Künstliche Intelligenz
NASA-Chef Isaacman kündigt Mondbasis und Marsraumschiff mit Atomantrieb an
Eine Präsenz auf dem Mond statt in seinem Orbit: Jared Isaacman, Chef der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (NASA), hat neue Pläne für das US-Mondprogramm vorgestellt. Die NASA will demnach eine dauerhafte Kolonie auf dem Mond errichten.
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„Die NASA hat das Ziel gesetzt, wieder das fast Unmögliche zu erreichen: noch vor Ablauf der Amtszeit von Präsident Trump zum Mond zurückzukehren, eine Mondbasis zu errichten, eine dauerhafte Präsenz aufzubauen und alles andere zu tun, was nötig ist, um die amerikanische Führungsrolle im Weltraum zu sichern“, sagte Isaacman. Sieben Jahre soll der Bau der Mondkolonie dauern und 20 Milliarden US-Dollar kosten.
Der Bau der Mondbasis soll in drei Phasen erfolgen: In der ersten will die NASA Fahrzeuge und andere Technik zur Erprobung auf den Mond bringen. Im nächsten Schritt soll auf dem Mond eine teilweise bewohnbare Infrastruktur entstehen, die regelmäßige Astronautenmissionen ermöglichen soll. Im letzten Schritt schließlich soll eine Basis entstehen, die dauerhaft bewohnt sein soll. Bei dem Projekt will die NASA auch Technik der Raumfahrtagenturen Italiens, Japans und Kanadas einsetzen.
Für die Mondkolonie will die NASA auf den Bau der Raumstation Gateway verzichten. Die Raumstation sollte in einer Mondumlaufbahn errichtet werden und als Zwischenstation für Missionen zum Mond und später zum Mars dienen. Für die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA) ist das eine schlechte Nachricht: Sie sollte am Bau der Station beteiligt sein.
Konkurrenzkampf der Weltraummächte
Die NASA sieht sich in Konkurrenz mit anderen Weltraummächten, allen voran China, das ebenfalls bemannte Mondmissionen sowie die Errichtung einer Mondbasis plant. „Die Uhr tickt in diesem Wettstreit der Großmächte“, sagte Isaacman. „Erfolg oder Scheitern werden in Monaten und nicht in Jahren gemessen.“
Isaacmans neuer Zeitplan ist ehrgeizig: Die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump endet mit der Amtsübernahme seines Nachfolgers im Januar 2029. Im Februar verkündete die NASA, erst bei der übernächsten Artemis-Mission auf dem Mond landen zu wollen. Artemis-3 soll demnach 2027 starten und verschiedene Tests als Vorbereitung auf die Mondlandung der Artemis-4-Mission durchführen. Diese hat Trump für 2028 festgesetzt.
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Laut Isaacman soll in den Folgejahren jeweils „mindestens eine Mondlandung pro Jahr“ stattfinden. Im Februar sprach die NASA sogar von der Möglichkeit einer zweiten Mondlandung im Jahr 2028. Aktuell hat die NASA jedoch Probleme, die Artemis-2-Mission auf den Weg zu bringen, die mit einer vierköpfigen Crew an Bord den Mond umrunden soll. Nach mehreren Startverschiebungen soll Artemis-2 am 1. April starten.
Neben der Mondbasis kündigte Isaacman weitere Projekte an: So will die NASA ein Raumschiff mit Nuklearantrieb auf dem Weg zum Mars bringen. Space Reactor-1 Freedom soll spätestens Ende 2028 starten. Es soll mehrere Hubschrauber wie den überaus erfolgreichen Ingenuity auf dem Mars absetzen.
Daneben will die NASA die auch nach dem Ende der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) eine menschliche Präsenz im niedrigen Erdorbit sicherstellen. Der ISS-Nachfolger soll zumindest in Teilen von Privatunternehmen gebaut und betrieben werden.
(wpl)
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Wasserstoff-Tankstellen? Förderung in Bayern stößt auf Desinteresse
Die Wasserstoff-Förderung der bayerischen Staatsregierung ist in den vergangenen Jahren wegen geringer Nachfrage größtenteils verpufft. Das geht aus der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf Landtags-Anfragen der Grünen hervor. Demnach war die Förderung von Wasserstoff-Tankstellen wenig gefragt. Auch beim Bau von Elektrolyseuren – das sind Produktionsanlagen für Wasserstoff – wurde bis 2025 nur ein kleiner Teil der zugesagten finanziellen Förderung tatsächlich abgerufen und ausgegeben.
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„Förderung sinnloser Projekte“
Wie dem Schreiben des Ministeriums zu entnehmen ist, sagte die Staatsregierung von 2018 bis 2025 knapp 61 Millionen Euro Förderung für Wasserstoff-Tankstellen zu. Von dieser Summe wurden aber nur 16,3 Millionen Euro abgerufen. In fünf Fällen zahlten die Geförderten insgesamt neun Millionen Euro sogar zurück – mutmaßlich, weil die Projekte nicht verwirklicht wurden. Das Tankstellen-Programm ist mittlerweile ausgelaufen. Die Grünen-Abgeordneten Martin Stümpfig und Markus Büchler werfen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger deswegen Steuergeldverschwendung und „Förderung sinnloser Projekte“ vor.
Nur 20 statt 100 H2-Tankstellen
Der Freie-Wähler-Chef hatte über Jahre die Werbetrommel für Wasserstoff als Energieträger der Zukunft gerührt. Aiwangers Ziel waren 100 Wasserstoff-Tankstellen, nach Angaben der Grünen sind es bloß 20 geworden. Für den Bau von Elektrolyseuren sagte die Staatsregierung laut Ministeriumsschreiben 2024 und 2025 knapp 120 Millionen Euro zu, davon tatsächlich ausgezahlt wurden 2025 nur 4,1 Millionen. Das Ministerium verweist in seiner Antwort auf die Anfrage darauf, dass Fördergelder häufig nicht im Jahr der Zusage abgerufen werden, sondern später.
Daneben gibt es noch ein bayerisches Energieforschungsprogramm, das offenkundig sehr viel besser nachgefragt ist: Von insgesamt knapp 142 Millionen Euro zugesagten Forschungszuschüssen war demnach bis Ende 2025 mehr als die Hälfte abgerufen.
Die Bundesregierung will ein sogenanntes Wasserstoff-Kernnetz, vorrangig für Abnehmer in der Industrie, aufbauen. Dass Wasserstoff sich jedoch auch als Brennstoff für Heizung oder Auto durchsetzt, gilt unter Energiefachleuten wegen der hohen Produktionskosten als sehr unwahrscheinlich. Abgesehen davon müsste Deutschland einen beträchtlichen Teil des Wasserstoffs ebenso importieren wie bisher Erdgas.
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Mehr über Wasserstoff als Energieträger
(fpi)
Künstliche Intelligenz
Video, Foto, Siri: Was Apple für seine Kamera-App in iOS 27 plant
Apple erweitert einem Bericht zufolge die Möglichkeiten, mit KI die Umgebung zu erkunden: Dazu soll die in iOS integrierte Kamera-App mit der nächsten großen Betriebssystemversion erstmals einen „Siri-Modus“ erhalten. Die Funktion ähnelt offenbar der bekannten Visual Intelligence (deutscher Begriff: „visuelle Intelligenz“), die man jetzt schon flott mit iPhones, die über einen Knopf zur Kamerasteuerung verfügen, aufrufen kann. In iOS 27 soll man die Kamera-App neben dem Foto-, Video-, Portrait- oder Panorama-Modus auch in den besagten Siri-Modus schalten können, schreibt Bloomberg. Der Auslöseknopf verwandelt sich dann in das Apple-Intelligence-Logo.
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Visual Intelligence prominenter platziert
Sinn der Sache ist offenbar, Visual Intelligence prominenter zu platzieren. Apple verwendet derzeit eine Mischung an lokaler KI, Google-Suche sowie Features von OpenAI ChatGPT, um den Dienst zu betreiben. So kann man etwa Konzerte und andere Termine auslesen und ans iPhone übertragen, Gegenstände bei Google suchen, Objekte wie Tiere und Pflanzen erkennen oder sich von ChatGPT über die fotografierten Inhalte informieren lassen. Ob all diese Features auch im Siri-Modus in der Kamera-App bereitstehen, ist noch unklar – die Wahrscheinlichkeit ist aber groß.
Geplant sind aber auch neue Funktionen. So soll das System Nährwerttabellen erkennen und auswerten können. Bereits bekannt ist außerdem, dass mithilfe von Visual Intelligence auch Tickets und Mitgliedskarten in Apple Wallet sowie Kontakte etwa aus Visitenkarten erstellt werden können, letzteres wohl auch im Siri-Modus.
Wohl die beliebteste Apple-Intelligence-Funktion
Das Visual-Intelligence-Feature gehört aktuell zu den beliebtesten Funktionen von Apple Intelligence. Im Gegensatz zu den eher unterdurchschnittlichen Bild- und Textgeneratoren (Image Playground und Writing Tools), die Apple implementiert hat, bietet die Funktion echten Mehrwert im Alltag – insbesondere bei Geräten mit Kamerasteuerung. Entsprechend sinnvoll erscheint es, dass Apple die Funktion weiter in den Mittelpunkt rückt.
iOS 27 wird im kommenden Monat auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 vorgestellt. Das Betriebssystem dürfte dann, sollte Apple wie gewohnt vorgehen, im September zusammen mit neuen iPhone-Modellen auf den Markt kommen. Weiteren Berichten zufolge will Apple in iOS 27 auch die KI-gestützten Fotowerkzeuge verbessern, unter anderem mit einer Fill- und Enhance-Funktion. Außerdem ist ein Reframing von Spatial-Fotos angedacht, also ein KI-gestützter Perspektivwechsel für 3D-Aufnahmen. Siri soll zudem erstmals als eigene App erscheinen.
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(bsc)
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Makey:Lab jetzt erhältlich: Das Innovations-Labor für junge Erfinder
Makey:Lab richtet sich an junge Tüftler, Einsteiger und Bildungseinrichtungen, die Technik nicht nur benutzen, sondern selbst verstehen und gestalten wollen. Im Mittelpunkt stehen eigene vernetzte Geräte, Sensorik und praxisnahes Lernen. Die Grundlagen des Programmierens werden nicht abstrakt vermittelt, sondern direkt über praktische Projekte aus der eigenen Lebenswelt entdeckt.
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Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier und langjähriger Projektarbeit im Bildungsbereich, stellt Makey:Lab vor allem eines in den Mittelpunkt: Lernen durch Machen. Makey:Lab versteht sich als „Innovations-Labor für junge Erfinder“ – ein Werkzeug, das Neugier fördern und Menschen dabei unterstützen soll, eigene Ideen praktisch umzusetzen. Statt trockener Übungen entstehen Wetterstationen, Umweltmessgeräte, digitale Helfer oder vernetzte Alltagsprojekte. Auch eigene Robotik- und Automatisierungsprojekte lassen sich mit Makey:Lab umsetzen.

Makey:Lab ist nun im Heise-Shop erhältlich.
Das System basiert auf einem ESP32-Mikrocontroller und verbindet Hardware, Sensorik und Software mit einem umfangreichen Playbook voller Projekte, Erklärungen und Experimente. Die Hardware ist dabei bereits vollständig aufgebaut, verlötet und sofort einsatzbereit – statt eines klassischen Bausatzes ermöglicht Makey:Lab den direkten Einstieg in eigene Projekte. Im Zentrum steht dabei die „IoT-Werkstatt“, eine visuelle Entwicklungsumgebung mit grafischen Programmierblöcken, die den Einstieg in Elektronik, Sensorik und vernetzte IoT-Anwendungen besonders niedrigschwellig gestaltet. Vom ersten eigenen Experiment bis hin zu komplexeren IoT-, Umwelt- und Automatisierungsprojekten wächst das System mit den Fähigkeiten seiner Nutzer. So lassen sich beispielsweise Gasteilchen in der Luft messen (VOC-Werte), um den Reifegrad von Früchten zu bestimmen, oder Messwerte und Warnmeldungen direkt vom Makey:Lab per WhatsApp auf das Smartphone senden.

Makey:Lab Playbook Seite 1
Heranwachsende entdecken digitale Werkzeuge kreativ, selbstbestimmt und im eigenen Tempo. Eltern erhalten eine Möglichkeit, Interesse an Innovation, Kreativität und eigenständigem Lernen ihrer Kinder gezielt zu fördern. Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen profitieren von einem praxisnahen System, das projektorientiertes Lernen unterstützt und moderne Zukunftsthemen greifbar vermittelt. Die IoT-Werkstatt wird an der Hochschule Trier unter anderem zur Ingenieursausbildung eingesetzt. Gleichzeitig eignet sich Makey:Lab auch für Makerspaces, Projektgruppen, Berufsschulen, Auszubildende und technische Berufseinsteiger oder einfach für autodidaktisches Lernen zu Hause.

Das Set besteht aus der Makey:Lab Platine, einem USB-Datenkabel und dem Playbook.
Makey:Lab ist ab sofort für 119,90 Euro im heise-Shop erhältlich. Für Bildungseinrichtungen, Makerspaces und Projektgruppen stehen bereits passende Mehrfach- und Klassenset-Lösungen zur Verfügung, Anfragen bitte per Mail. Eine speziell auf Schulen zugeschnittene EDU-Version mit ergänzenden Unterrichts- und Begleitmaterialien befindet sich ebenfalls bereits in Vorbereitung.
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(pan)
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