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Claude bleibt werbefrei: Anthropic attackiert OpenAI


Deshalb werden User auch künftig keine gesponserten Links im Chat sehen und auch die Konversationen sollen in keiner Weise durch Advertiser oder Dritten beeinflusst werden. Damit möchte sich das KI-Unternehmen von Erfahrungen in Social Media und klassischen Suchmaschinen absetzen, wo User bereits an die Mischung aus gesponserten und organischen Inhalten gewöhnt seien. Vielmehr strebe man an, mit Claude eine Kreations- und Arbeitsumgebung zu schaffen, die an klassische Werkzeuge und Kontexte der nicht-digitalen Welt erinnert:

Our experience of using the internet has made it easy to assume that advertising on the products we use is inevitable. But open a notebook, pick up a well-crafted tool, or stand in front of a clean chalkboard, and there are no ads in sight.

Anthropic möchte sich aber ebenfalls von der Konkurrenz absetzen, die entschieden hat, Ads in KI-Konversationen zu integrieren. Das ist zum einen Google, da der Suchmaschinenprimus längst Werbung in AI Overviews und ebenso im AI Mode – neuerdings mit exklusiven Angeboten für User – integriert. Zum anderen ist damit OpenAI gemeint. Denn OpenAI hat kürzlich den Start von Ads auf ChatGPT bekanntgegeben. Diese Ads sollen zunächst nach Impressions abgerechnet werden und nach Angaben von The Infor,ation 60 US-Dollar pro 1.000 Views kosten. Erste Test-Advertiser sollen mindestens 200.000 US-Dollar an Ausgaben bewilligen, wie OpenAI gegenüber Adweek bestätigte.

Was die Ads brisant macht und wie Sam Altman reagiert

Genau diese Werbeintegration lehnt Anthropic nicht nur ab, das Unternehmen führt sie mit den neuen Ads sogar ad absurdum. In zwei Video-Ads können die Zuschauer:innen zugespitzt zwei mögliche Konversationsthemen mit einer KI verfolgen, die mit Schauspieler:innen personifiziert werden. Wir sehen einen jungen Mann, der einen gut trainierten Sportler um Rat für ein Sixpack bittet, dann aber anstelle eines idealen Trainingsplans mit einer Werbung und Discount-Option konfrontiert wird und perplex erscheint.

Dann gibt es ein Video, in dem ein Mann in einem Therapie-Setting über die Kommunikation mit seiner Mutter sprechen möchte, ehe er von einer Frau über Dating-Optionen für Frauen im gehobenen Alter informiert wird.

Beide Ads sind mit dem Slogan untermalt: „Ads are coming to AI. But not to Claude.“ Der Hinweis auf Werbung im KI-Kontext geht ganz klar in Richtung OpenAI, selbst wenn Google, Perplexity, Microsoft und Co. ebenfalls AI-Werbung integrieren. Das lässt sich daran ablesen, dass OpenAIs CEO Sam Altman mit einem langen Post auf X auf diese Werbung reagiert hat. Altman schreibt, er habe die Ads lustig gefunden und gelacht. Zugleich kritisiert er aber, dass diese Darstellung von Werbung in einem KI-Chat überzogen, ja „unehrlich“ sei.

[…] Our most important principle for ads says that we won’t do exactly this; we would obviously never run ads in the way Anthropic depicts them. We are not stupid and we know our users would reject that.

Tatsächlich gibt OpenAI an, mit Werbung zunächst keine Gespräche direkt zu beeinflussen, sondern nur ergänzende Links am Fuß der Ergebnisse auf ChatGPT anzubieten. Dabei sollen sensible Themen ausgespart werden – wie etwa jenes, bei dem es um therapeutische Hilfe für die Kommunikation in der Familie geht. Außerdem wagt Altman im Post einen Gegenangriff und schreibt, es sei typisch für Anthropic, auf „Doppelzüngigkeit“ zu setzen, um mit einer irreführenden Ad auf hypothetische irreführende Ads hinzuweisen. Im Super Bowl aber hätte er es nicht erwartet. OpenAI selbst werde beim Super Bowl für Developer und Builder werben, die man mit der neuen Codex App bereits erfreut. Überdies sei es das Ziel des Unternehmens, KI-Lösungen für möglichst viele Menschen, auch kostenlos, anzubieten und nicht das Feld „einem autoritären Unternehmen“ zu überlassen – womöglich spielt er auf Google an. Auch Anthropic kritisiert er nochmals und schreibt, das Unternehmen biete ein „teures Produkt für reiche Leute“.

Besonders brisant ist im Zusammenhang dieser digitalen Auseinandersetzung nicht zuletzt, dass Anthropics CEO Dario Amodei einst als Forschungsdirektor bei OpenAI tätig war. Im KI-Wettbewerb 2026 müssen sich beide Unternehmen vor allem gegen Google behaupten. Anthropic aber wird gerade im Bereich Coding von vielen Usern geschätzt und bietet immer wieder neue Lösungen wie Claude Cowork und neuerdings eine Claude Agents SDK-Integration in Apples Xcode an. Die Spekulationen um den Start des Modells Claude 5 heizen den Markt zudem weiter an; einen Markt, in dem Unternehmen mithilfe von Werbung viel Geld umsetzen können. Aber nicht in Claude.


Im Browser, mit Ordnern, im Arbeitsalltag:

Claude Cowork übernimmt deine Aufgaben

Laptop auf einem Schreibtisch, Logo von Anthropic ist darauf zu sehen
© Anthropic (Änderungen vorgenommen via Canva)





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Neue Plattform „Football Nation“: Pepsi stellt Fußballfans in den Mittelpunkt


Mehr Cola für die Fans: Mit Pepsi Football Nation“ will der Getränkeriese seine Fußballaktivitäten stärken

Pepsi startet „Football Nation“ – eine Plattform, die laut Konzern die Fußballkultur „von Rio bis London“ in den Alltag bringen soll. Nicht, dass Fans dafür ausgerechnet eine Limonade bräuchten. Vielleicht geht es also doch eher um etwas anderes.

Um die Markenaktivierung abseits des Spielfelds, wie der Hersteller verlauten lässt. Anders ausgedrückt bedeutet das, dass Pepsi sein internationales Fußballengagement neu aufstellt und sämtliche Aktivitäten unter einer globalen Plattform zusammenführt. „Pepsi Football Nation“ heißt das Konzept, das der Konzern gestern in London vorgestellt hat. Er will sein Verständnis dafür zeigen, dass er weiß, wie sich Fußball jenseits der 90 Minuten anfühlt – im Alltag, in Ritualen, in Gesprächen und in der Fankultur. In dem Ökosystem aus Inhalten, Partnerschaften und Markenpräsenz möchte Pepsi seinen Stellenwert untermauern.

Der Konzern verweist darum auf seine mehr als 50-jährige Geschichte im Fußballmarketing – von großen Turnieren bis zu lokal verankerten Wettbewerben. Die neue Plattform soll diese Aktivitäten bündeln und Fans über Länder- und Vereinsgrenzen hinweg ansprechen.
Die sogenannte Plattform soll dabei als Spiegel der globalen Fangemeinde fungieren. Im Zentrum stehen laut Mitteilung die Spielerinnen und Spieler, die den heutigen Fußball prägen und sowohl sportlich als auch kulturell Einfluss ausüben. Der Konzern arbeitet mit einem internationalen Kader zusammen, der diese Verbindung aus Leistung und Lifestyle repräsentieren soll. Auch hier rückt Pepsi stärker die gesellschaftliche Wirkung des Fußballs in den Fokus, weniger den reinen Wettbewerb.
Eugene Willemsen, CEO International Beverages bei Pepsico, beschreibt die Bündelung als Schritt, um „die emotionale Energie“ des Sports stärker zu nutzen. Fußball ziehe ein immer breiteres Publikum an, sagt er. Entscheidend sei daher nicht nur Präsenz im Sportumfeld, sondern die Fähigkeit, kulturelle Relevanz zu erzeugen und langfristige Fanbeziehungen aufzubauen. Damit ordnet Pepsi die Plattform in eine Markenstrategie ein, die stärker auf Alltagsmomente und Popkultur setzt.

Konkret will der Konzern mit digitalen Formaten, Social-Media-Serien und Creators arbeiten, die auf Fan-Humor, Alltagsrituale und Vereinskultur setzen. Hinzu kommen Inhalte, die von Stadiongesängen inspiriert sind, sowie Kooperationen mit Influencern, die „echte Fan-Stimmen“ transportieren sollen. Auch im Handel soll die Plattform sichtbar werden – über Verpackungen und Instore-Aktivierungen, die den Spieltag in alltägliche Konsummomente verlängern.



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Redesign: So fresh ist der neue Markenauftritt von Sprite – und so scharf


Das neue Sprite-Design

Bei Sprite war zuletzt etwas die Luft raus. Die Zeiten, in denen die Marke bei jungen Leuten als cool galt, sind längst vorbei. Doch jetzt geht Sprite weltweit in die Offensive – mit überarbeitetem Logo, frischem Sound und einer ordentlichen Prise Schärfe.

Es soll ein richtig großer Aufschlag werden: Auf einem globalen Launch-Event präsentierte Coca-Cola vor wenigen Tagen in London den neuen M

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Formel-1-Pilot von Audi Revolut: Nico Hülkenberg wird Markenbotschafter für Aral


Der Fahrer für das Formel-1-Team Audi Revolut, Nico Hülkenberg, wird Aral-Markenbotschafter

Der Formel-1-Start 2026 verlief für Nico Hülkenberg bislang enttäuschend – mehr Freude soll der Audi-Fahrer nun Aral bringen: Als neues Gesicht für die Ultimate-Kraftstoffe bindet ihn die Marke in ihre Content-Strategie „Aral bewegt“ ein.

Hintergrund ist die Technologiepartnerschaft zwischen bp und dem Audi Revolut F1 Team: Aral, die Tankstellenmarke von bp in Deutschland, erweitert damit seine Markenkommunikation. Als Fahrer des Audi Revolut F1 Teams soll Nico Hülkenberg den größten deutschen Tankstellenanbieter und speziell dessen Hochleistungskraftstoffe der Linie Aral Ultimate in Szene setzen. Für Aral bedeutet die Kooperation auch eine Verstärkung des Markenauftritts im Umfeld einer Sportart, die seit Jahren als Testfeld für Antriebstechnologien gilt. Hülkenberg soll als Kampagnengesicht die Aufmerksamkeit für das Premium-Kraftstoffsegment erhöhen.

Rund um die Veröffentlichung der Zusammenarbeit lässt Hülkenberg verlauten, dass Aral seine „Stamm-Tankstelle“ sei und betont, dass er im Alltag Vorteile durch die Ultimate-Produkte wahrnehme. 

Achim Bothe, Vorstandsvorsitzender von Aral, ordnet die Zusammenarbeit weniger persönlich, sondern in die bestehende Technologiekooperation mit bp ein. Er spricht von einem Zusammenspiel aus Rennsport-Know-how, Ingenieurstechnik und Kraftstoffexpertise – eine Positionierung, die Aral in seiner Produktkommunikation bereits länger verfolgt.

Name und Logo enthüllt

Unter diesem Namen tritt Audi in der Formel 1 an

In drei Monaten startet Audi erstmals in der Formel 1. Jetzt hat der Ingolstädter Premiumautohersteller den Namen und das Logo für das Team vorgestellt.

Die Leistungsmerkmale der Ultimate-Kraftstoffe sind es, die mit dem Gesicht Hülkenberg in den kommunikativen Vordergrund rücken sollen: Bessere Beschleunigung, höhrere Reichweite, eine höhere Motoreffizienz.
Hülkenberg soll zudem eine Rolle in der neuen Content-Strategie „Aral bewegt“ übernehmen. Die Linie zielt darauf ab, reale Mobilitätserfahrungen stärker ins Zentrum der Kommunikation zu rücken. Mit der Leitfrage „Was bewegt dich?“ versucht Aral, Geschichten aus vielfältigen Nutzungskontexten zu erzählen – ein Ansatz, der sich vom klassischen Produktmarketing hin zu erzählorientierten Formaten verschiebt.

Mit Hülkenberg setzt Aral also auf eine Verbindung aus Motorsportimage, technologischer Partnerschaft und inhaltlich breiterer Mobilitätskommunikation. Die Zusammenarbeit dürfte vor allem darauf abzielen, den Premium-Kraftstoffsektor emotional aufzuladen – in einem Markt, der zunehmend zwischen E‑Mobilität und klassischem Verbrennerverkehr fragmentiert. Für den Erfolg könnte langfristig auch wichtig sein, wenn Hülkenberg dann auch auf der Rennstrecke Punkte einfährt.



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