Connect with us

Apps & Mobile Entwicklung

Nvidia GeForce Now App für Linux im Test


Nach einer nativen App für das Steam Deck mit Linux (SteamOS) steht ab sofort auch für Desktop-Linux eine native GeForce Now App bereit. Sie bietet mit dem richtigen Tarif alle RTX-5000-Features und macht, sofern per Cloud-Streaming verfügbar, bis dato ausgesperrte Anti-Cheat-Titel unter Linux spielbar. Ein Erfahrungsbericht.

GeForce Now als native App für Linux

Über ein Jahrzehnt steht Spielern der Game-Cloud-Streaming-Dienst GeForce Now bereits zur Verfügung. Mit dedizierten Apps für verschiedene Endgeräte macht Nvidia das Spielen (fast) unabhängig von der Hardware des Clients möglich – auch auf immer mehr Fernsehern von LG und Samsung. Was lange fehlte, war eine native App für Linux.

Zwar war es auch ohne App bislang unter Linux möglich mit einem kompatiblen Browser GeForce Now zu nutzen. Doch eine native App verspricht mehr Funktionen und vor allem einen einfacheren Umgang – gerade dann, wenn das System mit der App im Autostart zum Spielen am TV genutzt werden soll.

Der Linux-Client startet als Beta

Vor einem Jahr kam dann endlich Bewegung in Nvidias Linux-Anstrengungen: Zur CES 2025 wurde eine App für das Steam Deck angekündigt und im Sommer auch geliefert. Auf der CES 2026 folgte dann die Ankündigung für den nativen Linux-Client. Heute startet er in die Beta.

Die native GeForce Now App unter Linux.
Die native GeForce Now App unter Linux.

Fast alle bekannten Features mit an Bord

Dabei werden Auflösungen bis 5K mit 120 FPS oder 1080p mit 360 FPS für unterstützte Spiele möglich. Nutzer von RTX-5000-Grafikkarten erhalten dabei auch die Möglichkeit für einen noch hochwertigeren Stream mit 4:4:4-Chroma-Subsampling, AV1-Streaming gibt es hingegen unter Linux noch nicht.

Die Auflösung des Streams lässt sich bis 5K einstellen.
Die Auflösung des Streams lässt sich bis 5K einstellen.
Auch 360 FPS sind möglich, eine entsprechend gute Internetverbindung vorausgesetzt.
Auch 360 FPS sind möglich, eine entsprechend gute Internetverbindung vorausgesetzt.
Mit Nvidia-Grafikkarten ist auch die Auswahl besseren Chroma-Subsamplings möglich.
Mit Nvidia-Grafikkarten ist auch die Auswahl besseren Chroma-Subsamplings möglich.

Circa 2.300 Titel bietet Nvidia über GeForce Now sofort spielbar an. Nutzen können Spieler davon diejenigen, die sie in den bekannten Game-Launchern (Steam, Ubisoft, EA etc.) selbst besitzen – die Launcher werden dafür mit GeForce Now verknüpft. Circa 2.000 weitere Spiele lassen sich mit dem neuen Install-to-Play-Feature spielen, auch hier vorausgesetzt, der Nutzer besitzt den Titel. Ohne Mehrkosten stehen dafür 100 GB Speicher zur Verfügung. Alle Informationen zum aktuellen Stand bei GeForce Now (unter Windows) liefern die folgenden Artikel:

  • Nvidia: GeForce Now erhält RTX 5080, höhere Bildqualität und mehr
  • GeForce Now App: Native Unterstützung für Desktop-Linux und Fire TV in Kürze

Sicher sein, dass ein Titel über GeForce Now spielbar ist, dürfen sich Nutzer allerdings nie. Denn der Katalog kann wechseln und Publishern steht es frei, ihre Titel von Cloud-Streaming per se auszuschließen. Das ist und bleibt eine Einschränkung. Aber es gibt auch sehr viele Vorteile – auch ganz explizit für Linux.

Mit GeForce Now gegen Linux-Schwächen

Während Linux-Gaming mit Windows-Spielen immer besser läuft (Test), bleiben Kompatibilitätsprobleme je nach eingesetzter Hardware, aber auch Schwierigkeiten mit Anti-Cheat – Fortnite als prominentes Beispiel ist deshalb zum Beispiel raus.

Insbesondere ältere Hardware ohne Vulkan-Unterstützung und damit ohne Möglichkeit moderne Spiele von DirectX in Vulkan zu übersetzen („Proton“), wie es bei vielen Windows-10-Rechnern ohne Windows-11-Upgrade der Fall sein dürfte, ist betroffen. Doch auch Spieler, die zwar von Windows auf Linux wechseln, allerdings nicht auf bestimmte Spiele verzichten möchten, scheuen sich weiterhin. Für beide Probleme verspricht Game-Streaming aus der Cloud eine Lösung zu sein.

Die Systemanforderungen

Da die Last des Renderns bei GeForce Now auf Nvidias Serverfarmen liegt, obliegt es dem Client nur noch die vom Server gelieferten Videodaten zu dekodieren. Entsprechend ist weniger die Leistung des eigenen Systems entscheidend, sondern dessen Feature-Unterstützung:

So verlangt die GeForce Now App für Linux die Fähigkeit H.264- und H.265-Vulkan-Video-Codecs zu verarbeiten. Die Unterstützung sollte in der Regel schon seit Jahren gegeben sein. Nvidia selbst nennt die GeForce-10-Serie als Einstieg an.

In der aktuellen Version ist die GeForce Now App zudem nur für x86-Systeme verfügbar. Sie begnügt sich dabei mit zwei CPU-Kernen (ab 2,0 GHz) und 4 GB RAM. Doch auch die Software ist entscheidend. Für Intel- und AMD-Systeme gibt Nvidia Mesa ab Version 24.2.8 an. GeForce-Grafikkarten benötigen hingegen den Treiber 580.126.09 oder neuer.

Dank Flatpak nicht nur für Ubuntu

Offiziell verlangt Nvidias Linux-Client nach Ubuntu 24.04 LTS. Dennoch sollte die App auf den gängigsten Linux-Distributionen laufen – denn sie basiert auf Flatpak. Wenn also die restlichen Systemanforderungen erfüllt sind und Flatpak aktiv ist bzw. nachinstalliert wurde, lässt sich GeForce Now durch einfaches Ausführen auf dem System installieren. Auch mögliche Abhängigkeiten werden dabei während des Installationsprozesses von Flathub bezogen.

Der Installer kümmert sich auch um die Deinstallation bzw. Neuinstallation von GeForce Now.
Der Installer kümmert sich auch um die Deinstallation bzw. Neuinstallation von GeForce Now.

Anschließend muss lediglich der Login mit den eigenen Daten erfolgen, wofür die App allerdings den Standard-Browser aufruft.

Erfahrungsbericht unter Linux

ComputerBase hatte bereits früher über GeForce Now berichtet und sich auch die native GeForce Now App für das Valve Steam Deck angeschaut. Durch sie konnten entscheidende Schwächen des Steam Deck ausgeglichen werden, denn die Leistung des Handhelds spielte keine Rolle mehr und auch die Laufzeit vergrößerte sich deutlich. Neben der besseren Bildqualität und dem modernen Upscaling (DLSS 4.5) sowie Frame Generation konnte GeForce Now auf dem Handheld auch durch die Anti-Cheat-Kompatibilität mehr aus Valves mobiler Linux-Konsole holen.

Keine Probleme mit CachyOS und Wayland

Als Basis für die ersten Gehversuche mit der neuen Linux-App diente CachyOS mit installierter Flatpak-Unterstützung. Auch wenn es sich nicht um die aktuelle Empfehlung für die Verwendung von GeForce Now handelt, verliefen sowohl die Installation als auch die Nutzung problemlos. Auch hat die Redaktion sowohl mit einer Radeon- als auch einer GeForce-Karte die App betrieben. Dabei gab es, wie von Nvidia versprochen, auf der eigenen Karte das bessere Chroma-Subsampling zur Auswahl.

Nvidias Empfehlung für die eigenen Grafikkarten nennt einen 580er-Treiber und X11 als Fenstermanager. Dennoch gelang es im Test auch mit Wayland und einem 590er-Treiber das Spielestreaming zu nutzen. Mehr dazu in einem späteren Abschnitt.

AAA, Raytracing und Anti-Cheat läuft (meist)

Angespielt wurden mehrere Titel, darunter Claire Obscure, Oblivion Remastered, Hogwarts Legacy, Cyberpunk 2077, Final Fantasy XVI und Kingdom Come: Deliverance 2; also alles Spiele, die entweder starke Hardware oder kurze Reaktionszeiten abverlangen. Probleme gab es keine, was direkt Gedankengänge um Windows-freie „Konsolen“-Alternativen auf Mini-PCs wachsen ließ.

Doch zurück zu den getesteten Spielen: Insbesondere das leistungshungrige Raytracing, das beim Spielen von Windows-Spielen unter Linux mit einer GeForce oft 20 bis 30 Prozent Leistung im Vergleich zu Windows kostet, läuft über GeForce Now deutlich schneller. Und aus bis dato unspielbaren Anti-Cheat-Titeln wie Fortnite oder auch F1 25 wird über GeForce Now ein Spielerlebnis. Immer vorausgesetzt, das Spiel ist im Katalog verfügbar.

Oblivion Remastered via GeForce Now.
Oblivion Remastered via GeForce Now.

Anpassung an zu wenig Bandbreite

Während des Testens trat auch ein Problem mit der eigenen Internetanbindung auf, sodass unfreiwillig auch getestet wurde, wie sich GeForce Now mit reduzierten Downstream-Kapazitäten schlägt: GeForce Now versucht die verfügbare Bandbreite bestmöglich zu nutzen und überlässt es dabei dem Spieler vorzugeben, ob diese für Bildqualität oder Latenz genutzt werden soll. Wer auf Grafikqualität verzichtet, kann selbst mit schwacher Internetleitung mit kaum merklicher Latenz spielen.

Auch mit eingeschränkter Internetverbindung, wie hier in Hogwarts Legacy, ist Spielen möglich.
Auch mit eingeschränkter Internetverbindung, wie hier in Hogwarts Legacy, ist Spielen möglich.

Noch fehlt etwas Feinschliff

Insgesamt funktioniert GeForce Now für Linux mit der nativen App als Beta bereits gut. Dennoch gibt es einige Punkte, welche die Entwickler noch angehen sollten.

Das fängt bei der Zweiklassengesellschaft im Bereich der Fenstermanager an. Während für AMD- und Intel-Grafikkarten Wayland empfohlen wird, empfiehlt Nvidia für die eigenen GeForce-Grafikkarten noch X11.

Auch von anderen Versionen der App bekannte Features fehlen noch. So gibt es aktuell keine Unterstützung für den AV1-Codec. Auch HDR bereitet noch Probleme und Cloud-GSync fehlt ebenfalls. Insgesamt dürften die Einschränkungen allerdings nur bei den wenigsten Spielern zum Problem werden.

Drei Tarife zur Auswahl

Wer in GeForce Now einsteigen möchte, hat die Wahl zwischen drei Tarifen, der Zugang ist an keine Plattform gebunden.
Free, Performance und Ultimate stehen zur Verfügung, wobei Free – wie der Name bereits suggeriert – kostenlos mit Werbung zur Verfügung steht. Dafür ist die Spielzeit und Auflösung begrenzt und auch der Spielkatalog umfasst nur etwa die Hälfte der Titel (kein Install-to-Play). Ebenfalls begrenzt ist die Leistung der zur Verfügung stehenden Hardware.

Monatliche Preise bei GeForce Now.
Monatliche Preise bei GeForce Now. (Bild: Nvidia)

Mehr Spiele, Leistung, RTX und Auflösung gibt es mit dem Performance-Modell für 10,99 Euro im Monat. Dabei entfällt nicht nur die Werbung, auch steigt die Auflösung von 1080p auf 1440p. Spielsitzungen können ganze 6 Stunden andauern – im Gegensatz zu einer Stunde im Free-Modell.

Für 21,99 Euro steigt die Leistung und damit die Grafikqualität des Streams deutlich an. Gerendert wird nämlich mit der Leistung einer RTX 4080. 4K-Auflösung und 240 FPS sind möglich. Auch lässt sich zwei Stunden mehr am Stück spielen als mit Performance. Als Besonderheit gibt es in ausgewählten Spielen auch RTX-5080-Performance, wobei dadurch bis zu 5K-Auflösung, 360 FPS und DLSS 4 inklusive Multi-Frame-Generation möglich sind.

Neu seit 1. Januar ist, dass fast alle Nutzer von GeForce Now und damit erstmals auch Bestandskunden ein monatliches Stundenlimit für den Streaming-Service haben.

Bis jetzt galt dies nur für Registrierungen nach dem 1. Januar 2025. 100 Stunden können maximal im Monat gespielt werden. Sowohl für das Ultimate- als auch für das Performance-Abo gilt dieser Wert, gegen einen Aufpreis kann die Stundenanzahl auch erweitert werden. Mitglieder mit dem „Founders Status“, also die ersten Nutzer der Plattform überhaupt, sind von dieser Änderung nicht betroffen, sofern sie dauerhaft aktiv waren.

Fazit

Eine GeForce Now App für Linux ist nur konsequent, nachdem Nvidia im vergangenen Jahr das Steam Deck versorgt hatte. Auf dem Linux-Handheld kann Game-Streaming auch anspruchsvolle Spiele, oder längere Sessions im WLAN ohne Ladekabel möglich machen. Auf dem Linux-Desktop dürften Nutzer eher aufgrund von Kompatibilitätsproblemen oder Anti-Cheat-Inkompatibilitäten auf den Dienst schielen.

Denn wer zwar zur Linux wechseln möchte, aber Aufgrund von Anti-Cheat- oder anderer Kompatibilitätsprobleme nicht wechseln kann, findet in GeForce Now – gegen Gebühr – eine potenzielle Lösung – sofern das Spiel im Katalog ist. Ebenfalls profitieren Windows-10-Umsteiger, deren Rechner nicht mehr für Windows 11 geeignet sind – und dabei oft auch nicht mehr genug Leistung für moderne AAA-Spiele haben.

Insgesamt ist die Umsetzung der App schon zum Start der Beta gelungen. Die Installation der App ist dank Flatpak einfach möglich und mit fast jeder Linux-Distribution kompatibel – wenn die anderen Systemvoraussetzungen erfüllt sind. Wenn jetzt noch die fehlenden Features nachgereicht werden, könnte für viele Spieler eine weitere Hürde auf dem Weg hin zu Linux genommen sein. Die Abo-Pille muss man dafür allerdings schlucken.

ComputerBase hat die GeForce Now App für Linux vorab von Nvidia unter NDA zum Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.



Source link

Apps & Mobile Entwicklung

Speicherpreise im Check: Bei RAM geht’s weiter runter, bei SSDs und HDDs weiter rauf


Speicherpreise im Check: Bei RAM geht’s weiter runter, bei SSDs und HDDs weiter rauf

ComputerBase blickt im Monatsrhythmus auf die Preisentwicklung bei RAM, HDDs und SSDs, die sich im Zuge der globalen Speicherkrise seit dem vergangenen Herbst massiv erhöht haben. Beim RAM setzt sich der Trend zu sinkenden Preisen fort, während es bei Festplatten und SSDs noch teurer geworden ist.

Hinweise zur Methodik

Jeweils ein Dutzend der Mitte Oktober 2025 populärsten (nach Aufrufen) Speicher­produkte im Preisvergleich sind die Basis für die Studie zur Preisentwicklung von RAM, HDD und SSD im Online-Handel. Der Überblick zeigt die Teuerung jedes Produkts in Prozent und liefert abschließend einen Durchschnittswert.

Neuerdings ist die Liste der Händler im Preisvergleich bei manchem Produkt voll von kleineren, unbekannten eBay-Händlern. Hier drängt sich die Vermutung auf, dass sich diese erst im Zuge der Speicherkrise eingedeckt haben, um aus den weiter steigenden Preisen Profit zu schlagen – „Scalper“ werden solche Akteure umgangssprachlich genannt.

Die eBay-Verkäufer bieten die Kits teils erheblich günstiger als renommierte Online-Shops an. Da aber ein gewisses Risiko besteht, nicht die gewünschte Ware zu erhalten und solche Angebote den allgemeinen Preistrend verfälschen, werden eBay-Angebote fortan nicht bei der Analyse berücksichtigt. Das gilt auch für Marketplace-Angebote bei Amazon.

Preissteigerung bei RAM, HDD und SSD im Überblick

Das nachfolgende Diagramm veranschaulicht den aktuellen Trend. Bei RAM sinken die Preise seit einigen Wochen wieder, während sich die Preissteigerungen bei HDD und SSD auf deutlich niedrigerem Niveau fortsetzen.

Anstieg der Preise von RAM, HDD und SSD seit Mitte September 2025

0100200300400Prozent

15.10.202514.11.202514.12.202514.01.202616.02.202615.03.2026

Aktuelle DRAM-Preise

Im Durchschnitt sind die Preise in den letzten vier Wochen erneut gesunken. Bis auf eine Ausnahme sind alle Kits heute günstiger als noch Mitte Februar. Betrug die Preissteigerung gegenüber dem September vor einem Monat noch mehr als das Vierfache, liegt sie jetzt wieder unter der Marke von 300 Prozent.

Aktuelle HDD-Preise

Bei den Festplatten hält der Trend zu steigenden Preisen hingegen weiter an. Die durchschnittliche Preissteigerung hat sich von gut 50 Prozent Mitte Februar auf nun 66 Prozent Mitte März erhöht. Fast alle beobachteten Modelle sind erneut teurer geworden. Die WD Red Plus 4 TB ist jetzt doppelt so teuer wie im vergangenen September.

Aktuelle SSD-Preise

Die Preissteigerungen bei SSDs sind noch höher als bei HDDs und die Preise steigen auch hier weiter. Im Durchschnitt haben sich SSDs gegenüber dem Zeitpunkt vor der Speicherkrise um 90 Prozent verteuert, kosten also inzwischen fast doppelt so viel. Ein Extrembeispiel ist die Kingston NV3 mit 1 TB, die sich von rund 50 Euro auf nun über 130 Euro verteuert hat.



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

Aufgrund steigender KI-Kosten: Meta will 20 Prozent der Belegschaft entlassen


Aufgrund steigender KI-Kosten: Meta will 20 Prozent der Belegschaft entlassen

Der Facebook-Mutterkonzern Meta plant Entlassungen, die 20 Prozent und mehr der Belegschaft betreffen könnten. Damit will der Konzern die hohen Kosten für die KI-Investitionen abfedern und sich zugleich auf Effizienzgewinne durch den Einsatz von KI-Assistenten vorbereiten, meldet Reuters.

Die Nachrichtenagentur beruft sich bei dem Bericht auf drei Quellen, die mit den Vorgängen vertraut sind. Ein Datum für die Entlassungswelle steht demnach noch nicht an, ebenso wenig sind die Pläne final. Metas Top-Management hat aber bereits eine Reihe von Führungskräften über das Vorhaben informiert. Die sollen nun konkret ausarbeiten, wie sich die Teams verkleinern lassen.

Ein Meta-Sprecher erklärte auf Anfrage von Reuters, es handelte sich um „spekulative Berichte über theoretische Ansätze“. Ein direktes Dementi ist es also nicht.

Zweite große Entlassungswelle binnen vier Jahren

Wenn Meta tatsächlich 20 Prozent und mehr der Belegschaft entlässt, ist es die größte Entlassungswelle seit Ende 2022 und Anfang 2023. Damals hatte Meta-Chef Mark Zuckerberg ein „Jahr der Effizienz“ verkündet. Im November 2022 mussten dann zunächst 11.000 Mitarbeiter gehen, was rund 13 Prozent der damaligen Belegschaft entsprach. Anfang 2023 folgten dann nochmals rund 10.000 Stellenstreichungen.

Metas enorme KI-Investitionen

Aktuell versucht Meta, bei der KI-Entwicklung wieder zu den führenden Unternehmen wie OpenAI, Anthropic und Google aufzuschließen. Die internen Abteilungen wurden im letzten Jahr umstrukturiert, die Einschnitte waren gravierend. Entstanden ist etwa das neue Superintelligence Lab, für das Rekordsummen investiert wurden, um Forscher und Entwickler von anderen Unternehmen abzuwerben. Yann LeCun, bis dato Top-Forscher bei Meta, hat den Konzern hingegen verlassen. Er verfolgt mit einem neuen Startup nun einen eigenen Ansatz.

Enorm sind zudem die Ausgaben, die Meta für die KI-Infrastruktur plant. Bis zu 135 Milliarden US-Dollar will der Konzern in diesem Jahr investieren. Zusätzlich wurden langjährige Chip-Abkommen mit Nvidia, AMD und Google abgeschlossen.

Bei den Modellen hinkt der Konzern allerdings bislang hinterher, die Llama-4-Generation erwies sich im letzten Jahr als Enttäuschung. Abhilfe sollen die neuen Avocado-Modelle schaffen. Laut Medienberichten bleibt auch hier die Leistung hinter den Erwartungen, die Lücke zu Top-Modellen wie Gemini 3 kann Meta derzeit noch nicht schließen. Aus diesem Grund soll auch der Start von Avocado von März auf Mai verschoben worden sein.



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

Ecovacs W3 Omni im Test: Fensterputz-Roboter mit genialen Features


Der Winbot W3 Omni ist der neueste Fensterputz-Roboter von Ecovacs und will das Reinigen mit völlig neuen Features revolutionieren. Das Herzstück ist eine Basisstation, die deutlich mehr Aufgaben übernimmt als je zuvor. Was das System im Alltag wirklich leistet, verrät Euch der nextpit-Test.

Pros des Ecovacs Winbot W2 Omni

  • Effiziente und gründliche Reinigung
  • Erste echte All-in-One-Station mit Selbstreinigungsfunktion
  • Ohne App steuerbar

Contras des Ecovacs Winbot W2 Omni

  • App bietet nur grundlegende Funktionen
  • Schmutz verfängt sich hartnäckig in den Pad-Nähten
  • Fehlende Trocknungsfunktion

Kurzes Fazit und Kaufen

Der Winbot W3 Omni von Ecovacs putzt unsere Fenster im Praxistest sehr gründlich. Die neue All-in-One-Station erleichtert die Bedienung und Wartung des Roboters spürbar, da Ihr das Pad nicht mehr nach jedem Fenster manuell auswringen müsst. Dank der massiven Saugkraft von 8.000 Pa haftet der Roboter zudem äußerst stabil an der Scheibe und baut genug Druck auf, um auch festen Staub zu lösen.

Für dieses Gesamtpaket müsst Ihr einen UVP von 699 Euro einplanen. Als kleinen Trost legt Ecovacs direkt eine 230-ml-Flasche Reinigungslösung bei, damit Ihr sofort loslegen könnt. Auch beim Verbrauchsmaterial gibt es Nachschub: Zwei Wischtücher gehören zum Standard-Repertoire. Diese werden beim neuen Modell übrigens nicht mehr simpel per Klett fixiert, sondern für einen stabilen Halt in einen speziellen Rahmen eingeklickt.


Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation zwischen nextpit und Ecovacs. Auf die redaktionellen Inhalte von nextpit hat diese Zusammenarbeit keinerlei Einfluss.

Design und Verarbeitung

Wenn Ihr den Fensterputzroboter auspackt, steckt die gesamte Hardware in einer schicken All-in-One-Station. Diese fungiert gleichzeitig als Steuerzentrale, Wassertank und Waschplatz für das Pad. Alternativ klappt die Steuerung auch per Smartphone-App, allerdings seid Ihr auf die Softwareunterstützung im Alltag nicht zwingend angewiesen.


Gefällt:

  • Schickes Design und hochwertige Haptik
  • Reinigungsmittel im Lieferumfang
  • Automatische Kabelaufwicklung

Gefällt nicht:


Der Winbot W3 Omni ist das neueste Flaggschiff aus der Fensterputzroboter-Reihe von Ecovacs. Unterstützung erhält der Roboter durch eine Station, die das gesamte Zubehör vereint. Die Station misst 34,4 × 22,6 × 43,0 cm und bringt ordentlich Standfestigkeit mit. Damit der Koffer nicht verrutscht, hat Ecovacs an der Unterseite Saugnäpfe angebracht. Ein technisches Detail, das in der Praxis sofort auffällt: Da der Roboter mit einem Zuggewicht von bis zu 100 kg am Kabel gesichert ist, muss die Station bei einem theoretischen Sturz als Anker fungieren.

ECOVACS WINBOT W3 OMNI
Hält bombenfest: Der Winbot W3 Omni saugt sich mit satten 8.000 Pa an Eurer Scheibe fest. Bildquelle: nextpit

Die Station ist außerdem mit einer automatischen Kabelaufwicklung ausgestattet. Das 5,2 m lange Verbundkabel ist fest mit dem Roboter verbunden. Dank des gummibeschichteten Tragegriffs könnt Ihr die Dockingstation bequem von Fenster zu Fenster bringen. Der Roboter selbst misst 27,1 × 27,1 × 7,6 cm und wiegt 2,1 kg. Auf der Oberseite der Station findet Ihr intuitive Buttons für die wichtigsten Funktionen wie Start/Pause, Kabelaufwicklung und die Moduswahl. Auf der Oberseite findet Ihr Buttons für die folgenden Funktionen: 

  • Automatische Kabelaufwicklung
  • Ein-/Ausschalten
  • Start/Pause
  • Auswahl des Reinigungsmodus
  • Zurück zum Startpunkt
  • Entriegeln des Saugnapfes
Nahaufnahme des Displays und der Touch-Bedienelemente auf der Oberseite der Ecovacs Winbot W3 OMNI Station.
Alles im Blick: Über das hochauflösende Display an der Station wählt Ihr bequem den passenden Reinigungsmodus aus.

Reinigung und Navigation

Damit Ihr nicht wie bei älteren Modellen mit dem Lappen an den Fensterrahmen nacharbeiten müsst, spendiert Ecovacs dem Winbot W3 Omni die „TruEdge“-Technologie. Hierbei kommen zwei zusätzliche Schrubber an den Ecken zum Einsatz, die mithilfe ihrer Sensorik Kanten und Kurven exakt vermessen, um beim Vorbeifahren eine möglichst lückenlose Reinigung zu garantieren.

In unserem Praxis-Check zeigte sich jedoch ein differenziertes Bild: Während die Kantenreinigung deutlich präziser ausfällt als bei früheren Systemen, wurden die äußersten Ecken bauartbedingt auch dieses Mal nicht ganz sauber. Dennoch ist das System eine gelungene Innovation, die den manuellen Aufwand nach dem Putzdurchgang spürbar reduziert.


Gefällt:

  • Überzeugendes Reinigungsergebnis
  • Klasse Eckenerkennung
  • Steuerung ohne App möglich

Gefällt nicht:

  • Hinderniserkennung nicht fehlerfrei

Keine Sorge! Der Winbot W3 Omni wird nicht herunterfallen. Er ist für alle Arten von flachen Fenstern mit mindestens 30 × 40 cm und einer Steigung von 30 Grad geeignet. Das ist ein deutlicher Sprung zum Vorgänger und sorgt dafür, dass das nasse Wischtuch mit ordentlich Kraft über das Glas geschrubbt wird. Der Roboter saugt sich mit 8.000 Pa an Eure Fenster. Ecovacs garantiert dank des 4.500-mAh-Akkus eine Laufzeit von bis zu 110 Minuten.

Der quadratische Ecovacs Winbot W3 OMNI Fensterputzroboter saugt sich an einer Glasscheibe fest und reinigt diese.
Hält bombenfest: Dank des enormen Unterdrucks von 8.000 Pa bleibt der W3 OMNI jederzeit sicher an der Vertikalen.

Beim Blick in die Ecovacs-Home-App zeigt sich, dass der Hersteller beim W3 Omni auf Bewährtes setzt. Die Software-Oberfläche wirkt vertraut, da Ecovacs auf bahnbrechende optische oder funktionale Neuerungen verzichtet hat. Exklusiv der App vorbehalten bleiben weiterhin lediglich die manuelle Steuerung via virtuellem Steuerkreuz sowie die Anpassung der Wassersprührate.

Einerseits sorgt diese Beständigkeit für eine angenehm unaufgeregte Bedienung ohne Ballast. Andererseits vermisst man echten Fortschritt: Vordefinierte Stufen für die Sprühmenge, wie man sie als regulierbare Wasserdurchflussrate von modernen Saugrobotern (Bestenliste) kennt, hätten dem W3 Omni gut zu Gesicht gestanden, um flexibler auf unterschiedliche Verschmutzungen zu reagieren. Da sich im Vergleich zum Vorgänger kaum etwas geändert hat, verpasst Ihr also nichts Wesentliches, wenn Ihr den Roboter lieber direkt über die Station kommandiert.

Profilansicht des Ecovacs Winbot W3 OMNI an einem Fensterrahmen, die das schlanke Design und die Kabelführung verdeutlicht.
Schlankes Profil: Mit seiner kompakten Bauweise manövriert der Winbot W3 OMNI zielsicher entlang der Fensterkanten.

Praktische Selbstreinigung – oder doch nicht?

Das Highlight des W3 Omni ist die Vortex-Wash-Station. Der Roboter kehrt zur Basis zurück, und das Pad wird automatisch mit Hochdruck gewaschen. Hier sind wir nach dem Praxistest jedoch zwiegespalten. Die Theorie klingt nach totaler Autarkie, die Praxis sieht etwas anders aus.

Die geöffnete Frontklappe der Ecovacs Winbot W3 OMNI Station zeigt die blauen mechanischen Reinigungseinheiten für das Wischpad.
Die Waschstraße für zu Hause: In der OMNI-Station wird das Wischpad nach getaner Arbeit automatisch gereinigt. Bildquelle: nextpit

Beim Putzen kann sich Schmutz, insbesondere bei stark verschmutzten Außenfenstern, in den äußeren Nähten des Wischtuchs sammeln. Die Reinigungsstation säubert zwar die Fläche des Pads zuverlässig, sehr hartnäckige Rückstände in den Nähten können jedoch bestehen bleiben. Das hängt stark vom Verschmutzungsgrad der Fenster ab: Sind diese über längere Zeit nicht gereinigt worden, stößt das System naturgemäß an seine Grenzen. In der Praxis ist der Winbot eher darauf ausgelegt, Fenster regelmäßig zu reinigen, ähnlich wie bei Saugrobotern. Wer seine Fenster damit häufiger putzt, hält sie dauerhaft auf einem hohen Sauberkeitsniveau, sodass sich solche Rückstände deutlich seltener bilden.

Nach der Reinigung bleiben die Pads zunächst feucht und können für weitere Durchgänge direkt wiederverwendet werden. Erst nach der letzten Reinigung empfiehlt es sich, sie zum vollständigen Trocknen an der Luft aufzuhängen. Eine integrierte Trocknungsfunktion wäre hier eine praktische Ergänzung für kommende Generationen.

Abschließendes Urteil

Wer einen smarten Fensterputzer sucht, findet im Winbot W3 Omni einen verlässlichen und technisch ausgereiften Partner. Besonders hervorzuheben ist die unkomplizierte Handhabung: Dank der Bedienelemente an der Station könnt Ihr den Roboter auch ganz ohne Smartphone-Zwang souverän dirigieren. Trotz des stattlichen Gewichts der Dockingstation von 10,7 kg bleibt das System mobil, da Ecovacs die gesamte Technik in einem durchdachten, kompakten Gehäuse unterbringt.

Verbesserungspotenzial gibt es hingegen bei der Selbstreinigung. Schmutzrückstände in den Pad-Nähten und der Verzicht auf eine aktive Trocknung stehen dem Versprechen der „totalen Autarkie“ noch etwas im Weg. Dennoch, für Besitzer weitläufiger Glasfronten, die keine Kompromisse bei der Sicherheit und der Saugkraft machen wollen, führt aktuell kaum ein Weg an diesem Modell vorbei. Für 699 Euro bekommt Ihr einen kraftvollen Helfer, der Euch die mühsame Arbeit abnimmt – auch wenn Ihr das Wischtuch nach dem Einsatz manuell zum Trocknen aufhängen müsst.





Mit diesem Symbol kennzeichnen wir Partner-Links. Wenn du so einen Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Auf den Preis eines Kaufs hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, nextpit weiterhin kostenlos anbieten zu können. Vielen Dank!

Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation mit Ecovacs.
Der Partner nimmt keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.



Source link

Weiterlesen

Beliebt