Künstliche Intelligenz
iX-Workshop KRITIS: Zusätzliche Prüfverfahrenskompetenz für § 8a BSIG
Kritische Infrastrukturen (KRITIS) unterliegen nach § 8a Abs. 1 BSIG besonderen Sicherheitsanforderungen. Die Betreiber dieser Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen sind verpflichtet, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) regelmäßig nachzuweisen, dass ihre IT-Sicherheit dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Dazu müssen sie angemessene organisatorische und technische Maßnahmen ergreifen, um Störungen zu vermeiden, die die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität ihrer IT-Systeme gefährden können.
Weiterlesen nach der Anzeige
Workshop inklusive Abschlussprüfung
In unserem zweitägigen Workshop KRITIS: Zusätzliche Prüfverfahrenskompetenz für § 8a BSIG erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die Anforderungen von KRITIS und können sich gezielt auf Prüfungen für § 8a BSIG vorbereiten. Nach bestandener Abschlussprüfung am Ende der Schulung erhalten die Teilnehmenden die Zusatzqualifikation „Spezielle Prüfverfahrenskompetenz für § 8a BSIG“. Damit sind sie berechtigt, Sicherheitsprüfungen für § 8a BSIG im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik durchzuführen.
Der Workshop wird von Fatih Yilmaz geleitet. Als Senior Consultant bei der HiSolutions AG verantwortet er dort das Themenfeld „Kritische Infrastrukturen“ nach BSI-Gesetz und unterstützt Unternehmen als zertifizierter Information Security Officer (TÜV) sowie zertifizierter IT-Grundschutz Praktiker bei der Vorbereitung und Durchführung von KRITIS-Prüfungen.
Dieser iX-Workshop folgt dem BSI-Schulungskonzept und richtet sich insbesondere an Auditoren wie interne Revisoren, Revisoren, Wirtschaftsprüfer mit IT-Revisionserfahrung sowie Mitarbeitende von Revisionsgesellschaften und Betreibern kritischer Infrastrukturen. Um einen intensiven Austausch untereinander und eine optimale Vorbereitung auf die Prüfung und Zertifizierung zu ermöglichen, ist diese Schulung auf 12 Teilnehmende beschränkt.

(ilk)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Die besten Fitness-Tracker im Test – Amazfit vor Fitbit und Xiaomi
Whoop 4.0
Whoop 4.0 will als Fitness-Wearable helfen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit basierend auf wissenschaftlicher Grundlage zu optimieren. Für wen sich das Armband mit integriertem optischen Sensor lohnt, klären wir im Test.
- guter KI-Coach
- integrierte Trainingsdatenbank für Kraftsport
- guter Pulssensor
- teuer
- kein integriertes GPS
- Stressmessung teilweise ungenau
Whoop 4.0 im Test
Whoop 4.0 will als Fitness-Wearable helfen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit basierend auf wissenschaftlicher Grundlage zu optimieren. Für wen sich das Armband mit integriertem optischen Sensor lohnt, klären wir im Test.
Im Segment der Fitness-Tracker ist das Whoop 4.0 in gleich mehrerlei Hinsicht ein besonderes Produkt. Denn anders als die Geräte von Fitbit, Garmin, Huawei und Co. verzichtet der Hersteller des Whoop-Bands auf ein Display. Gemessene Daten lassen sich dementsprechend nur in der App ablesen. Ferner bekommen Anwender das Whoop 4.0 weitestgehend kostenlos, müssen für die Nutzung aber ein kostenpflichtiges Abo abschließen.
Wir haben uns das Whoop 4.0 mit seiner einzigartigen Funktionsweise genauer angeschaut und klären in unserem Test, für wen sich die Anschaffung des Wearables und das zugehörige Abonnement lohnt.
Design: Wie trägt man Whoop?
Wie bereits erwähnt, verzichtet der Hersteller beim Whoop 4.0 vollständig auf ein Display. Damit möchte das Unternehmen eine seiner Meinung nach unnötige Ablenkung eliminieren und den Fokus auf die reine Datenanalyse legen. Das Gerät besteht dementsprechend aus einem kleinen schwarzen Gehäuse, in dem der Akku und die Sensoren des Trackers eingebaut sind, bestehend aus fünf LEDs mit grünem und infrarotem Licht sowie vier Fotodioden, die Herzfrequenz, Hauttemperatur und Blutsauerstoff messen.
Neben dem eigentlichen Gerät ist im Lieferumfang ein gewebtes Stoffarmband und ein drahtloses Akku-Ladepack enthalten. Das Armband lässt sich flexibel in der Größe anpassen und wird am Gehäuse des Whoop 4.0 eingeklemmt. Mit einem Bügelmechanismus kann man anschließend das Armband am Handgelenk fixieren. Was auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig wirkt, entpuppt sich in der Praxis als durchdachte und bequeme Lösung, die dazu führt, dass man das Whoop 4.0 im Alltag kaum spürt.
Whoop bietet zudem eine Vielzahl an Zubehör an, darunter neben verschiedenen Armbändern aus unterschiedlichen Materialien und Bizepsbändern für das Tragen am Oberarm auch Arm-Sleeves oder Unterwäsche, in der man das Wearable platzieren kann. Dadurch hat man die Möglichkeit, das Whoop 4.0 an verschiedenen Stellen am Körper zu tragen und es weitestgehend unter der eigenen Kleidung verschwinden zu lassen. Für bestimmte Sportarten, bei denen ein Armband am Handgelenk hinderlich oder sogar gefährlich sein kann, ist das definitiv ein Vorteil gegenüber anderen Fitness-Trackern.
Das Whoop 4.0 ist übrigens nach IP68-Standard zertifiziert und übersteht damit ein Eintauchen in zehn Metern Wassertiefe für maximal zwei Stunden. Der Tracker eignet sich dementsprechend auch für den Einsatz bei diversen Wassersportarten.
Einrichtung: Kann man Whoop auch ohne Mitgliedschaft nutzen?
Das Whoop 4.0 funktioniert nur im Rahmen eines Abo-Modells. Die Einrichtung erfolgt ein wenig anders als bei einem herkömmlichen Fitness-Tracker. Möchte man das Whoop 4.0 ausprobieren, erstellt man einen Account bei Whoop und lässt sich das Whoop 4.0 zuschicken. Für Neukunden ist eine 30-tägige kostenlose Testphase inklusive. Sobald der Test abgelaufen ist, wird man in der App aufgefordert, ein Abo abzuschließen, damit man weiter alle Funktionen von Whoop nutzen kann.
Die Einrichtung des Trackers an sich funktioniert aber denkbar einfach. Wir laden die Whoop-App auf unser Smartphone herunter, loggen uns mit unserem Account ein und koppeln das Wearable via Bluetooth über die Geräteeinstellungen mit dem Handy. Nach erfolgreicher Kopplung können wir uns durch ein Tutorial klicken, das uns die wichtigsten Funktionen des Whoop-Bands und der App erklärt.
Aktivität & Training: Was zeichnet Whoop auf?
Obwohl es sich beim Whoop 4.0 um ein Fitnessarmband handelt, gibt es im Vergleich zu klassischen Smartwatches (Bestenliste) und Fitness-Trackern (Bestenliste) einige wesentliche Unterschiede. Das wichtigste Detail vorweg: Das Whoop verzichtet auf ein Display, sodass die Bedienung nur in Verbindung mit dem Smartphone möglich ist. GPS-Features oder ein Schrittzähler fehlen komplett.
Stattdessen misst Whoop die tägliche Belastung, der unser Körper ausgesetzt ist, und bewertet sie auf einer Skala von null bis 21. Um die jeweilige Anstrengung eines Tages zu berechnen, berücksichtigt der Tracker verschiedene biometrische Daten wie Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung und Hauttemperatur. Der gesamte Belastungswert basiert dann sowohl auf körperlicher Aktivität wie Sport oder Arbeit als auch auf Stress und Erholungsmaßnahmen.
Zusätzlich gibt es eine Anzeige für den täglichen Stresslevel, den sogenannten Stress-Monitor. Dieser zeigt an, wie viel Zeit wir mit wie viel Stress verbracht haben. Dabei unterscheidet Whoop zwischen Phasen mit niedrigem, mittlerem und hohem Stress sowie Stress innerhalb und außerhalb von Belastungsaktivitäten sowie beim Schlafen. Diese Werte vergleicht der Tracker mit anderen Tagen und zeigt langfristige Trends auf, von denen wir ableiten können, ob bestimmte Aktivitäten uns besonders viel Stress verursachen. In der Praxis funktionierte das größtenteils zuverlässig und nachvollziehbar. Allerdings kam es in einem Fall zu seltsamen Werten, als die Testerin entspannt auf dem Sofa lag, das Whoop-Band aber einen hohen Stresslevel attestierte.
In Kombination mit dem Stress-Monitor können wir anhand der Logbuch-Funktion prüfen, wie sich bestimmte Verhaltensweisen auf unsere physische und psychische Gesundheit sowie Erholung auswirken. Dazu legen wir in der App eine Auswahl verschiedener Verhaltensweisen fest, etwa „Dehnübungen gemacht“, „genug Wasser getrunken“ oder „Spät arbeiten“. Die Optionen zur Personalisierung des Logbuchs umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten und Gewohnheiten aus den Bereichen Erholung, Ernährung, Gesundheitszustand, Lifestyle, Medikamente, mentale Gesundheit, Schlaf und mehr. Wer regelmäßig die entsprechenden Daten im Logbuch einträgt und eine Gewohnheit variabel ausführt, erhält in der App konkrete Informationen über deren Auswirkungen. Dabei unterscheidet Whoop, in welchem Maß eine Gewohnheit der eigenen Erholung hilft oder schadet. Im Fall unserer Testerin berechnete der Fitness-Tracker, dass die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten wie Ibuprofen die Erholung um sieben Prozent verschlechtert.
Ob diese Analysen tatsächlich realistische Werte ergeben, lässt sich subjektiv schwer einschätzen. Wer sich die Mühe macht und über mehrere Tage die entsprechenden Daten im Logbuch einträgt, kann aber zumindest gewisse Trends ausmachen und erhält Anregungen, welche Gewohnheiten die physische und psychische Erholung beeinflussen könnten.
Neben den Gesundheitsdaten im Alltag zeichnet Whoop auch konkrete Trainingseinheiten auf. Körperliche Belastung registriert das Armband automatisch, wer aber eine bestimmte Sportart tracken möchte, muss die Aufzeichnung zunächst manuell in der App aktivieren. Hat man ein paar Einheiten derselben Sportart abgeschlossen, erkennt das Armband mit der Zeit aber automatisch, wenn man eine entsprechende Trainingseinheit ausführt. Wir haben die automatische Trainingserkennung mit dem Laufen ausprobiert, was in unserem Fall auch reibungslos funktioniert hat.
Starten wir ein Ausdauertraining, etwa Laufen oder Radfahren, können wir die Strecke aufzeichnen. Allerdings muss dafür die App auf dem Smartphone aktiv sein und Zugriff auf unseren Standort erhalten, weil das Whoop 4.0 nicht über ein eigenes GPS-Modul verfügt. Anhand unserer aktuellen Belastungsdaten empfiehlt uns die App ein spezifisches Belastungsziel, das wir aktivieren oder deaktivieren können. Erreichen wir das Ziel, erhalten wir eine Benachrichtigung in der App. Das Ziel berücksichtigt unsere Trainings- und Erholungsziele, die wir wiederum in der App festlegen können.
Nutzer, die das Whoop 4.0 vorwiegend für Krafttraining verwenden möchten, können sich den Strength-Trainer zunutze machen. Dabei handelt es sich um eine Art Trainingsdatenbank in der App, die vorprogrammierte Workouts unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade beinhaltet. Außerdem können wir mithilfe des Strength-Trainers eigene Trainingseinheiten erstellen und dabei sowohl Übungen als auch Sätze und Wiederholungen definieren. Die App gibt dann an, welche Muskelgruppen wir mit dem jeweiligen Training konkret belastet haben.
Ferner haben wir die Möglichkeit, in der App konkrete Ziele für Training und Fitness festzulegen. Dazu stellt uns Whoop in der App einige Fragen, auf deren Basis wir dann Empfehlungen für unseren Trainingsalltag erhalten. Empfiehlt Whoop uns in der App dann etwa basierend auf unserer aktuellen Erholung eine bestimmte Trainingsbelastung, können wir direkt über die App eine entsprechende Aktivität starten, um das Belastungsziel zu erreichen. Das funktionierte im Test absolut intuitiv und problemlos.
Neben der Belastungsaufzeichnung bietet die Whoop-App noch einen separaten Reiter für die Erholung. Dabei berücksichtigt Whoop verschiedene Werte wie unseren Schlaf, unsere Ruheherzfrequenz und unsere Herzfrequenzvariabilität. Um unseren Erholungswert zu berechnen, vergleicht die App die aktuellen Daten mit früheren Messungen und gibt einen Prozentsatz aus. Je niedriger unser Ruhepuls und je höher unsere Herzfrequenzvariabilität bei guter Schlafleistung ausfallen, desto besser bewertet Whoop unsere Erholung. Die gemessenen Werte für Ruhepuls und HFV wichen in unserem Fall nur minimal von den Daten unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 7) ab. Entsprechend lassen sich also glaubwürdige Rückschlüsse über den Grad unserer Erholung aus den Analysen der Whoop-App ziehen.
Insgesamt bietet das Whoop 4.0 eine Vielzahl an Möglichkeiten, das eigene Training aufzuzeichnen, allerdings liegt der Fokus des Wearables primär auf der erlittenen Belastung. Daten wie Schritt- und Trittfrequenz, Durchschnittstempo oder VO2 Max sucht man vergebens. Dass man zudem für praktisch jede Aktivität das Smartphone benötigt, weil das Armband über kein eigenes Display verfügt, schränkt den Nutzen des Wearables beim Training ein. Wer auf Daten wie Herzfrequenz oder das Lauftempo angewiesen ist, kommt also um den Einsatz einer zusätzlichen Smartwatch einschlägiger Hersteller nicht herum. Das führt wiederum die Intention von Whoop teilweise ad absurdum, ein ablenkungsfreies Armband anbieten zu wollen.
Schlaf: Was kann Whoop alles messen?
Das Schlaf-Tracking gehört zu den zentralen Funktionen des Whoop 4.0, weil unser Schlaf signifikante Auswirkungen auf unsere Erholung hat. Der Tracker berechnet unsere Schlafaktivität anhand von Daten wie Herzfrequenz, Hauttemperatur, Dauer und den einzelnen Schlafphasen. Die von Whoop in der App aufbereitete Statistik berücksichtigt unsere Zeit im Bett, die Beständigkeit unseres Schlafs (also die Variabilität unserer Schlaf- und Weckzeiten), das Maß an erholsamem Schlaf sowie unser Schlafdefizit. Unsere Schlafleistung gibt an, wie viel wir geschlafen haben im Vergleich mit der benötigten Menge an Schlaf.
Die App erklärt sämtliche Schlafparameter in ausführlichen Informationsboxen. Alle Daten werden zudem in einzelnen Tabellen aufbereitet und vorangegangenen Tagen, Wochen und Monaten gegenübergestellt, sodass wir langfristige Trends ablesen können. Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt hat das Whoop 4.0 in unserem Test zuverlässig aufgezeichnet. Die Messungen der Schlafphasen entsprachen unserem subjektiven Empfinden und wichen nur geringfügig von den Daten unseres Kontrollgeräts ab.
Bei Bedarf kann man in der Whoop-App auch eine Weckfunktion aktivieren. Das Whoop 4.0 weckt seinen Nutzer dann entweder zu einer bestimmten Uhrzeit oder auf Wunsch im Rahmen eines Zeitfensters mit der intelligenten Weckfunktion. Das Band vibriert dann, wenn wir uns entsprechend der Messung unserer Schlafphasen gerade besonders nahe am Wachzustand befinden. Um die Vibration zu deaktivieren, müssen wir mit dem Finger auf die Oberseite des Whoop-Bands tippen. Das funktionierte im Test nicht immer zuverlässig.
Features: Welche Funktionen gibt es noch?
Neben den zahlreichen Analyse-Funktionen für Belastung, Erholung und Schlaf verfügt das Whoop 4.0 über einen integrierten K.I.-Bot. Dieser sogenannte Whoop-Coach befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase, funktioniert aber in deutscher Sprache und beantwortet uns Fragen zu unseren Daten. Wir können beispielsweise nach konkreten Trainingsempfehlungen fragen oder um eine Einschätzung unserer Schlafdaten bitten. Dabei gilt: Je mehr Daten das Whoop-Band bereits über uns gesammelt hat, desto genauer und umfangreicher fallen die Antworten des Bots aus. In unserem Fall hat die K.I. durchaus nachvollziehbare Antworten auf unsere Fragen gegeben. Die Antwortzeit blieb mit wenigen Sekunden dabei jederzeit im annehmbaren Rahmen.
Für Frauen bietet das Whoop 4.0 übrigens noch die Möglichkeit, den eigenen Zyklus aufzuzeichnen. Dabei kann man Symptome wie einen aufgeblähten Bauch oder konkrete Schmerzen über das Logbuch notieren. Tragen wir den Beginn der Periode ein, informiert uns die App über die aktuelle Zyklusphase und berät uns zur Trainingsintensität. Außerdem macht Whoop konkrete Angaben zur Schlafeffizienz, abhängig von unseren Zyklusdaten. Die Empfehlungen in der App sind hilfreich für Frauen, die zyklusbasiert trainieren möchten. Leider verzichtet Whoop auf eine Option, mit deren Hilfe wir unsere Körpertemperatur und weitere Zyklusdaten notieren können. Für Methoden wie NFP ist das Zyklustracking von Whoop daher nicht geeignet.
Akku: Wie lange läuft das Whoop 4.0?
Whoop gibt die Akkulaufzeit des Whoop 4.0 mit rund fünf Tagen an. Diesen Wert konnten wir in unserem Test bestätigen: Nach drei Trainingseinheiten in fünf Tagen zu je etwa anderthalb Stunden war die Ladung des Akkus nach knapp fünf Tagen erschöpft. Der Hersteller liefert den Tracker aber mit einem kabellosen Akku-Pack aus, das ebenfalls wasserdicht ist. Dadurch kann man die Laufzeit des Wearables deutlich verlängern, ohne es ablegen zu müssen. Das Akku-Pack wird einfach über das Whoop-Band geschoben und lädt den Akku dann unterwegs wieder auf. Um das Akku-Pack selbst aufzuladen, ist im Lieferumfang ein USB-C-Ladekabel enthalten. Wer möchte, kann außerdem zusätzliche Akku-Packs im Online-Shop von Whoop zum Preis von 49 Euro (genauer gesagt 59 Euro für variable Farben) erwerben.
Preis: Wie viel kostet Whoop 4.0?
Anders als die meisten anderen Anbieter am Markt für Wearables verfolgt Whoop ein Preismodell, das nicht auf dem Modell „Buy to Use“ basiert. Anstatt also einmalig mehrere hundert Euro für das Whoop 4.0 zu investieren, müssen Nutzer ein Abonnement abschließen. Darin enthalten sind das Whoop 4.0 als Neugerät oder generalüberholtes Gebrauchtmodell inklusive Superknit-Armband und Akkupack. Neukunden können den Tracker für 30 Tage kostenlos testen. Am Ende der Testphase muss man dann ein kostenpflichtiges Abo abschließen, andernfalls wird das Whoop 4.0 nutzlos.
Für das Abonnement bietet Whoop verschiedene Bezahlpläne an. Ein Monatsabo kostet 30 Euro, allerdings liegt die Mindestlaufzeit bei 12 Monaten. Nach Ablauf der 12 Monate ist das Abo jeweils monatlich kündbar. Alternativ können wir auch direkt ein Jahresabo abschließen und auf einen Schlag 264 Euro zahlen. Die monatlichen Kosten belaufen sich dann auf 22 Euro. Die teuerste Version ist Whoop Pro. Hier zahlen wir einmalig 408 Euro (34 Euro pro Monat), erhalten dafür aber 20 Prozent Rabatt auf alle Artikel im Shop sowie einen Gratisartikel alle drei Monate.
Fazit: Für wen lohnt sich das Whoop?
Der Hersteller hat mit dem Whoop 4.0 eine klare Zielgruppe vor Augen, nämlich die der Daten-Nerds. Wer am liebsten jedes noch so kleine Detail tracken und den Körper minutiös überwachen möchte, kommt mit dem Whoop 4.0 definitiv auf seine Kosten. Der Umfang der Datenanalysen ist immens und erlaubt tiefgreifende Einblicke in die eigenen Gewohnheiten.
Am Ende muss sich Whoop aber die Frage gefallen lassen, wer dieses Wearable wirklich benötigt. Zwar bewirbt der Hersteller explizit damit, dass der Tracker ein ablenkungsfreies Training ermöglicht, aber diese Prämisse läuft ins Leere, wenn wir für viele Features eben zum Smartphone greifen oder auf andere, zusätzliche Tracker und Smartwatches ausweichen müssen.
Ja, das, was das Whoop 4.0 machen soll und will, macht es gut. Aber ob man dafür wirklich 22 Euro oder mehr im Monat zahlen muss, lässt sich nur sehr individuell beantworten. Denn alle Funktionen und Analysen, die Whoop bietet, liefern auch die Mitbewerber am Markt für smarte Wearables und Fitness-Tracker. Eine Garmin Fenix 7 zeichnet genauso den Schlaf, die Herzfrequenz und die Belastung auf wie das Whoop 4.0 und hat zudem noch viele weitere nützliche Features zu bieten, dank derer man wirklich auf ein Smartphone verzichten kann.
Möchte man zusätzlich noch Gewohnheiten tracken, die sich möglicherweise auf die eigene Erholung auswirken, kann man das auch ohne Whoop tun – nämlich ganz altmodisch mit Stift und Papier oder mit einer kostenlosen Smartphone-App wie Habitnow oder Daylio. Das Whoop 4.0 ist also letztlich nur für diejenigen Nutzer interessant, die typische Trackingfeatures für Schlaf, Belastung und Erholung nicht mit anderen Maßnahmen aufzeichnen können oder wollen.
Künstliche Intelligenz
Zielwert 50 Hertz: Wie Europas Stromnetz stabil bleibt
Damit das europäische Stromnetz stabil läuft, muss die Netzregelung die Frequenz bei möglichst genau 50 Hertz halten. Das gelingt nur, wenn Verbraucher und Einspeiser jederzeit im Gleichgewicht sind. Speisen die Kraftwerke mehr Energie ein, als die Verbraucher entnehmen, steigt die Frequenz. Entnehmen die Verbraucher mehr, als eingespeist wird, fällt die Frequenz. Alle Teile des europäischen Verbundsystems – so die offizielle Bezeichnung – laufen synchron: Misst man 49,98 Hertz in Hamburg, misst man das auch in Barcelona oder Paris.
Weiterlesen nach der Anzeige
Bereits Abweichungen von mehr als 0,2 Hertz deuten auf ein größeres Ungleichgewicht hin. Regelleistung soll das Gleichgewicht sicherstellen. Negative Regelleistung bedeutet, dass Kraftwerke abgeschaltet oder mit weniger Leistung betrieben werden. Positive Regelleistung heißt, dass weitere Kraftwerke oder zum Beispiel Batteriegroßspeicher zugeschaltet werden.

Das europäische Verbundsystem ist eines der vielen Stromverbundnetze.
(Bild: Alinor)
In einem Verbundnetz stabilisieren sich die Teilnetze gegenseitig: Fehlt es zum Beispiel in Frankreich an Energie, fließt sie aus anderen Mitgliedstaaten; hat Frankreich zu viel davon, fließt sie in andere Staaten. So werden Ungleichgewichte, die ein isoliertes nationales Netz überfordern würden, problemlos ausgeglichen. Wenn die Störung in einem Teilnetz nicht vom Verbundnetz behoben werden kann, wird das Teilnetz abgekoppelt, um das Verbundnetz zu schützen.
Blackout und Neustart
In Ausnahmefällen reicht die positive Regelleistung nicht aus und die Netzfrequenz fällt weiter. Unter 49 Hertz beginnt das Netz dann automatisch, Last abzuwerfen, also Verbraucher vom Netz zu trennen – was in der Regel zuerst große Industriebetriebe und danach auch Haushalte trifft. Sinkt die Frequenz weiter, schalten sich die Kraftwerke bei etwa 47,5 Hertz zum Selbstschutz ab. Teile des Netzes brechen zusammen, noch laufende Teile sind nicht mehr frequenzsynchron. Folgt darauf ein unkontrollierter, länger anhaltender Ausfall ganzer Regionen oder Länder, spricht man von einem Blackout. Zu Blackouts kommt es im Schnitt nur alle paar Jahre, wie im April 2025 in Spanien und Portugal.
Weiterlesen nach der Anzeige
Nach einem Blackout kann sich das Netz nicht mehr von selbst stabilisieren. Es muss mit schwarzstartfähigen Kraftwerken, etwa Wasser- oder Gasturbinenanlagen, neu aufgebaut werden. Sie bilden einzelne Inselnetze, die wieder synchronisiert und anschließend schrittweise zusammengeschaltet werden, bevor die Verbraucher nach und nach ans Netz gehen. Der Neustart nach einem Blackout dauert Stunden oder gar Tage.
Stromverbund über Kontinente
Zum europäischen Verbundsystem gehören auch einige nordafrikanische Länder. Nach dem Blackout in Spanien und Portugal half unter anderem auch Marokko dabei, den Netzbetrieb wieder aufzubauen.
Weil das europäische Verbundsystem auch mit anderen Stromnetzen Energie austauscht – darunter dem britischen –, beeinflussen dortige Routinen die Stromflüsse in Kontinentaleuropa. In Großbritannien existiert ein Phänomen namens „TV pickup“: Wenn eine beliebte Fernsehsendung in die Werbepause geht oder endet, steigt die Netzlast sprungartig um mehrere Hundert Megawatt an – deutlich stärker als in anderen Ländern.
Zu den üblichen Effekten von Toilettengängen und dem Durst nach kalten Getränken – also zusätzlicher Beleuchtung, anspringenden Kühlschrankkompressoren und hochregelnden Pumpen der Wasserversorgung – kommt in Großbritannien der massenhafte Griff zum Wasserkocher für die traditionelle Tasse Tee hinzu. In der Halbzeitpause des EM-Finales England gegen Italien 2021 schoss die Netzlast gar um 1800 Megawatt nach oben – fast so viel, wie Berlin zu Spitzenzeiten benötigt.
(geb)
Künstliche Intelligenz
Qualcomm & Mediatek: Smartphone-Herstellung bricht ein
Die weltweit größten Zulieferer von Mobilprozessoren für Android-Smartphones zeigen die Auswirkungen der Speicherkrise. Bei Mediatek brach der Umsatz mit Smartphone-Prozessoren schon im ersten Quartal 2026 sequenziell um 18 Prozent ein. Qualcomm erwartet dagegen im zweiten Kalenderquartal 2026 einen Umsatzrückgang von 18 Prozent mit Snapdragon-Prozessoren für Smartphones.
Weiterlesen nach der Anzeige
Mediatek ist unter anderem früher betroffen, weil die Firma vor allem Billigprozessoren für die Einstiegs- und Mittelklasse verkauft. Hier wirken sich hohe Speicherpreise als Erstes negativ aus. Zuletzt setzte die Firma knapp 2,4 Milliarden US-Dollar mit Smartphone-Prozessoren um. Qualcomms Snapdragons stecken hingegen öfter in teureren Smartphones. Die Firma setzte im ersten Quartal noch gut sechs Milliarden US-Dollar mit Mobilchips um. Im zweiten Quartal sollen es rund 4,9 Milliarden US-Dollar werden. Der Jahresvergleich sieht mit einem erwarteten Rückgang von 22 Prozent noch schlechter aus.
Zu den Zahlen im ersten Quartal sagte Qualcomms Finanzchef Akash Palkhiwala in einer Analystenkonferenz: „Der Umsatz […] entsprach den Erwartungen, da die OEMs bei der Handyproduktion aufgrund der Auswirkungen der schwierigen Speicherlage weiterhin zurückhaltend sind.“
Tiefpunkt im zweiten Quartal denkbar
Zumindest in China erwartet Qualcomm in den nächsten Monaten den Tiefpunkt. Ab dem dritten Kalenderquartal soll es wieder graduell hochgehen. Zwischen den Zeilen wird klar: Bis der Markt wieder das Niveau von vor der Speicherkrise erreicht, kann einige Zeit vergehen.
Marktbeobachter erwarten über das gesamte Jahr betrachtet einen Verkaufsrückgang von mindestens acht Prozent. Das entspräche rund 1,15 bis 1,2 Milliarden Smartphones. Mediateks Ausblick ist noch schlechter: Ein Einbruch von 15 Prozent sei möglich.
Qualcomms Aktie schießt dank KI-Ausblick hoch
Weiterlesen nach der Anzeige
Qualcomms Aktie ist nach Bekanntgabe des Geschäftsberichts nur wegen eines Ausblicks auf eigene KI-Chips hochgeschossen. CEO Cristiano Amon sagte, dass Qualcomm im Dezember erste Custom-Chips an einen Hyperscaler ausliefern will. Um was für einen Chip es sich handelt, verschwieg Amon. Die Liefermengen dürften zu Beginn allerdings gering sein.
„Darüber hinaus schreitet die Entwicklung unserer führenden Rechenzentrums-CPUs und hochleistungsfähigen KI-Inferenzbeschleuniger gut voran“, führte der Firmenchef aus.
Mediateks Aktie ist nach dem eigenen Geschäftsbericht leicht im Plus. Die Firma agiert bei KI-Chips vor allem im Hintergrund durch Designhilfe bei Beschleunigern, unter anderem bei Googles neuer TPU-Generation. Wachstum bei KI-Chips soll den schwächelnden Smartphone-Markt ausgleichen.
Quartalsgewinne
Spartenübergreifend setzte Qualcomm im vergangenen Quartal 10,6 Milliarden US-Dollar um. Der Nettogewinn von 7,4 Milliarden US-Dollar ist nur aufgrund einer milliardenschweren Steuerwertberichtigung so hoch. Der Gewinn vor Steuern lag mit 2,2 Milliarden US-Dollar etwas unter dem Vorjahresergebnis, ebenso der Umsatz.
Im jetzt laufenden Quartal erwartet Qualcomm insgesamt 9,2 Milliarden bis 10 Milliarden US-Dollar Umsatz. Wachstum in Sparten wie Auto-Prozessoren gleichen das schwächelnde Smartphone-Geschäft etwas aus.
Mediateks Gesamtumsatz lag bei gut 4,7 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn bei 771 Millionen US-Dollar. Einen Quartalsausblick veröffentlicht Mediatek wie andere asiatische Unternehmen nicht.
(mma)
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 3 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenIntel Nova Lake aus N2P-Fertigung: 8P+16E-Kerne samt 144 MB L3-Cache werden ~150 mm² groß
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
