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Nvidias Vera CPU im Detail


Vera ist Nvidias neue Datacenter-CPU für den Einsatz mit Rubin-GPU (als Vera Rubin) oder als eigenständige Lösung im Rack mit bis zu 256 Prozessoren. Im Rahmen der GTC 2026 hat Nvidia weitere technische Details zu Vera verraten: Vera hat mehr Kerne, unterstützt SMT, bietet größere Caches und nutzt schnelleren Speicher.

Nvidia Vera folgt auf die aktuelle Grace-CPU, die von Nvidia unter anderem als Single-Socket-Umsetzung Grace CPU C1, im Doppelpack als Grace CPU Superchip, oder im Zusammenspiel mit Blackwell-GPUs als Grace Blackwell (Ultra) angeboten wird.

Vera kommt auch im CPU-only-Rack

Vera soll im Laufe des zweiten Halbjahres 2026 an den Start gehen. Vorgesehen sind erneut unterschiedliche Konfigurationen, etwa in Kombination mit Rubin-GPUs, oder aber als reines CPU-Rack, das sich in Nvidias Referenz-Lösung mit bis zu 256 Prozessoren bestücken lässt. Partner wie HPE gehen sogar noch weiter und verbauen bis zu 640 Vera-CPUs in einem Server-Schrank.

88 Olympus-Kerne mit SMT

Vera macht einiges anders als Grace, wie eine technische Session zur GTC verdeutlichte. Zunächst einmal bietet Vera schlichtweg mehr Kerne als Grace: 88 statt 72. Es handelt es sich zudem nicht mehr um Neoverse-V2-Kerne von Arm, sondern um ein Custom-Design namens Olympus, dem die Architektur Arm v9.2 zugrunde liegt, auf der auch Neoverse-V3-Kerne basieren. Vera sei vollständig Arm-kompatibel, erklärt Nvidia.

Es sind in Vera aber nicht nur 16 Kerne mehr verbaut, das Design bringt erstmals auch „Spatial Multi-Threading“ (SMT) ins Spiel, sodass 176 Threads verarbeitet werden können. Im Gegensatz zu anderen SMT-Verfahren wird aber nicht auf ein Time-Slicing gesetzt, sodass „A“ und „B“ im Wechsel ausgeführt werden, sondern Vera kann bei SMT tatsächlich zwei Threads parallel über die Pipelines des Kerns verteilen.

Spatial Multi-Treading (SMT) bei Olympus
Spatial Multi-Treading (SMT) bei Olympus

Single Thread Mode oder SMT Mode

Dabei lässt sich Vera in zwei Modi betreiben:

  1. Im Single Thread Mode gibt es maximal einen aktiven Thread pro Core. Dieser Thread kann auf alle Ressourcen des Cores zugreifen, zum Beispiel auf die sechs SVE2-Pipelines.
  2. Im SMT Mode können hingegen bis zu zwei Threads pro Core aktiv sein. Jeder Olympus-Kern wird gegenüber dem Betriebssystem als zwei virtuelle Kerne exponiert. Die Ressourcen des Cores werden in dieser Konfiguration physisch partitioniert und stehen beiden Threads in gleicher Anzahl zur Verfügung, also etwa drei SVE2-Pipelines pro Thread. Ist im SMT Mode allerdings nur ein Thread aktiv, kann dieser wieder auf alle Ressourcen zugreifen.

Olympus ist ein 10-wide Design mit FP8-Support

Der Olympus genannte Custom-Arm-Core von Nvidia ist ein „10-wide“ Decode-Design und ist damit deutlich breiter als Grace aufgebaut. Beim Decode werden die geladenen Maschinenbefehle in interne Steuer- und Mikrooperationen übersetzt, damit die Recheneinheiten verstehen, was konkret ausgeführt werden soll.

Nvidia hat zudem den L2-Cache verdoppelt, den L1D-Cache vergrößert, mehr Vector Pipelines integriert, FP8-Support hinzugefügt und das zuvor erläuterte SMT integriert. Die Vera-CPU ist die weltweit erste Arm-CPU, die FP8-Operationen unterstützt, also denselben Datentyp, wie ihn auch Nvidias GPUs unterstützen.

Arm MPAM hält Einzug

Das Design führt zudem Arm MPAM ein. MPAM ist eine Hardware-Erweiterung in modernen Arm-Prozessoren, die eine feingranulare Kontrolle über gemeinsam genutzte Ressourcen wie Cache und Speicherbandbreite ermöglicht. Sie erlaubt es, diese Ressourcen bestimmten Anwendungen, Prozessen oder virtuellen Maschinen gezielt zuzuweisen, zu begrenzen oder zu priorisieren.

Gleichzeitig kann MPAM überwachen, wie stark einzelne Workloads diese Ressourcen tatsächlich nutzen. Das ist besonders wichtig in Systemen mit vielen parallel laufenden Aufgaben (z. B. Cloud, Server oder AI), da so verhindert wird, dass einzelne Anwendungen den Speicher „überlasten“ und andere ausbremsen. Insgesamt verbessert MPAM also Isolation, Vorhersagbarkeit und Quality of Service im System.

Darf es von allem deutlich mehr sein?

Vera ist auch über den Olympus-Kern hinaus ein mächtigerer Chip mit mehr und schnellerem Speicher. Dessen Maximum steigt von 480 GB LPDDR5X bei Grace auf jetzt 1,5 TB SOCAMM2-LPDDR5X. SOCAMM2 ist modular, sodass bei Speicher-Defekten nicht direkt ein Vera-Board ausgetauscht respektive aufwendig repariert werden muss. Auch bei der Speicherbandbreite, der NVLink-C2C-Bandbreite beim Einsatz von zwei CPUs, dem SLC sowie dem Scalable Coherency Fabric (SCF) und weiteren Aspekten legt Vera nach.

Fabric verbindet Nodes mit Cores, Caches und mehr

Über das Scalable Coherency Fabric werden die Cores, der SLC, der Speicher, NVLink und I/O mit 3,4 TB/s Bisektionsbandbreite angebunden. Das Fabric gliedert sich in die Cache Switch Nodes (CSN), von denen jeder Node mit bis zu vier weitere Nodes verbunden ist. Jeder CSN verbindet bis zu zwei Olympus-Kerne und zwei Slices des SLC mit dem Mesh. Angebunden wird an den CSN auch jeweils ein Memory Switch Node (MSN), der wiederum die Verbindung zum LPDDR5X-Speichersubsystem herstellt.

2nd Gen Nvidia Scalable Coherency Fabric
2nd Gen Nvidia Scalable Coherency Fabric

Über Brücken am Nord- und Südende des Chips erfolgt die Verbindung einerseits zum NVLink-C2C (Norden), um eine Vera-CPU mit einer weiteren zu verbinden. Zum anderen wird darüber die Verbindung zum I/O-Subsystem für PCIe (Süden) hergestellt.

Vera im Benchmark gegenüber Grace

Um die Leistung von Vera gegenüber Grace zu verdeutlichen, hat Nvidia die Leistung im DCPerf Benchmark von Meta demonstriert. Dabei erfolgt das SVT-AV1-Encoding auf Multi-Core-CPUs mittels FFmpeg. DCPerf ahmt die Encoding-Pipeline von Instagram, Reels, Facebook Short Videos etc. nach. Als Datensatz wird der Open-Source-Film El Fuente von Netflix verwendet.

DCPerf Benchmark mit SVT-AV1-Encoding
DCPerf Benchmark mit SVT-AV1-Encoding

In diesem Benchmark erreicht Vera eine bis zu 2,02-fache Leistung gegenüber Grace. Das lässt sich folgendermaßen erklären: 46 Prozent mehr Leistung Im Vergleich zu Grace kommen zunächst einmal über die Verbesserungen der Mikroarchitektur von Olympus. Der höhere Vektor-Durchsatz und die größeren Caches tragen ihren Teil dazu bei. Weitere 27 Prozent kommen über die 27 Prozent mehr Kerne von Vera hinzu. Weitere 29 Prozent lassen sich mit SMT hinzufügen.

Taktraten waren kein Thema

Nvidia vergleicht dabei nach dem Ansatz „ISO Core“, also mit gleicher Anzahl von Kernen, obwohl Grace 72 Kerne und Vera eigentlich 88 Kerne bietet. Ob der Vergleich auch nach „ISO Clock“ erfolgt ist, wollten die Moderatoren der Session nicht offenlegen. Taktraten blieben ebenfalls unter Verschluss, sie sollen sich aber nicht stark voneinander unterscheiden. Bis zu 3,44 GHz sind es bei Grace.

TDP liegt bei 450 Watt

Zum Abschluss der Session folgte im Raum noch eine letzte Frage zum Verbrauch von Vera. Nvidia gibt bis zu 450 Watt pro Sockel an. Bei Grace sollen es inklusive Speicher 500 Watt sein. Vera könne mit einer TDP von minimal 250 Watt konfiguriert werden.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Nvidia unter NDA im Vorfeld und im Rahmen einer Veranstaltung des Herstellers in San Jose, Kalifornien erhalten. Die Kosten für An-, Abreise und fünf Hotelübernachtungen wurden vom Unternehmen getragen. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe aus dem NDA war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

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Microsoft-Geräte: Surface Pro und Surface Laptop wechseln zu Snapdragon X2


Microsoft-Geräte: Surface Pro und Surface Laptop wechseln zu Snapdragon X2

Bild: Microsoft

Microsoft erneuert Surface Pro und Surface Laptop mit den aktuellen Snapdragon-X2-Prozessoren von Qualcomm. Die sollen im Vergleich zur letzten Generation deutliche Vorteile bei CPU- und GPU-Leistung mit sich bringen. Das Surface Pro startet in Deutschland ab 1.599 Euro, der Surface Laptop ab 1.699 Euro respektive 1.799 Euro.

Surface Pro 8. Edition startet für 1.599 Euro

Das neue Surface Pro führt Microsoft als 8. Edition ab 1.599 Euro mit Snapdragon X2 Plus, 16 GB RAM und 256-GB-SSD. Das Gerät lässt sich maximal auf 24 GB RAM und 512-GB-SSD für 2.149 Euro aufrüsten.

Darüber sitzt das Surface Pro mit Snapdragon X2 Elite ab 1.899 Euro mit 16 GB RAM und 512-GB-SSD. Diese Variante erlaubt größere Konfigurationen bis hinauf zu 64 GB RAM und 1-TB-SSD für 3.699 Euro. Hinzu kommen (optional) Kosten für Tastatur (159,99 Euro) und Surface Slim Pen (129,99 Euro).

Surface Laptop beginnt bei 1.699 Euro

Den Surface Laptop der 8. Edition bietet Microsoft erneut in 13,8 Zoll und in 15 Zoll an. Im Vorfeld kursierende Gerüchte, wonach Microsoft für Consumer nur noch die kleineren Modelle anbieten sollte, haben sich damit nicht bewahrheitet. Genau genommen sind für Consumer die neuen Snapdragon-X2-Modelle und für Geschäftskunden die Neuauflagen aus dem Mai mit Intel Panther Lake vorgesehen. Beide Zielgruppen können aber auch im gegenüberliegenden Lager einkaufen.

16 GB RAM für 700 Euro

Beim Surface Laptop mit 13,8 Zoll reicht die Preisspanne von 1.699 Euro mit Snapdragon X2 Plus, 16 GB RAM und 512-GB-SSD bis hinauf zu 32 GB RAM und gleich großer 512-GB-SSD für 2.399 Euro – demnach kosten nur die 16 GB mehr RAM 700 Euro Aufpreis. Auch hier steht ab 1.799 Euro der schnellere Snapdragon X2 Elite zur Auswahl, dann ebenfalls mit 16 GB RAM und 512-GB-SSD. Die Skala reicht hinauf bis 32 GB RAM und 1-TB-SSD für 2.749 Euro.

Surface Pro
Surface Pro (Bild: Microsoft)
Surface Laptop 13,8"
Surface Laptop 13,8″ (Bild: Microsoft)

Der größere Surface Laptop mit 15 Zoll startet für 1.799 Euro mit Snapdragon X2 Plus und 1.899 Euro mit Snapdragon X2 Elite. Mit dem X2 Plus gibt es nur eine einzelne Konfiguration mit 16 GB RAM und 512-GB-SSD, alles andere ist dem Snapdragon X2 Elite vorbehalten, der sich mit bis zu 64 GB RAM und 2-TB-SSD für dann 4.199 Euro kombinieren lässt. Vom Basismodell zur 24-GB-Variante sind es hier 500 Euro Aufpreis.

OLED nur mit Snapdragon X2 Elite

Abseits der grundlegenden Prozessor-Spezifikationen und Preise wirbt Microsoft für das Surface Pro mit bis zu 53 Prozent höherer Grafikleistung im Vergleich zum Vorgänger mit Snapdragon X1, bis zu 15,5 Stunden Akkulaufzeit und einer 1440p-Webcam mit ultrabreitem Sichtfeld. Mit dem Snapdragon X2 Plus verbaut Microsoft ein LCD, nur mit dem Snapdragon X2 Elite ein OLED.

Der Surface Laptop kommt laut Microsoft auf eine bis zu 58 Prozent höhere Grafikleistung und soll bis zu 20 Stunden Batterielaufzeit in 13,8 Zoll und bis zu 19 Stunden in 15 Zoll erreichen. Beide Varianten setzen auf LCD, für den größeren Bildschirm hat Microsoft die Auflösung angehoben, um eine Pixeldichte von 262 ppi statt 201 pp zu erreichen.

Haptisches Feedback für Touchpad und Stylus

Microsoft hebt außerdem das haptische Feedback des Touchpads des Surface Laptop und des Slim Pen des Surface Pro hervor. Unter Windows geben diese jetzt haptisches Feedback ab, wenn ein Fenster positioniert, durch ein Video gescrollt oder in Affinity gearbeitet wird. Affinity ist bei beiden Geräten jetzt ab Werk im Startmenü zu finden.

Der Copilot glänzt durch Abwesenheit

Was nicht mehr in der Ankündigung zu finden ist: die Begriffe Copilot oder Copilot+ PC, obwohl Microsoft weiterhin Qualcomms dedizierte NPU für KI-Workloads hervorhebt.



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Intel 18A-P im Detail: Intels HPC-Prozess ist schneller, effizienter, kühler und einfacher


Intel 18A-P im Detail: Intels HPC-Prozess ist schneller, effizienter, kühler und einfacher

Bild: Intel

Der neue Fertigungsprozess Intel 18A-P ist in sogenannter „risk production“. Mit vielen Optimierungen im Gepäck wird er 2027 erwartet, da er viele Gemeinsamkeiten mit Intel 18A bietet, soll der Umstieg ganz einfach sein. Und er wird dann wohl der erste, den auch externe Kunden nehmen könnten – die nennt Intel aber noch nicht.

Auf Intel 18A als Basisprozess folgt nun das „Superset“, Intel 18A-P genannt. Und das hat schonmal einen großen Vorteil: Alles was für 18A entwickelt wurde, funktioniert auch mit A-P. Und das Endergebnis vieler Optimierungen und auch Korrekturen in gewissen Bereichen des Basisprozesses bedeutet bei gleicher Leistung einen 18 Prozent geringeren Energieverbrauch oder alternativ bei gleichem Energiebedarf neun Prozent mehr Leistung.

Intel-Präsentation zu Intel 18A-P
Intel-Präsentation zu Intel 18A-P (Bild: Intel)

Die Lernkurve setzt dabei an vielen Punkten an und bietet so mehr Entfaltungsspielraum beim Prozess. Designs können aus einem breiteren Spektrum zwischen Power und/oder Leistung wählen. Intel 18A und A-P sind aber explizit für das HPC-Segment ausgelegt, stellte Intel auf Nachfrage klar. Es sind keine Prozesse beispielsweise für einen Smartphone-Chip. Deshalb scheut Intel auch direkte Vergleiche zu TSMC. Power Boost als zusätzliche Lösung für noch mehr Takt und Leistung auf Kosten von Energie, spielt in diese Kategorie mit hinein. Das überrascht nicht, Intel Diamond Rapids als Next-Gen-Xeon mit nur P-Cores wurde für Intel 18A-P bereits offiziell für 2027 bestätigt.

Intel-Präsentation zu Intel 18A-P
Intel-Präsentation zu Intel 18A-P (Bild: Intel)

Intel 18A-P packt dabei auch an Problemstellen an, die Intel so bisher kaum öffentlich ausgebreitet hat. Die sogenannten Skew Corner werden deutlich verringert und man nähert sich hier nun langsam dem industriellen Standard an, erklärte Intel, was aber auch heißt, dass man hier bisher noch ziemlich weit darüber lag. Als Skew Corner versteht die Industrie und damit auch Intel die Grenzen des Designs, wie groß die Abweichung von gewissen Werten einschließlich Spannung und auch Temperatur sowohl nach oben als auch unten sein darf und wie viele Grenzen ein Designer auf diesem Prozess beachten muss. Weniger Variationen im Prozess brauchen so nun auch weniger Grenzfälle, am Ende kann auch das letztlich zu gesteigerter Leistung führen.

Intel-Präsentation zu Intel 18A-P (Bild: Intel)

Weitere Optimierungen betreffen auch die Produktion an sich. Der Thermal Handler Wafer besteht aus neuem Material und ist dünner, hier gab es einigen Spielraum für Optimierungen. Das wirkt sich positiv auf die Wärmeentwicklung unter Last aus. Hintergrund: In der Fertigung mit der Stromversorgung über die Rückseite, wird der Wafer in der Produktion einmal um 180 Grad gedreht und auf den Kopf gestellt. Dafür kommt ein Carrier Wafer zum Einsatz.

Fertigungsschritte: FinFET patterning + PowerVia integration with S/D contacts. (b) BE interconnects optimized for signal routing. (c) Carrier bond -> wafer thinning -> PowerVia reveal. (d) BE interconnects optimized for power delivery.
Fertigungsschritte: FinFET patterning + PowerVia integration with S/D contacts. (b) BE interconnects optimized for signal routing. (c) Carrier bond -> wafer thinning -> PowerVia reveal. (d) BE interconnects optimized for power delivery. (Bild: Intel)

Intels neu bereitgestellte Folie zeigt den Zustand mit den Anpassungen deshalb bereits im gedrehten Zustand: Die Backside Power Delivery ist hier schon oben dargestellt. Dass es letztlich bei der Aufteilung in eine Vorderseite und der rückseitigen Stromversorgung schnell zu Anpassungen kommen würde, war vorab aber bereits erwartet worden. Schließlich ist so etwas vor dem Serienprodukt in Panther Lake noch nie in Großserie gefertigt worden, gewisse Dinge werden erst dann im Zeitverlauf klarer sichtbar und entsprechend in nächster Generation angepasst.

Intel-Präsentation zu Intel 18A-P
Intel-Präsentation zu Intel 18A-P (Bild: Intel)

Partner wollen jedoch zuverlässige Vorhersagen, Prognosen und Roadmaps, die so umgesetzt werden, wie sie geplant wurde. Genau hier lagen in den letzten Jahren Intels Probleme, an denen das Unternehmen arbeitet. Intel fasst es nun unter „Trust“ zusammen (Vertrauen). Intel 18A-P soll der erste dieser Meilensteine sein. Partner wurden aber auch heute auf Nachfrage keine genannt, die Gerüchte jonglieren seit Monaten mit großen Namen wie Apple, Nvidia und anderen.

Intel-Präsentation zu Intel 18A-P
Intel-Präsentation zu Intel 18A-P (Bild: Intel)

Und nochmal zur Einordnungs des Zeitplans: Im April 2025 hatte Intel bekannt gegeben, dass Intel 18A in risk production gegangen ist. Von da an hat es ungefähr acht, neun Monate gedauert, bis die Produktion hochlief, so richtig große Volumen kamen dann letztlich rund ein Jahr später seit diesem Frühjahr heraus. Auch wenn einige Dinge nun eventuell etwas zügiger gehen könnten, Ende 2026/Anfang 2027 ist und bleibt das realistische Ziel für den Start der Massenproduktion von Intel 18A-P. Denn bei 18A hatte Intel wohl im Nachgang betrachtet – und kürzlich bereits berichtet – die Balken noch ziemlich gebogen, so wirklich gut war die Ausbeute seinerzeit nämlich noch nicht. Intels eigene Yield-Kurve untermauert das heute auch.

Intel-Präsentation zu Intel 18A-P
Intel-Präsentation zu Intel 18A-P (Bild: Intel)

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Intel unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

Billboard März 2026



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Snapdragon Reality Elite: Qualcomm bringt VR/MR-Topmodell und gibt STARThilfe


Qualcomm setzt den neuen Snapdragon Reality Elite an die Spitze der SoC-Plattformen für MR/VR-Headsets und liefert damit vor allem mehr CPU-, GPU- und NPU-Leistung bei gleichzeitig geringerem Verbrauch und reduzierter Wärmeentwicklung. Anbietern von XR-Produkten will Qualcomm zudem mit dem START-Programm Unterstützung geben.

Auch bei den Chipsätzen für MR/VR-Headsets zieht bei Qualcomm jetzt die Bezeichnung „Elite“ ein. Anders als bei den Smartphone- und PC-Lösungen des Unternehmens steht der Name aber nicht für den Einsatz der eigens entwickelten Oryon-CPU-Kerne, sondern soll vielmehr das Topmodell in einer Produktkategorie markieren. Der Snapdragon Reality Elite folgt auf den vorherigen Snapdragon XR2+ Gen 2 von 2024.

Xreal Project Aura setzt auf neuen Snapdragon

Der Snapdragon Reality Elite ist für den Einsatz in offenen und geschlossenen Mixed-Reality- und Virtual-Reality-Headsets vorgesehen, demnach nicht für leichtere Brillen wie die Ray-Ban Meta, wo stattdessen auf Lösungen wie den Snapdragon AR1 Gen 1 gesetzt wird. Headsets wie Meta Quest 3(S) oder Apple Vision Pro lassen sich beispielhaft als designierte Produktkategorie des Snapdragon Reality Elite nennen, auch wenn Apple auf eigene Chips setzt. Der Ersteinsatz des Snapdragon Reality Elite soll im Xreal Project Aura mit Android XR erfolgen, einer halboffenen, „tethered“ XR-Brille mit Displays. Qualcomm bezeichnet sie auch als Headset mit „video-see-through“ (VST) und „optical-see-through“ (OST).

Xreal Project Aura
Xreal Project Aura (Bild: Xreal)

Deutliche Upgrades für CPU, GPU und NPU

Qualcomm gibt für die neue Plattform eine bis zu 30 Prozent höhere CPU-Leistung bei gleichem Verbrauch oder einen 45 Prozent niedrigeren Verbrauch bei gleicher Leistung im Vergleich zum direkten Vorgänger an. Aufseiten der Adreno-GPU liegt der Leistungs- respektive Effizienzzuwachs bei 60 Prozent bei gleichem Verbrauch oder 64 Prozent geringerem Verbrauch bei gleicher Leistung. Qualcomm konnte der Redaktion auf Nachfrage nicht erläutern, auf welche CPU-Kerne von Arm, welche eigene Adreno-GPU oder welchen effizienteren Fertigungsprozess für die Zugewinne gewechselt wurde. Bekannt ist aber, dass der Arbeitsspeicher einen 30 Prozent höheren Durchsatz bietet.

Bei den bisherigen MR/VR-Plattformen von Qualcomm stand eine leistungsfähige NPU für generative KI-Anwendungen noch nicht derart im Fokus der Entwicklung, wie es aktuell der Fall ist. Deshalb erfährt die NPU des Snapdragon Reality Elite mit 48 TOPS (INT8) einen Schub von 160 Prozent zum Vorgänger, was sie laut Qualcomm für Einsatzgebiete wie fotorealistische Avatare, Gaussian Splatting, LLM-basierte Agenten oder Echtzeit-Large-Vision-Models qualifiziere. Das ist vergleichbar zum Snapdragon X1 Elite. Alternativ könne auch hier der Verbrauch um 84 Prozent bei dann gleicher Leistung des Vorgängers reduziert werden.

Eckdaten des Snapdragon Reality Elite
Eckdaten des Snapdragon Reality Elite (Bild: Qualcomm)

Der Snapdragon Reality Elite kann Displays mit einer Auflösung von bis zu 4,4K bei 90 FPS pro Auge bespielen. Alternativ sind geringere Auflösungen bei höheren FPS und umgekehrt möglich. Ein optimierter EVA-Block (Engine for Visual Analytics) soll zudem weiter in den Raum sehen und bei geringerem Verbrauch eine 3D-Rekonstruktion erstellen können. Die Plattform ermögliche bis zu 20 Prozent längere Batterielaufzeiten bei gleichzeitig bis zu 12 °C geringerer Oberflächentemperatur unter Last.

Qualcomm gibt STARThilfe für neue XR-Produkte

Die Augmented World Expo in Long Beach, Kalifornien nutzt Qualcomm auch für die Vorstellung des „Snapdragon Scalable Turnkey AI-Ready Toolkit“, kurz START. Im Zentrum des Starthilfe-Programms stehen Hardware-Module, Software-Stacks und White-Label-Skalierungsoptionen von Qualcomm und Partnern, die kleinere Unternehmen dabei unterstützen sollen, einfacher und schneller eigene Wearables wie smarte Brillen auf den Markt zu bringen. Dazu gehören unter anderem vorgefertigte PCBs mit Qualcomms SoCs und weiteren für den Betrieb benötigten Chips. Zum Beispiel wird Qualcomm ein Hardware-Modul mit Snapdragon AR1+ Gen 1 anbieten, das 42,5 mm lang, 8,9 mm breit und 3,08 mm hoch baut und damit kleiner als das PCB eines führenden Anbieters von AR-Brillen ausfalle.

START-Programm mit White-Label-Produkten
START-Programm mit White-Label-Produkten (Bild: Qualcomm)

Das START-Programm umfasst aber auch die Software-Stacks von Qualcomm und Unterstützung bei der Skalierung mit White-Label-Produkten. Für Audio und Kameras ist Thundercomm an Bord, für die Integration von Displays ist Applied Materials der Partner. Beim Skalieren der Produktion unterstützen die Fertiger Jorjin und Pegatron.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Qualcomm unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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