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Top 10: Das beste kleine Smartphone bis 6,3 Zoll – Xiaomi vor Apple und Samsung
Xiaomi 17
Kleiner als das Ultra, aber kaum schwächer: Das Xiaomi 17 überzeugt mit starker Kamera, viel Leistung und kompakten 6,3 Zoll. Mehr im Test.
- sehr lange Akkulaufzeit
- starke Performance
- exzellente Kamera
- tolles Display
- teuer
- etwas Bloatware
- Benchmark-Ergebnisse etwas niedriger
Xiaomi 17 im Test: Das beste kleine Android-Smartphone
Kleiner als das Ultra, aber kaum schwächer: Das Xiaomi 17 überzeugt mit starker Kamera, viel Leistung und kompakten 6,3 Zoll. Mehr im Test.
Im Schatten des großen Bruders: Während das Xiaomi 17 Ultra meist im Rampenlicht steht, spielt das Basismodell überraschend groß auf. Auf den ersten Blick verwirrend, aber strategisch clever: Xiaomi überspringt die Version 16 bewusst, um sich namentlich auf Augenhöhe mit Apples iPhone-17-Reihe zu positionieren – ein klarer Marketing-Schachzug.
Für alle, die ein kompaktes Smartphone bis 6,3 Zoll suchen, bietet das Xiaomi 17 trotzdem ein starkes Gesamtpaket: viel Rechenleistung, eine hochwertige Ausstattung, eine überzeugende Kamera und einen 6300-mAh-Akku, der im Alltag zuverlässig durchhält. Wie sich das kompakte Flaggschiff im Vergleich zum wuchtigen 17 Ultra mit 6,9 Zoll schlägt und für wen es die praktischere Wahl ist, klärt dieser Test.
Design
Das Design hat sich gegenüber dem Vorgänger Xiaomi 15 deutlich verändert. Statt eines quadratischen Kamerablocks kommen nun vier einzelne Metallringe zum Einsatz, die drei Objektive und den LED-Blitz einfassen. Sie sitzen auf einem abgerundeten, quadratischen Element und ragen aus dem Gehäuse hervor. Das wirkt organischer, weniger wuchtig – und gibt der Rückseite eine weichere Note.
Die Ecken des Gehäuses sind ebenfalls stark abgerundet – Xiaomi nennt diese Form „Squircles“. Dahinter stecken mathematisch berechnete Kurven, die fließende Übergänge zwischen geraden Kanten und Rundungen schaffen. Das Gehäuse bleibt trotzdem flach. In der Hand funktioniert das erstaunlich gut: Die Rundungen schmiegen sich an die Handfläche, die flachen Seiten sorgen für sicheren Halt. Einhändiges Bedienen ist problemlos möglich.
Hinter dem Design steckt das „Alive“-Konzept des japanischen Designers Kenya Hara: Technologie soll sich lebendig anfühlen, nicht wie ein kalter Technikblock. Der „Goldene Schnitt“ bestimmt dabei die Proportionen – vom Display-Rahmen-Verhältnis bis zur Platzierung des Kameramoduls. Klingt nach Marketing-Poesie, fühlt sich in der Praxis aber tatsächlich stimmig an. Dank IP68-Zertifizierung ist es zudem staub- und wasserdicht.
Das Gehäuse besteht aus einem Metallrahmen mit flachem Glas vorn und hinten. Die Verarbeitung ist erstklassig – hier knarzt nichts, hier wackelt nichts. Mit 151,1 × 71,8 × 8,1 mm fällt das Xiaomi 17 nur minimal größer und etwas dicker aus als das Samsung Galaxy S26. Wer ein kompaktes Smartphone sucht, das in jede Hosen- oder Handtasche passt, wird hier fündig. Auf der Waage zeigt sich allerdings ein Unterschied zum Galaxy: Mit 190 g bringt das Xiaomi 17 rund 12 Prozent mehr auf die Waage.
Display
Das 6,3 Zoll große AMOLED-Display nutzt die Fläche dank sehr schmaler Ränder effizient aus – für ein kompaktes Smartphone bekommt man hier erfreulich viel Bildschirmfläche. Die Auflösung von 2656 × 1220 Pixeln ergibt scharfe 464 PPI – einzelne Pixel sucht man vergeblich.
Dank LTPO-Technologie regelt der Bildschirm die Bildwiederholrate in einzelnen Hertz-Schritten zwischen 1 und 120 Hz. Das sorgt für geschmeidige Animationen und schont gleichzeitig den Akku, wenn sich auf dem Display gerade nichts bewegt.
Im Freien ist die Anzeige auch bei direktem Sonnenschein leicht ablesbar – bis zu 3500 Nits sollen kurzzeitig im HDR-Modus möglich sein. Farben sind kräftig, Kontraste ausgeprägt und Schwarztöne so tief, wie man es von einem AMOLED erwartet. Dazu kommen stabile Blickwinkel.
Kamera
Das Kamera-Set-up des 17er-Basismodells fällt im Vergleich zum Ultra erwartungsgemäß abgespeckter aus. Es umfasst eine Hauptkamera mit 50 Megapixel und f/1,67 samt optischer Bildstabilisierung (OIS), ein Weitwinkelobjektiv mit 50 Megapixel und f/2,4 (ohne OIS) sowie eine Telelinse mit 50 Megapixel bei f/2,0 und OIS. Der optische Zoom liegt hier bei 2,6-fach. Eine deutliche Aufwertung erfährt hingegen die Selfiekamera, die nun ebenfalls 50 Megapixel bietet.
Mit der Hauptkamera gelingen exzellente Aufnahmen: Bilddetails sind sehr ausgeprägt, der Dynamikumfang breit gefächert, Schärfe und Kontraste gut abgestimmt. Wie üblich steuert Leica zwei Standard-Farbmodi bei: „Leica Vibrant“ für kräftige Farben und „Leica Authentic“ für einen gedämpften Look. Weitere Filter von Leica sind ebenfalls wählbar.
Selbst bei Dunkelheit hellt die Hauptkamera gekonnt auf – scharfe Aufnahmen ohne nennenswertes Bildrauschen sind das Ergebnis, sofern genug Restlicht vorhanden ist. Die Weitwinkellinse liefert ebenfalls detailreiche Aufnahmen und weicht farblich nicht von den übrigen Linsen ab – schwächelt allerdings bei Dunkelheit mangels OIS spürbar.
Die Telelinse bietet 2,6-fachen optischen Zoom und liefert bei Tageslicht exzellente Ergebnisse, die auch beim hybriden 5-fach-Zoom faktisch keine Einbußen zeigen. Selbst 10-fach sieht noch gut aus, mit Abstrichen sogar 30-fach – maximal sind 60-fach möglich. Bei Dunkelheit nimmt das Bildrauschen zu, mit 2,6-fach gelingen aber noch ordentliche, wenn auch leicht grobkörnige Aufnahmen.
Für den Supermakromodus kommt ebenfalls die Telelinse zum Einsatz, statt der Weitwinkellinse wie bei anderen Herstellern – man hält das Smartphone also etwas weiter weg, bekommt dafür aber gute Ergebnisse.
Selfies sind scharf, das Bokeh im Porträtmodus sauber erzeugt. Videos sehen ebenfalls klasse aus. Möglich sind 4K mit 60 FPS oder 8K mit 30 FPS. Das Xiaomi 17 kann zwar nicht ganz mit dem Ultra mithalten, liefert aber eine der besten Kameras in kompakten Smartphones ab.
Xiaomi 17 – Originalaufnahmen
Ausstattung
Als Antrieb kommt das Beste zum Einsatz, das Qualcomm derzeit zu bieten hat: der Snapdragon 8 Elite Gen 5. Über Jahre dürfte das Xiaomi 17 damit genügend Leistungsreserven haben – und ja, es ist auch voll spieletauglich. Das System läuft stets schnell und flüssig.
In den Benchmarks zeigt sich das deutlich: 6500 Punkte bei 3DMark Wild Life Extreme zeugen von ordentlicher Grafikleistung. Minimal stärker war hier das Xiaomi 17 Ultra. Im Vergleich mit dem Samsung Galaxy S26 Ultra und seinen rund 8000 Punkten fallen die Werte allerdings spürbar niedriger aus. Der Grund dafür ist einfach: Qualcomm beliefert Samsung mit übertakteten Snapdragons. Dafür arbeitet die Variante im Xiaomi 17 etwas effizienter: Im Stresstest hält das Gerät solide 65 Prozent und wird dabei nur warm, aber nicht heiß. Bei Solar Bay von 3DMark kommt es auf starke 12.000 Punkte.
Als Speicher kommen 256 oder 512 GB zum Einsatz – von der schnellen Sorte UFS 4.1. Einen microSD-Slot gibt es nicht, was bei Premium-Smartphones mittlerweile kaum noch üblich ist. Der Arbeitsspeicher fällt mit 12 GB RAM üppig aus.
Für mobiles Surfen steht 5G zur Verfügung, das Gerät unterstützt sowohl zwei E-SIMs als auch zwei Nano-SIMs. Ins heimische Netzwerk geht es per Wi-Fi 7. Auch bei den übrigen Schnittstellen ist alles auf Top-Niveau: USB-C 3.2, Bluetooth 6.0, NFC sowie ein Infrarot-Port. Die Ortung per GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und Navic fällt laut GPS-Test mit rund drei Metern sehr genau aus.
Eine Besonderheit ist Xiaomis Astral Communication: Damit können zwei kompatible Xiaomi-Geräte Sprachanrufe direkt untereinander führen – ganz ohne Mobilfunknetz oder WLAN, per Punkt-zu-Punkt-Verbindung über bis zu 1,5 Kilometer in freier Umgebung. Praktisch beim Wandern oder in Funklöchern. Neben der Xiaomi-17-Serie beherrschen auch die Xiaomi-15-Serie sowie das Poco F8 Pro und Ultra diese Technologie.
Der Klang des Lautsprechers ist für das kompakte Gehäuse erstaunlich gut. Dazu kommt ein flott arbeitender Fingerabdruckscanner unter dem Display.
Software
Als Software läuft Hyper OS 3 auf Basis von Android 16 – der Sicherheits-Patch war zum Testzeitpunkt nur einen Monat alt, was absolut in Ordnung geht. Bei der Oberfläche orientiert sich Xiaomi stilistisch stark an Apples iOS – vom typischen Android-Flair ist wenig zu sehen. Auf Wunsch lässt sich aber der App-Drawer aktivieren.
Bei der Update-Politik gibt sich Xiaomi solide, aber nicht überragend: Fünf Jahre Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches sind gut – die Konkurrenz von Samsung, Honor und Google liefert bei ihren Flaggschiffen mit jeweils sieben Jahren aber längere Zyklen.
Positiv: Xiaomi hat beim Xiaomi 17 die Bloatware-Flut im Vergleich zu günstigeren Modellen eingedämmt. Ganz ohne kommt es aber auch nicht aus – vorinstallierte Shopping-Apps und Spiele sind noch zuhauf zu finden. Der Mi Store nervt zudem mit aufdringlichen App-Empfehlungen. In dieser Preisklasse muss das nicht sein.
Akku
Erstaunlich groß ist der Akku für ein so kompaktes Smartphone: Dank Silizium-Kohlenstoff-Technologie presst Xiaomi satte 6300 mAh in das Gehäuse. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy S26 kommt auf nur rund 4300 mAh.
Das sorgt für große Ausdauer beim kleinen Xiaomi 17 – was das Handy zum Ausdauerkönig macht. Beim PCMark Battery Test erreichen wir einen Top-Wert von 20 Stunden. Auf solch eine große Ausdauer kommen bei unseren Tests bislang primär Outdoor-Handys. Mit nur einer Ladung sollte das Gerät problemlos zwei Tage durchhalten – zumindest wenn man es nicht exzessiv nutzt.
Dank Xiaomi Hypercharge ist der Akku kabelgebunden mit 100 W sehr flott wieder aufgeladen. Eine volle Ladung benötigt etwa 40 Minuten, in einer Viertelstunde ist er bereits halb aufgeladen. Kabellos ist das Laden mit üppigen 50 W möglich. Und auch als Powerbank eignet sich das Xiaomi 17: Umgekehrtes Laden funktioniert mit 22,5 W – mit und ohne Kabel.
Preis
Im Vergleich zum Vorgänger ist die UVP unverändert: Das Xiaomi 17 gibt es mit 256 GB ab 999 Euro. Für 512 GB wird nur ein Aufpreis von 100 Euro fällig – angesichts der drastisch steigenden Speicherpreise eine erfreuliche Sache.
Die Preise purzeln trotzdem: Mittlerweile ist das Xiaomi 17 mit 256 GB schon ab 869 Euro mit dem Rabattcode DESKXIAOMI1780 bei Alza zu haben, mit 512 GB dort ab 949 Euro. Als Farben stehen Schwarz, Hellblau, Grün und Pink zur Wahl – allerdings derzeit nur mit 512 GB.
Fazit
Das Xiaomi 17 gehört zu den Smartphone-Highlights des Jahres – und steht zu Unrecht im Schatten des großen Bruders. Denn in diesem kompakten Formfaktor gibt es kaum Geräte mit vergleichbarer Ausstattung.
Die Leistung ist hervorragend und voll gamingtauglich, das Display exzellent, die Kamera stark. Sie reicht zwar nicht ganz an das Ultra heran – aber das Samsung Galaxy S26 kann bei den Fotos nicht mithalten. Beeindruckend ist zudem die Akkulaufzeit. Die UVP liegt auf Niveau des Vorgängers und der Konkurrenz, die Preise fallen bereits.
Schwächen gibt es wenige: Die Software neigt leicht zur Bloatware und wirkt optisch sehr iOS-lastig. Betriebssystem-Updates gibt es für fünf Jahre, Sicherheitspatches für sechs – Mitbewerber bieten bis zu sieben. Wer ein leistungsstarkes, kompaktes Smartphone mit fantastischer Kamera sucht, bekommt mit dem Xiaomi 17 eine valide Option.
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Pass Designer: Neue App erlaubt jedem, eigene Apple-Wallet-Pässe zu erstellen
Mit iOS 27 bringt Apple nützliche Veränderungen in die Wallet-App auf dem iPhone: Erstmals ist es möglich, direkt in der Anwendung eigene Karten zu gestalten, falls diese als Foto, Screenshot oder PDF vorliegen. Für Veranstalter gibt es allerdings auch eine Neuerung: Die können künftig sehr einfach selbst Wallet-Pässe generieren – mit einer eigenen App namens Pass Designer, die auf dem Mac läuft. Das Tool steht bereits für registrierte Entwickler zum Download bereit.
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Beta für macOS-Beta
Pass Designer läuft allerdings erst ab macOS 27, um es auszuprobieren, muss man sich also auch trauen, die aktuelle erste Entwicklerbeta auf seinem Rechner zu installieren. Klüger ist es, einen Test-Mac zu verwenden, um die in der Vorabversion noch enthaltenen Fehler zu umschiffen. Pass Designer ist komprimiert keine 20 MByte groß und arbeitet als in sich geschlossene Mac-Anwendung.
Die App ermöglicht es, Pässe in Echtzeit zu gestalten und zu verändern, der Look taucht automatisch in einem Vorschaufenster auf. Um zu starten, beginnt man entweder ein neues Design oder übernimmt vorhandene Karten im .pkpass-Format. Alternativ lassen sich auch Templates öffnen. Verfügbar sind derzeit Boardingpässe, Coupons, Veranstaltungstickets, Loyalitätskarten für Ladengeschäfte und generische Pässe. Zudem kann man sogenannte Poster-Pässe generieren, bei denen ein großes Bild verwendet wird.
Strukturierte Daten
Pass Designer erinnert an die Möglichkeiten, die man in der Wallet-App in iOS 27 nun auch hat, allerdings gehen die Funktionen deutlich darüber hinaus. So kann man mit Pass Designer auch semantische Tags für strukturierte Daten integrieren, um dynamische Funktionen wie Kalenderintegration, Routenführung oder Siri-Vorschläge zu ermöglichen. Die App beherrscht Anpassungen der Passkomponenten und hilft bei der Erstellung von Zertifikaten und Wallet-Identifiern.
Vor Pass Designer gab es verschiedene Web-Werkzeuge, um eigene Pässe für Organisationen herzustellen. Zudem booten Apps wie NeatPass das Design auch für Einzelpersonen an, um aus PDFs automatisch Karten zu generieren, um weniger Plastik und Papier mitschleppen zu müssen. Pass Designer dürfte bis Herbst seine Betaphase hinter sich lassen, dann erscheint auch macOS 27 alias Golden Gate.
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(bsc)
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Nachrüstung für Apples Time Capsule: Open-Source-Projekt hält SMB am Leben
macOS 27 schneidet bekanntlich allerlei alte Zöpfe ab: So ist es das erste Mac-Betriebssystem, das nicht mehr auf Intel-Maschinen lauffähig ist, künftig werden nur noch Apple-Silicon-Macs unterstützt. Doch dabei bleibt es nicht. Auch ein altes (und noch immer erstaunlich beliebtes) Stück Hardware verliert den Support: Die mit Festplatten ausgestatteten Router der AirPort- beziehungsweise Time-Capsule-Serie können keine Time-Machine-Backups mehr anlegen. Apple hatte dies bereits im Sommer 2025 angekündigt. Grund ist eine wichtige Protokolländerung in Golden Gate.
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Logischer Schritt, dennoch schade
Denn mit dem Update wird auch der Support für das traditionelle Apple Filing Protocol, kurz AFP, aus dem System genommen. Dies ist eigentlich nur logisch, da Apple schon seit vielen Jahren standardmäßig auf Samba (SMB) setzt. Allerdings beherrschen AirPort- beziehungsweise Time-Capsule-Geräte nur AFP und SMBv1. Und letzteres funktioniert mit macOS ebenfalls nicht mehr.
Apple hatte seine AirPort-Geräte offiziell im Jahr 2018 vom Markt genommen, nachdem sie zuletzt kaum gepflegt wurden. Sie galten nicht nur als WLAN-Geräte als verlässlich, sondern auch als praktisches Backup-NAS für Time-Machine-Sicherungen. Time Capsule und AirPort Disk, wie die Funktion zuletzt hieß, wurden bislang nicht durch neue Modelle ersetzt.
Open-Source-Projekt als Lösung
Wer seinen Apple-Router dennoch weiter für Backups nutzen will – etwa nachdem er oder sie die interne Festplatte aufgerüstet hat –, muss einen Hack anwenden. Den bietet zum Glück mittlerweile ein regelmäßig gepflegtes Open-Source-Projekt auf GitHub: TimeCapsuleSMB. Die Idee dabei: Samba 4 auf die Time Capsule bringen, das dann SMBv3-Support liefert. Möglich ist dies via Python oder einer macOS-GUI-App, die einen aktuellen Samba-Server auf die Geräte bringt.
Läuft auf der Time Capsule ein NetBSD 6 (Geräte der 5. Generation ab 2013), startet der Server automatisch. Ältere Geräte mit NetBSD 4 benötigen eine manuelle Aktivierung oder eine umgeflashte Firmware mit Boot Hook. Das Projekt des Programmierers James Chang kann die Geräte über eine SMB-URL im Finder einbinden, man muss sich also nicht auf Apples (sicherlich demnächst obsoleten) Legacy-Stack verlassen. Eine ausführliche FAQ erläutert das Vorgehen.
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(bsc)
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Von NASA-Sonde Lucy besucht: Asteroid Donaldjohanson taumelt um die Sonne
Der erdnussförmige Asteroid Donaldjohanson dreht sich nicht einfach nur um eine Achse, sondern taumelt auf seiner Bahn um die Sonne um eine weitere. Das haben Auswertungen jener Daten ergeben, die die NASA-Sonde Lucy bei ihrem Vorbeiflug im Frühjahr 2025 gesammelt hat. Wie die US-Weltraumagentur jetzt ausführt, dauert eine Umdrehung des Himmelskörpers um sich selbst 10,5 Erdentage, die gleichmäßige Schwankung erfolgt im Rhythmus von 26,5 Erdentagen. Das unerwartete Bewegungsmuster geht demnach wohl auf die unsymmetrische Gestalt des Asteroiden in Verbindung mit dem sogenannten YORP-Effekt zurück: eine Veränderung der Rotation unter dem Einfluss der Sonnenstrahlung. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt war an der Forschung beteiligt.
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Darstellung der Bewegungsachsen
(Quelle: DLR)
Laut den Forschungseinrichtungen wurden auf dem Asteroiden zudem eisenreiche Tonmineralien nachgewiesen, die auf das Vorhandensein von flüssigem Wasser vor langer Zeit hinweisen würden. Das könnte bedeuten, dass Donaldjohanson aus Fragmenten eines größeren, kohlenstoff- und wasserreichen Asteroiden besteht, die vor 155 Millionen Jahren im Asteroidenhauptgürtel weiter zerbrochen sind. Damit wäre er unerwartet jung. Der Kontakt mit dem Wasser müsse aber kurz gewesen sein, weil die Stoffe sonst ersetzt worden wären. Insgesamt erinnere die Zusammensetzung an jene der Asteroiden Bennu und Ryugu, die denselben Ursprung haben – aber später nicht mehr zerbrochen sind.
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Bei der Annäherung an Donaldjohanson aufgenommene Bilder von Lucy
(Quelle: NASA/Goddard/SwRI/Johns Hopkins APL)
Lucy ist am 20. April 2025 an Donaldjohanson vorbeigeflogen. Schon unmittelbar danach hatte Forschungsleiter Hal Levison vom Southwest Research Institute die Form des Himmelskörpers als „seltsam“ und „auffallend kompliziert“ beschrieben. Der Asteroid ist demnach etwa 8 km lang und bis zu 3,5 km breit. Der Vorbeiflug war die Generalprobe für die eigentliche Mission der Sonde. Sie soll ab dem Sommer 2027 gleich mehrere Asteroiden besuchen und erforschen, die dem Jupiter auf der gleichen Umlaufbahn um die Sonne vorauseilen oder nachfolgen – die Jupiter-Trojaner. Die primitiven Himmelskörper gelten als Fossilien der Planetenentstehung. Benannt wurde die Sonde nach einem mehr als drei Millionen Jahre alten Fossil des Menschen-Vorfahren Australopithecus afarensis.
(mho)
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