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Steam Sale: Valve startet eine Woche Mittelalter-Rabatte auf Steam

Immer wieder hält Valve auf Steam abseits der vier großen jährlichen Steam Sales auch kleinere Rabattaktionen mit klarem Genre- oder Themenbezug ab. „Immer wieder“ heißt dabei fast immer – auch im Jahr 2026. Jetzt ist eine Aktion zu Spielen mit Mittelalter-Setting gestartet. Die Angebote laufen bis zum 27. April um 19:00 Uhr.
Mit Rabatt ins Mittelalter
Ab sofort und eine Woche lang gibt es auf Steam zahlreiche Rabatte rund ums Themenfeld Mittelalter. Das Genre der Spiele ist dabei nebensächlich, sodass neben zahlreichen Action-, Abenteuer- und Rollenspielen beispielsweise auch Strategiespiele im Preis reduziert sind. Eine Auswahl teilnehmender Titel stellt Valve wie üblich mit einem kurzen Trailer vor.
Neben rabattierten Spielen rückt der Steam-Betreiber außerdem kostenlose Demos und bald erscheinende Games in den Mittelpunkt.
Bei derartigen Rabattaktionen ist gemeinhin zu bedenken, dass Sale-Preise nicht unbedingt Tiefstpreise sein müssen. Eine Übersicht über derzeit reduzierte Spiele, bisherige Tiefstpreise und diverse Filteroptionen liefert die Datenbank SteamDB. Wer am Event teilnehmende und derzeit im Preis reduzierte Spiele empfehlen möchte, kann dies gerne in den Kommentaren tun. Auch Anmerkungen oder Erfahrungen zu teilnehmenden Titeln sind gerne gesehen.
Nach dem Steam Sale ist vor dem Steam Sale
Nach dem Event rund um Mittelalter-Spiele geht es Anfang Mai mit einer Rabattaktion zu Deckbuildern weiter. Die nachfolgende Tabelle bietet eine Übersicht über alle Steam-Rabattaktionen bis zum Ende des Jahres 2026.
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Legacy of the Dark Knight: Lego Batman landet mit erstem DLC auf der Switch 2
Im Herbst geht es für die gelungene Lego-Version von Batman auf die Switch 2. Gleichzeitig treten der Joker und Harley Quinn im ersten DLC auf den Plan und überziehen Gotham City mit jeder Menge erwartbarer Verwüstung.
Ab 18. September auf der Switch 2
Dass es Lego Batman noch 2026 auf die Nintendo-Konsole schafft, war bereits klar. Nun hat der Port einen Termin bekommen: Am 18. September startet Legacy of the Dark Knight auf der Switch 2. Spieler können dort ein gutes Lego- und ein gutes Batman-Spiel erwarten. Spieler sind jedenfalls begeistert: Auf Steam fallen mittlerweile 96 Prozent aller Wertungen positiv aus. Die Kombination aus Lego-Humor, einem tollen Querschnitt aller Batman-Epochen und erweitertesmGameplay, das zwar immer noch recht leicht, aber vielfältiger ist, mit einer tollen offenen Welt ergibt eine Menge Unterhaltung.
Mit Problemen ist trotz der relativ schwachen Hardware nicht zu rechnen. Erstens läuft auch ein Grafik-Blockbuster wie Indiana Jones und der große Kreis (mit kleinen Abstrichen) gut auf der Konsole, zweitens dürfte Lego Batman kein schwieriger Patient werden. Das Spiel braucht trotz hübscher Grafik auf dem PC weniger Leistung als befürchtet, sagt der Technik-Test von ComputerBase – und hat gutes Frame Pacing. Das spricht für einen soliden technischen Unterbau und beste Voraussetzungen für einen Port.
DLC bringt Story und mehr
Zeitgleich erscheint auf allen Plattformen der erste DLC, die „Mayhem Collection“. Sie stellt den Joker und Harley Quinn in den Mittelpunkt. Beide werden im Mayhem-Modus mit eigenen Fähigkeiten, Werkzeugen und Takedowns zu spielbaren Charakteren. Was der Modus beinhaltet, ist noch unklar. Dem Namen und seinen Protagonisten folgend werden Spieler aber wahrscheinlich Gotham City in Schutt und Legobausteine zerlegen dürfen.
Darüber hinaus soll der DLC neue Story-Missionen enthalten, in denen die beiden Schurken erneut aus dem Arkham Asylum ausbrechen. Neue Skins für bereits bekannte Charaktere, Gegenstände für die Batcave und ein weiteres Batmobil sind ebenfalls Teil des DLCs. Nach aktuellem Stand wird der DLC noch nicht einzeln angeboten, sondern nur im Rahmen der Deluxe-Edition von Lego Batman. Das Upgrade auf diese Version, die weitere kosmetische Extras enthält, kostet rund 25 Euro.
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GMKtec K17 mit Intel Lunar Lake im Test
Einen Komplett-PC mit RAM und SSD zu kaufen, ist 2026 teuer geworden. Im GMKtec K17 sind RAM und SSD für vergleichsweise kleines Geld im Test direkt mit dabei. Dank Intels weiterhin aktueller Lunar-Lake-Plattform ist die Lösung fürs Office inklusive Copilot-Zertifizierung perfekt geeignet.
Komplett-PCs spüren den Preishammer durch RAM und SSDs, der Trend geht stetig weiter nach oben. Ein Ausweg waren in den letzten Wochen Lagerbestände, hinzu kommen einige neue Modelle, die ältere Hardware mit einem leicht angepassten Äußeren noch einmal in den Handel bringen. Hier gilt es aber ein wachsames Auge zu haben, denn älter heißt schnell auch mal richtig alt und ist dann eher etwas, was man nicht mehr neu kaufen sollte. Auch GMKtec versucht diesen Spagat, mit dem K17 in einer doch sehr modernen Intel-Core-Ultra-200V-Plattform, wie der Test offenbart.
- Sehr geringer Verbrauch im Alltag
- Fanstop – Unhörbar im Leerlauf
- Auch sehr leise unter Last
- Kompaktes Chassis
- Umfassende Anschlüsse
- Platz für zwei NVMe-SSDs (2280)
- Support (Treiber, BIOS, Garantieabwicklung)
- Kein Thunderbolt (aber USB 4)
Die Spezifikationen im Detail
GMKtec setzt beim aktuellen K17 auf das klassische und bekannte NUC-Format: Ein quadratisches Äußeres mit 128 mm Kantenlänge (Breite, Tiefe) und 45 mm Höhe ist mit Hardware vollgepackt. Die wichtigsten Anschlüsse liegen an der Rückseite, ein paar leicht abgreifbare sind auch in der Front zugegen.
Lunar Lake in kleinster Ausführung
Bestückt ist das System mit Intels Lunar-Lake-CPU. Die Besonderheit bei diesem Prozessor ist die gewissermaßen strenge Vorgabe an den Chip: Es gibt stets maximal nur 4+0+4 Kerne, dazu ist der RAM als LPDDR5X direkt auf dem Package verlötet und entsprechend nicht aufrüstbar. Der Vorteil ist der extrem geringe Verbrauch, den diese Notebook-Lösung im Test auch zeigen kann.
Auch eine NPU bringt Lunar Lake mit, die bis zu 48 TOPS bietet. Im kleinsten Modell Intel Core Ultra 5 226V, wie im GMKtec K17 verbaut, ist diese jedoch auf 40 TOPS gesetzt worden. Das ist die geringste Klassifizierung für Microsoft Copilot+.
NVMe-SSD von Huawei ab Werk
Beim Massenspeicher kann das System mit zwei M.2-SSDs bestückt werden, jeweils in voller Länge von 80 mm (Format 2280). Theoretisch sind also bis zu zweimal 8 TB möglich, praktisch wird der Ausbau durch die steigenden Preise bei SSDs aber schnell eingegrenzt. Vorinstalliert ist dabei ein Exot: eine SSD von Huawei mit passendem Huawei-Controller, alles aus China – diese sind vergleichsweise günstig (gewesen).
Die Anschlussvielfalt überzeugt für einen Mini-PC dieser Größe, duales HDMI ist dabei, dazu leicht zugänglich in der Front auch der einzige USB-C-Port – sonst gibt es noch sechs Mal USB-A. Während LAN durch einen Intel-Chip realisiert wird, nutzt GMKtec für WLAN das günstigere MediaTek-M.2-Modul.
UVP vs. Preis und Support
Etwas, was GMKtec mit den anderen asiatischen Mini-PC-Herstellern teilt, ist das Vorgehen beim Verkauf und beim Support. Den offiziellen UVP muss man quasi nie zahlen, selbst im eigenen Shop gibt es stets Rabattcodes, die den Preis senken.
Stichwort Support: Zwar gibt es ein Jahr Garantie und eine mögliche Reparatur nach Anfrage via E-Mail, aber beim Zurücksenden gilt es, wie auch bei einigen anderen Punkten, das Kleingedruckte zu lesen:
You have 7 days to return an item from the date you received it (confirmed by shipping tracking record). This policy applies only to items purchased directly from GMKtec Official Website.
Only items unopened and in brand-new condition (not affecting secondary sales) are eligible for full refunds. If the item has been opened or used, a 15% repackaging/restocking fee will be deducted.
Auch bei der Software gibt es gegenüber Platzhirsch Asus NUC deutliche Einschränkungen. Es gibt zwar ein Download-Center, aber obwohl die Serie bereits verkauft wurde, findet sich K17 noch nicht dort wieder. Immerhin über eine andere globale Übersichtsseite in Form einer riesigen Liste gibt es einen ersten Download. Auch gibt es oft nur ein oder zwei Pakete – Treiber und Windows 11 – hinterlegt auf Google Drive oder OneDrive. BIOS-Updates? Sofern es sie gibt, ist nicht direkt ersichtlich wo.
Treiberpakete vom Hersteller sind dabei wichtig, denn durch die Verwendung von Realtek- und MediaTek-Chips und anderer Bauteile, die Windows nicht bei der Erstinstallation kennt, kann es bei der Neuinstallation durchaus zu Problemen kommen, diese wieder lauffähig zu bekommen. Mit der manuellen Treibersuche wird die Mehrheit der Kunden überfordert sein.
Der Website-Link zum Forum führt aktuell nur zu einer Fehlermeldung und ist keine Hilfe.
Auch bei GMKtec besteht in puncto Support 2026 zusammengefasst also noch viel Spielraum für Verbesserungen.
Installation, Einrichtung und Alltagserfahrungen
GMKtecs K17 wird mit vorinstalliertem Windows 11 Pro ausgeliefert. Um den Prozess beim ersten Start zu beschleunigen, empfiehlt GMKtec mittels eines Aufklebers über dem LAN-Port, doch schlichtweg noch keine Verbindung zum Internet herzustellen. Denn die neue Angewohnheit von Windows 11 ist es, beim ersten Start direkt alle neuen Updates zu ziehen, noch bevor man das erste Mal den Desktop gesehen hat. Dies kann mitunter vor allem bei nicht ganz so leistungsstarken Systemen Stunden dauern. Letztlich wird dieses Vorhaben aber dann nur auf einen Zeitpunkt nach dem ersten Start verschoben.
Ist die Einrichtung auf die eine oder die andere Art abgeschlossen worden, steht ein voll funktionsfähiger Mini-PC zur Verfügung.
Einen Blick sollte man auch dann aber erfahrungsgemäß noch einmal auf den Grafiktreiber haben: Dieser war beim Testmuster aber schon auf den Stand 25. April 2026 aktualisiert worden und voll funktionsfähig. Da aber auch Intel zuletzt die Schlagzahl bei Treibern deutlich erhöht hat, ist hier eventuell je nach Alter ein manuelles Update anzuraten – beispielsweise mit dem Intel-Grafiktreiber-Download aus dem ComputerBase-Archiv. Dann ist auch die Intel Arc 130V wie der Rest einsatzbereit.
Eine SSD von Huawei!?
Die doch eher exotische SSD in der westlichen Welt von Huawei verrichtet ihre Arbeit gemäß Spezifikationen. Im CrystalDiskMark ist sie deshalb auch ziemlich flott unterwegs und für so einen Mini-PC perfekt geeignet. Im Testmuster war die SSD laut Auslesetools überraschend aber bereits 124-mal eingeschaltet gewesen – in der Redaktion davon keine Handvoll.
Testergebnisse und Benchmarks
Der kleinste Intel Core Ultra 200V macht am Ende genau das, wozu er gedacht ist. In leichten Anwendungen ist das System schnell zur Stelle, erledigt Alltagsaufgaben ohne Probleme. Mit lediglich vier Performance-Kernen und dazu vier LPE-Cores ist der Prozessor aber nicht die erste Wahl für große und langwierige Multi-Core-Projekte. Neben der geringen Anzahl an Kernen und Threads steht auch die dauerhaft geringe TDP von 20, 25 oder auch 35/37 Watt im Weg – dafür wurde Lunar Lake nicht gebaut, wer bei Intel mehr will, greift zu Core Ultra 200H, Core Ultra 200HX oder Panther Lake alias Core Ultra 300.
Drei Leistungsprofile nur im BIOS
Von einem Tag auf den anderen hatte das System mit seinem regulären Standard-Profil bei 25 Watt in einen 15-Watt-Modus gewechselt – warum, war jedoch nicht nachzuvollziehen. Der Reset-Taster und der Weg ins BIOS schafften Abhilfe und offenbarten dadurch auch, dass es eigentlich drei Leistungsprofile gibt. Es scheint aber Einfluss zu haben, ob die Lüftereinstellung unabhängig vom Performance-Profil verändert wird – alle beide haben drei Modi.
Balanced als Leistungsmodus und Lüfter auf Performance führt wiederum zum Balanced-Leistungsprofil von 25 Watt TDP. Hier scheint ein kleiner Bug im BIOS vorzuliegen, denn auf 15 Watt fällt das System nicht einmal im Quiet/Quiet-Modus zurück – dann sind es eigentlich 20 Watt. Auf die Lautstärke des Systems hat das allerdings keinen Einfluss, der Mini-PC bleibt selbst im höchsten Leistungsprofil im Alltag unhörbar.
Flüsterleise oder Lüfter direkt ganz aus
Als kleine Hörprobe hier einmal das „lauteste“ Profil im Performance-Modus: Man hört aus 40 cm Entfernung mit 32 dB(A) quasi nichts, die CPU verbraucht dabei 35 Watt und wird maximal 78 Grad warm. Die beiden anderen Profile sind, wie im Verlaufsdiagramm dargestellt, noch etwas sparsamer und so auch kühler unterwegs, dafür auch etwas langsamer.
Und unter Windows allein? Unhörbar, die CPU ist bei nur 2,2 Watt auch extrem sparsam. Der Lüfter wird sogar ausgeschaltet – wenn man schnell ins BIOS wechselt, wird die Lüfterdrehzahl entsprechend mit 0 angezeigt – beim „Ohr auflegen“ vernimmt man nur ein leises Spulenfiepen. Der K17 erledigt hier einen guten Job.
Benchmarks
In Leistungstests sind die Anzahl der Kerne, aber auch die TDP-Einstufung entscheidend. Mit 37 Watt unter Dauerlast kann der GMKtec K17 wie bereits im Herbst der Acer RB102 mit Core Ultra 5 226V beispielsweise einem Geekom IT15 mit Intel Core Ultra 9 285H (Test) gefährlich werden, wenn dieser auch mit Handbremse betrieben wird. Ansonsten ist die Leistung vor allem bei leichter Last gut, schwere Multi-Tasking-Aufgaben sind aber nicht die Stärke von Lunar Lake. Bei der Grafik rangiert die Lösung ebenfalls im Mittelfeld, wobei es auch hier auf den exakten Gegenspieler ankommt.
Fazit
Der neue GMKtec K17 mit Intel Lunar Lake sowie 1-TB-SSD, 16 GB RAM und Windows 11 ab Werk ist zu Preisen von 529,99 (512 GB)/569,99 Euro (1 TB) und zusätzlichen -20 Euro mit Code „9HUR2ZJD“ im GMKtec-Shop ein überaus solides Angebot auch für den deutschen Markt. GMKtec folgt dabei so einigen Herstellern in dieser Zeit, die Lunar Lake noch einmal wiederentdecken, der RAM preisgünstig mitbringt – ein riesiger Kostenfaktor im Jahr 2026. Die für ultra-mobile Notebooks erdachte Plattform ist sehr effizient, dafür darf man keine Höchstleistung erwarten. Aber das Gesamtpaket steht dem Mini-PC weiterhin sehr gut.
Mit seinen Anschlüssen kann der Mini-PC von GMKtec viele Anforderungen abdecken. Es gefällt auch, dass der Lüfter unter einer gewissen Temperaturschwelle einfach den Betrieb einstellt, aber auch sonst im Alltag extrem leise agiert. Die verbaute Huawei-SSD hinterlässt einige Fragezeichen, vermutlich war sie aber nur beim Testmuster schon sehr oft in Benutzung. Im Zweifelsfall sollte der Kunde diese komplett formatieren und Windows neu aufsetzen. Das wiederum führt aber zum stets bekannten Problem mit dem unterdurchschnittlichen Support.
Als Gegenspieler kommt schnell der aktuell durch das Verkaufsverbot belegte Lunar-Lake-Mini-PC von Acer in den Sinn, aber auch der zuletzt getestete Mini-PC Sapphire Edge AI. Die Serie ist aktuell ab 607 Euro im Handel und setzt auf den etwas stärkeren Ryzen-AI-Prozessor. Aber Vorsicht! Sapphires Edge AI steht ohne RAM und SSD als „Barebone“ im Handel und die Kosten für diese Komponenten steigen tendenziell weiter an.
- Sehr geringer Verbrauch im Alltag
- Fanstop – Unhörbar im Leerlauf
- Auch sehr leise unter Last
- Kompaktes Chassis
- Umfassende Anschlüsse
- Platz für zwei NVMe-SSDs (2280)
- Support (Treiber, BIOS, Garantieabwicklung)
- Kein Thunderbolt (aber USB 4)
ComputerBase hat den K17 von GMKtec zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
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Webserver in Sekunden lahmgelegt: OpenAIs Codex soll bei DoS-Attacke geholfen haben
Sicherheitsforscher haben mit „HTTP/2 Bomb“ eine neue Denial-of-Service-Attacke auf Basis von HTTP/2 entdeckt, die Server in Sekunden lahmlegen kann. Sie entsteht durch die Kombination zweier seit Jahren bekannter Angriffstechniken. Nach Angaben der Forscher spielte dabei auch OpenAIs KI-Agent Codex eine wichtige Rolle.
Zusammen noch gefährlicher
Das kalifornische Sicherheitsunternehmen Calif berichtet über eine neue DoS-Angriffsmethode, die auf Standardkonfigurationen von HTTP/2 bei mehreren weit verbreiteten Webservern abzielt. Betroffen sein sollen unter anderem Nginx, Apache HTTP Server, Microsoft IIS, Envoy sowie Cloudflares Pingora. Darüber berichtet The Register.
Bei dem von den Forschern als „HTTP/2 Bomb“ bezeichneten Angriff werden zwei seit mehr als zehn Jahren bekannte Schwachstellen beziehungsweise Angriffstechniken miteinander kombiniert. Dazu zählt die sogenannte HPACK Compression Bomb (CVE-2016-6581), bei der die Header-Kompression von HTTP/2 ausgenutzt wird, um durch zahlreiche kleine Anfragen einen hohen Speicherverbrauch auf dem Server zu verursachen. Hinzu kommen Slowloris-ähnliche Verbindungsangriffe, darunter CVE-2016-8740 und CVE-2016-1546, bei denen eine große Zahl von Verbindungen über längere Zeit offen gehalten wird. Durch die Kombination beider Methoden soll der Speicherbedarf massiv steigen, sodass ein Server bereits nach wenigen Sekunden nicht mehr erreichbar ist.
Besonders kritisch sei laut den Forschern, dass bereits ein einzelner Angreifer mit einer gewöhnlichen 100-Mbit-Verbindung einen verwundbaren Server innerhalb kurzer Zeit lahmlegen könne. Bei Apache httpd und Envoy soll ein einzelner Client innerhalb von rund 20 Sekunden bis zu 32 Gigabyte Arbeitsspeicher belegen können. Nach Schätzungen der Experten könnten bis zu 880.000 Websites betroffen sein.
Erst die KI erkennt die „Wirksamkeit“
Eine eher unrühmliche Rolle kommt laut dem Bericht OpenAIs Coding-Assistent Codex zu, den die Forscher als wesentlichen Faktor bei der Entstehung des Angriffs betrachten. Demnach analysierte das System die beiden seit Langem bekannten Code-Basen und erkannte, dass sich die jeweiligen Schwachstellen gegenseitig ergänzen. Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelte der KI-Agent schließlich den kombinierten Angriff. „Diese Kombination ist offensichtlich, sobald man sie sieht, und doch hat, soweit wir wissen, kein Mensch sie gegen diese Server zusammengestellt“, konstatiert Entdecker Quang Luong.
Patches bereits verteilt
Nginx hat nach Angaben der Forscher bereits im April mit Version 1.29.8 entsprechende Korrekturen veröffentlicht. Auch Apache stellte mit mod_http2 v2.0.41 einen Fix bereit. Für Envoy wurden ebenfalls Patches veröffentlicht, deren Wirksamkeit laut Calif allerdings noch überprüft werden müsse. Microsoft untersucht nach eigenen Angaben mögliche Schutzmaßnahmen für IIS.
Cloudflare sieht keine Gefährdung
Cloudflare widerspricht hingegen der Einschätzung, dass Pingora von dem Angriff betroffen sei. Nach Angaben des Unternehmens schützen die vorhandenen DDoS-Abwehrmechanismen Kunden bereits vor der beschriebenen Angriffsmethode. Dennoch empfehlen die Sicherheitsforscher als vorläufige Schutzmaßnahmen für Microsoft IIS und Pingora, HTTP/2 gegebenenfalls zu deaktivieren oder die Zahl zulässiger HTTP-Header pro Anfrage zu begrenzen.
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