Apps & Mobile Entwicklung
CXMT und YMTC: Chinas Speicherhersteller sehen Chance im Nachfrageboom

Die beiden aufstrebenden, chinesischen Speicherhersteller, CXMT und YMTC, sehen im Nachfrageboom ihre Chance, Marktanteile zu sichern. Mit staatlicher Finanzierung sollen Fabriken ausgebaut und auch neu gebaut werden. Doch bis die neuen Kapazitäten zur Verfügung stehen, wird es dauern.
ChangXin Memory Technologies (CXMT) ist bereits heute Chinas wichtigster und fortschrittlichster Speicherhersteller mit dem Fokus auf DRAM – und folglich bald auch HBM. Derzeit rüstet das Unternehmen neue Anlagen in Shanghai aus, während die Werke in Hefei und Peking mit voller Auslastung arbeiten. Doch hier wird primär älteres Material gefertigt, die neuen Anlagen werden für fortschrittlichere Lösungen gebraucht. DDR5-Speicher aus China war im letzten Jahr mitunter noch zu fehleranfällig.
Trotz umfangreicher Unterstützung vom Staat kann auch CXMT gewisse Dinge nicht beschleunigen. So wird in einem Teil der neuen Werke erst zum Ende dieses Jahres die Ausrüstung installiert, sodass ab 2027 die Produktion beginnen kann. Diese soll dann helfen, dass CXMTs Marktanteil im kommenden Jahr von aktuell rund 11 Prozent auf bis zu 14 Prozent klettert. Diese zusätzliche Kapazität wird aber primär genutzt, um den lokalen Markt zu bedienen, erklärt Nikkei. Aber auch dort sind Riesen unterwegs: Alibaba, Tencent, ByteDance, Lenovo, Xiaomi, Oppo und Vivo beziehen heute schon Speicher von CXMT.
Das Ziel „mehr Marktanteil“ ist schwierig
Yangtze Memory Technologies (YMTC), bisher mit Fokus auf NAND unterwegs, wird einen Teil seiner neuen Kapazität DRAM widmen, schreibt Nikkei weiter. Auch YMTCs Marktanteil soll weiter wachsen, auf bis zu 15 Prozent bis zum Jahr 2028 glauben Analysten. Früher wurde auch schon mal Ende 2026 als 15-Prozent-Ziel ausgegeben, was wiederum zeigt, dass das Wachstum beim Marktanteil durchaus schwierig ist, wenn nahezu alle Unternehmen in dem Bereich parallel ausbauen.
Die gesteigerte Kapazität in China wird den großen AI-Unternehmen in der Welt letztlich aber nur bedingt respektive indirekt helfen. Denn wenn lokale Unternehmen vielleicht eher den Speicher aus China kaufen, bleibt für westliche Unternehmen etwas mehr vom großen Kuchen der Branchenriesen übrig. An echte Vorhersagen traut sich aktuell aber kaum jemand, denn die Chance ist zu groß, binnen weniger Wochen komplett falsch zu liegen. Fest steht wohl nur, dass in diesem Jahr keine Entspannung erwartet wird. Frühestens ab Ende 2027 ist vielleicht Licht am Ende des Speichertunnels zu sehen.
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Diese Einstellung verlängert die Akkulaufzeit eures Google-Smartphones
Google führt eine neue Methode ein, um unter Android 16 mehr aus dem Akku herauszuholen. Durch die Aufteilung der adaptiven Netzwerkeinstellungen in zwei granulare Kippschalter erhalten Android-Nutzer mehr Kontrolle über ihre Verbindungseffizienz. Und so funktioniert’s.
Android hat in den letzten Iterationen zahlreiche Verbesserungen der Akkulaufzeit eingeführt. Einige dieser Funktionen sind vielleicht unter dem Radar durchgerutscht, und eine der wirkungsvollsten ist die adaptive Konnektivität. Mit dem letzten Android 16-Update hat diese Funktion ein bedeutendes Upgrade erhalten, das sich jeder Nutzer genauer anschauen sollte.
Die adaptive Konnektivitätsfunktion wurde mit Android 11 eingeführt und hat sich seitdem zu einem wirkungsvollen Werkzeug für mobile Nutzer entwickelt. In erster Linie verwaltet sie die Konnektivität, indem sie bei Bedarf auf ein stabileres Mobilfunknetz umschaltet. Außerdem wird automatisch auf Wi-Fi umgeschaltet, wenn die Mobilfunkdaten deaktiviert sind, und andersherum.
Nachdem sie jahrelang als eine einzige, einheitliche Funktion diente, hat sie nun ein bedeutendes Upgrade erhalten. Diese Entdeckung wurde in der neuesten Android 16 QPR3 beta gemacht, die derzeit für geeignete Pixel-Geräte getestet wird, und wurde zuerst von einem Reddit-Nutzer über 9to5Google veröffentlicht.
Verlängern Sie die Akkulaufzeit Ihres Android-Telefons
Wie im aktualisierten Dashboard zu sehen ist, bietet die Funktion jetzt zwei verschiedene Umschaltmöglichkeiten: automatischer Wechsel zum mobilen Netzwerk und Netzwerk für Akkulaufzeit optimieren. Diese Optionen ersetzen den bisherigen Schalter für die adaptive Konnektivität, der weiterhin in den Netzwerk- und Interneteinstellungen zu finden ist. Darüber hinaus hat Google klare Beschreibungen hinzugefügt, die die spezifische Funktion jedes Schalters erklären.

Mit der ersten Option wechselt man automatisch zu einem zellularen oder mobilen Netzwerk, wenn Wi Fi Konnektivität nicht verfügbar ist, um eine nahtlose Verbindung zu gewährleisten. Die zweite Option dient dazu, automatisch die effizienteste Netzwerkverbindung zu wählen, um die Akkulaufzeit insgesamt zu verlängern.
Durch die Aktivierung dieses zweiten Schalters kann die Akkulaufzeit von Android-Geräten verlängert werden, indem das WiFi- oder Mobilfunknetz mit der stabilsten oder stärksten Signalstärke bevorzugt wird. Auf diese Weise bleibt das System effizienter, als wenn es eine Verbindung mit schwachen oder schwankenden Signalen aufrechterhält.
Warum ihr diese Funktion aktivieren solltet
Glücklicherweise ist die adaptive Konnektivität in neueren Android-Versionen standardmäßig aktiviert. Auch in der neuesten Android 16 QPR3-Beta sind beide neuen Schaltflächen standardmäßig aktiviert. Ihr könnt auch nur die Funktionen aktivieren, die ihr für wichtiger haltet.
Was die Geräteunterstützung angeht, so sollte diese aktualisierte Konfiguration auf dem Pixel 6 und neueren Geräten verfügbar sein. Diejenigen, die derzeit nicht im Beta-Programm angemeldet sind, müssen jedoch auf das endgültige öffentliche Update warten. Diese granulare Kontrollebene ist etwas, das andere Hersteller, die das Standard-Android-Betriebssystem oder ein ähnliches System verwenden, in Zukunft in Betracht ziehen sollten.
Während angepasste Android-Versionen wie Samsungs One UI und Xiaomis HyperOS vergleichbare Batteriesparfunktionen bieten, ist Googles jüngste Implementierung deutlich unkomplizierter. Die oben genannten Marken könnten sich davon eine Scheibe abschneiden und ähnlich einfache Funktionen anbieten.
Welche Funktionen nutzt ihr auf euren Geräten, um die Akkulaufzeit zu verbessern? Sagt es uns in den Kommentaren.
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Notepad++ gehackt: Ausgewählte Nutzer erhielten gezielt Fake-Updates
Im Dezember 2025 hatte Don Ho, Entwickler des bekannten Texteditor Notepad++, bekanntgegeben, dass es potenziell möglich gewesen war, über die Update-Infrastruktur des Tools fremde Daten einzuschleusen. Notepad++ 8.8.9 ging dagegen vor. Jetzt steht fest: Die Lücke wurde ausgenutzt, mutmaßlich von Hackern aus China.
Einbruch beim Hosting-Provider
Ende 2025 erklärte Don Ho, die Schwachstelle hätte nicht direkt in Notepad++ gelegen, sondern den von der Anwendung genutzten Updater WinGUp betroffen. Anwender sollten das Update auf Version 8.8.9 daher manuell und nicht über den Updater installieren.
In einem neuen Blog-Post heißt es nun allerdings, der eigentliche Angriff habe auf der Ebene des Providers, auf dem die Update-Infrastruktur liegt, stattgefunden. Ältere Varianten von Notepad++ respektive des Updaters WinGUp hätten dann lediglich nichts gegen das Ausspielen von „Fake-Updates“ unternommen. Beide Programmbestandteile wurden inzwischen entsprechend angepasst.
Die Schwachstelle wurde aktiv ausgenutzt
Laut Don Ho waren die Angreifer zwischen Juni 2025 und Dezember 2025 auf den Update-Servern aktiv, inzwischen ist der Hoster gewechselt worden.
Laut einer Analyse von Rapid7 soll die APT-Gruppe Lotus Blossom dahinter stecken. APT steht für Advanced Persistent Threats und beschreibt Angreifergruppen, deren Motivation der Aufbau einer langfristigen, strategischen Bedrohungslage ist. Lotus Blossom soll dabei vorrangig in Südostasien aktiv sein und gezielt Nutzer ausgewählt haben, denen statt eines Updates Schadcode ausgespielt wurde. Die breite Masse der Notepad++-Nutzer soll daher gar nicht direkt betroffen gewesen sein.
Cyberangriffe, die nicht finanziell motiviert sind, sondern strategische Ziele verfolgen, sind in der Regel keine isolierten Einzelereignisse. Stattdessen stehen langfristig operierende und hartnäckige Angreifergruppen dahinter, die bestimmte Angriffsziele immer wieder angreifen. Die Angreifergruppen prägen so die Bedrohungslage. Da die Angreifergruppen mindestens temporär bestimmte strategische Ziele verfolgen, wird die Bedrohungslage zu einem gewissen Teil besser erklärbar, als wenn es sich um rein opportunistische Zufallsereignisse handeln würde.
Das BSI über APT-Gruppen
Die von der Gruppe ausgenutzte Sicherheitslücke führt Rapid7 unter der Bezeichnung „Chrysalis“ und beschreibt sie in einem aktuellen Beitrag mit direktem Bezug zum Angriff bei Notepad++ ausführlich.
Jetzt manuell updaten!
Nutzer von Notepad++ sind weiterhin dazu angeraten, eine aktuelle Version manuell und nicht über den integrierten Updater zu installieren, solange die Version älter als 8.8.9 ist, oder 8.8.9 zuvor nicht manuell installiert wurde.
Vielen Dank an die zahlreichen Tippgeber zu dieser News!
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4,8 Sterne
Notepad++ ist ein freier Editor, der äußerst viele Programmiersprachen unterstützt.
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Elon Musk konsolidiert Firmen: SpaceX übernimmt den Grok-Entwickler xAI
Erst hat Elon Musks KI-Firma xAI die Plattform X übernommen. Nun übernimmt sein Raumfahrtunternehmen SpaceX das KI-Startup. Forcieren will er damit die Entwicklungsgeschwindigkeit und spricht erneut von Rechenzentren im All.
Die aktuellen Fortschritte in der KI-Entwicklung wären auf große Rechenzentren angewiesen, die enorme Mengen an Energie und Kühlung benötigen, schreibt Musk in einem Blog-Beitrag. Auf Dauer ließe sich der Bedarf für KI-Systeme nicht decken, ohne die Bevölkerung und Umwelt zu belasten. Auf lange Sicht wäre daher eine Weltall-basierte KI („spaced-base AI“) der einzige Weg, um zu skalieren.
Um die Ziele zu erreichen, wären aber auch mehr Raketenstarts erforderlich, die mehr Nutzlast ins All bringen. Was Musk beschreibt, ist also eher eine vage bis langfristige Vision.
SpaceX könnte Finanzierung von xAI sichern
Wie CNBC berichtet, könnten aber auch eher kurzfristige Motive hinter der internen Übernahme stehen. Vor allem bei xAI geht es um Geld, wie alle KI-Firmen benötigt das Unternehmen enorme Mittel, um Infrastrukturprojekte wie das Colossus-Rechenzentrum in Tennessee sowie den Betrieb des Grok-Modells zu finanzieren. Die Zusammenlegung mit SpaceX könnte den Geldfluss sichern.
Erst im Januar hatte xAI eine Finanzrunde abgeschlossen, die dem Unternehmen 20 Milliarden US-Dollar einbrachte. Die Marktbewertung beläuft sich damit auf rund 230 Milliarden US-Dollar, während SpaceX im Rahmen des Deals mit 1 Billion US-Dollar bewertet wird, berichtet Reuters. Bisherige xAI-Investoren sollen demnach Anteile an dem Raumfahrtunternehmen erhalten.
SpaceX machte keine offiziellen Angaben zum Kaufpreis.
Der KI-Markt ist nervös
OpenAI lag im Oktober 2025 bei 500 Milliarden US-Dollar, für die nächste Runde soll der KI-Primus eine Bewertung von 750 Milliarden US-Dollar anvisieren. Anthropic liegt laut dem CNBC-Bericht bei 350 Milliarden US-Dollar.
Noch fließen die Geldsummen in die KI-Firmen, der Markt ist aber nervös. Als das Wall Street Journal am Wochenende berichtete, dass Nvidia-Chef Jensen Huang intern an OpenAIs Geschäftsmodell zweifelt, folgte eine Reihe auffällig deutlicher Dementi.
xAI kämpft zudem noch mit dem Ruf von Grok. Dass Nutzer auf X über den Jahreswechsel hinweg mit einer neuen Bildfunktion massenhaft sexualisierte Deepfakes von Frauen und sogar Kindern erstellten, sorgte für massive Kritik und offizielle Ermittlungsverfahren.
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