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Klipsch Flexus Core 200 im Test: 3.1.2-Soundbar mit viel Bass und Dolby Atmos
Dolby Atmos, kräftiger Bass ohne Subwoofer, einfache Einrichtung – das ist die Klipsch Flexus Core 200. Aber es gibt auch Nachteile.
Die Klipsch Flexus Core 200 ist die größere Soundbar der Flexus-Reihe. Sie arbeitet als 3.1.2-System mit Dolby Atmos und integriertem Subwoofer. Ein Netzwerkmodul fehlt, daher laufen App und Musikstreaming nicht über WLAN. Inhalte kommen stattdessen hauptsächlich über den Fernseher, über Zuspieler am Fernseher oder per Bluetooth zur Soundbar. Das macht die Bedienung einfach, schränkt aber Nutzungsumfang und Komfort ein. Wir haben im Test überprüft, für wen sich die Soundbar lohnt.
Design und Verarbeitung
Die Klipsch-Soundbar ist knapp 112 cm breit, 7,8 cm hoch und fast 13 cm tief. Mit 8,5 kg ist sie für eine Einzel-Soundbar recht schwer und wirkt stabil. Das deutet auf ordentliche Bassreserven hin. Das Format passt gut zu großen Fernsehern, kann aber bei kleinen TVs das Bild unten leicht verdecken. Die Optik ist zurückhaltend und vor allem auf Funktion ausgelegt. Das kantige Design wirkt eigenständig. Oben sitzen seitliche Metallgitter, in der Mitte eine Abdeckung in dunkler Holzoptik. Vorn und an den Seiten nutzt Klipsch Stoff. Das Metalllogo ragt vorne rechts sichtbar in die Front – außergewöhnlich.
Tasten auf der Oberseite ermöglichen eine Grundbedienung ohne App, ein Display gibt es leider nicht. Die Verarbeitung ist solide, die ganze Soundbar wirkt hochwertig. Die beiliegende Fernbedienung besteht zwar nur aus Kunststoff, liegt mit ihren deutlichen Rundungen aber gut in der Hand und wirkt nicht billig.
Bilder: Klipsch Flexus Core 200
Dolby Atmos, kräftiger Bass ohne Subwoofer, einfache Einrichtung – das ist die Klipsch Flexus Core 200.
Dolby Atmos, kräftiger Bass ohne Subwoofer, einfache Einrichtung – das ist die Klipsch Flexus Core 200.
Dolby Atmos, kräftiger Bass ohne Subwoofer, einfache Einrichtung – das ist die Klipsch Flexus Core 200.
Dolby Atmos, kräftiger Bass ohne Subwoofer, einfache Einrichtung – das ist die Klipsch Flexus Core 200.
Dolby Atmos, kräftiger Bass ohne Subwoofer, einfache Einrichtung – das ist die Klipsch Flexus Core 200.
Dolby Atmos, kräftiger Bass ohne Subwoofer, einfache Einrichtung – das ist die Klipsch Flexus Core 200.
Dolby Atmos, kräftiger Bass ohne Subwoofer, einfache Einrichtung – das ist die Klipsch Flexus Core 200.
Dolby Atmos, kräftiger Bass ohne Subwoofer, einfache Einrichtung – das ist die Klipsch Flexus Core 200.
Dolby Atmos, kräftiger Bass ohne Subwoofer, einfache Einrichtung – das ist die Klipsch Flexus Core 200.
Die Klipsch Connect Plus-App verbindet sich per Bluetooth mit der Soundbar und ermöglicht Zugriff auf Funktionen wie Klangmodi, Pegel, Dialog-Anhebung sowie einen einfachen Equalizer.
Die Klipsch Connect Plus-App verbindet sich per Bluetooth mit der Soundbar und ermöglicht Zugriff auf Funktionen wie Klangmodi, Pegel, Dialog-Anhebung sowie einen einfachen Equalizer.
Die Klipsch Connect Plus-App verbindet sich per Bluetooth mit der Soundbar und ermöglicht Zugriff auf Funktionen wie Klangmodi, Pegel, Dialog-Anhebung sowie einen einfachen Equalizer.
Die Klipsch Connect Plus-App verbindet sich per Bluetooth mit der Soundbar und ermöglicht Zugriff auf Funktionen wie Klangmodi, Pegel, Dialog-Anhebung sowie einen einfachen Equalizer.
Die Klipsch Connect Plus-App verbindet sich per Bluetooth mit der Soundbar und ermöglicht Zugriff auf Funktionen wie Klangmodi, Pegel, Dialog-Anhebung sowie einen einfachen Equalizer.
Die Klipsch Connect Plus-App verbindet sich per Bluetooth mit der Soundbar und ermöglicht Zugriff auf Funktionen wie Klangmodi, Pegel, Dialog-Anhebung sowie einen einfachen Equalizer.
Anschlüsse und Ausstattung
Für den Fernseher ist ein HDMI-Anschluss mit eARC vorgesehen. HDMI-Eingänge für Zuspieler gibt es nicht – Spielkonsole, Streaming-Box oder Blu-ray-Player müssen daher direkt an den Fernseher gehängt werden. Zusätzlich sind ein optischer Digitaleingang und ein Sub-Out für einen frei wählbaren externen Subwoofer vorhanden. Der ebenfalls vorhandene USB-C-Anschluss ist im Alltag hingegen nicht nutzbar, er dürfte für Service-Aufgaben reserviert sein.
Für kabellose Verbindungsaufnahme gibt es nur Bluetooth. WLAN, Air Play, Chromecast, Spotify Connect und Multiroom-Funktionen sind nicht Teil der Ausstattung. Gleiches gilt für Sprachsteuerung, eine entsprechende Funktion ist ebenfalls nicht integriert. Zu den nutzbaren Tonformaten gehören Dolby Atmos, Dolby Digital, DTS Digital Surround und Dolby Digital Plus. DTS:X wird hingegen nicht unterstützt. 9 Treiber baut Klipsch in den Klangriegel mit einer Gesamtleistung von 185 Watt ein: 2 × Tieftöner mit je 4 Zoll, 2 × Höhenlautsprecher mit je 2,25 Zoll, 2 Lautsprecher für die Kanäle links und rechts mit je 2,25 Zoll und ein Center, bestehend aus 2 × 2,25 Zoll für Mitten und einem Hochtöner mit 0,75 Zoll. Mit diesem Set-up soll die Flexus Core 200 einen Frequenzbereich von 43 Hz bis 20 kHz spielen.
Aufbau, Inbetriebnahme und Steuerung im Alltag
Die Einrichtung ist grundsätzlich einfach. HDMI-eARC verbinden, Strom anschließen, fertig. Weil kein WLAN genutzt wird, entfällt die Netzwerkkonfiguration. Eine App gibt es trotzdem. Die Klipsch Connect Plus-App verbindet sich per Bluetooth mit der Soundbar und ermöglicht Zugriff auf Funktionen wie Klangmodi, Pegel, Dialog-Anhebung sowie einen einfachen Equalizer.
Klangqualität
Bei Film und Fernsehen fällt als Erstes der kräftige Bass auf. Als Standalone-Soundbar liefert die Core 200 für diese Klasse spürbaren Tiefgang und Druck. Im Test zeigt sich, dass die Soundbar nicht nur wie vom Hersteller versprochen bis 43 Hz, sondern tatsächlich sogar bis rund 37 Hz runterspielt – enorm! Dank leichter Überhöhungen bei etwa 50 und 40 Hz erweckt das in den meisten Fällen den Eindruck, dass ein separater Subwoofer nicht zwingend nötig ist. Da aber der „Punch“ unter 50 Hz deutlich nachlässt, empfiehlt sich ein Sub spätestens bei Musikrichtungen wie Hip-Hop oder für intensiven Filmgenuss. Das gibt bei sehr tiefen Effekten und hoher Lautstärke noch einmal deutlich mehr Fundament.
Dialoge werden klar und gut verständlich wiedergegeben. Ein Dialogmodus ist vorhanden, muss aber nicht dauerhaft aktiv sein, weil Stimmen auch so bereits klar und sogar etwas spitz durchkommen. Der Dolby-Atmos-Effekt ist hörbar, aber leider nicht sehr stark ausgeprägt. Eine Anpassung an den Aufstellraum ist mangels automatischer Einmessung bedauerlicherweise nicht möglich. So werden Höheninformationen wie Regen, Hall oder generelle Geräusche von oben zwar dank passender Reflexion durchaus angedeutet, allerdings bleibt der 3D-Eindruck ohne zusätzliche Rear-Lautsprecher eingeschränkt. Außerdem muss der Raum passen, andere Konkurrenzprodukte wie Sennheiser Ambeo Soundbar Plus oder Bose Smart Ultra Soundbar sind hier deutlich flexibler.
Bei Musik waren wir enttäuscht, schließlich gilt Klipsch als Audiospezialist. Während die Soundbar in Tests oft als dynamisch und kräftig beschrieben wird, empfanden wir die Flexus Core 200 hier als eher flach und wenig dynamisch. Das mag für Stile wie Pop und Elektro noch passen, weil Kickbass und Grundton voll und ausreichend deutlich klingen. Zudem bleibt die Soundbar auch bei höherer Lautstärke stabil. Bei komplexer Musik wirkt die Abstimmung hingegen weniger ausgewogen. Begriffe wie „fein“ oder „differenziert“ finden wir hier eher unpassend – schade.
Preis
Die UVP in Deutschland liegt für die Klipsch Flexus Core 200 bei 499 Euro. Der aktuelle Straßenpreis laut Geizhals.de (Deutschland) liegt bei rund 411 Euro (Stand: 2/2026). Wer die Soundbar mit einem Sub erweitern möchte, zahlt zusätzlich für den 10-Zoll Sub 100 249 Euro und für das 12-Zoll-Modell Sub 200 449 Euro. Für ein Paar Surround-Lautsprecher fallen weitere 250 Euro (Surr 100) oder 400 Euro (Surr 200) an.
Fazit
Die Klipsch Flexus Core 200 ist eine Soundbar mit Fokus auf kräftigen Heimkinoklang und guter Sprachverständlichkeit. Sie richtet sich an Nutzer, die es möglichst einfach und überschaubar haben wollen. Ein Subwoofer ist dabei dank kräftigem Bass nicht zwingend nötig. Schwächen gibt es hingegen beim Komfort. Ohne WLAN fehlen integriertes Streaming, Multiroom und Sprachsteuerung. Surround-Sound ist darüber hinaus wenig beeindruckend und auch bei Musik konnte uns die Flexus Core 200 nicht restlos überzeugen – das hätten wir von einem Audiospezialisten anders erwartet. Wer eine Soundbar primär für Film und Fernsehen sucht und später mit Subwoofer und Rear-Lautsprechern der Reihe nach erweitern möchte, bekommt unter den genannten Einschränkungen dennoch ein stimmiges Konzept.
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MacBook Neo: Bewegt Apples Billig-Mac PC-Nutzer zum Umstieg?
Motiviert das neue MacBook Neo tatsächlich Menschen, die bislang einen PC genutzt haben, erstmals einen Mac zu kaufen? Ein X-Post von Apple-Chef Tim Cook scheint diese Vermutung zu bestätigen. Der Mac habe gerade seine beste Startwoche bei Erstkäufern erlebt, die es jemals gegeben hat, frohlockte Cook, ohne präzise das Modell zu benennen.
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Da zusammen mit dem Neo das MacBook Air mit M5 und das MacBook Pro mit M5 Pro und M5 Max an den Start gingen, die beide Fortschreibungen der vorhandenen Modelle sind, dürfte hier vor allem das Neo den Ausschlag gegeben haben. Mit Preisen von 699 und 799 Euro für Speicher-Ausstattungen mit 256 bzw. 512 GByte unterbietet Apple mit dem Neo deutlich seinen bisherigen Startpreis für Macs. Das Gerät ist damit das günstigste MacBook, das Apple je verkauft hat. Das bunte MacBook Neo soll den Laptop-Markt aufwirbeln und richtet sich gezielt an preisbewusste Käufer.
Angriff auf die PC-Mittelklasse
Mit dem neuen Modell ist Apple in den Wettbewerb gegen günstige PC-Notebooks eingetreten und versucht dort, mit dem Einsatz eines Aluminiumgehäuses, dem A18-Pro-Chip und dem 13-Zoll-Liquid-Retina-Display die Standards für Geräte in dieser Preisklasse hochzusetzen. Laut Asus-Finanzchef Nick Wu schockt das preiswerte MacBook Neo den gesamten Markt und zwingt die Windows-Konkurrenz zu neuen Strategien. Natürlich gibt es allerlei Abstriche gegenüber Apples höherpreisigen MacBooks, die unter anderem bessere Anschlüsse, andere Bildschirmgrößen und -qualitäten und höhere Leistung bieten. Zudem zeigen erste Benchmarks, dass das MacBook Neo bei der SSD-Geschwindigkeit deutlich hinter den M5-Modellen zurückbleibt.
Trotzdem scheint das neue Modell bei der Zielgruppe zumindest zum Auftakt recht gut zu funktionieren. Bei Onlinebestellungen auf Apples Website sind die Lieferzeiten bereits auf Mitte April gerutscht. Der Name soll dabei laut Apple ein „frisches“ Gefühl vermitteln; warum das MacBook Neo so heißt, erklärte kürzlich eine Marketingdirektorin des Konzerns. Längere Wartezeiten sind für gewöhnlich ein Indiz, dass Apple der Nachfrage kaum nachkommt. Auch sollen Inzahlungnahmen alter Geräte in der Startwoche deutlich nach oben geschnellt sein, berichtet die Website MacRumors. Es sei gar der größte Anstieg der Mac-Inzahlungnahmen seit Veröffentlichung der Apple-Silicon-Macs zwischen 2020 und 2021 gewesen. Wer sich für das Gerät interessiert, sollte jedoch die technischen Nachteile des MacBook Neo genau prüfen, da Apple unter anderem beim Display-Farbraum und der Tastaturbeleuchtung gespart hat.
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(mki)
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Schutz vor digitaler Gewalt: Entwurf in den Startlöchern
Gegen digitale Formen von Gewalt soll es künftig einen besseren Schutz geben. Der Gesetzentwurf sei „fast fertig“, erklärte ein Sprecher des zuständigen Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz, das sich regelmäßig mit Themen der Netzpolitik befasst, am Mittag in Berlin. Kern des Vorhabens seien zwei unterschiedliche Stränge: In einem strafrechtlichen Teil sollen unter anderem die Erstellung von Deepfake-Pornografie strafbewehrt und weitere Formen digitaler Gewaltausübung sanktioniert werden.
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Damit soll auch eine vorbeugende Wirkung erreicht werden: „Wir wollen dafür sorgen, dass sich Täter nicht mehr sicher fühlen können“, sagte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) bereits am Morgen bei RTL/n-tv. „Wir dürfen nicht länger zusehen, wie Deepfakes als Waffe gegen Frauen eingesetzt werden“, fordert die familien- und frauenpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Anne König (CDU). „Wer die Intimsphäre verletzt, muss die volle Härte des Gesetzes spüren.“
Über ein digitales Gewaltschutzgesetz beriet bereits 2023 die vorangegangene Bundesregierung, bislang jedoch kam kein konkreter Gesetzestext zustande. Ergänzend zu den Strafrechtsverschärfungen sollen in dem Entwurf nun auch die zivilrechtlichen Möglichkeiten für Betroffene gestärkt werden: So soll unter anderem der Auskunftsanspruch zu Nutzern gegenüber den Plattformen besser durchsetzbar werden, wenn es um Persönlichkeitsrechtsverletzungen geht. Da ein Firmenstrafrecht im deutschen Recht nicht vorgesehen ist, enthält auch der wohl kommende Vorschlag keine entsprechenden Normen, die etwa die Mithilfe bei Erstellung oder Verbreitung strafrechtlich sanktionieren würden. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig unterstützt zudem die EU-Initiativen dazu, die sexualisierte Deepfake-Generierung europarechtlich zu unterbinden, indem Anbietern Vorgaben auferlegt werden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unterstütze das Vorhaben, sagte der stellvertretende Regierungssprecher am Mittag in Berlin.
Aktueller Fall befeuert Tätigwerden
Während die Plattformregulierung als solche europarechtlich abschließend geregelt ist, blieb das Strafrecht stets Mitgliedstaatszuständigkeit. Der Digital Services Act verweist etwa auf die nationalen Straftatbestände, die in Deutschland bei bestimmten Deliktsformen aber bislang fehlten. Betroffene konnten bisher daher nur versuchen, auf dem zivilrechtlichen Weg ihre Rechte durchzusetzen, Inhalte entfernen zu lassen und von Tätern Entschädigungen einzufordern – ein aufwendiges Verfahren, das Opfern enorme Aufwände aufbürdet. Gegen Täter soll bei massiven Persönlichkeitsrechtsverletzungen auch die Möglichkeit geschaffen werden, deren Account bei Plattformen zwangsweise sperren zu lassen. Insbesondere bei reichweitenstarken Profilen würde das abschreckende Wirkung haben können, so die Hoffnung im Justizministerium.
Aktuell wird über die Folgen und Täterschaft digitaler Gewalt aufgrund erhobener Vorwürfe von der Schauspielerin Collien Fernandes gegenüber ihrem Ex-Ehemann Christian Ulmen diskutiert. In Spanien, wo Fernandes nun Strafanzeige gestellt hat, ist die strafrechtliche Gesetzgebung zu digitalen Gewaltausübungsformen sehr viel umfassender als in Deutschland. Ein besserer Schutz vor analoger Gewalt wird derzeit ebenfalls noch in den Institutionen beraten und schließt unter anderem die elektronische Fußfessel als Möglichkeit zur Überwachung von Annäherungsverboten ein.
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(mki)
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Googles KI-Zusammenfassungen: Opt-out für britische Medienhäuser angekündigt
Googles KI-Zusammenfassungen sorgen für großen Unmut bei Betreibern von Nachrichtenseiten. Weltweit gibt es Initiativen dagegen, in Großbritannien jetzt eventuell mit einem ersten Erfolg: Google will den Betroffenen einen Opt-out ermöglichen, wie das Unternehmen jetzt in einer Antwort an die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authoritiy (CMA) ankündigte. Details und einen Zeitplan bleibt Google aber schuldig.
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Seit rund einem Jahr gibt es sie auch in Deutschland: Kleine Texte mit Zusammenfassungen der Suchergebnisse, die in den Google-Suchergebnissen an oberster Stelle auftauchen und das wiedergeben, was Nutzer eigentlich erst beim Besuch der gefundenen Webseiten gelesen hätten. Das stellt gerade journalistische Online-Medien, die von den Aufrufen ihrer Inhalte leben, vor große Herausforderungen; etwa den erheblichen Rückgang der Seitenaufrufe.
Die Bredouille für die Verlage: Googles Crawler lassen sich nur ganz oder gar nicht aussperren. Wer nicht will, dass Google KI-Zusammenfassungen seiner Inhalte erstellt, der kann das Crawling seiner Seiten nur vollständig verbieten – und wäre dann auch nicht mehr in den Google-Suchergebnissen oder bei Google Discover zu finden.
Google im Visier der britischen Wettbewerbsaufsicht
In Großbritannien rief das die CMA und den Verlegerverband Publisher‘s Association auf den Plan. 2025 brachte das Google zunächst den „Strategic Market Status“ (SMS) ein, womit die CMA Google als Unternehmen von besonders großer Marktmacht einstuft. Damit kann die Behörde weitreichende Vorgaben machen; etwa wie Google seine Suchmaschinenrankings auf dem britischen Markt zu gestalten hat.
Im Januar machte die CMA erste Vorschläge, wie Google die Marktbedingungen verbessern könnte. Sie sprach sich für mehr Wahlmöglichkeiten und Transparenz für Verlage bei KI-Zusammenfassungen, fairere und transparentere Rankings in den Suchergebnissen mit der Möglichkeit, Probleme an Google zu melden, und gesetzlich vorgeschriebene Auswahlbildschirme für die Standardsuchmaschine auf Android-Geräten und im Google-Chrome-Browser aus. Außerdem soll die Nutzung von Datenauswertungen von Google-Suchtrends deutlich einfacher werden. Allerdings müssen die Vorschläge erst noch im Rahmen des Digital Markets Regime abgestimmt werden – einem gesetzlichen Rahmenwerk zur Regulation digitaler Märkte in Großbritannien, etwa für App-Stores, soziale Medien oder E-Commerce-Plattformen.
Trennung zwischen KI-Crawlern und Websuche-Crawlern gefordert
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Der Publisher’s Association gingen diese Vorschläge noch nicht weit genug. Sie fordert, dass Google eine klare Trennung zwischen KI-Crawlern und Crawlern für die Google-Suche vornimmt. Am Mittwoch veröffentlichte Google nun eine Stellungnahme zu den CMA-Vorschlägen. Zum Opt-out für KI-Zusammenfassungen heißt es hier nur: „Wir arbeiten an weiteren Aktualisierungen unserer Kontrollmöglichkeiten, damit Websites generative KI-Funktionen in der Suche gezielt deaktivieren können.“
Auch zur Forderung nach faireren und transparenteren Rankings und Auswahlbildschirmen zur Standardsuchmaschine äußerte sich Google: „Wir gewähren unseren eigenen Produkten keine Vorzugsbehandlung, was auch durch die eigenen Überprüfungen der CMA bestätigt wird“, betonte der Suchmaschinen-Riese.
Vorschläge von Drittanbietern könnten Googles Systeme und damit auch die Nutzer Manipulationen und Missbrauch aussetzen. Hierfür gibt es aber keine Belege. Es würde laut Google die Bekämpfung von Spam erschweren und letztendlich die Fähigkeit beeinträchtigen, Verbesserungen für Nutzer in Großbritannien einzuführen. In der Vergangenheit hatte Google zum Beispiel in den USA kartellrechtliche Schwierigkeiten, da der Vorwurf lautete, Google würde seine Marktmacht ausnutzen, um seine eigenen Werbeprodukte zu überhöhten Preisen zu vermarkten.
Standard-Suchmaschine: Google schlägt Schalter in den Geräteeinstellungen vor
Eine interessante Alternative schlug Google zu den Auswahlbildschirmen zur Standardsuchmaschine vor. Zunächst verwies das Unternehmen auf einen entsprechenden Auswahlbildschirm, der in Großbritannien bereits bei der Ersteinrichtung von Android-Geräten auftaucht.
Android-Nutzer können ihre bevorzugten Dienste ganz einfach auswählen, und in Großbritannien werden bei der Einrichtung neuer Android-Geräte sogar Auswahlbildschirme angezeigt. Der Vorschlag der CMA, jedes Jahr aufs Neue per Pop-up-Fenster nach der bevorzugten Suchmaschine zu fragen, würde Nutzer in Googles Augen zu sehr stören. Stattdessen plädiert das Unternehmen für einen permanenten Schalter in den Geräteeinstellungen, um die Standardsuchmaschine jederzeit zu ändern.
Es ist ein erster Schritt, den Google in Großbritannien in Richtung CMA und Verleger macht. Doch bis wirklich beschlossen ist, welche Maßnahmen Google umsetzen muss, wird es voraussichtlich noch längere Zeit dauern.
(nen)
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