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Künstliche Intelligenz

Top 10: Das beste Foldable-Handy im Test – Tablets für die Hosentasche


Google Pixel 10 Pro Fold im Test: Das erste Foldable-Smartphone mit IP68

Exzellente Kamera, mehr Leistung und Akkulaufzeit sowie kompletter Staubschutz: Das Google Pixel 10 Pro Fold bietet ein starkes Gesamtpaket als Foldable-Smartphone.

VORTEILE

  • IP68
  • Top-Kameras am Tag
  • 7 Jahre Software-Updates
  • praktische KI-Funktionen & Splitscreen
  • hochwertige Verarbeitung

NACHTEILE

  • CPU hinkt hinter Konkurrenz her
  • spürbarer Innenknick
  • Kameras schwächeln bei Dunkelheit
  • teuer

Exzellente Kamera, mehr Leistung und Akkulaufzeit sowie kompletter Staubschutz: Das Google Pixel 10 Pro Fold bietet ein starkes Gesamtpaket als Foldable-Smartphone.

Mit dem Pixel 10 Pro Fold bringt Google ein Foldable, das als erstes seiner Art nach IP68 nicht nur wasser-, sondern auch vollständig staubdicht ist. Die Konkurrenz kommt bislang nur auf IP59 bei Honor oder IP48 bei Samsung. Schon der Vorgänger hat uns mit seinem rutschfesten Formfaktor und der exzellenten Kamera überzeugt, lediglich der Google-SoC lag in puncto Leistung etwas hinter der Konkurrenz zurück.

Design

Optisch hat sich gegenüber dem Pixel 9 Pro Fold kaum etwas getan. Zusammengeklappt ist es mit 11 mm am Gehäuse (15 mm inklusive Kameraelement) etwas dicker als ein gewöhnliches Smartphone – und auch als die schlanke Foldable-Konkurrenz von Samsung und Honor.

Die Abmessungen betragen 155,2 × 76,3 × 10,8 mm im geschlossenen, 155,2 × 150,4 × 5,2 mm im aufgeklappten Zustand. Damit wirkt das Foldable angenehm schlank, ohne ganz an die dünnsten Konkurrenten heranzureichen. Mit 258 g ist es zudem deutlich schwerer als ein typisches Flaggschiff-Smartphone, trägt in der Hosentasche aber dennoch nicht übermäßig auf.

Das Gehäuse besteht aus Metall, die Rückseite aus mattiertem Glas. Die polierte Scharnierseite setzt einen optischen Akzent und bleibt selbst mit der Hülle sichtbar, zeigte im Test aber keine Kratzer.

Google hat das Scharnier überarbeitet und besser gegen Staub und Wasser abgedichtet, weshalb das Pixel 10 Pro Fold nun nach IP68 zertifiziert ist. Das soll die Lebensdauer von Scharnier und Display erhöhen. Im Test arbeitete der Mechanismus unauffällig: kein Knirschen, keine Fremdkörper, ein satter Klappvorgang, der das Display stabil in Position hält. Zwischen den Displayhälften bleibt nahe des Scharniers jedoch ein kleiner Spalt, durch den Schmutz trotz Staubschutz eindringen kann – etwa am Strand ist also weiterhin Vorsicht geboten.

Der robuste Klappmechanismus hat auch Nachteile: Die beiden Hälften ziehen früh und deutlich in ihre Endposition. Nutzt man das Foldable etwa im Zug wie einen Laptop und möchte die obere Hälfte weit nach hinten klappen, öffnet sich das Gerät ab knapp 120 Grad komplett. Zudem ist beim Zusammenklappen etwas Kraft nötig.

Display

Zusammengeklappt bietet das Pixel 10 Pro Fold ein 6,4-Zoll-Display, aufgeklappt sind es üppige 8 Zoll. Die Ecken sind stark abgerundet, zudem wirken die Ränder etwas dicker als etwa bei Honor.

Das Außen-Display misst 6,4 Zoll, löst mit 2364 × 1080 Pixeln bei 406 ppi auf und bietet bis zu 120 Hz Bildwiederholrate. Mangels LTPO-Technologie kann es jedoch nur auf 60 Hz herunterregeln. Der deutlich schmalere Rand zum Scharnier hin sorgt für einen stimmigeren Look und erleichtert die Bedienung im zugeklappten Zustand.

Die Helligkeit liegt laut den Kolleginnen und Kollegen der c’t punktuell bei rund 2300 cd/m² – hell genug, um im Freien gut ablesbar zu sein, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau des Pixel 10 Pro. Der Fingerabdrucksensor sitzt im Power-Button und arbeitet unauffällig, unterstützt von einer flotten Gesichtserkennung bei guter Beleuchtung.

Das innere Display misst 8 Zoll und kommt im nahezu quadratischen 1:1-Format. Es löst mit 2152 × 2076 Pixeln bei 370 ppi etwas geringer auf als das Außen-Display, bietet im Alltag aber dennoch ein gestochen scharfes Bild. Typisch für Foldables ist die sicht- und spürbare Falte in der Mitte, inklusive kleiner Erhebung, die beim Wischen leicht stört. Die weiche Schutzschicht neigt zu feinen Einkerbungen, etwa durch Fingernägel – ein bekanntes Foldable-Problem, das man vor dem Kauf einkalkulieren sollte.

Mit bis zu 2600 cd/m² punktuell und rund 1790 cd/m² vollflächig ist das Innen-Display strahlend hell und bleibt auch in der Sonne gut ablesbar. Es erreicht bis zu 120 Hz Bildwiederholrate und kann dank LTPO zur Stromersparnis dynamisch bis auf 1 Hz herunterregeln.

Kamera

Das Pixel 10 Pro Fold übernimmt die Kameraausstattung des Vorgängers: eine 48-Megapixel-Hauptkamera, ein 10,5-Megapixel-Ultraweitwinkel und eine 10,8-Megapixel-Telekamera mit 5-fach optischem Zoom. Beim Ultraweitwinkel ist es damit sogar leicht schwächer aufgestellt als das kleinere Pixel 10.

Die Hauptkamera liefert den typischen Pixel-Look mit hoher Schärfe und vielen Details – auf Augenhöhe mit anderen High-End-Smartphones. Deutlich schwächer ist die Ultraweitwinkelkamera, die weniger Details einfängt.

Die Telekamera liefert bis zur 5-fach-Vergrößerung exzellente Aufnahmen und bleibt auch mit digitaler Unterstützung bei 10-fachem Zoom nahezu verlustfrei bei der Qualität. Bei 20-facher Vergrößerung ist bereits Schluss – den 100-fachen KI-Zoom gibt es nur beim Google Pixel 10 Pro. Bei wenig Licht bauen die Kamera sichtbar ab. Bildrauschen nimmt deutlich zu, Motive wirken teils stark geglättet – besonders bei Ultraweitwinkel und Tele ist das klar zu erkennen.

Die Selfie-Kameras sind mehr als ordentlich, setzen aber keine Maßstäbe. Wer möchte, kann für Selfies im aufgeklappten Zustand die Hauptkamera nutzen und sich dabei auf dem Außen-Display anzeigen lassen. Videos gelingen in ansprechender Qualität mit bis zu 4K bei 60 FPS.

Letztlich bietet das Google Pixel 10 Pro Fold eine der besten Kameras unter den Foldables, kommt aber klar nicht an das Pixel 10 Pro heran – vor allem nicht beim Zoom und bei schlechtem Licht.

Ausstattung

Im Pixel 10 Pro Fold steckt Googles eigener Tensor G5 aus TSMC-3-nm-Fertigung. Er ist deutlich effizienter und 30 bis 50 Prozent schneller als der Vorgänger, bleibt aber in CPU- und Grafikbenchmarks hinter den Top-Chips von Apple und Qualcomm und landet nur im oberen Mittelfeld. Features wie modernes Vulkan und Raytracing fehlen teils.

Die Kollegen der c’t erzielten bei 3DMark Wild Life Extreme einen Wert von rund 3400 Punkten. Das ist an sich solide, liegt aber deutlich unter der Konkurrenz, die weit über 6000 Punkte in dem Test schafft.

Im Alltag merkt man davon eher wenig: Mit 16 GB RAM laufen Apps flott, Multitasking auf dem großen Display funktioniert problemlos, nur sehr anspruchsvolle Spiele bremsen gelegentlich. Positiv: Das Gerät bleibt vergleichsweise kühl und drosselt unter Dauerlast weniger stark als viele Konkurrenzmodelle.

Bei den Schnittstellen ist alles auf Top-Niveau: USB-C 3.2, Wi-Fi 7, 5G, Bluetooth 6.0, NFC und UWB sind an Bord. Die Ortung gelingt präzise per Multiband-GNSS. Die Lautsprecher klingen klar und differenziert, der Fingerabdrucksensor in der Power-Taste reagiert flott.

Software

Das Pixel 10 Pro Fold kommt mit Android 16 und soll sieben Jahre Sicherheitsupdates erhalten. Die Oberfläche ist pures Google-Android mit starkem KI-Fokus und einigen Pixel-Exklusivfunktionen: Live-Übersetzung von Anrufen (per lokalem Sprachmodell), generative Bildbearbeitung in Pixel Studio, KI-gestützte Spam-Abwehr sowie die Möglichkeit, Inhalte per Einkreisen zu suchen. Screenshots werden automatisch analysiert, sodass sich abfotografierte Texte direkt über die Fotos-App finden lassen.

Google nutzt das Klappdesign des Pixel 10 Pro Fold vorwiegend in der Kamera-App gut aus: Selfies mit der Hauptkamera und zusätzliche Vorschaubilder gelingen komfortabel, kleine Tricks wie Kinder-Animationen auf dem Außen-Display sind nette Dreingaben. Zwei Apps lassen sich nebeneinander anzeigen und per Schnellstartleiste bequem öffnen, mehr als zwei Apps sind jedoch nicht möglich und eine stufenlose Aufteilung fehlt. Drag-and-drop etwa von Links zwischen Fenstern funktioniert nicht.

Nur wenige Anwendungen bieten sinnvolle Spezialansichten für den 1:1-Bildschirm, viele wirken eher aufgeblasen – selbst Googles eigene Apps wie Gmail mit ihrem wenig hilfreichen zweispaltigen Layout. Auch Videos profitieren wenig vom großen Display, da breite schwarze Balken einen großen Teil des Bildschirms einnehmen.

Akku

Das Pixel 10 Pro Fold läuft dank größerem 5000-mAh-Akku und effizienterem Chip länger als der Vorgänger, bleibt aber hinter Top-Geräten wie Galaxy Z Fold 7 und iPhone 17 Pro zurück. Im Videotest der Kollegen von der c’t auf dem Innen-Display hält es rund 10 Stunden, beim Youtube-Streaming immerhin 19 Stunden, im Spiele-Dauertest etwa 19,5 Stunden.

Nutzt man vorwiegend das Außen-Display, steigen die Laufzeiten um etwa 10 Prozent. Im Alltag reicht das für einen intensiven Tag, zwei Tage gelingen nur bei sparsamer Nutzung. Per Kabel lädt der Akku in 30 Minuten auf 50 Prozent und in rund 1,5 Stunden komplett auf. Kabellos dauert es länger, bietet dank Qi2 aber eine magnetische Ausrichtung am Ladepuck.

Preis

Die UVP beginnt bei stolzen 1899 Euro für das Modell mit 256 GB. Mit 512 GB sind es 2029 Euro, mit 1 TB sogar 2289 Euro. Mittlerweile bekommt man die Variante mit kleinem Speicher schon ab 1399 Euro. Mit 512 GB sind es rund 1826 Euro. Als Farben gibt es Moonstone (Dunkelgrau) und Jade (Hellgrün). Das Google Pixelsnap Case gibt es ab 50 Euro.

Fazit

Das Google Pixel 10 Pro Fold macht im Vergleich zum Vorgänger keine großen Sprünge, sondern wirkt eher wie eine behutsame Modellpflege. Positiv sind der siebenjährige Software-Support, pures Android mit frühen Updates und vielen KI-Funktionen. Die Verarbeitung ist sehr solide, zudem ist es das erste Foldable mit IP68-Zertifizierung und damit staubdicht – für den Strand empfehlen wir es trotzdem nicht.

Die Kamera überzeugt bei Tageslicht mit guter Qualität und starkem Zoom, bleibt aber hinter dem Pixel 10 Pro zurück: Hybridzoom gibt es nur bis Faktor 20, bei wenig Licht bricht die Bildqualität sichtbar ein. Performance und Akkulaufzeit sind gut, aber nicht herausragend – im Vergleich zu Samsung und Honor gerät das Pixel hier ins Hintertreffen, zumal der Preis hoch angesetzt ist.

Wer aber unbedingt ein Foldable möchte und Fan von purem Android sowie den neuesten Google-Features ist, trifft mit dem Pixel 10 Pro Fold eine gute Wahl. Mehr Details und Testergebnisse sowie weitere Bilder gibt es bei den Kollegen der c’t im Plus-Artikel: Google Pixel 10 Fold im Test – staubfestes Klapp-Smartphone.



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„Keine plausible Klage“: xAI-Klage gegen OpenAI ist vorerst abgewiesen


Ein US-Bundesgericht hat die Klage von Elon Musks KI-Unternehmen xAI gegen den Konkurrenten OpenAI, in der es um den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen geht, vorerst abgewiesen. xAI habe keine Tatsachen vorbringen können, die den Vorwurf stützen, dass OpenAI die ehemaligen xAI-Mitarbeiter zum Diebstahl von Firmengeheimnissen angestiftet habe, heißt es in dem Gerichtsbeschluss. Das Gericht gibt damit OpenAIs Antrag auf Einstellung des Verfahrens vorübergehend statt, lässt xAI aber noch eine Chance bis zum 17. März, die Klageschrift nachzubessern (US District Court Northern California 3:25-CV-08133).

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xAI hatte im September des vergangenen Jahres wegen des vermeintlichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen Klage gegen OpenAI eingereicht. Demnach sollen ehemalige Angestelle von xAI, die jetzt bei OpenAI arbeiten, Geschäftsgeheimnisse mitgenommen haben. OpenAI weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet die Klage als Belästigungskampagne seitens xAI.

Die Vorwürfe in der Anklageschrift richteten sich nicht das Unternehmen OpenAI, sondern individuelle Abgestellte, führt die Richterin aus. xAI behaupte nicht, dass OpenAI ihnen den Diebstahl der Betriebsgeheimnisse aufgetragen hätte. „xAI kann zwar Ansprüche wegen Veruntreuung gegen einige seiner ehemaligen Mitarbeitenden geltend machen, erhebt jedoch keine plausible Klage wegen Veruntreuung gegen OpenAI, das in diesem Fall der einzige Angeklagte ist“, schreibt die Richterin weiter. Die Klage weist sie daher ab.

Neben dem Unternehmen hinter ChatGPT hat xAI auch eine separate Anklage gegen Xuechen Li, einen ehemaligen Mitarbeiter der Firma erhoben, berichtet Reuters. Er habe zugegeben, den gesamten Programmcode von xAI gestohlen zu haben, heiße es in der Anklageschrift. xAI fordere daher eine einstweilige Verfügung gegen Lis Beschäftigung bei OpenAI.

Anfang 2026 hat Musk OpenAI und dessen Partner Microsoft auf bis zu 134 Milliarden US-Dollar Schadensersatz verklagt, davon allein 109,4 Milliarden von OpenAI. Die Unternehmen hätten durch seine frühere Beteiligung an der ChatGPT-Entwicklung sowie durch von Musk beigesteuertes Risikokapital unrechtmäßige Gewinne erzielt. Die Unternehmen haben die Klage angefochten. Die ersten Anhörungen werden nach Informationen von Reuters im April erwartet.

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Im Vergangenen Jahr hatte xAI unter Berufung auf das Kartellrecht zudem Klage gegen Apple und OpenAI erhoben. Die Unternehmen sollen sich zur Wettbewerbsbehinderung gegen Grok verbündet haben.


(mho)



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„Höhepunkt des Wahnsinns“: Analyse zerpflückt Pläne für Rechenzentren im All


Der Ansturm auf die Entwicklung von Rechenzentren in der Erdumlaufbahn hat einen „Höhepunkt des Wahnsinns“ erreicht und bringt die Gefahr mit sich, dass die teilhabenden Akteure den dringend nötigen Ausbau der Infrastruktur auf der Erde vernachlässigen. Das ist das Fazit einer Analyse von Gartner zu Plänen für „orbitale Rechenzentren“, mit denen sich zuletzt nicht nur Elon Musk hervorgetan hat. Solche Strukturen „sind wirtschaftlich nicht rentabel, können mit terrestrischen Rechenzentren nicht mithalten und bleiben hinter flüssigkeitsgekühlten sowie mit Atomenergie betriebenen Anlagen, die ans Netz angeschlossen sind, zurück“, heißt es darin in eindeutigen Worten. Wer daran arbeite, vergeude nicht nur Geld, sondern Zeit.

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Die Vorstellung, dass man Daten von der Erde ins All sendet, damit sie dort verarbeitet und wieder zur Erde zurückgesendet werden, sei „nicht realisierbar“, weil die Übertragungsraten einen Flaschenhals darstellten, heißt es in der Analyse, die heise online vorliegt. Als weiteres Hindernis werden die hohen Kosten für den Start von Nutzlast ins All aufgeführt. Schließlich fühlt sich Autor Bill Ray bemüßigt, daran zu erinnern, dass im All Vakuum herrsche. Dort gebe es keine Luft, über die Wärme abgeleitet werden kann. Stattdessen sei man auf ineffiziente und langsame Alternativen angewiesen, etwa mithilfe von Ammoniak. Für die Wartung einer derart komplexen Infrastruktur müssten statt Astronauten künftig Ingenieure ins All geschickt werden: „Eine Fähigkeit, die gegenwärtig nicht existiert.“

Während orbitale Rechenzentren aus diesen Gründen unrealistisch seien, bestehe die Gefahr, dass bei der Arbeit daran bessere Alternativen und essenzielle Investitionen vernachlässigt werden, heißt es weiter. Dabei verweist der Autor etwa auf Rechenzentren, die im Wasser versenkt werden. Solche hat beispielsweise Microsoft entwickelt. Auch an abgelegenen Orten wie der Arktis, Island oder in den Wüsten Saudi-Arabiens könnten Rechenzentren ohne allzu hinderliche Genehmigungsprozesse errichtet werden. Sollte jetzt aber die „Blase“ um Rechenzentren im All zu lange anhalten, bestünde die reale Gefahr, dass die terrestrische Infrastruktur nicht umfassend genug ausgebaut wird.

Dass sich aus den Plänen für orbitale Rechenzentren ein neues Wettrennen ins All entwickeln könnte, deutet sich seit einer Weile an. Projekte gibt es unter anderem bei Google und Amazon, am lautesten ist aber einmal mehr Elon Musk. Der behauptet, dass der Erdorbit schon in wenigen Jahren der günstigste Ort für KI-Rechenzentren sein werde. Das sieht man bei Gartner anders. Trotzdem will der Analyst nicht ausschließen, dass er Unrecht hat. Wer Sorge habe, etwas zu verpassen, solle die Kosten für den Transport von Nutzlast ins All im Auge behalten. Aber nur ein signifikanter Preisverfall könnte darauf hindeuten, dass er nicht ganz richtig lag. Die restlichen Probleme blieben würden dann aber. Möglich sei auch, dass die Politik derartige Projekte vorantreibe, „unabhängig von der Rentabilität“.

Selbst wenn orbitale Rechenzentren für die Verarbeitung von terrestrischen Daten nicht effizient genutzt werden könnten, solle man im Blick behalten, ob die Arbeiten daran Innovationen zutage förderten, schreibt der Gartner-Analyst noch. Dabei bezieht er sich auf Technik für die Kommunikation zwischen Satelliten. Auch die Arbeit an Kühlsystemen könnte Erfindungen mit sich bringen. Schließlich erwartet er noch, dass im Zuge der Arbeit innovative Verfahren entwickelt werden, um Rechenaufgaben auf mehrere Satelliten verteilen zu können. Im All selbst dürften auf absehbare Zeit trotzdem nur Rechenaufgaben an Daten erledigt werden, die auch dort gesammelt werden – etwa von Erdbeobachtungssatelliten.

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(mho)



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Wayland-Referenz-Compositor Weston 15 mit Lua-Shell und Vulkan-Renderer


Die Referenzimplementierung des Wayland-Projekts für einen Compositor namens Weston ist in Version 15 erschienen. Besonders stechen die einfach programmierbare Lua-Shell und der neue Vulkan-Renderer hervor.

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In einem Blog-Beitrag fasst der Collabora-Entwickler Marius Vlad die Neuerungen von Weston 15 zusammen. Vor etwa einer Woche hat er das Release auf der Wayland-Entwickler-Mailingliste angekündigt, das Changelog zum letzten Release Candidate 5 umfasst nur noch den Versionsnummernsprung. Neu dabei ist die Lua-Shell. Der Name verrät es schon, damit können auch Interessierte die Fensterverwaltung anpassen und Shells in der populären Skriptsprache Lua erstellen, ohne etwa in C programmieren können zu müssen. Um einen Startpunkt zu haben, bringt Weston 15 eine beispielhafte Tiling-Shell mit. Ausprobieren lässt sie sich mit dem Aufruf weston --shell=lua.

„Butterweiche und effiziente Medienwiedergabe“ versprechen die Programmierer zudem. Sie haben das Timing der finalen Bilder perfektioniert, was bislang ein Problem von Vulkan-Clients und Wayland darstellte. Durch die Ergänzung von Vulkan-Erweiterungen kann Weston nun Bilder in einer Pipeline nach dem FIFO-Prinzip nutzen, ohne dass Verzögerungen entstehen, die dadurch eigentlich anfallen. Im HDR-Bereich unterstützt Weston weitere 10-Bit-Pixel-Formate wie NV15, NV20, NV30 und P030. Die Unterstützung der Erweiterungen für Farb-Repräsentierung und -Verwaltung, die für HDR-Video-Playback nötig sei, sei jedoch noch „Work-in-Progress“.

Der Vulkan-Renderer ist neuer Bestandteil von Weston. Noch befinde er sich jedoch in der Experimentierphase, erklärt Vlad. Entwickler können an der Aktivierung von Vulkan-Treibern arbeiten, ohne dass Weston mit einer Übersetzungszwischenschicht wie Zink laufen muss. Der Vulkan-Renderer läuft sowohl nativ mit Direct Rendering Manager (DRM) als auch mit Nested Backends. Das heißt, er kann als Fenster sowohl in Wayland als auch in X11 laufen.

Ziel ist die Unterstützung der Vulkan-1.0-Spezifikation. Mit dem Vulkan-Renderer kommen auch Clients wie „simple-vulkan“ oder „simple-dmabuf-vulkan“. Der Wayland-Client kann dabei eine andere API nutzen als der Weston-Compositor. Ausprobieren lässt sich der Vulkan-Renderer mit dem Aufruf weston --renderer=vulkan.

Weitere Verbesserungen betreffen die Barrierefreiheit. Etwa für bestimmte Arten von Farbblindheit sind unterschiedliche Farbeffekte nötig, die der GL-Renderer anwenden muss. Die sind im derzeitigen Stadium jedoch inkompatibel mit der Farbverwaltung und implizit auch mit der HDR-Funktion. Hier arbeiten die Entwickler an Korrekturen, zudem soll die Unterstützung für den Vulkan-Renderer in einer kommenden Version ergänzt werden.

Vlad führt außerdem für Interessierte weitere Korrekturen und Verbesserungen auf, die etwa das DRM-Back-End, den GL-Renderer, die Protokolle, Shell und Tools betreffen. Die aktualisierte Software ist als Quellcode auf der Wayland-Download-Seite zu finden. Linux-Distributionen dürften in Kürze aktualisierte Pakete ausliefern, mit denen sich Weston 15 ausprobieren lässt.

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In Weston 12 war etwa eine der Verbesserungen, dass mehr Grafikchips unterstützt wurden.


(dmk)



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