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Künstliche Intelligenz

Kommentar: Metaversum war gestern, nun kommt die Meta-Vision


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

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Ich und meine Meta Quest 3, das ist eine Form von Hassliebe. Das Headset der Facebook-Mutter ist kostengünstig, bietet dafür eine vergleichsweise hochwertige Bildqualität und ein großes App- und Spieleangebot, das direkt ohne PC-Anbindung läuft. Doch bei der Software will man, besonders, wenn man Apples visionOS kennt, fast nur noch schreien.

Es geht los bei einer Release-Strategie, die dafür sorgt, dass groß angekündigte neue Features in neuen Versionen erst nach Wochen freigeschaltet werden – selbst für Beta-Teilnehmer ist das so. Oder wie wäre es damit, dass Meta es für normal hält, laufende Programme bei aktiver automatischer Aktualisierung einfach im laufenden Betrieb zu beenden, um sie upzudaten. Oder die Tatsache, dass sich im äußerst schrägen „Metaversum“ Horizon Worlds zuletzt gefühlt nur noch Zwölfjährige tummelten. Oder eine UI, die sich gefühlt alle drei Versionen ändert und dabei lieb gewonnene Bestandteile einfach weglöscht, nur um sie drei weitere Versionen später zumindest teilweise wieder zurückzubringen.

Bei all dem fragt man sich, was die Strategie dahinter ist. Oft denke ich, es gibt einfach keine. Irgendwas wird im schönen Menlo Park ausprobiert, dann wieder eingestellt und neu gemacht. Zwischenzeitlich entlässt Meta zahlreiche Mitarbeiter bei den Reality Labs, um die Börse zu beglücken, während man zuvor Milliarden hinein gebuttert hatte. Geld dürfte das Unternehmen mit seiner Hardware sowieso nicht verdienen – und vermutlich auch mit den verkauften Services wie Horizon+ nicht.

Seit diesem Frühjahr geht Meta den nächsten Schritt – und ich würde ihn folgendermaßen beschreiben: Mit Horizon OS 2 wird aus dem Metaversum – für das Meta schließlich seinen Namen von Facebook gewechselt hat! – eine Meta-Vision. Das heißt: Das Headset versucht sich softwaremäßig noch mehr an einer Schmalspurvariante dessen, was Apple mit visionOS ohne große Anstrengung umgesetzt hatte.


Ein Kommentar von Ben Schwan

Ein Kommentar von Ben Schwan

Ben Schwan lebt als Journalist und Autor in Berlin, schreibt seit 25 Jahren über Technologie-, Forschungs- und Wissenschaftsthemen und lässt sich seine Begeisterung für Neues weder durch sich ständig wiederholende Hype-Zyklen, amoklaufende Sicherheitspolitiker noch technische Unzulänglichkeiten nehmen.

Vermutlich dient das auch der Vorbereitung: Schließlich gibt es Gerüchte, laut denen Meta sich ein Beispiel an Apple und dessen Nachahmer Samsung (Projekt Moohan alias Galaxy XR) nehmen möchte, und für die Quest 4 ein leistungsstärkeres Headset mit externem Akku anstrebt. (Ich hatte ja eher gehofft, dass wir dieses Zeitalter endlich hinter uns lassen, was jeder Vision-Pro-Besitzer nachvollziehen kann.) Und da muss dann eben eine „professionellere“ Software her und ein Kindergarten wie Horizon Worlds passt nicht mehr.

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Und so begab es sich, dass Meta den „Navigator“ freischaltete. Der Retrobegriff – erinnert sich noch jemand an Netscape? – steht für eine Oberfläche, die aussieht wie der Homescreen der Vision Pro. Einziger Unterschied: man scrollt nicht von links nach rechts, sondern von oben nach unten. Tauchte man einst direkt in VR-Fällen ein, wenn man die Quest 3 aufzog, versucht uns Meta nun das zwar etwas verbesserte, nach wie vor aber unscharfe Passthrough als neue Heimat anzudrehen. Dabei setze ich das Headset doch auf, um meine Umgebung eben mal nicht zu sehen! Okay.

Neu ist der Navigator an sich nicht. Er wird von Meta bereits seit einem Jahr vorangetrieben, wobei ihn nur wenige Nutzer bekamen: Ihnen fehlte schlicht die Option der Aktivierung. Nun, in dieser Woche, kündigte das Unternehmen an, die neue Oberfläche für alle freizugeben. Es sei ein „neugestaltetes Interface, das deine Apps, Menschen und Systemeinstellungen an einem Ort zusammenbringt“. Um sich damit vertraut zu machen, präsentiert Meta allen Navigator-Neubesitzern ein schwer bis gar nicht skipbares „Guided Walkthrough“-Erlebnis.

Was in den aktuellen Horizon-OS-Versionen dabei herauskommt (inklusive der Previews, die hoch bis 2.3 gehen), ist ein merkwürdiger Mischmasch. Es gibt nach wie vor die alte, feste Fenstergestaltung, bei der man diese im Raum nebeneinander platzieren kann. Der Navigator überlagert das alles, was ein wenig wie ein Bildfehler wirkt. Gefunden wird der Navigator wiederum über einen Klick auf den Punkt neben der von visionOS abgekupferten Fenstergriffleiste. Alternativ kann man auch den Metaknopf betätigen (der dummerweise nur auf einem der Controller vorhanden ist) oder eine Handgeste vollführen, wobei ich selbige als visionOS-Nutzer wegen ihrer Ungenauigkeit ungern nutze – zumal der Wechsel zwischen Hand und Controller nicht immer optimal funktioniert.

Wird man mit der neuen Meta-Vision unglücklicher sein als zuvor? Nicht unbedingt. Die wenigen Horizon-Worlds-Fans sind betrübt, weil sie ihre Community verloren haben, alle anderen hoffen, dass Meta seine Softwarestrategie endlich stringenter aufstellt. Außer die Wall Street meldet sich wieder und meint, der Konzern solle lieber mehr Geld in KI stecken. Dann gehen die Reality Labs vielleicht ganz über den Jordan. Wer angesichts dieser Unsicherheiten noch gerne die Hardware kauft, ist mir schleierhaft.


(bsc)



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betterCode() GenAI Summit: Jetzt noch Frühbucherticket für Mannheim sichern


GenAI verändert die Softwareentwicklung grundlegend und hat sich im Arbeitsalltag vieler Developer etabliert. KI-Agenten und -Tools übernehmen dabei nicht nur lästige Tipparbeit, sondern helfen bei komplexen Aufgaben. Um sicheren und effizienten Code zu erhalten, muss man aber auch ihre Risiken kennen.

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Die betterCode() GenAI fand 2025 und 2026 dreimal mit großem Erfolg als Online-Konferenz statt. Dieses Jahr wird es die Konferenz erstmals auch vor Ort geben. Im Juni startet der betterCode() GenAI Summit in Mannheim.

Die Konferenz zeigt, welche KI-Tools für welche Aufgaben geeignet sind und wie die KI-Integration effizient funktioniert. Außerdem thematisiert sie die Auswirkungen auf die Arbeit von Entwicklungsteams.

Das Programm des betterCode() GenAI Summit behandelt aktuelle Tools, Best Practices und Möglichkeiten, aber auch die Risiken und rechtlichen Rahmenbedingungen KI-gestützter Softwareentwicklung. Unter anderem gibt es Vorträge zu folgenden Themen:

  • Coding Agents im Praxiseinsatz: Auswahl und Orchestrierung
  • KI in der Praxis: Strategien zur Modernisierung komplexer Legacy-Systeme
  • Spec-Driven Development: Das Ende des Vibe Coding
  • Sicherheitsnetze für den sicheren Einsatz von Coding-Agenten
  • KI-generierter Code zwischen Effizienzgewinn und Rechtsrisiko
  • Design Patterns für das Zeitalter der Agenten

Noch bis zum 21. April sind die Tickets zum vergünstigten Frühbuchertarif von 999 Euro (zzgl. 19 % MwSt.) verfügbar.

Wer über den Verlauf der Konferenz informiert werden möchte, kann sich für den Newsletter eintragen.

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(rme)



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Europa will Astronauten zum Mond senden und hat mehr Pläne


Europa war maßgeblich an der jüngsten Mondmission „Artemis 2“ beteiligt und hat zudem eigene Pläne zur Erforschung des Erdtrabanten. Bei der „Artemis 2“-Mission der US-Weltraumagentur Nasa waren vier Astronauten um den Mond geflogen und am Samstag wieder auf der Erde eingetroffen.

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„Wir sind zurück im Spiel“, sagt Daniel Neuenschwander, Direktor für astronautische und robotergestützte Raumfahrt bei der europäischen Raumfahrtagentur Esa mit Blick auf Mondflüge der Menschheit. Seit 1972 war kein Mensch mehr in der Nähe des Mondes.

„Der aktuelle Flug zum Mond wäre ohne das Antriebssystem der Esa gar nicht möglich gewesen“, sagt Neuenschwander der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Esa hatte für die Mission das sogenannte European Service Module (ESM) geliefert. Es versorgte die Astronauten unter anderem mit Sauerstoff, Wasser und Strom. Zudem stellte es den Antrieb für die „Orion“-Kapsel, in der sie zum Mond flogen.

Schon bald sollen auch europäische Astronauten bei einer „Artemis“-Mission dabei sein. Mit „Artemis 3“ sollen entgegen ersten Planungen Astronauten noch nicht auf dem Mond landen. Das soll jedoch 2028 mit „Artemis 4“ geschehen. Esa-Chef Josef Aschbacher hatte vor Kurzem verkündet, Deutschland sei als erstes Land an der Reihe, wenn es um Esa-Astronauten für Mondmissionen gehe. Ihm steht für die kommenden drei Jahre ein Rekordetat von 22,1 Milliarden Euro zur Verfügung.

Die Esa selbst möchte 2030 mit dem unbemannten Mondlander Argonaut selbst Geräte zum Mond senden. Mitgebrachte Vehikel sollten sich dann über die Mondoberfläche bewegen, sagt Neuenschwander. Der erste Flug sei an Bord einer Ariane-6-Rakete vorgesehen. Der Argonaut soll dabei bis zu 1,5 Tonnen Fracht wie einen Rover oder wissenschaftliche Geräte auf die Mondoberfläche bringen.

„Ziel ist es, unser Verständnis vom Mond zu erhöhen“, sagt Neuenschwander. „Wir wollen zum Südpol.“ Dort sollen Ressourcen erkundet werden. Zudem sei die Sonnenbelichtung dort optimal für die Energiegewinnung.

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„Wir wollen dorthin, um zu bleiben“, sagt Neuenschwander. „Ziel ist langfristig eine europäische Forschungsstation mit Astronauten.“ Der Plan für den Weg zum Mond: „Bis 2030 zeigen, dass wir es können. Ab 2031 bauen wir Kapazitäten auf und vor 2040 eine permanente europäische Präsenz auf dem Mond“, sagt Neuenschwander. Die USA seien als Partner weiter wichtig. „Wir brauchen die USA beim bemannten Transport zum Mond.“

„Um auf dem Mond zu bleiben, müssen wir weiter an den Lebenserhaltungssystemen arbeiten“, sagt der Raumfahrtexperte. „Wie kann man Wasser aus dem Mond rausziehen, wie Sauerstoff generieren, wie die Crew vor Strahlen schützen? Wie kann man die Mondnacht überstehen, die eine Länge von 14 Erdtagen hat?“ Insbesondere Erkenntnisse zum Strahlenschutz seien auch für einen möglichen Flug zum Mars nützlich.

Mondprojekte haben laut Neuenschwander einen großen wissenschaftlichen Nutzen: „Wir verstehen auch die Erde besser und das Zusammenwirken von Mond und Erde beim Klima. Es geht auch um Ressourcen, wenn wir da sind.“ Daneben biete die Raumfahrt technologische Innovation, die auch in anderen Bereichen genutzt werden könne, etwa Roboter, die bei Katastrophen helfen.

Zudem gehe es um die Zusammenarbeit innerhalb Europas und um die mit den USA, Japan, Kanada und anderen Ländern. „Wichtig ist, es braucht Leuchtturmprojekte, die junge Menschen quer durch Europa inspirieren“, sagt Neuenschwander und hebt die bereits bestehende internationale Zusammenarbeit hervor: Bei „Artemis 2“ hätten allein aus Europa rund 100 Firmen aus 13 Ländern mitgemacht.

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(nen)



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Amazon Echo Studio im Test: Smart Speaker mit Heimkino-Modus


Beim Echo Studio dürften viele sofort an das zylinderförmige Design denken, durch das Amazons vernetzter Lautsprecher Anfang der 2020er-Jahre einen hohen Wiedererkennungswert erlangt hat. Damit ist in der Neuauflage Schluss: Der neue Echo Studio ist kugelrund wie ein großer Echo Dot Max – und zudem rund 40 Prozent kleiner als der Erstling. Passend dazu reduzierte sich das Gewicht um mehr als die Hälfte, von 3,5 auf 1,63 Kilogramm.

Laut Amazon bietet der neue Echo Studio trotzdem „kraftvolle Bässe und glasklaren Gesang“, mit passendem Quellmaterial dank Dolby-Atmos-Unterstützung auch immersiven 3D-Sound. Wir wollten nicht nur das prüfen, sondern interessierten uns vor allem für den neuen „Heimkino-Modus“. Der ermöglicht es, bis zu fünf der Lautsprecher und einen Echo-Subwoofer zu einem 5.1-Soundsystem zu koppeln – was bei einem Preis von 240 Euro pro Echo Studio aber ins Geld geht.

Weiterhin ist der neue Echo Studio wie viele Geräte der Reihe ein Smart-Home-Hub, der Zigbee und Matter unterstützt und als Thread Border Router dienen kann. Integrierte Sensoren lassen sich zudem etwa in Alexa-Routinen nutzen und sollen in Zukunft eine noch größere Rolle im smarten Heim spielen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Amazon Echo Studio im Test: Smart Speaker mit Heimkino-Modus“.
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