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Wassermanagement: AWS will in Deutschland 70 Mio. Liter Wasser pro Jahr sparen


Amazon Web Services will sein Engagement für nachhaltiges Wassermanagement in Deutschland ausbauen. Wie Amazon in einer Pressemitteilung bekannt gab, sollen zwei neue Projekte in Hessen und Bayern nach ihrer vollständigen Umsetzung jährlich mehr als 370 Millionen Liter Wasser zurückführen.

Im Mittelpunkt stehen dabei zwei unterschiedliche, aber sich ergänzende Ansätze: digitale Leckageerkennung in städtischen Gebäuden und die Renaturierung von Feuchtgebieten im Spessartwald.

Leckageüberwachung mithilfe von IoT

Das erste Projekt konzentriert sich auf Frankfurt am Main, eine zentrale Region für Rechenzentren und digitale Infrastruktur. Gemeinsam mit dem belgischen Wassertechnologie-Unternehmen Shayp finanziert Amazon die Installation intelligenter IoT-Überwachungs­systeme in 500 Gebäuden. Dazu sollen auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und medizinische Zentren gehören. Die Technologie erkennt Wasserlecks automatisiert und rund um die Uhr. Dadurch können Betreiber schneller reagieren, bevor aus kleinen Schäden große Wasserverluste werden. Die Installation soll noch 2026 beginnen und bis 2028 abgeschlossen sein.

Nach Angaben von Amazon basiert die Lösung auf Cloud-Technologie von AWS. Sensoren erfassen kontinuierlich Verbrauchsdaten, während Echtzeit-Analysen auffällige Muster erkennen. Wird ein Leck festgestellt, können Verantwortliche unmittelbar informiert werden. Shayp zufolge kann der Wasserverbrauch in Gebäuden typischerweise um bis zu 20 Prozent gesenkt werden. Für das Frankfurter Projekt wird erwartet, dass mehr als 320 Millionen Liter Wasser eingespart oder zurückgeführt werden können.

Neue Feuchtlebensräume gegen Dürren und Starkregen

Das zweite Projekt setzt auf naturbasierte Lösungen. In Zusammenarbeit mit EcoTree sollen im Spessartwald bei Würzburg Feuchtgebiete auf einer Fläche von 200 Hektar gestärkt werden. Durch gezielte Erdarbeiten sollen rund sechs Hektar neue Feuchtlebensräume entstehen. Diese sollen Wasser länger in der Landschaft halten, den Abfluss verlangsamen und die Grundwasser­neubildung fördern. Nach Abschluss des Projekts Ende 2027 rechnet Amazon mit einer jährlichen Rückführung von mehr als 57 Millionen Litern Wasser.

Neben dem Wassermanagement soll das Vorhaben auch ökologische Vorteile bringen. Feuchtgebiete gelten als wichtige Lebensräume für Amphibien, Vögel und andere bedrohte Arten. Amazon nennt in der Mitteilung unter anderem den Schwarzstorch. Zudem können renaturierte Feuchtflächen Mikroklimata stabilisieren, Kohlenstoff speichern und Landschaften widerstands­fähiger gegen Dürren und Starkregen machen. Damit verbindet das Projekt wasser­wirtschaftliche Ziele mit Biodiversitäts­schutz und Klimaanpassung.

Mehr raus als rein

Die beiden deutschen Initiativen sind Teil eines größeren Unternehmens­ziels: Amazon will bis 2030 mehr Wasser an Gemeinden zurückführen, als im eigenen Betrieb verbraucht wird. Weltweit hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits mehr als 50 Wasserprojekte angekündigt, die zusammen jährlich mehr als 21 Milliarden Liter Wasser zurückführen sollen. Für AWS ist das Thema besonders relevant, weil Rechenzentren je nach Standort und Kühltechnik meist Wasser benötigen und zugleich häufig in Regionen betrieben werden, in denen Wasserressourcen zunehmend unter Druck stehen.

Nachhaltigkeit gewinnt weiter an Bedeutung

Die Ankündigung unterstreicht, dass Wasser­management für Technologie­unternehmen zu einem strategischen Nachhaltigkeits­thema wird. Während Rechenzentren durch Cloud-Dienste, künstliche Intelligenz und digitale Geschäftsmodelle immer wichtiger werden, wächst zugleich der Anspruch, Infrastruktur ressourcen­schonender zu betreiben. Die Kombination aus digitaler Überwachung und ökologischer Renaturierung kann dabei ein wirkungsvoller Ansatz sein, denn in Städten lassen sich Verluste schneller erkennen, in Landschaften kann Wasser länger gespeichert werden.

Ob die Projekte die erwartete Wirkung tatsächlich erreichen, wird sich erst nach Umsetzung und Messung zeigen. Entscheidend wird sein, wie zuverlässig die Einsparungen dokumentiert werden und ob die Maßnahmen langfristig gepflegt und weitergeführt werden. Dennoch setzt AWS mit den Vorhaben ein deutliches Signal: Wasser wird nicht nur als Betriebsressource verstanden, sondern als Bestandteil ökologischer Stabilität und nachhaltiger digitaler Infrastruktur.



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GPT-5.6 Sol, Terra und Luna: OpenAIs neue Top-Modelle erscheinen am Donnerstag


Nachdem die Trump-Administration die Fable- und Mythos-Modelle von Anthropic wieder freigegeben hat, folgt jetzt OpenAI. Die neuen Top-Modelle GPT-5.6 Sol, Terra und Luna, die bislang noch nicht frei verfügbar sind, erscheinen am Donnerstag für die Allgemeinheit.

Bislang konnte nur eine ausgewählte Gruppe die Preview-Versionen der GPT-5.6-Modelle testen. Die Trump-Administration wollte zudem selber Sicherheitsaspekte überprüfen.

  • Wie bei Mythos 5 und Fable 5: US-Administration verzögert OpenAIs neues GPT-5.6-Modell

Nun also die Freigabe für die Allgemeinheit. Wie bereits angekündigt erscheint GPT-5.6 erstmals in drei Modellstufen:

  • GPT-5.6 Sol: Das leistungsfähigste Modell, es ist die direkte Konkurrenz zu Anthropics Top-Modellen Fable und Mythos.
  • GPT-5.6 Terra: Das ausbalancierte Modell für den Assistenten-Alltag. Laut OpenAI ist die Leistung vergleichbar mit GPT-5.5 bei halbierten Kosten.
  • GPT-5.6 Luna: Die kleinste Modellreihe, die besonders auf Geschwindigkeit – also schnelle Antwortzeiten – und niedrige Kosten ausgelegt ist.

Mit Sol, Terra und Luna will OpenAI jetzt präziser unterscheiden, zu was die jeweiligen Modellvarianten in der Lage sind.

Noch mehr Computing-Leistung bei Bedarf

Modellnamen verraten allerdings nur bedingt, wie leistungsfähig ein KI-Assistent bei einer Anfrage tatsächlich ist. Entscheidender ist zudem der Aufwandmodus – also die verfügbare Computing-Leistung, um eine Anfrage zu beantworten.

Dieser Aspekt wird auch bei OpenAIs Ankündigung deutlich. Für GPT-5.6 Sol gibt es mit „Max“ eine neue Reasoning-Stufe für besonders hohen Aufwand. „Außerdem führen wir den neuen Modus ‚ultra‘ ein, der über die Fähigkeiten eines einzelnen Agenten hinausgeht und Unteragenten nutzt, um komplexe Arbeit zu beschleunigen“, heißt es in der Mitteilung.

Automatisiertes Red Teaming gegen Jailbreaks

Sicherheit ist wie mittlerweile üblich ein Schwerpunkt in OpenAIs Ankündigung. Ein Fokus liegt auf Verfahren, um Schwachstellen zu finden, die zu Jailbreaks führen können. Dabei handelt es sich um Eingaben, mit denen sich die in den Modellen integrierten Schutzmechanismen aushebeln lassen, die etwa die Fähigkeiten in Bereichen wie Cyberangriffe oder Waffenbau begrenzen.

Laut OpenAI wurden mehr als 700.000 A100-äquivalente GPU-Stunden in automatisiertes Red Teaming investiert, um universelle Jailbreaks zu finden. Das ergänzt die menschlichen Tests, die nach wie vor stattfinden. Nur, dass sich auf diese Weise deutlich mehr Angriffsmuster prüfen lassen.

Ein Jailbreak war bei der Sperre für Anthropics Fable- und Mythos-Modelle relevant. Die Trump-Administration soll Hinweise von Amazon als Anlass genommen haben, um Anthropic mittels einer Anordnung über Exportkontrollen zu verpflichten, die Modelle vom Markt zu nehmen. Was tatsächlich der Auslöser für die Sperre war, wird ebenso noch diskutiert wie weitere Hintergründe und Konsequenzen der Entscheidung.

Hintergründe zu Fable 5 und Mythos 5



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Anthropic Claude Cowork: Desktop-Assistent nun auch für Mobilgeräte und Web erhältlich


Anthropic hat seinen agentenbasierten Desktop-Assistenten Claude Cowork nun auch für Mobilgeräte und das Web veröffentlicht. Nutzer können KI-gestützte Arbeitsabläufe damit ab sofort nahtlos zwischen Desktop, Browser und Smartphone oder Tablet fortsetzen. Der Rollout startet zunächst als Beta für Max-Abonnenten.

Arbeiten auf verschiedenen Geräten ausführen

Mit der jetzigen Komplettierung soll Claude Cowork Wissensarbeit auf allen Geräten automatisieren, wobei die KI dabei eigenständig über verschiedene angebundene Dienste hinweg arbeitet, zu denen unter anderem Dateien, Kalender, E-Mails, Messenger, Web-Inhalte und weitere verbundene Werkzeuge gehören können. Ziel ist es laut Anthropic, Aufgaben vollständig an die KI zu delegieren und diese bis zum Abschluss selbstständig bearbeiten zu lassen. So kann eine Arbeit am Desktop-PC begonnen, später unterwegs am Notebook fortgesetzt und anschließend auf dem Smartphone über die Android- oder iOS-App oder im Web überprüft werden. Die Arbeit folgt somit dem Nutzer. Ebenso kann Cowork Aufgaben im Hintergrund ausführen, während der Anwender mit anderen Tätigkeiten beschäftigt ist oder das jeweilige Gerät gar nicht aktiv nutzt.

Gelangt das System während der Bearbeitung an einen Punkt, an dem eine menschliche Entscheidung erforderlich ist, fordert die KI den Anwender zur Freigabe oder zur Richtungsentscheidung auf. Die Entscheidungsgewalt verbleibt damit jederzeit bei diesem. Ergebnisse werden somit erst nach ausdrücklicher Prüfung und Zustimmung abgeschlossen oder versendet.

Agenten haben sich längst von der Software-Entwicklung gelöst

Anthropic betont in der Vorstellung, dass sich der praktische Einsatz von Claude Cowork deutlich von der ursprünglichen Arbeitsweise klassischer KI-Agenten unterscheidet. Während diese in der Vergangenheit vor allem mit Programmierung in Verbindung gebracht wurden, sollen bei Cowork inzwischen bis zu 90 Prozent der ausgeführten Tätigkeiten aus anderen Bereichen stammen. Besonders häufig sollen die Agenten für Geschäftsprozesse wie die Auswertung von Quartalszahlen einschließlich der Erstellung eines Berichts oder für die Erstellung von Präsentationen auf Basis verschiedener gesammelter Daten eingesetzt werden. Diese Aufgaben sollen laut Anthropic mittlerweile rund die Hälfte aller Cowork-Anwendungsfälle ausmachen.

Darüber hinaus sieht das Unternehmen den Desktop weiterhin als primären Arbeitsort an. Nur dort steht der vollständige Funktionsumfang von Claude Cowork zur Verfügung, der nun ebenso den Zugriff auf lokale Dateien und den Browser umfasst. Gleichzeitig erhalten Nutzer, die keine Desktop-Anwendung installieren können oder möchten, erstmals Zugriff über den Browser.

Der KI-Spezialist hat jedoch nicht nur die verschiedenen Plattformen zusammengeführt, sondern auch die Benutzeroberfläche der Anwendung vereinheitlicht. Dadurch teilen sich klassische Chats und Cowork im Web sowie auf dem Desktop künftig eine gemeinsame Startseite. Darüber hinaus werden Projekte und erstellte Inhalte zentral verwaltet, wodurch das Delegieren von Aufgaben weiter vereinfacht werden soll.

Zunächst nur als Testversion und nicht für alle

Der Rollout startet zunächst schrittweise als Beta für Max-Abonnenten und wird in den kommenden Wochen auf weitere Tarife ausgeweitet. Begleitend zur Einführung verlängert das Unternehmen die verdoppelten Cowork-Nutzungslimits bis zum 5. August, damit Nutzer auch umfangreichere Aufgaben ausprobieren können.



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Nvidia-Rosa-CPU: Rigel-Kerne mit Armv9.2, mehr L2 und schnellerem Speicher


Nvidia-Rosa-CPU: Rigel-Kerne mit Armv9.2, mehr L2 und schnellerem Speicher

Nvidia erhöht die Schlagzahl bei den Prozessoren. Auf die Vera-CPU folgt Rosa mit aufgewerteten Rigel-Kernen bei gleicher Architekturbasis. Nvidia-CEO Jensen Huang stellte im Gespräch mit ComputerBase bereits klar, dass das Unternehmen Arm-CPU-Kerne „von der Stange“ vorziehe.

Schon mehrfach griff die ComputerBase-Redaktion die nächste CPU-Generation von Nvidia mit dem Namen Rosa auf. Sie ist die dritte Generation eigener Prozessoren, folgt so der ersten Generation Grace und der in diesem Jahr aktuell werdenden CPU Vera. Seit der Vera-Generation rückt vor allem auch der alleinige Betrieb, also ohne stetige GPU-Anbindung, wieder in den Fokus. Der dürfte auch für Rosa gelten, wenngleich Nvidia bereits bestätigt hat, dass sowohl Rosa Feynman für das Datacenter als auch Rosa Feynman für die Consumer-Abteilung alias Nvidia Spark kommen werden.

Nvidia-Roadmap bis 2030
Nvidia-Roadmap bis 2030

Rigel-Kerne folgen auf die Olympus-Kerne

Nvidias Ian Buck als Chef der HPC-Sparte plauderte nun noch einmal über die Vorteile der neuen Vera-CPU und gab dabei einen kleinen Ausblick auf den Nachfolger Rosa für das Datacenter.

NVIDIA’s next-generation Rosa CPU with the Rigel core will continue the company’s CPU roadmap for the agentic AI era. Rigel is NVIDIA’s next-generation Arm v9.2 CPU core, delivering higher per-core performance than Olympus while keeping the same silicon footprint. Key improvements include better instruction delivery, a larger L2 cache and more efficient memory handling.

Nvidia

Die neuen Rigel-Kerne werden demnach auf „Arm v9.2“ setzen, exakt gemeint dürfte dabei vermutlich die Armv9.2-A-Architektur sein. Die Olympus-Kerne der Vera-CPU sind mit exakt dieser Architektur kompatibel, aber noch zu einem großen Teil eigenentwickelt. Dass Nvidia für die neuen Kerne mehr L2-Cache versprechen kann, deckt Arms Referenzdesign der Kerne bereits ab, auch effizienter mit Speicher umzugehen ist stets eine Option. Hier könnte LPDDR6 beispielsweise helfen, der zum Start der neue CPU in erst einigen Jahren längst breiter verfügbar sein dürfte.

Dass in der Architektur noch Leben steckt, hatte Arm kürzlich selbst gezeigt, indem das Unternehmen zusammen mit Meta einen 136-Kern-Prozessor vorgestellt hat. Dieser nutzt Neoverse V3 in weiter angepasster Form und zeigt, dass die grundlegende Idee aus dem Jahr 2024 stets noch weiter optimiert werden kann. Größere Caches, wie sie Nvidia nun will – Veras Olympus-Core hat 2 MB L2 pro Kern – sah die Architektur aber damals bereits vor, und die Unterstützung von moderneren, schnelleren und effizienteren Speichers benötigt lediglich „einige Eingriffe“.

Arm Neoverse V3
Arm Neoverse V3 (Bild: Arm)

Consumer und Datacenter haben andere Kerne unter gleichem Namen

Spannend bleibt jedoch die Frage, welche Kerne das Consumer-Segment dann jeweils erhält, Neoverse V3 und die große Anzahl und Features sind für das Gebiet schlichtweg „Overkill“. Die Consumer-Version von Grace setzt heute nämlich auf Arm-Cortex-Kerne wie etwa in SoCs für Smartphones. Grace für das Datacenter setzt hingegen auf Neoverse-Kerne. Wie das bei Vera umgesetzt ist, ist aber ebenfalls noch unbekannt.



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