Künstliche Intelligenz
Geekom Geekbook X14 Pro im Test: Edles Gehäuse, OLED, Intel Ultra 9 & 32 GB RAM
Geekom wagt den Sprung vom Mini-PC zum Premium-Laptop mit OLED-Display und Intel Core Ultra 9. Ob der Erstling überzeugt, zeigt unser Test.
Geekom kennen wir bisher nur von Mini-PCs. Mit dem Geekbook X14 Pro und dem größeren X16 Pro wagt der taiwanesische Hersteller nun den Schritt in den Laptop-Markt – und das direkt im Premiumsegment. Während Konkurrenten wie Chuwi oder Ninkear sich meist in der Mittelklasse tummeln, greift Geekom direkt nach den Sternen.
Der X14 Pro kommt mit Intel Core Ultra 9 185H, OLED-Display und 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) daher. Das klingt nach Oberklasse, kostet aber auch entsprechend. Mit 1169 Euro (mit Code HSX14PRO bei Amazon, regulär 1269 Euro) spielt das Gerät preislich in einer Liga mit etablierten Marken wie Lenovo oder Asus. Kann der Neuling da mithalten?
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Geekom Geekbook X14 Pro?
Das Gehäuse aus Magnesiumlegierung in Titanium Gray fasst sich hervorragend an und wirkt extrem edel. Mit 999 Gramm ist das Geekbook X14 Pro ein echtes Leichtgewicht. Nichts knarzt oder wackelt, die Übergänge sind tadellos verarbeitet. Das matte Finish liegt gut in der Hand und zieht kaum Fingerabdrücke an. Bei Druck wirkt das Gehäuse stellenweise etwas dünn und lässt sich minimal eindrücken, was aber im Rahmen bleibt. Der Ein-/Aus-Taster hat einen Fingerabdrucksensor für Windows Hello integriert.
Ein Schiebeschalter deaktiviert die Webcam elektrisch, eine physische Abdeckung fehlt jedoch. Das Mylar-Touchpad (120 × 70 mm) fühlt sich wertig an und klickt satt – allerdings nur in der unteren Hälfte. Die obere Hälfte bewegt sich nicht, was die Bedienung einschränkt. Die Tastatur überzeugt mit flachen Tasten und einem Tastenhub von 1,2 mm, der an Macbook-Tastaturen erinnert. Sie tippt sich angenehm mit ordentlichem Feedback. Positiv: Es gibt ein echtes QWERTZ-Layout statt ANSI-QWERTY. Die Enter-Taste ist allerdings zu klein für DIN-2137-Konformität. Die Beschriftung mischt Deutsch und Englisch – Backspace statt Rücktaste, aber Feststelltaste statt Caps Lock. Eine dedizierte Copilot-Taste für Microsofts KI-Assistenten sitzt zwischen Alt Gr und Pfeiltasten.
Um das Gehäuse zu öffnen, muss man neun Schrauben auf der Unterseite lösen, wofür man einen Torx-T5-Bit benötigt. Danach muss man die etwas dünne Bodenplatte vorsichtig mit einem Plektrum aus den Verankerungen lupfen, um diese abnehmen zu können. Das geht weder besonders leicht noch besonders schwer. Immerhin müssen wir aber keine Gummipads von den Schrauben pflücken.
Lieferumfang: Welches Zubehör liegt beim Geekom Geekbook X14 Pro bei?
Zum Lieferumfang gehört neben dem Laptop selbst ein USB-C-Netzteil mit 65 Watt Leistung (20V/3,25A). In vielen Bundles liegt zudem ein USB‑C‑Dock/Hub bei (HDMI, USB‑A, Ethernet etc.), teils als „Bonus“ oder zeitlich begrenzte Aktion. Ob dieses zum Standardlieferumfang gehört, hängt aber von Händler oder Promo ab.
Display: Wie hoch löst das Display des Geekom Geekbook X14 Pro auf?
Das 14-Zoll-OLED-Display (AMOLED) löst mit 2880 x 1800 Pixeln im 16:10-Format auf. Die Pixeldichte von 243 ppi sorgt für eine gestochen scharfe Darstellung. Mit 120 Hz Bildwiederholrate arbeitet das Panel flüssig und reaktionsschnell. Die maximale Helligkeit liegt bei unseren Messungen bei 363 cd/m² im normalen Betrieb, die beworbenen 450 cd/m² erreicht das Display nur bei HDR-Inhalten. In geschlossenen Räumen reicht die Helligkeit völlig aus. Draußen könnte das Display heller sein, zumal das glänzende Glossy-Finish Spiegelungen verstärkt.
Ein mattes Display wäre für die Außennutzung praktischer, würde aber die brillanten OLED-Farben schmälern. Die Farbdarstellung ist OLED-typisch hervorragend, mit satten Schwarzwerten und lebendigen Farben. Das 16:10-Format bietet mehr vertikalen Platz als klassische 16:9-Displays, was beim Arbeiten mit Dokumenten oder beim Programmieren von Vorteil ist.
Ausstattung: Welche Hardware bietet der Geekom Geekbook X14 Pro?
Herzstück ist der Intel Core Ultra 9 185H mit dem Codenamen „Meteor Lake-H“, der schon im Dezember 2023 vorgestellt wurde. Der Prozessor verfügt über 16 Kerne und 22 Threads, aufgeteilt in 6 Performance-Cores (Redwood Cove, bis 4,8 GHz), 8 Efficiency-Cores (Crestmont, bis 3,8 GHz) sowie 2 Low-Power-Efficiency-Cores (Crestmont, bis 2,5 GHz). Er taktet zwischen 1,4 und 5,1 GHz und wird im Intel-4-Prozess (7 nm) gefertigt. Die maximale Betriebstemperatur des Chips liegt bei 110 Grad Celsius. Die TDP beträgt 45 Watt, kann aber bis 115 Watt (MTP) erreichen. Geekom limitiert die cTDP auf 35 Watt.
Die integrierte Intel Arc Graphics mit 8 Xe-Cores (128 EUs, 1024 Shader) und maximal 2350 MHz Takt basiert auf der Xe-LPG-Architektur. Eine dedizierte NPU (Intel NPU 3) gibt es auch, sie hat zwei Kerne und leistet 11 TOPS für KI-Aufgaben.
Der 32 GB große LPDDR5X-7500-Arbeitsspeicher ist verlötet und nicht erweiterbar. Als Massenspeicher dient eine 2 TB große Crucial P3 NVMe-SSD im M.2-2280-Format mit PCIe 4.0 x4. Laut Crystaldiskmark erreicht sie Lesegeschwindigkeiten von 6992 MB/s und Schreibraten von 6156 MB/s – ordentliche Werte für eine PCIe-4.0-SSD.
Bei den Anschlüssen gibt es zwei USB4-Ports mit 40 Gb/s, einmal USB-A 3.0 mit 5 Gb/s, HDMI 2.0 und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Die 2-Megapixel-Webcam reicht für Videokonferenzen. Zwei Lautsprecher mit DTS:X Ultra geben Töne sauber wieder, klingen allerdings etwas dünn und bieten wenig Bass und Volumen.
Der WLAN-Chipsatz Mediatek MT7922 unterstützt Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.4.
Performance: Wie schnell ist der Geekom Geekbook X14 Pro?
Bevor wir mit den konkreten Benchmarks beginnen, ein kurzer Hinweis vorweg: Zuletzt gab es bei unserem Standard-Benchmark PCMark 10 ein größeres Update mit einem Versionssprung von Workflow 1.x zu 2.x. Entwickler UL Solutions wies dabei in den Changelogs explizit darauf hin, dass die Ergebnisse der beiden Versionen nicht mehr miteinander vergleichbar sind. Aus diesem Grund führen wir bis auf Weiteres Tests mit beiden Workflows durch und geben beide Ergebnisse an, um die Vergleichbarkeit zu allen zuvor getesteten Geräten aufrechtzuerhalten.
Im PCMark 10 erreicht das Geekbook X14 Pro im Akkubetrieb durchschnittlich 5623 Punkte im Workflow 1.x oder 6669 Punkte (2.x) mit Spitzen bei 5651 und 5595 (1.x) sowie 6672 und 6666 Punkten (2.x). Am Netzteil steigen die Werte auf durchschnittlich 6480 Punkte (1.x) mit Spitzen bei 6598 und 6359 Punkten sowie 7726 Punkte beim Workflow 2.x und Spitzen bei 8018 und 7271 Punkten.
Der 3DMark Time Spy attestiert 3915 Punkte im Akkubetrieb, zusammengesetzt aus 3608 Grafik-Punkten und 7581 CPU-Punkten. Am Netz sind es 3840 Punkte (3530 Grafik, 7659 CPU). In Geekbench 6 erzielt der Laptop 1002 Punkte (Single-Core) und 12.081 Punkte (Multi-Core) im Akkubetrieb. Am Netzteil steigen die Werte auf 2193 (Single-Core) und 7618 Punkte (Multi-Core). Der OpenCL-Grafiktest erreicht 32.540 Punkte im Akkubetrieb und 31.350 Punkte am Netz. Cinebench 2024 zeigt 585 Punkte (Multi-Core) und 91 Punkte (Single-Core) im Akkubetrieb, am Netz sind es 582 und 92 Punkte.
Geekom Geekbook X14 Pro – Bilderstrecke
Gaming ist überraschend gut möglich: Anno 1800 läuft mit mittleren Einstellungen bei 31 bis 41 FPS in Full-HD-Auflösung. Counter-Strike erreicht auf der Map Mirage mit hohen Settings 50 bis 60 FPS, bei mittleren Einstellungen sogar bis zu 117 FPS. The Witcher 3: Wild Hunt schafft mit mittleren Einstellungen bis zu 54 FPS. Für einen Laptop ohne dedizierte Grafikkarte sind das keine schlechten Ergebnisse. Der Intel Core Ultra 9 185H zeigt seine Stärken bei produktiven Aufgaben und kann sogar ältere oder weniger anspruchsvolle Spiele flüssig darstellen.
Lüfter: Wie laut ist der Geekom Geekbook X14 Pro und wie hoch ist seine Leistungsaufnahme?
Unter Volllast erreicht der Lüfter maximal 42 dB(A) – für einen Laptop relativ laut. Im Alltag beim normalen Arbeiten liegt die Lautstärke zwischen 28 und 32 dB(A). Ein minimales Fiepen macht den Lüfter hörbarer als bei ähnlich lauten Mini-PCs. Das liegt auch an der geringeren Distanz zum Nutzer.
Im Stresstest von Aida64 taktet die CPU anfangs kurz mit 3,5 GHz, fällt aber bereits nach sechs Sekunden auf 2,4 GHz. Die Temperatur erreicht in dieser kurzen Zeit bereits 80 Grad Celsius und pendelt sich bei 74 Grad ein. Über einen Zeitraum von 30 Minuten schwanken die Werte zwischen 1,5 und 2,4 GHz sowie 78 und 93 Grad. Im Schnitt liegen die Werte bei 77 Grad und 1,8 GHz Takt. Die Außentemperatur erreicht laut Wärmebildkamera bis zu 52 Grad links oberhalb der Tastatur. Der Rest des Gehäuses bleibt unter 42 Grad.
Software: Mit welchem Betriebssystem arbeitet der Geekom Geekbook X14 Pro?
Windows 11 Pro ist vorinstalliert und digital aktiviert. Ein vollständiger Systemscan mit Windows Defender findet keine Auffälligkeiten oder vorinstallierte Malware.
Zusätzlich ist der Geekom PC Manager vorinstalliert. Er bietet Systemeinstellungen wie drei Batteriemodi (Energiespar, Balance, Höchstleistung), Steuerung der Tastaturbeleuchtung, Shortcuts und Mikrofoneinstellungen mit Geräuschunterdrückung. Auch Treiber-Updates und Speicheroptimierung sind integriert. Die Funktionen sind teils nützlich, aber nicht zwingend notwendig, da Windows ähnliche Optionen bietet. Ein Ladelimit für den Akku zum Schutz der Batterie fehlt leider, was bei Premium-Laptops mittlerweile Standard ist.
Auch der Betrieb von Linux auf dem Gerät ist möglich. Nachdem wir über die erweiterten Wiederherstellungsoptionen von Windows ins BIOS gelangen, können wir dort Secure Boot deaktivieren und die Bootreihenfolge ändern. Danach starten wir über unseren Ventoy-USB-Stick in das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS. Dort können wir ohne Probleme WLAN, Bluetooth und Audio nutzen. Auch die Auflösung wird richtig erkannt, das Touchpad reagiert wie erwartet und der Laptop wacht auch aus dem Standby zuverlässig auf.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Geekom Geekbook X14 Pro?
Der fest verbaute 72-Wh-Akku hält im PCMark 10 Modern Office Test über 7 Stunden durch. Dieser Test simuliert realistischen Alltagsgebrauch mit Browsernutzung, Office-Tools und dazwischenliegenden Idle-Phasen. Der Hersteller verspricht bis zu 16 Stunden, was unter idealen Bedingungen mit minimaler Last und niedrigster Displayhelligkeit möglich sein mag. Die gemessenen 7 Stunden sind für produktives Arbeiten realistischer und durchaus ordentlich für ein 14-Zoll-Gerät mit OLED-Display und Core Ultra 9. Das 65-Watt-Netzteil lädt den Akku über USB-C wieder auf.
Preis: Was kostet der Geekom Geekbook X14 Pro?
Die getestete Variante mit Intel Core Ultra 9 185H, 32 GB RAM und 2 TB SSD kostet regulär 1269 Euro. Mit dem Code HSX14PRO (gültig bis 30. März) gibt es 8 Prozent Rabatt bei Amazon, wodurch der Preis auf 1169 Euro sinkt.
Die günstigere Variante mit Intel Core Ultra 5, 1 TB SSD und 32 GB RAM kostet mit obigem Code 944 Euro statt regulär 1049 Euro. Im Shop des Herstellers funktioniert genannter Code ebenfalls und beschert dieselben Preise.
Für einen Newcomer im Laptop-Markt ist das ambitioniert bepreist, zumal der Intel Core Ultra 9 185H bereits seit Dezember 2023 auf dem Markt ist. Etablierte Hersteller wie Lenovo, Asus oder HP bieten ähnlich ausgestattete Geräte teils günstiger an.
Fazit
Das Geekom Geekbook X14 Pro ist ein beeindruckender Erstling im Laptop-Bereich. Die Verarbeitung aus Magnesiumlegierung ist hochwertig, das OLED-Display mit 120 Hz brillant und die Performance des Intel Core Ultra 9 185H überzeugt. Mit nur 999 Gramm ist es extrem portabel. Die echte QWERTZ-Tastatur und der Fingerabdrucksensor sind weitere Pluspunkte. Die Crucial P3 SSD liefert ordentliche PCIe-4.0-Geschwindigkeiten.
Schwächen zeigt das Gerät beim Preis-Leistungs-Verhältnis: Für 1169 Euro (mit Rabattcode) konkurriert es mit etablierten Marken, die teils mehr bieten. Der bereits über zwei Jahre alte Chip ist nicht mehr taufrisch. Der Lüfter ist unter Last mit 42 dB(A) relativ laut und pfeift leicht. Das glänzende Display spiegelt stark und könnte mit 363 cd/m² heller sein.
Für Geekoms ersten Laptop ist das X14 Pro dennoch beachtlich. Es beweist, dass der Hersteller auch abseits von Mini-PCs überzeugende Hardware liefern kann. Mit etwas aggressiverer Preisgestaltung könnte es seine Nische finden. Wer ein leichtes Ultrabook mit OLED-Display und starker CPU sucht, macht hier nichts falsch.
Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.
Künstliche Intelligenz
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
Professioneller CO₂-Laserschneider mit intelligentem Kamerasystem: Der xTool P3 schneidet 20 mm Holz und Acryl in einem Durchgang. Was er kann, zeigt der Test.
Neben 3D-Druckern und Schneidplottern sind auch Laser-Gravur-Geräte bei Privatanwendern und kleinen Betrieben angekommen. Während einfache Diodenlaser ab 100 Euro Texte und Grafiken auf Holz, Leder oder Fliesen brennen, stoßen sie bei durchsichtigen und dickeren Materialien schnell an ihre Grenzen – und zwar nicht nur beim Schneiden. Wer professionell schneiden oder transparentes Material bearbeiten will, benötigt einen CO₂-Laser mit deutlich mehr Leistung.
Genau hier positioniert sich der xTool P3. Der Nachfolger des P2 bringt echte 80 Watt Laserleistung, eine riesige Arbeitsfläche von 915 × 458 mm und eine maximale Gravurgeschwindigkeit von 1200 mm/s mit. Das vollständig geschlossene Gehäuse schützt vor dem Laserlicht und macht eine Schutzbrille überflüssig – ein großer Vorteil gegenüber offenen Desktop-Lasern.
Dazu kommen Funktionen wie Autofokus, eine automatische Materialdatenbank mit geeigneten Einstellungen, ein sehr exaktes Kamerasystem und eine integrierte Löschanlage. Abgerundet wird das Paket durch einen optional erhältlichen, großen, aber sehr effektiven Luftfilter. Außerdem lässt sich ein 5-Watt-IR-Laser nachrüsten, der Metallgravuren und die Bearbeitung von Kunststoffen ermöglicht. Ein Rotationsmodul für runde Objekte bis 200 mm Durchmesser und ein Fördermodul für überlange Werkstücke sind ebenfalls als Zubehör erhältlich.
Allerdings hat diese Profi-Ausstattung ihren Preis: Rund 6779 Euro ruft xTool für den P3 auf – der Luftfilter und weiteres Zubehör sind dabei nicht inbegriffen. Damit richtet sich der Laser weniger an Gelegenheitsbastler als an sehr ambitionierte Maker, Vereine und kleine Unternehmen, die regelmäßig und auch in größeren Stückzahlen produzieren. Ob sich die Investition lohnt und was der P3 in der Praxis leistet, zeigt unser ausführlicher Testbericht.
Sicherheit
Der Arbeitsbereich des P3 ist komplett umschlossen, sodass während des Arbeitsvorgangs kein für die Augen schädliches Licht austreten kann. Wird das Gehäuse während des Betriebs geöffnet, stoppt der Laser augenblicklich – erst nach dem Schließen kann der Vorgang fortgesetzt werden. Die Einstufung in Laserklasse 1 ist somit gerechtfertigt, und der P3 ist auch für Laien sicher nutzbar. Nur bei Verwendung des optionalen Fördermoduls trifft diese Zertifizierung nicht mehr zu: In Kombination mit dem Förderband entspricht der P3 lediglich der Laserklasse 4, da Laserlicht austreten kann. Eine Schutzbrille ist dann Pflicht, und der Betrieb sollte nur durch geschulte Personen erfolgen.
Eine Besonderheit ist die integrierte automatische CO₂-Feuerlöschanlage – eine sinnvolle Ausstattung, die bisher kein anderer Laser in unseren Tests zu bieten hatte. Zur Aktivierung wird lediglich eine CO₂-Flasche eingesetzt, die nicht zum Lieferumfang gehört. Einfach, aber effektiv! Das unterstreicht den professionellen Anspruch und sorgt für ein deutliches Plus an Sicherheit.
Damit der leistungsstarke Laser überhaupt funktioniert, muss außerdem der mitgelieferte USB-Steuerschlüssel eingesteckt sein – ohne ihn geht gar nichts. Ein sinnvolles Sicherheitsmerkmal, das wir so allerdings auch schon bei anderen Lasern gesehen haben.
Unabhängig davon sollte man nicht ohne Vorwissen mit so einem Laser hantieren. Es geht nicht nur um den Schutz der Augen, sondern beispielsweise auch um das Vermeiden von Bränden und um giftige Gase, die beispielsweise beim Bearbeiten von bestimmten Kunstledersorten entstehen. Kurz und knapp: Ein Laser ist kein Spielzeug, sondern gehört in verantwortungsvolle Hände.
Design und Aufbau
Der xTool P3 ist kein Gerät, das man mal eben auf den Schreibtisch stellt. Mit seinen enormen Abmessungen von 1250 × 780 × 496 mm und einem Gewicht von satten 105 kg wird er auf einer Palette geliefert und benötigt eine stabile Unterkonstruktion. Zum Aufstellen sollte man mindestens zu zweit, besser zu dritt oder viert sein.
Der Hersteller bietet einen passenden Arbeitstisch für 439 Euro an. Wer sich den Laser samt Zubehör anschafft, sollte diese Zusatzkosten einplanen, da das Set perfekt aufeinander abgestimmt ist. Den optional erhältlichen Luftfilter SafetyPro AP2 Max (662 × 452 × 845 mm) stellt man am besten in unmittelbarer Nähe des P3 auf – das Gesamtpaket benötigt also ordentlich Platz.
Im Inneren arbeitet eine CO₂-Glasröhre mit 80 Watt Leistung – anders als bei den meisten günstigen Lasern kommt hier kein einfacher Diodenlaser zum Einsatz. Ein integrierter Wasserkühler sorgt für die Kühlung der Röhre; destilliertes Wasser muss der Nutzer selbst einfüllen. Je nach Klima und Aufstellort ist zusätzliches Frostschutzmittel nötig.
Der Arbeitsbereich misst großzügige 915 × 458 mm und bietet damit deutlich mehr Platz als die bisher von uns getesteten Geräte. Mit der Auto-Lift-Basis, die den Arbeitstisch automatisch heben und senken kann, liegt die maximale Bearbeitungshöhe bei 220 mm. Die Bedienung am Gerät selbst erfolgt über einen kombinierten Drehknopf mit Display – die meisten Funktionen stehen aber nur per Software zur Verfügung. Die Konnektivität umfasst WLAN, Ethernet und USB.
Der Laserkopf verfügt über einen Schutz gegen Rauchablagerungen auf dem Spiegel, eine Nahaufnahmekamera und einen Abstandssensor für den Autofokus. Eine Weitwinkelkamera in der Gehäuseabdeckung erfasst den gesamten Arbeitsbereich beim Einlegen des Materials. Allerdings dient diese Ansicht primär der groben Orientierung. Den eigentlichen Arbeitsbereich fängt die hochauflösende Kamera im Laserkopf ein: In der Software markiert man den gewünschten Bereich, und kurze Zeit später erscheint ein hochauflösendes Bild der Arbeitsfläche. Die Positioniergenauigkeit per Kamera und Lidar beträgt laut Hersteller 0,2 mm. In der Praxis können wir die hohe Genauigkeit bestätigen. Zwar gibt es andere Laser mit Kamerapositionierung, diese konnten allerdings nie mit derart hoher Präzision überzeugen. So lassen sich auch Reststücke noch hervorragend verarbeiten, und der Materialausschuss wird minimiert.
Neu ist das Wechsellinsensystem mit drei Objektiven: Die kleine Linse eignet sich für feine, präzise Gravuren, die mittlere Linse ist der Allrounder und standardmäßig montiert, die große Linse empfiehlt sich für schwere Schneidarbeiten an dicken Platten.
Inbetriebnahme & erste Schritte
Nach dem Aufstellen finden sich im Inneren des Lasers Zubehörteile, Werkzeuge und Anleitung. Der Kühlbehälter wird mit destilliertem Wasser befüllt und bei Bedarf die Löschpatrone eingelegt – beides gehört nicht zum Lieferumfang. Vor dem ersten Einsatz stehen die Verbindung per WLAN und die Kalibrierung des optischen Strahlengangs an – das dauert anhand der Anleitung etwa zehn Minuten. Die Software xTool Studio führt Schritt für Schritt durch den Prozess, sodass keine Fragen aufkommen.
Software
xTool setzt auf die hauseigene Software xTool Studio. Sie bietet eine praktische Materialbibliothek mit voreingestellten Parametern, eine Kamera-Vorschau zur Positionierung und KI-Funktionen zum Erstellen von Grafiken.
Hier muss man nicht experimentieren, um gute Ergebnisse zu bekommen. Dank der Materialbibliothek stehen für zahlreiche Materialien passende Settings zum Gravieren und Schneiden bereit.
Der Import von Bildern und die Positionierung von Grafiken funktionieren intuitiv. Die Kamerapositionierung arbeitet dabei wirklich präzise: Nach dem Fotografieren des Werkstücks lässt sich die Grafik auf den Millimeter genau platzieren. Anders als bei günstigen Lasern benötigt man hier keine zusätzliche Software wie LightBurn.
Gravieren & Schneiden
Zu behaupten, die Ergebnisse im Test überzeugten auf ganzer Linie, ist noch stark untertrieben! Selbst die lasererfahrenen Kollegen konnten sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. So macht die Arbeit mit dem Laser richtig Spaß. Abgesehen von der großartigen Qualität begeistert insbesondere die extrem hohe Arbeitsgeschwindigkeit im Vergleich zu schwächeren Lasern. Der P3 graviert mit bis zu 1200 mm/s und liefert dabei scharfe und präzise Resultate. Holz, eloxiertes Aluminium, Acryl, Leder und lackiertes MDF zu gravieren – all das funktioniert superschnell und zuverlässig.
Beim Schneiden spielt der P3 seine 80 Watt erst richtig aus – derart viel Leistung haben wir bisher bei keinem anderen Testgerät erlebt. Eine 20 mm dicke, transparente Acrylplatte schneidet er bei maximaler Leistung und 2 mm/s in einem einzigen Durchgang. Auch 18 mm dickes Pappel-Sperrholz und 8 mm dickes Leder durchtrennt er mühelos. Die Schnittkanten sind trotz hohem Tempo exakt, nicht ausgefranst und ohne starke Brandspuren. Wer Leder verarbeitet, kann mühelos die Löcher für eine Naht mit dem Laser einbrennen und sich so viel Arbeit ersparen.
Spanholzplatten mit einer Dicke von 4 mm schneiden zwar auch die besseren Diodenlaser in nur einem Durchgang, dann allerdings sehr langsam und bei voller Leistung. Der P3 arbeitet hier mit nur 17 Prozent Power und einer Geschwindigkeit, die mit modernen 3D-Druckern vergleichbar ist – fast zu schnell für das Auge. Somit eignet sich das Gerät auch für extrem aufwendige und detaillierte Arbeiten. Selbst Schnittstege von weniger als einem Millimeter gelingen mit dem P3 problemlos. Mit schwächeren Lasern hätte eine solche Arbeit entweder ewig gedauert oder die Details wären schlicht verbrannt.
Richtig cool ist eine Besonderheit von CO₂-Lasern. Anders als günstige Diodenlaser kommt der P3 auch mit transparentem Acryl zurecht. Dieses kann sowohl graviert als auch geschnitten werden – bei günstigen Diodenlasern funktioniert das nur mit undurchsichtigem Acryl oder mit viel Vorarbeit. Mit dem P3 gelingen scharfe Schnittkanten und die gravierten Flächen werden gleichmäßig milchig und können dann etwa per LED ausgeleuchtet werden. Ein einfacher und schöner Effekt, der allerdings nur mit einem CO₂-Laser zu machen ist. Allein das erweitert die Anwendungsmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Lasern enorm, was gerade im professionellen Bereich nicht zu unterschätzen ist.
Absaugung und Filter
Ohne externe Absaugung entsteht im geschlossenen Gehäuse beim Lasern schnell viel Rauch. Der optional erhältliche Lüfter xTool SafetyPro IF2 schafft Abhilfe. Er ist kompakt, bietet vier Geschwindigkeitsstufen plus Automatikmodus und verbindet sich per Bluetooth mit dem Laser. Der mitgelieferte halbstarre Schlauch lässt sich ohne Klammern installieren und befördert die Abluft aus dem Gehäuse – im Idealfall direkt nach draußen. Im Test reduziert der Absauger den Rauch deutlich.
Wer allerdings keine Möglichkeit hat, die Abluft ins Freie zu leiten, steht vor einem Problem: In geschlossenen Innenräumen haben die Abgase nichts zu suchen. Hier lohnt sich die zusätzliche Investition in den Luftfilter SafetyPro AP2 Max. Auch wenn das Gerät mit rund 2500 Euro nicht günstig ist, überzeugt es in der Praxis: Der Filter absorbiert laut Hersteller 99 Prozent der Schadstoffe. Im Test funktioniert das erfreulich gut – weder bei Holz, Acryl noch Leder konnten wir Gerüche außerhalb des Gerätes feststellen. Laut Hersteller darf die Abluft aus dem Filter direkt in den Raum geleitet werden, da die gereinigte Abluft die Anforderungen an die Luftqualität für eine Innenraumentlüftung erfüllt. Der Einsatz des P3 zusammen mit dem SafetyPro AP2 Max ist damit auch in Innenräumen bei geschlossenem Fenster möglich.
Optionales Zubehör
xTool bietet für den P3 eine ganze Reihe an praktischem Zubehör: einen stabilen Arbeitstisch für 439 Euro, die Absauganlage SafetyPro IF2 für 199 Euro, den Luftfilter SafetyPro AP2 Max für 2499 Euro und einen bisher nicht verfügbaren 5-Watt-IR-Laser für Metallgravuren und Kunststoffbearbeitung. Wer runde Objekte wie Gläser oder Flaschen gravieren will, benötigt zusätzlich das Rotationsmodul RA3 für 389 Euro. Dieses wird im Inneren angeschlossen und ermöglicht eine nahtlose Rundum-Gravur von Objekten bis 200 mm Durchmesser.
Für die Verarbeitung von riesengroßen Werkstücken und hohen Stückzahlen ist das Fördermodul für 669 Euro interessant. Es wird vor dem Laser platziert und fördert die Arbeitsstücke automatisch in den Arbeitsbereich. Bei Nutzung der Zuführeinheit schrumpft zwar die nutzbare Breite, aber die Länge wird deutlich größer. Die gesamte Arbeitsfläche beträgt dann 610 × 1500 mm. Mit zusätzlichen Schienen kann die Länge sogar bis zu 3000 mm betragen. Wie im Abschnitt „Sicherheit“ beschrieben, entfällt bei Nutzung des Fördermoduls allerdings die Einstufung in Laserklasse 1 – eine Schutzbrille und entsprechende Schulung sind dann Pflicht.
Preis
Der xTool P3 kostet rund 6779 Euro in der Grundausstattung. Das ist ein stolzer Preis, der den Laser klar im semiprofessionellen Bereich positioniert. Optionales Zubehör wie der 5-Watt-IR-Laser, das Rotationsmodul RA3, der SafetyPro-Absauger oder das Fördermodul treiben die Kosten weiter nach oben.
Für reine Hobbynutzung ist das kaum zu rechtfertigen. Wer den Laser jedoch produktiv einsetzt – etwa für Kleinserien, Schilder oder Prototypen –, bekommt eine leistungsfähige und sichere Maschine mit einer Ausstattung, die in dieser Preisklasse ihresgleichen sucht.
Fazit
Der xTool P3 ist der mit Abstand leistungsstärkste Laser, den wir bisher getestet haben. Die CO₂-Leistung von 80 Watt ermöglicht Schneidarbeiten, die mit Diodenlasern schlicht unmöglich sind: 20 mm Holz und 20 mm Acryl in einem Durchgang, saubere Kanten, hohe Geschwindigkeit. Die Gravurergebnisse auf Holz, eloxiertem Aluminium, MDF, Leder und Acryl sind durchweg erstklassig.
Besonders gut gefallen uns das geschlossene Gehäuse mit Laserklasse-1-Sicherheit, das Kamerasystem zur präzisen Positionierung, der Autofokus mit automatischer Tischhöhenverstellung und das Wechsellinsensystem. Die Software xTool Studio ist intuitiv und bietet mit Materialbibliothek und KI-Funktionen eine niedrige Einstiegshürde. Hinzu kommen Sicherheitsfeatures wie die integrierte Löschanlage. Die optionale Erweiterbarkeit durch IR-Laser, Rotationsmodul und Förderband macht den P3 vielseitig einsetzbar.
In der Praxis stören uns das enorme Gewicht von 105 kg, der hohe Platzbedarf und vor allem der hohe Preis. Ohne den optionalen Absauger entsteht zudem viel Rauch im Gehäuse – deshalb sollte das zur Grundausstattung gehören. Wir raten daher zur Nachrüstung des Absaugsystems.
Wer einen kompakten und günstigen Laser zum Gravieren sucht, ist mit Diodenlasern ab 300 Euro besser bedient. Wer aber regelmäßig dicke Materialien schneiden, große Arbeitsflächen nutzen und professionelle Ergebnisse erzielen will, findet im xTool P3 eine Maschine, die kaum Wünsche offenlässt.
Künstliche Intelligenz
Family Influencing: Wenn kleine Kinder profilbildend sind
Wenn Erwachsene oder Heranwachsende mit Social-Media-Auftritten Bekanntheit erlangen und diese monetarisieren wollen, rücken mitunter auch die Jüngsten mit ins Bild – und das oft mit voller Absicht. 10.000 Posts von 359 deutschen Influencer-Profilen mit kleinen Kindern und Babys hat das Leibniz-Institut für Medienforschung nun untersucht.
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Die Ergebnisse sind vernichtend: Klein- und Kleinstkinder auf Social-Media-Auftritten würden erhebliche rechtliche und ethische Fragen aufwerfen, so die Forscher. Insbesondere das Datenschutzrecht, das Persönlichkeitsrecht und die familiale und persönliche Privatsphäre der Kinder seien betroffen und die Monetarisierung von Kindern und deren Lebenswelten könne dabei mit Schutzbedürfnissen kollidieren.
Kindeswohl oder finanzielles Interesse
„Die elterliche Fürsorgepflicht gerät dabei aufgrund widerstreitender wirtschaftlicher Interessen an strukturelle Grenzen“, schreiben die Forscher. Sprich: Das Kindeswohl wird dem finanziellen Interesse zumindest teilweise untergeordnet.
Die Forscher bemängeln unter anderem, dass selbst bei Bekanntwerden von Problemen die Zuständigkeit der Behörden unklar oder zumindest stark unterschiedlich sein können. Sie raten unter anderem zu Verwaltungsrichtlinien für Datenschutz-, Medienaufsichts-, Gewerbeaufsichts- und Jugendbehörden.
Für ihre Studie haben die Forscher die 305 Profile von 201 dieser Influencer mit Kleinkindern systematisch untersucht. 182 der untersuchten Profile waren bei Instagram, 113 bei TikTok und 64 bei YouTube angesiedelt.
Der Großteil der Eltern versucht dabei offenbar eine Unkenntlichmachung – mit mäßigem Erfolg. Kamerawinkel, Overlays, Verpixelung reichten oft nicht aus: Kinder seien „in etwa einem Drittel der Beiträge identifizierbar, insbesondere bei reichweitenstarken Accounts, wobei 0- bis 2-jährige Kinder überrepräsentiert sind“, heißt es in der Studie. Bei einem Viertel der untersuchten Beiträge mit ihnen seien die Kinder zentraler Bestandteil des Videos gewesen.
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Je jünger die Kinder dabei gewesen seien, umso höher sei auch die Anzahl der Likes an den Beiträgen gewesen – aber dieser Zusammenhang sei statistisch mit Vorsicht zu genießen, so die Forscher. „Bei den Top-25-Influencer*innen enthalten über 52 Prozent der Profile identifizierbare Kinderdarstellungen, davon rund 35 Prozent identifizierbare Kinder unter zwei Jahren“, so die Studie.
Medienanstalten warnen vor Schlafdefizit
Auftraggeber der Untersuchung waren die Landesmedienanstalten Bremens, Hamburgs und Schleswig-Holsteins, Berlin-Brandenburgs, Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens. Bei der Landesmedienanstalt Hamburg-Schleswig-Holstein stehen zudem Empfehlungen für Eltern zur Verfügung.
Die Medienanstalt warnt darin unter anderem davor, dass „tagelange Videodrehs ohne die Möglichkeit zu kindgerechtem Spielen und unter Inkaufnahme von Schlafdefizit“ eine Kindeswohlgefährdung darstellen könne, und rät: „Akzeptieren Sie unbedingt, wenn ihr Kind nicht mitmachen möchte.“
(wpl)
Künstliche Intelligenz
DFB startet eigenen Pay-TV-Sender DFB.TV
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will sein mediales Schicksal ein Stück weit selbst in die Hand nehmen. Am 22. Mai, einen Tag vor dem DFB-Pokalfinale der Männer, startet der Verband einen eigenen Pay-TV-Sender namens DFB.TV. Mit dem neuen Angebot, das wahlweise knapp 6 Euro pro Monat oder rund 60 Euro pro Jahr kostet, soll der Kanal eine Ergänzung zu bestehenden TV-Partnerschaften sein und nicht mit diesen konkurrieren.
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Inhaltlich kündigte der DFB Live-Übertragungen von Junioren-Nationalteams, der 2. Frauen-Bundesliga, Futsal, Beachsoccer und dem DFB-ePokal an. Außerdem sollen in dem Nischenkanal Zusammenfassungen von DFB-Pokal-Partien sowie Highlight-Formate und Archivmaterial aus der Fußball-Geschichte (Männer und Frauen), 3. Liga, Frauen-Bundesliga und Nationalmannschaftsspielen zu sehen sein. Zu den Inhalten, die es anderswo nur teilweise oder bislang gar nicht zu sehen gibt, zählen Sonderformate zu Pokalauslosungen, Julius-Hirsch-Preise, Sepp-Herberger-Awards, Ehrungen im „Club 100“, DFB-Nachhaltigkeitskongresse, Rückblicke auf DFB-Geschichte, Turnierhighlights und legendäre Pokalspiele. Außerdem sind Inhalte zum Schiedsrichterwesen und zur „Trainingsphilosophie Deutschland“ geplant.
Wo der Sender verfügbar sein wird
Bei der Umsetzung setzt der Fußball-Verband auf die Erfahrungen seines Joint-Venture-Partners Sportainment Media Group, der für Sender wie Sportdigital Fussball und Sportdigital 1+ verantwortlich zeichnet. Die technische Plattform mit der App DFB.TV+ stellt die Firma Deltatre bereit. Über diese soll das Angebot auch direkt buchbar sein.
Der DFB kündigte an, dass sein neuer Sender über die Pay-Plattformen von DAZN, HD+, Vodafone und Zattoo in „HD-Qualität“ via Kabel, Satellit und IPTV sowie über deren Apps verfügbar sein soll. Mit weiteren Plattformen laufen noch Verhandlungen. Laut dem Branchenmedium Meedia soll es Gespräche mit Sky und MagentaTV (Telekom) geben. Der Bezahlkanal soll in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar sein.
Erste Pläne im Jahr 2007
Pläne für einen eigenen Sender gab es bereits im Jahr 2007. Diese wurden jedoch nie umgesetzt. Bei der Suche nach Zuschauern will der DFB offenbar vor allem auf seine knapp acht Millionen Mitglieder setzen.
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