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EU-Kommission: TikTok ist suchterzeugend und muss sein Design ändern


EU-Kommission: TikTok ist suchterzeugend und muss sein Design ändern

Bild: Dennis Krause

Ein Video jagt das nächste und das pausenlos. Diese Darbietung auf TikTok sei suchterzeugend und verstoße gegen das Gesetz über digitale Dienste, erklärt die Europäische Kommission in einem öffentlichen Schreiben. Insbesondere das Wohlbefinden Minderjähriger werde dadurch bedroht.

TikTok fördert Suchtverhalten

Seit fast zehn Jahren ist das für seine kurzen Clips bekannte Videoportal TikTok inzwischen online und wurde vielerorts schon kritisiert. Wer sich dort einen Clip ansieht, erhält beim Scrollen direkt den nächsten serviert, der ganz automatisch startet. Auch wenn jeder Clip nur einige Sekunden dauert, kann dies schnell zu einer längerfristigen Beschäftigung werden, denn Pausen gibt es beim Konsum nur durch das eigene Abschalten. Doch genau das fällt einigen Nutzern schwer. Das Risiko einer regelrechten TikTok-Sucht besteht, da ein Drang, immer weiter zu scrollen, erzeugt wird.

Laut EU Kommission verstößt TikTok gegen Gesetze

Genau das hat jetzt die Europäische Kommission ganz öffentlich erkannt. Zunächst handelt es sich um eine „vorläufige Feststellung“ im Rahmen des vor knapp zwei Jahren eingeleiteten „förmlichen Verfahrens zur Untersuchung der Einhaltung des Gesetzes über digitale Dienste durch TikTok“. Nach Ansicht der Kommission verstoße TikTok „wegen seines suchterzeugenden Designs gegen das Gesetz über digitale Dienste“. Funktionen wie „unendliches Scrollen, Autoplay, Push-Benachrichtigungen und das hochgradig personalisierte Empfehlungssystem“ sind damit gemeint.

Die Plattform habe nach Sicht der Europäischen Kommission nicht angemessen bewertet, „wie diese Suchtmerkmale das körperliche und geistige Wohlbefinden seiner Nutzer, einschließlich Minderjähriger und schutzbedürftiger Erwachsener, beeinträchtigen könnten“. Verwiesen wird auch auf wissenschaftliche Studien, die besagen, dass TikTok-Konsum zu zwanghaftem Verhalten führen kann. Etwaige Maßnahmen zur elterlichen Kontrolle seien nicht wirksam genug, um dies zu verhindern.

TikTok soll sein Design ändern

Daher kommt die EU-Kommission zu dem Schluss, „dass TikTok das grundlegende Design seines Dienstes ändern muss“. Konkret sollen das endlose Scrollen unterbunden und wirksame „Bildschirmzeitunterbrechungen“ eingerichtet werden. Zudem sei eine Anpassung des Empfehlungssystems erforderlich.

TikTok habe jetzt die Gelegenheit, die Untersuchungsakten der Kommission zu prüfen und sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen. Außerdem werde parallel das Europäische Gremium für Digitale Dienste konsultiert. Sofern dieses den Standpunkt der Kommission bestätigt, könne dies zu einer Geldbuße für TikTok führen, die maximal 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes des Videoportals ausmachen kann. Nach Schätzungen hat TikTok im Jahr 2024 mit Anzeigen rund 23 Milliarden US-Dollar eingenommen.



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Huawei GT Runner 2 Laufuhr im Test


Die Huawei Watch GT Runner 2 zielt auf Läufer und soll Garmin und Coros angreifen. Helfen soll dabei neben speziellen Software-Features fürs Laufen auch technisches Know-How etwa beim GPS, indem die Lünette als ungeerdete, zweite Antenne fungiert. Und mit Curve Pay kann man auch endlich richtig kontaktlos bezahlen. Der Test.

Mit der Watch GT Runner 2 bringt Huawei nach fünf Jahren Entwicklung eine neue Laufuhr auf den Markt. Sowohl die Hard- als auch Software der neuen Smartwatch sei komplett um das Lauferlebnis herum entwickelt worden, um sich von normalen Smartwatches abzusetzen. Bei einer normalen Laufuhr seien die summierten Abweichungen sowohl der Distanz als auch der Pace bei längeren Läufen zu groß. Etwa bei einem Marathon könne die erfasste Laufstrecke von der tatsächlich zurückgelegten Distanz um mehrere Kilometer abweichen. Man habe sich für Laufen als universellste aller Sportarten entschieden, da Laufen sowohl von Einsteigern als auch Profis betrieben werden kann.

Die Huawei Watch GT Runner 2 richtet sich laut Huawei sowohl an Freizeitläufer als auch an fortgeschrittene Läufer und soll diese sowohl beim Training als auch bei den Wettkämpfen selbst begleiten und mit Daten und Analysen unterstützen. Als globaler Markenbotschafter der Huawei Watch GT Runner 2 trat der zweimalige Marathon-Olympiasieger Eliud Kipchoge auf dem Event in Madrid auf.

Die Huawei Watch GT Runner 2 ist ab heute in Deutschland erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 399 Euro. Bis zum 13. Mai erhalten Käufer bei Huawei 30 Euro Rabatt. Als Farben stehen Dusk Blue, Dawn Orange und Midnight Black zur Wahl. Neben einem gewebten Armband, das atmungsaktiv ist und Schweißansammlung unter dem Band verhindert, legt Huawei der GT Runner 2 ein zusätzliches Silikon-Armband bei.

Lieferumfang der GT Runner 2

Technik aufs Laufen ausgelegt

Bei der Technik der Smartwatch hat Huawei einige Anpassungen vorgenommen, um die Smartwatch fürs Laufen zu optimieren. Dies beginnt damit, dass die GT Runner 2 mit einem Gewicht von 34,5 g ohne Armband (43,5 g mit Band) und einer Größe von 43,5 x 43,5 x 10,7 mm am Handgelenk kleiner und leichter ausfällt als viele andere Smartwatches. Eine Garmin Forerunner 970 misst 47 × 47 × 12,9 mm (38 Gramm), eine Coros Pace Pro 46 × 46 × 12,25 mm und die Coros Pace 4 ähnlich wie die GT Runner 2 43,4 × 43,4 × 11,8 mm bei 40 Gramm.

Auch das Standard-Zifferblatt legt den Fokus aufs Laufen und Dynamik
Auch das Standard-Zifferblatt legt den Fokus aufs Laufen und Dynamik

Allein auf den Akku entfallen von den 34,5 Gramm schon 8,5 Gramm. Das Display wiegt knapp 3 Gramm und das Glas 1,5 Gramm. Das PCB kommt auf 3,1 Gramm. Huawei hat hier bei jedem Bauteil versucht, möglichst viel Gewicht einzusparen, so dass die GT Runner 2 die leichteste Smartwatch des Unternehmens geworden ist. Am Handgelenk beim Laufen merkt man das im Vergleich zu einer klassischen Smartwatch sofort, die GT Runner 2 ist merklich und angenehm leicht. Dennoch sind dank Mikrofon und Lautsprecher auch Bluetooth-Anrufe über die Smartwatch möglich. Als Bluetooth-Standard dient hier schon Version 6.0.

Das neue Zifferblatt der GT Runner 2
Das neue Zifferblatt der GT Runner 2

Zum Schutz des Displays wird deshalb auch bewusst auf Kunlun Glass statt Saphirglas gesetzt, da dies leichter ist. Das sich nunmehr auch bei Laufuhren durchsetzende AMOLED-Display der GT Runner 2 leuchtet bis zu 3.000 cd/m² hell und bietet auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine problemlose Ablesbarkeit. Die Helligkeit des Displays passt sich automatisch dem Umgebungslicht an. Mit einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln bei einer Größe von 1,32 Zoll bietet die GT Runner 2 ein scharfes Bild mit 352 ppi, das im Alltag keine Wünsche offen lässt.

Sportliches Design auch mit dem Silikonarmband
Sportliches Design auch mit dem Silikonarmband

Neue Antenne für deutlich besseres GPS

Die Titan-Lünette und das Titan-Gehäuse sollen hingegen nicht nur robust sein, sondern haben jeweils auch einen praktischen Nutzen. Denn das Metall-Gehäuse kann selbst als GPS-Antenne fungieren, weshalb sich im Gehäuse seitlich kleine Trennstreifen finden, wie man sie von Smartphones kennt, die die Antenne trennen. Als Standards zur Positionsbestimmung werden übrigens GPS, GLONASS, Galileo, Beidou und QZSS unterstützt.

Doch das ist nicht die einzige Neuerung im Bereich GPS, mit der Huawei die Genauigkeit im Vergleich zum Vorgänger von 2021 deutlich erhöht hat. Die GT Runner 2 nutzt eine „3D-Floating-Antennenarchitektur“. Dabei isoliert der farbige Ring unter der Lünette diese vom Gehäuse, so dass die Lünette selbst wiederum als nicht-geerdete Antenne dienen kann, während das Gehäuse als geerdete, normale Antenne genutzt wird.

Ein orangener Ring trennt die GPS-Lünette vom Gehäuse
Ein orangener Ring trennt die GPS-Lünette vom Gehäuse

Die zusätzliche nicht-geerdete Antenne sorgt für einen besseren Empfang des GPS. So wird selbst in anspruchsvollen Umgebungen wie Tunneln, zwischen Gebäuden oder in Wäldern eine zuverlässige Positionsbestimmung möglich. Darüber hinaus kann durch den Einsatz zweier Antennen der Zeitversatz vom GPS-Signal bestimmt werden, so dass zirkular-polarisierte Signale gemessen werden können. Durch diese aufwendige Antennenkonstruktion bietet die kleinere GT Runner 2 auch ein besseres GPS-Signal als beispielsweise die Huawei Watch GT 6 (Test), obwohl diese größer ist.

Zur Trennung der Antenne sind im Gehäuse der GT Runner 2 kleine Streifen eingearbeitet
Zur Trennung der Antenne sind im Gehäuse der GT Runner 2 kleine Streifen eingearbeitet

Für einen optimalen GPS-Empfang können die Satelliten-Informationen in den Einstellungen des Workouts manuell vor dem Lauf aktualisiert werden. Grundsätzlich sollte vor dem Starten eines Laufs kurz darauf gewartet werden, bis die Positionsbestimmung abgeschlossen ist, was unter normalen Bedingungen umgehend erledigt ist.

In Berlin zeigt sich das GPS der GT Runner 2 im Test zwar von einer guten, aber auch nicht von einer gänzlich fehlerfreien Seite. Im Vergleich mit einer Apple Watch 11 fällt das Ergebnis quasi identisch gut aus. Das Signal ist stabil und es kommt nur zu kleineren Abweichungen im Detail, die interessanterweise bei der Apple Watch und der GT Runner 2 an denselben Stellen sehr ähnlich aufgetreten sind. Dort, wo die Apple Watch etwas daneben lag, lag im Test also auch die GT Runner 2 leicht daneben. Die absolute Abweichung ist dabei gering, festzustellen ist jedoch, dass sich die GT Runner 2 hier eben nicht klar absetzen kann.

Huawei Watch GT Runner 2: Ungenaue GPS-Position zu weit südlich
Huawei Watch GT Runner 2: Ungenaue GPS-Position zu weit südlich
Apple Watch 11: Ungenaue GPS-Position zu weit südlich
Apple Watch 11: Ungenaue GPS-Position zu weit südlich
Huawei Watch GT Runner 2: Ungenaue GPS-Position mit nicht gefahrenem Knick
Huawei Watch GT Runner 2: Ungenaue GPS-Position mit nicht gefahrenem Knick
Apple Watch 11: Ungenaue GPS-Position mit nicht gefahrenem Knick
Apple Watch 11: Ungenaue GPS-Position mit nicht gefahrenem Knick

Bei der zurückgelegten Distanz stehen 7,79 km bei Apple 7,65 km bei Huawei gegenüber. Eine Abweichung ist somit durchaus vorhanden, wer am Ende richtiger liegt, ließ sich im Test aber nicht zweifelsfrei ermitteln.

Allerdings gab es im Test ebenso auch Aufzeichnungen, in denen die Route sehr akkurat und völlig ohne Abweichungen oder Sprünge aufgezeichnet wurde.

GPS-Route der gelaufenen Strecke
GPS-Route der gelaufenen Strecke
GPS-Route der gefahrenen Strecke
GPS-Route der gefahrenen Strecke

Trainingsziel Marathon

Ein spezieller Marathonmodus soll die Läufer beim Training für diesen, beim Marathon selbst und nach dem Lauf mit maßgeschneiderten Trainingsplänen, Laufdaten und einer detaillierten Auswertung begleiten. Im Marathon-Modus ist die Pace als wichtigste Anzeige beim Laufen die Standardanzeige auf dem Display, während sonst die Herzfrequenz immer im Vordergrund steht. Die Pace sei für Marathon-Läufer aber im Rennverlauf viel entscheidender. Im normalen Laufmodus der GT Runner 2 steht hingegen die Herzfrequenz weiterhin im Fokus.

GIF Die Huawei Watch GT Runner 2 beim Laufen am Handgelenk

Zudem wird im Marathon-Modus der Fortschritt zum Ziel angezeigt und es lassen sich Ziele für die Pace und die Herzfrequenz setzen, die dann kontinuierlich abgeglichen werden. Der Modus zeigt auch an, in welchen Bereichen sich Pace und Herzfrequenz bewegen sollten, so dass man versuchen kann, diese während des Laufs einzuhalten.

Teil des Marathonmodus sind neben der Echtzeit-Anzeige zur Pace auch eine Laufleistungsmessung und Erinnerungen zur Energiezufuhr auf dem Handgelenk.

Anzeige der Pace und Herzfrequenz während eines Laufs
Anzeige der Pace und Herzfrequenz während eines Laufs
Anzeige der Pace und Herzfrequenz während eines Laufs
Anzeige der Pace und Herzfrequenz während eines Laufs
Anzeige der Pace und Herzfrequenz während eines Laufs
Anzeige der Pace und Herzfrequenz während eines Laufs
Anzeige der zurückgelegten Strecke während eines Laufs
Anzeige der zurückgelegten Strecke während eines Laufs

Über die App auf dem Smartphone können auch Events herausgesucht werden, an denen man teilnehmen möchte und diese mit einer Zeitvorgabe als Trainingsziel festlegen. Basierend darauf wird dann ein entsprechender Trainingsplan entworfen, der nicht immer nur Laufen beinhaltet, sondern auch Krafttraining vorgeben kann. An welchen Tagen trainiert werden soll, kann man dabei auch vorab festlegen, damit dies berücksichtigt wird. Vor einem Lauf gibt der virtuelle Coach Tipps, wie stark man sich heute verausgaben sollte. Nach einem Lauf wird die eigene Leistung auch ins Verhältnis zu anderen Läufern gesetzt, etwa ob man schneller oder langsamer ist als der Durchschnitt.

Der Marathonmodus soll gezielt auf die 42 km vorbereiten

Läufe können im FIT/TCX-Format importiert und exportiert werden, um sie mit anderen Apps zu synchronisieren. Dieser Web-basierte Im- und Export wird allerdings erst nach dem Verkaufsstart zur Verfügung stehen.

Laktatschwellenmessung für Ausdauertraining

Die GT Runner 2 bietet zudem einen nicht-invasiven Algorithmus zur Laktatschwellen-Erkennung. Die Laktatschwelle (meist die anaerobe Schwelle) ist die Belastungsintensität, bei der sich Laktatbildung und -abbau im Gleichgewicht befinden. Sie stellt somit die Grenze zwischen aerober und anaerober Energiebereitstellung dar. Wird sie überschritten, kann man zu schnell ermüden. Ziel ist es deshalb, an dieser Schwelle zu trainieren, um die Ausdauer zu verbessern. Die Laktatschwelle wird von Huawei anhand der erhobenen Daten in der Cloud berechnet und automatisch aktualisiert. Sie fließt wiederum in die individuellen Trainingspläne ein.

Running Power und Recovery Time

Um mehr und bessere Schlüsse aus den Laufergebnissen ziehen zu können, hat Huawei auch an anderen Stellen Veränderungen vorgenommen und Neuerungen eingeführt.

Das Erfassen der Running Power ist bei der Watch GT Runner 2 zum ersten Mal dabei. Es wird festgehalten, wie viel Kraft fürs Laufen aufgewendet wird, wobei Steigung, Geschwindigkeit und Herzfrequenz berücksichtigt werden. Im Laufe der Zeit wird ein historischer Trend erstellt, um die persönliche, bestenfalls optimale Running Power einsehen zu können.

GT Runner 2: Traninigsansicht mit Herzfrequenz im Fokus
GT Runner 2: Traninigsansicht mit Herzfrequenz im Fokus (Bild: Huawei)

Darüber hinaus wurde die Funktion der Recovery Time verbessert. Die Dauer der optimalen Erholung wird nun nicht einmalig festgelegt und dann nicht mehr verändert, sondern auch Faktoren wie Schlaf und Stress fließen nun in die Betrachtung mit ein, so dass sich die Recovery Time bis zum nächsten Training auch verlängern kann, wenn man beispielsweise schlecht geschlafen hat. Der Countdown ist nun also keine fixe Größe mehr.

Auch das UI zum Training im aeroben und anaeroben Bereich hat ein Update erfahren, um dieses einfacher erkennbar zu machen.

Auch für andere Sportarten und tiefes Tauchen

Auch abseits des Laufens kann die GT Runner 2 für andere Sportarten genutzt werden. Trotz des neuen Gehäusedesigns wird so beispielsweise nun auch das Freitauchen bis zu einer Tiefe von 40 Metern unterstützt. Um das Untertauchen der Uhr beim normalen Schwimmen muss man sich also keine Sorgen machen. Offiziell ist die GT Runner 2 mit einer IP69- und 5-ATM-Zertifizierung versehen.

Übersicht der Aktivität
Übersicht der Aktivität
Statistiken zur Aktivität über Ringe
Statistiken zur Aktivität über Ringe

Akkulaufzeit der GT Runner 2

Huawei nennt für die GT Runner 2 eine Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen. Beim Laufen mit kontinuierlich aktivem GPS sollen bis zu 32 Stunden am Stück möglich sein – bei der Huawei Watch GT 6 sind es 25 Stunden. Damit liegt Huawei in diesem Bereich leicht vor der Konkurrenz, die bis zu 31 Stunden (Coros Pace Pro und 4) oder 21 Stunden (Garmin Forerunner 970) erreicht. Im Test ist die Akkulaufzeit stark von der Art der Nutzung abhängig. Aktiviertes GPS und Tracking reduziert sie deutlich. Nach 2,5 Stunden verliert die Huawei Watch GT Runner 2 beim Laufen rund 15 Prozent Akku. Bestenfalls sind so rund 17 Stunden kontinuierliches Tracking möglich.

Bekannte Funktionen und Optionen auf der GT Runner 2
Bekannte Funktionen und Optionen auf der GT Runner 2
Bekannte Funktionen und Optionen auf der GT Runner 2
Bekannte Funktionen und Optionen auf der GT Runner 2
Huawei Watch GT Runner 2
Huawei Watch GT Runner 2

Wird die GT Runner 2 hingegen nur als normale Smartwatch genutzt, werden bei aktiviertem Always-on-Display, Schlaftracking und kontinuierlich aufgezeichneten Vitalwerten rund 15 Prozent Akku innerhalb von 24 Stunden verbraucht. Daraus ergibt sich eine Akkulaufzeit von 6 bis 7 Tagen. Das ist zwar immer noch überdurchschnittlich, an 14 Tage kommt man jedoch nur heran, wenn man das Always-on-Display deaktiviert und die Messungen reduziert.

Geladen wird der 540-mAh-Akku wie bei anderen aktuellen Huawei-Smartwatches kabellos mit einem kleinen Ladepad, das der Uhr beiliegt. Die leere Uhr vollständig aufzuladen dauert rund 1:20 Stunden.

Geladen wird magnetisch mit einem Wireless Pad
Geladen wird magnetisch mit einem Wireless Pad

Curve Pay: Neue NFC-Zahlung bei Huawei

Parallel zur Watch GT Runner 2 wird in ausgewählten Märkten auch die Bezahlfunktion Curve Pay auf den Smartwatches von Huawei eingeführt – nachdem dem bisher genutzten Quicko die Lizenz entzogen und der Dienst eingestellt wurde. Auch in Deutschland kann Curve Pay via NFC auf der GT Runner 2 genutzt werden, um mit der Smartwatch von Huawei über das Handgelenk zu bezahlen, auch wenn das eigene Smartphone gerade nicht in der Nähe ist. Voraussetzung ist, dass man Curve nutzt und dieses über die App mit der Smartwatch verknüpft. Curve steht somit nicht mehr nur auf den Smartphones von Huawei zur Verfügung. Viele Nutzer werden den Wechsel von Quicko zu Curve begrüßen, da Curve sehr viel verbreiteter und eine international anerkannte Zahlungsmethode ist, in die man deutlich mehr Vertrauen hat als in Quicko, bei dem man Geld hinterlegen musste.

Um Curve Pay auf der GT Runner 2 zu nutzen, muss die App über die Huawei AppGallery auf der Smartwatch installiert werden. Vorinstalliert ist die neue und einzige Option zum kontaktlosen Zahlen nicht. Dann geht man auf der Smartwatch in den Einstellungen auf „Weitere Verbindungen“ und wählt „NFC“ aus. Dort stellt man anstelle der vorausgewählten Standardbezahlmethode Wallet nun Curve Pay ein.

Curve Pay für kontaktloses Bezahlen per NFC
Curve Pay für kontaktloses Bezahlen per NFC
Curve Pay als Standardzahlungsmittel festlegen
Curve Pay als Standardzahlungsmittel festlegen
Curve Pay als Standardzahlungsmittel festlegen
Curve Pay als Standardzahlungsmittel festlegen

Nun kann man in den Einstellungen der Smartwatch noch konfigurieren, dass über den unteren Button beim Doppelklick Curve Pay gestartet wird. Damit man Curve Pay dann auch nutzen kann, muss die App auf dem verbundenen Smartphone installiert und konfiguriert sein. Im Launchpad unter Wearables muss dafür einfach Curve Pay für die GT Runner 2 aktiviert werden. Die in Curve Pay hinterlegte Karte wird dann auch auf der Smartwatch hinterlegt. Curve Pay ausschließlich über die GT Runner 2 einzurichten, ist also nicht möglich.

Curve Pay auf zweimaliges Drücken der Taste legen
Curve Pay auf zweimaliges Drücken der Taste legen
Curve Pay auf zweimaliges Drücken der Taste legen
Curve Pay auf zweimaliges Drücken der Taste legen
In der Curve-Pay-App auf dem Smartphone muss das Zahlungsmittel noch für die GT Runner 2 freigegeben werden
In der Curve-Pay-App auf dem Smartphone muss das Zahlungsmittel noch für die GT Runner 2 freigegeben werden

Kontrolle vieler Gesundheitswerte nicht nur beim Laufen

Mit dem TruSense-Sensor an der Unterseite der GT Runner 2 zeichnet die Smartwatch aber nicht nur beim Laufen oder anderen Sportarten die Herzfrequenz auf, sondern erlaubt auch eine EKG-Messung sowie das Tracking der Herzfrequenzvariabilität, der Blutsauerstoffsättigung und der arteriellen Steifigkeit. Auch Herzrhythmusstörungen über eine Pulswellenanalyse können erkannt werden. Zudem lässt sich der Schlaf, die Hauttemperatur, der Stress und die Atmung über die Sensorik der Uhr auswerten. Den x-Tap-Sensor, den Huawei mit der Watch 5 (Test) eingeführt hat, um einige Messwerte zusätzlich auch über die Fingerspitze erfassen zu können, bietet die GT Runner 2 jedoch nicht.

Beim Schlaftracking mit der GT Runner 2 ist im Test erneut aufgefallen, dass sie kurze Wachphasen insbesondere am Morgen nicht so gut erkennt wie beispielsweise die Apple Watch. Selbst mehrmalige kurze Wachphasen, bei denen man auf den Wecker geguckt und sich umgedreht hat, wurden im Test nicht als solche erkannt, während die Apple Watch sie korrekt als solche abgebildet hat.

Bei der Messung der Herzfrequenz liegen Huawei Watch GT Runner 2 und Apple Watch Series 11 (Test) hingegen immer fast exakt gleichauf, meist mit maximal einem Herzschlag Abweichung.

Fazit

Zunächst muss festgehalten werden, dass sich die Huawei Watch GT Runner 2 hervorragend trägt. Größe, Gewicht, Design, Verarbeitung und das Stoffarmband überzeugen im Alltag ebenso wie das helle, scharfe und kontrastreiche Display und machen einen spürbaren Unterschied, wenn man vorher eine größere, normale Smartwatch getragen hat. Die GT Runner 2 ist n icht nur jederzeit beim Laufen leicht abzulesen, sondern trägt sich dabei auch sehr angenehm leicht. Die Akkulaufzeit liegt im Alltag als Smartwatch bei 6 bis 7 Tagen, wenn man alle Funktionen und das Always-on-Display aktiviert. Kontinuierliches GPS-Tracking reduziert die Akkulaufzeit deutlich, aber beim Training muss trotzdem niemand besorgt sein, dass die Uhr vor dem Träger aufgibt.

Auch das Silikon-Armband passt optisch hervorragend
Auch das Silikon-Armband passt optisch hervorragend
Auch das Standard-Zifferblatt legt den Fokus aufs Laufen und Dynamik
Auch das Standard-Zifferblatt legt den Fokus aufs Laufen und Dynamik
Sportliches Design auch mit dem Silikonarmband
Sportliches Design auch mit dem Silikonarmband

Beim GPS liefert die GT Runner 2 zwar eine sehr gute Positionsbestimmung, erweist sich im Test aber trotz der enormen technischen Anstrengungen von Huawei zunächst nicht genauer als die Konkurrenz. Stattdessen zeigten sich im Vergleich mit einer Apple Watch 11 an genau denselben Orten leichte Abweichungen von der tatsächlichen Route, die im Normalfall aber für die allermeisten Nutzer keinerlei Bedeutung haben. Angesichts der betriebenen Bemühungen in diesem Bereich ist es aber erwähnenswert. Nicht berücksichtigt werden konnten im Test zudem Gebiete mit einer deutlich schlechteren Abdeckung als Berlin und Umgebung. Die während des Trainings erfassten Daten sind erneut genau und insbesondere auch die Herzfrequenz wird ohne große Abweichungen erfasst.

Im Vergleich mit Garmin scheinen die Funktionen der GT Runner 2 etwas leichter zugänglich und intuitiver, während Garmin für all jene, die wirklich selbst tief in ihre erfassten Daten einsteigen möchten, etwas mehr bietet. Eingefleischte Garmin-Nutzer zu einem Wechsel zu bewegen, dürfte aber ohnehin schwer und weniger das Ziel sein, als neue Käufer zu gewinnen, die den Fokus aufs Laufen legen, die Smartwatch-Funktionalitäten aber nicht hintenanstellen möchten.

Krone und Taste zur Steuerung, Lautsprecher für Ansagen und Telefonie
Krone und Taste zur Steuerung, Lautsprecher für Ansagen und Telefonie
In Orange tritt die GT Runner 2 sportlich auf
In Orange tritt die GT Runner 2 sportlich auf
An der Rückseite sitzt Huaweis TruSense-Sensor
An der Rückseite sitzt Huaweis TruSense-Sensor

Künftig nicht auf die GT Runner 2 beschränkt, ist der Wechsel zu Curve Pay für kontaktloses NFC-Bezahlen über die Smartwatch eine echte Bereicherung für die Huawei-Smartwatches. Quicko ist glücklicherweise passé und Curve Pay als etabliertes Verfahren die deutlich seriösere Lösung, die nun hoffentlich Bestand hat.

Trotz der speziell aufs Laufen ausgerichteten Funktionen eignet sich die Huawei Watch GT Runner 2 auch als leichte Smartwatch für andere Sportarten. Und auch bei der Erfassung der Gesundheitsdaten hat Huawei keine wichtige Funktion weggelassen. Neben der Herzfrequenz, ihrer Variabilität, der Blutsauerstoffsättigung und der Hauttemperatur sind deshalb auch Funktionen wie ein EKG, arterielle Steifigkeit, eine Pulswellenarrhythmieerkennung, Stress, Schlafanalyse mit Atmungsanalyse integriert. Auch eine Sturzerkennung und Notfall-SOS werden geboten.

Preislich ordnet sich die Huawei GT Runner 2 mit einer UVP von 399 Euro zwischen Coros (günstiger) und Garmin (teurer) ein.

Anders als Apple und Samsung koppelt Huawei keine Funktion speziell an die eigenen Smartphones. Die Huawei Watch GT Runner 2 ist sowohl mit Android als auch iOS kompatibel.

  • Umfangreiche Lauf-Features
  • Curve Pay für kontaktloses Bezahlen
  • Leicht und angenehm zu tragen
  • Hervorragendes OLED-Display
  • Präzises GPS
  • Lange Akkulaufzeit
  • Sturzerkennung
  • EKG, Herzfrequenz, HRV, SpO2, arterielle Steifigkeit, Temperatursensor, Schlafanalyse
  • Genaue Gesundheitswerte
  • Hervorragende Verarbeitungsqualität
  • Armband auswechselbar (22 mm)
  • Bluetooth-Telefonie
  • Flüssige Bedienung
  • Gute App
  • GPS kann sich nicht von Konkurrenz absetzen
  • Wenig Drittanbieter-Apps

ComputerBase hat die Watch GT Runner 2 leihweise unter NDA von Huawei zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

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CB-Funk-Podcast #162: Jensen mag keinen „AI Slop“, FSR 4.1 und Death Stranding 2


CB-Funk-Podcast #162: Jensen mag keinen „AI Slop“, FSR 4.1 und Death Stranding 2

Jetzt ist es offiziell: Auch Nvidias CEO Jensen Huang mag keinen AI Slop. Erklärt hat Nvidias CEO das in einem Interview, in dem es abermals um DLSS 5, Nvidias Intentionen und die Kritik an dem, was auf der GTC 2026 präsentiert wurde, ging. Was ist von dem Statement zu halten? Wolfgang und Jan haben im Podcast eine Meinung dazu.

Auch die nun gesicherte Erkenntnis, dass DLSS 5 nur das fertig gerenderte 2D-Bild der Engine plus Motion Vectors vom Spiel erhält, besprechen beide zum Einstieg in diese Episode Wolfgang und Jan – Fabian ist wie angekündigt in den USA.

Das passt aber eigentlich ganz gut, denn im Anschluss kann Wolfgang somit ganz persönlich seine Eindrücke von AMD FSR 4.1 (Ersteindruck) schildern und ein Fazit zur Technik von Death Stranding 2 auf dem PC (Test) fällen. Viel Spaß beim Zuhören!

CB-Funk bei Spotify, Apple, Google und Deezer

CB-Funk lässt sich nicht nur über den eingebetteten Podigee-Player abspielen, sondern auch bequem in den Podcast-Apps eurer Wahl hören. Verfügbar ist der ComputerBase-Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music und Deezer.

An dieser Stelle folgt der obligatorische Hinweis: In die meisten Podcast-Player lässt sich CB-Funk bereits via RSS einbinden. Die entsprechende URL lautet: https://computerbase.podigee.io/feed/mp3.



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Das Warten hat ein Ende: Google-Nutzer erhalten langerwartete Funktionen


Jahrelang haben Google-Nutzer neidisch in Richtung USA geschaut. Denn dort gibt es die neuesten Updates immer zuerst. Damit ist jetzt Schluss, denn gleich mehrere neue Funktionen starten auf einmal auch bei uns.

Nicht nur ein kleines Update und keine Mini-Verbesserungen. Stattdessen zieht Google jetzt richtig große Register. Google bringt sein bislang größtes Gemini-Update nach Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Das steckt hinter den neuen Funktionen

Drei Features, die bisher nur US-Nutzern vorbehalten waren, kommen jetzt auch zu uns. Laut GoogleWatchBlog starten hierzulande Ask Home, Home Brief und die „Hilf mir beim Erstellen“-Funktion für Automatisierungen. Am spannendsten davon ist wohl Ask Home. Statt immer genau zu wissen, wie ein Gerät im System heißt oder in welchem Raum es steckt, könnt Ihr in Eurem Smart Home ab sofort ganz entspannt Fragen stellen. So sind zum Beispiel Fragen wie etwa „Welche Lichter sind gerade an?“ oder „Ist die Haustür abgeschlossen?“ möglich. Gemini checkt den Kontext und liefert Euch eine vernünftige Antwort.

Home Brief funktioniert ein bisschen wie eine tägliche Zeitung fürs Smart Home. Einmal pro Tag fasst die Funktion zusammen, was Eure Nest-Kameras so alles aufgezeichnet haben. Praktisch für alle, die keine Lust haben, stundenlang Videomaterial zu durchwühlen. Wer außerdem Google Home Premium abonniert hat, bekommt noch Gemini Live dazu. Und damit eine Art Echtzeit-Gespräch mit dem Sprachassistenten, das deutlich flüssiger und natürlicher wirkt als klassische Spracheingaben. Neu ist zudem die Live-Translation-Funktion: Damit übersetzt Gemini in Echtzeit zwischen 30 Sprachen.

Was sich bei Sprachbefehlen ändert

Google hat aber nicht nur neue Features spendiert, sondern auch ordentlich an der Performance geschraubt. Die am häufigsten genutzten Sprachbefehle, wie zum Beispiel „Mach das Licht an“, sollen jetzt bis zu 40 Prozent schneller reagieren als bisher. Und auch die Antworten klingen jetzt weniger wie ein Behördenschreiben: Statt „Ich habe einen Wecker für 9 Uhr eingestellt“ heißt es künftig einfach „Wecker auf 9 Uhr eingestellt“.

Obendrauf lassen sich jetzt mehrere Befehle auf einmal kombinieren. „Lösch meinen Timer und stell einen neuen auf 20 Minuten“ und Gemini erledigt beides in einem Rutsch. Außerdem kann man Wecker jetzt an echte Ereignisse koppeln, zum Beispiel an den Anpfiff eines Fußballspiels.

Auch bei den Automatisierungen hat Google nachgelegt: Im Automatisierungseditor der Google-Home-App gibt es neue Auslöser, Bedingungen und Aktionen. Dazu zählen etwa die Erkennung, ob der Backofen läuft, oder die Option, smarte Glühbirnen als Aufwachlicht einzurichten. Künftig sollen diese Möglichkeiten auch direkt über Ask Home und die „Hilf mir beim Erstellen“-Funktion nutzbar sein.



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