Digital Business & Startups
„Unsere Proof-of-Concept-Zeit ist vorbei“ – deutsche-startups.de
#Interview
Impacc aus Hamburger wandelt Spenden in Beteiligungen an afrikanischen Startups um. „Wir wissen mittlerweile, dass es noch viele unternehmerisch denkende Menschen gibt, die skalierende Spenden interessant finden“, sagt Gründer Till Wahnbaeck.

Das gemeinnützige Hamburger Unternehmen Impacc, das von einem von einem Team um den früheren Welthungerhilfe-Chef Till Wahnbaeck gegründet wurde, wandelt Spenden in Beteiligungen an afrikanischen Startups um.
„2025 war für uns ein echtes Skalierungsjahr. Wir konnten unsere Einnahmen, also die eingeworbenen Spendengelder, ebenso wie unser Investitionsvolumen verdoppeln. Außerdem konnten wir unser Portfolio von neun auf 13 afrikanische Startups ausbauen“, sagt Wahnbaeck.
Im Interview mit deutsche-startups.de blickt Impacc-Macher Till Wahnbaeck einmal ausführlich auf das vergangene Jahr zurück.
2025 ist gerade rum. Was war das Highlight in den vergangenen Monaten bei Euch?
2025 war für uns ein echtes Skalierungsjahr. Wir konnten unsere Einnahmen, also die eingeworbenen Spendengelder, ebenso wie unser Investitionsvolumen verdoppeln. Außerdem konnten wir unser Portfolio von neun auf 13 afrikanische Startups ausbauen und mit unserem ersten Exit zeigen, dass unser Ansatz trägt: Spenden nicht einmal auszugeben, sondern als unternehmerisches Kapital einzusetzen, das Wirkung mehrfach entfaltet.
Was lief 2025 bei Euch nicht rund?
Wir haben gemerkt, dass unsere Organisation noch nicht überall so aufgestellt war, wie es unser Geschäftsmodell verlangt. Deshalb haben wir die Strukturen neu justiert und mehr Personal in den Ländern Afrikas aufgebaut. So haben wir eine bessere Nähe zu unseren unterstützen Startups.
Welches Projekt steht 2026 bei Euch ganz oben auf der Agenda?
Im Grunde: mehr von dem, was funktioniert. Wir wollen weiter wachsen, das mobilisierte Kapital – also eingeworbene Spenden – wieder verdoppeln. Dazu gehört auch die Expansion in weitere afrikanische Länder, etwa Ruanda. Mit all dem kommen wir unserem Ziel, 1000 afrikanische Startups zu fördern, die wiederum eine Millionen Jobs in Afrika schaffen, Stück für Stück näher. Und ein Thema, das mir immer wichtiger wird: Unseren Spender:innen noch besser zeigen zu können, wie ihr Kapital bei den Startups Früchte trägt und wie sich diese entwickeln.
Mit welchen Erwartungen blickst Du wirtschaftlich auf 2026?
Unsere Proof-of-Concept-Zeit ist vorbei. Wir wissen mittlerweile, dass es noch viele unternehmerisch denkende Menschen gibt, die skalierende Spenden interessant finden. Gleichzeitig sehen wir, dass in Äthiopien, Kenia und Co. weitere smarte Geschäftsmodelle entstehen, die wirklichen Mehrwert bieten und Jobs vor Ort schaffen. Ich blicke daher optimistisch auf 2026 und rechne mit einer deutlich steigenden Spendenbereitschaft in unserer Zielgruppe.
Was hast Du Dir persönlich für 2026 vorgenommen?
Eine Alpenquerung steht auf meiner Liste. Und beim Apnoe-Tauchen möchte ich endlich die 20-Meter-Marke knacken.
Tipp: Mehr Rück- und Ausblicke findet ihr in unserem Jahresrückblick.
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Foto (oben): Impacc
Digital Business & Startups
Diese Startups retten die deutsche Autoindustrie
Warum Open Source der Autoindustrie eine zweite Chance gibt und welche Startups schon heute profitieren.
Die Autoindustrie hat sich lange eingeredet, sie könne den Software-Rückstand gegenüber Tesla und China mit ein paar tausend neuen Entwicklern aufholen. Man müsse nur genug Programmierer einstellen, ein paar neue Plattformen ausrollen – und schon werde aus dem Industriekonzern ein Tech-Champion. Diese Illusion ist mittlerweile kollabiert, doch die Industrie hat eine Lösung gefunden.
Mehr als 30 Hersteller, Zulieferer und Chipfirmen, darunter BMW, Daimler, VW und Stellantis, haben sich auf eine gemeinsame Open-Source-Basis für Fahrzeugsoftware verständigt. Dahinter stecken der Verband der deutschen Automobilhersteller (VDA) und die Eclipse Foundation, die daran arbeitet, Open-Source-Software in der Industrie zu verankern. Man hat endlich verstanden, dass die Autoindustrie nur überleben kann, wenn man sich vom Gedanken verabschiedet, alles alleine gestalten zu wollen.
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Chinesische Hersteller wie BYD, Nio oder Xiaomi entwickeln ihre Autos längst wie Smartphones. Eine zentrale Rechnerarchitektur, kontinuierliche Software-Updates, neue Funktionen per Download. Das Auto ist dort nicht mehr das Produkt – es ist die Plattform. Wer schnell iteriert, gewinnt.
Das alte Modell hat verloren
Europäische Hersteller dagegen schleppen Jahrzehnte proprietärer IT mit sich herum. Jeder baut seine eigene Middleware, seine eigenen Schnittstellen, seine eigenen Sicherheitsmodelle. Das macht Systeme teuer, träge und vor allem nicht skalierbar. Genau das ist im Plattformzeitalter tödlich. Am Ende bremsen die komplexen Systeme die Geschwindigkeit bei der Entwicklung aus. Und genaus das kann man sich nicht mehr erlauben.
Open Source ist deshalb keine Ideologie, sondern ein industriepolitisches Werkzeug. Wenn sich die Branche auf gemeinsame Grundlagen einigt, kann Innovation dort stattfinden, wo sie hingehört: oben auf der Plattform und tief in der Infrastruktur. Denn auf beiden Ebenen haben europäische Hersteller sehr viel Nachholbedarf.
Das sind auch gute Nachrichten für Startups aus der Mobility-Szene. Zum ersten Mal entsteht damit ein Markt, in dem junge Unternehmen realistisch mitspielen können. Solange jeder OEM seine eigene Softwarewelt pflegt, bleibt jede Zusammenarbeit ein teures Einzelprojekt. Eine offene Architektur macht aus Fahrzeugsoftware etwas, das sich wie Cloud-Dienste entwickeln und verkaufen lässt.
Startups verdienen schon jetzt
Firmen wie Apex.AI aus München zeigen, wie das aussieht. Sie bauen auf dem Open-Source-Robotik-Stack ROS2 eine zertifizierbare, automotive-taugliche Softwarebasis, die BMW, Bosch oder Volvo direkt einsetzen können. Auch Autoware, der offene Fahr-Stack für autonome Fahrzeuge, wird längst von europäischen Testflotten, Robotaxi-Projekten und Zulieferern genutzt – betrieben und industrialisiert von Unternehmen wie TIER IV. Und Anbieter wie TTTech Auto oder dSpace verdienen ihr Geld damit, diese offenen Architekturen so robust zu machen, dass sie in Serie funktionieren.
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Das ist kein Randphänomen. So entstehen Plattform-Ökosysteme: Einer liefert die Basis, viele andere schaffen darauf Wert. Genau dieses Modell hat die Tech-Industrie groß gemacht – und genau so haben chinesische Hersteller ihre Geschwindigkeit aufgebaut.
Für Europas Autobauer ist das unbequem. Es bedeutet, Kontrolle abzugeben. Aber die Alternative wäre, weiter in abgeschotteten Software-Silos gegen global skalierende Plattformen anzutreten. Dieses Rennen ist längst entschieden. Open Source garantiert keinen Erfolg. Aber es ist die letzte realistische Chance, wieder Teil des globalen Innovationssystems zu werden – statt nur noch dessen Kunde.
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+++ Parloa +++ osapiens +++ Lookiero Outfittery +++ NetBird +++ Plan A +++ EGYM +++ Rosberg Ventures +++
Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker-Wochenrückblick liefern wir einen schnellen Überblick darüber, was in der deutschsprachigen Startup-Szene zuletzt wirklich wichtig war!
STARTUPLAND: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
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#StartupTicker – Was zuletzt wirklich wichtig war!
STARTUP-RADAR
Brandneu
+++ In den vergangenen Tagen haben wir folgende Startups vorgestellt: Cellbyte, Cynrise, teamcare, Loosh, Mietzekater, zalion, wemote, Caidera, FastPal, Hinterland.camp, SereneDB, Talent360Global, NutriSync, Yumzi, myTuur, APP X, Klag Robotics, Mochi, HUDDLE.Sport und SEARCH4. Mehr im Startup-Radar
Newsletter
+++ Im Startup-Radar-Newsletter, unserem kostenpflichtigen Newsletter, berichten wir über diese Startups: Prof.Valmed, Mercura, addressable value, choosely, Silverjobs, unlock, Spargold, cashwerk, Agentic Systems, Social Circle, ClariMed, WeLearn, FiNiTRY, Bluesphere, jarm.ai, vivanta, Raumblick360, NextGen Innovators, lovinn, Gamifikator, Levelbuild, VON KAI, Blueberg Scientific, artefacts, Realist, Nuno Labs, VoxDesk.ai, DECD, CometHire und biddingground. 30 Tage kostenlos testen
INVESTMENTS
Parloa
+++ Der amerikanische Risikokapitalgeber General Catalyst, EQT Ventures, Altimeter Capital, Durable Capital Partners und Mosaic Ventures investieren 350 Millionen US-Dollar in das Berliner AI-Unicorn Parloa. Die Bewertung steigt dabei auf 3 Milliarden Dollar. Mehr über Parloa
osapiens
+++ Der milliardenschwere Late-Stage-Investor Decarbonization Partners, ein Joint Venture von Temasek und BlackRock, sowie Altinvestoren wie Goldman Sachs Alternatives und Armira Growth investieren 100 Millionen US-Dollar (Series C) in osapiens. Im Zuge der Investmentrunde steigt das Unternehmen zum Unicorn (Bewertung: 1 Milliarde) auf. Mehr über osapiens
Lookiero Outfittery Group
+++ Der spanische Private Equity-Investor Ekarpen, Spanish Society for Technological Transformation (SETT Spain), Acurio Ventures, Perwyn, Bonsai Partners und 10x Group investieren 17 Millionen Euro in die Lookiero Outfittery Group, die im Frühjahr 2025 durch den Zusammenschluss des spanischen Personal Shopping-Service Lookiero und des Berliner Personal-Shopping-Grownups Outfittery entstanden ist. Mehr über Outfittery
NetBird
+++ Der amerikanische Investor Pace Capital, Nauta Capital, InReach Ventures und Antler investieren 10 Millionen US-Dollar in NetBird. Mehr über NetBird
Vitrealab
+++ LIFTT Italian Venture Capital, LIFTT EuroInvest, Constructor Capital, aws Gründungsfonds, Gateway Ventures, PhotonVentures, xista Science Ventures, Moveon Technologies und Hermann Hauser Investment investieren 9,4 Millionen Euro in Vitrealab. Mehr über Vitrealab
smatch
+++ Der englische Investor Transition, 42Cap und 10x Founders sowie Noel Kinder, Nigel Griffiths und Achim Berg investieren 7,3 Millionen Euro in smatch. Mehr über smatch
CertHub
+++ Der Essener Investor Cusp Capital, der Heilbronner Geldgeber D11Z.Ventures, der Wiener HealthTech-Investor Calm/Storm Ventures, UnternehmerTUM aus München und mehrere Business Angels investieren 6,2 Millionen Euro in CertHub. Mehr über CertHub
United Manufacturing Hub
+++ Der dänische Frühphasen-Investor Kompas VC, der Berliner Geldgeber seed + speed Ventures, der Londoner Investor Sustainable Future Ventures (SFV Capital), Archimedes New Ventures und Business-Angels wie Jan Oberhauser und Jeff Hammerbacher investieren 5 Millionen Euro in United Manufacturing Hub (UMH ). Mehr über UMH
MERGERS & ACQUISITIONS
Diginex – Plan A
+++ Das englische Sustainability-Unternehmen Diginex übernimmt das Berliner ClimateTech Plan A. Mehr über Plan A
Omnidocs – officeatwork
+++ Das dänische Softwareunternehmen Omnidocs, das von Main Capital Partners finanziell unterstützt wird, übernimmt die 1975 gegründete Schweizer Firma officeatwork, die auf „Lösungen zur Dokumentenerstellung“ setzt. Mehr über Omnidocs
EGYM – Playlist
+++ Das Münchner Fitness-Unicorn EGYM und das amerikanische Fitness- und Wellness Unicorn Playlist (Mindbody, Booker und ClassPass) fusionieren. Mehr über EGYM
Flix – Flibco
+++ Das Münchner Mobility-Unicorn Flix übernimmt die Mehrheit der Busshuttleplattform Flibco. Mehr über Flix
VENTURE CAPITAL
Rosberg Ventures
+++ Rosberg Ventures, der noch junge Kapitalgeber von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, legt seinen dritten Fonds auf. Im Topf sind 100 Millionen US-Dollar. Rosberg Ventures investiert als Dachfonds (Fund of Funds) in andere Venture Capital-Fonds. Langfristig sollen Direktinvestments in spannende Startups aber – wie das Team zuletzt verkündete – etwa 20 % des verwalteten Vermögens von Rosberg Ventures ausmachen. Mehr über Nico Rosberg
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Foto (oben): Shutterstock
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Elon Musks SpaceX-Mafia ist da
Elon Musk gehörte zur legendären PayPal-Mafia – jenem Zirkel, aus dem einige der mächtigsten Figuren der Tech-Welt hervorgingen. Nun entsteht rund um ihn ein neues Netzwerk mit ähnlichem Mythos: die SpaceX-Mafia.
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