Künstliche Intelligenz
Telekom beendet Kampagne „Im besten Netz“ in der Netzkennung
Mobilfunk-Kunden der Deutschen Telekom sahen seit dem 22. Januar eine neue, sich bewegende Netzkennung mit der Nachricht „Im besten Netz“ in der linken Ecke ihres Smartphone-Bildschirms. Diese Anzeige war Teil einer großangelegten Werbekampagne, die der Netzbetreiber nun offenbar vorzeitig beendet hat. Die Änderung erfolgte per Over-the-Air-Update (OTA) auf die SIM-Profile der Kunden. Auf Telefonen sollte jetzt wieder Telekom.de zu sehen sein.
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Die im Januar geänderte Netzkennzeichnung war Teil einer 360-Grad-Werbekampagne „für ihre leistungsfähigen Netze“, erklärt der Telekommunikationskonzern in seiner Ankündigung. Neben der Werbung auf dem Smartphone bewarb die Telekom ihr Netz mit einem neuen Werbespot mit dem Song „What The World Needs Now Is Love“ und verschiedenen Motiven.
Die Werbung auf den Smartphones der Kunden stieß auf allerhand Kritik: So schrieb etwa ein Telekom-Kunde: „Hallo, diese Smartphone-Anzeige ‚Im besten Netz‘ statt ‚Telekom‘ hat mich heute früh extrem verunsichert, dachte an einen Hackerangriff, der alle Daten abgegriffen hat und dann diesen Hinweis hinterlassen hat.“ Nicht nur Kundinnen und Kunden zeigten sich von der Werbung irritiert: Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte vor dem Oberlandesgericht Köln am 5. Februar 2026 einen Antrag auf Erlass der einstweiligen Verfügung gegen die Werbeanzeige gestellt.
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Die Verbraucherzentrale scheint indes nicht der einzige Kläger zu sein: Wie Carsten Knobloch von Stadt-Bremerhaven.de aus Branchenkreisen erfahren haben will, reagierte die Deutsche Telekom mit der Rückkehr zur üblichen Netzkennung auf eine einstweilige Verfügung des LG Düsseldorf. Wie man einem bissigen Linkedin-Beitrag von Telekom-Chef Tim Höttges entnehmen kann, stammt die weitere Verfügung vom Mitbewerber 1&1.
Telekom: Kampagne wie geplant beendet
Mit dieser Verfügung hatte die „Im besten Netz“-Kampagne der Telekom offenbar früher als ursprünglich vorgesehen. Denn laut dem Netzbetreiber war sie zunächst für vier Wochen geplant, mit der Option der Verlängerung. Die Rückkehr zur alten Netzkennung bestätigen unter anderem Kunden im Telekom-Forum „Telekom hilft“.
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Auf eine Anfrage von heise online bestätigte die Deutschen Telekom, dass eine einstweilige Verfügung vorliege. Die Kampagne habe der Konzern indes unabhängig davon beendet: Man habe von Beginn an geplant, Mitte Februar wieder auf „Telekom.de“ umzustellen. „Mit der Umstellung der Netzkennung auf ‚Im besten Netz‘ haben wir wie geplant rund vier Wochen darüber informiert, dass die Telekom ihren Kundinnen und Kunden höchste Netzqualität zur Verfügung stellt.“
Update
13.02.2026,
13:26
Uhr
Artikel um Linkedin-Beitrag von Tim Höttges erweitert.
(afl)
Künstliche Intelligenz
E-SUV BMW iX3 40: Einstiegsmodell mit 235 kW und 635 km Reichweite
Nur wenige Wochen nach der Markteinführung des neuen BMW iX3 in Deutschland bringt BMW eine günstigere, zweite Antriebsvariante heraus. Das neue Einstiegsmodell BMW iX3 40 ist als Basis-Version des iX3 mit Heckantrieb mit stromerregter Synchronmaschine (SSM) ausgestattet und leistet 235 kW. Das Drehmoment gibt der Hersteller mit 500 Nm an. Von null auf 100 km/h sollen damit 5,9 Sekunden vergehen, abgeregelt wird erst bei 200 km/h.
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Gleiche Ladedauer wie beim iX 50
Ein statt den 108,7 kWh des iX3 50 xDrive netto nur 82,6 kWh fassender Akku soll bei einem kombinierten WLTP-Verbrauch von 14,6 kWh/100 km eine Reichweite von bis zu 635 Kilometer ermöglichen. Deutlich geringer ist trotz 800–Volt-Spannungslage des Cell-to-Pack-Speichers die maximale DC-Ladeleistung mit 300 kW als die des bislang einzigen erhältlichen BMW iX3 50 Xdrive. Allerdings hat BMW die Akkukapazität so gewählt, dass die Ladung von 10 auf 80 Prozent mit 21 Minuten gleich lang dauert. Fürs AC-Laden wird der iX3 40 serienmäßig mit einem 11-kW-AC-Ladegrät geliefert, der 22-kW-Lader kostet Aufpreis.
Wie bereits für den iX3 50 bietet BMW eine bidirektionale Ladefunktion an, die es ermöglicht, den Wagen als Energiespeicher zu Hause zu nutzen, was besonders sinnvoll in Verbindung mit einer eigenen Stromerzeugung, beispielsweise per Photovoltaik ist.
Da der BMW i3 auf der gleichen technischen Basis aufbaut, dürfte die kommende i3-Antriebsvariante mit ähnlichen Eckdaten zu erwarten sein. Der BMW iX3 40 ist ab Sommer 2026 zu einem Preis ab 63.400 Euro erhältlich, rund 7500 Euro günstiger als der iX 50, aber etwas über den zunächst angekündigten 60.000 Euro.
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(fpi)
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Rocket Lab übernimmt Laserkommunikationsunternehmen Mynaric
Das US-Raumfahrtunternehmen Rocket Lab darf das deutsche Unternehmen Mynaric kaufen. Die deutschen Behörden haben die Übernahme des Herstellers von Laserkommunikationssystemen genehmigt.
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Die Transaktion sei vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geprüft und genehmigt worden, teilte Rocket Lab mit. Das Unternehmen gehe davon aus, dass die Übernahme im April abgeschlossen werde.
„Laserkommunikation ist ein entscheidender Faktor für die Satellitenkonstellationen von heute und morgen“, sagte Peter Beck, Chef und Gründer von Rocket Lab. Mit der Übernahme von Mynaric sei das Unternehmen „der Erweiterung unserer Möglichkeiten, die deutsche und europäische Raumfahrtindustrie in viel größerem Umfang zu unterstützen, einen spannenden Schritt näher gekommen.“
Die Übernahme wurde vom Wirtschaftsministerium lange und gründlich geprüft. Das Ministerium hat diese auch nur unter Auflagen genehmigt, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet: „Die Auflagen garantieren den Verbleib des geistigen Eigentums, der Produktion sowie Forschung und Entwicklung von Schlüsseltechnologien und -produkten von Mynaric in Deutschland und Europa.“
Keine Mynaric-Produkte für China
Dazu gehört auch, dass deutsche und europäische Kunden aus dem Rüstungssektor Zugriff auf die Produkte von Mynaric bekommen. Einen Verkauf von Mynaric-Produkten nach China untersagte die Bundesregierung vor einigen Jahren.
Das in München ansässige Unternehmen Mynaric ist eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Es vermarktet eine Technik für Laserkommunikation, die vom Institut für Kommunikation und Navigation des DLR entwickelt wurde. Damit lassen sich deutlich höhere Datenübertragungsraten erzielen als per Funk und soll vor allem für die Kommunikation zwischen Satelliten eingesetzt werden.
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Wegen Verzögerungen bei der Serienfertigung des Kommunikationsterminals Condor Mk3 geriet Mynaric in eine wirtschaftliche Schieflage, sodass das Unternehmen von der Börse genommen werden musste. Rocket Lab, das bereits zu den Kunden von Mynaric gehörte, unterbreitete bereits im März vergangenen Jahres ein Kaufangebot.
Entsprechend den Auflagen der Bundesregierung verbleibt der Unternehmenssitz in München, wodurch Rocket Lab nach eigenen Angaben seine erste Präsenz in Europa etabliert. Das sei die Chance für das Raumfahrtunternehmen, nach Europa zu expandieren. Das in Neuseeland gegründete Unternehmen baut die wiederverwendbare Rakete Electron, die Kleinsatelliten ins All bringt, sowie Bauteile für Satelliten. Neben der Kleinrakete Electron entwickelt Rocket Lab die größere Neutron, die bis zu 13 Tonnen Nutzlast in den niedrigen Erdorbit bringen soll.
(wpl)
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Mehrere Bundesländer wollen die Informationsfreiheit einschränken
Die demokratische Kontrolle staatlichen Handelns steht vor einer Zerreißprobe. Was Anfang 2025 auf Bundesebene am Widerstand der Zivilgesellschaft scheiterte, kehrt durch die Hintertür der Landesgesetzgebungen zurück. Voriges Jahr legte es CDU-Verhandlungsführer Philipp Amthor darauf an, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) des Bundes faktisch abzuschaffen. Nun erfolgt die Demontage der Transparenzrechte schrittweise in den Ländern. Den Anfang machte Berlin: Die schwarz-rote Koalition entkernte vorige Woche unter dem Banner des Katastrophenschutzes das Berliner IFG.
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Der Hauptstadt-Fall zeigt ein Muster, das in anderen Bundesländern Schule zu machen droht. Als Reaktion auf Anschläge auf die Strominfrastruktur drückte der Senat im Abgeordnetenhaus Änderungen durch, die weit über den Schutz kritischer Anlagen hinausgehen.
Zehn neue Ausnahmetatbestände erschweren den Zugang zu Informationen in Sektoren wie Verkehr, Energie, Kultur und Finanzen. Nur die Kulturverwaltung ist ausgenommen, in der Rechercheure vom Portal FragDenStaat jüngst mithilfe des Auskunftsrechts eine Fördermittelaffäre der Berliner CDU aufdeckten.
Domino-Effekt in den Ländern
Dieser Dammbruch wirkt laut FragDenStaat wie ein Startsignal für Schleswig-Holstein, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. In Kiel plant die schwarz-grüne Landesregierung, den Kreis auskunftspflichtiger Stellen zu beschneiden. Sparkassen, Kreditinstitute sowie Kammern und Berufsverbände sollen komplett aus der Transparenzpflicht fallen. Datenschützer kritisieren zudem das Vorhaben, bei angeblich missbräuchlichen Anfragen die Identität der Absender einzufordern. Das untergräbt das Prinzip der anonymen Behördenanfrage und schreckt Whistleblower sowie Journalisten ab. Auch der Verfassungsschutz soll in Schleswig-Holstein künftig ganz im Verborgenen agieren.
In Thüringen zeichnet sich ein Angriff auf die proaktive Transparenz ab. Ein Gesetzentwurf der von CDU, SPD und BSW getragenen Landesregierung sieht vor, Veröffentlichungspflichten für Kommunen zu reduzieren. Dokumente, die bisher von Amts wegen zugänglich waren, verschwinden wieder in den Schubladen. Ferner soll die Landesdatenschutzbehörde als Instanz zur Durchsetzung von Informationsrechten geschwächt werden.
Informierte Debatten in Gefahr
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In Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD-Linke-Regierung vor, das Recht auf Information an die Meldebescheinigung zu koppeln. Nur wer seinen Erstwohnsitz im Land hat, darf künftig Anfragen stellen. Das würde einen Grundsatz der Informationsfreiheit abschaffen, da staatliches Handeln von allgemeinem öffentlichem Interesse und nicht an geografische Grenzen gebunden ist. Überregionale Medien oder Transparenzinitiativen würden ausgesperrt.
Die Argumentationsmuster der Regierungen gleichen sich: Sicherheitsbedenken und Entlastung der Verwaltung rechtfertigen den verwehrten Blick in die Akten. Doch wenn der Zugang zu Daten über Wasserversorgung, Finanzen oder Telekommunikation zur Geheimsache wird, schwindet die Basis für eine informierte Debatte.
(wpl)
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