Künstliche Intelligenz
Monatlich kündbar: Der beste Handyvertrag im April – 100 GB Vodafone für 20 €
Wir haben die besten monatlich kündbaren Handytarife im April 2026 recherchiert. Besonders interessant sind 40 GB im 1&1-Netz für 9 Euro und 80 GB mit Vodafone für 12 Euro.
Unsere Übersicht zeigt die wirklich besten Tarife des Monats – handverlesen und mit Hinweis auf Haken und Kostenfallen. Wir staffeln sie nach Preisstufen bis 5, 10, 20 und 30 Euro. Einige der hier gezeigten Tarife bieten sogar unlimitiertes Datenvolumen an – sofern man mit dem O2-Netz leben kann. Alternativen in den Netzen von Telekom und Vodafone zeigen wir an anderer Stelle im Tarifrechner.
Alle hier gezeigten Tarife sind monatlich kündbar und SIM-only, also ohne Smartphone. Pro Preiskategorie zeigen wir das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im jeweiligen Netz. Zudem recherchieren wir zur Download-Geschwindigkeit sowie Kostenfallen wie Datenautomatik. Bei allen Angeboten ist eine Rufnummernmitnahme möglich. Genauere Details dazu gibt der Anbieter bei Tarifabschluss.
Top-Tarife im April 2026
Hierbei handelt es sich um eine Auswahl der aktuell besten Tarife. Es kann vorkommen, dass es in den vergangenen Monaten schon einmal bessere Deals gab.
- Vodafone: Callya Digital mit 100 GB im 5G-Netz (max. 300 MBit/s) für 20 Euro. Mit Code BONUS60 sind die ersten drei Monate kostenfrei
- Simon Mobile: dauerhaft 80 GB 5G (max. 150 MBit/s) Vodafone-Netz ab 12 Euro
- Klarmobil: 60 GB 5G (max. 50 MBit/s) Telekom-Netz für 20 Euro
- Bigsim: 40 GB 5G (max. 50 MBit/s) 1&1-Netz für 9 Euro
Jahrespaket mit HBO max
Im Rahmen von Waipu.tv Ostertainment gibt es jetzt 12 Monate lang das Perfect Plus Abo mit HBO Max Basis (mit Werbung) im Jahrespaket für nur 6,99 Euro im Monat anstatt 17,99 Euro. Das entspricht einer Ersparnis von über 60 Prozent und 11,00 Euro monatlich oder über 130 Euro im ersten Jahr.
Was hat sich zum letzten Monat geändert?
- Preise haben sich anbieterübergreifend erhöht
- Simon Mobile streicht die 70 GB für 10 Euro und bietet 80 GB für 12 Euro an an
- Congstar streicht den Anschlusspreis bei seinen Telekom-Tarifen
Bis 0 Euro
Wer sich nicht sicher ist, ob er im O2-Netz guten Empfang hat, kann das Netz kostenlos ausprobieren. O2 bietet eine kostenfreie Test-SIM. Der Tarif bietet für einen Monat gratis unbegrenztes 5G-Datenvolumen (max. 300 MBit/s) sowie Telefonie- und SMS-Flat. Eine Beantragung einer eSIM ist ebenfalls möglich. Nach der Testphase endet der Tarif automatisch. Weitere Kosten fallen nicht an.
Im 1&1-Netz bekommt man einen vollwertigen Handytarif mit monatlich 3 GB für 0 Euro. Eine Telefonie-Flat ist inklusive, eine Anschlussgebühr gibt es nicht. Den Tarif kann man sich über die GMX-App holen. Hierzu benötigt man einen Gratis-Mail-Account. Im Anschluss erscheint in der App im Menü der Punkt „Freephone“. Damit die SIM kostenfrei bleibt, gibt es eine Anforderung seitens GMX: „Dauerhaft kostenlos bei aktiver GMX Mail-App-Nutzung – 10 Aufrufe der App im Monat“.
Bis 5 Euro
Wer im O2-Netz eine gute Netzabdeckung hat, findet bei Simyo gerade 20 GB 5G (max. 50 MBit/s) für monatlich 6 Euro. Inkludiert sind Flatrates für SMS und Telefonie. Der Anschlusspreis liegt bei 0 Euro aktuell.
Im Telekom-Netz bietet die Telekom selbst den besten Tarif. Hier gibt es bei Magentamobil Prepaid S 1 GB (max. 300 MBit/s) im 5G-Netz samt Telefon-Flatrate innerhalb des Telekom-Netzes und 50 Freiminuten in andere Netze. Der Tarif kostet rund 5 Euro alle vier Wochen. 10 Euro gibt es als Wechselbonus.
Im 1&1-Netz bekommt man bei Big SIM 25 GB 5G (max. 50 MBit/s) für 7 Euro. Flatrates für SMS und Telefonie sind mit dabei, der Anschlusspreis liegt derzeit bei 10 Euro.
Hinweis zu 1&1: Der Anbieter baut derzeit sein eigenes Mobilfunknetz aus und nutzt für eine flächendeckende Versorgung seit August 2024 bei Lücken auch das Netz von Vodafone. Bestandskunden mit älteren 4G-Tarifen greifen hingegen noch auf das Netz des vorherigen Roaming-Partners O2 zurück.
Bis 10 Euro
Im O2-Netz führt Simyo mit seinem Deal. Hier gibt es 70 GB (max. 50 MBit/s) im 5G-Netz für monatlich 10 Euro. Flatrates für SMS und Telefonie sind dabei. Der Anschlusspreis liegt derzeit bei 0 Euro.
Fraenk bietet 25 GB mit 5G (max. 50 MBit/s) im Telekom-Netz für 10 Euro im Monat. Eine Rufnummernmitnahme ist möglich, Flatrates für SMS und Telefonie sind dabei. Der Anschlusspreis liegt bei einmalig 0 Euro.
Im Vodafone-Netz bietet Simon Mobile den besten Deal: ab 10 Euro gibt es 50 GB (max. 150 MBit/s) mit 5G bei Rufnummernmitnahme aus ausgewählten Netzen. Neben Flatrates für SMS und Telefonie ist auch Wi-Fi-Calling dabei. Einen Anschlusspreis gibt es nicht.
Im 1&1-Netz (gestützt durch Vodafone) gibt es bei Sim24 50 GB 5G (max. 50 MBit/s) für 10 Euro samt Flatrate für Telefonie und SMS. Der Anschlusspreis liegt bei 10 Euro.
Bis 20 Euro
100 GB (max. 50 MBit/s) 5G gibt es im O2-Netz bei Simyo für monatlich 14 Euro inklusive Flatrates für SMS und Telefonie. Der Anschlusspreis liegt bei 0 Euro.
Bei Fraenk im Telekom-Netz gibt es derzeit 50 GB (max. 50 MBit/s) im 5G-Netz der Telekom für 15 Euro im Monat durch die Aktion „Fraenkforfriends“. Insgesamt kann man bis zu 20 Freunde werben und erhält pro vermittelten Neukunden dauerhaft 5 GB mehr.
Bei Simon Mobile im Vodafone-Netz bekommt man 100 GB 5G (max. 150 MBit/s) für 19 Euro. Einen Anschlusspreis gibt es nicht, dafür aber Flatrates für SMS und Telefonie.
Im 1&1-Netz (gestützt durch Vodafone) bietet Big SIM einen Vertrag mit Unlimited On Demand im 5G-Netz (max. 50 MBit/s) für monatlich 14 Euro samt Flatrates für SMS und Telefonie. Der Anschlusspreis liegt bei einmalig 10 Euro. Der Tarif beinhaltet 40 GB Datenvolumen. On Demand kann man sich jederzeit 1 GB Datenvolumen dazubuchen, wenn die 40 GB aufgebraucht sind. Dies kann beliebig oft wiederholt werden.
Vodafone selbst hat hingegen die schnellste Internetgeschwindigkeit unter den monatlich kündbaren Tarifen. Im Prepaid-Tarif Callya Digital gibt es dauerhaft 100 GB im 5G-Netz mit maximal 300 MBit/s für 20 Euro. Es gibt Flatrates für SMS und Telefonie sowie 500 Freiminuten/SMS ins EU-Ausland. Mit dem Code BONUS60 erhalten Neukunden 60 Euro Guthaben und grundsätzlich 10 Euro bei Rufnummernmitnahme. Gut zu wissen: Vodafone bucht alle vier Wochen und nicht monatlich ab, man zahlt also mehr als 12 Beiträge pro Jahr. Einmalige Anschlusskosten gibt es nicht. Eine Kündigung ist monatlich mit einer Frist von einem Monat zur Vertragsverlängerung möglich.
Bis 30 Euro
Bei der Freenet-Marke Mega SIM bekommt man 250 GB 5G (max. 50 MBit/s) im O2-Netz samt Flatrates für SMS und Telefonie für 22 Euro im Monat. Der Anschlusspreis liegt aktuell bei 0 Euro.
Im Telekom-Netz führt Congstar mit seiner Allnet Flat L. Sie bietet 150 GB im LTE-Netz (max. 50 MBit/s) für 29 Euro – zuletzt waren es 100 GB. Pro Jahr als Kunde gibt es pro Monat dauerhaft 10 GB mehr. Der Anschlusspreis liegt aktuell bei 0 Euro. Es gibt Flatrates für SMS und Telefonie.
Im Netz von Vodafone bietet Simon Mobile derzeit einen Aktionstarif mit 250 statt 200 GB 5G (max. 150 MBit/s) für 25 Euro im Monat an. Flatrates für SMS und Telefonie sind inkludiert. Der Anschlusspreis liegt bei 0 Euro.
Smartphones
Wer ein neues Smartphone sucht, wird bei uns ebenfalls fündig. Unsere Bestenlisten vergleichen Mobilgeräte unterschiedlicher Preisklassen. Wir aktualisieren diese regelmäßig.
Einen Überblick zu den beliebtesten Smartphones gibt unser Preisvergleich:
Was ist der beste Tarif?
Monatlich kündbare Tarife bieten eine höhere Flexibilität gegenüber Laufzeitverträgen. Dafür sind Laufzeitverträge häufig beim Angebot attraktiver. Einen der besten Verträge gab es im November 2021 sowie im Mai 2022 von Freenet (ehemals Mobilcom-Debitel). Hier konnte man sich 50 GB im Vodafone- oder Telekom-Netz für monatlich 15 Euro mit LTE sichern; inklusive Flatrates für Telefonie und SMS.
Welches Netz ist gut?
Je nach Wohnort in Deutschland kann das Netz ganz unterschiedlich ausfallen. In München ist beispielsweise O2 im Innenstadtbereich hervorragend, in der U-Bahn und am Stadtrand aber nicht brauchbar. Vodafone bietet deutschlandweit eine hohe Abdeckung, ebenso wie das Netz der Telekom. Wer wirklich sichergehen will, ob das Netz am gewünschten Standort gut ist, findet beim jeweiligen Anbieter immer eine Karte zur Netzabdeckung. Zudem sollte man Freunde und Familie um Rat fragen, ob sie im gewünschten Netz einen guten Empfang haben.
Gleiches gilt grundsätzlich auch für das neue 1&1-Netz. Marken aus dem Unternehmen wie Winsim.de, Sim24.de & Co. werben mit günstigen Preisen um neue Kunden. Wir haben einige Leserbriefe erhalten, und das Netz schien zu Beginn katastrophal gewesen zu sein. Wir selbst nutzen das 1&1-Netz seit November 2024 und können prinzipiell Entwarnung geben. In unseren Versuchen in München (sowie Umland), Berlin und der Bahnstrecke München-Berlin hatten wir stabilen Empfang.
Was ist der Unterschied zwischen monatlicher und vierwöchiger Abrechnung?
Einige Tarife werden nicht nach Kalendermonat, sondern alle vier Wochen abgerechnet. Hier erfolgt die Rechnung alle 28 Tage, was in der Praxis etwas teurer ist. Man zahlt etwa 13 statt 12 Beiträge pro Jahr bei einer Abrechnung alle vier Wochen.
Fazit
Von Gratis-SIM bis unlimitiertes Datenvolumen für 30 Euro: Bei den von uns recherchierten Mobilfunktarifen ist alles dabei. Richtig gut sind aus unserer Sicht die Angebote von Simon Mobile, Sim24 und Dr. SIM fürs Vodafone-Netz, von Fraenk fürs Telekom-Netz und von Mega SIM oder Happy SIM fürs O2-Netz.
Wichtig ist, die Netzabdeckung in den Bereichen zu prüfen, in denen man sich regelmäßig aufhält. Die Qualität des Empfangs kann sich bereits über kurze Distanzen deutlich verändern. Die hier vorgestellten monatlich kündbaren Tarife eignen sich gut, um bei Bedarf unkompliziert ein anderes Netz zu testen. Einen Überblick zu allen Handytarifen bietet unser Tarifrechner bei heise online.
Künstliche Intelligenz
Studio Display XDR: Apple reduziert Preis mit VESA-Mount deutlich
Apple hat ohne weitere Ankündigung eine Ungerechtigkeit beim Studio Display XDR beseitigt. Zahlte man bislang sowohl für die VESA- als auch für die Standfußvariante gleich viel, sinkt der Preis für erstere nun deutlich: um satte 400 Euro, wie Apple auf seiner Homepage zeigt. Damit wird der deutliche Unterschied zwischen beiden Varianten sichtbar. Nutzer, die bereits gekauft haben, sollten sich bei ihrem Händler um eine Rückgabe oder eine Gutschrift bemühen.
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Neues Topmodell mit unverständlicher Preisgestaltung
Das Studio Display XDR ist Apples neuer Top-Bildschirm mit 120 Hertz Bildwiederholrate, Adaptive Sync, bis zu 2000 cd/m² Spitzenhelligkeit und großem DCI-P3-Farbraum. Es löst das veraltete Pro Display XDR ab, hat allerdings nur 27 statt 32 Zoll mit 5K- statt 6K-Auflösung. Bislang machte Apple zwischen der Variante mit VESA-Mount und der mit einem neigungs- und höhenverstellbaren Standfuß keinen Unterschied – beide kosteten 3499 Euro (Preis bei Apple).
Wirklich logisch war das nicht: Während der Standfuß aus komplexer Mechanik besteht und deutlich mehr Material aufweist, fertigt Apple den VESA-Mount aus einigen, wenn auch stabilen, Blechen, die mit dem Gehäuse verschraubt sind. Nach Kritik an der Preispolitik änderte der Konzern seine Vermarktungstaktik. Die VESA-Mount-Variante des Pro Display XDR kostet nun mit 3099 Euro deutlich weniger.
Apples teure Standfüße
Die Preisreduzierung gilt auch bei der zusätzlich bestellbaren Nanotextur-Beschichtung, einem Antireflexglas für Umgebungen mit hellen Lichtern oder Anspruch auf noch etwas genauere Farben. Die Version mit Standfuß kostet hier weiterhin 3799 Euro, während man mit VESA-Mount 3399 Euro zahlt. Somit fallen auch hier 400 Euro weniger an.
Bei der kleineren Variante des Studio Display XDR, dem Studio Display 2026, wird der neigungs- und höhenverstellbare Standfuß nicht standardmäßig mitgeliefert. Er kostet 400 Euro Aufpreis gegenüber einem nur in der Neigung verstellbaren Standfuß. Letztere Variante ist preisgleich mit einer alternativ verfügbaren VESA-Version. Beim Pro Display XDR lieferte der Hersteller einst gar keinen Standfuß mit – über 1000 Euro wollte Apple dafür zusätzlich haben. Der teure Ständer verschwand zusammen mit dem Pro Display XDR vom Markt.
(bsc)
Künstliche Intelligenz
Nothing plant KI-Brille mit charakteristischem Design
Das Londoner Start-up Nothing stellt designgetriebene Smartphones, Earbuds und Over-Ear-Kopfhörer her und im kommenden Jahr könnten die ersten Smart Glasses folgen. Laut Bloomberg ist ein KI-gestütztes Wearable dieser Art für die erste Jahreshälfte 2027 geplant. Die Brille soll mit Kameras, Mikrofonen und Lautsprechern ausgestattet sein und für KI-Funktionen auf Smartphones und die Cloud zurückgreifen. Das Gerät soll Aufgaben automatisieren und ein persönlicheres Nutzererlebnis bieten.
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Bei seinen Smartphones und Earbuds fällt Nothing durch transparente Gehäuse und LED-Elemente auf. Die gleiche markante Designsprache wolle das Start-up auf seine Smart Glasses übertragen, berichtet Bloomberg unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Der Gründer und CEO Carl Pei habe der Entwicklung einer smarten Brille zunächst skeptisch gegenübergestanden, habe jedoch kürzlich gegenüber Mitarbeitern erklärt, dass er nun eine „Multigeräte-Strategie“ verfolge. Neben den Smart Glasses seien auch neue Earbuds mit KI-Funktionen geplant, die im Laufe dieses Jahres erscheinen sollen.
Nothing wettet auf Künstliche Intelligenz
Die letzten beiden Smartphone-Produkte waren das Einsteigermodell Phone (4a) und das Mittelklassegerät Phone (4a) Pro, die beide diesen Monat in den Verkauf gingen. Das aktuelle Topmodell Phone (3) solle in diesem Jahr nicht durch ein neues Modell ersetzt werden, erklärte Pei Anfang des Jahres.
Nothing positioniert KI als Kern seiner künftigen Plattformstrategie. Mit dem im Betatest befindlichen Vibe-Coding-Werkzeug Playground können Nutzer des Phone (3) bereits heute per natürlicher Sprache eigene Widgets und Apps erstellen, teilen und herunterladen. Das Tool gilt als erster Grundpfeiler für das geplante KI-native Essential OS. Für dessen Entwicklung sammelte Nothing im vergangenen Jahr 200 Millionen US-Dollar ein.
Vor diesem Hintergrund sind KI-getriebene Smart Glasses eine logische Produkterweiterung: Sie sehen und hören das Gleiche wie ihre Träger und können sie so kontextsensitiv im Alltag unterstützen. Mark Zuckerberg sieht in der Kategorie deshalb das ultimative Hardware-Vehikel für KI. Ein Vorteil für Nothing wäre, dass das Unternehmen bereits ein eigenes Smartphone im Portfolio hat, das sich mit der KI-Brille verzahnen ließe. Bis 2027 dürften sich jedoch weitere Mitbewerber positionieren, die über denselben Vorteil verfügen. So soll Google noch in diesem Jahr KI-Brillen auf Basis von Android XR auf den Markt bringen und Apple angeblich im nächsten Jahr.
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(tobe)
Künstliche Intelligenz
Public Money, Public Code: Bund veröffentlicht KI-Module für die Verwaltung
Die deutsche Verwaltung gilt als Sinnbild für lahme Prozesse und dicke Aktenstapel. Doch beim Thema KI will der Bund zeigen, dass es auch anders geht. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat mit dem Projekt Spark eine Reihe von KI-Modulen veröffentlicht, die die Arbeitsweise in Behörden grundlegend verändern könnten.
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Eine Besonderheit ist der Ansatz der Veröffentlichung: Unter dem Leitsatz Public Money, Public Code stehen die Anwendungen für jeden auf der Plattform OpenCode zur Verfügung. Damit folgt das BMDS dem Ruf nach digitaler Souveränität und ermöglicht es Kommunen, Firmen und der Zivilgesellschaft, die Werkzeuge ohne Lizenzgebühren zu nutzen und weiterzuentwickeln.
Mit Spark sollen komplexe Planungs- und Genehmigungsverfahren, die bisher Monate oder gar Jahre dauerten, durch eine intelligente operative Assistenz beschleunigt werden. Die Finanzierung erfolgt über den Klima- und Transformationsfonds. Das Projekt soll Beschäftigte in den Genehmigungsbehörden von Routineaufgaben befreien, ohne Menschen zu ersetzen. Vielmehr bereite die KI die Flut an Informationen aus Antragsunterlagen so auf, dass Sachbearbeiter schneller zu einer fundierten Entscheidung kommen könnten. Das letzte Wort habe der Mensch.
Startpunkt Dokumentenprüfung
Technisch setzt Spark an, wo es bisher am meisten hakt: beim Sichten und Prüfen von Dokumenten. Die veröffentlichten Module decken typische Aufgaben wie die Zusammenstellung relevanter Daten aus Anträgen oder den formalen Check auf Vollständigkeit und Plausibilität ab. Das System soll dabei erkennen, wenn Dokumente fehlen oder Angaben widersprüchlich sind.
Das Herzstück bildet eine mit KI-Agenten unterstützte Rechtsdogmatik. Sie ist direkt an Gesetzesdatenbanken angeschlossen und kann Normen automatisiert dekonstruieren und juristisch bewerten. Im weiteren Verlauf sollen zusätzliche Module folgen, die sich auch der materiellen Prüfung und der Beschlusserstellung widmen.
Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sieht die Republik durch diesen Vorstoß weltweit in einer führenden Rolle bei KI-basierten Verwaltungsanwendungen. Erst im Februar sahnte das Projekt auf dem World Government Summit in Dubai den Preis für die beste KI-Nutzung in staatlichen Dienstleistungen ab. Die offene Bereitstellung des Quellcodes soll nun sicherstellen, dass kreative Köpfe die Module adaptieren und für verschiedene föderale Anforderungen optimieren können. Um diesen Prozess anzukurbeln, plant das BMDS für Juni einen zweitägigen Hackathon.
Sicherheit und technische Hürden
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Trotz der Euphorie mahnt das BMDS zur Sorgfalt bei der Implementierung. In den Begleitunterlagen findet sich ein Sicherheitshinweis: Der veröffentlichte Code sei als Referenz und Integrationsgrundlage zu verstehen, beinhalte aber keine fertige Sicherheitskonfiguration für den direkten Produktionseinsatz. Betreiber müssen die Anwendungen in ihren jeweiligen IT-Umgebungen härten, Zugriffsrechte definieren und sensible Daten sicher verwalten. Ein dediziertes Security-Review ist zwingend erforderlich, bevor die KI tatsächlich in produktive Genehmigungsverfahren eingebunden wird.
Für Entwickler soll der Einstieg aber hürdenarm sein. Die Module basieren auf einer Docker-Umgebung und lassen sich rasch aufsetzen. Die Konfiguration erfolgt über Skripte. Schnittstellen zu OpenAI-kompatiblen Endpunkten und lokalen Lösungen wie LiteLLM sind vorgesehen.
(mma)
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