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UX/UI & Webdesign

Schriften finden mit KI › PAGE online


AI Search, ein neues, von Monotype entwickeltes Tool, hilft bei der Suche nach passenden Fonts.

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Der Künstler Max Trutt fand mit Hilfe von AI Search die Schrift FF Bokka.

Für ein Branding-Projekt, eine Buchgestaltung oder auch ein Plakat die richtige Schrift zu finden kann ganz schön mühsam sein. Nicht weil es zu wenige gibt, im Gegenteil: unter den zigtausenden zur Verfügung stehenden Fonts etwas Passendes auszusuchen macht zwar Spaß, kostet aber viel Zeit und oft auch Nerven.

Monotype hat schon vor einiger Zeit damit begonnen, KI für die Schriftauswahl einzusetzen. 2023 erschien der Font Pairing Generator, der passende Paarungen von Serifenschriften mit Serifenlosen erzeugt.

Das jetzt erschienene KI-gestützte Tool AI Search verfolgt einen anderen Ansatz, denn es arbeitet mit Prompts: Kreative können ihre gestalterischen Ideen in natürlicher Sprache formulieren – und erhalten darauf basierend Font-Empfehlungen.

Auf einem aufgeklappten Laptop sieht man einen Screenshot des Tools AI Search zur Schriftwahl.

Statt mit Filtern, Tags und Kategorien zu arbeiten, beschreiben Anwenderinnen und Anwender in Textform ihre visuellen Konzepte – zum Beispiel Stimmungen, Markenwerte, Einsatzbereiche oder gestalterische Vorstellungen. Auf Basis dieser sprachlichen Eingaben übersetzt die KI die Ideen in kuratierte Vorschläge aus der Monotype-Bibliothek und verkürzt so den Weg von der Vision zur konkreten typografischen Lösung.

Hier zeigt sich ein Wermutstropfen von AI Search. Logisch, dass das Tool ausschließlich Schriften der Monotype-Bibliothek – und ihrer rund 4500 Foundry-Partner berücksichtigt, aber außerhalb dieses Uiversums gibt es natürlich auch noch sehr viele andere tolle Fonts, die AI Search nicht in Betracht zieht.

»Die Suche nach der richtigen Schrift sollte sich nicht wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen anfühlen«, sagt Mike Matteo, Chief Typography Officer bei Monotype. »Mit AI Search haben wir ein System entwickelt, das versteht, wie Kreative denken – in Emotionen, Absichten und Bildern.«

Sinnvoll ist AI Search auf jeden Fall. Eine Untersuchung von Monotype ergab, dass 82 Prozent der Kreativen Typografie zu den drei wichtigsten Entscheidungsfaktoren zählen, während 85 Prozent die Wahl einer unverwechselbaren Schrift als entscheidend für die Markenidentität ansehen.

AI Search fungiert dabei als virtueller Typografieberater. Zu seinen Funktionen zählen KI-basierte, kuratierte Schriftempfehlungen aus der gesamten globalen Monotype-Bibliothek, sofortige Vorschauen zur schnellen Bewertung, verständliche Erklärungen zur Eignung einer Schrift sowie verfügbarkeitsgeprüfte Ergebnisse.

»Unsere Suche geht über Genres und Schlagworte hinaus«, erklärt Terrance Weinzierl, Executive Creative Director bei Monotype. »Designer können nach Stimmungen und Emotionen suchen und bleiben im kreativen Flow. Vage Ideen werden so zu präzisen Entscheidungen.«

Der in Wien lebende Künstler Max Trutt nutzte AI Search bereits für ein Buch, das Text und Acrylillustrationen verbindet. Er verzichtete auf starre, technische Filter und beschrieb stattdessen seine Ideen in eigenen Worten. So fand er mit FF Bokka eine Schrift, die Verspieltheit mit historischer Resonanz verbindet und sich schön mit seinen Bildern kombinieren ließ, sowie mit Brother 1816 eine klare, zurückhaltende Schrift für die reine Textseite des Buches. »Ich konnte mit AI Search meine künstlerische Intuition direkt in Sprache übersetzen und meiner Idee eine stimmige typografische Form geben«, sagt Trutt. Das Projekt mündete in eine 14-teilige Werkserie sowie in ein kommendes, limitiertes Künstlerbuch mit dem Titel »Look, No Humans (Animal’s March)«. Die digitale und typografische Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit Peter Trudolubovs.

AI Search ist ab sofort auf MyFonts in den USA und Großbritannien sowie auf der Plattform Monotype Fonts verfügbar – in Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch. 

Um das Tool nutzen zu können braucht man das Monotype Fonts Abonnement. Mehr Infos zu AI Search gibt es hier.

Auf hellem Hintergrund sieht man ein abstraktes Bild des Künstlers Max Trutt. Die dazugehörige Textzeile »No humans animal's march« ist in der schrift FF Bokka gesetzt. Auf hellem Hintergrund sieht man ein abstraktes Bild des Künstlers Max Trutt. Die dazugehörige Textzeile »We are moving slow and fast« ist in der schrift FF Bokka gesetzt. Auf hellem Hintergrund steht ein Text des Künstlers Max Trutt in schwarzer Farbe und der Schrift Brother 1816

AI Search schlug für die reine Textseite des Buches mit Brother 1816 eine klare, zurückhaltende Schrift vor.



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Florian Meissner › PAGE online


PAGE gefällt …: Illustrationen von Florian Meissner aus Leipzig, der in satten Farben und in visuellen Metaphern in Innenwelten abtaucht, Gefühle sichtbar macht, Zeit und Vergänglichkeit – und das für The New York Times, The Atlantic und viele mehr.

Florian Meissner › PAGE onlineBild: Flo Meissner

Name Florian Meissner

Location Leipzig

Web flomeissner.com

Start Ich habe Kommunikationsdesign in Konstanz studiert. Zwischen Ausbildung und Studium wurde ich in einem Zeichenkurs von einer Lehrerin ermutigt, Illustration zu verfolgen – das war der Moment, in dem es Klick gemacht hat. Im Studium habe ich mich dann voll darauf fokussiert und praktisch jeden Tag gezeichnet, auch abseits von Pflichtveranstaltungen. Die Auseinandersetzung mit anderen Disziplinen im Grafikdesign hat mir im Rückblick viel Klarheit für die Arbeit als Illustrator gebracht – gerade was Konzeption angeht. Nach dem Studium bin ich direkt in die Selbstständigkeit gesprungen– das mache ich
seit 2022.

Stil Ich würde meinen Stil als farbenfroh und surreal beschreiben, wobei mir die Idee hinter einem Bild genauso wichtig ist wie die Umsetzung. Ich arbeite viel mit visuellen Metaphern, um abstrakte Themen greifbar zu machen – Zeit, Vergänglichkeit, innere Zustände. Stilistisch bewege ich mich zwischen grafischer Klarheit und malerischen, atmosphärischen Momenten. In letzter Zeit experimentiere ich wieder verstärkt mit analogen Techniken, was auch meine digitale Arbeit präziser und detaillierter werden lässt. Neben statischen Illustrationen entstehen auch Frame-by-Frame-Animationen.

Lieblingsmotive Menschen, Natur, Uhren – und wie diese Elemente zusammenspielen. Mich interessieren innere Zustände und abstrakte Themen wie Zeit und Vergänglichkeit, die ich in meinen freien Arbeiten greifbar machen will.

Technik Digitale Zeichnung mit Procreate auf dem iPad. Für mich stand bisher immer die Idee im Vordergrund – das Digitale bietet die Schnelligkeit, Konzepte direkt umzusetzen, schnell zu iterieren und auf Kundenprojekte zu reagieren. Jetzt, wo ich stilistisch und konzeptionell gefestigter bin, merke ich aber auch, wie viel das Analoge als eigene Ebene kommunizieren kann – das ist gerade ein Prozess, in dem ich mich befinde. Animationen entstehen Frame-by-Frame in Procreate Dreams.

Inspiration Vieles– und oft unbewusst. Ich glaube, weil sich mein Stil und meine Themen über die Jahre gefestigt haben, sehe ich die Welt inzwischen durch eine bestimmte Linse, und dadurch können Alltagsmomente genauso Inspiration sein wie Ausstellungen oder Kunstbücher. Ich gehe viel in Galerien und Museen, höre klassische Musik, lese mich quer durch verschiedene Themen. Mich interessiert generell, wie die Welt funktioniert– Geschichte, Mythologie, wie Menschen über Jahrhunderte gedacht und geschaffen haben. Die Renaissance hat mich besonders geprägt, auch durch Zeit, die ich in Florenz verbracht habe.

Kunden The New York Times, The Atlantic, Noema Magazin, Bandcamp, WeTransfer, unter anderem …

Agent:in Nicht aktiv auf der Suche, aber definitiv interessiert.

Hier geht es zum »Behind the Cover«, da eine Arbeit von Florian Meissner auf der PAGE 01.2026 zu sehen ist, die am 11. März erscheint.

Ein schwarzes Pferd galoppiert über grünen Boden. Über ihm schwebt eine ovale Uhr, die wie ein Ballon an einer Schnur mit dem Tier verbunden ist.Bild: Flo Meissner Mehrere deformierte, schwebende Uhrenformen mit roten Zeigern türmen sich ineinander. Eine kleine weiße Figur steht am Boden und blickt auf das fragile Geflecht.Bild: Flo Meissner Rosa Hinterkopf mit einer großen Öffnung, durch die man eine weite Wasserlandschaft mit verstreuten grünen Inseln sieht. Eine kleine Figur steht im Inneren des Kopfes auf einer schmalen Fläche.Bild: Flo Meissner Minimalistische, blaue Illustration eines Vogels mit ausgebreiteten Flügeln vor hellem Hintergrund. Die reduzierte Linienführung vermittelt Ruhe und Weite.Bild: Flo Meissner

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Liquid Death x Spotify › PAGE online


Die Lieblingsplaylist für das Leben nach dem Tod: Die Wassermarke Liquid Death und Spotify stellen die »Eternal Playlist Urn«vor.

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Liquid Death ist die Marke für durstige Menschen, die sich nicht mit etwas so schnödem und gesundem wie Wasser erwischen lassen wollen, sondern es mögen, wenn es mit einem Hauch von Rock’n’Roll untermalt ist.

Wenn das Wasser in der Dose angeboten wird und das noch in einer, die einen Totenkopf zeigt und das – weit entfernt von jeglichem Blau – in Schwarz, Gold oder Silber.

Da gefällt es natürlich auch, wenn tätowierte Typen für das Wasser Werbung machen und man sich fast vorstellen kann, man hätte ein Bier in der Hand.

Liquid Death killt den Durst, aber spielt mit seinem Namen jetzt noch mal auf andere Weise. Und das gemeinsam mit Spotify und der Idee, Musik in die Urne zu bringen. Und zwar die Lieblingsmusik.

Ewigkeit mit Musik

So kreierten sie eine Urne, formschön und schlicht und weit entfernt vom Liquid-Death-Style. Und mit einem besonderen Design. Denn eingelassen in den Deckel ist ein Bluetooth-Lautsprecher.

In der »Eternal Playlist Urn« schallt dann die eigene Lieblingsplaylist von Spotify – und das bis in die Ewigkeit.

Die Idee sei ihnen gekommen, weil mehr denn je Menschen über Alternativen zum traditionellen Leben nach dem Tod nachdenken, heißt es von Liquid Death – und daran kann man schon sehen, wie ernst das Ganze gemeint ist.

Die Urne selbst steht aber tatsächlich zum Verkauf. Streng limitiert auf 150 Stück und für 495 Dollar das Stück. Und man kann davon ausgehen, dass sie sofort vergriffen waren …

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Sportscheck ändert Markenauftritt – Design Tagebuch


Der Sportartikelhändler SportScheck hat seinen Markenauftritt überarbeitet. Im Zuge des Roll-Outs, der sich mittlerweile über viele Monate erstreckt und im Hinblick auf das Store Design noch lange nicht abgeschlossen ist, erhält SportScheck zudem eine komplett neu gestaltete Bildmarke. Flankiert wird das Rebranding von einem Ende letzten Jahres lancierten Image-Spot.

SportScheck ist ein deutscher Sportartikelhändler mit Sitz in München, der 1946 von Otto Scheck gegründet wurde. Das Unternehmen entwickelte sich vom stationären Fachgeschäft zu einem Omnichannel-Händler mit Filialen und Online-Shop in der DACH-Region. Nach Eigentümerwechseln und der Insolvenz 2023 wurde SportScheck 2024 vom italienischen Sporthändler Cisalfa übernommen und als Teil der Cisalfa-Tochter Sport Voswinkel weitergeführt, verbunden mit Filialschließungen und Stellenabbau. Das Familienunternehmen Cisalfa, Italiens größter Sportfachhändler, betreibt in Italien mehr als 150 Filialen. Über die Töchter Sport Voswinkel (mehr als 50 Filialen) und SportScheck (rund 25 Stores) betreibt Cisalfa in Deutschland etwa 75 Filialen.

Grundlegend modifiziert wurde der Markenauftritt von Sportscheck zuletzt im Jahr 2017 im Rahmen einer strategischen Neupositionierung – damals unter der Beteiligung der Agentur Strichpunkt. 2023 wurde das Markendesign in einem evolutionären Sch…

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Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.



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