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Fußbodenheizung: Homematic IP Glas-Wandthermostat mit CO₂-Sensor im Test


Neben einer smarten Temperaturregelung für Fußbodenheizungen zeigt das Homematic IP Glas-Wandthermostat auch die CO₂-Konzentration und die Luftfeuchtigkeit an.

Das Homematic IP Glas-Wandthermostat des deutschen Herstellers eQ-3 bietet nicht nur eine smarte Regelung der Fußbodenheizung, sondern integriert auch einen CO₂-Sensor. Die Glasabdeckung in Schwarz oder Weiß sieht edel aus und kann Temperatur, CO₂-Konzentration sowie Luftfeuchte anzeigen. Für den Betrieb ist ein Homematic IP Access Point nötig, der mit der Homematic-IP-Cloud kommuniziert und darüber das Thermostat steuert. Eine lokale Steuerung ohne Cloud ist mithilfe der eQ-3 Home Control Unit oder mit der älteren CCU3 möglich. In beiden Fällen ist auch eine Integration in Home Assistant möglich.

Wie gut das Homematic IP Glas-Wandthermostat in der Praxis funktioniert und wie eine Integration in Home Assistant gelingt, zeigt der Testbericht.

Das Homematic IP Glas-Wandthermostat mit CO₂-Sensor gibt es in Schwarz oder Weiß. Auf seinem Glas-Display kann es Temperatur, Luftfeuchte und CO₂-Konzentration abwechselnd anzeigen.

Verarbeitung, Design, Bedienung und weitere Funktionen

Das Homematic IP Glas-Wandthermostat für Fußbodenheizungen ist hochwertig verarbeitet. Die Glasoberfläche mit darunterliegenden LEDs sorgt haptisch wie visuell für einen ausgezeichneten Eindruck. Auch im Betrieb bleibt dieser Eindruck erhalten. So ist etwa die Anzeige von Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und CO₂-Konzentration aus jedem Blickwinkel gut ablesbar. Außerdem bietet es noch zwei Touchflächen zur Bedienung. Zudem erlaubt es auch eine Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Assistant.

Durch das standardisierte 55er-Rahmenmaß ist nicht nur die Installation in viele Schalterprogramme möglich, sondern die Montage in einer Unterputzdose unproblematisch. Somit ist es auch als Nachrüstlösung bestens geeignet.

Das Homematic IP Glas-Wandthermostat mit CO₂-Sensor gibt es in Schwarz oder Weiß. Auf seinem Glas-Display kann es Temperatur, Luftfeuchte und CO₂-Konzentration abwechselnd anzeigen. Und selbst aus extremen Blickwinkeln lässt sich die Anzeige gut ablesen.

Inbetriebnahme

Für die Inbetriebnahme ist eine Steuereinheit von eQ-3 nötig. Das kann ein an die Cloud des Herstellers gekoppelter Access Point, eine Zentrale wie die Home Control Unit oder die CCU3 sein. Letztere unterstützen die lokale Ansteuerung ohne Cloud.

Die Einrichtung erfolgt mit der Homematic-IP-App, die es für iOS und Android gibt und die auch für Tablets optimiert ist, sodass man von der größeren Darstellung, etwa eines iPads, profitiert. Die Inbetriebnahme ist dank klarer Benutzerführung in wenigen Minuten erledigt (siehe auch Bildergalerie).

Steuerung mit der App

Die App könnte etwas intuitiver sein, da man Heizpläne nicht direkt in den Geräteeinstellungen anlegen kann, sondern unter Raumklima. Dort stehen mit Heizprofile und Raumklimakonfiguration zwei Abschnitte zur Steuerung parat. Passend zur Trägheit einer Fußbodenheizung sorgt die Aktivierung der Optimum-Start-/Stop-Funktion für ein Erreichen der im Heizprofil hinterlegten Temperatur zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wer diese deaktiviert, muss beim Anlegen des Heizplans die Trägheit der Fußbodenheizung in Betracht ziehen. Anders ausgedrückt: Wer es um 8:22 Uhr °C warm haben will, sollte, wenn die Funktion deaktiviert ist, besser 7:30 Uhr oder 7 Uhr im Heizplan einstellen.

Die Homematic-IP-App ist auch für Tablets optimiert.

Wie gut ist die Smart-Home-Anbindung?

Homematic IP bietet eine Reihe von Smart-Home-Komponenten, die nahezu jeden Anwendungsfall abdecken. In Verbindung mit einem Thermostat ist etwa der Einsatz eines Tür-/Fenstersensors empfehlenswert, sodass man die Raumtemperatur absenken kann, sobald der Sensor ein geöffnetes Fenster signalisiert und den Heizvorgang wieder aktiviert, sobald das Fenster geschlossen ist. Entsprechende Regeln können Anwender unter Automatisierung erstellen. Benachrichtigungen, etwa über eine erhöhte CO₂-Konzentration, sind darüber auch realisierbar.

Unter Automatisierung können Anwender Regeln definieren. So wird etwa bei einem geöffneten Fenster ein anderes Heizprofil geladen, sodass wenig Energie verschwendet wird. Auch Benachrichtigungen über eine erhöhte CO₂-Konzentration kann man in diesem Abschnitt definieren.

Die Integration in Home Assistant ist hingegen nur rudimentärer Natur. Man kann zwar die Heizung damit manuell steuern. Eine Automatisierung ist aber erst nach einer manuellen Anpassung möglich, mit der über ein Template die aktuelle Temperatur des Thermostats, die Zieltemperatur sowie die Luftfeuchte als Entitäten integriert werden.

Eine Integration des Homematic IP Glas-Wandthermostats in Home Assistant ist möglich, bietet allerdings nicht sehr viele Funktionen, sodass manuelle Anpassungen nötig sind.

Dank der Hilfe von KI-Tools hält sich diese Anpassung allerdings in Grenzen. Neben einem klassischen Heizplan kann man unter Home Assistant auch eine Fenster-Offen-Erkennung auf Basis eines Temperaturabfalls realisieren. Ein externer Sensor arbeitet natürlich exakter. Eine Integration des im Thermostat integrierten CO₂-Sensors ist hingegen nicht möglich. Schade.

Eine Sprachsteuerung mit Amazon Alexa und Google Assistant ist ebenfalls möglich.

Dank KI-Tools hält sich der Aufwand für die manuelle Anpassung für die Integration in Home Assistant in Grenzen.

Preis

Das Homematic IP Glas-Wandthermostat mit CO₂-Sensor kostet regulär knapp 180 Euro. Der bislang erreichte Tiefstpreis lag bei 155 Euro. Ohne CO₂-Sensor kostet das Thermostat rund 150 Euro. Bei Ebay ist es gerade für 143 Euro im Angebot.

Dazu muss man noch Kosten für einen Glasrahmen in Höhe von etwa 30 Euro und mindestens für einen Access Point von knapp 60 Euro kalkulieren. Wer eine lokale Ansteuerung wünscht, kann auch zu einer Home Control Unit für knapp 300 Euro oder zur CCU3-Zentrale für etwa 175 Euro greifen. Für den Einsatz weiterer Taster von Homematic IP, etwa zur Lichtsteuerung, stehen Glasrahmen mit zwei oder drei Montageplätzen zur Verfügung.

Lohnt sich eine smarte Fußbodenheizung?

Die Wirtschaftlichkeit der Heizung wird maßgeblich durch die Art des Heizsystems sowie die individuellen Nutzungsgewohnheiten bestimmt. Bei wassergeführten Fußbodenheizungen ist aufgrund ihrer hohen thermischen Trägheit zu beachten, dass kurze, starke Temperaturabsenkungen in der Nacht häufig unwirtschaftlich sind. Der Energieaufwand, um die ausgekühlten Räume am Morgen wieder aufzuheizen, kann die nächtliche Energieeinsparung übersteigen.

Deutlich sinnvoller sind Absenkungen bei längerer Abwesenheit. Beispielsweise muss ein Büro über das Wochenende nicht auf Komforttemperatur gehalten werden. Eine Reduzierung von etwa 23 °C auf 20 °C oder der Betrieb in der Frostschutzstellung kann hier bereits zu spürbaren Kosteneinsparungen führen.

Fazit

Mit dem Homematic IP Glas-Wandthermostat bietet eQ-3 ein hochwertiges Thermostat für Fußbodenheizungen, das höchsten ästhetischen Ansprüchen genügt. Die Variante mit integriertem CO₂-Sensor sorgt nicht nur für eine smarte Regelung der Fußbodenheizung, sondern informiert über das aus jedem Blickwinkel gut ablesbare Glas-Display über Temperatur, Luftfeuchte und CO₂-Konzentration.

Eine Integration in Home Assistant ist zwar möglich, doch diese bedarf des Feintunings, will man das Thermostat möglichst umfassend steuern. Immerhin sind die nötigen manuellen Eingriffe dank KI-Tools relativ überschaubar. Die Werte des CO₂-Sensors werden hingegen nicht unter Home Assistant angezeigt.

Der Preis samt passendem Glasrahmen von über 200 Euro dürfte den Kundenkreis stark einschränken. Zudem gesellen sich noch Kosten für einen Homematic IP Access Point oder für eine Homematic Control Unit respektive CCU3-Zentrale.



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Kompaktes Smart-Teleskop ZWO Seestar S30 Pro im Test


Der chinesische Hersteller ZWO (Zhen Wang Optical) hat sein kompaktes Smart-Teleskop Seestar S30 Pro für Einsteiger und unerfahrene Nutzer konzipiert – trotz Pro im Namen. Im 1,8 Kilogramm leichten S30 Pro stecken zwei getrennte Kamerasysteme mit unterschiedlichen Aufgaben: eine Astrokamera für Deep‑Sky‑Aufnahmen und eine Weitwinkelkamera zur Himmelsorientierung und für Spezialmodi.

Die Hauptkamera sitzt hinter der eigentlichen Teleskop-Optik, ein 30‑mm‑Apochromat mit vier Linsen statt wie beim Vorgängermodell (Test) ein Triplet. Die zusätzliche Linse sorgt für ein flaches Bildfeld am Rand des Bildes, um die Abbildung des im Vergleich zum Vorgänger größeren 1/1,2-Zoll-Bildsensors zu verbessern.

Der Sony-IMX585-Sensor löst 3840 × 2160 Pixel auf und steckt in vielen Astrokameras, unter anderem im wesentlich teureren Vaonis Vespera II. Verglichen mit dem Vorgängermodell hat die Hauptkamera außerdem ein deutlich weiteres Bildfeld.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kompaktes Smart-Teleskop ZWO Seestar S30 Pro im Test“.
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Yale Linus Smart Lock L2 Lite im Test: einfach, praktisch und mit Matter


Einfach nachgerüstet, praktisch mit Fingerprint erweitert und im Alltag überzeugend: Das ist das Yale Linus Smart Lock L2 Lite. Besser als Tedee und Nuki?

Das Yale Linus Smart Lock L2 Lite mit Smart Keypad 2 samt Fingerprint-Sensor ist ein Smart-Lock-Set, das auf einfache Nachrüstung und gute Alltagstauglichkeit setzt. Tür, Schloss und Zylinder bleiben unverändert, der bisherige Schlüssel kann bei kompatiblem Zylinder außen weiter genutzt werden, und das zusätzliche Keypad erweitert den Zugang sinnvoll um PIN und Fingerabdruck. Gegenüber dem teureren Linus L2 spart Yale aber an Ausstattung und Materialqualität. In der Praxis steht das Set damit genau zwischen zwei starken Gegenspielern: dem technisch aufwendigeren und deutlich schnelleren Nuki Smart Lock Pro sowie dem sehr kompakten und oft günstigeren Tedee Go 2.

Design und Verarbeitung

Das Linus Smart Lock L2 Lite wirkt an der Tür deutlich moderner als viele ältere Nachrüstlösungen mit großem Batteriekasten, wie ihn ältere (oder günstige) Nuki-Modelle oder etwa Switchbot verwenden. Yale setzt auf eine kompakte, langgezogene Knaufform wie ein Nuki Smart Lock Pro oder das Tedee Go 2. Das Schloss misst rund 61 mm im Durchmesser und 72 mm in der Tiefe, dazu kommt ein Gewicht von 260 g. Damit ist es angenehm kompakt, das Tedee Go 2 ist aber mit 57 × 63 mm und rund 196 g noch kleiner und leichter. Beim Material merkt man zudem den Unterschied zum teureren Linus L2. Das Lite besteht nicht aus Metall, sondern aus Kunststoff – das sieht zwar etwas weniger wertig aus, ist aber sauber verarbeitet und wirkt nicht billig.

Das Smart Keypad 2 Fingerprint wird außen angebracht und fällt dort durch seine schwarze Farbgebung und das breite Design eher als manches Konkurrenzprodukt auf. Dafür ist es schön flach. Yale gibt 69 × 122 × 19 mm sowie 142 g Gewicht an. Das Keypad mit Fingerabdrucksensor ist nach IP55 gegen Regen geschützt und wird von vier AAA-Batterien betrieben. Praktisch: Die Tastatur leuchtet bei Annäherung auf, bietet kapazitive Tasten und integriert sogar eine Klingelfunktion – praktisch.

Installation und App

Das L2 Lite wird auf der Innenseite der Tür nachgerüstet, ohne Bohren oder sonstige bleibende Veränderung. Am einfachsten ist es, wenn der Zylinder mindestens 3 mm aus dem Türblatt herausragt, dann kann die beiliegende Adapterplatte direkt am Zylinder festgeschraubt werden. Ansonsten liegt ein Klebepad bei. Die Yale-Home-App führt Schritt für Schritt durch die Installation, allerdings waren bei uns die Videos für jeden Schritt immer für den folgenden Schritt gedacht. Außerdem wurden eher generelle Informationen als speziell für das L2 Lite runtergespult – unschön, aber kein Beinbruch. Anschließend folgt die Kalibrierung, die mit wenigen Handgriffen absolviert ist.

Das Smart Keypad 2 ist ebenfalls schnell montiert. Yale erlaubt die Befestigung mittels Schrauben und Dübel oder mit einem doppelseitigen Klebepad. Wichtig ist nur, dass das Keypad innerhalb der Bluetooth-Reichweite des Schlosses platziert wird und die Batterien zuvor richtig eingelegt sind.

Die Yale-Home-App ist weitestgehend selbsterklärend. Sie ist klar strukturiert, führt überwiegend verständlich durch die Einrichtung und bündelt die wichtigsten Funktionen übersichtlich. Dazu zählen digitale Schlüssel, Zugangsverwaltung, Aktivitätsprotokolle, automatisches Ver- und Entriegeln und die Verwaltung von PIN-Codes. Gerade für Familien, Ferienwohnungen oder wiederkehrende Gäste ist das praktisch. Das Yale Keypad 2 kann bis zu 220 individuelle Codes mit 4 bis 6 Stellen speichern. Das ist für private Nutzung mehr als genug und auch für Vermietungsszenarien brauchbar.

Das Keypad speichert bis zu zehn Fingerabdrücke. Die Daten werden laut Yale verschlüsselt auf dem Keypad gespeichert. Falsche Eingaben führen nach fünf Fehlversuchen zu einer Sperre von fünf Minuten, sowohl bei PIN als auch beim Fingerabdruck. Das ist sinnvoll, auch wenn vermutlich die wenigsten Diebe durch bloßes Ausprobieren von theoretisch 1 Mio. Kombinationsmöglichkeiten versuchen werden, Einlass zu bekommen.

Etwas schade: Das L2 Lite funkt zwar per Bluetooth 5.4 und Matter over Thread. Ohne ConnectX-WiFi-Bridge fehlen ansonsten aber einige Komfortfunktionen. So gibt es ohne Bridge keinen Fernzugriff und unterwegs keine Echtzeit-Benachrichtigungen. Sprachassistenten lassen sich hingegen per Matter über Thread einbinden. Das ist zwar im Alltag weniger bequem als bei Nuki Smart Lock Ultra oder Pro mit integriertem WLAN, dürfte aber dem niedrigen Preis geschuldet sein. Tedee geht einen ähnlichen Weg wie Yale und verlangt für den vollen Fernzugriff ebenfalls eine zusätzliche Bridge.

Beim Datenschutz und bei der Kontosicherheit setzt Yale auf Zwei-Faktor-Authentifizierung und AES-128-Verschlüsselung – bevor die geknackt ist, kann man eher die Tür eintreten. Beim Keypad spricht Yale zusätzlich von verschlüsselter Speicherung der biometrischen Daten. Zusätzlich lässt sich das Schloss in der App mit zusätzlicher Verifikation wie Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PIN absichern – auch bei aktiver Bluetooth-Verbindung zum Handy mit der App.

Im Alltag

Im täglichen Einsatz macht das Yale-Set durch seine einfache Nutzung vieles richtig. Die Tür lässt sich per App, Fingerabdruck, PIN, manuellem Drehen oder Knopfdruck von innen und weiterhin per Schlüssel von außen bedienen, sofern es der eingebaute Zylinder erlaubt. Das wird übrigens bei der Installation abgefragt und die App empfiehlt, das L2 Lite nicht ohne einen solchen Sicherheitszylinder zu verwenden. Im Alltag ist Key Sense praktisch: Ein kurzer Druck verriegelt oder entriegelt direkt, ein langer Druck verschließt die Tür mit Verzögerung.

Den höchsten Komfort bietet aber das Schloss in Verbindung mit dem Keypad. Finger statt Schlüssel klappt schneller und einfacher als das Hantieren mit dem Smartphone. Die beleuchtete Tastatur hilft bei Dunkelheit, und die eingebaute Klingelfunktion, bei deren Betätigung ein Alarm auf dem Smartphone eingeht, macht das Gerät noch vielseitiger. Diese Funktion ist aber ebenfalls Nutzern mit Wifi-Bridge vorbehalten. Auch bei der Zuverlässigkeit fällt das Bild positiv aus. Nach einfacher Installation, Kalibrierung und Nutzung überzeugt auch die Auto-Unlock-Funktion. Im Testzeitraum klappte das automatische Aufschließen bei Annäherung vorbildlich und so gut wie immer.

Weniger stark ist das Yale beim Öffnungstempo. Es gibt keine frei wählbaren Geschwindigkeitsmodi wie beim Nuki Smart Lock Pro und je nach Schloss kann das Öffnen dann auch schon mal über 5 Sekunden dauern. Was nach wenig klingt, erscheint vor der Tür stehend wie eine halbe Ewigkeit. Zudem ist das L2 Lite mit um 60 dB Lautstärke mäßig laut, aber auch nicht besonders leise. Das Tedee Go 2 ist da noch einmal weniger zu hören.

Die Smart-Home-Einbindung des Yale-Modells ist dagegen stark. Matter over Thread ist in dieser Preisklasse ein echtes Argument, Apple Home, Google Home, Alexa und Samsung Smartthings werden offiziell unterstützt. Damit lässt sich das Schloss flexibler in bestehende Smart-Home-Umgebungen einbinden als viele günstigere Alternativen. Das Tedee Go 2 etwa setzt stärker auf seine Bridge.

Akku

Beim Linus Smart Lock L2 Lite setzt Yale auf drei CR123A-Batterien statt auf einen integrierten Akku – schade, zumal solche speziellen Batterien mit über 1 Euro pro Stück vergleichsweise teuer sind. Modelle wie das Nuki Go erlauben zwar die Verwendung herkömmlicher und günstigerer AA-Batterien, erkaufen diesen Vorteil mit deutlich größeren Maßen. Die Laufzeit beziffert Yale mit bis zu 6 Monaten, abhängig von Nutzung, Anzahl der Umdrehungen pro Schließvorgang, Leichtgängigkeit der Tür und Signalstärke. Das ist ein durchschnittlicher Wert.

Für das Smart Keypad 2 nennt Yale ebenfalls 6 Monate Laufzeit. Hier kommen vier AAA-Batterien zum Einsatz. Das ist deutlich praktischer als spezielle Batterien, umweltschonender wäre aber vermutlich auch hier ein Akku.

Preis

Die UVP für Deutschland liegt beim Yale Linus Smart Lock L2 Lite bei 139 Euro, das Smart Keypad 2 Fingerprint kostet einzeln 129 Euro. Für das Starter-Set nennt Yale regulär 268 Euro. Bei Tink ist es gerade für 260 Euro erhältlich. Damit ist das Set etwas teurer als das etwas kompaktere Tedee Go 2 mit Keypad Pro, das für 250 Euro erhältlich ist. Das Nachrüst-Smart-Lock kostet im Handel knapp 140 Euro, das Smart Keypad 2 Fingerprint ab 105 Euro (Stand: 3/2026).

Fazit

Das Yale Linus Smart Lock L2 Lite mit Smart Keypad 2 Fingerprint ist ein eher pragmatisches Paket. Es ist nicht extrem hochwertig, schnell oder leise, dafür aber zuverlässig und einfach in Installation und Bedienung. Außerdem bietet es viele Optionen in der übersichtlichen App und zum Einbinden in ein Smart-Home-System per Matter über Thread. Gerade zusammen mit dem Fingerprint-Keypad bietet das Set einen echten Mehrwert gegenüber dem Schloss allein, da der Zugang spürbar einfacher und schneller wird. Schade nur, dass Yale zumindest beim Schloss auf teure Spezialbatterien statt Akku setzt.



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Forscher identifizieren 45 Exoplaneten, auf denen Leben möglich sein könnte


Gibt es Leben dort draußen? Vor etwa 35 Jahren wurden die ersten Exoplaneten entdeckt. Seither suchen die Forscher nach fremden Welten, die der unseren ähneln. Eine US-Forschergruppe hat jetzt eine Liste mit bisher bekannten Exoplaneten zusammengestellt, die als lebensfreundlich gelten.

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Derzeit sind rund 6100 Exoplaneten bekannt. Davon sind etwa 220 erdähnliche Gesteinsplaneten. Das Team um Lisa Kaltenegger, Direktorin des Carl Sagan Institute der Cornell University in Ithaca im US-Bundesstaat New York, hat unter ihnen 45 identifiziert, die in der habitablen Zone ihres Sterns liegen. 24 davon halten auch einer strengeren Auslegung stand, wie viel Wärme ein Planet aufnehmen kann. Seine Ergebnisse hat das Team in der Fachzeitschrift Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlicht.


Ein Diagramm, das die Grenzen der habitablen Zone für verschiedene Sternarten mit Gesteinsplaneten darstellt.

Ein Diagramm, das die Grenzen der habitablen Zone für verschiedene Sternarten mit Gesteinsplaneten darstellt.

Ein Diagramm, das die Grenzen der habitablen Zone für verschiedene Sternarten mit Gesteinsplaneten darstellt. Die habitable Zone verschiebt sich je nach Sternfarbe, da unterschiedliche Wellenlängen des Lichts die Atmosphäre eines Planeten unterschiedlich erwärmen.

(Bild: Gillis Lowry / Pablo Carlos Budassi (CC BY 4.0))

Als habitable Zone wird jener Bereich um einen Stern bezeichnet, in dem auf einem Planeten Bedingungen herrschen, die Leben ermöglichen. Das bedeutet, es muss warm genug sein, dass Wasser in flüssigem Zustand vorkommt. Das ist die Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen.

Zehn der Planeten gelten nach Angaben der Forscher dabei als besonders aussichtsreich. Dazu gehört etwa Trappist-1e, einer von sieben Gesteinsplaneten, die Trappist-1 umkreisen. Trappist-1 ist ein Roter Zwerg, der rund 40 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Noch etwas näher sind Wolf 1069 b, der um einen 31 Lichtjahre entfernten Roten Zwerg kreist, sowie der rund zwölf Lichtjahre entfernte GJ 1061d.

Schließlich gehört Proxima b dazu, der um den Stern Proxima Centauri kreist. Der Stern Proxima Centauri ist der Sonne am nächsten und nur vier Lichtjahre von uns entfernt. Mit künftiger Technik könnte dieses System in wenigen Jahrzehnten erreichbar sein.

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„Unsere Studie zeigt, wohin wir fliegen sollten, um Leben zu finden, wenn wir jemals ein Hail-Mary-Raumschiff bauen sollten“, sagte Projektleiterin Kaltenegger in Anspielung auf den aktuellen Science-Fiction-Film „Der Austronaut – Project Hail Mary“. „Wie ‚Project Hail Mary‘ anschaulich darstellt, könnte das Leben deutlich vielfältiger sein, als wir uns das vorstellen können. Herauszufinden, auf welchem der 6000 bekannten Exoplaneten Außerirdische wie Astrophage und Taumoeba – oder Rocky – am ehesten zu finden sind, könnte deshalb von entscheidend sein, und zwar nicht nur für Ryan Gosling.“

Es ging in der Studie aber nicht nur darum, Exoplaneten zu identifizieren, auf denen es möglicherweise Leben geben könnte, sondern auch jene, die gute Bedingungen für nähere Beobachtungen bieten. „Auch wenn es schwierig ist zu bestimmen, was Leben wahrscheinlicher macht, so ist doch der erste wichtige Schritt herauszufinden, wo man suchen muss [– ] Ziel unseres Projekts war deshalb sagen zu können: ‚Hier sind die besten Ziele für Beobachtungen’“, sagte Teammitglied Gillis Lowry.

Zu diesen zählt das Team unter anderem Trappist-1e und seine Nachbarn d, f und g oder LHS 1140 b. Diese Planeten ziehen vor ihrem Stern vorbei und erzeugen spektrale Signaturen in seinem Licht. Das ermöglicht es, die jeweilige Atmosphäre zu analysieren sowie nach Biosignaturen Ausschau zu halten.


(wpl)



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