Digital Business & Startups
+++ Levelbuild +++ Taxdoo +++ Pivot +++ Join Capital +++ Katharina Wilhelm +++ Index +++ Creandum +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ STARTUPLAND: Kapital ist nicht die Lösung – Zugang ist es +++ Startup der Woche: Levelbuild +++ Taxdoo stellt bisheriges Geschäft Ende April ein +++ Join Capital legt neuen Fonds (235 Millionen) auf +++ Katharina Wilhelm wechselt von Index zu Creandum +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Montag, 9. März).
#STARTUPLAND: Noch 9 Tage!

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries
+++ Am 18. März findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere dritte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND
Live im STARTUPLAND: Seriengründer und Investor Dominik Matyka

Seriengründer und Investor Dominik Matyka steht seit über einem Jahrzehnt an der Schnittstelle von Venture Capital, Unternehmertum und strategischem Netzwerkaufbau. Mit Cavalry Ventures (heute NAP), seinem Family Office und dem #BCD (bettercalldominik) Netzwerk, einem Verbund von 700+ Investoren und Unternehmern, die als virtuelles Family Office agieren, hat er nicht nur Kapital allokiert, sondern vor allem eines aufgebaut: belastbare Zugänge. Im STARTUPLAND spricht Dominik darüber, warum Kapital heute zur Commodity geworden ist – und warum die eigentliche Differenzierung über Netzwerk, Vertrauensstrukturen und kuratierten Zugang entsteht. Es geht um die Frage, warum die meisten Firmen (egal ob Startup oder Scale-Up) nicht am Funding scheitern oder zu langsam wachsen, sondern an fehlenden Türen zu Kunden, Entscheidern und Co-Investoren. Sein Thema: Kapital ist nicht die Lösung – Zugang ist es
#STARTUPTICKER
Levelbuild
+++ Die Jungfirma Levelbuild ist unser Startup der Woche! Das Startup aus Leipzig, von Michael Woitag, Martin Walter und Christopher Moritz Arndt gegründet, stellt eine No-Code-Plattform bereit, die die digitale Komplexität in der Bauindustrie deutlich reduzieren möchte. “Unternehmen können so ihre Prozesse ohne Programmierung abbilden, Softwarekosten senken und schrittweise digitalisieren”, heißt es. Mehr neue Startup gibt’s in unserem Startup-Radar
Taxdoo
+++ Ende! Aus! Vorbei! Und ein Neustart! Das Hamburger TaxTech Taxdoo sammelte in den vergangenen Jahren rund 75 Millionen Euro ein – unter anderem von den bekannten Investoren Accel, Tiger Global und Visionaries Club. Bisher automatisiert das Unternehmen, 2016 gegründet, für Händler die Abführung der Umsatzsteuer, wenn diese Produkte in andere europäische Länder verkaufen. Doch damit ist nun Schluss! „Wir sind Marktführer. Wir haben ca. 3.000 Kunden. Wir wickeln 14,5 Milliarden Euro Umsatz im E-Commerce ab. Und trotzdem haben mein Mitgründer Christian und ich entschieden, dieses Geschäft Ende April einzustellen“, schreibt Gründer Roger Gothmann auf Linkedin. Stattdessen möchten die Hanseaten „alle Ressourcen auf das zu konzentrieren“, was die Zukunft des Unternehmens sichert: „KI-gestützte Buchhaltung für Onlinehändler. Ein System, das einem Händler nicht erst am Monatsende sagt, wie profitabel er ist: sondern jeden Tag“. Ein mutiger Schritt in einer Zeit, in der KI sich rasant entwickelt. Dies ist dem Team aber klar! „Wird das einfach? Nein. Wir nehmen bewusst einen temporären Umsatzverlust in Kauf. Wir betreten einen Markt mit finanzstarken Wettbewerbern. Und wir bauen dabei auf etwas, das sich täglich verändert: Künstliche Intelligenz“, schreibt Gothmann. Respekt für die Konsequenz! (Linkedin) Mehr über Taxdoo
Join Capital
+++ Millionen für DeepTech-Teams! Der 2015 gegründete Berliner Early Stage-Investor Join Capital legt derzeit seinen dritten Fonds (Zielgröße 235 Millionen) auf. Das Team rund um Jan Borgstädt, Sebastian von Ribbentrop und Tobias P. Schirmer plant dabei 25 Investments in DeepTech-Startups (DefenceTech, SpaceTech und Security). Der Europäische Investitionsfonds (EIF) investierte via InvestEU Defence Equity Facility (DEF) bereits 50 Millionen Euro in den neuen Join-Fonds. Der Geldgeber investierte hierzulande zuletzt unter anderem in ISPTech. Das Unternehmen aus Lampoldshausen entwickelt Antriebssysteme für Raumfahrzeuge, die auf grünen Treibstoffen basieren. Im Portfolio von Join befinden sich ansonsten über 30 Startups aus ganz Europa. Mehr über Join Capital
Creandum – Katharina Wilhelm
+++ Verstärkung! Katharina Wilhelm, bisher Partnerin beim bekannten Investor Index Ventures, wechselt als Partnerin zum schwedischen Early-Stage-Wagniskapitalgeber Creandum – siehe Manager Magazin. Von Berlin aus wird Wilhelm, die seit 2021 bei Index an Bord war, künftig gemeinsam mit Simon Schmincke das Deutschlandbüro des Investors führen. Der schwedische Geldgeber ist seit etlichen Jahren im großen Stil in Deutschland aktiv. 2024 legte der Klara-Investor seinen letzten Fonds (500 Millionen Euro) auf. Hierzulande ist Creandum unter anderem an CarOnSale, Superscale, doinstruct, Project Eaden, Sereact und Plancraft beteiligt. (Manager Magazin) Mehr über Creandum
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ Batterie-Unternehmen UniverCell bekommt 30 Millionen +++ Procurement-Startup Lio sammelt 30 Millionen ein +++ Cellbox erhält 3,5 Millionen +++ Finanzspritze für Fainite. Mehr im Deal-Monitor
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
Digital Business & Startups
Aus für Neosfer: Commerzbank schließt ihren Startup-Investor
Die Commerzbank schließt ihren Frühphaseninvestor Neosfer Ende Juni, wie Gründerszene erfahren hat. Die Venture-Einheit der Großbank mit Sitz in Frankfurt investierte vor allem in Fintechs und sollte neue Technologien sowie innovative Geschäftsmodelle in den Konzern bringen. Das erklärte Ziel: Lösungen entwickeln, die der Commerzbank und ihren Kunden einen digitalen Mehrwert bieten. Jetzt endet dieses Kapitel.
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„Investor schlief im Pitch ein“: Gründer teilen ihre schlimmsten VC-Erlebnisse
Wer heute im Silicon Valley Geld einsammelt, könnte morgen öffentlich mit seinen Investoren abrechnen. Genau das tun zumindest derzeit mehrere amerikanische Tech-Gründer – und sorgen damit für Unruhe in der Startup-Szene.
Auslöser der Debatte ist Greg Isenberg, Moderator des ‚The Startup Ideas Podcast‘. Auf X schilderte er vergangene Woche seine Erfahrungen bei der Suche nach 15 Millionen Dollar frischem Kapital für eine Serie-A-Runde – und löste damit eine Welle von Kritik an Risikokapitalgebern aus.
„12 Leute im Meeting. Einer der GPs ist komplett eingeschlafen. 30 Minuten lang tief und fest. Niemand hat es bemerkt. Alle haben einfach weitergemacht“, schrieb Isenberg und bezog sich dabei auf einen namentlich nicht genannten General Partner.
Isenberg habe seine Präsentation fortgesetzt und die Folien einem Investor gezeigt, den er als „bewusstlosen Mann in einem Herman-Miller-Stuhl“ bezeichnete. „Das ist Risikokapital“, schrieb er dazu auf X.
Andere Zeiten, andere Sitten
Aus Sicht von Travis Kalanick hat sich die Welt des Venture Capitals in den vergangenen Jahren grundlegend verändert – früher seien Pitch-Gespräche deutlich informeller abgelaufen, antwortete der Uber-Gründer auf den Post Isenbergs.
Kalanick erinnert sich an ein Fundraising-Meeting im Jahr 2001, das nicht in einem Konferenzraum, sondern in einem geparkten Lexus stattfand. Während der Gründer auf dem Beifahrersitz saß, habe der Investor seinen Laptop übernommen.
Der Investor habe den Rechner demnach „gepackt“, ihn „auf seinen dicken Bauch“ gelegt, gegen das Lenkrad gedrückt und selbst begonnen, durch die Präsentation zu klicken, erzählt Kalanick. „2001 lief das Fundraising ganz anders.“
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„Was wäre, wenn du sie alle entlässt?“
Dieser Austausch verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der Nischen-Community bereits erfolgreicher Millionärs- und Milliardärsgründer, die ständig online sind. Und weitere Gründer und CEOs mischten sich ein.
Cloudflare-CEO Matthew Prince erinnert sich daran, dass ein Partner von Sequoia Cloudflare abgelehnt habe, weil „er nicht glaubte, dass eine Frau ein Unternehmen für Sicherheitsinfrastruktur leiten könne“.
Prince verrät außerdem, dass er sich auch einmal mit Khosla Ventures getroffen habe, um über eine Investition in die Serie-C-Finanzierungsrunde von Cloudflare zu sprechen. Vinod Khosla, der legendäre Tech-Investor und Namensgeber der Firma, lud Prince und seine Mitgründer zum Abendessen ein, so Prince.
Gegen Ende des Gesprächs habe sich Khosla vorgebeugt und gesagt: „Ich bin von dir beeindruckt, von den anderen nicht so sehr. Was wäre, wenn du sie entlässt und ich dir all ihre Aktien gebe?“
Prince sagte, er sei so geschockt gewesen, dass er nie wieder mit Khosla gesprochen habe.
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VCs verteidigen sich in X-Beiträgen
Auf den Beitrag von Prince reagierten weitere Gründer und teilten ihre eigenen Erfahrungen mit Investor Vinod Khosla. Die Diskussion gewann schnell an Dynamik – so sehr, dass Khosla einen Großteil seines Samstags damit verbrachte, öffentlich Stellung zu beziehen. In mehr als einem Dutzend Beiträgen auf X reagierte er auf die Vorwürfe.
Teilweise wies er die geschilderten Vorfälle zurück und forderte Belege. In den meisten Beiträgen wiederholte er jedoch vor allem eine Botschaft: Ehrlichkeit sei die beste Strategie.
„Ich liege oft falsch, gebe aber immer ehrliche Meinungen ab. Manche finden das hart, aber heuchlerische Höflichkeit schadet Gründern“, schrieb er in einem Beitrag. „Brutale Ehrlichkeit gibt die Chance, sie zu bewerten und die Meinung anzunehmen oder abzulehnen. Großartige Gründer entscheiden sich für Ehrlichkeit. Es macht keinen Spaß, brutale Ehrlichkeit anzubieten.“
Auf eine Anfrage von uns nach einer Stellungnahme reagierte Khosla nicht.
Andere Branchenvertreter stellten sich hinter Vinod Khosla. So verwies der Frühphaseninvestor und Gründer Blake Byers auf Khoslas außergewöhnliche Karriere. Noch bevor er zu einem der einflussreichsten Risikokapitalgeber im Silicon Valley wurde, war Khosla Mitgründer von Sun Microsystems, einem der prägenden Technologieunternehmen der frühen Computerindustrie. „Er ist einer der aufrichtigsten Risikokapitalgeber, die es je gab“, schrieb Byers.
„Aha! Ihr Vater war ein Versager!“
In die Reihe ungewöhnlicher Investorengespräche reiht sich auch der Angel-Investor und Robotik-Experte Mark Cummins ein. Bei einem Pitch-Gespräch mit einem Partner einer französischen Venture-Capital-Firma ging es zunächst nicht um sein Unternehmen, sondern um die Karrieren seiner Eltern.„‚Was hat Ihr Vater gemacht?‘, fragte mich der Partner mit starkem französischen Akzent“, schrieb Cummins auf X.
Als er erklärte, sein Vater habe eine Ausbildung zum theoretischen Physiker absolviert, bevor er in die Wirtschaft wechselte, habe der Investor geantwortet: „Aha! Ihr Vater war ein Versager!“ Als Cummins anschließend erzählte, seine Mutter sei Biochemikerin gewesen und später Lehrerin geworden, folgte laut seiner Schilderung die nächste Bemerkung: „Auch eine Versagerin!“
Cummins versuchte daraufhin, das Gespräch zurück auf sein Unternehmen zu lenken. „Ich habe hundert Mitarbeiter und wir brauchen Finanzmittel. ‚Möchten Sie etwas über mein Unternehmen erfahren?‘“
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Kinder und erfolgreich Gründen? Laut einem VC ein No Go
Auch Claire Vo teilte eine Erfahrung, die ihr aus Gesprächen mit Investoren besonders in Erinnerung geblieben ist. Die Gründerin von ChatPRD berichtet, dass sie während eines Pitches einmal von einem Investor unterbrochen wurde. Dieser habe ihr gesagt, er sei froh, dass sie nicht versuche, gleichzeitig Kinder zu bekommen und ein Unternehmen aufzubauen.
„Ich liebe es, eine albtraumhafte VC-Geschichte zu erzählen!“, schrieb Vo.
Später reagierte sie auch auf die Debatte um Vinod Khosla. Einen seiner Beiträge, in dem er sich gegen die Vorwürfe verteidigte, verwandelte sie nach eigenen Angaben in einen „Pop-Punk-Kracher“.
Digital Business & Startups
Galvany sammelt 10 Millionen ein
#DealMonitor
+++ #DealMonitor +++ Wärmepumpen-Startup Galvany sammelt 10 Millionen ein +++ Handwerker-Startup Tawo erhält 4,5 Millionen +++ Manuel Ortlechner investiert in SportsTech Zone14 +++

Im #DealMonitor für den 8. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.
STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland
INVESTMENTS
Galvany
+++ Der niederländische EnergyTech-Investor SET Ventures und der Berliner ClimateTech-Geldgeber AENU investieren im Rahmen einer Seed-Investmentrunde 10 Milionen Euro in Galvany. Das Startup aus Berlin, 2022 von Raik Belka gegründet, kümmert sich Installation, Betrieb und Optimierung von Wärmepumpen. „Im Zentrum steht KI-gestütztes Energiemanagement, das Lastprofile in Echtzeit orchestriert und dynamische Stromtarife in messbare Endkundenersparnis übersetzt“, heißt es zum Konzept. 2025 erwirtschaftete das junge Unternehmen 20,1 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr: 2,8 Millionen). Unter dem Strich stand dabei ein „positives EBIT“. Für 2026 peilt das Team (90 Mitarbeitende) rund 60 Millionen an. Das frische Kapital soll unter anderem in den „Ausbau der Partnerstrukturen mit Installationsbetrieben“ fließen. SET Ventures hält nun 18,1 % am Unternehmen. AENU ist mit 17,2 % an Bord. Mehr über Galvany
Tawo
+++ Die Unternehmensgruppe Centrotec, die sich um nachhaltige Gebäudetechnik kümmert, das Unternehmen Leadership Datacenter (Rechenzentren), OBI SQUARED Venture Capital, die Handwerksgruppe HPM, H2 Ventures (Michael Haufler, Andreas Haufler) und weitere Business Angels investieren 4,5 Millionen Euro (darüber 500.000 Euro Fremdkapital) in Tawo. Beim Berliner Startup, von Daniel Broecker und Simon Probst angeschoben (beide ehemals Enpal), dreht sich alles um Elektroinstallation und Anlagenbau. In der Selbstbeschreibung heißt es: “Tawo liefert Handwerksqualität mit digitalen Prozessen – für saubere Dokumentation, weniger Reibung und mehr Termintreue.” Centrotec hält nun rund 8,8 % an Tawo. Mehr über Tawo
Zone14
+++ Der Ex-Austria-Wien-Kapitän Manuel Ortlechner investiert in Zone14 – siehe auch Brutkasten. Das Wiener SportsTech, 2021 gegründet, bietet „Videoanalaysen wie aus der Champions League für alle Vereine“. Damit möchte das Team der Gründer Tobias Gahleitner, Lukas Grömer und Simon Schmiderer Coaches helfen, „sich ohne großen Aufwand auf ihre Kernkompetenzen zu besinnen – ihre Mannschaften zu verbessern und kreative Lösungen und Taktiken zu finden“. Mehr über Zone14
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): azrael74
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