufschläge zu vermeiden. Oppo wiederum habe mit dem starken Abschneiden auf dem heimischen Markt nicht die globalen Rückgänge abfangen können. Vivo wiederum bleibe der Marktführer in Indien und stark in China, aber nicht auf der globalen Bühne. Morgen folgt das Vivo X300 Ultra.
Honor mit größtem Wachstum
Außerhalb der Top-5-Rangliste bewegen sich Honor, Lenovo (Motorola), Huawei und weitere Hersteller mit zusammen 80,1 Millionen (-4,2 Prozent) Smartphones. Unter den drei genannten Unternehmen habe Honor mit 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr den größten Zugewinn der zehn größten Smartphone-Hersteller weltweit erreicht.
Der große Einbruch kommt erst noch
Die teils positiven Entwicklungen dürften aber schon bald Geschichte sein. Nachdem der Smartphone-Markt im ersten Quartal von 302 auf 289,7 Millionen Geräte (-4,1 Prozent) rückläufig war, stehe dem Markt der große Einbruch aufgrund der Speicherkrise erst noch bevor. Der aktuelle Rückgang ist der erste seit Mitte 2023 und nach zehn Quartalen mit Zugewinnen in Folge.
We expect the first quarter slowdown to be a mild precursor for what lies ahead in 2026 as the supply constraints around memory and price increases further dampen the market growth.
The 4% decline in the market is just a sample of what’s to come as the memory situation intensifies on all fronts.
IDC
Zum einen könne das Volumen im Markt aufgrund der Speicherengpässe nicht gehalten werden, allein dieser Aspekt werde für einen Rückgang sorgen. Darüber hinaus werden die massiv höheren Speicherpreise die Materialkosten und damit die Verkaufspreise nach oben treiben, erklärt IDC. Gerade bei günstigeren Modellen für aufstrebende Märkte habe die Explosion der Speicherpreise die Gerätepreise um 40 bis 50 Prozent steigen lassen, weil der Anteil an der Bill of Materials jetzt so hoch ausfalle.
Hersteller würden darauf mit stärkerer Kostenkontrolle, reduziertem Marketing und weniger Channel-Support zum Beispiel für Trainings und Kaufanreize reagieren. Entsprechende Maßnahmen reduzieren zwar die laufenden Kosten, schränken die Unternehmen aber auch beim Wachstumspotenzial ein.
Es wird und bleibt teurer
Erst Ende Februar hatte IDC prognostiziert, dass der Smartphone-Markt für das gesamte Jahr ein Minus von knapp 13 Prozent erleben werde. Der Markt soll in den folgenden Jahren zwar wieder wachsen, jedoch lediglich in kleinen Schritten und deswegen selbst 2030 noch nicht wieder das Niveau von 2025 erreichen.
Der Markt werde sich insgesamt betrachtet zu höheren durchschnittlichen Verkaufspreisen (ASP) entwickeln und eine „Premiumisierung“ erfahren, die auch dann noch anhalten soll, wenn sich die Speicherpreise laut IDC potenziell in der zweiten Jahreshälfte 2027 stabilisieren könnten – stabilisieren, nicht fallen.
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