Apps & Mobile Entwicklung
Optionales Februar-Update für Windows 11: Speed-Test in der Taskleiste ist eine Browser-Weiterleitung
Microsoft verteilt ab jetzt das optionale Februar-Update für Windows 11 25H2 und 24H2 (KB5077241). Zu den neuen Funktionen zählen der über die Taskleiste abrufbare Internet-Speedtest, der de facto aber nur eine Browser-Weiterleitung ist. Größere Nutzerkreise sollen zudem das neue Startmenü erhalten.
Speed-Test ist kein eigenes Tool
Wirklich auffällig ist in diesem Monat aber der Speed-Test, den Microsoft als integrierte Lösung angekündigt. Konkret heißt es in der Mitteilung:
A built in network speed test is now available from the taskbar.
(…)
The speed test opens in the default browser and measures Ethernet, Wi Fi, and cellular connections. This feature helps check network performance and troubleshoot issues.
Microsoft
Öffnen lässt sich dieser, wenn man mit der rechten Maustaste auf das Netzwerk-Symbol in der Taskleiste klickt. Dann erscheint die Option „Geschwindigkeitstest durchführen“.
Etwas überraschend ist aber das Resultat beim Aufruf. Denn die Option führt nicht direkt zu einem Mess-Tool. Stattdessen wird eine Bing-Suche mit dem Begriff „Internet Speed Test“ gestartet und man bekommt eine reguläre Ergebnisliste präsentiert.
Der Test erfolgte mit der aktuellen Version aus dem Dev-Kanal des Windows Insider Programs aus Deutschland heraus. In Microsofts Testumgebung sind die Funktionen schon länger verfügbar.
Neue Emojis und einfachere Back-up-Lösungen für Organisationen
Eine Neuerung des Updates ist das Emoji-16-Paket, das acht neue Emojis enthält. Diese zeigen etwa ein müdes Gesicht, ein Radieschen, ein Baum ohne Blätter und einen Fingerabdruck. Abrufen lassen sie sich, wenn man die Windows- und die „.“-Taste gleichzeitig drückt.
Eine Wiederherstellungsfunktion in Windows Backup for Organization wird nun für mehr Gerätetypen angeboten. In Organisationen ist es damit möglich, bei der ersten Anmeldung auf einem neuen Gerät die Nutzereinstellungen und Microsoft-Store-Apps automatisch wiederherzustellen.
Teil des Updates sind die nativ integrierten Sysmon-Werkzeuge (System Monitor), die sicherheitsrelevante Ereignisse im Hintergrund protokollieren. Diese landen nun im Windows Event Log, wo sie von Security-Tools ausgewertet werden können. Bislang mussten die Sysmon-Tools manuell eingerichtet werden.
Eine Übersicht mit allen Änderungen bietet die Support-Seite für das KB5077241-Update.
Die neuen Funktionen verteilt Microsoft mit einem graduellen Rollout, sie werden also nur schrittweise für bestimmte Nutzergruppen freigegeben. Nur weil man ein Update installiert hat, heißt es also nicht, dass man direkt sämtliche Funktionen nutzen kann.
- Optionales Oktober-Update: Windows 11 erhält neues Startmenü und simplere Update-Titel
Das galt auch für das neue Startmenü für Windows 11, das Microsoft bereits im Oktober 2025 offiziell freigegeben hat. Die Rechner der Nutzer erreichte es aber nur nach und nach. Nun kündigt Microsoft im Rahmen des optionalen Februar-Updates an, dass mehr Geräte das neue Startmenü erhalten.
Dasselbe gilt auch für die überarbeiteten Energiesymbole in der Taskleiste, die bei Notebooks den Akkustatus farbig anzeigen. Diese Funktion wurde auch bereits im Oktober freigegeben und soll jetzt weitere Nutzerkreise erreichen.
Vorschau-Update im Februar ist optional
Das optionale Update wird nicht automatisch auf alle Windows-11-Rechner installiert. Wer es nutzen will, muss die Installation selbst in den Windows-Update-Einstellungen anstoßen. Ansonsten werden die neuen Funktionen auch mit dem verpflichtenden Sicherheitsupdate am zweiten Dienstag im März verteilt.
Laut Microsoft sind derzeit keine Fehler und Probleme bei dem optionalen Februar-Update bekannt. Angesichts der Bug-Welle im Januar, die zwei Notfall-Fixes erforderte, bleibt aber eine gewisse Unruhe bestehen.
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Amazon Fire TV: Neue App mit vielen Funktionen ist mehr als Fernbedienung

Amazon beginnt ab heute mit der Verteilung einer überarbeiteten Fire-TV-App. Während die Fire-TV-App bisher als Ersatzfernbedienung beispielsweise zur Steuerung eines Fire-TV-Sticks diente, hat Amazon den Funktionsumfang mit dem Update deutlich erweitert.
Ab sofort können Nutzer in der kostenlosen App auf dem Smartphone auch Inhalte durchsuchen, ohne dafür den Fernseher einschalten zu müssen, und ihre persönliche Merkliste auch unterwegs verwalten. Einträge können sowohl hinzugefügt als auch gelöscht werden, Änderungen werden mit dem Fernseher synchronisiert. Zudem können die in der App gefundenen Filme und Serien nun auch über die App auf dem Fernseher abgespielt werden. Von einer reinen Ersatzfernbedienung wird die App so nun zu einer zusätzlichen Oberfläche für das Fire TV. Als Fernbedienung lässt sich die App aber auch weiterhin nutzen.
Bis der Rollout der neuen App vollständig abgeschlossen ist und alle Nutzer auf die neue Version zugreifen können, wird es einige Wochen dauern.
Auch auf den Fire-TV-Geräten selbst überarbeitet Amazon die Benutzeroberfläche etwas. Inhalte sollen übersichtlicher dargestellt werden und die Suche auch über unterschiedliche Streaminganbieter hinweg soll vereinfacht werden.
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Ist das wirklich ein Nothing Smartphone?
Nothing schokiert seine Fans, indem es das Phone (4a) schon eine Woche früher enthüllt hat. Die offiziellen Renderings bestätigen eine radikale Abkehr von seinem charakteristischen Aussehen, indem das ikonische runde Glyph-Interface ausgetauscht wurde. Hier ist der erste Blick auf das neue Design.
Während Nothing angekündigt hat, das Phone (4a) am 5. März auf den Markt zu bringen, macht das Startup mit einer Reihe von Teasern immer wieder auf das kommende Mittelklassegerät aufmerksam. In einem überraschenden Schritt hat das Unternehmen nun schon vor dem Event nächste Woche das Design des Geräts verraten und bestätigt damit eine radikale Abkehr von seiner ikonischen Glyphen-Ästhetik.
Steuerbare Glyphenleiste
Das geteilte Rendering des Phone (4a) zeigt die Rückseite des Geräts und hebt die signifikanten Änderungen an den Glyph-Elementen hervor. Anstelle der geschwungenen, kreisförmigen LED-Streifen, die bei den Vorgängermodellen zu finden waren, verwendet das Phone (4a) mehrere quadratische LEDs, die in einem vertikalen Balken angeordnet sind, der treffend als Glyph Bar bezeichnet wird.
Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, dass sich insgesamt 9 Mini-LEDs auf der Rückseite des Phone (4a) befinden, die allesamt vom Benutzer gesteuert werden können. Darüber hinaus sind die LEDs angeblich heller als die auf dem Phone (3a).

Während die neue Glyph-Bar ein neues Maß an Auffälligkeit und Individualisierung bietet, bleibt sie im Vergleich zum Dot-Matrix-Display des Nothing Phone (3) eher begrenzt. Das ist verständlich, da die Phone-(4a)-Serie in der Mittelklasse positioniert ist. Die Designwahl dient offenbar auch dazu, die Produktionskosten niedrig und den Einzelhandelspreis wettbewerbsfähig zu halten.
Während das charakteristische transparente Design mit den halb freiliegenden Schraubenköpfen beibehalten wurde, ist die gesamte Rückseite aktualisiert worden. Das ellipsenförmige Kameramodul ist näher an der Oberseite positioniert und weist einen dazu passenden ovalen Umriss auf. Außerdem gibt es weniger sichtbare Kabellinien, was der Hardware ein saubereres Aussehen verleiht. Das Gerät wird in den Farben Schwarz, Weiß, Pink und Blau erhältlich sein.
Es wird erwartet, dass es neben dem Phone (4a) auch ein Phone (4a) Pro geben wird, wobei unklar ist, ob es signifikante Unterschiede im Design der beiden Modelle geben wird.
Nothing Phone (4a) Spezifikationen und Preis
Abgesehen vom Design wurden nur wenige offizielle Details zu den technischen Daten bekannt gegeben. Berichte erwähnen jedoch ein 6,78-Zoll-AMOLED-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz und eine Dreifach-Kamera mit einem 50-MP-Primärsensor als Hauptkamera. Intern ist das Telefon angeblich mit dem Snapdragon 7s Gen 4 Chipsatz, 12 GB RAM und 256 GB Speicher ausgestattet. Außerdem verfügt es über einen großen 5.400-mAh-Akku.
Es gibt noch keine offiziellen Angaben über den Preis des Phone (4a), möglicherweise wird es die Mittelklasse-Preise seines Vorgängers übernehmen. Für das Basismodell ist mit einem Preis zwischen 300 und 400 Euro zu rechnen. Damit würde es die wichtigsten Mittelklasse-Alternativen unterbieten, darunter das neue Google Pixel 10a und das künftige Samsung Galaxy A57.
Was denkt ihr über das Design des Phone (4a)? Gefällt Euch der neue Look? Sagt es uns in den Kommentaren unten.
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UFS 5.0: Musterchips für 10 GB/s im Smartphone stehen bereit

Bei der Speichergeschwindigkeit holen Smartphones immer weiter auf. Die ersten Muster der neuen Generation UFS 5.0 sind bereit, meldet Kioxia. Diese Speicherchips erreichen bis zu 10,8 GB/s bei Speicherkapazitäten von bis zu 1 TB. PCIe 5.0 im Desktop-PC erreicht derzeit knapp 15 GB/s.
Im Oktober wurde der neue Speicherstandard UFS 5.0 von der JEDEC angekündigt. Die wesentliche Neuerung ist der Sprung auf 46,6 Gbit/s pro Lane, was rund 5.800 MB/s bedeutet. Beim Einsatz von zwei Lanes sollen noch 10,8 GB/s möglich sein. Dass hier nicht das doppelte herauskommt, könnte dem Overhead geschuldet sein. Am Ende ist die Maximalleistung einer Schnittstelle stets ein theoretischer Wert, die nutzbare Datenrate liegt stets darunter.
Kioxia liefert erste Samples
Kioxia vermeldet jetzt den Beginn der Auslieferung erster Musterchips nach UFS 5.0. Diese liegen in einem 7,5 × 13 mm großen Package vor und bieten 512 GB Speicherplatz. Muster mit 1 TB sollen ab März folgen. Dabei kommt NAND-Flash der Generation BiCS8 (218 Layer) zum Einsatz. Ob es sich um die TLC-Variante mit 3 Bit pro Zelle oder die QLC-Version mit 4 Bit handelt, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor. Ferner ist von einem neuen, von Kioxia selbst entwickelten Controller die Rede.
Vorerst werden laut Kioxia die Chipsatzanbieter mit Mustern bedacht, damit diese kompatible Host-Systeme entwickeln können. Bisher wurde nach Kenntnis der Redaktion noch kein Smartphone angekündigt, das mit UFS 5.0 arbeitet. Demnach wird es bis zum Marktstart noch eine ganze Weile dauern. Die Vorgänger UFS 4.0 respektive UFS 4.1 sind bereits bei zahlreichen Smartphones zu finden.
- Erhöhte sequentielle Leistung bis zu 10,8 GB/s
- Integrierte Signalintegritätsverbesserung
- Ein eigener, separater Spannungsversorgungszweig für die Signaleinheit (PHY) und das Speichersubsystem
- Inline-Hashing für höhere Sicherheit
Für die nächste Smartphone-Generation (und KI)
Kioxia sieht als Einsatzgebiet von UFS 5.0 Mobilgeräte der nächsten Generation und dabei vor allem High-End-Smartphone mit KI-Funktionen, die direkt auf dem Gerät laufen. Auf der technischen Seite kommen MIPI M-PHY 6.0 (physisch) und UniPro 3.0 (Protokoll) zum Einsatz.
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