Connect with us

Künstliche Intelligenz

Donnerstag: Änderungen bei Google-Suche, USA gegen Datenhoheit anderer Länder


Die EU kritisiert Googles wettbewerbsfeindliche Suchergebnisse schon seit Längerem. Denn vertikale Suchdienste, etwa bei der Suche nach Hotels, werden vielfach unter Googles eigenen Diensten geführt. Um einer möglichen DMA-Geldbuße zu entgehen, sollen Konkurrenzangebote in der Google-Suche bald prominenter platziert werden, heißt es jetzt. Die Digitalgesetze der EU sind auch der US-Regierung ein Dorn im Auge. Nun wählt Washington im Vorgehen gegen die Datenschutzregulierungen anderer Länder einen konfrontativen Ansatz. Der US-Außenminister versendet eine interne Depesche, in der Diplomaten angewiesen werden, etwa Vorschriften zur Datenlokalisierung entgegenzuwirken. Derweil atmen die weltweiten Finanzmärkte auf, denn Nvidia liefert beim eigenen Geschäftsbericht neue Rekorde ab. Der Quartalsumsatz steigt auf 68 Milliarden US-Dollar, bei einem Nettogewinn von 43 Milliarden Dollar. Während GeForce-Grafikkarten schwächeln, steigt die Dominanz der Data-Center-Sparte – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die EU-Kommission wirft Googles Suchmaschine vor, in den Suchergebnissen eigene Dienste vorzuziehen und konkurrierende Angebote damit zu benachteiligen. Das betrifft vor allem vertikale Suchdienste, etwa für Hotels, Flüge und Restaurants. Doch jetzt heißt es, dass die Google-Mutter Alphabet entsprechende Änderungen bei den Suchergebnissen vorbereitet, um einer möglichen EU-Wettbewerbsstrafe aufgrund des Digital Markets Act (DMA) zuvorzukommen. Zwar ist die Untersuchung der EU bislang nicht abgeschlossen, aber Google plant offenbar, Konkurrenzangebote in Suchergebnissen prominenter zu platzieren. Das soll in Kürze innerhalb Europas eingeführt werden, wobei die Änderungen zunächst die Suche nach Unterkünften betrifft: Google ändert wohl bald Suchergebnisse – wegen drohender DMA-Strafe der EU.

Die EU-Digitalgesetze sind wohl auch ein Grund, dass die US-Regierung von Präsident Donald Trump ihre Diplomaten intern angewiesen hat, sich gegen Versuche von Regierungen zur Regulierung des Umgangs mit den Daten ihrer jeweiligen Bürgerinnen und Bürger durch US-amerikanische Technologieunternehmen einzusetzen. Initiativen zur Datenhoheit oder Datenlokalisierung würden „den globalen Datenfluss stören, die Kosten und Cybersicherheitsrisiken erhöhen, künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste einschränken und die staatliche Kontrolle in einer Weise ausweiten würden, die die bürgerlichen Freiheiten untergraben und Zensur ermöglichen könnte“. Dagegen soll jetzt wohl aggressiver vorgegangen werden, so ein Bericht: US-Regierung verstärkt Bekämpfung von Initiativen zur Datenhoheit.

Neuer Geschäftsbericht, neuer Rekord bei Nvidia: In nur drei Monaten steigt Nvidias Quartalsumsatz um 20 Prozent. Im Jahresvergleich steht ein Plus von 73 Prozent, obwohl der KI-Boom Ende 2024 längst begonnen hatte. Die Umsatzsteigerung geht fast eins zu eins in den Nettogewinn über: Er steigt um 35 Prozent. Die Ergebnisse zeigen: Nvidia baut seine Produktion zusammen mit dem Chipauftragsfertiger TSMC stetig weiter aus und verkauft seine Hardware fortlaufend zu hohen Preisen. Unterm Strich steht eine Bruttomarge von enormen 75 Prozent. Dabei hängt Nvidias Data-Center-Sparte alle anderen Geschäftsfelder immer weiter ab. Gaming-Produkte machen nur noch 5,5 Prozent von Nvidias Umsatz aus. Die Börse zeigt sich zufrieden: Nvidia übertrumpft seinen Rekord noch mal um 20 Prozent.

Ein Cyberkrimineller hat den KI-Chatbot Claude von Anthropic genutzt, um in die Netzwerke mexikanischer Regierungsbehörden einzudringen, und dabei nach Angaben von Cybersicherheitsexperten gewaltige Mengen sensibler Steuer- und Wählerinformationen gestohlen. Demnach hat der unbekannte Claude-User spanischsprachige Befehle für den Chatbot geschrieben, damit dieser Schwachstellen in Regierungsnetzwerken aufspürte, Computerskripte schrieb, um diese auszunutzen, und Wege fand, den Datendiebstahl zu automatisieren. Wenn Claude bei der Attacke auf Probleme stieß oder zusätzliche Informationen benötigte, wandte sich der Cyberkriminelle an ChatGPT von OpenAI, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen: KI-Chatbot Claude für Cyberangriff auf mexikanische Regierung genutzt.

Auf dem deutschen Online-Display- und Videowerbemarkt wurden 2025 mehr als 7,5 Milliarden Euro umgesetzt – ein Plus von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark zugelegt haben die Branchen Finanzen (+27 Prozent) und Dienstleistungen (+17 Prozent). Für 2026 wird ein weiteres Wachstum von 8,7 Prozent erwartet. Wichtigste Wachstumstreiber sind Programmatic Advertising und Online-Videowerbung. Videowerbung soll 2026 erstmals die klassische Display-Werbung überholen. Abseits der Wachstumszahlen beschäftigt die Branche, wie sich Nutzer verlässlich identifizieren lassen, seit Third-Party-Cookies in vielen Browsern kaum noch funktionieren. Deterministische IDs sollen es richten, aber diese benötigen angemeldete Nutzer: Online-Werbemarkt wächst, die Branche sucht einen Cookie-Ersatz.

In der heutigen Ausgabe der #heiseshow besprechen wir, warum BMW und Co. beim autonomen Fahren auf die Bremse treten. Ist BMWs Streichung der Level-3-Autonomie ein Rückschritt oder ein realistischer Kurswechsel? Warum tun sich die Autohersteller so schwer mit autonomem Fahren in Serienproduktion? Derweil hat Wikipedia hunderttausende Links zu Archive.today gesperrt, weil der Betreiber eine DDoS-Attacke gegen einen finnischen Blogger gefahren hat. Was genau ist passiert? In der EU stutzt Brüssel das Lieferkettengesetz erheblich zusammen – weniger Unternehmen, weniger Pflichten, weniger Kontrolle. Ist das eine pragmatische Anpassung oder ein Einknicken vor der Wirtschaftslobby? Was bleibt von den ursprünglichen Zielen übrig? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: Autonomes Fahren, Archive.today, Lieferkettengesetz.

Weiterlesen nach der Anzeige

Auch noch wichtig:

  • Mit der Galaxy-S26-Serie zeigt sich Samsung konservativ und ändert an der Hardware nur wenig. Das neue Privacy Display hat nur das S26 Ultra. Dieses Jahr schlägt Software Hardware: Samsung Galaxy S26, S26+ und S26 Ultra.
  • Das US-Verteidigungsministerium verlangt einen unbegrenzten Zugang zu Anthropics Claude-KI. Dafür hat das Pentagon der KI-Firma jetzt ein Ultimatum gestellt: Pentagon stellt Anthropic wegen KI-Technik ein Ultimatum und droht mit Kriegsgesetz.
  • Stripe wickelt für Unternehmen Zahlungen ab und ist 159 Milliarden US-Dollar wert. Jetzt hat das US-Unternehmen angeblich Interesse an PayPal bekundet: Nach Talfahrt der Aktie will Zahlungsabwickler Stripe wohl PayPal übernehmen.
  • Host Europe stoppt die Umstellung der E-Mail-Postfächer auf Microsoft 365 und setzt die Einstellung des Classic-Hosting-Angebots aus: Host Europe stoppt E-Mail-Umstellung auf Microsoft 365.
  • Die Document Foundation öffnet das 2022 eingefrorene Repository von LibreOffice Online wieder. Die Gründe von damals gelten als überholt: LibreOffice Online bekommt eine zweite Chance.
  • Fritz nutzt die Mobilgeräte-Messe MWC zur Ankündigung eines neuen Routers und seines bislang schnellsten Repeaters: Der Fritz-Repeater 6700 Pro wird Fritz‘ schnellster Repeater.
  • Die JavaScript-Bibliothek React steht nun unter dem Dach der Linux Foundation, eine neue Stiftung übernimmt Eigentum und organisiert künftig die Governance: Meta trennt sich von React und übergibt es der Linux Foundation.
  • Wegen der Gefahr eines internen Kurzschlusses mit Brandgefahr in ihren 70,5 kWh fassenden Batterien werden Mercedes-Benz EQA 250+ und EQB 250+ zurückgerufen: Mercedes EQA 250+ und EQB 250+ brauchen neue Akkus wegen Brandgefahr.
  • Das Weltraumteleskop James Webb forscht erst seit dreieinhalb Jahren. Trotzdem hat es dabei schon einen Riesenstern abgebildet, der inzwischen explodiert ist. Dieser ist für Webb sichtbar, für Hubble nicht: Stern vor Supernova könnte ein Rätsel lösen.
  • Das verglichen mit anderen Volvo-Modellen kleine E-SUV EX30 bewährt sich im Alltag. Doch an ein paar Dingen sollte der Hersteller arbeiten, so unser Erfahrungsbericht: Ein Jahr im Volvo EX30.
  • Der As2-Roboterhund von Unitree wiegt lediglich 18 kg, kann aber bis zu 15 kg an Gewicht transportieren. Er ist stark, schnell, widerstandsfähig: Unitrees As2 Roboterhund.
  • Eigentlich sollte man bei jeder iOS-App sehen können, dass Kamera- oder Mikrofonaufzeichnung laufen. Predator, ein Spionageprogramm, hackt diese aber: Spyware kann Kamera- und Mikrofonanzeige beim iPhone abdrehen.


(fds)



Source link

Künstliche Intelligenz

Elektronische Patientenakte: Weiterer Aktensystemanbieter in der Zulassung


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Bisher gibt es zwei Aktensysteme für die elektronische Patientenakte (ePA), eines vom Konsortium Rise und Bitmarck und eines von IBM. Nun befindet sich mindestens ein weiteres Aktensystem in der Zulassung, wie zwei unabhängige Quellen gegenüber heise online bestätigten.

Weiterlesen nach der Anzeige

Laut weiteren Informationen, die dem „Dienst für Gesellschaftspolitik“ (dfg) vorliegen, befindet sich seit Anfang April ein weiteres Aktensystem in der Testphase, das gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) entwickelt wird. Diese dritte ePA-Lösung ist demnach für die elf Ortskrankenkassen (AOKen) vorgesehen. Die AOK hatte bereits für seine aktuelle ePA-Implementierung EY beauftragt, wobei IBM als Subunternehmer eingebunden war. Der Vertrag mit IBM soll nun jedoch beendet werden.

Stattdessen soll dem Bericht zufolge künftig ein Konsortium aus verschiedenen Unternehmen die Leistungen übernehmen. Die bislang seitens heise online angefragten Unternehmen – darunter Krankenkassen, die Kunden von IBM sind, wie die AOK, sowie beteiligte Unternehmen wie EY – haben sich dazu bisher nicht geäußert.

Mitte April 2026 soll ein erster Connectathon stattfinden, wie aus einer vom dfg veröffentlichten Folie aus einem Gematik-Termin hervorgeht. Bei dem Termin will die Gematik die drei Lösungen für eine kommende ePA-Version vergleichen. Parallel laufen eigenverantwortliche Tests der Hersteller und Gutachterprüfungen.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kritik an der Stabilität der Telematikinfrastruktur gegeben. Besonders kritisch sind Störungen beim E-Rezept-Fachdienst, den ebenfalls IBM betreibt. Auf Presseanfragen von heise online reagierte das Unternehmen bisher nicht. Bislang ist IBM der Aktensystemhersteller für die meisten Versicherten, zu den Kunden gehören unter anderem die AOKen und die Techniker Krankenkasse sowie die Barmer. Laut Informationen von dfg haben nahezu alle betroffenen Kassen ihre Verträge zum 30. Juni 2027 gekündigt oder planen das.

Weiterlesen nach der Anzeige

Bereits der Start der „ePA für alle“ am 15. Januar 2025 war IBM nur unter großem Druck gelungen. Sowohl Bitmarck als auch IBM hatten immer wieder Kompatibilitätsprobleme. Bei der AOK Bayern kam es beim Übertragen von Patientenakten bei Kassenwechseln zu Problemen. Akten wurden bei der Migration zwischen Kassen zwischenzeitlich gelöscht. Ende März hieß es von der Krankenkasse gegenüber heise online, dass der Prozess der Wiederherstellung der Akten noch laufe.


(mack)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Speicherkrise in Deutschland: Unser Abstieg in die Bedeutungslosigkeit


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Ohne Speicher lungert auch der teuerste Prozessor arbeitslos im Serverrack. Eine simple Erkenntnis, die den Entscheidern entgangen sein muss. Leicht zu verstehen, ist technische Ahnungslosigkeit doch so etwas wie die Eintrittskarte in ihre Kreise. Bei der Vorstellung der deutschen Rechenzentrumsstrategie am 18. März durch zwei Bundesminister war von der Energie bis zur Gewerbesteuer alles ein Thema, nur die Hardware nicht. DRAM, SRAM, Flashspeicher und Festplatten sind teuer wie nie und schwer zu bekommen. Alternativen aus heimischer Produktion sucht man inzwischen vergeblich.

Weiterlesen nach der Anzeige


Ein Kommentar von Bernd Schöne

Ein Kommentar von Bernd Schöne

Bernd Schöne ist freier Journalist der Informationstechnik.

Das Credo der Politik: Die Industrie soll sich selbst helfen. Fragt sich nur, wie. Heimischen Unternehmen mit Hunderten Millionen Umsatz stehen US-Giganten mit Milliardenvermögen gegenüber. Sie reagieren durch Leerkauf des Angebots durch nahezu unerschöpfliche Geldpfründe. Mit genug Cash treiben sie das größte Bauprogramm der IT-Geschichte, ja vermutlich der Industriegeschichte, voran. Allein Meta will 70 Milliarden Dollar in sein Hyperion-Rechenzentrum stecken, das so groß werden soll wie der Kern von Manhattan. Die anderen Hyperscaler planen in ähnlichen Dimensionen den Turmbau zum KI-Babylon. Da wird Hardware zum Spekulationsobjekt.

Die Speicherhersteller gedenken, die Nachfrageorgie maximal auszukosten. Die Produktion bleibt gedrosselt und eiskalt wechselt man in den Fabs zu den teuersten Speicherchips. Die sind maßgeschneidert für KI. Soll der Rest der Industrie doch sehen, wie er überlebt.

Zentraleuropa hat sich binnen einer Generation vom industriellen Komplettanbieter über das Ingenieurbüro der Welt zum reinen Absatzmarkt für fernöstliche Elektronikprodukte gewandelt. Nixdorf und AEG-Telefunken sind längst Industriegeschichte. Wer Zweifel ob der Sinnhaftigkeit der Selbstverzwergung anmeldete, galt als Abtrünniger der Globalisierung. Der Kunde sei König und die Preise kennen nur den Weg nach unten. Bis nur noch quersubventionierte Staatsunternehmen als Anbieter übrig sind. Als eine der letzten Fabrikationsstätten schloss Fujitsu-Siemens 2008 sein blitzsauberes und technisch hochstehendes Werk für PCs und Server in Augsburg. Ein Marktsegment zu verlassen, geht ganz schnell. Später wieder einzusteigen, ist trotz Subventionsmilliarden vom Staat nahezu unmöglich. Das zeigt der Investorenhickhack in Magdeburg und Dresden.

Die neu entstandenen Abhängigkeiten erstrecken sich längst von wichtigen Rohstoffen wie hochreinem Silizium und seltenen Erden bis hin zur simplen Fähigkeit, moderne Fabrikationsstätten zu unterhalten. „Wie viele gut ausgebildete Fab-Ingenieure sind am Standort verfügbar?“, fragen höflich lächelnde Asiaten und US-Aktienprofis, wenn es um mögliche Investitionen in Deutschland geht – wohl wissend, dass wir hier blank sind. Längst geht es nicht mehr ohne Zusammenarbeit mit TSMC, Samsung und GlobalFoundries. Denn die wissen, wie man eine solche Fab betreibt. Und wir nicht. Doch ohne Fürsorge und Kapital vom Staat wäre auch TSMC in Taiwan nie zu dem geworden, was es heute darstellt. Verdient wurde das Startkapital durch Billigprodukte, hergestellt unter teilweise abenteuerlichen Umständen.

Weiterlesen nach der Anzeige

In China sitzen Ingenieure auf den Regierungsbänken, in Deutschland Juristen. Asiatische Konzerne sehen sich als Patrioten. Bei uns regiert Shareholder-Value. Japaner, Chinesen und Koreaner mögen sich nicht, halten gegen den Westen aber zusammen. In der EU grassiert dagegen der blanke Futterneid. Zwar arbeiten die Fabrikationsstätten von Intel, TSMC und Samsung mit Wafer-Steppern von ASML aus den Niederlanden mit Optiken von Zeiss aus Deutschland. Doch kleinliche Kirchturmpolitik verhindert bis heute, die vorhandenen Fähigkeiten zu einer konkurrenzfähigen Fabrikationsstätte für Prozessoren und Speicher in Europa zusammenzuführen. Dazu müsste man sich etwa auf einen Standort einigen. Stattdessen bastelt jedes Land, ja jedes Bundesland, an eigenen Zukunftsplänen, weit davon entfernt, die finanziellen oder intellektuellen Möglichkeiten zur erfolgreichen Umsetzung zu besitzen.

Anders in China. Dort formulierten die mehr als 5000 Delegierten des Nationalen Volkskongresses gerade den neuen Fünfjahresplan. Ganz oben steht die nationale Souveränität bei den Themen IT und KI. Xi Jinping setzt auf die Entwicklung „neuer Produktivkräfte“ durch KI, um der Konkurrenz Saures zu geben. Die Speicherkonzerne wollen aktuell nur das Geld der früheren Kolonialherren. China will mehr, sehr viel mehr.

Die Krise ist hausgemacht und nicht Teil einer sinistren Verschwörung. Doch für den bereits arg gebeutelten Mittelstand könnte eine lang anhaltende Speichermarktkrise eine Belastung zu viel sein, wenn der Hardwarenachschub ausbleibt oder unbezahlbar wird. Vielleicht platzt aber zwischenzeitlich der KI-Boom und große Mengen nicht mehr benötigter Hardware drücken die Preise auf ein erträgliches Niveau. Hoffen wir also auf ein Wunder.


(axk)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Digitales EU-Grenzsystem startet überall – Passstempel passé


Das digitale Ein- und Ausreisesystem für Menschen ohne EU-Pass soll ab heute an allen Grenzübergängen des europäischen Schengen-Raums funktionieren. Laut EU-Kommission erfasst das Verfahren mehr Daten als bisher und bekämpft dadurch Kriminalität sowie Terrorismus. Mehrere deutsche Flughäfen haben das System schon vor einigen Monaten eingeführt.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das sogenannte Entry-Exit-System (EES) an den EU-Außengrenzen speichert etwa biometrische Daten, also Fingerabdrücke und Gesichtsbilder. Der Stempel im Pass entfällt dagegen. Die strengeren Vorschriften für Reisende ohne die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedslands gelten künftig an allen Grenzübergängen von 25 EU-Staaten sowie von Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. In Deutschland sind besonders Flughäfen sowie Seeaußengrenzen von der Umstellung betroffen.

Die Mitgliedsländer haben das System seit Oktober 2025 schrittweise eingeführt. In manchen Staaten scheint es aber noch immer technische Probleme zu geben, wie die EU-Kommission einräumte. Deutschland sei dagegen ein „Musterschüler“. Besonders an den deutschen Flughäfen sind nach Angaben der EU-Kommission durch das System bisher über 2000 Reisen verweigert worden.

Im gesamten Schengen-Raum wurden demnach etwa 27.000 Reisen verwehrt, mehr als 700 Personen identifizierte das Verfahren seit Oktober demnach als Sicherheitsrisiko. EU-Innenkommissar Magnus Brunner teilte mit, die digitalen Grenzkontrollen seien ein wichtiger Meilenstein für den europäischen Außengrenzschutz.

Insbesondere Fluglinien und Flughäfen warnen zum Teil vor längeren Wartezeiten und Störungen im Ablauf durch das neue Verfahren. Zuletzt forderte Ryanair-Chef Michael O’Leary in der Londoner Zeitung The Times, das neue System erst nach der Sommersaison einzuführen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anfang des Jahres protestierten Lastwagenfahrer aus den südosteuropäischen Ländern mit Grenzblockaden gegen die strenger durchgesetzten EU-Aufenthaltsregeln. Sie seien mit ihrem Beruf inkompatibel.


(dmk)



Source link

Weiterlesen

Beliebt