Digital Business & Startups
+++ Venture Capital +++ SPRIND +++ Next Frontier AI +++ Founders‘ Stories +++ Reel +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ Deutsche Startups sammeln 1,7 Milliarden Venture Capital ein +++ Next Frontier AI: 125 Millionen für heiße KI-Startups +++ Ab Juni: Founders‘ Stories 2.0 +++ Dänischer Stromlieferant Reel kommt nach Deutschland +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Dienstag, 5. Mai).
#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries
+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND
#STARTUPTICKER
Venture Capital
+++ Ein gutes Zeichen! Deutsche Startups sammelten laut KfW-Venture-Capital-Dashboard im ersten Quartal 2026 insgesamt 1,7 Milliarden Euro ein (+6 %). „Das Investitionsvolumen war dabei nicht von einzelnen Megadeals getrieben, sondern ergab sich aus einer stabilen Entwicklung in der Breite des Marktes“, teilt die KfW mit. Es geht somit wieder eindeutig aufwärts – auch wenn die Stimmung in der Szene weiter mies ist. Internationale Investoren spielten im ersten Quartal „anteilsmäßig wieder eine größere Rolle bei der Finanzierung deutscher Startups als in den Vorquartalen“. Investoren aus den USA stellten dabei mit 34 % die wichtigste Kapitalquelle für deutsche Startups dar. Die meisten Deals (18 %) entfielen in den vergangenen Monaten auf das Thema HealthTech, gefolgt von FinTech (15 %). Ansonsten dreht sich weiter alles um KI. „Deutsche Startups, die auf KI-basierte Anwendungen setzen, sammelten im ersten Quartal in 71 Finanzierungsrunden 967 Millionen Euro ein“, heißt es in der Analyse. (KfW) Mehr über Venture Capital
SPRIND – Next Frontier AI
+++ 125 Millionen für heiße KI-Startups! Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) startet mit „Next Frontier AI“ einen europaweiten Wettbewerb für aufstrebende KI-Startups, bei dem bis zu zehn Teams mit insgesamt 125 Millionen Euro unterstützt werden. „Das Ziel ist nicht die inkrementelle Weiterentwicklung bestehender Modelle – gesucht werden kreative Ansätze, die die algorithmischen Grenzen von heute verschieben und das Potential haben, die zu erwartenden Weiterentwicklungen bestehender KI-Ansätze bei weitem zu übertreffen“, teilt SPRIND zum Wettbewerb (24 Monate in drei Stufen) mit. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 1. Juni 2026. (Next Frontier AI) Mehr über SPRIND

Founders‘ Stories 2.0
+++ Spannender Lesestoff für Gründerinnen und Gründer! In „Founders‘ Stories 2: Was wir von Deutschlands spannendsten Gründern lernen können“ stellt Axel Täubert, Business Angel, Mentor und Head of Start-ups bei Google, wieder Persönlichkeiten aus der großen und weiten Startups-Welt und deren Geschichten vor. Der erfahrene Manager verspricht dabei „keine Hochglanz-Märchen, sondern ehrliche Lektionen über Resilienz, kluge Strategien und den Mut zur Verantwortung“. commercetools-Gründer Dirk Hörig beschreibt im Buch etwa, wie ein radikaler Pivot das Startup in letzter Sekunde rettete. Céline Flores Willers (The People Branding Company) zeigt, wie man mit knappen Ressourcen skaliert. Und Viktor Wingert (Enpal) erklärt, wie man Engpässe wie den Fachkräftemangel durch „First Principles Thinking“ radikal selbst löst. Das Buch erscheint am 23. Juni. Bis dahin am besten den Vorgänger (Founders‘ Stories: Scheitern als Geschäftsmodell) lesen! Jetzt bei amazon bestellen
Reel
+++ Preisschwankungen ade! Der dänische Stromlieferant und -händler Reel, der gerade 15 Millionen Euro eingesammelt hat, kommt nach Deutschland. „Deutschland ist der prägende Energiemarkt dieses Jahrzehnts – das Ausmaß der notwendigen Transformation ist enorm, und das Zeitfenster, sie richtig zu gestalten, ist schmal“, heißt es zur Expansion über die Landesgrenze. Reel, 2020 in Kopenhagen gegründet, bietet Unternehmen „transparente, feste Strompreise an“. Die Jungfirma ist dabei auf Erzeuger- und Verbraucherseite aktiv. Reel wird unter anderem vom Münchner Geldgeber UVC Partners und vom Berliner ClimateTech- und Energie-Investor Future Energy Ventures finanziell unterstützt. Hierzulande macht Reel unter anderem trawa und Flexpower (gehört zu Citadel) Konkurrenz. Das Berliner B2B-Energieunternehmen trawa, 2022 gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren bereits rund 36,5 Millionen Euro ein. Das Unternehmen ermöglicht mittelständischen Unternehmen, ihre Energiekosten zu reduzieren. Mehr über trawa
Odonata
+++ Bei Odonata, 2021 gegründet, dreht sich nach einem großen Pivot jetzt alles um unbemannte Logistik. Das Team aus Bayern entwickelt mit Pantala eine autonome Dual-Use-Langstrecken-Drohne. Der erste Schwebetest ging kürzlich erfolgreich über die Bühne. Mehr über Odonata
Startup-Radar
+++ Die Startup-Welt schläft nie! Zeit, einen Blick auf einige brandneue Unternehmen zu werfen, die man unbedingt auf dem Radar haben sollte. Diese Jungfirmen stellen wir euch heute vor: freudio, Texterial, PraxiOps, Detach und CNTR. Mehr im Startup-Radar
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ SAP kauft Prior Labs +++ Mobility Signage erhält 1,8 Millionen +++ Invertix bekommt 1,7 Millionen +++ Enviotech sammelt 1 Million ein. Mehr im Deal-Monitor
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
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SAP übernimmt KI-Startup Prior Labs – und will eine Milliarde investieren
SAP übernimmt das KI-Startup Prior Labs und investiert über eine Milliarde Euro in den Ausbau eines neuen Forschungslabors.
Der Softwarekonzern SAP übernimmt das Freiburger KI-Startup Prior Labs. Ziel ist es, die Entwicklung sogenannter Tabular Foundation Models (TFMs) voranzutreiben – KI-Modelle, die speziell auf strukturierte Unternehmensdaten ausgelegt sind.
Prior Labs soll weiterhin eigenständig operieren. SAP plant, in den kommenden vier Jahren mehr als eine Milliarde Euro in den Ausbau zu einem weltweit führenden KI-Forschungslabor zu investieren. Finanzielle Details des Deals wurden nicht bekannt, der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und wird für 2026 erwartet.
Mit der Übernahme will SAP seine Position im Bereich Business-AI stärken. TFMs gelten als vielversprechender Ansatz, um klassische Geschäftsdaten – etwa zu Kunden, Lieferketten oder Zahlungen – präziser auszuwerten als bisherige KI-Modelle.
Das Team von Prior Labs, gegründet von Frank Hutter, Noah Hollmann und Sauraj Gambhir, soll dabei eine zentrale Rolle spielen. Unterstützt wird das Unternehmen unter anderem von KI-Pionier Yann LeCun.
Der Schritt gilt als strategische Wette auf eine neue KI-Kategorie jenseits klassischer Sprachmodelle – mit Fokus auf die Daten, die den Kern vieler Unternehmen bilden.
Digital Business & Startups
Verwechselt Interesse nicht mit Nachfrage
#Interview
Nuvio Planet ermöglicht die präzise Analyse von Emissionen entlang komplexer Lieferketten. „Wenn ein Futtermittelunternehmen eine Einkaufsentscheidung ändert, weil Nuvio Planet es ihnen zeigt – das ist der Moment, der zählt“, sagt Gründerin Irene Rosique-Conesa.

Das Berliner Startup Nuvio Planet, 2023 von Irene Rosique-Conesa und Jorg Riesmeier gegründet, setzt auf eine Environmental Intelligence Software für die globale Protein- und Futtermittelindustrie. Ursprünglich entwickelte das Team seine Idee im BASF-Ökosystem, gründete Nuvio Planet dann aber aus.
„Jedes Produkt, das wir essen und das tierisches Protein enthält, stammt aus einer Lieferkette, die niemand wirklich vollständig überblicken konnte. Alle haben geraten. Wir haben Nuvio Planet gebaut, damit das nicht mehr nötig ist“, erklärt Gründerin Rosique-Conesa das Konzept.
Im Interview mit deutsche-startups.de spricht die Nuvio Planet-Macherin ausführlich über den Stand der Dinge in ihrem Unternehmen.
Wie würdest Du Deiner Großmutter Nuvio Planet erklären?
Jedes Produkt, das wir essen und das tierisches Protein enthält, also Fleisch, Eier, Milchprodukte, Fisch – stammt aus einer Lieferkette, die niemand wirklich vollständig überblicken konnte. Nicht das Unternehmen, das es hergestellt hat. Nicht der Landwirt, der das Futter angebaut hat. Nicht der Einkäufer, der es bezogen hat. Alle haben geraten. Wir haben Nuvio Planet gebaut, damit das nicht mehr nötig ist, indem wir zeigen, wo Kosten und Emissionen entstehen und wie man das verändern kann. Statt zu raten, können Unternehmen bessere Entscheidungen bei Einkauf, Rezeptur und Produktion treffen. Dasselbe Geschäft, bessere Margen, geringerer Fußabdruck. Stell dir das wie Kochen zu Hause vor. Wenn du genau weißt, welche Zutaten am meisten Energie und Geld verschwenden, kochst du klüger. Wir geben Unternehmen genau diese Klarheit – nur im Maßstab der Welternährung.
War dies von Anfang an Euer Konzept?
Der Kern hat sich nicht verändert. Aber die Rolle schon. Wir haben uns von der Modellierung von Wirkungen hin zur Einbettung in Entscheidungen entwickelt. Anfangs lebte Nachhaltigkeit in der Berichterstattung. Heute sitzt sie in Einkauf, Rezeptur und kommerziellen Abwägungen. Deshalb haben wir Nuvio Planet als Entscheidungsinfrastruktur für die tierische Proteinwertschöpfungskette gebaut, nicht als Reporting-Tool.
Wie hat sich Nuvio Planet seit der Gründung entwickelt?
Nuvio Planet ist ein junges Unternehmen, aber die zugrunde liegenden Modelle wurden über mehr als ein Jahrzehnt in der Industrie entwickelt und validiert. Heute arbeiten wir mit globalen Playern wie BASF, Evonik und Vall Companys zusammen – Unternehmen, die zusammen den Großteil der Emissionen in tierischen Proteinlieferketten abdecken. Umsatzzahlen teilen wir in dieser Phase nicht, aber was ich sagen kann: Die Gespräche, die wir führen, drehen sich nicht mehr um Pilotprojekte, sondern um Integration in großem Maßstab.
Was war zuletzt das Highlight bei Euch?
Wir haben den Schritt vollzogen von einem Nachhaltigkeitstool hin zu einem System, das dort sitzt, wo echte Entscheidungen getroffen werden: in Einkaufsprozessen, Futtermittelrezeptierung, kommerzieller Planung. Dieser Wandel ist eingetreten, weil unsere Kunden aufgehört haben, Umweltdaten als Reporting-Output zu behandeln und sie stattdessen als Input für ihre wirtschaftlichen Kalkulationen zu nutzen. Wenn ein Futtermittelunternehmen eine Einkaufsentscheidung ändert, weil Nuvio Planet es ihnen zeigt – das ist der Moment, der zählt. Das passiert immer öfter.
Blicke bitte einmal zurück: Was ist seit der Grüdung so richtig schief gegangen?
Wir haben überschätzt, wie schnell Regulierung in operative Veränderungen innerhalb von Unternehmen übersetzen würde. Der eigentliche Flaschenhals war nicht die Regulierung, sondern die Nutzbarkeit. Unternehmen hatten keinen Mangel an Daten. Ihnen fehlten Systeme, die Daten mit Entscheidungen verbinden.
Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Wir haben uns früh auf die wirtschaftliche Ebene konzentriert. In Lebensmittelsystemen sind Emissionen und Kosten eng verknüpft, besonders im Futtermittelbereich. Wenn man das einmal zeigt, hört Nachhaltigkeit auf, eine Debatte zu sein, und wird zur Margenfrage. Genau dort beginnt echte Adoption.
Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?
Verwechselt Interesse nicht mit Nachfrage. Gerade im Bereich Nachhaltigkeit werden die Menschen dir lange zustimmen, bevor sie tatsächlich kaufen. Baut für den Moment, in dem euer Produkt wirtschaftlich unvermeidbar wird. Dann bewegt sich etwas.
Wo steht Nuvio Planet in einem Jahr?
In einem Jahr sitzt Nuvio Planet in den Systemen, in denen Entscheidungen getroffen werden: Rezeptierungstools, Einkaufsprozesse, kommerzielle Planung. Und es reicht in die angrenzenden Ebenen hinein, von denen diese Entscheidungen abhängen – Lieferantendaten, Betriebsleistung und Portfoliostrategie. Nicht als Reporting-Schicht, sondern als Infrastruktur. Das Ziel ist einfach: Umweltwirkung wird Teil jeder wirtschaftlichen Entscheidung in der Wertschöpfungskette.
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Foto (oben): Nuvio Planet
Digital Business & Startups
Neuer 360-Millionen-Fonds bei Earlybird – was der VC jetzt plant
Neuer Mega-Fonds, neue Chefs: Der VC Earlybird legt mit 360 Millionen Euro den größten Fonds seiner Geschichte auf – und stellt gleichzeitig die Führung neu auf. Die Gründer Hendrik Brandis und Christian Nagel bleiben zwar operativ aktiv, ziehen sich aber über die nächsten Jahre schrittweise aus der Leitung zurück. Eine neue Generation übernimmt. Wir haben mit einem der zukünftigen Chefs aus dem neuen Dreier-Trio, Andre Retterath, gesprochen.
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