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Künstliche Intelligenz

Viofo A329 S im Test: Die beste 4K-Dashcam mit drei Kameras und Top-Bildqualität


4K-Front-Kamera, 2K für Heck und Innenraum, Wi-Fi 6, Polfilter, Fernbedienung und Parküberwachung: Wie viel Schutz bietet die Viofo A329 S im Alltag wirklich?

Die Viofo A329 S deckt alles ab: Frontkamera in 4K, Heck- und Innenraumkamera in jeweils 2K sowie dauerhafte Parküberwachung mittels optionalem Hardwire-Kit. Hinzu kommen Wi-Fi 6 für schnellen Datentransfer aufs Handy, außerdem Unterstützung für externe SSD, optionale Wireless Bluetooth Remote Control und Circular Polarizing Lens Filter (CPL) – so geht Oberklasse! Da ist es schon fast überraschend, dass Cloud-Funktionen und Assistenzsysteme fehlen. Wie wichtig das ist und ob der hohe Preis von rund 450 Euro gerechtfertigt ist, klärt der Test.

Design und Montage

Die Haupteinheit der Viofo A329 S ist recht groß und von der Seite gesehen keilförmig. Damit passt sie sich grob an die Neigung der Frontscheibe an. Mit etwa 6 x 10 x 4,3 cm lässt sie sich aus Fahrersicht hinter dem Innenspiegel verstecken und bleibt so auf Wunsch außer Sicht. Da die Innenraumkamera auch den Fahrer aufnehmen können soll, geht das hier natürlich nicht – sie ist zwangsläufig sichtbar. Das Gehäuse der Kameras besteht aus mattem Kunststoff und wirkt eher funktional als luxuriös, macht aber trotzdem einen ausreichend wertigen und stabilen Eindruck. Tasten und Display sind zum Fahrraum hin positioniert und gut erreichbar. Die beiden Kameras für Innenraum und Heck sind zylindrisch, etwa 7 x 3 cm klein und mit drehbarer Kameraeinheit ausgestattet, damit sie möglichst frei positioniert werden können.

Statt per Saugnapf werden die Kameras per Klebepad direkt an Front- und Heckscheibe installiert. Viofo legt elektrostatische Folien bei, auf die die Klebepadhalterungen geklebt werden. Dadurch lässt sich das System später rückstandsfrei entfernen. Häufig ist es bei der Befestigung per Klebestreifen allerdings so, dass sich die Klebeflächen einzelner Kameramodule bei starker Sommerhitze lösen. Das kann zwar auch bei Kameras mit Saugnapfbefestigung passieren, die kann der Nutzer anschließend aber einfach erneut befestigen. Bei Modellen mit Klebepads muss hingegen normalerweise das Pad erneuert werden. Für den Langzeiteinsatz ist es daher sinnvoll, die Klebestelle besonders sorgfältig zu entfetten oder alternative Klebelösungen einzuplanen.

Mitgeliefert werden ausreichend lange Kabel. Für die Heckkamera stehen etwa 6 m zur Verfügung, das reicht selbst in einem großen Kombi locker. Für die Innenraumkamera liegt sogar ein Kabel bei, das eher zu lang als zu kurz ist. Das führt dazu, dass der Kabelüberschuss im Bereich hinter dem Spiegel verstaut werden muss. Da hier bei modernen Fahrzeugen oft Sensoren für Assistenzsysteme positioniert sind, kann das zu Platzproblemen führen.

Das HK4-Hardwire-Kit ersetzt den Zigarettenanzünder als Stromquelle. Es wird direkt an das Sicherungspanel des Fahrzeugs angeschlossen. Die drei Leitungen sind klar markiert: Dauerplus, Zündungsplus und Masse. Die Praxis zeigt aber, dass der Einbau je nach Fahrzeugmodell anspruchsvoll sein kann, da Sicherungen zum Teil tief im Armaturenbrett positioniert und dann schwer zugänglich sind. Zusätzlich ist das Kabel des HK4 relativ dick, was das Verlegen hinter Verkleidungen erschwert. Zur Not hilft hier der örtliche Kfz-Betrieb weiter.

Die Bluetooth Remote Control BTR200 ist eine kleine Kunststofffernbedienung, die per Klebe-Pad auf dem Armaturenbrett oder an der Mittelkonsole befestigt wird. Sie wird mit einer Knopfzelle betrieben und benötigt keine Verkabelung. Die Haptik ist solide, aber deutlich einfacher als bei den Kameramodulen. Sie bietet einen großen Hauptknopf zum Sichern gerade aufgenommener Dateien und zwei weitere seitliche Drücker, die frei belegbar sind. In Summe ist die Montage für technikaffine Nutzer problemlos machbar, für Einsteiger jedoch deutlich anspruchsvoller als bei einfachen Ein-Kanal-Dashcams. Vor allem das unsichtbare Verlegen des Kabels für die hintere Kamera ist aufwändig, sofern keine Verkleidungsteile des Fahrzeugs beschädigt werden sollen. Außerdem dürfen die Verbindungskabel nicht geknickt werden.

Ausstattung

Die Viofo A329 S ist als ein-, zwei- oder dreikanal-System erhältlich; bedeutet: Nur Frontcam, Front und Heck oder alle drei Kameras. Die Frontkamera bietet 4K-Auflösung, Heck- und Innenraumkamera jeweils 2560 x 1440 Pixel, also 2K. Alle Kameras zeichnen mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Wer vorn 4K mit 60 Bildern pro Sekunde will, muss auf HDR und die dritte Kamera verzichten.

Vorne kommt ein Starvis 2 IMX678 von Sony mit 1/1,8 Zoll als Sensor zum Einsatz. Hinten und innen arbeitet ein Sony Starvis 2 IMX675 mit 1/2,8 Zoll. Die Frontkamera deckt ein Blickfeld von rund 140 Grad ab, die Heckkamera etwa 160 Grad. Innen sind es dank Fischaugenoptik sogar etwa 210 Grad. Damit erfasst das System nicht nur den Verkehr vor und hinter dem Auto, sondern abgesehen vom Innenraum auch Teile der Bereiche neben dem Fahrzeug.

Als Antrieb für die Hauptkamera dient ein auf einem ARM Cortex A53 basierender Quad-Core-Prozessor. Die Kamera unterstützt Wi-Fi 6 mit 2,4 und 5 GHz, GPS sowie Speicherkarten bis 512 GB. Zusätzlich lassen sich über USB-C externe SSDs bis 4 TB anschließen, was angesichts der hohen Datenrate der Aufnahmen bei drei Kameras durchaus sinnvoll sein kann. Der mitgelieferte Circular Polarizing Lens Filter (CPL) für die Frontkamera wird einfach auf das Objektiv gesteckt. Wichtig: Er muss in die richtige Position gedreht werden, die durch einen Punkt markiert ist. Optional gibt es passende CPL-Filter für Heck- und Innenraumkameras der Serie. Sie werden aufgeklipst. Die Filter reduzieren Spiegelungen an der Scheibe und erhöhen den Kontrast auf Kosten des nutzbaren Lichts. Besonders bei tief stehender Sonne und auf nasser Fahrbahn tragen solche Polfilter zur Verbesserung der Bildqualität bei. Nachts kann das allerdings auch nach hinten losgehen und für stärkeres Bildrauschen oder insgesamt dunkle Aufnahmen sorgen.

Das HK4-Hardwire-Kit ermöglicht verschiedene Parkmodi und bietet einen einstellbaren Unterspannungsschutz mit Abschaltschwellen zwischen 11,8 und 12,4 Volt. Damit soll die Starterbatterie des Fahrzeugs vor Tiefentladung geschützt werden. Die Viofo A329 S selbst unterstützt mehrere Parkmodi: durchgehende Zeitrafferaufnahmen, ereignisbasierte Aufzeichnung beim Auslösen des G-Sensors und einen Hybridmodus, der beides kombiniert. In Verbindung mit den drei Kameras entsteht so eine sehr dichte Überwachung des Fahrzeugs im Stand.

Im Vergleich zu vielen Konkurrenzmodellen fehlen allerdings Cloud-Funktionen und klassische Fahrerassistenzsysteme wie Spur- oder Kollisionswarnungen. Die Ausstattung legt den Fokus auf Bildqualität und umfassende Aufzeichnung statt Assistenzfunktionen.

Bedienung und App

Die Bedienung erfolgt über das 2,4 Zoll große Display an der Haupteinheit, über Sprachbefehle, das Smartphone oder die Bluetooth-Fernbedienung. Das Menü der Kamera ist simpel strukturiert, die Menüführung wirkt eher funktional als modern. Die App für Android und iOS stellt Verbindung per Wi-Fi 6 her. Dadurch sind die Übertragungsraten teils deutlich höher als bei älteren Dashcam-Modellen mit Wi-Fi 5. Auch große 4K-Dateien lassen sich damit in überschaubarer Zeit auf das Smartphone übertragen. 200 MB brauchten im Test rund 6 Sekunden. Die App bietet Live-Ansicht, Einstellungen, Firmware Updates sowie Dateiverwaltung auf Speicherkarte und SSD sowie den Download aufs Smartphone.

Die Einstellungsmöglichkeiten sind sehr detailliert. Belichtung, Bitrate, HDR, Empfindlichkeit des G-Sensors, Audioaufnahme, Parkmodus und Einblendungen wie Geschwindigkeit und GPS-Koordinaten lassen sich fein justieren. Für Einsteiger kann diese Vielfalt auf den ersten Blick erschlagend sein, zumal alles untereinander in einem ellenlangen Listenmenü ohne echte Unterteilung angezeigt wird. Andererseits bietet das aber erfahrenen Nutzern viel Kontrolle.

Die Bluetooth Remote Control BTR200 erweitert und vereinfacht die Grundbedienung im Alltag deutlich. Sie besitzt eine zentrale Taste zum Sperren wichtiger Videoclips und zwei seitliche Tasten, die sich etwa mit Mikrofon, Wi-Fi oder Power belegen lassen. Das Speichern von Videoszenen geht damit schneller und zuverlässiger als Sprachbefehle. Die wurden im Test zwar überwiegend erkannt, jedoch nicht immer und nur mit leichter Verzögerung. Außerdem sind sie nur auf Englisch möglich.

Bildqualität

Die Viofo A329 S bietet sehr hohe Bildqualität, die zum Besten gehören dürfte, das aktuelle Dreikanal-Dashcams parat haben. Tagsüber liefert die Frontkamera in 4K-Auflösung sehr detailreiche Aufnahmen. Kennzeichen vorausfahrender und entgegenkommender Fahrzeuge lassen sich in der Regel im Nahbereich gut erkennen. Wegen der Beschränkung auf 30 fps im Dreikanalbetrieb können Aufnahmen von schnell fahrenden Fahrzeugen allerdings zu verschwommen sein, um Nummernschilder sicher erkennen zu können. Die Belichtung wirkt stimmig, der Dynamikumfang fängt helle Himmel und dunkle Fahrzeugfronten in Kombination dank HDR ausgewogen ein – mit, aber auch ohne Polfilter. Nachts sinkt die Erkennungsrate wegen steigendem Bildrauschen deutlich. Mit etwas Umgebungslicht wie in der Stadt klappt das häufig aber immer noch.

Die Heckkamera in 2K erreicht das hohe Niveau der Frontcam zwar nicht, liegt aber ebenfalls auf gutem Niveau für diese Art Zusatzkamera. Kennzeichen des direkt nachfolgenden Fahrzeugs sind meist problemlos lesbar, sofern es nicht zu weit weg ist – auch bei höherer Geschwindigkeit. Bei weiter entfernten oder schräg einfahrenden Fahrzeugen sinkt die Erkennungsrate naturgemäß. Nachts wird das wegen der Blendung der Scheinwerfer zunehmend unmöglich und in lichtarmer Umgebung bleiben Aufnahmen gerade mit Polfilter sehr dunkel. Die Innenraumkamera setzt auf Fischaugenoptik, um einen möglichst großen Sichtbereich abzudecken. Dadurch werden Armaturenbrett, Fahrer, Beifahrer und die Bereiche vor den Seitenscheiben gleichzeitig erfasst. Die Bildmitte bleibt scharf, zu den Rändern hin sind deutliche Verzerrungen sichtbar. Dieser Nachteil wird durch den großen Blickwinkel der Kamera aber mehr als aufgewogen. Bei zu wenig Umgebungslicht schalten sich IR-LEDs zu und das Bild wechselt auf Schwarz-Weiß. Damit wird der Innenraum selbst bei fast vollständiger Dunkelheit noch recht scharf und detailliert abgebildet.

Etwas störend ist die lange Hochfahrzeit der Kamera. Rund 30 Sekunden vergehen vom Motorstart bis zur ersten Aufnahme – da kann theoretisch schon was passiert sein, das dann nicht aufgezeichnet wurde. In der Summe überzeugt die A329 S mit sehr hoher Videoqualität, besonders bei der Frontkamera.

Sonderfunktionen

Die A329 S bietet verschiedene Parküberwachungsmodi. Im Zeitraffer-Modus laufen dauerhaft Aufnahmen mit reduzierter Bildrate, im ereignisgesteuerten Modus wacht der G-Sensor über Erschütterungen und zeichnet jeweils einige Sekunden vor und nach dem Ereignis in voller Qualität auf. Ein Hybridmodus kombiniert beide Ansätze, um lange Standzeiten und konkrete Vorfälle gleichzeitig abzudecken. Das funktioniert aber nur zusammen mit dem HK4-Hardwire-Kit, das die Kamera bei abgeschalteter Zündung weiter mit Strom versorgt. Sobald der Motor aus ist, wechselt das System dann auf Wunsch in den gewählten Parkmodus. Sinkt die Bordspannung unter den eingestellten Wert, trennt das Kit die Stromversorgung, damit die Batterie des Fahrzeugs nicht tiefenentladen wird und es startbar bleibt.

Darüber hinaus unterstützt die A329 S Sprachbefehle, etwa zum Auslösen von Fotos oder Sperren von Videos. Die Zuverlässigkeit war im Test grundsätzlich gut, aber nicht perfekt. Gerade bei geöffnetem Fenster oder lauter Musik sollte man daher lieber zur Bluetooth Remote greifen. Eine Besonderheit ist die Unterstützung externer SSDs bis 4 TB. Damit lässt sich die übliche Begrenzung durch Speicherkarten deutlich ausweiten, was bei drei Kameras und hoher Bitrate tatsächlich praxisrelevant ist. Anders als einige Konkurrenzsysteme bietet die Viofo A329 S weder Cloud-Speicher noch Live-Zugriff über das Mobilfunknetz. Wer sein Fahrzeug aus der Ferne überwachen möchte, muss auf andere Lösungen ausweichen oder mit rein lokaler Aufzeichnung leben.

Achtung Datenschutz: Die Kamera sollte in Deutschland so eingestellt sein, dass sie am besten alle 30 Sekunden Aufnahmen wieder überschreibt, sofern sie nicht durch G-Sensor oder manuell gesichert werden. Der Parkmodus darf eigentlich nur im ereignisbasierten Modus verwendet werden – alles andere gilt als anlasslose Aufzeichnung öffentlichen Raums und ist Datenschutz-rechtlich verboten.

Akku

Die Viofo A329 S verwendet keine klassische Lithium-Ionen-Batterie, sondern interne Kondensatoren. Diese stellen sicher, dass laufende Dateien bei einem Stromausfall sauber gespeichert werden. Dann schaltet die Kamera nach Stromtrennung wenige Sekunden später ab. Für den Parkmodus ist die Stromversorgung daher zwingend über dauerhaften 12-Volt-Anschluss oder das optionale Hardwire Kit notwendig.

Preis

Für die Viofo A329 S gibt es keine UVP für Deutschland. Laut Geizhals liegt der Straßenpreis der A329 S 2CH (Front- und Heckkamera) aktuell bei 360 Euro, die 3CH-Version (Front-, Heck- und Innenraumkamera) bei 450 Euro. Die Frontkamera alleine gibt es ab 310 Euro (Stand: 01/2026). Die hier zusätzlich betrachteten Komponenten schlagen separat zu Buche. Der Wireless Bluetooth Remote Button BTR200 liegt bei etwa 20 Euro, der (im Lieferumfang enthaltene) CPL-Filter für die Frontkamera kostet je nach Händler ebenfalls rund 20 Euro. Gleiches gilt für den speziellen CPL-Filter für die Heckkamera. Das HK4-Hardwire-Kit wird im Fachhandel mit etwa 25 Euro geführt.

Fazit

Die Viofo A329 S positioniert sich klar in der Oberklasse der Dashcams – sowohl bei Bildqualität als auch beim Preis. Frontkamera mit 4K-Auflösung, zwei zusätzliche 2K-Kanäle, Wi-Fi 6 und Unterstützung für externe SSD schaffen ein sehr leistungsfähiges Paket. Bei der Bildqualität sehen wir die A329 S derzeit insgesamt an der Spitze der Systeme mit drei Kameras, insbesondere mit Blick auf die Frontaufnahmen bei Tag und Nacht.

Im Alltag überzeugen außerdem die flexible App mit vielen sinnvollen Einstellmöglichkeiten und der gute Parkmodus. Der funktioniert allerdings leider nur mit dem HK4-Hardwire-Kit, bietet dann aber zugleich auch Schutz für die Fahrzeugbatterie. Bluetooth Remote und CPL-Filter erhöhen den Nutzwert deutlich: Wichtige Szenen lassen sich mit einem Knopfdruck sichern, Reflexionen an der Frontscheibe werden sichtbar reduziert.

Nachteile gibt es aber auch. Die Montage mit Hardwire Kit und Heckkamera ist deutlich aufwendiger als bei einfachen Lösungen. Das relativ dicke Kabel und das Problem von vereinzelt nachlassende Klebepads im Sommer bei hastiger Installation erfordern Geduld und Sorgfalt bei Anbringung. Außerdem fehlen moderne Cloud-Funktionen und Assistenzsysteme, die einige Wettbewerber in ähnlichen Preisregionen anbieten – wie wichtig die einem sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Bleibt noch der Preis: Je nach Ausstattung bis 500 Euro sind eine Menge Geld, das dürfte nicht wenige Interessenten abschrecken. Für Nutzer mit weniger Ansprüchen an Bildqualität, Anzahl der Kameras und Bedienkomfort gibt es deutlich günstigere Alternativen, die in vielen Alltagsszenarien ausreichen.



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KI-Update kompakt: Deepfake-Schutz, eigenwilliger Agent, Copilot, AMI Labs


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YouTube macht seinen „Likeness Detector“ für Politiker und Journalisten zugänglich. Das Tool, das bisher nur Teilnehmern des YouTube-Partnerprogramms offenstand, soll Deepfakes auf der Plattform aufspüren. Betroffene müssen sich anmelden und identifizieren, können dann gefälschte Videos von sich melden. YouTube entscheidet anschließend anhand der eigenen Richtlinien über eine Löschung. Satire etwa bleibt erlaubt, gezielte Manipulation nicht.

Google betont zugleich seine Unterstützung für den NO FAKE Act, einen parteiübergreifenden US-Gesetzesentwurf zum Schutz vor unerlaubter Nutzung von Stimme und Abbild. Auch in Deutschland plant Bundesjustizministerin Stefanie Hubig eine Verschärfung des Strafrechts. Bislang fehlt hierzulande ein konkretes Gesetz gegen digitale Bildmanipulation, was es Opfern schwer macht, sich zu wehren.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

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Meta hat die Plattform Moltbook übernommen, eine Art soziales Netzwerk für KI-Agenten. Die Gründer Matt Schlicht und Ben Parr wechseln in Metas Superintelligence Labs. Auf Moltbook tauschten sich Programme mit der KI-Software OpenClaw aus und diskutierten offenbar über ihre menschlichen Besitzer. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.

Beide Projekte, Moltbook und OpenClaw, entstanden durch „Vibecoding“, bei dem eine KI den Programmcode aus natürlichsprachlichen Anweisungen erzeugt. Allerdings gab es früh Zweifel an der Echtheit der Beiträge. Sicherheitsforscher fanden eine Lücke, die es erlaubte, sich als beliebiger Agent auszugeben. Ein vielbeachteter Beitrag, der angeblich zeigte, wie KI-Agenten eine Geheimsprache entwickelten, stammte tatsächlich von einem Menschen.

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Anthropic zieht vor Gericht, um seine Einstufung als Sicherheitsrisiko durch das US-Verteidigungsministerium rückgängig zu machen. Das Unternehmen wirft der Regierung vor, „beispiellos und gesetzwidrig“ zu handeln und das Rederecht eines Unternehmens zu bestrafen. Der Hintergrund: Anthropic hatte dem Pentagon grundsätzlich Zugriff auf seine KI angeboten, aber Bedingungen gestellt, etwa keine Massenüberwachung von US-Bürgern und keine tödlichen Waffeneinsätze ohne menschliche Kontrolle. Das Pentagon lehnte ab und verhängte eine Einstufung, die normalerweise Firmen aus feindlichen Staaten trifft.

Die Konsequenzen wären gravierend, denn Unternehmen mit Pentagon-Verträgen dürften nicht mehr mit Anthropic zusammenarbeiten. Unterstützung kommt von Angestellten bei OpenAI und Googles KI-Tochter DeepMind, die in einer Gerichtseingabe Anthropics Argumente stützen. OpenAI sicherte sich den Vertrag, den Anthropic verlor, und behauptet, dieselben roten Linien zu ziehen. Doch das sorgt intern für Unmut: Caitlin Kalinowski, OpenAIs Robotikchefin und zuvor bei Meta tätig, kündigte aus Protest gegen das Vorgehen ihres Unternehmens.

Der Einsatz von KI-Programmierwerkzeugen hat bei Amazon Anfang März zu Ausfällen geführt. Laut der Financial Times konnten Kunden zeitweise weder einkaufen noch Preise abrufen, weil KI-erstellte Code-Änderungen Fehler enthielten. Auch Amazons Cloud-Sparte AWS war betroffen: Ein internes KI-Tool namens „Kiro“ löschte versehentlich eine aktive Arbeitsumgebung und verursachte einen 13-stündigen Ausfall.

Amazon reagierte mit neuen Regeln. Alle beteiligten Entwickler müssen nun an einem wöchentlichen Meeting teilnehmen, und KI-gestützter Code darf nur noch von erfahrenen Mitarbeitenden geprüft und freigegeben werden. Intern wird diskutiert, ob auch der jüngste Stellenabbau zu den Problemen beigetragen hat. Amazon bestreitet das.

Ein KI-Agent namens ROME, der auf dem Sprachmodell Qwen3 von Alibaba, einem chinesischen Technologiekonzern, basiert, hat während seines Trainings eigenständig begonnen, Kryptowährung zu schürfen. Zudem baute er eine versteckte Verbindung ins Internet über einen sogenannten Reverse-SSH-Tunnel, um Sicherheitssysteme zu umgehen. Aufgefallen war das Verhalten erst, als die Unternehmensfirewall ungewöhnliche Aktivitäten meldete.

Die Forscher schließen eine Manipulation von außen aus. ROME habe das Verhalten aus sich heraus entwickelt, weil es ihm beim Erreichen seiner Trainingsziele nützlich erschien. Er fand Lücken im System und nutzte sie, nicht aus böser Absicht, sondern weil er darauf optimiert war, Ziele zu erreichen. Es zeigt: sobald KI-Agenten vollen Zugriff auf Dateien und Netzwerke haben, können sie Wege einschlagen, die niemand vorgesehen hat.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

Anthropic hat ein neues System vorgestellt, das Programmcode automatisch prüft. Reicht jemand eine Code-Änderung ein, starten mehrere KI-Agenten parallel: Einige suchen nach Logikfehlern, andere überprüfen die Funde, um Fehlalarme auszuschließen. Ein abschließender Agent fasst alles zusammen und sortiert die Probleme nach Wichtigkeit. Eine Analyse dauert im Schnitt etwa zwanzig Minuten.

Anthropic nutzt das System bereits intern. Seit der Einführung erhalten deutlich mehr Code-Änderungen Kommentare und Korrekturvorschläge, die Rate an Fehlalarmen liegt laut dem Unternehmen unter einem Prozent. Die Kosten pro Prüfung betragen 15 bis 25 US-Dollar. Da KI immer mehr Code produziert, sollen solche automatisierten Prüfungen Engpässe in der Entwicklung verhindern.

OpenAI stellt eine Forschungsvorschau seines Schwachstellenscanners Codex Security bereit. Das Tool war seit Ende vergangenen Jahres unter dem Namen Artwork einer kleinen Testgruppe zugänglich. Anders als herkömmliche KI-Scanner soll Codex Security einen umfassenden Kontext aufbauen, nur relevante Sicherheitslücken melden und Proof-of-Concept-Exploits erstellen, mit denen Programmierer die Fehler nachstellen und beheben können.

Das Problem mit KI-gestützten Sicherheitsberichten ist bekannt: Der Curl-Entwickler Daniel Stenberg stellte sein Bug-Bounty-Programm auf HackerOne zeitweise ein, weil dort zu viele ungeprüfte Berichte mit frei erfundenen Schwachstellen eingingen. OpenAI listet 15 Sicherheitslücken auf, die Codex Security bereits in Open-Source-Software entdeckt hat. Die meisten erhielten eine mittlere Risikobewertung, einige gelten laut Experten als hochriskant.

Amazon hat vor einem Bundesgericht in San Francisco eine einstweilige Verfügung gegen Perplexity erwirkt. Perplexity darf seinen Browseragenten Comet vorerst nicht mehr für Einkäufe auf Amazon einsetzen. Der Vorwurf: Comet kaufe im Namen realer Personen auf Amazon ein, ohne das offenzulegen, und ignoriere Amazons Aufforderung, damit aufzuhören. Richterin Maxine Chesney befand, Perplexity greife zwar mit Erlaubnis der Nutzer, aber ohne Genehmigung von Amazon auf passwortgeschützte Konten zu.

Perplexity muss nun Kopien von Amazon-Daten löschen und hat eine Woche Zeit für eine Berufung. Bemerkenswert ist, dass Amazon seit kurzem Großinvestor bei OpenAI ist, das Produktrecherche und Online-Shopping ebenfalls als relevante KI-Chat-Funktionen betrachtet.

Microsoft baut seinen KI-Assistenten Copilot mit Anthropics Technologie aus. Das neue Feature „Copilot Cowork“ übernimmt das Prinzip von Anthropics gleichnamigem System: Nutzer beschreiben ein gewünschtes Ergebnis, und Cowork erstellt daraus einen Plan, den es im Hintergrund abarbeitet. Dabei greift es auf E-Mails, Meetings und Daten aus Microsoft-Produkten wie Outlook, Teams und Excel zu. Kommt das System nicht weiter, fragt es nach und wartet auf Freigabe.

Technisch basiert das Ganze auf den Prinzipien von Anthropics Programmierwerkzeug Claude Code. OpenAI, Microsofts bisheriger wichtigster KI-Partner, bietet bislang nichts Vergleichbares an. Auffällig ist, dass Microsoft mit Cowork Funktionen einbaut, die es mit Copilot eigentlich schon lange versprochen hatte. Die Funktion ist derzeit nur als eingeschränkte Testversion verfügbar. Eine breitere Veröffentlichung plant Microsoft für Ende März 2026.

Samsung prüft, ob Nutzer auf Galaxy-Smartphones künftig per natürlicher Sprache eigene Apps erstellen oder bestehende anpassen können. Ein Samsung-Manager bezeichnete Vibe-Coding als „sehr interessant“, nannte aber keinen Zeitplan. Mit der Galaxy-S26-Serie hat der Konzern bereits KI-Funktionen wie Now Nudge eingeführt, das etwa bei Terminanfragen automatisch den Kalender prüft.

Samsung wäre nicht der erste Hersteller mit dieser Idee. Nothing, ein Londoner Smartphonehersteller, testet mit „Playground“ bereits eine ähnliche Funktion im Phone 3, mit der Nutzer kleine Widgets erstellen können. Auch Google arbeitet daran, Android mit mehr KI auszustatten.

Advanced Machine Intelligence Labs (AMI Labs), das Start-up des KI-Pioniers und Turing-Preisträgers Yann LeCun, hat in einer Seed-Finanzierung 890 Millionen Euro eingeworben, die bislang größte Runde dieser Art in Europa. Zu den Investoren zählen Nvidia, Samsung, Toyota sowie Amazon-Gründer Jeff Bezos und Ex-Google-Chef Eric Schmidt. LeCun hatte das Pariser Unternehmen zusammen mit ehemaligen Meta-Führungskräften und dem früheren Nabla-CEO Alex LeBrun gegründet, nachdem er zwölf Jahre lang bei Meta das KI-Labor FAIR geleitet hatte.

AMI Labs will sogenannte Weltmodelle entwickeln, eine neue Generation von KI-Systemen, die die Welt verstehen, über ein dauerhaftes Gedächtnis verfügen und planen können. LeCun ist überzeugt, dass dieser Ansatz und nicht generative Sprachmodelle wie ChatGPT den Weg zu wirklich intelligenten Systemen ebnet. Erster Partner ist Nabla, ein Start-up für KI-Software in der Medizin. Mitgründer LeBrun räumt ein, es könne Jahre dauern, bis Weltmodelle kommerzielle Anwendungen erreichen. Aktuell beschäftigt AMI Labs laut der New York Times nur zwölf Mitarbeiter.

OpenAI erweitert ChatGPT um interaktive Visualisierungen für mehr als 70 Konzepte aus Mathematik und Naturwissenschaften. Nutzer können Variablen in Echtzeit verändern und die Auswirkungen auf Graphen und Formeln direkt beobachten. Die Themenliste richtet sich vor allem an Schüler und Studierende und umfasst Konzepte wie das Binomialquadrat, Exponentialzerfall, das Ohmsche Gesetz oder Zinseszins.

Die interaktiven Erklärungen stehen laut OpenAI ab sofort weltweit allen eingeloggten Nutzern zur Verfügung, unabhängig vom gewählten Abo. Langfristig plant das Unternehmen, die Lernmodule auf weitere Fächer auszuweiten.

Google reagiert auf anhaltende Kritik an seiner KI-Funktion „Ask Photos“ in der Fotos-App. Die Funktion nutzt ein speziell trainiertes KI-Modell, um Suchanfragen in natürlicher Sprache zu verstehen und passende Bilder zu finden. Viele Nutzer beschweren sich jedoch, dass die Ergebnisse weniger zutreffend seien als bei der klassischen Suche.

Google kündigt nun an, dass Nutzer die KI-gestützte Suche bald einfach abschalten und zur herkömmlichen Suche zurückkehren können. Dies dürfte auch in Europa möglich sein, wenn „Ask Photos“ noch in dieser Woche in der Region startet.

„KI“ und „AI“ gehören mittlerweile zu den häufigsten Begriffen bei Markenanmeldungen in Deutschland. Das geht aus der aktuellen Bilanz des Deutschen Patent- und Markenamts hervor. In der Computertechnik stiegen die Patentanmeldungen um knapp elf Prozent, getrieben vor allem durch Verfahren zur Bilddatenverarbeitung und Spracherkennung, die heute fast ausnahmslos auf Deep Learning setzen.

Regional bleibt der Süden Deutschlands führend. Baden-Württemberg liegt bei den Patenten pro Kopf deutlich vorn, gefolgt von Bayern.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

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(igr)



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iX-Workshop: Mastering Azure – Administration der Azure Cloud Services


Microsoft Azure ist eine Cloud-Plattform, die Unternehmen eine skalierbare Infrastruktur, sichere Datenspeicherung und vielseitige Analyse-, virtuelle Verarbeitungs- und Netzwerkdienste bietet. Sie ermöglicht die schnelle Entwicklung, Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen ohne eigene IT-Infrastruktur.

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Im viertägigen Intensiv-Workshop Mastering Azure: Administration und Konfiguration der Microsoft Cloud lernen Sie die Komponenten der Microsoft Azure Cloud kennen und anwenden.

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November
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Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
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Der Workshop richtet sich an Administratoren, Cloud-Architekten und DevOps-Ingenieure, die ihre Fähigkeiten in der Administration und Konfiguration von Azure erweitern möchten. Referent Mustafa Radha Jassim arbeitet als IT-Consultant bei der Söldner Consult GmbH mit den Schwerpunkten Cloud Computing, Cybersecurity, Virtualisierung und End-User Computing, insbesondere die Azure Cloud-Lösungen von Microsoft, VMware vSphere, Workspace ONE und Carbon Black.


Upgrade für Ihre IT-Skills - Von Experte zu Experte

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(ilk)



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„Weiße SIM-Karten“: Ausnahme von Irans Internetsperre für Regimetreue bestätigt


Mehr als 11 Tage nach Beginn der jüngsten kompletten Internetsperrung im Iran gibt es eine offizielle Bestätigung, dass bestimmte Individuen und Organisationen davon nicht betroffen sind. Die kommt von Fatemeh Mohajerani, der Sprecherin der Islamischen Republik. Sie hat erklärt, dass „Maßnahmen ergriffen wurden, damit solche Ausstattung nur denjenigen zur Verfügung steht, die unsere Stimme an andere weitergeben können“, zitiert IranWire. Auch wenn sie dabei nicht konkreter geworden ist, bezieht sie sich wohl auf spezielle SIM-Karten, über die man weiter online gehen kann und die gezielt für Propagandazwecke verteilt werden. Irans Präsident hatte erst im Dezember versprochen, diese „weißen SIM-Karten“ deaktivieren zu lassen, damit alle die „Schwärze“ gleichermaßen erleben müssen, wie Iran International berichtete.

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Die Sonderregelung für eine kleine Minderheit von regimetreuen Organisationen und Personen zeigt sich laut Netblocks auch in den Daten zum Internetverkehr. Die Organisation weist regelmäßig auf die anhaltende Internetblockade hin und schreibt, dass die Konnektivität der Islamischen Republik auf ein Prozent des normalen Niveaus gefallen ist. Dieser kleine Rest entfällt demnach etwa auf Staatsmedien, die die Sichtweise der Islamischen Republik verbreiten sollen. Irans Präsident Massud Peseschkian hat dieses bereits erprobte Vorgehen immer wieder kritisiert, aber im Dezember erklärt, dass er dagegen nicht vorgehen könne. Deshalb wollte er die weißen SIM-Karten sperren lassen, aber auch das ist ihm offensichtlich nicht gelungen. Im Iran liegt die eigentliche Macht beim sogenannten Obersten Führer.

Die aktuelle Internetblockade wurde am 28. Februar verhängt, als Israel und die USA begannen, Luftangriffe auf den Iran zu fliegen. Dabei wurde unter anderem Ali Chamenei getötet, als neuer Oberster Führer wurde inzwischen sein Sohn installiert. Der Iran hat zudem begonnen, verschiedene Nachbarstaaten anzugreifen. Getroffen wurden dabei unter anderem auch zwei Rechenzentren der Amazon-Tochter AWS. Mit der Internetsperrung will das Regime unter anderem Proteste im Keim ersticken. Die vorherige Internetsperre war nach den mutmaßlich größten Demonstrationen in der Geschichte der Islamischen Republik Anfang des Jahres verhängt worden. Als die Kommunikation mit dem Rest unterbrochen war, wurden sie blutig niedergeschlagen.

Der übergroßen Mehrheit der Menschen im Iran steht derzeit nur ein strikt reglementiertes nationales Internet offen, in dem es unmöglich ist, sich unabhängig zu informieren. Dessen Entwicklung wurde seit Jahren vorangetrieben, es firmiert unter den Namen „Internet-e Halal“, also islamisches Netz, oder „Internet-e Melli“ – wörtlich übersetzt Volksinternet. Gegenwärtig gibt es zudem Berichte, dass die Regierung massenhaft SMS verschickt, in denen Menschen davor gewarnt werden, zu protestieren. Ahmadreza Radan, der höchste Polizeichef im Land, hat laut der Deutschen Welle gedroht, dass Protestierende als Feinde behandelt würden: „Alle unsere Kräfte haben ihre Finger am Abzug.“


(mho)



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