Apps & Mobile Entwicklung
Qualcomm FastConnect 8800: Smartphone-Modem mit Wi-Fi 8, Thread, Bluetooth 7.0 & UWB
Qualcomm zeigt zum MWC 2026 in Barcelona seine Wi-Fi-8-Lösungen. Mit FastConnect 8800 wird auch eine mobile Plattform vorgestellt, die Wi-Fi 8 erstmals mit Bluetooth 7.0, Thread 1.5 und UWB kombiniert, so dass künftigen Smartphones alle Standards bereitstehen.
Das Qualcomm FastConnect 8800 Mobile Connectivity System ist laut Hersteller die weltweit erste mobile Lösung mit einer 4×4-Wi-Fi-Funkkonfiguration, die Geschwindigkeiten von über 10 Gbit/s ermöglichen wird. Dies ist die doppelte Leistung der vorherigen Wi-Fi-7-Generation von Qualcomm, wobei auch noch eine bis zu dreifache Reichweite realisiert werden soll. Darüber hinaus werden die Bluetooth-Geschwindigkeiten mit Bluetooth High Data Throughput (HDT) von 2 Mbit/s auf 7,5 Mbit/s deutlich erhöht.
FastConnect 8800 ist laut Qualcomm außerdem das einzige mobile Konnektivitätssystem, das Wi-Fi 8, Bluetooth 7.0, Ultra Wideband 802.15.4ab und Thread 1.5 in einer einzigen Chip-Lösung vereint. Das System verfügt zudem über „Proximity AI“ und nutzt UWB, Bluetooth Channel Sounding, Wi-Fi Ranging und weitere Sensortechnologien, so dass über eine Kombination der Technologien abgestuft eine „zentimetergenaue Ortung“ möglich sein soll. FastConnect 8800 ist nicht nur für den Einsatz in Smartphones vorgesehen, sondern kann beispielsweise auch in Geräten wie Tablets, Notebooks oder der Robotik eingesetzt werden.
Qualcomm vermarktet die neuen Plattformen vor allem unter dem Schlagwort KI, denn sie seien für das KI-Zeitalter und dessen Anforderungen ausgelegt. Neben dem „Qualcomm FastConnect 8800 Mobile Connectivity System“ hat das Unternehmen auch fünf neue „Qualcomm Dragonwing Networking Platforms“ vorgestellt.
Die Wi-Fi 8 Dragonwing Networking Platforms sind für eine neue Generation von Routern, Breitband-Gateways und Enterprise Access Points gedacht.
- Der Qualcomm Dragonwing NPro A8 Elite verfügt über ein 5×5 Wi-Fi-8-Funksystem, das den Durchsatz bei typischen Entfernungen laut Qualcomm um bis zu 40 Prozent erhöht, die Latenz bei Spitzenlast um das 2,5-Fache reduzieren und gleichzeitig den Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent senken soll – jeweils im Vergleich zu Plattformen der vorherigen Generation. Die Plattform ist für Enterprise-Access-Points und leistungsstarke Router gedacht. Für die Rechenleistung sorgen eine Penta-Core-CPU der nächsten Generation und eine integrierte Hexagon-NPU, ohne dass hierzu Details bekannt sind.
- Qualcomm Dragonwing FiberPro A8 Elite bietet dieselben Funktionen wie Dragonwing NPro A8 Elite – ergänzt durch einen 10G-Glasfaserzugang (PON). Die Plattform richtet sich deshalb an Netzbetreiber und OEMs für eine glasfaserfähige Gateway-Lösung.
- Qualcomm Dragonwing FWA Gen 5 Elite setzt wie der Vorgänger auf das Qualcomm X85 5G Modem-RF-System, erweitert es jedoch um Wi-Fi 8. Die Plattform dient als Basis für drahtlose Festnetzanschlüsse.
- Qualcomm Dragonwing N8 und Qualcomm Dragonwing F8 sollen hingegen künftig die gängigen Optionen für Router und Mesh-Systeme bei Endkunden für Ethernet- bzw. Glasfaser-Breitbandnetze sein.
Apps & Mobile Entwicklung
DRAM-Packaging: Micron eröffnet erste ATMP-Anlage in Indien
Für Indien ist es ein ganz großes Ding, deshalb hat das Land auch 70 Prozent gezahlt: Microns erste Test- und Packaging-Einrichtung geht hier in Betrieb. Unter Beisein von Narendra Modi, dem Staatschef Indiens und Microns CEO Sanjay Mehrotra wurde die Anlage eröffnet.
ATMP steht für Assembly, Test, Marking and Packaging. Dies ist der wichtige kombinierte Schritt, um DRAM- und NAND-Chips von einem Wafer zu schneiden, sie auf Funktionsfähigkeit zu testen, sie entsprechend zu klassifizieren und letztlich in einem Produkt für den Handel und Verkauf zu verpacken.
Auf über 500.000 square foot, umgerechnet über 46.000 Quadratmeter, Reinraumfläche wird dies ab diesem Jahr auch in Indien geschehen. 2026 sollen zuerst mehrere zehn Millionen Chips das Werk in Sanand in der Provinz Gujarat in Indien, durchlaufen, im Jahr 2027 soll die Ziffer auf hunderte Millionen steigen. Die ersten fertigen Speichermodule aus dem Werk gehen an Dell in Indien, sie sollen ihren Platz in Notebooks für den indischen Markt finden.
Wir teilen die Rechnung: Micron 30%, Indien 70%
Vorausgegangen waren dem Ganzen aber ein hartes Ringen um den Standort, vor allem auch Gelder. Dabei dürfte festzuhalten sein, dass Indien dieses Werk nahezu um jeden Preis wollte, bei Micron letztlich die hohe Subvention einen großen Anteil an der Entscheidung gespielt haben dürfte. Denn Packaging-Werke sind in Asien keine Unbekannten, vor allem Malaysia, Vietnam und andere Länder der Region haben diverse Einrichtungen dieser Art im Land.
Micron betont auch zur Eröffnung wieder, dass insgesamt 2,75 Milliarden US-Dollar in den Standort geflossen sind. Dass dabei nur 825 Millionen aus eigener Tasche kommen, hatte das Unternehmen hingegen 2023 schon preisgegeben. 70 Prozent der Fabrik zahlt letztlich Indien, das ist selbst in Ländern, die oft hohe Subventionen um die 50 Prozent oder manchmal auch noch ein klein wenig mehr zahlen, ein rekordverdächtiger Wert. Dieser Umstand, und natürlich aber auch der Fakt, dass es eine moderne Anlage für die Zukunft ist, konnte und durfte sich Indiens Staatschef zur Eröffnung deshalb nicht entgehen lassen.
Apps & Mobile Entwicklung
Tryx Flova F50: Midi-Tower nutzt Stoff und besonderen Lüfter

Mit länglichem, seitlich arbeitenden „Cross-Flow-Fan“ und Stoff vor Lufteinlässen sticht das Tryx Flova F50 aus der Masse von Glas- und Mesh-Gehäusen heraus. Stilistisch passt es fast in ein Lautsprecher-Ensemble. Auch farblich fällt es auf: Das Modell gibt es in Schwarz, Weiß und Rosa.
Aufgebaut ist das Flova F50 wie alle anderen Midi-Tower. Den Netzteil-Bereich am Boden setzt es allerdings ab und verkleidet ihn mit luftdurchlässigem Stoff. Das Seitenfenster beginnt erst darüber. Festplatten werden in einem Käfig vor dem Netzteil mit einem Einschub und einer Montageposition sowie einer Halterung hinter dem Mainboard montiert.
Platz ist darüber hinaus für lange Grafikkarten und sehr hohe Kühler. Praktisch ergeben sich durch die Dimensionierung nur in absoluten Ausnahmefällen Einschränkungen. Wo das Gehäuse aufgestellt wird, verraten die I/O-Ports. Sie setzt Tryx an die Seite des Towers.
Langer leiser Lüfter
Tryx verspricht zudem ein besonders niedriges Lautstärkeniveau. Dieses will der Hersteller mit einem „Cross Flow Lüfter“ erreichen, der hinter der Front sitzt. Der längliche Ventilator schaufelt Luft über das Seitenteil in den Innenraum. Aufgrund einer variablen Blattgeometrie kann die Richtung des Luftstroms geändert werden. Der Lüfter bläst so entweder horizontal für ein luftgekühltes System oder im 45-Grad-Winkel nach oben. Dadurch soll ein Radiator direkt mit Luft versorgt werden.
Der Lüfter kann über einen Schieberegler gesteuert werden. Dadurch wird die maximale Drehzahl auf 2.500, 1.800 oder 1.100 U/Min begrenzt. Mit minimaler Drehzahl soll das Gehäuse ein Geräuschniveau von 20 dB(a) erreichen, schreibt der Hersteller. Unklar ist mit welchen Parametern dieser Wert entsteht und gemessen wird.
Ergänzt wird der Cross-Flow-Lüfter durch einen klassischen 120-mm-Lüfter im Heck. Weitere Lüfter können an der Front, neben dem Mainboard, an der Oberseite und auf dem Netzteil-Tunnel nachgerüstet werden. Maximal können am Deckel und Front ein 360-mm-Radiator eingesetzt werden, an der Front zudem auch Lüfter mit größerem Durchmesser bis hinauf zu 200-mm-Modellen.
Preis und Verfügbarkeit
Im Handel kann das Flova F50 bereits in allen drei Farbvarianten für rund 150 Euro erworben werden.
Apps & Mobile Entwicklung
Seltenes Format: Japannext bringt 3:2-Monitor mit „4K Plus“

Monitore im 3:2-Format gibt es noch? Ja, allerdings nur sehr selten. Japannext zeigt ein neues Modell. Der JN-282IPS4KP-HSP liefert 3.840 × 2.560 Pixel auf 28,2 Zoll, die Auflösung wird auch als „4K Plus“ bezeichnet.
3:2 ist eine seltene Angelegenheit
Von den aktuell über 3.000 Monitoren, die im ComputerBase-Preisvergleich aufgeführt werden, gehören gerade einmal 2 dem Seitenverhältnis 3:2 an. Das verdeutlicht, wie selten dieses geworden ist. Gegenüber 4K UHD liefert 4K+ UHD in der Vertikalen 400 Pixel mehr, sodass statt 8,3 Millionen Pixeln etwa 9,8 Millionen Pixel vorliegen – das sind knapp 18 Prozent mehr. Die Bildfläche im Format 3:2 ist rund 8 Prozent größer als in 16:9.
Zu den seltenen Modellen zählt der BenQ RD280U, der wie auch das neue Modell von Japannext über ein IPS-Panel mit der besagten Auflösung verfügt. Für den JN-282IPS4KP-HSP wird eine Helligkeit von 340 cd/m² und ein Kontrastverhältnis von 1.200:1 angegeben. Die Bildwiederholrate liegt bei 60 Hz und die Reaktionszeit bei 5 ms. Vermutlich handelt es sich um das gleiche Panel, sodass die 10 Bit Farbtiefe wie beim BenQ simuliert sind (8 Bit + FRC).
Als Anschlüsse sind zweimal DisplayPort 1.4 und zweimal HDMI 2.0 vorhanden. Zudem gibt es einen Audioausgang und integrierte Lautsprecher mit 2 × 3 Watt Nennleistung. Der Standfuß erlaubt eine Höhenverstellung um 110 mm, Neigungswinkel von -6° bis +22°, ein horizontales Schwenken um 25° und den Hochkantmodus (Pivot). Die Leistungsaufnahme gibt Japannext mit 23 bis 50 Watt im Betrieb und 1 Watt im Standby-Modus an. Per VESA-Vorrichtung ist eine alternative Halterung nutzbar.
Preis und Verfügbarkeit
Vorerst wird der JN-282IPS4KP-HSP nur im japanischen Shop des Herstellers aufgeführt und kostet dort 40.980 Yen, was aktuell rund 222 Euro entspricht. Der Hersteller bietet seine Monitore inzwischen aber auch in Europa an, sodass ein späterer Marktstart in Deutschland zu erwarten ist. Der Preis dürfte dann weit unter den 540 Euro liegen, die für den 3:2-Monitor von BenQ zu zahlen sind.
Dass Japannext regelrechte Kampfpreise aufruft, zeigte sich jüngst mit dem mit Abstand günstigsten 6K-Monitor am Markt.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 3 WochenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Wochen
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Datenschutz & Sicherheitvor 3 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenGame Over: JetBrains beendet Fleet und startet mit KI‑Plattform neu
-
Social Mediavor 16 StundenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 3 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights

