Apps & Mobile Entwicklung
Nach Preiserhöhungen beim Steam Deck: Deshalb könnte die Steam Machine ab 1.200 Dollar kosten

Angesichts der Preiserhöhungen des Steam Deck OLED um mehr als 30 Prozent beträgt, stellt sich die Frage, wie viel die Steam Machine zum Release kosten wird. Ein bekannter Analyst hält einen Startpreis von 1.200 US-Dollar für realistisch.
Die Speicherkrise macht dem Hardwaremarkt weiterhin zu schaffen, was zu teils drastischen Preiserhöhungen führt, wie zuletzt beim Steam Deck OLED. Nun meldet sich Gaming-Analyst Mat Piscatella zu Wort und gibt eine Einschätzung zum Verkaufspreis der Steam Machine. Und der hat es in sich.
Steam Machine ab 1.200 US-Dollar?
Demnach rechnet der bekannte Analyst damit, dass Valve für die Steam Machine zum Launch bereits 1.200 US-Dollar in der Basisversion verlangen könnte. Zwar schränkt Mat Piscatella gegenüber Eurogamer ein, dass sich die Speicherpreise „derzeit rasend schnell verändern“. Doch es müsste „im Hinblick auf die Preiserhöhungen des Steam Deck damit gerechnet werden, dass wir vierstellige Preise für die Steam Machine sehen werden“.
Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass die Steam Machine „deutlich teurer oder sogar etwas günstiger“ als die von Analyst Piscatella vermuteten 1.200 US-Dollar ausfallen könnte. Denn „der [Hardware-]Markt verhält sich aktuell alles andere als normal“ und es gebe „verschiedene externe Faktoren, die sich darauf auswirken“, was eine Preiseinschätzung schwieriger als üblich gestaltet.
Komponentenkrise trifft gesamte Branche
Die aktuell wütende Komponentenkrise bewegte zuletzt nicht nur Valve zu Preiserhöhungen ihrer Hardware, sondern betrifft unter anderem auch die Nintendo Switch 2 und die PlayStation 5. Das könnte sich zu „einem echten Problem für den gesamten Gaming-Sektor“ entwickeln, wie ein weiterer Analyst, Chris Ding von The Game Business, gegenüber Eurogamer erklärt.
Demnach könnten sich die Preiserhöhungen von Gaming-Hardware „wahrscheinlich auf das Wachstum des gesamten Marktes auswirken“, so Chris Ding. Eine daraus folgende Wartehaltung der Großunternehmen könnte zudem neue Grafikkarten- oder Konsolen-Generationen (weiter) verzögern. Und wenn die aktuelle Hardware von Anwendern kaputt ist, wird ein Ersatz der Komponenten zunehmend schwieriger und kostspieliger.
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Paket Manager UniGetUI 2026.2.3: Update setzt Fokus auf Leistungsverbesserungen

Devolutions hat UniGetUI 2026.2.3 veröffentlicht und will mit dem Update für eine verbesserte Leistung, einen geringeren Ressourcenverbrauch und eine insgesamt flüssigere Bedienung sorgen. Zudem sollen mit NativeAOT Anwendungen künftig schneller starten. Weiter wurden Speicherverwaltung und GPU-Auslastung verbessert.
NativeAOT ab sofort Standard
Mit Version 2026.2.3 setzt UniGetUI erstmals standardmäßig auf NativeAOT für alle offiziellen Release-Pakete. Bei NativeAOT (Native Ahead-of-Time) handelt es sich um eine Technologie von Microsoft für das .NET-Ökosystem, die C#-Code bereits während des Build-Prozesses direkt in nativen Maschinencode übersetzt. Dadurch sollen sich die Startzeiten der Anwendung spürbar verkürzen, während gleichzeitig der Laufzeit-Overhead sinkt und sich die Gesamtleistung weiter verbessert.
Verschiedene Optimierungen für mehr Leistung
Ein weiterer Schwerpunkt des Updates liegt auf der Reduzierung des Ressourcenverbrauchs. So wurde die GPU-Auslastung unter anderem durch das Entfernen unnötiger Animationen unbestimmter Fortschrittsanzeigen deutlich gesenkt. Gleichzeitig optimierten die Entwickler das Laden und die Verwaltung von Paket-Icons, was sich sowohl positiv auf die Reaktionsgeschwindigkeit als auch auf den Speicherverbrauch ausgewirkt haben soll. Darüber hinaus merkt sich UniGetUI künftig die gewählte Sortierreihenfolge der Paketliste für jede einzelne Seite separat. Auch die Protokollansicht wurde überarbeitet und soll beim Erstellen neuer Einträge nun die aktuelle Scroll-Position beibehalten.
Von den Optimierungen profitiert auch die Navigation innerhalb der Anwendung. Das Scrollen durch Paketlisten und DataGrid-Ansichten soll nun deutlich flüssiger erfolgen. Darüber hinaus kehrt die andockbare Navigationsleiste zurück und unterstützt jetzt verschiedene Darstellungsmodi, darunter adaptive, angedockte und überlagernde Ansichten. Ebenfalls neu sind Toast-Benachrichtigungen sowie eine verbesserte Rückmeldung über laufende Vorgänge. Zudem erhalten Nutzer nun mehr Kontrolle über Paketoperationen. Abgerundet wird das Update durch einen neuen manuellen Modus für Installationen, Updates und Deinstallationen.
Diverse Fehler behoben
Neben den Neuerungen haben die Entwickler auch zahlreiche Fehler behoben. Dazu zählt unter anderem ein Problem, bei dem das Hauptfenster nach jedem Neustart unter Windows schrittweise größer wurde. Außerdem wurden Darstellungsfehler des Suchfeldes bei maximierten Fenstern, Lesbarkeitsprobleme von Flyout-Menüs bei Verwendung des Dark Modes auf der Release-Notes-Seite sowie fehlerhafte Textfarben in Protokollen nach einem Design-Wechsel korrigiert. Gleiches gilt für verschiedene Fehler in Installationsskripten.
Weitere Änderungen und Neuerungen können den Release Notes entnommen werden.
Ab sofort verfügbar
Das Update auf UniGetUI 2026.2.3 kann wahlweise über die integrierte Aktualisierungsfunktion des Paketmanagers angestoßen oder als vollständige Datei auf der Projektseite bei GitHub heruntergeladen werden. Alternativ lässt sich der Paket-Manager für Windows, macOS & Linux auch wie gewohnt bequem über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase beziehen.
Downloads
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4,7 Sterne
UniGetUI ist eine grafische Oberfläche für die Windows-Paketmanager Winget, Chocolatey und Scoop.
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Microsoft Outlook: Planner-Anbindung und neue Produktivitätsfunktionen kommen

Microsoft gibt nicht auf, Anwendern sein neues Outlook doch noch schmackhaft zu machen. Eine tief integrierte Anbindung an Microsoft Planner sowie weitere Funktionen zur Steigerung der Produktivität und einer engeren Verzahnung von E-Mail, Kalender und Aufgabenverwaltung sollen Nutzer von Outlook Classic zum Wechsel bewegen.
Stärkere Einbindung verschiedener Dienste
Microsoft will in den kommenden Wochen laut einem Eintrag im Microsoft-365-Dashboard mit der Einführung von Microsoft Planner im neuen Outlook für Windows beginnen. Die neue Integration soll standardmäßig aktiviert sein und das Verwalten von Aufgaben und Projekten direkt neben E-Mails, Kalender sowie weiteren Microsoft-365-Diensten ermöglichen. Nach Angaben von Microsoft soll die neue Einbindung den Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen deutlich reduzieren und den Arbeitsalltag dadurch effizienter gestalten. Der Software-Konzern reagiert damit auf zahlreiche Kundenwünsche nach einer engeren Verknüpfung von Aufgabenverwaltung und den täglich genutzten Produktivitätswerkzeugen.
Nach dem Update sollen sich E-Mails aus Outlook direkt in Planner übernehmen und unter anderem unmittelbar in Teams weiterverarbeiten lassen. Dadurch soll der Wechsel zwischen Outlook, Teams und Planner vereinfacht werden, ohne Aufgaben in jeder Anwendung einzeln anlegen zu müssen. Parallel dazu testet Microsoft die Planner-Integration auch innerhalb der Microsoft-365-Copilot-App, was die wachsende Bedeutung der Aufgabenverwaltung innerhalb des Microsoft-Ökosystems unterstreichen soll.
Zurückholen von E-Mails wird erweitert
Darüber hinaus unterstützt Microsoft mit dem Update erstmals das Zurückrufen versendeter E-Mails auch organisationsübergreifend zwischen verschiedenen Microsoft-365-Organisationen. Bislang stand diese Funktion ausschließlich innerhalb derselben Microsoft-365-Organisation zur Verfügung. Administratoren können dabei festlegen, welchen externen Tenants die neue Funktion zur Verfügung stehen soll. Über eine Positivliste lassen sich vertrauenswürdige Partnerorganisationen definieren, sodass der Nachrichtenrückruf kontrolliert organisationsübergreifend genutzt werden kann. Laut Microsoft soll die neue Funktion die Zusammenarbeit zwischen verbundenen Unternehmen verbessern und gleichzeitig die administrative Kontrolle gewährleisten.
Rollout in den nächsten Wochen
Die Einführung der neuen Funktionen soll laut Microsoft ab Mitte August 2026 beginnen und Anfang September 2026 abgeschlossen sein.
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Samsung SSD 990 im Test
Mit der SSD 990 erweitert Samsung sein Portfolio um ein sparsames Mainstream-Modell mit PCIe 4.0. Versprochen wird viel Leistung und eine hohe Effizienz zu einem „erschwinglichen“ Preis. Im Test muss sich der Neuling mit den Schwestermodellen 990 Evo und 990 Evo Plus sowie anderen PCIe-4.0-SSDs messen.
Die Samsung SSD 990 im Überblick
Auch wenn erst heute offiziell die Hüllen fallen, ist die neue Samsung 990 SSD für regelmäßige ComputerBase-Leser keine Überraschung mehr. Daran war Samsung selbst schuld, denn zwischenzeitlich gingen Produktseiten online, die wiederum zu ersten Einträgen im Handel führten.
Jetzt stellt Samsung das neue Modell der 990-Familie vor, das sich ganz ohne weiteres Namenskürzel neben 990 Evo (Test), 990 Evo Plus (Test) und 990 Pro (Test) einreiht.
Auf ein Hybrid-Interface mit PCIe 4.0 und PCIe 5.0 wie bei 990 Evo und 990 Evo Plus verzichtet Samsung diesmal und setzt ganz auf PCIe 4.0 x4. Der Durchsatz liegt deutlich höher als bei der 990 Evo, sodass sequenziell maximal 7.250 MB/s beim Lesen und 6.450 MB/s beim Schreiben im Datenblatt stehen. Damit rückt sie der 990 Evo Plus sehr nahe, ist dieser aber längst nicht ebenbürtig, wie die folgenden Abschnitte klären.
Samsung bewirbt den Leistungssprung gegenüber der 990 Evo sowie die angeblich hohe Energieeffizienz der neuen 990 SSD. Der Einsatz von „Advanced NAND Technology“ soll die Leistungsaufnahme gegenüber früheren Modellen um 38 Prozent verringern. An anderer Stelle ist aber von einer Steigerung der Effizienz um jene 38 Prozent die Rede und hier steht in einer Fußnote, dass mit der Samsung 990 Pro verglichen wird, die aber auch bei der Performance in einer anderen Liga spielt.
Mit der 990 SSD will Samsung den „Sweet Spot“ erreichen: Die SSD soll „schneller als herkömmliche SSDs“ und „kühler als extreme SSDs“ sein. Der Preis soll wiederum dem Mainstream-Sektor angemessen ausfallen.
Das von Samsung bereitgestellte Testmuster mit 2 TB Speicherkapazität liegt im gewohnten M.2-2280-Format vor. Die Platine ist einseitig bestückt. Unter dem Aufkleber auf der Vorderseite sitzen lediglich der Controller und ein NAND-Baustein; einen DRAM-Cache gibt es nicht. Die Rückseite trägt keine Komponenten, doch genau hier ist die Kühlfunktion zu finden: Erneut kommt ein Aufkleber mit integrierter Kupferfolie zum Einsatz. Dieser ist aber so kurz, dass er den Controller gar nicht erreicht. Effektiv hilft der Sticker also nur bei der Kühlung des NAND-Flash. Das war aber auch schon bei der 990 Evo der Fall.
Beim Controller vertraut Samsung wieder auf den hauseigenen 4-Kanal-Chip „Piccolo“, der auch auf 990 Evo und 990 Evo Plus zu finden ist. Das CPU-Package ist nicht vernickelt wie bei der 990 Evo Plus.
Zum eingesetzten NAND-Flash macht Samsung bisher keine näheren Angaben. Vieles weist darauf hin, dass es sich um QLC-NAND handelt, doch fehlte dafür bis zur Vollendung dieses Testartikels noch eine offizielle Bestätigung. Da es in der V8-Generation keine QLC-Variante gab und der V9 QLC wegen Problemen ausgesetzt wurde, wäre der Einsatz von V7 QLC mit 176 Layern eine Möglichkeit. Andererseits spricht Samsung in der Pressemitteilung von der „neuesten V-NAND-Technologie“. Das würde wiederum für den V-NAND der 9. Generation sprechen, den es nur noch als TLC-Version gibt.
Garantie und TBW im Vergleich
Bei NVMe-SSDs sind 5 Jahre Garantie üblich und das bietet Samsung in der 990-Familie auch bei den Modellen Evo und Evo Plus. Die neue Samsung 990 ohne Suffix muss hingegen mit 3 Jahren Garantie auskommen. Die Garantie erlischt vorzeitig, wenn vor Ablauf ein bestimmtes Schreibvolumen überschritten wird, die Total Bytes Written (TBW). Diese liegen mit 400 TB für das 1-TB-Modell und 800 TB für das 2-TB-Modell ebenfalls unter den Werten der Schwestermodelle.
Preise und Eckdaten
Ab dem heutigen 14. Juli geht die Samsung 990 SSD in den Verkauf. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt beim 1-TB-Modell bei 262,99 Euro und beim 2-TB-Modell bei 514,99 Euro. Damit liegen die Preisempfehlungen sehr hoch und alles andere als „erschwinglich“, wie Samsung wirbt. Doch die Erfahrung zeigt, dass die Preise bei breiter Verfügbarkeit im Handel deutlich unterboten werden. Dennoch sind SSD-Preise im Zuge der Speicherkrise allgemein momentan sehr hoch.
PCIe 5.0 vs. PCIe 3.0/4.0 und SATA im neuen Testsystem
Die Probanden müssen im Test gegen die High-End-Konkurrenz mit PCIe 5.0 wie der SanDisk WD_Black SN8100 (Test) und der Samsung 9100 Pro (Test) sowie die Flaggschiffe der PCIe-4.0-Generation in Form der WD_Black SN850X (Test) und der Samsung 990 Pro (Test) antreten. Auch ein Vergleich mit SSDs der langsameren Sorte auf Basis von PCIe 3.0 und SATA sowie mit externen Modellen wird gezogen.
Der Wechsel auf PCIe 5.0 seitens der SSDs machte auch einen Wechsel des Testsystems von ComputerBase nötig. Die Wahl fiel auf AMDs aktuelle AM5-Plattform mit einem B650E-Mainboard von Asus und dem mit 65 Watt TDP antretenden 12-Kern-Prozessor Ryzen 9 7900 (Test). Der primäre M.2-Slot des Mainboards erhält PCIe 5.0 x4 direkt über die CPU. Beim Betriebssystem fand ein Umstieg auf Windows 11 statt.
Nachfolgend werden die aktuell für SSD-Tests verwendeten Hard- und Software aufgelistet.
- Windows 11 Pro 22H2 22621.1413
- AMD Ryzen 9 7900
- Asus B650E-F Strix Gaming WiFi
- DDR5-5200, 38-38-38-84
- AMD-Chipsatztreiber 5.02.19.2221
- GeForce RTX 2080 Ti mit GeForce-Treiber 531.29
- GeForce RTX 3080 Ti mit GeForce-Treiber 552.22 (Zusatztest Direct Storage)
- SoftPerfect RAMdisk 4.4
- Asus BIOS 1222
Die Angabe und die dauerhafte Verwendung der konkreten Version von Windows 11 sind entscheidend, denn Microsoft hat zuletzt verstärkt an der Datenträger-Leistung im Explorer gearbeitet. So erzielt die neue Plattform beim Kopieren aus der RAM-Disk auf eine sehr schnelle SSD über 6,0 GB/s, während die alte Plattform mit denselben SSDs bei unter 2,5 GB/s an eine Grenze stieß. Auch das Kopieren auf der SSD ist mit dem neuen System und insbesondere mit dem aktuelleren Windows viel schneller. Die letzten inkrementellen Updates für Windows 11 22H2 brachten dabei noch einmal einen deutlichen Schub gegenüber der ersten Hauptversion aus dem 4. Quartal 2022 – mit der lag das Limit im Explorer noch bei knapp unter 4,0 GB/s.
Ein Benchmark musste raus
Zuletzt förderte der sogenannte Avocados-Benchmark, der offiziell als BulkLoadDemo für Microsofts DirectStorage-API bekannt ist, seltsame Ergebnisse zutage. Die eigentlich schnellsten Modelle konnten so nur kurzfristig die Spitzenleistung von rund 30 GB/s ermöglichen, brachen bei nachfolgenden Messungen aber spürbar ein, wodurch ihr Durchschnittswert geringer als erwartet ausfällt.
Mit Temperaturproblemen ist das nicht zu erklären, gerade weil neue Flaggschiffe viel weniger Energie benötigen als etwa die E26-Generation. Auch die sehr schnelle Corsair MP700 Pro XT (Test) verfehlte so das Spitzenfeld deutlich, was eigentlich nicht sein kann. Da die Ursache nicht zu ergründen war, verzichtet ComputerBase fortan auf diesen Benchmark.
Testergebnisse und Benchmarks
Das Testmuster wurde für die nachfolgenden Tests, sofern nicht anders vermerkt, unter dem SSD-Kühler des Asus ROG Strix B650E-F WiFi mit darüber blasendem 120-mm-Lüfter getestet.
Schreibleistung (SLC-Modus)
Wie ausdauernd der SLC-Modus ausfällt, testet ComputerBase wie folgt: Eine komprimierte RAR-Datei mit 10 GB Größe wird aus einer RAM-Disk mit fortlaufender Nummer in der Dateibezeichnung so oft ohne Pause auf die leere Test-SSD geschrieben, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist (grün). Für jeden Kopiervorgang wird die erreichte Transferrate protokolliert. Direkt nach dem letzten Transfer werden 50 Prozent der erstellten Dateien gelöscht. Im Anschluss wird der SSD für die interne Speicherverwaltung eine halbe Stunde Ruhe gegönnt. Dann wird sie abermals mit den RAR-Dateien vollgeschrieben (gelb). Der Test soll die Abhängigkeit des SLC-Modus vom Füllgrad der SSD ermitteln beziehungsweise aufzeigen, ob der einmal genutzte SLC-Modus sich nach Ruhephasen erholt.
Mit rund 5.000 MB/s schreibt die Samsung 990 im SLC-Modus, der für etwa ein Drittel der freien Speicherkapazität also rund 330 GB bei leerer SSD zur Verfügung steht. Danach fällt die Schreibrate wie üblich deutlich ab. Zunächst werden nur noch 220 MB/s erreicht, am Ende sind es rund 320 MB/s. Das Schreibniveau ist im Vergleich zu anderen SSDs der Mainstream-Kategorie gering und bei 320 MB/s mit einer Crucial P310 (Test) mit QLC-Speicher vergleichbar.
Dass SSDs mit QLC-NAND heute aber auch schneller schreiben können, bewiesen die SN5100 (Test) und die SN5000 (Test), die es auf über 400 MB/s bringen. Doch auch manche SSD mit TLC-NAND kann sehr langsam schreiben, wie sich bei der sonst sehr starken Crucial T500 (Test) offenbarte, mit der die neue Samsung 990 nur in diesem Punkt Schritt halten kann.
Samsungs 990 Evo (Test) und 990 Evo Plus (Test) schreiben selbst im schlechtesten Fall noch mit über 500 MB/s. Das Minimum der Samsung 990 Pro (Test) liegt sogar bei mehr als 1.200 MB/s.
- Schwarz/Weiß: NVMe-SSDs (PCI Express 5.0, M.2)
- Rot: NVMe-SSDs (PCI Express 4.0, M.2)
- Blau: NVMe-SSDs (PCI Express 3.0, M.2)
- Grün: Externe SSDs (USB, Thunderbolt)
- Gelb: SATA-SSDs (2,5 Zoll)
Hinweis: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind.
Leseleistung
Zur Überprüfung der praktischen Leseleistung wird der Installationsordner des Spiels Shadow of the Tomb Raider (SotTR, 32 GB) auf das Testmuster kopiert und anschließend in die RAM-Disk gelesen. Das Gegenstück sollte in diesem Fall also erneut keinen Flaschenhals darstellen. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Einen neuen Negativrekord für SSDs mit PCIe 4.0 stellt die Samsung 990 beim praktischen Lesetest auf. Mit rund 2.700 MB/s liegt sie zwischen der alten Samsung 960 Pro und der Crucial P5 (mit PCIe 3.0!) am hinteren Ende der internen SSDs im Testfeld der Redaktion. Bei hohem Füllstand wird es etwas besser, allerdings ist das wohl eher der größeren Speichermenge zu verdanken.
Kopierleistung
Als Kopiertest (Lesen + Schreiben) hat die Redaktion einen 195 GB großen Steam-Ordner mit fünf installierten Spielen auf der SSD dupliziert. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Im Kopiertest von ComputerBase hatten Samsung-SSDs zuletzt einen schweren Stand. Das neue Modell schneidet hier noch am besten ab, liegt aber weit hinter diversen Konkurrenzprodukten zurück. In der Mainstream-Klasse ist zum Beispiel die Team Group NV5000 (Test) mit Realtek-Controller deutlich schneller.
Gaming-Leistung
Aufgrund zuletzt nicht mehr nachvollziehbarer Resultate verzichtet die Redaktion auf den DirectStorage-Benchmark (Avocados). In diesem Abschnitt wird fortan nur noch der auf die Gaming-Leistung von Massenspeichern ausgerichtete 3DMark Storage verwendet.
Auf Augenhöhe mit Evo (im PCIe-4.0-Betrieb) und Pro aus der 990-Serie liegt die neue Samsung-SSD im 3DMark Storage. Das ist bisher das beste Resultat im Testbericht und reicht für die Mittelklasse.
Office-Leistung
Der Quick System Drive Benchmark des PCMark 10 soll leichtere Aufgaben im Alltag widerspiegeln. Das Szenario reicht vom Schreiben, Lesen und Duplizieren von Bilddateien über die Anwendung von Adobe Illustrator und Photoshop bis Microsoft Excel.
Noch besser schneidet die Samsung 990 im PCMark ab und kann sogar an das Spitzenfeld anknüpfen. Dabei helfen die niedrigen Latenzen, die als Stärke des Neulings auszumachen sind.
Theoretische Leistung
Der CrystalDiskMark hat sich quasi zum Standard-Benchmark der Branche gemausert und dient auch den SSD-Herstellern zur Ermittlung der beworbenen Leistungswerte. Wenig praxisnah, wird der Test an dieser Stelle zur Überprüfung der theoretischen Spitzenleistung verwendet.
Samsung verspricht bis zu 7.250 MB/s beim sequenziellen Lesen und 6.450 MB/s beim sequenziellen Schreiben. Zumindest lesend konnte die Redaktion die Vorgabe aus dem Datenblatt erreichen. Beim Schreiben blieb es jedoch wiederholt unter der Marke von 6.000 MB/s. Dass die Herstellerangaben nicht erreicht werden, ist selten, passierte aber schon mit anderen SSDs.
Beim wahlfreien Lesen (RND4K Q1T1) reicht es mit 65 MB/s für das untere Mittelfeld, knapp hinter dem Schwestermodell 990 Evo im PCIe-4.0-Modus. Die 990 Evo Plus holt mit dem gleichen Controller rund 73 MB/s heraus. Es ist gut möglich, dass „Piccolo“ hier höher getaktet ist.
Leistungsaufnahme
Positiv ist die geringe Leistungsaufnahme der Samsung 990 anzumerken. Maximal 5 Watt benötigt das 2-TB-Modell im Benchmark. Das ist noch ein Hauch weniger als bei der 990 Evo Plus (Test) und auch weniger als bei SSDs mit dem effizienten PCIe-5.0-Controller Phison E31T (hier Corsair MP700 Elite).
Allerdings zeigt auch hier Sandisk, wie es noch besser geht: Die insgesamt viel schnellere SN5100 (Test) benötigt noch etwa ein halbes Watt weniger.
Leistungsaufnahme seq. Lesen (CrystalDiskMark 8)
Temperaturen
Die Monitoring-Tools liefern bei der Samsung 990 zwei Temperaturdaten: einmal für den Controller und einmal für die Speicherchips (NAND). Ganz ohne Kühler nähert sich die Controller-Temperatur der Marke von 100 °C, wird also sehr heiß. Das tut allerdings der Leistung keinen Abbruch. Hinweise auf ein thermisch bedingtes Drosseln gibt es nicht. Mit Kühler sinken die Temperaturen deutlich, liegen aber angesichts der niedrigen Leistungsaufnahme noch auf relativ hohem Niveau.
Leistungsrating
Bestenfalls im unteren Mittelfeld landet die Samsung 990 im Durchschnitt der Leistungstests. Damit ist sie schneller als eine 990 Evo im PCIe-4.0-Modus und auch einen Tick flotter als die Kioxia Exceria Plus G3 (Test) aus der Mainstream-Ecke. Bei den SSDs mit QLC-Speicher schneiden Crucial P310 (Test) und vor allem die Sandisk SN5100 (Test) wesentlich besser ab.
Hinweis zum Diagramm: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind. Da nicht alle SSDs in demselben Umfang getestet werden konnten, bleiben einige Modelle mit dem Ergebnis „0“ außen vor.
Fazit
Die Samsung 990 ordnet sich insgesamt bei der Leistung zwischen 990 Evo und 990 Evo Plus ein. Allerdings besitzt sie eine große Schreibschwäche, wenn ihr der SLC-Zwischenspeicher ausgeht. Dann wird nur noch mit 220 bis 320 MB/s geschrieben. Das ist auch für ein Mainstream-Modell sehr wenig. Eine Samsung 990 Evo gleicher Größe schafft selbst im schlimmsten Fall noch über 500 MB/s und selbst manche SSDs mit QLC-NAND sind hier schneller als der Neuling von Samsung.
Bei den praktischen Tests landet die Samsung 990 SSD oftmals auf den hinteren Plätzen in der Liga der PCIe-4.0-SSDs. Im Grunde sind es nur die guten Resultate im 3DMark und im PCMark, die ihr im Durchschnitt aller Messungen noch einen Platz im Mittelfeld sichern. Zu loben ist dabei auch die niedrige Latenz.
Eine weitere Stärke ist die niedrige Leistungsaufnahme von maximal 5 Watt während des Benchmarks. Die 990 Evo Plus ist mit maximal 5,2 Watt allerdings nahezu gleichwertig und bei höherer Leistung zumindest ähnlich effizient. Die hohe Controller-Temperatur trübt bei der neuen 990 SSD zusätzlich das Bild, führte aber auch ganz ohne Kühler nicht zur Drosselung der Leistung.
- Gute Resultate im 3DMark und PCMark
- Niedrige Latenz
- Geringe Leistungsaufnahme
- Lesen/Schreiben in der Praxis langsam
- Schreibrate fällt auf 220 MB/s ab
- Hohe Controller-Temperatur
- nur noch 3 Jahre Garantie
Ob die Samsung SSD 990 trotz ihrer Schwächen dennoch einen Blick wert ist, lässt sich abschließend nicht beurteilen. Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen zum Start derart hoch, dass dies unwahrscheinlich anmutet. Allerdings werden Samsung-UVPs im freien Handel oftmals sehr deutlich unterboten.
Mehr Informationen zu SSDs gewünscht? Die 17. Episode von „CB-Funk – der ComputerBase-Podcast“ bietet Details satt. Welche Unterschiede gibt es eigentlich zwischen SATA und PCIe Gen 3 bis 5 sowie TLC und QLC? Wie testet die Redaktion, was gilt es beim Kauf einer neuen SSD zu beachten und welche Modelle sind empfehlenswert? Die 17. Folge CB-Funk liefert Antworten.
CB-Funk lässt sich nicht nur über den eingebetteten Podigee-Player abspielen, sondern auch bequem direkt in den Podcast-Apps eurer Wahl abonnieren und hören. Verfügbar ist der ComputerBase-Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Music und Deezer.
ComputerBase hat die 990 SSD unter NDA leihweise von Samsung zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungstermin.
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