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Wehen, Windeln, Werbung: Sechs Schwangerschafts-Apps im Test


Sie helfen dabei, den perfekten Namen fürs Baby zu finden, sich während der Schwangerschaft gut zu ernähren und die spannende Zeit für die Nachwelt festzuhalten: Apps für werdende und frischgebackene Eltern bieten Lösungen für verschiedenste Probleme, die künftige Mamas und Papas haben oder eventuell haben könnten.

Schwangerschafts-Apps vereinen gleich mehrere solcher Problemlöser: Sie informieren laufend über die Entwicklung des Babys in der aktuellen Schwangerschaftswoche, bieten anschauliche Größenvergleiche mit Obst oder Tieren und versammeln allerlei Helferlein vom Wehenzähler bis zum Arzt-Terminkalender. Doch das hat seinen Preis, denn Apps mit einer so klar umrissenen und potenziell kauffreudigen Zielgruppe ziehen Werbetreibende und Datensammler an.

  • Etliche Schwangerschafts-Apps wollen werdende Eltern unterstützen; manche Krankenkassen übernehmen App-Kosten.
  • Die Apps zeigen, wie sich das Baby mit jeder Woche entwickelt, und bieten nützliche Werkzeuge und Tipps.
  • Augen auf: Neben gezielter Werbung sind bei manchen Apps auch zweifelhafte Inhalte dabei.

Das muss aber kein Grund sein, die Apps links liegenzulassen. Wir haben uns für diese Marktübersicht sechs Angebote näher angesehen: Babelli, BabyCare und Keleya aus Deutschland, die verbreitete, aus Großbritannien stammende App „Schwangerschaft + Tracker-App“ (im Folgenden „Schwangerschaft+“ genannt) von Philips sowie die Apps Preglife aus Schweden und Sprout aus den USA, die in den Appstores ebenfalls hohe Downloadzahlen und gute Bewertungen haben. In diesem Artikel zeigen wir außerdem alternative Wege zur Schwangerschaftsbegleitung per App und fragen eine Expertin, was sie von solchen Apps hält.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wehen, Windeln, Werbung: Sechs Schwangerschafts-Apps im Test“.
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Bericht: USA haben Finanzierung von Technik gegen Internetblockaden eingestellt


Die Vereinigten Staaten haben unter Donald Trump die Finanzierung unterschiedlicher Projekte gegen Internetzensur und Internetsperren beendet, was für einige das Ende bedeuten dürfte. Das berichtet der Guardian unter Berufung auf eigene Recherchen. Demnach geht es um ein Programm, das abseits der Augen der Öffentlichkeit innerhalb von zehn Jahren deutlich mehr als 500 Millionen US-Dollar an derartige Projekte verteilt hat, allein 2024 seien 94 Millionen US-Dollar geflossen. 2025 habe es zumindest über die Hauptvergabestelle kein Geld gegeben. Welche Projekte betroffen sind, schreibt der Guardian nicht. Für die meisten sei es zu riskant, zuzugeben, dass sie Geld von der US-Regierung bekommen. Als Beispiel nennt die Zeitung den Signal-Messenger und den Tor-Browser.

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Laut dem Bericht wurde das Programm vom US-Außenministerium und der United States Agency for Global Media durchgeführt, letztere ist den drastischen Sparmaßnahmen von DOGE zum Opfer gefallen. Einen konkreten Namen hatte es demnach nicht, man habe ganz allgemein von „Internet Freedom“ („Internetfreiheit“) gesprochen. Das Geld sei an kleine Gruppen überall auf der Welt geflossen, die an Technik gearbeitet haben, um staatliche Internetkontrollen zu umgehen. Der Guardian nennt als Beispiele Myanmar, China, die Philippinen und den Iran. In der Islamischen Republik hat das Regime gerade erst massive Demonstrationen niedergeschlagen und danach eine wochenlange Internetsperre verhängt, damit keine Informationen darüber nach außen dringen.

Für die Betroffenen sei der Wegfall der finanziellen Unterstützung ein schwerer Schlag, zitiert der Guardian einen anonymen Experten: „Ich würde gerne in einer Welt leben, in der ein einzelnes US-Programm nicht so eine tragende Rolle spielt, aber das war es nun mal.“ Einige Projekte hätten mit Entlassungen reagiert, andere würden ohne Bezahlung weitermachen und darauf hoffen, dass künftig wieder Geld fließt. Aktuell würden alle einfach warten, hat demnach ein Aktivist aus dem Iran die Situation zusammengefasst. Teilweise gebe es jedoch die Hoffnung, dass künftig Geld aus Europa die Lücke füllen könnte, diesbezügliche Anträge seien gestellt. Noch sehe es aber danach aus, dass es für Regierungen leichter wird, das Internet zu blockieren.


(mho)



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„Dark Galaxy“: Neu entdeckte Galaxie besteht zu 99 Prozent aus Dunkler Materie


Eine internationale Forschungsgruppe hat eine Galaxie entdeckt, die zwar mit der Helligkeit von etwa einer Million Sonnen leuchtet, aber zu 99 Prozent aus Dunkler Materie besteht. Bei CDG-2 (Candidate Dark Galaxy-2) dürfte es sich um eine der am stärksten von Dunkler Materie dominierten Galaxien handeln, die jemals entdeckt worden sei, erklärt das Team. Gefunden wurde sie ausschließlich dank ihrer vier Kugelsternhaufen, die möglicherweise ihre gesamte Population ausmachen. Allein die sind demnach für 16 Prozent der Leuchtkraft der gesamten Galaxie verantwortlich. Unsere Milchstraße hat dagegen mehr als 150 solcher kugelförmig zusammenstehenden Sterne. Normalerweise entdeckt man zuerst die Galaxie selbst und dann ihre Sternhaufen.

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Nachdem die Kugelsternhaufen den entscheidenden Hinweis für das Vorhandensein der ungewöhnlichen Galaxie geliefert haben, hat die Forschungsgruppe mit den Weltraumteleskopen Hubble und Euclid sowie dem Subaru Telescope in Hawaii weitere Analysen vorgenommen. Damit habe man das „schwache, diffuse Leuchten“ entdeckt, das die Sternhaufen umgibt. Das habe man als „deutlichen Hinweis auf eine darunter liegende Galaxie“ gewertet. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass ein Großteil jener Materie, aus der normalerweise Sterne entstehen, wohl durch Interaktionen mit anderen Galaxien herausgezogen worden sei. Dabei geht es vor allem um Wasserstoffgas. Übrig geblieben ist demnach das ungewöhnliche Objekt, das fast vollständig aus Dunkler Materie besteht.

Dunkle Materie ist eine nicht experimentell beobachtete Form von Materie, die gemessene Bewegungen von Galaxien und Galaxienhaufen erklären soll. In der Wissenschaft geht man davon aus, dass es im Kosmos deutlich mehr Dunkle Materie als Standardmaterie gibt. Noch mehr entfällt demnach auf die nicht weniger rätselhafte Dunkle Energie. Auch wenn beide noch nicht beobachtet wurden, gelten die Theorien als akzeptiert, weil sie grundlegende Fragen beantworten. Trotzdem werden auch alternative Erklärungsversuche vorgebracht und es gibt astronomische Beobachtungen, die nicht zur Dunklen Materie passen wollen. Es wurden auch bereits Galaxien entdeckt, die größtenteils aus Dunkler Materie bestehen, CDG-2 gehört unter ihnen zu den größten. Vorgestellt wird die Entdeckung in The Astrophysical Journal Letters.


(mho)



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KIT-Forscher testen Kohlendioxid-speichernden Beton | heise online


Die Baustoffindustrie ist für rund acht Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen verantwortlich. Europäische Forscher entwickeln einen Baustoff, der sogar das Treibhausgas aus der Atmosphäre entfernen soll.

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Für die Kohlendioxidemissionen ist der Zement verantwortlich, genauer die Herstellung eines Ausgangsmaterials Zementklinker „Diese hohen Emissionen entstehen durch den Energieeinsatz bei der Produktion, aber vor allem auch durch die chemisch bedingte Entsäuerung von Kalkstein bei der Herstellung von Portlandzementklinker, dem am häufigsten verwendeten Bindemittel für Beton“, sagt Frank Dehn, Leiter des Instituts für Massivbau und Baustofftechnologie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Im Rahmen des europäischen Projekts C-SINC entwickeln Forscher aus Karlsruhe zusammen mit Kollegen aus Belgien, den Niederlanden und Spanien einen sauberen Zementersatz. Zement ist das Bindemittel für Beton. Koordiniert wird das Projekt von einem Industriepartner aus Schweden.

Die Forscher setzen dabei auf magnesiumhaltige Silikate, die in einem gezielten, beschleunigten Mineralisierungsprozess mit Kohlendioxid (CO₂) zu Magnesiumcarbonat reagieren. Das Magnesiumcarbonat soll dann als sekundärer zementärer Zusatzstoff den Zementklinker zum Teil ersetzen.

„Indem wir das dabei eingesetzte CO₂ gezielt aus Industrieabgasen abscheiden, also der Atmosphäre entziehen, kann Beton künftig nicht nur emissionsärmer werden, sondern aktiv als CO₂-Senke wirken“, sagt Dehn. „Das CO₂ wird nicht einfach gespeichert, es wird chemisch in ein Mineral eingebaut. Es bleibt fest gebunden und kann so über sehr lange Zeiträume nicht wieder entweichen.“

Ziel des Projekts ist, dass der saubere Beton in absehbarer Zeit als Baustoff zur Verfügung steht. Das KIT übernimmt dabei die Materialprüfung: „Wir untersuchen mithilfe von Strategien des Maschinellen Lernens und strukturmechanischer Modelle, wie sich das Bindemittel im Beton verhält, wie wir den Beton optimal zusammensetzen und wie er sich in der Praxis bewährt“, sagt Dehn. „Das machen wir in kleinem Maßstab, aber auch in realen, großen Bauteilen.“

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(wpl)



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