Künstliche Intelligenz
KIT-Forscher testen Kohlendioxid-speichernden Beton | heise online
Die Baustoffindustrie ist für rund acht Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen verantwortlich. Europäische Forscher entwickeln einen Baustoff, der sogar das Treibhausgas aus der Atmosphäre entfernen soll.
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Für die Kohlendioxidemissionen ist der Zement verantwortlich, genauer die Herstellung eines Ausgangsmaterials Zementklinker „Diese hohen Emissionen entstehen durch den Energieeinsatz bei der Produktion, aber vor allem auch durch die chemisch bedingte Entsäuerung von Kalkstein bei der Herstellung von Portlandzementklinker, dem am häufigsten verwendeten Bindemittel für Beton“, sagt Frank Dehn, Leiter des Instituts für Massivbau und Baustofftechnologie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Im Rahmen des europäischen Projekts C-SINC entwickeln Forscher aus Karlsruhe zusammen mit Kollegen aus Belgien, den Niederlanden und Spanien einen sauberen Zementersatz. Zement ist das Bindemittel für Beton. Koordiniert wird das Projekt von einem Industriepartner aus Schweden.
Magnesiumcarbonat statt Zementklinker
Die Forscher setzen dabei auf magnesiumhaltige Silikate, die in einem gezielten, beschleunigten Mineralisierungsprozess mit Kohlendioxid (CO₂) zu Magnesiumcarbonat reagieren. Das Magnesiumcarbonat soll dann als sekundärer zementärer Zusatzstoff den Zementklinker zum Teil ersetzen.
„Indem wir das dabei eingesetzte CO₂ gezielt aus Industrieabgasen abscheiden, also der Atmosphäre entziehen, kann Beton künftig nicht nur emissionsärmer werden, sondern aktiv als CO₂-Senke wirken“, sagt Dehn. „Das CO₂ wird nicht einfach gespeichert, es wird chemisch in ein Mineral eingebaut. Es bleibt fest gebunden und kann so über sehr lange Zeiträume nicht wieder entweichen.“
Ziel des Projekts ist, dass der saubere Beton in absehbarer Zeit als Baustoff zur Verfügung steht. Das KIT übernimmt dabei die Materialprüfung: „Wir untersuchen mithilfe von Strategien des Maschinellen Lernens und strukturmechanischer Modelle, wie sich das Bindemittel im Beton verhält, wie wir den Beton optimal zusammensetzen und wie er sich in der Praxis bewährt“, sagt Dehn. „Das machen wir in kleinem Maßstab, aber auch in realen, großen Bauteilen.“
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(wpl)
Künstliche Intelligenz
OpenAI sichert sich 122 Milliarden in einer der größten Finanzierungsrunden
OpenAI hat seine bislang größte Finanzierungsrunde über 122 Milliarden Dollar abgeschlossen und wird nun mit 852 Milliarden Dollar bewertet.
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Die Finanzierung wird von einer breiten Allianz aus Tech-Konzernen und Finanzinvestoren getragen. Laut Bloomberg hat Amazon 50 Milliarden Dollar investiert, während Nvidia und SoftBank jeweils 30 Milliarden beigetragen haben. Rund 35 Milliarden Dollar von Amazons Beteiligung sind daran geknüpft, dass OpenAI an die Börse geht oder das Ziel einer allgemeinen künstlichen Intelligenz erreicht, berichtet Bloomberg. Die restlichen 12 Milliarden stammen von Investmentfirmen sowie vermögenden Privatanlegern, die über Banken beteiligt wurden.
Parallel sollen Anteile des Unternehmens in börsengehandelte Fonds aufgenommen werden. Zudem hat OpenAI seine bestehende Kreditlinie auf rund 4,7 Milliarden Dollar ausgeweitet. Sie wird von einem internationalen Bankenkonsortium getragen und war zum Abschlusszeitpunkt noch ungenutzt. Damit diversifiziert OpenAI seine Finanzierungsquellen und verbreitert den Zugang zu Kapital über klassische Risikokapitalgeber hinaus.
Die Mittel sollen laut OpenAI vor allem in Rechenzentren und Chips, die Weiterentwicklung der KI-Modelle sowie den Ausbau von Produkten und der Plattform für Unternehmen und Entwickler fließen. Hierfür arbeitet OpenAI mit einem breiten Netzwerk an Partnern zusammen: Während Nvidia weiterhin die Grundlage der Infrastruktur bilden soll, setzt das Unternehmen auf mehrere große Cloud-Anbieter, Chipplattformen und Betreiber von Rechenzentren.
Die Finanzierungsrunde wird als möglicher Schritt in Richtung Börsengang interpretiert, ohne dass OpenAI selbst konkrete Pläne oder einen Zeitrahmen bestätigt hat.
OpenAI: Zwischen Wachstum und Kostendruck
Anlässlich der Ankündigung hat OpenAI auch neue Geschäftszahlen veröffentlicht. Demnach erzielt das Unternehmen inzwischen rund 2 Milliarden Dollar Umsatz pro Monat und verweist dabei auf mehr als 900 Millionen wöchentlich aktive ChatGPT-Nutzer sowie über 50 Millionen zahlende Abonnenten. Das Unternehmensgeschäft ist laut OpenAI ebenfalls gewachsen: Es macht inzwischen mehr als 40 Prozent der Einnahmen aus und soll sich bis Ende 2026 dem Endkundengeschäft annähern.
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Trotz monatlicher Milliardenumsätze ist OpenAI aber weiterhin weit von Profitabilität entfernt. Die hohen Kosten für Rechenleistung, Infrastruktur und Entwicklung dürften einen Großteil der Einnahmen aufzehren. Gleichzeitig mehren sich in der Branche Stimmen, die vor überzogenen Erwartungen und einer möglichen KI-Blase warnen, sollte sich das Wachstum nicht nachhaltig in Gewinne übersetzen lassen.
Dass sich OpenAI der finanziellen Herausforderungen bewusst ist, zeigen zwei jüngste strategische Schritte: die Einführung von Werbung und die Einstellung der Video-App Sora, deren Betrieb als besonders kostenintensiv galt und deren Monetarisierung unklar blieb.
Die aktuelle Strategie zielt laut OpenAI darauf ab, Anwendungen für Unternehmen und Entwickler stärker auszubauen. ChatGPT soll dabei als zentraler Zugangspunkt und Verbreitungskanal dienen, über den neue Funktionen direkt in Alltagsnutzung und den Unternehmenseinsatz überführt werden. Ziel sei es, die verschiedenen Funktionen in einer einheitlichen Anwendung zu bündeln, die ChatGPT, das Coding-Tool Codex, Browsing und agentische Funktionen zu einer „Super-App“ zusammenführt.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
Cyberpunk 2077: Neues VR-Spiel für Zero Latency-Spielhallen angekündigt
Nachdem CD Projekt Red Anfang des Jahres kostenpflichtigen VR-Mods für „Cyberpunk 2077“ einen Riegel vorgeschoben hatte, gibt es bald eine offizielle Möglichkeit, Night City in der Virtual Reality zu erleben. Der polnische Entwickler arbeitet mit dem VR-Anbieter Zero Latency an einer neuen Umsetzung des „Cyberpunk-2077“-Universums.
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Dabei soll allerdings keine direkte Portierung des ursprünglichen Rollenspiels erfolgen, sondern ein eigenständiges Erlebnis, das speziell für große VR-Spielstätten entwickelt wird. Zero Latency VR will dabei Atmosphäre und Stil der Vorlage aufgreifen, aber ein neues Abenteuer erzählen. Das Angebot soll weltweit erscheinen, einen konkreten Termin gibt es bisher nicht.
Free-Roam-VR setzt auf große Marken
CEO Tim Ruse erklärt in der Ankündigung, dass sich die Cyberpunk-Welt besonders für diese Form der VR eigne, weil sie sich „im Maßstab eines Menschen“ erkunden lasse. Technisch basiert das Projekt auf sogenannter Free-Roam-VR. Das bedeutet: Spielerinnen und Spieler bewegen sich mit VR-Brillen durch eine reale Fläche, während ihre Bewegungen direkt in die digitale Umgebung übertragen werden. Mehrere Personen teilen sich dabei denselben Raum und sehen einander als Figuren im virtuellen Szenario.
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Zero Latency setzt dabei auf drahtlose Headsets und Ganzkörpertracking für eine möglichst direkte Interaktion. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben mehr als 150 Standorte in über 30 Ländern und gilt als einer der größten Anbieter solcher VR-Arenen. In Deutschland gibt es VR-Spielstätten der Kette unter anderem in München, Hannover, Stuttgart und Duisburg.
Auch andere Anbieter verfolgen ähnliche Konzepte. Kooperationen mit etablierten Franchises sind dabei seit Jahren ein zentraler Trend in diesem Segment. Sandbox VR bietet beispielsweise VR-Erlebnisse zu „Stranger Things“ oder „Squid Game“ an, während das auf den nordamerikanischen Markt spezialisierte Banijay in Zusammenarbeit mit Univrse in Kürze eine „Black Mirror Experience“ starten will.
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(joe)
Künstliche Intelligenz
Feststoffzelle: Hartnäckiges Problem enträtselt | heise autos
Eine große Hoffnung auf dem Gebiet der Akku-Entwicklung für Elektroautos sind seit Jahren Zellen mit festem Elektrolyt. Robustes Material an dieser Stelle ist nicht nur entflamm- und auslaufsicher, es soll zudem höhere Ladeströme, einen weiteren Temperaturbereich und mehr Zyklen verkraften. Wenn dadurch die Vorkonditionierung fürs Laden und die Kühlung bei Stromentnahme entfallen, sinken Aufwand und Kosten, aber auch der Platzbedarf. Nicht nur die volumetrische Kapazität soll sich deutlich verbessern: Selbst konservative Entwickler erwarten dank Materialien mit höheren elektrochemischen Potenzialen eine gravimetrische Energiedichte von 400 bis 500 Wattstunden pro Kilogramm.
Das wäre eine Steigerung auf den doppelten Energiegehalt bei gleichem Gewicht heutiger NMC-Zellen von 200 bis 250 Wh/kg, was einem Elektroauto entweder eine deutlich höhere Reichweite oder eine kleinere, leichtere Batterie bringen würde. Nach einem ziemlichen Wirbel vor rund fünf Jahren ist es allerdings erstaunlich ruhig um die Feststoffzelle geworden. Nicht nur haben andere Technologien Boden gutgemacht, auch sind bei der Solid-State-Battery Probleme bis heute ungelöst geblieben.
„Gamechanger“ mit grundsätzlichem Problem
Für Thomas Schmall, Konzernvorstand Technik bei Volkswagen, hat die Feststoffzelle daher das „Potenzial, zu einem Gamechanger in der E-Mobilität zu werden.“ Vorserientests schienen das belegen zu können. Die Ankündigungen aller großen Hersteller waren in den vergangenen Jahren von ähnlich großem Optimismus getragen. So kündigte BMW 2021 etwa Feststoffspeicher „deutlich vor 2025“ an. Daimler und Stellantis verkündeten im selben Jahr ihre Kooperation. Daran, dass bis heute noch keine von ihnen in Großserie eingelöst wurde, zeichnet sich indes ab, dass es noch etwas länger dauern könnte, als in den Führungsetagen der Autoindustrie erhofft. Tatsächlich haben Feststoffzellen noch mindestens ein ungelöstes Problem.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Feststoffzelle: Hartnäckiges Problem enträtselt“.
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