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Was für eine unique Wein-Identity! › PAGE online


Wein aus Texas? Und auch noch »Made With Texas Pride« – und mit einer Identity des Wiener Studio Leichtfried versehen. Das nahm sich nicht nur die Freiheiten, die so ein extravagantes Anbaugebiet bietet, sondern arbeitete auch mit einem ungewöhnlichen Team zusammen. Und das alles ist eine große Freude.

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Dass Texas kein Weinland ist, das weiß jeder, sagt Paul Leichtfried, Kopf des Wiener Studio Leichtfried.

Und genau das haben sich die Kreativen in ihrer Identity, ihrem Packaging und der digitalen Präsenz für Reddy Wines zu eigen gemacht, die so ungewöhnlich sind, wie ein Weinanbaugebiet in Texas es ist – weit entfernt vom Napa Valley, erst recht von Bordeaux, von dem Burgund, der Toscana oder dem Piemont.

In Texas reifen die Trauben auf 1.000 Metern Höhe in den High Plains und in der unendlich scheinenden Weite des Plateaus und werden anschließend zu unverwechselbaren Weinen verarbeitet.

Seit fast 30 Jahren belieferte die Familie Reddy als größter texanischer Traubenlieferant 29 Weingüter. Eine eigene Marke hatte die Familie nicht. Das aber änderte sich, als sie einen Tasting Room eröffnete – und sich anschließend das nicht gerade bescheidene Ziel setzte, Texas als ernstzunehmendes Weinanbaugebiet zu etablieren.

Genau diesen Anspruch und diese Einzigartigkeit nahm das Studio Leichtfried zum Anlass, eine Visual Identity zu entwickeln, die genauso unique ist. Und das abseits von sonnendurchfluteten Landschaften, von glänzenden Reben. Auch sanfte Hügel sucht man vergeblich. Und erst recht ein Agenturteam, wie man es gewohnt ist.



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Willkommen auf St. Pauli! › PAGE online


Wie die Hamburger Agentur Sherpa ein Wohnprojekt aus Hamburg mit einer kostenlosen Identity unterstützt, die mit dem visionären Wohnprojekt wachsen kann

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli Bauschild

Willkommen auf St. Pauli! Zwischen Nachtschwärmenden auf dem Nachhauseweg, neugierigen Tourist:innen auf der Jagd nach dem typischen Hamburg-Flair und Anwohner:innen, die im Kiez ihrem Alltag nachgehen, entsteht mitten im Viertel ein visionäres Wohnprojekt: der queere Leuchtturm St. Pauli. Dort soll in Zukunft inklusives und generationenübergreifendes Wohnen für queere Menschen möglich werden, die außerhalb von heteronormativen Familienstrukturen leben wollen.

PROJEKT Rebranding Queerer Leuchtturm St. Pauli
AGENTUR Sherpa, Hamburg
LEISTUNG Logo, Farbwelt, Typo, Icons, Bildwelt, Startseite
ZEITRAUM Herbst 2024 bis Sommer 2025
TOOLS Figma, Keynote, Illustrator, Photoshop
BESONDERHEIT Pro Bono, offene Teamstruktur, Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen

 

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli Team

Case: Queerer Leuchtturm St. PauliBild: Michael Hinsch

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli
DidinetheQueerMom Bild: Saskia Allers

 

Aus einem Namen, einem Logo und einer Gruppe Aktivist:innen soll im nächsten Schritt nun ein gemeinnütziger Verein entstehen, der politisch aktiv werden kann. Die passende Identity ist frei von Klischees und Regenbögen; sie will Queerness sichtbar machen, Räume eröffnen und zur Partizipation einladen. Dahinter steckt die Brand- und Strategie-Agentur Sherpa, die den queeren Leuchtturm als ihr Pro Bono Projekt 2025 auswählte.

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli

Case: Queerer Leuchtturm St. PauliBild: © Michael Hinsch

Willkommen auf St. Pauli! › PAGE online
Queer Spaces & Close-Ups: Für den Queeren Leuchtturm, ein Wohnprojekt das in Hamburg entstehen soll, entwickelte Sherpa ein feinfühliges Design, in dem die Mitwirkenden die Hauptrolle spielen sollen. Die Bildwelt setzt sich aus kräftigen Portraits und Fotografien von Gruppen zusammen: Queerness im Close-Up und in den Räumen, die das Projekt schaffen will. Die Fotos macht das Team des Leuchtturms selbst: auf Events, bei Gruppentreffs und auch mal im Studio mit Fotograf:innen, die das Projekt unterstützen.

Über den Queeren Leuchtturm St. Pauli

Der Queere Leuchtturm ist ein inklusives Wohn- und Quartiersprojekt auf St. Pauli, das neue Räume für queere Lebensentwürfe schaffen will – generationenübergreifend, gemeinschaftlich und außerhalb normativer Familienstrukturen.

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli

Neben rund 60 Wohnungen sind eine queere Pflege-WG, Kultur- und Beratungsangebote sowie ein Gastrobereich geplant. Das Projekt soll außerdem Impuls für nachhaltigere und sozialere Stadtplanung liefern. Entstanden ist die Initiative 2020 aus einer aktivistischen Gruppe, die sich inzwischen in einen gemeinnützigen Verein transformiert – mit dem Ziel, politisch handlungsfähig zu werden.

Derzeit befindet sich das Projekt in einer frühen Entwicklungsphase: Die Konzeptarbeit läuft, parallel wird mit der Stadt Hamburg über ein geeignetes Grundstück verhandelt. Mit dabei sind Unternehmer:innen, Stadtteilaktivist:innen, Gewerbetreibende, Museumsmacher:innen, Künstler:innen, Care-Arbeiter:innen und Anwohnende von St. Pauli.

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli Instagram Post
All Shapes and Sizes: Sechs individuell gestaltete Formen repräsentieren die Bereiche, die der Queere Leuchttum gestalten will. Die Idee stammt aus einem anderen Entwurf, der später in das finale Ergebniss einfließen sollte.

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli Icons

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli Instagram Post

 

»Wir wollten dieses Jahr unbedingt ein queeres Projekt unterstützen – gerade in der aktuellen politischen Lage war uns das besonders wichtig« (Lucy Germer, Senior Projektmanagerin, Sherpa)

Zwischen Pro Bono und Agenturalltag

Jedes Jahr startet Sherpa einen Aufruf, um ein Projekt auszuwählen, welches das Team kostenfrei bearbeitet. Dazu finden sich die interessierten Teammitglieder frühzeitig zusammen und definieren ein Thema, in dem sie sich engagieren wollen. »Wir wollten dieses Jahr unbedingt ein queeres Projekt unterstützen – gerade in der aktuellen politischen Lage war uns das noch mal besonders wichtig«, erzählt Lucy Germer, die als Senior Projektmanagerin bei Sherpa das Projekt betreute.

Verbreitet wird die Aktion über Social Media – vor allem den LinkedIn-Account von CEO Henning Klimczak. Dort sah ihn auch Didine van der Platenvlotbrug, Queeraktivist:in und Vorständ:in des queeren Leuchtturms, und bewarb sich mit dem Projekt bei Sherpa. Der queere Leuchtturm begeisterte die Kreativen mit seiner Vision. Außerdem passte der Zeitpunkt perfekt, um das Design zu professionalisieren und mit einer richtigen Strategie zu versehen. »Wir hatten das Gefühl, dass wir wirklich etwas bewirken können«, erzählt Junior Designer João Victor Pereira Thomaz.

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli MockupBild: © BenditoMockup

Er ist Teil des kleinen Projektteams, welches die Kreativen von Sherpa im Vorfeld gemeinschaftlich aufgestellt hatten. Dazu gehören außerdem Projektmanagerin Lucy Germer und Senior Designerin Lisa Grüb. Wichtig dabei war, dass die beiden Kreativen in unterschiedlichen Teams arbeiteten, um sicherzustellen, dass sie nicht beide gleichzeitig in ein größeres kommerzielles Agentur-Projekt eingebunden waren. So konnten sie parallel am queeren Leuchtturm arbeiten und, wann immer der Agenturalltag es zuließ, Zeitblocker für das Pro-Bono-Projekt setzen. Das klappt nicht immer – wenn mal alle Hände anderorts gebraucht werden, muss das Pro-Bono-Projekt warten. Deshalb plant Sherpa diese auch nicht mit einem festen Zeitplan ein, sondern kommuniziert von Anfang an klar, dass sich Deadlines verschieben können.

»Wir verhandeln gerade mit der Stadt. Dass wir jetzt ein klares visuelles Profil haben, hilft uns enorm« (Didine van der Platenvlotbrug, Vorstand Queerer Leuchtturm St. Pauli)

Identity: Recherche & Strategie

Zum Auftakt lernten sich die Teams von Sherpa und dem queeren Leuchtturm in einem gemeinsamen Zoomcall kennen. Die Herausforderung wurde dabei schnell klar: Wie kommuniziert man queere Lebensrealitäten und geht auf verschiedene Bedürfnisse ein, ohne dabei in visuelle Klischees zu rutschen? Die Identity für den queeren Leuchtturm musste offen genug sein, um verschiedenste Menschen willkommen zu heißen und gleichzeitig in politischen und offiziellen Umfeldern ernstgenommen werden können.

Sherpa näherte sich deshalb der Gestaltung zunächst mit einem kleinen Strategieworkshop an, in dem das Team vergleichbare Projekte recherchierte und queere Designsprachen analysierte. Dabei war wichtig, dass sich der queere Leuchtturm nicht in Konkurrenz zu anderen Wohnprojekten verstand, sondern als willkommene Ergänzung dieser dringend benötigten Räume.

Anschließend erarbeitete Sherpa ein Polaritätenprofil, das die Mitglieder der Initiative ausfüllen sollten. Darin fragten die Kreativen etwa nach der intuitiven Assoziation verschiedener Grafikrichtungen mit der Marke, Nahbarkeit und Anpassung. Hier wurde schnell deutlich, dass auch innerhalb des Vereines verschiedene Bedürfnisse an das Design gestellt wurden, und die Identity flexibel genug sein musste, um verschiedene Aspekte des Projektes abzubilden. Auf dieser Basis begannen João und Lisa mit der Entwicklung des Designs.

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli Logo
Leuchtturm-Logo: Zu Beginn des Projektes stand nur das Logo des Queeren Leuchtturms (ganz oben). Designerin Lisa Grüb entwickelte daraus ein reduziertes Signet, das visuell bereits den Raum als Gestaltungselement aufnahm. Nach dem Feedback wurde daraus eine etwas weichere, runde Variante (ganz unten)

 

Zwei visuelle Richtungen

Beide Kreativen arbeiteten eigene Ansätze aus: Lisa übernahm die Redesign-Route, die mit bestehenden Designelementen wie dem optimierten Leuchtturm-Logo, sowie einer Idee aus dem Team des queeren Leuchtturms arbeitete, im Design die verschiedenen Räume der queeren Community zu visualisieren. Die freie, experimentellere Route übernahm João. Er entwickelte organische »Lebenslinien«, welche die lonlinearen Lebenswege queerer Menschen abbilden sollten. Beide Kreativen verwendeten eine Farbpalette, die aus der Regenbogenflagge abgeleitet war, aber für die Nutzung im Brandkontext optimiert und leicht entsättigt wurde.

Ihre Entwürfe präsentierten sie anschließend in einem Call vor dem Vorstand des queeren Leuchtturms. Die Präsentation zeichneten sie auf, sodass die Mitglieder der Initiative später mit O-Ton auf die Entwürfe schauen und die Gedanken der Designer:innen nachvollziehen konnten. »Wir wären mit beiden Richtungen glücklich gewesen«, so Lisa Grüb. »Am Ende haben wir dann mit dem Feedback Elemente aus beiden Entwürfen kombiniert.«

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli
Alternative Route: Lebenslinien Zu Beginn entwarf Sherpa zwei Designrichtungen. Diese hier ist etwas freier gestaltet und verzichtet auf den Leuchtturm als Symbol. Der mutige Umgang mit organischen Formen, Schriftmischung und Symbolik inspirierte nach einer Feedback-Runde auch den finalen Entwurf

 

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli
Leicht umsetzbar: Die ersten Anwendungen des neuen Designs sind bereits live auf dem Instagramkanal des Queeren Leuchtturms zu sehen. Die Idee: ein System, das wirklich von allen Beteiligten leicht eingesetzt werden kann

 

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli
Welcome! Für die Website des Queeren Leuchtturms entwickelte Sherpa zunächst Wireframes, um die Inhalte festzulegen. Der tatsächliche Entwurf entstand in Figma und soll in den nächsten Monaten von einer anderen Agentur realisiert werden

 

Zum Website-Entwurf

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli Smartphone
Social first: Für die Präsentation entwickelte Sherpa die ersten Instagram-Posts. Sie bestehen aus flexibel kombinierbaren Elementen in die Bilder und Typografie eingepast werden können

 

Visuelle Räume eröffnen

So blieb das alte Signet bestehen und wird heute in Lisas überarbeiteter Variante verwendet, die durch Joãos Entwurf nocheinmal etwas organischere Formen erhielt. Hinzu kommen modulare, flächige Gestaltungselemente, die im Layout Räume eröffnen. Sie stehen als Metapher für das Projekt selbst und seinen Anspruch, queere Lebensrealitäten abzubilden und neue Begegnungsorte zu schaffen.

Aus Joãos Entwurf übernahmen die Kreativen ein System mit nahbar gerundeten Icons, sowie individuelle Formen für die sechs Bereiche des Projektes: Wohnen, Altern, Gewerbe, Care, Kultur und Gastro. Letztere können frei mit Lisas geometrischen Räumen kombiniert werden. Hinzu kamen zwei Free Fonts, welche der Verein über alle Medien hinweg nutzen sollte: Funnel Display für Headlines und Geist Mono für Fließtexte.

Eine besondere Rolle kommt außerdem der Bildsprache des Queeren Leuchtturms zu. Diese entsteht live bei allen Events, bei denen sich die Organisator:innen treffen und zeigt Mitglieder der queeren Community genauso wie sie sind: von bunt bis ernst, professionell fotografiert bis Schnappschuss, mal in Drag, mal in Alltagskleidung bei der Diskussion auf verschiedensten Bühnen. Kombiniert mit den klaren, wiedererkennbaren Formen des Brandings entsteht so eine nahbare und authentische Vielfalt im Design.

Case: Queerer Leuchtturm St. Pauli
Was braucht der Queere Leuchtturm? Ein kleiner Markenworkshop mit Fragebogen an die Mitglieder zeigte, welche Werte dem Team besonders wichtig waren

 

In Anwendung

»Wir haben uns super aufgehoben gefühlt«, erzählt Didine. »Die Zusammenarbeit hat wirklich Spaß gemacht, weil wir gemerkt haben, dass Sherpa versteht, was wir brauchen und dann aber selbst nochmal weitergedacht hat.« So gestaltete Sherapa nicht einfach nur verschiedene Medienanwendungen, sondern ein visuelles System, mit dem der queere Leuchtturm flexibel weiterarbeiten kann.

Als Beispiele gestaltete Sherpa einen Social Media Feed mit verschiedenen Posts, sowie eine Landing-Page, die der queere Leuchtturm nun in Kollaboration mit einer anderen Agentur umsetzt. Die neue visuelle Identität soll der Organisation vor allem den Rücken in offizielleren Kreisen stärken – pünktlich zum Hamburger CSD. »Wir verhandeln gerade mit der Stadt«, so Didine. »Dass wir jetzt ein klares visuelles Profil haben, hilft uns enorm.«

Übergeben hat Sherpa das Designsystem als Brandkit mit allen erdenklichen Assets: von einem PDF-Guide und Beispiellayouts über die Schriften bis hin zu den einzelnen Formen als Vektor und png, damit der Verein möglichst einfach selbst damit umgehen kann. Unter ihnen sei zwar auch eine Person aus der Grafik, so Didine, aber wenn es schnell gehen müsse, könnten die meisten das Design sogar in Powerpoint nutzen. Was die meisten Kreativen wohl erst einmal zusammenzucken lässt, funktioniert in Realität wunderbar – das zeigt schon der Instagramkanal @queerer.leuchtturm.stpauli, auf dem das Design seit einigen Wochen rege genutzt wird.

Denn, was Sherpas Branding wunderbar zeigt, ist der identitätsstiftende Effekt, den Design bei einer großen, diversen Gruppe haben kann. Und der bleibt auch erhalten, wenn die Brand Guidelines etwas strapaziert werden.

Tipps für Pro-Bono-Projekte

Rahmen bewusst wählen
Sherpa startet jedes Jahr mit einem inhaltlichen Fokus, zu dem passende Organisationen gesucht werden. Das sorgt für Identifikation im Team und erleichtert die Auswahl. Entscheidend ist: nicht nur »helfen wollen«, sondern prüfen, ob das Projekt strategisch und gestalterisch für die Kund:innen Sinn ergibt.

Frühzeitig planen
Die Agentur beginnt bereits im Sommer mit der Suche für das Folgejahr. Aufgerufen wird meist über den LinkedIn-Account von CEO Henning Klimczak – verbunden mit einem thematischen Rahmen. So lassen sich nicht nur passende Projekte finden, sondern auch intern rechtzeitig Kapazitäten schaffen. Aktuell (Stand Sommer 2025) läuft bereits die Ausschreibung für das nächste Pro-Bono-Projekt.

Ressourcen realistisch planen
Pro Bono heißt nicht nebenbei. Sherpa stellt sicher, dass keine Doppelbelegung mit laufenden Kundenprojekten entsteht. Wer mitarbeitet, muss verfügbar sein – und das Projekt braucht feste Zeitfenster. Intern definierte Zeitblocker schaffen Verbindlichkeit im Team.

Prozesse transparent machen
Entwürfe, Präsentationen und Entscheidungen wurden im Fall des Queeren Leuchtturms dokumentiert und teils als Video aufgezeichnet. So können auch erweiterte Stakeholder-Runden (die es bei gemeinnützigen Organisationen oft gibt) darauf zugreifen.

Abrechnung formal lösen
Auch bei Null-Honorar empfiehlt sich eine interne Angebotsschreibung mit Zeit- und Leistungsschätzung. So bleibt der Projektumfang dokumentiert. Der Wert kann intern als gespendete Leistung verbucht werden – wichtig bei Förderberichten oder Steuerfragen.

Vertraglich regeln
Auch Pro-Bono-Projekte sollten durch eine schriftliche Vereinbarung abgesteckt werden: Leistungsumfang, Rechte, Haftung und Nachnutzung. Gerade weil oft mit Ehrenamtlichen gearbeitet wird, ist eine klare Grundlage essenziell.

 

Dieser Beitrag ist erstmals in PAGE 3.2025 erschienen:

 

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Mutabor redesignt willhaben › PAGE online


So verspielt und bestimmt wie der Name von Österreichs willhaben, dem Pendant zu der deutschen Plattform Kleinanzeigen, ist auch dessen Corporate Design, das Mutabor überarbeitete – und dabei ganz auf die Lupe setzt.

Mutabor redesignt willhaben › PAGE online

Es ist jetzt drei Jahre her. Da hat die Design- und Markenagentur Mutabor ebay Kleinanzeigen, das dann nur noch Kleinanzeigen hieß, mit einem radikalen Redesign versehen.

Mit einem stilisierten Logo, fokussiert auf Nachhaltigkeit, modern und dezent tritt Kleinanzeigen jetzt auf.

willhaben kann man wohl als österreichisches Pendant von Kleinanzeigen bezeichnen – und dessen Auftritt hat Mutabor jetzt mit einem anderen Fokus überarbeitet.

»Um die Marke zu einer Ikone zu machen«, wie es von den Kreativen heißt. Und das mit einem noch prägnanteren Auftritt.

Lupe im Zentrum

Marktforschung hat ergeben, dass zwar fast alle Österreicher:innen willhaben kennen und dabei vor allem auch das markante Hellblau und das stilisierte Lupen-Logo sich eingeprägt haben, die Marke aber über die Jahre hinweg visuell etwas fragmentiert wahrgenommen wurde.

Und sie hat Mutabor jetzt zu einem großen Ganzen verbunden: mit kräftigen Farben, der Lupe, die als wichtigstes Wiedererkennungsmerkmal gilt – und mit generativer KI.

Die Lupe, die jetzt nicht nur in das lichtere Hellblau getaucht ist, sondern sich auch in einer schlankeren Linienstärke zeigt, ist ins visuelle Zentrum gerückt. Sie wird über alle Kanäle hinweg eingesetzt. Und das in einer Vielzahl an Variationen.

Runde Sache

Die Lupe steht für sich selbst, wird mit Bildwelten unterlegt, verwandelt sich in einen Hintergrund oder ein Muster, ist mit Plastikblumen oder Plüsch versehen – und auch mal mit dem willhaben-Wortlogo, das ebenfalls überarbeitet wurde.

Die neue Schrift willhaben Fors zeichnet sich durch eine luftigere Weite und durch prägnante Rundungen aus.

Beim Wortlogo selbst zeigt sich das in dem W, das mit einem signifikanten Bogen versehen ist, der die Spitzen der mittleren Schenkel in eine Wellenbewegung verwandelt, während das L ebenfalls weich gerundet ausläuft.

Prägnanter Rebrush

Gleichzeitig erweitern eigens entwickelte Icons und Illustrationen das überarbeitete Design, zitieren in ihren Rundungen die Lupe und erzählen von den verschiedenen Rubriken, vom Garten und Haus, Kinder, Musik, Auto oder Umzug.

Alle Assets sind in einem neu angelegten Brandhub als »Single Source of Truth« zu finden.

In einer Zeit, in der Vintage und Retro boomen und gerade auch immer mehr junge Leute auf bereits Gebrauchtes zurückgreifen, von der Kleindung bis zur Einrichtung, angetrieben von Style, von knapper werdenden Budgets oder, um Ressourcen zu schonen, zeigt willhaben sich mit starkem Wiedererkennungswert.

Sie ist laut und verspielt, versteckt in ihren Visuals nicht, dass sie generiert sind – und ist vor allem sehr prägnant.



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Weg mit den Hürden! Was das Female-led Collective plant › PAGE online


Der GWA möchte weibliche Führungskräfte stärken und strukturell vorhandene Barrieren überwinden. Männliche Unterstützung ist sehr willkommen. Wir haben uns die geplanten Programme genauer angeschaut und sie sind vielversprechend.

Weg mit den Hürden! Was das Female-led Collective plant › PAGE online
Links: Kim Notz (Inhaberin und Geschäftsführerin KNSK) Foto © Kasimir Weichert // Rechts: Laura Schlotthauer (Sprecherin GWA Forum DEI&B und Geschäftsführerin RYSM)

Der GWA hat ein neues Forum ins Leben gerufen. PAGE hat nachgefragt, was das Female-led Collective genau vorhat und was die konkreten Ziele sind.

Es geht um »messbare Veränderungen« für Frauen in Führungspositionen und auf dem Weg dahin. Das Forum möchte zukünftig weibliche Führungskräfte stärken und strukturell vorhandene Barrieren wie beispielsweise Machtmechanismen überwinden, sie langfristig abbauen. Frauen sollen besser auf führende Positionen vorbereitet, der Austausch soll mehr fokussiert werden. Männliche Positionen sind hier durchaus erwünscht.

Die Initiatorinnen sind Claudia Díaz Sánchez (GWA Vorständin und Geschäftsführerin RYSM), Laura Schlotthauer (Sprecherin GWA Forum DEI&B und Geschäftsführerin RYSM) und Kim Notz (Inhaberin und Geschäftsführerin KNSK).

Eine konkrete Führungsaufgabe

Auf Nachfrage von PAGE haben Kim Notz und Laura Schlotthauer genauer erläutert, welche Maßnahmen angestoßen werden und die Schwerpunkte benannt. Zum einen wird es das Allyship-Training »Allies for Female Leaders« geben.

Sie haben uns erklärt, dass sie den Begriff Allyship hier aber nicht als Haltung verstehen, sondern als eine konkrete Führungsaufgabe. Dabei gebe es auch ein definiertes Ziel: »Frauen und Männer auf Management-Ebene und mit organisatorischer Macht dazu zu befähigen, strukturelle Ungleichheiten zu erkennen, zu adressieren und aktiv zu verändern.«

Im Training lernen die Teilnehmerinnen, wie das im Alltag mittels bewusst gewählter Entscheidungen wirksam werden kann, ergänzen Kim Notz und Laura Schlotthauer. Und zwar in »Besetzungen, durch das Sichtbarmachen von Leistung, durch das Hinterfragen bestehender Machtstrukturen und durch konsequentes Handeln in entscheidenden Momenten«. Der Start des Trainings ist noch im 1. Halbjahr 2026 geplant.

»Veränderung entsteht nicht durch gute Absichten, sondern durch Verantwortung im System.« (Kim Notz und Laura Schlotthauer)

Unterschied zum klassischen Mentoring

Zum anderen wird es das Sponsorship-Programm für Frauen in Führungspositionen geben. Es möchte »bei der tatsächlichen Durchsetzung von Karrieren« ansetzen, so Kim Notz und Laura Schlotthauer. Dort, wo die klassischen Förderansätze bereits enden.

Der neue Ansatz unterscheidet sich demnach zu Mentorship-Programmen, weil er den Fokus weder auf eine Begleitung noch auf individuelle Förderungsaspekte legt. Vielmehr ginge es darum, sich zu fragen, was tue ich für meinen nächsten Karriereschritt und wie trete ich dafür ein?

Im Unterschied zu Mentorship geht es nicht um Begleitung oder individuelle Förderungsaspekte, sondern um aktives Eintreten für den nächsten Karriereschritt.

Das Sponsorship-Programm – aktuell noch in Planung – setzt genau hier an, indem Sponsor:innen »gezielt Türen öffnen etwa durch offene Fürsprache, Nominierungen für Schlüsselprojekte, Führungsrollen, Panels oder strategische Initiativen«, ergänzen die beiden Sprecherinnen.

Das Ziel ist also nicht, wie bei den klassischen Ansätzen, jemanden zu begleiten, sondern dort Zugänge einzurichten, wo Karrieren starten oder sich weiterentwickeln können.

Der Start ist voraussichtlich im 2. Halbjahr 2026. Interessierte Frauen in ersten Führungspositionen aus der Agenturbranche können sich dann dafür bewerben.

Aktuelle Mitglieder des Female-led Collectives:

Elena Bartrina y Manns (TLGG Agency), Jeannette Bohné (Serviceplan), Barbara Brunner (Accenture Song), Lisa Erdmann (Scholz & Friends), Cornelia Göbel (Serviceplan), Franziska Gregor (Serviceplan), Luitgard Hagl (Saatchi & Saatchi), Julica Hauke (Garbarz & Partner), Dr. Melanie Howe (KWHC), Vanessa Kerkhoff (VML), Frederike Lohse (segmenta), Franka Mai (THE GOODWINS), Natalie Martens (DEPT), Sabine Moser (kl, company ag), Amelie Pamp (Mutabor), Katharina Ploghöft (RYSM), Ute Poprawe (BBDO Group), Annika Rücker (la red), Lydia Schiphorst (segmenta), Nele Schnieder (Scholz & Friends), Carola Sels (genese werbeagentur), Franziska Spieß (Jung von Matt SPREE), Carolin Uppenbrock (thjnk), Valentina v. Cramm (W3), Ina von Holly (WE DO communication) // Bild © GWA

 

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