UX/UI & Webdesign
Rosa zieht! Weil Snask weiß, wie man es einsetzt! › PAGE online
Das Rebranding, das Snask für den Beauty- und Lifestyle-Brand Vivantis entwickelt hat, wird erst seit kurzem ausgerollt – und der Umsatz ist bereits um 30 Prozent gestiegen. Und das mit einem Redesign, das in Rosa und Gelb leuchtet, das camp und kitschy ist. Und zwar auf beste Art.
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Olympique de Marseille: Neue visuelle Identität zwischen Tradition und Internationalisierung – Design Tagebuch
Der französische Fußballclub Olympique de Marseille hat eine umfassend überarbeitete visuelle Identität vorgestellt. Neben einem neuen Logo umfasst der Relaunch auch eine aktualisierte Farbwelt, eine eigene Hausschrift sowie ein erweitertes visuelles System für digitale und physische Anwendungen. Ziel ist es, die Marke international zu stärken, ohne die historische Identität des Clubs aufzugeben.
Olympique de Marseille (OM) wurde 1899 gegründet und gehört zu den erfolgreichsten Fußballvereinen Frankreichs. Der Club trägt seine Heimspiele im Stade Vélodrome aus. Zu den größten Erfolgen zählt der Gewinn der UEFA Champions League 1993. Hinzu kommen neun französische Meisterschaften und zehn Pokalsiege. Die letzte französische Meisterschaft konnte der Club 2010 feiern. OM genießt einen Ruf als rebellisch und anti-elitär – ein bewusstes Gegenbild zu Pariser Establishment-Clubs.
Im Zentrum des vorgenommenen Rebrandings steht das modernisierte Logo, das den bestehenden Monogramm-Charakter bewahrt, jedoch stärker geometrisch ausgearbeitet wurde. Die neue Formensprache soll „Struktur und Klarheit“ vermitteln, während das beweglich gestaltete „M“ symbolisch auf Elemente wie Wasser, Wind und Feuer verweist – Motive, die eng mit der Stadt Marseille verknüpft sind. Der Club beschreibt das Zeichen als „historisch und zugleich mutig“ sowie als Ausdruck einer „in Bewegung befindlichen“ Marke.

Parallel dazu wurde die Farbwelt überarbeitet. Kern der neuen Identität ist ein Blauton, „Marseille Blue“, welcher aus historischen Blautönen früherer Logos abgeleitet wurde. Ergänzt wird die Palette durch „Deep Sea“, Weiß sowie Gold als Akzentfarbe zur Betonung der sportlichen Historie.

Auch typografisch setzt der Club auf Eigenständigkeit: Die neue „Marseille“-Hausschrift kombiniert geometrische Grundformen mit Serifen und ist in vier Schnitten verfügbar. Laut Club soll sie sowohl in emotional aufgeladenen Match-Day-Kontexten als auch in alltäglicher Kommunikation funktionieren. Auch die offizielle Wortmarke ist im neuen Corporate Font gesetzt (siehe Abb. unten).

Ergänzt wird das System durch sogenannte „Fervour Patterns“ – aus Fan-Fotografien generierte Texturen – sowie definierte Bildstile mit unterschiedlichen Intensitätsstufen.
Mit dem Rebranding positioniert sich Olympique de Marseille stärker als globale Sportmarke. Die neue Identität soll „gesehen, erlebt und gespürt“ werden – sowohl im Stadion als auch auf internationalen Plattformen.
Zeitgleich zur Umstellung auf die neue visuelle Identität wurde die offizielle Website unter relauncht. Diese wurde mit dem Ziel entwickelt, den Fans ein besseres Erlebnis zu bieten und soll laut Club moderner und intuitiver sein.
Kommentar
Anhänger von Olympique de Marseille hatten reichlich Zeit sich darauf einzustellen, dass sich das Erscheinungsbild ihres Clubs ändern wird. Schon vor Wochen machten entsprechende Gerüchte die Runde. Ganz unvorbereitet war man also nicht. Zu erwarten war auch, dass es, wie üblich, im Umfeld von Social Media überwiegend negative Reaktionen auf das nun vollzogene Rebranding gibt. Dass das Rebranding derart umfassend geworden ist, ist dann doch ein wenig überraschend. Gerade im Hinblick auf den europäischen Fußball, der bekanntermaßen traditionsbehaftet ist. Mit echtem Wandel und substanziellen Veränderungen tun sich viele Clubs schwer, nicht nur in visueller Hinsicht. Olympique Marseille jedenfalls vollzieht den Wandel.
Vereinslogo, Vereinsfarbe, Schriften, Bildsprache und viele weitere Gestaltungselemente – alles neu. Zeitgleich wurde der Webauftritt einem umfassenden Relaunch unterzogen. Dass nicht alle Fans von der Fülle an Maßnahmen begeistert sind, versteht sich von selbst.
Flach, dreidimensional, einfarbig, multicolor, glänzend, matt, geprägt, gestickt – das neue Vereinslogo von Olympique de Marseille macht alles mit. Eine am jeweiligen Bedarf und Kontext ausgerichtet Sprache, visuell und textlich, ist kennzeichnend für eine zeitgemäße Markenkommunikation. Auch OM positioniert sich als globale Sportmarke. Juventus Turin hatte es vor Jahren vorgemacht. Sich einerseits im Stilistischen nicht zu stark festzulegen, und dennoch als Marke wiedererkennbar sein, ist hierbei die große Herausforderung.
Der vom Club veröffentlichten Meldung ist nicht zu entnehmen ob und inwieweit Fans bei diesem Prozess mitgenommen wurden. Dass OM einen offenen Designprozess unter Einbindung der Fans durchgeführt hat, ähnlich wie bei Chicago Fire, davon ist eher nicht auszugehen. Im Gegensatz zu den Fans von Aston Villa konnten OM-Fans wohl auch nicht selbst abstimmen. Ob eine solche Abstimmung überhaupt sinnvoll ist, sei dahingestellt. Ohne Frage dürfte das neue Erscheinungsbild die Fanszene spalten.
Ganz unabhängig von der Gestaltung und der Frage nach der Ästhetik erscheint mir wesentlich: Während beispielsweise die Clubführung bei Ajax Amsterdam signalisiert, indem diese zum Uralt-Vereinsabzeichen zurückkehrt, dass sie im Grunde überhaupt keine Vorstellung von Zukunft hat, was tragisch ist, wagt Olympique de Marseille den Wandel, und unterstreicht so die Entwicklungsfähigkeit des Vereins. Dauerhaft stillstehen und zurückweichen ist nicht nur im Sport keine Option.
Ein lediglich dezentes, subtiles Rebranding mit kaum wahrnehmbaren Veränderungen wäre für Olympique Marseille, das seinem Image als rebellischer, heißblütiger und unberechenbarer Club einmal mehr gerecht zu werden scheint, auch unpassend. Als hartgesottener Fan wird einem die Art der Selbstinszenierung (als Marke) womöglich bitter aufstoßen. Kommerzieller Marketing-Shit eben. Doch bei Fußball interessierten (jungen) Menschen rund um dem Globus dürfte Olympique Marseille mit seinem geschärften visuellen Profil für Aufsehen sorgen. Möge die Rebellion Petition beginnen!
Mediengalerie
- Olympique de Marseille Brand Design Shirt, Quelle: Olympique de Marseille
- Olympique de Marseille Wortmarke, Quelle: Olympique de Marseille
- Olympique de Marseille Logo, Quelle: Olympique de Marseille
- Olympique de Marseille Brand Design Visual, Quelle: Olympique de Marseille
- Olympique de Marseille Brand Design Visual, Quelle: Olympique de Marseille
- Olympique de Marseille Brand Design Visual, Quelle: Olympique de Marseille
- Olympique de Marseille Brand Design Visual, Quelle: Olympique de Marseille
- Olympique de Marseille Brand Design Visual, Quelle: Olympique de Marseille
- Olympique de Marseille Brand Design Visual, Quelle: Olympique de Marseille
- Olympique de Marseille Brand Design Visual, Quelle: Olympique de Marseille
- Olympique de Marseille Brand Design Visual, Quelle: Olympique de Marseille
- Olympique de Marseille Brand Design Visual, Quelle: Olympique de Marseille
- Olympique de Marseille Logoevolution, Bildquelle: Olympique de Marseille, Wikipedia, Bildmontage: dt
- Olympique de Marseille Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Olympique de Marseille, Bildmontage: dt
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Öko-Pionier Andechser Natur hebt in digitale Welten ab! › PAGE online
Vom Joghurt-Becher ins World Wide Web: Curious Company hat für Andechser Natur, alteingesessener Bioprodukt-Anbieter aus Bayern, eine 3D-Erlebniswelt entwickelt. Direkt in sie hinein führt ein QR-Code auf den Andechser-Produkten.
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Schweizerische Nationalbank gibt Sieger des Gestaltungswettbewerbs für die zehnte Banknotenserie bekannt – Design Tagebuch
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat den Gestaltungswettbewerb für die zehnte Banknotenserie entschieden: Der Entwurf „J“ der Emphase GmbH setzte sich im mehrstufigen Verfahren durch und wird zur Grundlage der künftigen Banknotenentwicklung. Die Agentur wurde mit der grafischen Weiterentwicklung der Serie beauftragt. Die Einführung der neuen Banknoten ist frühestens für Anfang der 2030er-Jahre vorgesehen. Es ist wichtig zu betonen, dass sich das finale Design bis dahin noch deutlich verändern kann.
Die neue Serie steht unter dem Thema „Die Schweiz und ihre Höhenlagen“. Damit rückt die SNB die topografische Vielfalt des Landes in den Fokus – von den tief gelegenen Regionen bis zu den alpinen Hochlagen. Ziel ist es, das Leben und die kulturellen Besonderheiten der unterschiedlichen geografischen Räume gestalterisch abzubilden. Der gewählte Entwurf überzeugte sowohl in einer Bevölkerungsumfrage als auch in der Bewertung durch einen externen Fachbeirat und erzielte unter Einbezug organisatorischer und wirtschaftlicher Kriterien das beste Gesamtresultat.
Der Wettbewerb ist Teil eines langfristigen Entwicklungsprozesses. Neue Banknotenserien werden von der SNB in regelmäßigen Abständen initiiert, um Sicherheitsstandards, Funktionalität und gestalterische Qualität an aktuelle Anforderungen anzupassen. Die Entwürfe dienen zunächst als konzeptionelle Grundlage; im weiteren Verlauf werden grafische Elemente, Sicherheitsmerkmale und technische Aspekte gemeinsam mit Spezialisten weiterentwickelt. Über die endgültige Gestaltung entscheidet der Bankrat der SNB.
Parallel zur Bekanntgabe des Siegerentwurfs stellte die SNB sämtliche zwölf Wettbewerbsbeiträge öffentlich aus. Die Präsentation unterstreicht den Anspruch, den gestalterischen Prozess transparent zu gestalten und Design als integralen Bestandteil der Bargeldkommunikation sichtbar zu machen.
Mit der zehnten Serie setzt die SNB ihre Tradition fort, Banknoten als visuelle Repräsentation nationaler Identität zu nutzen – zugleich aber gestalterisch und technologisch auf zukünftige Anforderungen auszurichten.
Mediengalerie
- SNB Banknotenserie Emphase – Rückseite, Quelle: SNB
- SNB Banknotenserie Emphase – Vorderseite, Quelle: SNB
- SNB Banknotenserie Emphase, Quelle: SNB
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