Apps & Mobile Entwicklung
Samsung Galaxy S26, S26+ und S26 Ultra im Hands-on
Die Galaxy-S26-Serie steht im Zeichen künstlicher Intelligenz und weitet diese Funktionen auf noch mehr Bereiche aus. Design und Ausstattung von Galaxy S26, S26+ und S26 Ultra stellen sanfte Überarbeitungen gegenüber dem Vorjahr dar. Die größten Veränderungen erfährt das S26 Ultra, das erstmals ein Sichtschutz-Display bietet.
Ein Smartphone-Launch in schwierigen Zeiten
Analysten zufolge soll der Smartphone-Markt dieses Jahr über 6 Prozent seines Absatzvolumens einbüßen. Die Kostentreiber RAM und NAND sollen sich vor allem auf die Einsteiger- und Mittelklasse auswirken. Samsung hingegen werde als einer der wenigen Gewinner aus der schwierigen Marktlage gehen, glauben Marktforscher.
Samsung holt sich neue Partner ins Boot
Dazu beitragen soll ab sofort die im weniger betroffenen Premiumsegment angesiedelte Galaxy-S26-Serie, für die sich Samsung unter anderem das Ziel gesetzt hat, eigene und KI-Lösungen Dritter in noch mehr Alltagssituationen und einfacher zur Verfügung zu stellen. Die Partnerschaft mit Google wird fortgesetzt, die eigene Bixby wird erweitert und mit Perplexity zieht ein neuer Anbieter ein.
Die Preise gehen nach oben
Selbst an einem Riesen wie Samsung Electronics, der eine eigene Speichersparte besitzt, geht die aktuelle Marktsituation aber nicht spurlos vorbei. Mario Winter, Vice President Marketing bei Samsung Deutschland, erklärte am Firmensitz in Eschborn, dass das Unternehmen in der Speicherkrise besser aufgestellt sei als der Wettbewerb, gleich im Anschluss ging die Präsentation der neuen Smartphones aber mit Preisanpassungen nach oben einher. Consumer Electronics dürften dieses Jahr noch häufiger den Halbleiterhunger der Rechenzentren ausbaden.
Das kosten die Smartphones der Galaxy-S26-Serie
Samsung bietet die Galaxy-S26-Serie ab sofort zur Vorbestellung an. Das Galaxy S26 startet mit 256 GB statt 128 GB für 999 Euro. Das sind 40 Euro mehr, als letztes Jahr für 256 GB von Samsung aufgerufen wurden. Der Einstieg in die Serie fällt demnach in jedem Fall teurer aus. Deutlich teurer sind dieses Jahr auch die größeren Speicherkonfigurationen: Das Galaxy S26 mit 512 GB kostet 1.199 Euro statt 1.079 Euro.
Das Galaxy S26+ kostet direkt als Basismodell mit 256 GB signifikant mehr: 1.249 Euro statt 1.149 Euro. Mit 512 GB werden aus ehemals 1.269 Euro jetzt direkt 1.449 Euro.
Galaxy S26 Ultra startet gleich teuer
Das Galaxy S26 Ultra behält den aus dem Vorjahr bekannten Startpreis von 1.449 Euro mit 256 GB. Mit 512 GB steigt der Preis von 1.569 Euro auf 1.649 Euro und mit 1 TB von 1.809 Euro auf 1.949 Euro. Kleines Trostpflaster für Käufer des Topmodells: Das größte Galaxy S26 Ultra kommt jetzt mit 16 statt 12 GB RAM.
Diese Angebote gibt es für Vorbesteller
Darüber hinaus bietet Samsung in der Phase der Vorbestellungen, die vom 25. Februar bis 11. März läuft, wieder eine Verdoppelung des Speichers ohne weiteren Aufpreis an. Samsung spricht von einem Speicher-Upgrade im Wert von bis zu 200 Euro. Dieses „bis zu“ bezieht sich allerdings ausschließlich auf das Galaxy S26 Ultra mit 512 GB, für das man im Rahmen der Aktion eigentlich ohne Aufpreis die 1-TB-Variante bekommen würde. Die Preisdifferenz von 300 Euro (UVP) deckt Samsung aber nur mit 200 Euro ab. Für die größte Konfiguration müssen Käufer deshalb noch selbst 100 Euro beisteuern.
Kunden im Loyalitätsprogramm „Samsung Members“ erhalten zusätzlich 10 Prozent Rabatt auf die Galaxy-S26-Serie. Für den Eintausch von Altgeräten nennt Samsung einen Vorabzug von höchstens 825 Euro, wobei sich dieser Betrag auf ein Galaxy Z Fold 6 mit 1 TB bezieht.
Eine sanfte Evolution der Galaxy-S25-Serie
Die Smartphones stellen eine Evolution im Vergleich zu ihren Vorgängern dar, die meisten Veränderungen erfährt das Topmodell. Samsung hat sich mit dieser Generation für eine marginal dünnere Bauweise des Galaxy S26 Ultra entschieden, die zwei kleineren Modelle fallen annähernd gleich groß zu ihren Vorgängern aus. Neu sind die Farben: Cobalt Violet, White, Black und Sky Blue bei allen Händlern, Pink Gold und Silver Shadow nur direkt bei Samsung im Online-Shop.
Schnelleres (drahtloses) Laden
Eine hochwertige Materialwahl und Verarbeitung weisen alle drei Varianten auf. Zum Hands-on gab es am Gefühl in der Hand nichts auszusetzen. Das kleinste Galaxy S26 ist zwar immer noch genau das, doch mit 6,3 statt 6,2 Zoll und 71,7 × 149,6 × 7,20 mm ist es leicht gewachsen und hat in diesem Zug auch einen größeren Akku mit 4.300 mAh anstelle von 4.000 mAh erhalten. Schnelleres Laden wiederum unterstützt das Galaxy S26 Ultra mit jetzt 60 Watt per USB-C-Kabel respektive 25 Watt drahtlos – allerdings ohne vollwertiges Qi 2.2 mit Magneten.
Gorilla Armor 2 nur für ein Modell
Samsung ist für den Rahmen der Smartphones zurück zu leichterem Aluminium gekehrt, nachdem letztes Jahr noch eine Titanlegierung zum Einsatz kam. Das Schutzglas von Vorder- und Rückseite besteht durchweg aus Gorilla Glass Victus 2, einzig das Galaxy S26 Ultra bietet abermals das Reflexionen mindernde Gorilla Armor 2 von Corning.
Display schützt vor neugierigen Blicken
Ohnehin ist es vor allem das Galaxy S26 Ultra, das Samsung dieses Jahr mit Upgrades bedacht hat. Und das betrifft in erster Linie den Bildschirm, der jetzt ein optionales „Privacy Display“ bietet. Auf den deutschen Modellen wird die Funktion als „Datenschutzanzeige“ in den Bildschirmeinstellungen betitelt. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich ein Sichtschutz, der ab einem gewissen Blickwinkel keine neugierigen Blick mehr auf die Inhalte des Bildschirms ermöglichen soll. Die Funktion lässt sich in den Einstellungen dauerhaft für den gesamten Bildschirm, selektiv nur für einzelne Apps, oder ausgewählt nur für (bestimmte) Benachrichtigungen oder Passwort/PIN-Eingabefelder aktivieren.
Grundlage des Ganzen ist das von Samsung Display entwickelte „Flex Magic Pixel OLED Panel“, das Samsungs Displaysparte erstmals auf dem MWC 2024 gezeigt hatte. Die Pixel sind dabei so auf dem Panel angeordnet und können so angesteuert werden, dass sie primär nach vorne, aber nur eingeschränkt zur Seite leuchten. Fremden Personen im Zug, Flugzeug oder Café soll so der Blick auf den Bildschirm verwehrt werden.
In der Praxis funktioniert das erstaunlich gut, wie mehrere Versuche mit Kollegen zum Hands-on-Termin verdeutlichten. Der seitliche Blick auf den Bildschirm wird effektiv verhindert, zumindest in den meisten Situationen. Sitzt man wirklich eng bestuhlt direkt nebeneinander, dann können die Inhalte, wenngleich in reduzierter Bildqualität, doch noch erkennbar sein – vor allem wenn es die fremde Person darauf anlegt.
Maximaler Schutz reduziert Bildqualität
Samsung hat sich dafür die Erweiterung „Maximaler Privatsphärenschutz“ ausgedacht, die einen zusätzlichen „Vorhang“ um die Inhalte legt. Die Ansteuerung der seitlich strahlenden Pixel erfolgt dabei in Weiß, sodass Blicke von der Seite nicht nur mittels Ausblenden abgewehrt werden, sondern mit Gegenlicht. Nicht ohne Grund arbeitet die Datenschutzanzeige aber nicht von Haus aus in diesem Modus. In dem Begleittext der Einstellung erklärt Samsung, dass sich dieser Modus neben der Sicht aus seitlichen Winkeln zusätzlich negativ auf die normale Sicht von vorne auswirken kann.
Und das trifft definitiv zu, denn durch die Kombination aus normaler Pixelansteuerung nach vorne und Gegenlicht zur Seite reduziert sich der Kontrast deutlich und der Schwarzwert steigt, sodass sich Schwarz zu Grau wandelt. Dieser Modus ist deshalb nur bei der Pflicht zu besonderen Schutzmaßnahmen empfehlenswert. Aber auch hier lässt sich das Feature auf Apps oder gewisse Bereich des Betriebssystems einschränken, sodass die negativen Nebenerscheinungen nicht omnipräsent zu sehen sind.
Hat das Galaxy S25 Ultra das bessere Display?
Omnipräsent war vor Ort auch und nach Rücksprache mit mehreren Kollegen der Eindruck, dass der Bildschirm des Vorgängers Galaxy S25 Ultra (Test) unter normaler Verwendung, also wenn die Datenschutzanzeige überhaupt nicht auf dem Galaxy S26 Ultra aktiviert ist, eine etwas bessere Darstellungsqualität bietet. Die Anordnung der Pixel bei „Flex Magic Pixel“ führt dazu, dass das Galaxy S26 Ultra ein kleines bisschen weniger blickwinkelstabil ist und das Gorilla Armor 2 seine Vorteile nicht exakt so gut ausspielen kann wie beim Galaxy S25 Ultra ohne das neue Feature. Betrachtet man zudem im extremen Nahbereich das OLED-Panel und pickt sich zum Beispiel Bereiche wie die Akkukapazität in der oberen rechten Ecke heraus, wirken die Pixel schräg betrachtet teils ein wenig wie ausgefranst. Es sind Nuancen, sie sollten aber dennoch angesprochen werden.
Exynos 2600 und Snapdragon 8 Elite Gen 5 ziehen ein
Abseits des einen neuen Bildschirms zeichnet sich die Galaxy-S26-Serie durch neue, leistungsfähigere Prozessoren aus. Nachdem im letzten Jahr durchweg der Snapdragon 8 Elite „for Galaxy“ von Qualcomm zum Einsatz kam, hat sich Samsung mit dem aktuellen Jahrgang wieder für einen Split entschieden: Galaxy S26 und S26+ nutzen den Samsung Exynos 2600, während das Galaxy S26 Ultra den Snapdragon 8 Elite Gen 5 „for Galaxy“ erhalten hat. Das „for Galaxy“ steht dieses Mal für 130 MHz mehr Takt auf den zwei großen Oryon-3-CPU-Kernen und 100 MHz mehr Takt für die Adreno-840-GPU.
Das erste SoC aus 2-nm-GAA-Fertigung
Den Exynos 2600 hat ComputerBase bereits im Detail erklärt, doch zeichnet sich der Chip vor allem über drei Eigenschaften aus: die 2-nm-GAA-Fertigung bei Samsung, die aktuellen C1-CPU-Kerne von Arm und die in Kooperation mit AMD und deren RDNA-Architektur entwickelte Xclipse-940-GPU. Im Vergleich zum Snapdragon 8 Elite „for Galaxy“ des Vorgängers soll die Grafikeinheit 40 Prozent mehr Leistung bieten und mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 „for Galaxy“ gleichziehen. Die CPU-Leistung des Qualcomm-Chips sei derer des Exynos 2600 aber überlegen, gab Samsung zur Präsentation offen zu. Der Redaktion liegt bislang nur ein Muster des Galaxy S26 Ultra vor, sodass noch keine eigenen Einschätzungen zur Leistung des Exynos 2600 möglich sind. Auf den Geräten zum Hands-on waren Benchmarks und ähnliches untersagt.
Kleinere Upgrades für die Kameras
Über die neuen Prozessoren und optimierte Bildsignalprozessoren (ISP) soll auch die Leistungsfähigkeit und Qualität der Kameras steigen. Nüchtern betrachtet gibt es keine anderen Gründe, die für Verbesserungen sprechen. Samsung hat sich bei Galaxy S26 und S26+ abermals für exakt null Veränderungen gegenüber dem Galaxy S25 und S25+ entschieden – wohlgemerkt ist dies der Stand der Dinge schon seit dem Galaxy S22.
Beim Galaxy S26 Ultra halten offenere Anfangsblenden bei Hauptkamera und großem Teleobjektiv Einzug. Die 200-MP-Hauptkamera wechselt von f/1.7 zu f/1.4, das große Teleobjektiv von f/3.4 zu f/2.8. Weiterhin mit sich trägt das Galaxy S26 Ultra das kleine Teleobjektiv mit dreifacher Vergrößerung, das seit dem Galaxy S21 Ultra zugegen ist.
Nightography und Superstabil-Funktion für Videos
Verbesserungen gibt es in kleinem Maße dennoch. Der Modus „Nightography“ soll für klare und lebendige Aufnahmen auch in schwierigen Lichtverhältnissen sorgen. Neu ist für den Videomodus zudem die „Superstabil-Funktion“ die eine horizontale Sperroption bietet. Damit lässt sich das Smartphone während einer Aufnahme sogar vollständig verdrehen, also vom Quer- in das Hochformat, ohne dass sich das Bild verdreht. Das soll mehr Freiheiten beim Filmen in actionreichen Situationen ermöglichen.
APV-Codec für verlustfreies Bearbeiten
Neu ist exklusiv beim Galaxy S26 Ultra der optionale APV-Codec (Advanced Professional Video). Diesen hatte Qualcomm gemeinsam mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 angekündigt. Dabei handelt es sich um einen intermediären Lossless-Codec, der für die Videoproduktion vorgesehen ist. Der Codec wird neben Samsung unter anderem von Android 16, Blackmagic Design DaVinci Resolve und FFmpeg unterstützt.
KI-Upgrades mit neuer Now Nudge
Zahlreiche weitere Ergänzungen betreffen die Software und dort vor allem die KI-Funktionen. Eine der Neuerungen ist die sogenannte „Now Nudge“, bei der sich Samsung erst gar nicht an einer deutschen Übersetzung versucht hat. Dabei handelt es sich um kontextbezogene Vorschläge oberhalb der Tastatur ausschließlich innerhalb von Messenger-Apps. Die Technologie dahinter ist einfach erklärt: Es handelt sich um einen Screenreader, der zwar nicht wie Recall in Windows 11 permanent Screenshots erstellt, aber dennoch den Inhalt des Bildschirms auswertet, um Vorschläge zu machen.
Vorauswahl auf Basis des Bildschirminhalts
Wird im Messenger von dem Gesprächsteilnehmer zum Beispiel der letzte Urlaub in Australien erwähnt und darum gebeten, noch einmal die dort aufgenommenen Fotos zu zeigen, kann das Smartphone diese Informationen dazu verwenden, um in der Now Nudge einen entsprechenden Link zur Galerie und dort direkt mit einer Vorauswahl von Bildern aus Australien zu ergänzen. Der Nutzer muss die Bilder dann nur noch auswählen und kann sie sofort verschicken, ohne selbst zwischen den Anwendungen hin und her springen zu und die Fotos selbst heraussuchen zu müssen.
Die Now Nudge ist rein optional, sie muss bei Aktivierung auch keine allgemeinen Befugnisse erhalten, um zu funktionieren. Es lassen sich einzelne Messenger explizit auswählen oder eben abwählen. Die Auswertung der vom Screenreader gesammelten Informationen soll zudem ausschließlich lokal auf dem Smartphone erfolgen.
Samsung erweitert Now Brief
Im Now Brief*, der als proaktiver Tagesplaner dient, kommen jetzt zeitnahe Erinnerungen für wichtige Ereignisse oder Termine basierend auf dem persönlichen Kontext an hinzu. Damit soll Nutzern die Organisation des Tages erleichtert werden. Im Now Brief werden weiterhin personalisierte Tageszusammenfassungen (Wetter, Kalender, Nachrichten, Routinen) direkt auf den Sperrbildschirm oder in die Edge-Leiste dargestellt.
Circle to Search kann mehr
Das von Google zur Verfügung gestellte Circle to Search wurde für die Galaxy-S26-Serie mit einer weiterentwickelten Multi-Objekt-Erkennung ausgestattet, sodass Nutzer nun mehrere Teile eines Bildes gleichzeitig genauer mit der Funktion erkunden können.
Perplexity zieht bei Samsung ein
Neben Google mit Gemini sind auf den neuen Smartphones auch Samsung Bixby und Perplexity zugegen. „Hey Plex“ ermöglicht Zugriff auf den KI-Agenten, der auch mit Apps wie Samsung Notes, Clock, Gallery, Reminder und Calendar zusammenarbeiten kann.
Bixby kann Einstellungen vornehmen
Samsungs eigener Bixby-Assistent soll seine Vorteile hingegen in den Einstellungen ausspielen. Mit Bixby können Nutzer ihre Galaxy-Geräte in natürlicher Sprache steuern und navigieren, ohne genaue Bezeichnungen oder Befehle eingeben zu müssen. Kenntnis über die Gerätemenüs wird nicht vorausgesetzt, sodass sich Anwender auch keine bestimmten Begriffe für die jeweiligen Funktionen merken müssen, um das Gewünschte zu erledigen oder einzustellen. Stattdessen können Nutzer in ihren eigenen Worten beschreiben, was sie tun möchten, oder fragen, warum etwas auf dem Gerät ausgeführt wird.
Galaxy AI kann mehr Bildbearbeitung
Galaxy AI kommt auch bei der Bildbearbeitung zum Einsatz. Der weiterentwickelte Fotoassistent kann zum Beispiel Bilder ergänzen und fehlende Teile von Objekten wiederherstellen, beispielsweise einen Bissen aus einem Stück Kuchen. Auch Details wie Flecken auf der Kleidung lassen sich mit der Funktion entfernen oder Outfits auf Fotos verändern. Im Creative Studio sollen Nutzer lediglich auf Basis von Skizzen, Fotos oder Beschreibungen ihrer KI-Kreativität freien Lauf lassen können. Ein neuer Dokumentenscanner kann Verzerrungen und störende Elemente wie Falten oder Finger entfernen. Mehrere Bilder lassen sich automatisch zu einem PDF zusammenfassen.
Ersteindruck zur Galaxy-26-Serie
Samsungs neueste Flaggschiffe stellen eine sanfte Evolution gegenüber der Galaxy-S25-Serie dar. Die technischen Neuerungen beschränken sich in erster Linie auf die Prozessoren. Das Galaxy S26 Ultra legt darüber hinaus bei Bildschirm und Kameras nach. Die Datenschutzanzeige war zum Hands-on das Highlight. Viel spielt sich zudem aufseiten der Software und den KI-Funktionen ab, doch dürften diese Features nicht dauerhaft exklusiv für die Galaxy-S26-Serie sein. Samsung ist für die schrittweise Portierung auch auf ältere Baureihen oder zumindest die eine Generation älteren Modelle bekannt.
In Summe klingt das ein wenig ernüchternd und ist es generationenübergreifend auch. Wer ein Galaxy S25 besitzt, muss die Neulinge nicht fürchten. Smartphones werden aber selten von einem Jahr auf das nächste aktualisiert. Bei Samsung liegt die Haltezeit mittlerweile bei 36 Monaten. Wer von einem Galaxy S23 den Wechsel zu einem Galaxy S26 plant, bekommt deutlich mehr Veränderungen und ein durchaus rundes Paket.
Die Galaxy-S26-Serie besteht aus guten Smartphones, das steht nach dem ersten Ausprobieren nicht zur Debatte. Aus Sicht der Redaktion muss man aber zwei bis drei Generationen zurückblicken, um die Vorteile der neuen Modelle besser zu erkennen. Dass sich nicht viel gegenüber der Galaxy-S25-Serie verändert hat und die Preise dennoch teils deutlich höher ausfallen, ist für Samsung allerdings nicht hilfreich. Das trübt ein wenig den ansonsten doch weitgehend positiven Gesamteindruck.
Technische Daten der Galaxy-S26-Serie
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Samsung unter NDA im Vorfeld und im Rahmen einer Veranstaltung des Herstellers in Eschborn erhalten. Die Kosten für An-, Abreise und eine Hotelübernachtung wurden vom Unternehmen getragen. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe aus dem NDA war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.
Apps & Mobile Entwicklung
Wochenrück- und Ausblick: Ein Foldable, ein Controller-Tipp und ein Luxus-Notebook

Im wöchentlichen Rückblick auf die vergangenen sieben Tage steht heute die 15. Woche 2026 im Fokus. Es sind 54 News und Notizen sowie sieben Tests und Berichte erschienen. Welche davon haben die ComputerBase-Leser besonders interessiert? Was empfiehlt sich als Wochenendlektüre?
Das Oppo Find N5 (Test) war letztes Jahr ein eindrucksvoll dünnes Foldable mit reichhaltiger Ausstattung. Jetzt legt der Hersteller mit dem Find N6 (Test) nach, dessen Bildschirm eine noch geringere Falzmarke aufweist. Das faltbare Smartphone bietet zudem mehr Leistung, eine größere Batterie und bessere Kameras. Nur der Kauf bleibt schwierig.
Der Ultimate 2C Wireless (Test) ist im Netz und in der ComputerBase-Community ein heiß gehandelter Controller-Tipp. Kaum mehr als die Hälfte des Xbox-Standardpads kostet das Modell von 8BitDo und ist sogar besser ausgestattet. Was taugt der Community-Tipp wirklich? Wir haben es im Test herausgefunden.
Im Samsung Galaxy Book 6 Pro (Test) steckt der zweitschnellste Intel-Panther-Lake-Prozessor und zeigt, was er kann, wenn das Notebook mitspielt. Denn in 16 Zoll kann sich der Core Ultra X7 358H leise voll ausleben und sorgt so für ein sehr gut ausbalanciertes Produkt. Auch sonst kann das Notebook im Komplettpaket überzeugen.
Bei den tagesaktuellen Meldungen sah das Feld weitaus gemischter aus. Mit der Anker Solix Solarbank Max AC kommt ein neuer, modularer Energiespeicher nicht nur für Balkonkraftwerke auf den Markt, der die Grenze zwischen Mini-PV und ausgewachsener Solaranlage wie bei der Konkurrenz weiter verschwimmen lässt.
Kaum eine Woche vergeht zudem ohne neue Probleme bei Windows 11. Um das Design und die Benutzerführung von Windows 11 zu optimieren, dreht Microsoft derzeit an vielen Stellschrauben. Ein Problembereich bleiben jedoch die Einstellungen. Die Systemsteuerung wird man weiterhin kaum los. Wie kann das im Jahr 2026 immer noch sein?
Podcast
Fabian ist zurück aus New York und berichtet im Podcast aus erster Hand, wie es sich angefühlt hat, „3D-Videotelefonie“ über HP Dimension mit Google Beam zu führen. Auch über seinen Abstecher zu Intels neuen Arc Pro „Big Battlemage“ gibt es etwas zu erzählen. Daheim in Berlin hat Wolfgang derweil Nvidia DLSS MFG 6× getestet.
Eine neue Podcast-Episode hat es diese Woche aufgrund eines Osterurlaubs und darüber hinaus technischen Problemen nicht gegeben. Nächste Woche geht es mit CB-Funk dann wie geplant weiter.
Ausblick
Am 16. April ist ComputerBase-Geburtstag, 27 Jahre jung wird die Seite am Donnerstag! Die Redaktion wird aber nicht die ganze Woche feiern und faul auf der Haut liegen, sondern auch spannende Inhalte auf die Seite bringen. Täglich vorbeisehen lohnt sich also wie immer!
Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!
Apps & Mobile Entwicklung
Im Test vor 15 Jahren: SilverStones Temjin TJ11 für hohe Ansprüche ab 560 Euro
Die SilverStone-Temjin-Serie war für hohe Qualität und Preise bekannt, mit dem Temjin TJ11 (Test) überschritt der Hersteller aber im Jahr 2011 alle bis dato üblichen Maßstäbe. Für einen Preis von 560 Euro musste sich das Gehäuse an einem extrem hohen Standard messen lassen. Ganz ohne Ausnahme klappte das nicht.
Bewährtes Holzhammerrezept
Für einen Preis von 560 Euro hieß es bei SilverStone „klotzen, nicht kleckern“. Mit Abmessungen von 642 × 224 × 657 mm (H × B × T) und einem Gewicht von 17,4 kg war das TJ11 ein echter Koloss. Dafür ermöglichte der Hersteller es Anwendern, quasi jegliche Hardware im Inneren zu verbauen. Das fing bei den Mainboard-Formfaktoren an, die von Micro-ATX und ATX über XL-ATX bis hin zu Serverstandards wie SSI CEB reichten. Davon abgesehen fanden sich neun 5,25-Zoll-, sechs 3,5-Zoll- und drei 2,5-Zoll-Laufwerksschächte in dem Gehäuse. Die Frontanschlüsse umfassten jeweils zwei USB-2.0- und 3.0-Ports sowie einen Anschluss für ein Mikrofon und Kopfhörer.
Optisch fiel das TJ11 schlicht und elegant aus. Der Hersteller verzichtete auf optisch laute Ausstattungsmerkmale wie LED-Beleuchtung, ausgefallene Kanten oder ausladende Plastikverzierungen. Die Frontpartie des Gehäuses fiel besonders schlicht aus, abgesehen von den Aluminiumblenden für die Laufwerke gab es nichts zu sehen. Ein interessantes Feature war, dass das TJ11 über gleich zwei Power-Taster verfügte. Das ergab durchaus Sinn: Der obere Schalter konnte genutzt werden, wenn das Gehäuse auf dem Boden stand, und für den unwahrscheinlichen Fall, dass es auf einem Schreibtisch stand, war der untere An/Aus-Schalter leichter zu erreichen.
Die Seitenteile des TJ11 verfügten beide über ein vierteiliges Lochgitter am unteren Ende, das für Zirkulation im Gehäuse sorgten. Direkt über dem Lochgitter befanden sich große rechteckige Aussparungen. Diese waren notwendig, da SilverStone mit dem TJ11 ein Zweikammerprinzip verfolgte, das die Stromversorgung und Festplatten von den restlichen Komponenten trennte. Die Aussparungen fungierten als Lufteinlässe für die beiden verbauten 180-mm-Lüfter. Um die Verschmutzung des Innenraums zu verringern, stattete SilverStone das TJ11 mit feinen Staubfiltern aus. Wer einen Einblick auf das Innenleben des Gehäuses werfen wollte, der konnte das über das verbaute Seitenfenster in der rechten Seitenwand tun.
Neben diesen recht üblichen Merkmalen besaß das TJ11 die eine oder andere außergewöhnliche Eigenschaft. Beispielsweise bot es Platz für gleich zwei Netzteile nach ATX-Standard. Zudem wurde das Mainboard um 90 Grad gedreht verbaut, was sich der Thermik zunutze machen sollte.
Perfekte Verarbeitung und hohe Lautstärke
Die Verarbeitung war – dem Preis angemessen – perfekt. Es gab keine scharfen Kanten, wacklige Materialien oder unsaubere Verbindungen. Das Gehäuse war nicht vernietet, sondern verschraubt – konnte also vollständig in seine Einzelteile zerlegt werden. Weniger positiv fiel das Urteil bezüglich der Lautstärke aus. Von Haus aus kam das TJ11 mit den zwei großen 180-mm-Lüftern, einem 120-mm-Modell im Deckel und zwei an der linken Seite. Leider landete das Gehäuse mit dieser Belüftung auf einem der hintersten Plätze in puncto Lautstärke. Subjektiv war die Belüftung immer zu hören und störend laut. Die CPU- und GPU-Temperaturen waren dabei durch die Bank hinweg niedrig.
Ärgerlich waren die lauten Lüfter vor allem in Anbetracht des Preises von 560 Euro. Bei diesem Preis sollte man Kunden nicht zumuten, noch leisere Lüfter nachkaufen zu müssen.
Fazit
Am Ende machte sich beim TJ11 alles am Preis fest. Für 560 Euro war es nicht an jeden oder gar viele Anwender gerichtet. Für 560 Euro war nichts anderes als Perfektion an jeder Stelle zu erwarten. Und für 560 Euro waren die beigelegten Lüfter inakzeptabel. Wer so viel Geld für ein Gehäuse ausgab, den störte eine Kleinigkeit aber eventuell nicht. Und daher galt am Ende, dass das TJ11 für Liebhaber der Marke und Designsprache, die Wert auf Verarbeitungsqualität und einige ausgefallene Features legte, eine gute Wahl sein konnte.
In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:
Noch mehr Inhalte dieser Art und viele weitere Berichte und Anekdoten finden sich in der Retro-Ecke im Forum von ComputerBase.
Apps & Mobile Entwicklung
Absatz knackt die 5 Millionen: Kauft auch LG bald QD-OLED von Samsung für Monitore?

Samsung hat nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 5 Millionen QD-OLED-Displays für Monitore ausgeliefert. Die Zahl der Abnehmer respektive Monitormarken liege nun bei 16 weltweit, so das Unternehmen. Auch der direkte Konkurrent LG könnte bald ein Abnehmer werden, zumindest soll das erwogen werden.
Mehr als 5 Millionen QD-OLEDs für Monitore
Von offizieller Seite, nämlich durch eine Mitteilung von Samsung Display in der koreanischen Muttersprache des Konzerns, stammt die Meldung, dass der Absatz von QD-OLED-Displays für Monitore im März die Marke von 5 Millionen überstiegen hat. Dies sei in einem Zeitraum von rund vier Jahren erreicht worden. In den Jahren 2021 bis 2025 habe der Absatz im Durchschnitt um 320 Prozent pro Jahr zugelegt. Im Mai 2024 war der Meilenstein von 1 Million QD-OLED-Panels erreicht worden. Das bedeutet, dass in den vergangenen zwei Jahren rund 4 Millionen Displays ausgeliefert wurden.
Zu den jüngsten Neuzugängen zählt ein 34″-Panel mit 360 Hz und neuer „V-Stripe“ Pixelstruktur, das teils unschöne Farbsäume beim vorherigen Pixel-Design verhindern soll. Dies ist die inzwischen fünfte Generation der QD-OLED-Panels von Samsung Display.
Die neuen Monitore, auch jene mit der 4. Generation QD-OLED, sollen in diesem Jahr dank einer neuen Schutzfolie („QuantumBlack“) weniger Umgebungslicht reflektieren und so auch bei heller Umgebung ein tieferes Schwarz und weniger Lilastich bei zugleich höherer Kratzfestigkeit ermöglichen.
Samsung Display verweist bei dieser Gelegenheit auf eine Marktstudie von Omdia, laut der das Unternehmen beim Absatz von selbstleuchtenden Displays für Monitore einen Marktanteil von 75 Prozent erreicht habe.
Ein Blick in den hiesigen Online-Handel bestätigt Samsungs Vormacht: Von aktuell 211 aufgeführten OLED-Monitoren sind über 140 mit QD-OLED bestückt.
Wird auch LG zum QD-OLED-Kunden?
Nach Informationen von ZDNet Korea könnte auch der direkte Wettbewerber LG, dessen Tochter LG Display ebenfalls OLED-Displays fertigt, bald ein Abnehmer von QD-OLED für Monitore werden. Laut dem Bericht, der sich nach maschineller Übersetzung auf mehrere Quellen aus der Komponentenbranche beruft, soll LG Electronics aktuell Gespräche mit Samsung Display führen. Dabei gehe es um eine mögliche Abnahme von QD-OLED-Panels mit 27 Zoll, 4K UHD und 240 Hz für Monitore. Sofern es zu einer Einigung kommt, könne die Belieferung im vierten Quartal 2026 beginnen, heißt es weiter.
Völlig abwegig ist eine solche Partnerschaft nicht, denn schließlich bezieht Samsung Electronics, der Mutterkonzern hinter Samsung Display, seinerseits WOLED-Panels von LG Display für einige Fernsehgeräte.
Bei dieser Gelegenheit möchte die Redaktion auf zwei laufende Umfragen zum Thema OLED-Monitor hinweisen. Die Abstimmung ist noch bis zum 25. April 2026 möglich.
-
Ja.
-
Nein.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 1 MonatCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
UX/UI & Webdesignvor 2 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Entwickler, wacht auf – oder verliert euren Job
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenInterview: Massiver Anstieg der AU‑Fälle nicht durch die Telefon‑AU erklärbar






