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UX/UI & Webdesign

»KI gibt uns die kreativen Freiräume zurück« › PAGE online


Als in München das Wiesn-Plakat 2026 gekürt wurde, entbrannte eine Diskussion: War hier KI im Spiel? Für Felix Miremadi ist dieser Fall symptomatisch für den gesellschaftlichen Umgang mit KI. Hier spricht er über Kreativität in Zeiten von KI – und was das für Marken heißt.

»KI gibt uns die kreativen Freiräume zurück« › PAGE onlineBild: Felix MiremadiFelix, ganz München diskutiert gerade über ein neues Oktoberfest-Plakat, das angeblich mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt worden sei. Der Vorwurf: Das sei ein »Schlag ins Gesicht für Künstler:innen, die versuchen, mit fairen Mitteln ihrer Leidenschaft nachzugehen«. Das Thema wurde zur Grundsatzdebatte. Was sagt das über unseren Umgang mit KI aus?

Felix Miremadi: Es zeigt, dass wir eine ambivalente Haltung haben. Noch bevor überhaupt klar ist, ob KI eingesetzt wurde, entsteht bei vielen im Kopf ein Wertverlust. Das ist interessant. Das Motiv hat ja zunächst gewonnen – ohne dass jemand infrage gestellt hat, wie es entstanden ist. Erst als der Verdacht im Raum stand, änderte sich die Wahrnehmung. Wenn einem Künstler nicht mehr geglaubt wird, dass er etwas ohne KI gemacht hat, wirft das viele Fragen auf. Wie viel muss man kommunizieren? Wie transparent muss man sein? Das Paradoxe ist: Laut Studien wurde in den letzten vier Jahren mit KI bereits die gleiche Datenmenge erstellt wie in 30 Jahren Internetnutzung. Das Problem ist, dass wir im Ergebnis oft gar nicht mehr unterscheiden können, was mit KI erstellt wurde und was nicht.

Heißt das, KI verändert eher den Weg zu kreativer Arbeit als das Ergebnis?

Beides. Wir haben uns in den letzten 30 Jahren in einem Hamsterrad gefunden, wo sich niemand mehr etwas komplett Neues überlegt hat. KI bezieht sich auch auf das, was schon da ist. Aber KI ist nicht in der Lage zu denken, wie ein Mensch das kann. Was unten herauskommt, kann platter, neutraler und weniger emotional werden, wenn der Mensch seltener mit seinem eigenen Input eingreift. Je klarer und konsequenter also Designer oder ein Unternehmen sein Design, seine Brand, seine Werte, Sprache und Kommunikation definiert und festhält, desto besser werden die Inhalte, die sich darauf aufbauend automatisiert erstellen lassen.

Was heißt das für Brand Building und Werbung – und wo kann KI dabei unterstützen oder etwas verbessern?

Ich komme selbst aus der Werbung und habe erlebt, wie stark kreative Prozesse heute auf Effizienz und Zeit getrimmt sind. Mit genauer Zeiterfassung und wirtschaftlichem Druck wird es immer schwieriger, Raum für Experimente zu lassen. Dabei entsteht genau in diesen kreativen Freiräumen wirklich Einzigartiges! Gerade hier sehe ich im kreativen Anfangsprozess großes Potenzial für KI. Sie ermöglicht es, effizient in viele Richtungen zu denken und schnell auszuprobieren, was funktioniert und was nicht. Damit gibt sie uns den Freiraum zurück für Experimente und die Chance, etwas Besonderes zu entwickeln.

KI verschiebt den Besitz und die Verantwortung innerhalb vieler Prozessketten in der Werbung. Besonders sichtbar wird das bei oberflächlichen und stark auf Aussehen beruhenden Berufen wie bspw. dem Modeldasein, wo es letztlich auch um eine große Offenheit geht, das umzusetzen, was sich ein Kunde wünscht. Hier müssen wir realistischerweise damit rechnen, dass sich das stark in Richtung markengesteuerter Avatare verschiebt. Marken hätten damit tatsächlich beide Enden in der Hand – sie kontrollieren Erscheinung, Einsatz, Verfügbarkeit und Produktion zugleich. Das wird Produktionsrealitäten und Machtverhältnisse in der Branche verändern.

Du zeigst Werke an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und öffentlichem Raum im AI ART Lab am Frankfurter Flughafen. Was steckt dahinter und warum ist gerade der Flughafen so spannend dafür?

Nach der überwältigenden Resonanz auf meine erste Ausstellung Binary Blur – gemeinsam mit einem Frankfurter Graffiti-Künstler – entstand der Wunsch, einen dauerhaften Ort für KI-basierte, immersive und interaktive Medien in Frankfurt zu schaffen.

Das AI ART LAB ist daher kein klassischer Ausstellungsraum, sondern ein offener Diskursraum über technologische Transformation. Am Flughafen – einem Ort des Übergangs – wird Kunst zum Resonanzraum für die Fragen unserer Zeit: Wie verändern KI, Agenten-Systeme und neue Produktionslogiken Kreativität, Arbeit und Wert?

Die Arbeiten setzen bewusst auf unmittelbare Wirkung statt auf lange Erklärungen. Interaktion steht im Zentrum – erst visuelle oder körperliche Resonanz, dann Kontext. Gerade dadurch entstehen intensive Gespräche. Besucher bleiben oft deutlich länger, weil die Werke nicht nur ästhetisch funktionieren, sondern reale berufliche und gesellschaftliche Entwicklungen berühren.

Dunkel inszenierter Ausstellungsraum mit drei hochformatigen, leuchtenden Screens auf Podesten. Die digitalen Kunstwerke zeigen surreale Motive in kräftigen Farben. Ein roter Teppich führt durch den Raum, im Hintergrund steht eine Lounge mit Sofa und roter Stehlampe.Bild: Felix Miremadi

Das AI ART LAB versteht sich als Plattform für Austausch, Experimente und Workshops – ein Raum, in dem Kunst zum Einstieg in größere Zukunftsfragen wird. Der Standort passt perfekt: Alles ist in Bewegung, Aufmerksamkeit entsteht in Sekunden – überzeugt etwas nicht sofort visuell, läuft man weiter.

Wie verändert KI den Kreativprozess?

Ich glaube, dabei kommt es auf unsere Haltung gegenüber KI an. Wenn wir sie bewusst als Werkzeug verstehen, die wir transparent und reflektiert einsetzen, bleibt sie auch genau das: ein Tool, das kreative Prozesse unterstützt. Problematisch wird es, wenn KI unsichtbar bleibt und Inhalte erzeugt werden, ohne dass klar ist, wie sie entstanden sind. Das passiert bereits. Viele Marken nutzen KI, kommunizieren es aber nicht – und wir konsumieren die Ergebnisse, als wären sie rein menschlich entstanden. Wie sich das weiterentwickelt, hängt davon ab, wie bewusst wir damit umgehen.

»Wie sich das weiterentwickelt, hängt davon ab, wie bewusst wir damit umgehen.«

Ich bin aber überzeugt, dass KI in immer mehr Bereichen zu Ergebnissen gelangen wird, die denen von Profis branchenübergreifend sehr nahekommen.

Was ist es denn für dich – ein Tool oder künstlerisches Medium?

Für mich ist das schwer eindeutig zu sagen. AI ist mehr als nur ein klassisches Tool – aber auch nicht einfach ein autonomes künstlerisches Wesen. Wenn man sich anschaut, was Malerei oder Fotografie leisten, dann schafft KI all das auch alles. Und gleichzeitig dreht sie vieles um. Plötzlich steht der Ideengeber ganz am Anfang, gibt einen Impuls hinein, und danach passieren unzählige Prozesse, die nicht mehr vollständig in seiner Hand liegen.

Das wirft auch die Frage nach der Urheberschaft auf: Wer ist eigentlich der Ersteller? Wenn eine KI auf Basis eines kurzen Inputs komplexe Prozessketten durchläuft und eigenständig Entscheidungen trifft, ist der Mensch nur der Auslöser. Je oberflächlicher der Input, desto kleiner ist der eigene gestalterische Anteil. Je ausgefeilter jedoch die Prozessführung, je bewusster man eingreift, kuratiert, steuert und weiterentwickelt, desto mehr wird KI für mich zu einer Art Spielpartner.

Wo liegt denn dann die Grenze zwischen Künstler, Designer und Technologie?

Das verschwimmt stärker als je zuvor. Oft kann man nicht mehr klar sagen, womit etwas gemacht wurde, was genau der Input war oder wo der Ursprung liegt. Text wird zu Bild, Bild zu Video, Video wieder zu etwas Neuem – die Werkzeuge greifen ineinander, und der Ausgangspunkt ist kaum noch nachvollziehbar. Wenn der Ursprung nicht mehr eindeutig erkennbar ist, verschiebt sich der Maßstab: Entscheidend ist dann nicht mehr, womit etwas gemacht wurde, sondern ob es eine eigene Haltung, eine erzählerische Kraft, eine inhaltliche Tiefe besitzt. Wenn es das nicht hat, bleibt es eine digitale Arbeit – aber keine Kunst.

Gleichzeitig entsteht durch die einfache Zugänglichkeit für alle eine Übersättigung. Viele nutzen die Tools, ohne sie wirklich zu verstehen und dadurch wird es sehr viel Mittelmaß geben.

Last Call: Registration Deadline 27. Februar 2026

Was passiert dann?

Dann gibt es wieder eine Gegenbewegung, hin zum Analogen. Das sehen wir schon jetzt: Apple hat kürzlich eine Kampagne komplett analog produziert – alles mit echten Objekten, echtem Licht, kein 3D. Das wurde explizit gezeigt und war eine bewusste Abgrenzung. Je unsichtbarer die Prozesse im Digitalen werden, desto größer kann das Bedürfnis werden, wieder etwas eindeutig Menschliches zu sehen. Vielleicht gibt es dafür irgendwann sogar ein Siegel. So wie »Bio« oder »handgemacht« heute Wert signalisieren, könnte »von einem Menschen erstellt« auch zu einem Qualitätsmerkmal werden. Die Diskussion um KI und Kunst fängt gerade erst an. Das sieht man auch an der Debatte um das Münchner Wiesn-Plakat.

Über Felix Miremadi

Felix Miremadi ist Kommunikationsdesigner, AI-Künstler und Gründer des AI ART LAB in Frankfurt. Aus der klassischen Werbung kommend, verbindet er Kunst, Technologie und Raumgestaltung zu interaktiven Formaten. Seine Arbeiten untersuchen, wie KI kreative Prozesse, Wahrnehmung und Werte verändert – und schaffen Orte, an denen Gestaltung wirkt, bevor sie erklärt wird.





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Wie feiert man am besten sein Agentur-Jubiläum? So wie die Typonauten! › PAGE online


Vor 25 Jahren gründeten Ingo Krepinsky und Stefan Krömer ihre Designagentur Die Typonauten – in einer Zeit des Umbruchs, ganz so wie heute. Von ihren Projekten, Fonts und Erfahrungen erzählt »Oberflächlich mit Tiefgang« – und führt gleichzeitig durch die Geschichte der Markenkommunikation.

Wie feiert man am besten sein Agentur-Jubiläum? So wie die Typonauten! › PAGE online
B-Movie Retro / B-Movie Splatter: Font von Die Typonaten

Wie feiert man sein Jubiläum? Gemeinsam, mit Wegbegleiter:innen, Kolleg:innen, mit Auftraggebenden vielleicht und mit Freund:innen und Familie.

Oder gleich mit der gesamten Design-Community. Ganz so, wie die Bremer Designagentur Die Typonauten es gemacht hat.

Und das in einer Publikation, 300 Seiten stark, die durch die gesamte Agenturgeschichte führt.

Und die Projekte vorstellt, die vom Redesign der Bremer Fernwärme, dem Branding für den Verein Historische Fahrräder e.V. und dem Erscheinungsbild der Literaturwoche Bremen führen. Zu eigenen Schriften wie der Dimitri, der B-Movie Retro oder Oklahoma Pro, zu zahlreichen Preisen, Toprankings – und zu Unveröffentlichtem.

25 Jahre Designgeschichte

Die Idee zu dem Buch entstand »beim Kramen im Planschrank«, wie es von den Typonauten-Gründern Ingo Krepinsky und Stefan Krömer heißt. »Wir merkten, dass man doch viel vergisst – was bei einigen Dingen auch nicht wirklich schlimm ist«, so Krömer.

Und so reizte es sie, »eine Auswahl der guten und wichtigen Sachen zu treffen und diese sorgfältig zusammenzustellen«.

»Oberflächlich mit Tiefgang« haben sie ihren über 300 Seiten starken Rückblick genannt, der immer auch ihren Humor beweist – und auch die Geschichte des Kommunikationsdesigns selbst nachzeichnet. Und dabei auch den letzten großen Umbruch in der Designbranche zeigt, um 2000 herum, als QuarkXPress das dominierende Layoutprogramm war, wie die Typonauten sich erinnern und der Apple-Rechner der Standard.

Als das Digitale immer mehr Raum einnahm und Montagen, Repros und klassische Satzbetriebe ersetzte, Webdesign aufkam und Gestaltende erstmals auf den gesamten Produktionsprozess Einfluss nahmen.

Das war ein großer Transformationsprozess und das Berufsfeld veränderte sich, ganz so wie aktuell durch KI. Dem würde sie jetzt deshalb »vielleicht mit etwas mehr Gelassenheit als früher« begegnen, heißt es.

Leidenschaft für Typografie

Auch die eigene Entwicklung der Designagentur lässt sich anhand der Projekte verfolgen: von Buch- und anderen Printprojekten über die Gestaltung von Websites hin zu umfänglichen Kommunikationsprojekten und dem heutigen Schwerpunkt Energie- und Versorgungswirtschaft. Und auch dort ist die Transformation abzulesen. Und das vom Corporate Design über kampagnenstarke Markenkommunikation bis hin zu qualitätsgesichertem Dokumentenmanagement, wie Krepinsky sagt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Leidenschaft für Typografie, die schon in dem Agenturnamen zu finden ist und auch in dem Buch. Und das mit zahlreichen selbst gestalteten Schriften, die heute von ihnen auf dem Markt sind.

Was für eine Freude und eine Herausforderung Kommunikationsdesign ist, zieht sich durch das gesamte Buch, was es kann, was für eine Kraft es hat und welche Entwicklung es in den letzten 25 Jahren nahm.

Das legt auch ein umfangreiches Interview in dem Buch dar, das Antje Dohmann, Typofachfrau der PAGE, führte.

Und das alles ist natürlich besonders gestaltet: Leuchtend Gelb und mit einem Halbleinen-Hardcover, vierfacher Heißfolienprägung und Bohrung, mit Sonderfarben, auf ungestrichenem Feinpapier (Icon Classic smooth matt white 120 g; Design Offset naturweiß 160 g; säurefrei, alterungsbeständig), mit Fadenheftung, Kapitalband und dreiseitigem Farbschnitt.

Oberflächlich mit Tiefgang: Ingo Krepinsky, Stefan Krömer (die Typonauten GmbH), 304 Seiten, über 900 Abbildungen; Deutsch; 1. Auflage: limitiert und handnummeriert (300 Exemplare), 105 Euro, ISBN 978-3-00-085447-7
Erhältlich direkt bei Die Typonauten.



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tyyp – Nachhaltige Notizbücher aus Deutschland – Design Tagebuch


In Zeiten digitaler Flüchtigkeit erlebt das Notizbuch, als Ausdruck analoger Rückbesinnung, seit einigen Jahren eine stille Renaissance. In Berlin-Köpenick fertigt die Manufaktur tyyp nachhaltige Notizbücher und Schreibwaren. Die regional in höchster handwerklicher Qualität produzierten Notizbücher sind ein beständiger, langlebiger Begleiter, mit denen Kreativschaffende, seien Designer, Grafiker, Autoren oder Architekten, ihre Ideen festhalten und zu Papier bringen können. Für dt-Leser stehen drei Notizbücher nach Wahl bereit.

tyyp – nachhaltige Notizbücher, Quelle: typp

Hinter dem Label tyyp steht Kommunikationsdesigner Christoph Andrews, dessen Abschlussarbeit „Typographie als Objekt“ den Ausgangspunkt für die Unternehmensgründung bildete – und zugleich den gestalterischen Kern bis heute definiert.

tyyp-Notizbücher werden in Handarbeit in der eigenen Berliner Manufaktur gefertigt, häufig in kleinen Auflagen und mit modular aufgebauten Materialien. Dieses System ermöglicht Flexibilität, reduziert Ressourcenverbrauch und bleibt dennoch wirtschaftlich tragfähig – ein Ansatz, der im Spannungsfeld zwischen Designanspruch und Nachhaltigkeit konsequent wirkt.

„Ich liebe es, wenn Design nicht nur ‘gut aussieht’, sondern sich in der Hand richtig anfühlt – und im Alltag funktioniert.“

– Christoph Andrews –

Zum Produktsortiment gehören neben Notizbüchern, Jahreskalender, Notizblöcke sowie Sonderanfertigungen personalisierter Notizbücher, Präsentations- und Dokumentenmappen. Hinsichtlich der verwendeten Materialien verfolgt tyyp eine klare Linie: Recyclingpapiere, FSC- oder Blauer-Engel-zertifizierte Komponenten sowie langlebige Konstruktionen sollen die Nutzungsdauer erhöhen. Die Gestaltung folgt dabei einem bewusst zeitlosen Ansatz – minimalistisch, typografisch geprägt, funktional. Die Objekte treten nicht laut auf, sondern setzen auf Reduktion und Beständigkeit.

tyyp Logo, Quelle: tyypGestaltung, Produktion und Vertrieb werden bei tyyp als zusammenhängendes System verstanden. Dass Kunden von Unternehmen wie BMW oder öffentlichen Institutionen bis hin zu Privatnutzern reichen, zeigt, dass dieser leise, reduzierte Ansatz auch im Markt funktioniert.

tyyp ist ein gutes Beispiel für eine Generation kleiner Designmanufakturen, die nicht auf maximale Skalierung setzen, sondern auf Qualität, Transparenz und Haltung – und damit dem Notizbuch eine neue, zeitgemäße Relevanz verleihen.

tyyp – nachhaltige Notizbücher aus Deutschland, Quelle: tyyp

Verlosung

dt-Leser können jeweils eines von drei Notizbüchern gewinnen – Größe/Format und Farbe nach Wahl. Wer bis zum 18. April 20:00 Uhr einen Kommentar hinterlässt, nimmt an der Verlosung teil. (Hinweis: Mehrfachkommentieren unter Verwendung unterschiedlicher Mail-Adressen zieht den Ausschluss von der Verlosung nach sich!).

Alle dt-Leser können an der Verlosung teilnehmen. dt-Mitglieder, die an dieser Stelle einen Kommentar hinterlassen, haben eine dreimal höhere Gewinnchance.



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»I don’t think in terms of layouts, more in big gestures« › PAGE online


No one thinks as freely as Irma Boom when it comes to book design. She transforms books into objects and sometimes even encourages readers to tear the pages into pieces. No wonder she is celebrated as the world’s best book designer.

»I don’t think in terms of layouts, more in big gestures« › PAGE online
Irma Boom

Already her first book was a sensation. When Irma Boom was still learning the craft, she was commissioned to design the official annual Dutch postage stamp books. Even back then, she didn’t care in the slightest about the rules of book design, and instead went her very own way. And she still does. Sometimes she puts the entire contents of a book on its cover, then roughens the paper to feel like fabric. Boom – which means tree in Dutch – works worldwide and also exhibits internationally, designs for the most exciting artists, and turns extraordinary projects into publications.

This fall, »Susie« will be published, a unique declaration of love from singer and artist Nick Cave to his wife. While Irma Boom keeps jumping to her feet to fetch a book from the shelf in her Amsterdam office, we talk about the relationship between books and bodies, about ideas that seem to appear out of nowhere—and why she was almost thrown out of the Vatican libraries.

PAGE: You were always interested in conceptual art. What fascinates you so much about it?

Irma Boom: I think, basically the imagination. For me, there is so much more to see in abstract art than in figurative art. Instead of seeing what is shown to me, abstraction gets my brain working.



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