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Künstliche Intelligenz

Digitalminister Wildberger warnt vor dramatischen Jobverlusten durch KI


Deutschland muss sich nach Ansicht von Digitalminister Karsten Wildberger auf dramatische Jobverluste wegen des Vormarschs der Künstlichen Intelligenz einstellen. „Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende“, sagte Wildberger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Mein Appell geht daher an alle Gruppierungen; an Arbeitgeber, Gewerkschaften und aus der Zivilgesellschaft: Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu gestalten.“

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Durch KI entstünden aber auch neue Arbeitsplätze, dies gelte es zu nutzen, sagte der CDU-Politiker. „Die schlimmste aller Antworten wäre es, zu sagen: Wir lehnen KI ab. Aufhalten können wir das nämlich nicht. Wir können und müssen alles tun, um auch als Gesellschaft von der KI zu profitieren.“

„Wenn wir in Deutschland die KI-Technologie führend anwenden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu deutlich überproportionalem Wachstum führt, sehr hoch“, sagte Wildberger. „Das wäre eine Grundvoraussetzung, um diesen Wandel überhaupt gestalten zu können.“ Es brauche deutlich höhere Steuereinnahmen, um mit dem Geld den Jobmarkt umbauen zu können. „Wenn die KI den Informatikern, Mathematikern und vielen anderen ihre Jobs wegnimmt, dann brauchen diese Menschen eine andere sinnvolle Betätigung.“

Ein bedingungsloses Grundeinkommen könne Teil einer Lösung sein, um die Umwälzungen am Arbeitsmarkt aufzufangen, sagte der Minister. „Wir Menschen brauchen eine sinnstiftende Tätigkeit. Kaum jemand kann doch nur zu Hause sitzen und Videos schauen, ohne verrückt zu werden.“


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Künstliche Intelligenz

Microsoft verspricht weniger KI-Nerverei und stressfreie Updates für Windows 11


In einem recht detaillierten Blog-Post hat Microsofts Windows-Chef, Pavan Davuluri, umfangreiche Änderungen an vielen Funktionen von Windows 11 angekündigt. Ohne das ausdrücklich zu sagen, steckt darin die schon absehbare Abkehr von „KI überall“. Zudem sollen einige Funktionen, über die sich Nutzer immer wieder beschwerten, weniger aufdringlich gestaltet werden.

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In dem mit „Unser Bekenntnis zu Windows-Qualität“ überschriebenen Post wendet sich Davuluri ausdrücklich an Teilnehmer des Windows-Insider-Programms. Diese erhalten auf eigenes Risiko neue Funktionen schneller als über die allgemeinen Windows-Updates. Noch in den verbleibenden Tagen des März und im April sollen diese die geplanten Änderungen in neuen Builds erhalten. Sie sind aufgerufen, im neu gestalteten „Feedback Hub“ – dieser bietet nun unter anderem mehr Freitextfelder – ihre Meinung zu äußern. Was dann letztlich in die allgemein verfügbaren Builds einfließt, und vor allem wann, ist wie stets nicht absehbar.

Davuluri geht in seinem Beitrag vor allem auf zwei zentrale Punkte ein, an denen es immer mehr Kritik gab: die Integration von KI-Funktionen und das Verhalten von Windows Update. Letzteres soll in Zukunft weniger Unterbrechungen der Arbeit verursachen, unter anderem, indem sich Updates flexibler verschieben lassen und die Installation weniger Neustarts erfordert. Auch ein Neustart oder ein Herunterfahren ohne Installation von Updates, vermutlich wie schon unter Windows 10, soll künftig möglich sein. Bei neuen Geräten oder einer neuen Installation von Windows 11 lassen sich die Updates vorerst überspringen – das könnte für Administratoren eine spürbare Erleichterung darstellen.

Mit „Wir reduzieren unnötige Einstiegspunkte für Copilot“ gibt der Microsoft-Manager offen zu, dass sein Unternehmen es in den vergangenen Monaten mit dem Drang, die Windows-KI zu benutzen, deutlich übertrieben hat. Das brachte dem Unternehmen den Spottnamen „Microslop“ ein. Zunächst soll, so Davuluri konkret, der Hinweis auf Copilot aus dem Editor (Notepad), dem Snipping Tool für Screenshots und der Windows-Fotoanzeige entfernt werden. Generell soll Copilot künftig nur da erscheinen, wo es, so wörtlich „wirklich nützlich“ ist.

Auch, dass der Datei-Explorer für viele Anwender der Teil des Betriebssystems ist, mit dem man am häufigsten in direkten Kontakt kommt, erkennt Davuluri an. Dass der, auch auf derselben Hardware, von Windows 10 zu Windows 11 einfach zäher läuft, und umständlicher zu bedienen ist – etwa durch Einschränkungen in den Kontextmenüs –, erkennt Microsoft jetzt an. Daher soll eine neue Version, wiederum wörtlich, „schneller und zuverlässiger“ werden, was schon mit der Startzeit anfängt.

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Etwas mehr Windows 10 wagt Microsoft auch mit einer unmittelbar sichtbaren Änderung: Die Taskbar kann künftig wieder an allen vier Rändern des Bildschirms angedockt werden. Unter anderen Betriebssystemen, auch denen von Microsoft, seit Jahrzehnten eine Standardfunktion. Mit Windows 11 wurde diese jedoch gestrichen, und konnte nur durch Zusatztools reaktiviert werden. Nützlich ist das unter anderem für sehr breite Displays, etwa im 21:9-Format, bei denen man die Taskleiste vielleicht lieber an der Seite hat, um weniger scrollen zu müssen. Und bei sehr vielen gleichzeitig laufenden Programmen kann auch ein (zusätzliches) Hochkant-Display mit entsprechend langer Taskbar an der Seite sinnvoll sein.

Dass die zuletzt immer lautere Kritik bei Microsoft angekommen scheint, gipfelt in dem Satz von Davuluri am Ende seines Beitrags: „Windows gehört genauso euch wie uns.“ Wirtschaftlich stimmt das natürlich nicht, es wäre jedoch schön, wenn das Unternehmen seine Kunden auch langfristig wirklich etwas ernster nehmen würde.

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Künstliche Intelligenz

Top 7: Die beste Massagepistole im Test – schnelle Regeneration schon ab 35 Euro


Gegen schmerzhafte Muskelverspannungen versprechen Massagepistolen schnelle Linderung. Wir zeigen die besten Modelle.

Rund 75 Prozent aller deutschen Arbeitnehmer leiden regelmäßig an Rückenschmerzen. Die Ursachen sind vielfältig: falsche Sitzhaltung, Bewegungsmangel im Büroalltag oder Stress. All das kann zu Muskelverspannungen führen – und die verursachen teils starke Schmerzen. Besonders langes Sitzen am Schreibtisch kann zum Problem werden, da es zu Einschränkungen der Beweglichkeit und Beschwerden im Alltag führt. Eine gezielte Massage hilft, weil sie die Durchblutung im verspannten Gewebe anregt und Verklebungen im Fasziengewebe lösen kann. So lassen Schmerzen nach und die Beweglichkeit kehrt zurück.

Massagepistolen haben sich vom Nischenprodukt zum beliebten Wellness-Werkzeug entwickelt. Die Geräte versprechen Muskelentspannung auf Knopfdruck, indem sie gezielt Druck auf einzelne Muskelstränge am Körper ausüben – nicht nur am Rücken, sondern auch an Armen und Beinen. Besonders für Hobbysportler und Menschen, die viel reisen, sind Massagepistolen geeignet, da sie Support und Flexibilität bieten und sich durch ihre kompakte Bauweise leicht unterwegs einsetzen lassen. Das kann die Entspannung fördern und Schmerzen vorbeugen.

Doch wie sinnvoll ist der Einsatz wirklich? Wir zeigen Vor- und Nachteile, werfen einen Blick auf den aktuellen Stand der Wissenschaft und stellen die besten Geräte aus unseren Tests vor.

Welche ist die beste Massagepistole?

Testsieger ist die Beurer MG195 für 85 Euro. Sie kann nicht nur Wärme erzeugen, sondern auch kühlen. Sieben verschiedene Aufsätze und ein Transportkoffer gehören zum Lieferumfang.

Als Technologiesieger bietet die Bob and Brad D6 Ultra besonders ausgereifte Features mit hoher Amplitude und Stoppkraft – das Gerät ist schon fast etwas für Profis. Der Preis von 200 Euro ist aber entsprechend hoch.

Preis-Leistungs-Sieger ist die Beurer MG79. Die Massagepistole ist handlich, bietet aber eine gute Perkussionsmassage. Der Preis von 35 Euro ist äußerst fair.

KURZÜBERSICHT

Die Beurer MG195 für rund 85 Euro hebt sich klar von der Konkurrenz ab: Sie kombiniert Vibrationsmassage mit einer Wärme- und Kühlfunktion – das bieten nur wenige Geräte in dieser Preisklasse. Verarbeitung und Bedienung überzeugen, und mit sieben verschiedenen Aufsätzen deckt sie nahezu jeden Anwendungsbereich ab.

VORTEILE

  • Vielseitigkeit durch Wärme-Kälte-Kopf
  • viele Aufsätze & 9 Intensitätsstufen
  • lange Akkulaufzeit
  • Laden per USB-C

NACHTEILE

  • nur ein Aufsatz für die Thermofunktion
  • lange Ladezeit
  • USB-C-Netzteil nicht im Lieferumfang dabei

Die Bob and Brad D6 Ultra überzeugt mit 16 mm Amplitude, hoher Stoppkraft und leisem Betrieb. Der drehbare Arm und acht Aufsätze machen sie vielseitig. Die automatischen Geschwindigkeitsänderungen in drei Modi brachten im Test keinen Mehrwert. Mit 1,27 kg und großem Transport-Case ist sie nichts für unterwegs – aber für 200 Euro ein solides Profigerät.

VORTEILE

  • 16 mm Amplitude mit hoher Stoppkraft 
  • Drehbarer Massagearm in 6 Positionen 
  • geräuscharmer Betrieb
  • 8 Massageaufsätze 
  • Transport-Case 

NACHTEILE

  • Akku fest verbaut
  • Neigt bei höheren Geschwindigkeiten zum Springen
  • keine App oder Bluetooth-Anbindung

Die Beurer MG79 eignet sich für alle, die ein unkompliziertes, zuverlässiges Massagegerät für den Heimgebrauch oder fürs Büro suchen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt – wer ein zuverlässiges Massagegerät für den regelmäßigen Einsatz sucht und keine Spielereien benötigt, bekommt hier ein faires Angebot ab 35 Euro.

VORTEILE

  • kompakte T-Form
  • drei sinnvoll nutzbare Intensitätsstufen
  • automatische Abschaltung nach 10 Minuten

NACHTEILE

  • kein Transportkoffer im Lieferumfang
  • kein Netzteil dabei

Ratgeber

Wie funktioniert eine Massagepistole?

Eine Massagepistole erinnert auf den ersten Blick an einen Akkubohrer – der Name leitet sich vom pistolenförmigen Griff ab. Er sorgt dafür, dass das Gerät gut in der Hand liegt und sich einfach bedienen lässt. Statt eines Bohrfutters sitzt vorn ein Massagekopf aus Gummi oder Schaumstoff, den ein bürstenloser Elektromotor mit integriertem Lithium-Ionen-Akku antreibt.

Die meisten Modelle werden als akkubetriebene Einheit geliefert und bieten dadurch hohe Flexibilität und Mobilität. Herstellerangaben zufolge wiegen gängige Massagepistolen zwischen rund 550 und 950 g. Die Betriebszeit pro Akkuladung liegt je nach Modell zwischen 90 Minuten und über sechs Stunden, die Lautstärke beträgt größtenteils etwa 60 dB. Anzahl und Art der mitgelieferten Aufsätze variieren je nach Hersteller, die meisten Geräte bringen mindestens drei Aufsätze mit.

Je nach Modell schafft das Gerät über 3.000 Schläge pro Minute bei Frequenzen zwischen 15 und 50 Hertz. Die Amplitude von mehreren Millimetern Hub sorgt dafür, dass die Impulse mithilfe verschiedener Aufsätze tief ins Gewebe eindringen. Höhere Amplituden (über 10 mm) eignen sich besonders für tiefsitzende Verspannungen. Die meisten Massagepistolen bieten mehrere Vibrationsstufen, um unterschiedliche Bedürfnisse abzudecken. Eine LED-Anzeige zeigt die aktuelle Vibrationsstufe und den Ladezustand an.

Fachleute bezeichnen diese Behandlungsform als perkussive Therapie. Sie wirkt deutlich intensiver als etwa eine elektrische Massageauflage: Die schnellen, wiederkehrenden Druckstöße lösen Verklebungen in den Faszien, machen das Bindegewebe wieder geschmeidig und senken den Muskeltonus.

Die mechanischen Reize regen zudem die Blutzirkulation an und fördern die Nährstoffversorgung im Muskelgewebe, was die Regeneration beschleunigt. Forscher nehmen an, dass die Impulse sensorische Neuronen in den Muskelfasern aktivieren. Das Gehirn erkennt Verspannungen dadurch gezielter und steuert mit einer Lockerung der betroffenen Muskulatur aktiv dagegen.

Der größte Vorteil: Fremde Hilfe ist grundsätzlich nicht erforderlich, Kraft zum Massieren braucht es kaum. Allerdings sind die schnellen Impulse im Handgelenk spürbar. Durch den Akku und den Motor bringen die Geräte ein gewisses Gewicht mit – eine gute Massagepistole sollte daher leicht und ergonomisch geformt sein, um das Handgelenk zu schonen. Zahlreiche Modelle verfügen außerdem über eine automatische Abschaltfunktion, die vor Überhitzung schützt.

Speziell am Rücken erreicht man nicht alle Stellen problemlos selbst – wer sich dabei verrenkt, bewirkt das Gegenteil von Entspannung. Für schwer erreichbare Partien empfehlen wir daher, eine zweite Person um Hilfe zu bitten.

Welche Vorteile hat der Einsatz einer Massagepistole?

Die Perkussionsmassage bietet mehrere nachgewiesene Vorteile. An erster Stelle steht die Verbesserung der Beweglichkeit: Eine im Journal of Sports Science and Medicine veröffentlichte Studie zeigte, dass bereits eine fünfminütige Behandlung der Wadenmuskulatur die Dorsalflexion um durchschnittlich 18 Prozent steigern kann. Wichtig dabei: Die Muskelkraft blieb unverändert, die Massage ermüdet nicht. Das bedeutet, dass sie auch als Teil eines Aufwärmprogramms genutzt werden kann.

Die Perkussionsmassage bietet mehrere nachgewiesene Vorteile. An erster Stelle steht die Verbesserung der Beweglichkeit: Eine im Journal of Sports Science and Medicine veröffentlichte Studie zeigte, dass bereits eine fünfminütige Behandlung der Wadenmuskulatur die Dorsalflexion um durchschnittlich 18 Prozent steigern kann. Wichtig dabei: Die Muskelkraft blieb unverändert, die Massage ermüdet den Muskel nicht. Das bedeutet, dass sie sich auch als Teil eines Aufwärmprogramms eignet.

Beurer Massage Gun MG99

Massagepistolen sind besonders für Arme, Beine, Waden und Nacken geeignet und können gezielt bei Verspannungen und Bewegungseinschränkungen in diesen Bereichen helfen. Sie lindern Beschwerden, die durch Sport oder langes Sitzen entstehen.

Die Geräte lassen sich sowohl vor dem Training zur Aktivierung der Muskulatur als auch danach zur Regeneration einsetzen. Die Anwendung ist einfach selbst durchführbar, was Therapeuten entlastet und zeitliche Flexibilität ermöglicht. Vor dem Training genügen 30 bis 60 Sekunden pro Muskelgruppe, für die Regeneration empfehlen sich ein bis zwei Minuten pro Hauptmuskelgruppe auf niedriger bis mittlerer Intensitätsstufe. Sportlern wird geraten, die Massagepistole zwei- bis dreimal pro Woche gezielt einzusetzen. Jede Muskelpartie sollte dabei zwischen 30 Sekunden und wenigen Minuten behandelt werden – nicht länger als eine Stunde am Stück.

Auch bei der Regeneration zeigen sich positive Effekte: Die Druckstöße und Vibrationen regen die Blutzirkulation und den Lymphfluss an, was die Nährstoffversorgung des Gewebes verbessert und Stoffwechselendprodukte schneller abtransportiert. Die perkussive Therapie fördert so die Durchblutung, beschleunigt die Erholung und sorgt für eine effektive Muskelentspannung.

Gezielte Übungen mit der Massagepistole – etwa für das Faszientraining oder den Schulter-Nacken-Bereich – unterstützen die Muskelgesundheit zusätzlich. Bei allen Anwendungen sollte auf die individuellen Bedürfnisse und mögliche Einschränkungen geachtet werden. Bei regelmäßiger Anwendung kann zudem der verzögert einsetzende Muskelkater, in der Fachsprache als Delayed Onset Muscle Soreness bekannt, reduziert werden.

Zwei Übersichtsarbeiten aus den Jahren 2023 (Sams et al., 2023, Konrad et al.) bestätigen diese Theorien weitgehend. Die Analyse von 13 Studien ergab, dass Perkussionstherapie die Muskelkraft und Explosivkraft verbessern sowie Schmerzen im Bewegungsapparat verringern kann. Allerdings sind für eine nachhaltige Schmerzreduktion mehrere Behandlungen erforderlich, während Flexibilitätsverbesserungen bereits nach einer einzelnen Anwendung messbar sind.

Welche Risiken gibt es bei der Nutzung einer Massagepistole?

Trotz der positiven Ergebnisse ist die wissenschaftliche Datenlage nicht eindeutig. Eine weitere Studie fand keinen signifikanten Unterschied zwischen Perkussionsmassage und klassischem statischem Dehnen hinsichtlich der Flexibilitätsverbesserung. Die Technologie bietet hier also keinen grundsätzlichen Vorteil gegenüber etablierten Methoden, sondern eher eine zeitsparende Alternative.

Vor der ersten Anwendung sollten die Herstellerangaben und die Bedienungsanleitung sorgfältig gelesen werden – sie enthalten wichtige Hinweise zur sicheren Nutzung und zu möglichen Einschränkungen. Treten während der Behandlung Schmerzen auf, sollte die Intensität sofort reduziert oder die Anwendung abgebrochen werden. Schwangere und Menschen mit bekannten Vorerkrankungen sollten vor der Nutzung unbedingt ärztlichen Rat einholen.

Bestimmte Personengruppen sollten ganz auf den Einsatz verzichten – etwa Menschen mit Thrombosen, Blutgerinnungsstörungen, frischen Verletzungen, Hautinfektionen oder chronischen Knochenerkrankungen wie Osteoporose.

Bei Diabetes oder neurologischen Erkrankungen mit Gefühlsstörungen besteht laut Studien die Gefahr, Gewebeschäden nicht rechtzeitig zu bemerken. Betroffene sollten die Anwendung vorab mit ihrem Arzt abklären. Doch auch gesunde Menschen müssen aufpassen: Bereiche mit oberflächlichen Nerven und Gefäßen sind empfindlich. Tabu sind die Wirbelsäule sowie der vordere Halsbereich.

Wie wendet man eine Massagepistole richtig an?

Entscheidend für die Sicherheit und Wirksamkeit einer Perkussionsmassage ist die korrekte Technik. Das Gerät sollte langsam über den Muskel geführt werden, ohne zusätzlichen Druck auszuüben. Eine ergonomische Form sorgt dafür, dass die Massagepistole gut in der Hand liegt und das Handgelenk schont. Viele Modelle verfügen über eine LED-Anzeige, die Vibrationsstufe und Ladezustand auf einen Blick zeigt.

Einsteiger beginnen mit der niedrigsten Geschwindigkeitsstufe und steigern bei Bedarf schrittweise. Vor dem Training genügen 30 bis 60 Sekunden pro Muskelgruppe, für die Regeneration empfehlen sich ein bis zwei Minuten pro Hauptmuskelgruppe auf niedriger bis mittlerer Intensitätsstufe.

Bob and Brad M7 Plus

Eine Anwendung sollte insgesamt nicht länger als eine Stunde dauern. Sportlern wird geraten, die Massagepistole zwei- bis dreimal pro Woche gezielt einzusetzen. Die Herstellerangaben und die Bedienungsanleitung sollten dabei unbedingt beachtet werden.

Die meisten Massagepistolen werden mit verschiedenen Massageköpfen geliefert – Anzahl und Art variieren je nach Hersteller, mindestens drei Aufsätze sind aber in der Regel dabei. Kugelaufsätze eignen sich für große Muskelgruppen, während der Kegelaufsatz gezielt Triggerpunkte behandelt und tiefer sitzende Verspannungen löst. Gabelaufsätze sind ideal für den Bereich entlang der Wirbelsäule oder der Achillessehne. Flache Aufsätze kommen häufig bei Massagen mit Öl oder bei Behandlungen mit Wärme und Kälte zum Einsatz – sie eignen sich gut, um müde Muskeln zu lockern und die Regeneration zu beschleunigen.

Weiche oder luftgefüllte Aufsätze sind für empfindliche Stellen wie Schultern und Handgelenke gedacht. Einige hochpreisige Modelle bieten zusätzlich Wärme- oder sogar Kälteaufsätze für kombinierte Therapieansätze. Wichtig: Direkt auf die Wirbelsäule oder andere Knochenvorsprünge sollte man die Massagepistole niemals aufsetzen.

Fazit

Eine Massagepistole kann Beweglichkeit und Regeneration unterstützen – sie ersetzt nach aktuellem Forschungsstand aber weder eine professionelle Physiotherapie noch klassische Dehnübungen. Als Ergänzung zum Training oder zur Selbstbehandlung von Alltagsverspannungen bietet sie einen Mehrwert, sofern man Anwendungsregeln und Kontraindikationen beachtet.

Kurzum: Massagegeräte sind hilfreich, aber kein Wundermittel. In unseren Tests prüfen wir verschiedene Modelle auf Praxistauglichkeit, Verarbeitung und Preis-Leistungs-Verhältnis – eine therapeutische Empfehlung geben wir dabei bewusst nicht ab.

Testsieger ist die Beurer MG195: Sie bietet neben Wärmefunktion auch Kühlung sowie sieben Aufsätze. Technologiesieger ist die Bob and Brad D6 Ultra. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die Beurer MG79.

BESTENLISTE

Massagepistole Beurer MG195 im Test: Wärme, Kälte und sieben Aufsätze

Kompakt, kraftvoll, mit Wärme- und Kälteaufsatz – das ist die Massagepistole Beurer MG 195. Im Praxistest muss sie zeigen, was sie tatsächlich leisten kann.

VORTEILE

  • Vielseitigkeit durch Wärme-Kälte-Kopf
  • viele Aufsätze & 9 Intensitätsstufen
  • lange Akkulaufzeit
  • Laden per USB-C

NACHTEILE

  • nur ein Aufsatz für die Thermofunktion
  • lange Ladezeit
  • USB-C-Netzteil nicht im Lieferumfang dabei

Kompakt, kraftvoll, mit Wärme- und Kälteaufsatz – das ist die Massagepistole Beurer MG 195. Im Praxistest muss sie zeigen, was sie tatsächlich leisten kann.

Massagepistolen gibt es mittlerweile von zahlreichen Anbietern, und auch die etablierten Hersteller rüsten nach: Die Beurer MG195 für rund 85 Euro kombiniert klassische Perkussionsmassage mit zuschaltbarer Wärme- und Kältefunktion. Ob das in der Praxis zuverlässig funktioniert, zeigt dieser Testbericht.

Lieferumfang

Die Beurer MG195 wird in einem stabilen Aufbewahrungskoffer geliefert, der beim Transport schützt. Das Gerät macht aber einen so stabilen Eindruck, dass es auch ohne den Koffer in der Trainingstasche mitgenommen werden kann. Im Lieferumfang sind neben dem Muskelmassagegerät auch sieben Massage-Aufsätze, ein USB-C-Kabel und eine Gebrauchsanweisung sowie ein Wärme- und Kälteaufsatz enthalten.

Die Aufsätze im Detail

Der Kälte- und Wärmekopf ist laut Anleitung für großflächige Bereiche wie Oberschenkel oder Brustmuskulatur geeignet. Bei stärkerer Vibration ist es allerdings kaum möglich, die Oberfläche kontinuierlich auf die Haut zu drücken, sodass der Wärme- und Kälteeffekt schnell verpufft.

Der Spiralkopf ist für tiefes Muskelgewebe und punktuelle Behandlungen, etwa der Fußsohle, gedacht, während der Luftpolsterkopf für empfindliche Bereiche wie den Nacken konzipiert wurde. Der Bogenkopf ist eine Besonderheit des Systems. Er soll sich an die Rundungen der Extremitäten anpassen und hat nur geringe Kontaktflächen. Der Kugelkopf ist für größere Muskelgruppen wie Oberarm oder Wade gedacht, während der u-förmige Kopf für den unteren Rücken gedacht ist. Die Wirbelsäule ist hier aber ausgeschlossen, auch wenn der Aufsatz so wirkt, als könnte man sie damit bearbeiten. Die Achillessehne kann damit hingegen massiert werden. Der flache Kopf ist für große Körperbereiche vielseitig einsetzbar. Bei den Aufsätzen hat uns der Luftpolsterkopf am meisten gefallen, weil er die Vibration gut auf den Körper überträgt, ohne dass gleich die Gefahr von zu heftigem Druck besteht.

Die einzelnen Aufsätze lassen sich ohne Werkzeug durch Aufstecken bzw. Herausziehen wechseln. Gegebenenfalls muss leicht daran gedreht werden.

Verarbeitung und Design

Das Gerät präsentiert sich in klassischem Grau-Schwarz, mit einer t-förmigen Bauweise. Der Haltegriff ist gummiert. Die Verarbeitungsqualität macht einen soliden Eindruck – alle Komponenten sitzen fest und wackelfrei.

Besonders auffällig: das runde Display auf der Rückseite des Geräts, das alle wichtigen Informationen auf einen Blick zeigt. Der LED-Leuchtring am Massagekopf signalisiert durch Farbwechsel (blau für Kälte, rot für Wärme) den aktiven Modus, wenn der Wärme-Kältekopf aufgesetzt ist. Ansonsten stellt ausgerechnet der als Ein- und Ausschalter markierte Knopf die verschiedenen Vibrationsstufen ein. Die Stufen muss man sequenziell durchschalten, weshalb der Massagekopf beim Verändern der Stärke keinen Körperkontakt haben sollte.

Praktische Anwendung

Vor dem ersten Einsatz muss man das Gerät laden, wobei sich der USB-Anschluss an der Unterseite des Haltegriffs befindet. Während des Ladevorgangs kann man es nicht benutzen. Drei LEDs zeigen den Ladezustand an.

Das Display auf der Rückseite zeigt die Wärme- und Kältestufe durch drei LEDs in Rot bzw. Blau an. Per Drehregler passt man die Temperatur an. Im Wärme- und Kältekopf befindet sich ein kleiner Lüfter, der aber nicht allzu laut ist. Zusätzlich wird auf dem Bildschirm die Intensitätsstufe angezeigt.

Das Gerät bietet ein breites Intensitätsspektrum von sanft bis kraftvoll. Wir empfehlen, mit der niedrigsten Stufe zu beginnen und sie nur langsam zu steigern. Die Anwendung sollte niemals Schmerzen erzeugen.

Bei empfindlichen Personen können leichte Hautrötungen oder kleine Hämatome auftreten – dies ist laut Hersteller ein positiver Therapieeffekt durch die geförderte Durchblutung. Bei übermäßigen Hautirritationen sollte die Anwendung aber abgebrochen und ein Arzt konsultiert werden. Hier merkt man schon, dass es besser ist, behutsam mit dem Gerät und sich selbst umzugehen.

Der Griff ist für Leute mit kleineren Händen zu dick. Unabhängig davon übertragen sich die Vibrationen deutlich auf die Hand, was selbst nach wenigen Minuten und bei geringen Stufen anstrengend werden kann.

Ladezeit und Akkukapazität

Der Akku wird etwa drei Stunden geladen und hält dann etwa 4,5 Stunden durch. Da man in der Regel nicht mehr als 10 Minuten massiert, sollten mehrere Wochen Nutzung möglich sein, ohne dass das Gerät neu aufgeladen werden muss.

Die Akkustandsanzeige besteht aus drei LEDs. Bei zu niedrigem Akkustand schaltet sich das Gerät automatisch ab. Geladen wird über USB-C, wobei kein Netzteil beiliegt, was in Haushalten mit moderner Elektronik wie Smartphones und Tablets kein Problem ist. Wer das Gerät aber verschenkt, sollte vielleicht an ein kleines Netzteil denken, damit die Massagepistole gleich verwendet werden kann. Passende Modelle zeigen wir in der Top 10: Das beste Handy-Ladegerät bis 65 W im Test – auch günstig schnell laden.

Preis

Beurer ruft für die MG195 eine UVP von 150 Euro auf. Der aktuelle Marktpreis ist niedriger und der Bestpreis liegt bei aktuell rund 85 Euro. Damit gehört das Gerät zum mittleren bis gehobenen Preissegment in dieser Sparte.

Fazit

Die Massagepistole Beurer MG195 hebt sich durch die Kombination aus Vibrationsmassage, Wärme- und Kältefunktion von der breiten Masse ab. Die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck, die Bedienung ist intuitiv und die sieben verschiedenen Aufsätze decken nahezu alle Anwendungsbereiche ab. Was uns weniger gefallen hat, sind die starken Vibrationen, die sich auf das Handgelenk übertragen, selbst bei niedrigeren Stufen.

Im Vergleich zu einfachen Massagepistolen ohne Temperaturaufsatz zum Wärmen und Kühlen ist das MG 195 zwar teurer, bietet aber mehr Funktionen. Die Kombination aus Perkussionsmassage und Thermotherapie gibt es aber auch bei Konkurrenzprodukten, sodass sich ein Preis- und Leistungsvergleich lohnt. Wer ausschließlich eine klassische Massagepistole ohne Zusatzfunktionen sucht, findet günstigere Alternativen.

Bob and Brad D6 Ultra im Test: Profi-Massagepistole mit brachialem Gegendruck

Die Bob and Brad D6 Ultra verspricht Profi-Massage mit Wärmefunktion. Wir haben getestet, ob die leistungsstarke Massagepistole im Alltag überzeugt.

VORTEILE

  • 16 mm Amplitude mit hoher Stoppkraft 
  • Drehbarer Massagearm in 6 Positionen 
  • geräuscharmer Betrieb
  • 8 Massageaufsätze 
  • Transport-Case 

NACHTEILE

  • Akku fest verbaut
  • Neigt bei höheren Geschwindigkeiten zum Springen
  • keine App oder Bluetooth-Anbindung

Die Bob and Brad D6 Ultra verspricht Profi-Massage mit Wärmefunktion. Wir haben getestet, ob die leistungsstarke Massagepistole im Alltag überzeugt.

Massagepistolen haben sich als Werkzeug zur Regeneration und zum Aufwärmen vor dem Sport etabliert – und können auch bei Muskelverspannungen helfen. Die sogenannte perkussive Massage arbeitet mit unterschiedlichen Aufsätzen, die je nach Körperregion zum Einsatz kommen. Zum Lieferumfang der D6 Ultra gehört außerdem ein Wärmeaufsatz, der eine zusätzliche Wärmebehandlung auf der Kontaktfläche ermöglicht.

Die Bob and Brad D6 Ultra richtet sich an Nutzer, die eine leistungsstarke Massagepistole mit praxistauglichem Design suchen. Ob das Gerät hält, was der Hersteller verspricht, zeigt unser Test.

Design & Lieferumfang

Die D6 Ultra wird in einem solide verarbeiteten Transportkoffer geliefert, in dem jedes Teil seinen festen Platz hat: die Massagepistole selbst, eine separate Tasche für die Aufsätze, das USB-C-Ladekabel und das Netzteil. Wer einmal verstanden hat, wie die Einzelteile eingelegt werden, bekommt den Koffer auch problemlos wieder zu.

Die Pistole misst 26,7 × 19,3 × 7,9 cm und wiegt 1,27 kg – das ist für eine Massagepistole vergleichsweise viel. Sofort ins Auge fällt das parallelogrammförmige Doppelgriff-Design: Während die meisten Massagepistolen eher an einen Haarföhn erinnern, setzt Bob and Brad auf eine ungewöhnliche Form – die in der Praxis aber zuverlässig funktioniert. Das Gerät liegt in nahezu jeder Haltung ausgewogen in der Hand. Leicht ist es allerdings nicht. Der um bis zu 90 Grad abkippbare Kopf soll helfen, auch schwer erreichbare Körperregionen zu behandeln – das klappte im Test gut.

Bob and Brad D6 Ultra

Nachteilig: Mit frisch eingecremten Händen wird der Griff schnell rutschig. Er lässt sich zwar auch beidhändig umfassen, wir raten aber davon ab, auf diese Weise mehr Druck auf den Körper auszuüben – das kann schnell schmerzhaft werden.

Die Verarbeitung aus ABS-Kunststoff wirkt solide. Alle Schnittstellen – Ladebuchse (USB-C), Tasten und Aufsatzaufnahme – sitzen sauber und spielfrei. Der Massagekopf wird durch Eindrehen im Uhrzeigersinn gesichert, die sich in der Praxis aber bewährt. Das Gerät muss dafür ausgeschaltet sein. Bei den ersten Versuchen schalteten wir es allerdings versehentlich ein, weil der Ein-/Ausschalter genau dort sitzt, wo der Daumen instinktiv landet.

Im Lieferumfang sind acht Aufsätze enthalten:

  • Kugelkopf (große Muskelgruppen)
  • Standard-Kugelkopf (breite Anwendung)
  • Luftkissenkopf (empfindliche Bereiche)
  • Kugelkopf spitz / Bullet Head (Triggerpunkte, tiefes Gewebe)
  • Schaufelkopf (Schulterblätter)
  • Flacher Kopf (unterer Rücken, Triggerpunkte)
  • Dämpfungskopf (knöcherne und empfindliche Bereiche)
  • Wärmekopf (direkter Hautkontakt, 18 Infrarot-LEDs)

Für den Klappmechanismus legt der Hersteller sogar etwas Schmierfett bei – das haben wir im Testzeitraum aber nicht benötigt.

Anwendung

Die Inbetriebnahme ist unkompliziert: Aufsatz eindrehen, Einschalttaste drei bis fünf Sekunden gedrückt halten, fertig. Das OLED-Display auf der Oberseite zeigt die eingestellte Geschwindigkeit, den Akkustand, die Intensität und den aktiven Modus an.

Die Steuerung ist schlicht, aber funktional. Sechs Geschwindigkeitsstufen zwischen 1500 und 2500 U/min lassen sich über kurze Drücke auf den Power-Knopf durchschalten. Zusätzlich stehen vier Modi zur Wahl:

  • M1 (Manuell): Die Geschwindigkeit bleibt konstant auf dem gewählten Niveau.
  • M2 (Aufsteigend): Die Drehzahl steigt automatisch von 1500 auf 2500 U/min in Fünf-Sekunden-Schritten – laut Hersteller besonders geeignet für die Regeneration nach dem Sport.
  • M3 (Absteigend): Umgekehrte Reihenfolge von M2, gedacht für die Aktivierung vor dem Training.
  • M4 (Dreieckswelle): Die Drehzahl steigt bis 2300 U/min an und fällt im Zwei-Sekunden-Rhythmus wieder ab.

Nach zehn Minuten Dauerbetrieb schaltet das Gerät automatisch ab – ein sinnvoller Schutz vor Überhitzung und zu langer Anwendung an einer Stelle. Im Standby ohne Aktivität erfolgt die Abschaltung nach 60 Sekunden.

Bob and Brad D6 Ultra

Der drehbare Arm gehört zu den Besonderheiten der D6 Ultra. Er lässt sich in sechs Positionen zwischen 0 und 90 Grad einstellen und ermöglicht so die Behandlung von Rücken, Waden oder der Schulterpartie, ohne akrobatisches Verrenken. Zum Verstellen wird der Arm über einen Knopf an der linken Geräteseite entriegelt und rastet danach in der gewünschten Position zuverlässig ein.

Im Test zeigte sich, dass die angegebene Stoppkraft von 38,5 kg in der Praxis deutlich spürbar ist: Selbst beim Aufsetzen mit festem Druck auf Oberschenkel- oder Schultermuskulatur bricht Schlagbewegung nicht ab. Generell fällt auf, dass das Gerät recht rabiat zur Sache geht. Auf sehr harten Oberflächen springt der Massagekopf allerdings hin und her – der Dämpfungskopf in Kombination mit einer reduzierten Geschwindigkeit schafft hier Abhilfe.

Der Wärmeaufsatz verfügt über eigene Bedientasten: Langes Drücken schaltet ihn ein oder aus, ein kurzer Druck wechselt die Intensitätsstufe. Auch hier erfolgt nach zehn Minuten eine automatische Abschaltung.

Akku & Leistung

Der eingebaute 2500-mAh-Akku wird über USB-C mit dem beiliegenden Netzteil geladen. Der Hersteller empfiehlt, ausschließlich dieses zu verwenden – im Test funktionierte aber auch ein handelsübliches USB-C-Netzteil problemlos. Eine vollständige Ladung dauert knapp über 3 Stunden. Ein blinkendes Akkusymbol auf dem Display zeigt den Ladevorgang an; sobald es erlischt, ist der Akku voll.

Bei der Akkulaufzeit kommt es stark auf die gewählte Intensität an: Im normalen Betrieb hielt der Akku im Test bis zu drei Stunden, auf den höchsten Stufen waren es nur noch rund zwei Stunden. Bei regulärer Nutzung – also einigen Minuten pro Tag – reicht eine Ladung damit problemlos für mehrere Wochen. Positiv: Die D6 Ultra unterstützt Schnellladen mit 20 Watt über USB-C und ist damit deutlich zügiger wieder einsatzbereit als viele Konkurrenzmodelle.

Der Akku ist fest verbaut. Wer plant, das Gerät über viele Jahre intensiv zu nutzen, sollte das berücksichtigen – allerdings ist uns zuletzt keine Massagepistole mit austauschbarem Akku untergekommen.

Preis

Die Bob and Brad D6 Ultra ist regulär für 250 Euro erhältlich. Aktuell ist sie auf 200 Euro reduziert. Dafür bekommt man einen drehbaren Massagearm, acht Aufsätze inklusive Wärmekopf, ein robustes Transport-Case, ein USB-C-Netzteil sowie eine bebilderte Anleitung in deutscher Sprache – die auch deutliche Warnhinweise enthält, an welchen Körperstellen das Gerät nicht eingesetzt werden darf.

Fazit

Die Bob and Brad D6 Ultra ist ein durchdachtes Gerät für alle, die eine professionelle Massagepistole suchen – allerdings mit 1,27 kg kein Leichtgewicht. Besonders hervorzuheben sind die 16 mm Amplitude in Kombination mit der hohen Stoppkraft von 38,5 kg sowie der geräuscharme Betrieb. Etwas fragwürdig fanden wir hingegen die automatischen Geschwindigkeitsänderungen in drei der vier Modi: Kein anderes von uns getestetes Gerät bietet das – und in der Praxis konnten wir den an- und abschwellenden Intensitäten keinen Mehrwert abgewinnen.

Wer eine leise, funktionelle und gut ausgestattete Massagepistole für Sport, Regeneration und gezielte Muskelarbeit sucht, ist mit der D6 Ultra gut bedient. Der Platzbedarf des großen Transport-Cases sollte allerdings nicht unterschätzt werden.

Beurer MG79 im Test: Kompakte Massagepistole schon ab 35 Euro

Die kompakte Massagepistole Beurer MG79 verspricht Muskelentspannung trotz kleiner Bauform. Ob das Mini-Gerät im Alltag wirklich überzeugt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • kompakte T-Form
  • drei sinnvoll nutzbare Intensitätsstufen
  • automatische Abschaltung nach 10 Minuten

NACHTEILE

  • kein Transportkoffer im Lieferumfang
  • kein Netzteil dabei

Die kompakte Massagepistole Beurer MG79 verspricht Muskelentspannung trotz kleiner Bauform. Ob das Mini-Gerät im Alltag wirklich überzeugt, zeigt unser Test.

Die Beurer MG79 ist eine besonders kleine Massagepistole – mit ihrem handlichen, t-förmigen Design und drei verschiedenen Aufsätzen eignet sie sich sowohl für großflächige als auch für punktuelle Massagen. Dank kompakter Abmessungen kann sie bequem ins Fitnessstudio oder auf Reisen mitgenommen werden.

Im Test zeigen wir, wie sich das kleine Kraftpaket für nur 35 Euro in der Praxis schlägt.

Design & Lieferumfang

Die Beurer MG79 kommt in einer schlichten Verpackung. Zum Lieferumfang gehören das Massagegerät selbst, drei unterschiedliche Aufsätze und eine kleine Tragehülle. Die schützt das Gerät vor Kratzern, ist aber nicht vergleichbar mit den teils aufwendigen Köfferchen teurerer und größerer Modelle. Das schwarze Gehäuse besteht aus Kunststoff. Der Haltegriff liegt dank seiner ergonomischen Form gut in der Hand und ermöglicht eine sichere Führung während der Anwendung. Im Gegensatz zu so manchem Konkurrenzmodell ist der Haltegriff auch für kleinere Hände geeignet, weil er nicht so dick ist. Das Gerät misst ungefähr 8,4 × 14,7 × 3,8 cm und wiegt 250 g.

Auf der Rückseite des Griffs befindet sich der Ein- und Ausschalter. Die Taste wird auch zur Intensitätsregelung verwendet, LEDs zeigen die jeweilige Stufe an. Das ist einfach und selbsterklärend. Allerdings gelang es im Test einer älteren Person nicht auf Anhieb, das Gerät einzuschalten, weil der Knopf recht klein ist.

Im Lieferumfang befinden sich drei Aufsätze, die in das Gerät eingesetzt werden können. Der flache Kopf eignet sich am besten für die Oberschenkel oder die Waden. Seine breite Auflagefläche verteilt den Druck gleichmäßig und ermöglicht eine angenehme Massage größerer Muskelpartien.

Der Spiralkopf ist für tiefes Muskelgewebe und gezielte, punktuelle Massagen konzipiert – etwa für die Fußsohle oder stark verspannte Triggerpunkte. Seine spezielle Form ermöglicht eine intensive Behandlung kleinerer Bereiche. Mit diesem Aufsatz und den höheren Stufen sollte man etwas Vorsicht walten lassen, damit es keine blauen Flecken gibt.

Der Luftpolsterkopf des MG79 ist unser liebster Aufsatz, weil er sich zur Nackenmassage eignet und richtig angenehm ist. Durch die weichere Oberfläche wirkt die Massage deutlich sanfter als bei den anderen Aufsätzen. Die vom Hersteller vorgeschlagene Massage der Wangenknochen war uns auch in der niedrigsten Stufe zu stark.

Anwendung

Die Bedienung ist intuitiv. Das Gerät startet durch langes Drücken der Ein-Aus-Taste. Mit jedem weiteren kurzen Tastendruck wechselt man durch die drei Leistungsstufen. Im Gegensatz zu größeren und teureren Geräten sind die drei Massagestufen allesamt nutzbar, vermutlich, weil das Pulsieren nicht so stark ist. Die Aufsätze lassen sich bequem und schnell ohne Werkzeug tauschen. Der alte Aufsatz wird einfach herausgezogen, der neue bis zum spürbaren Einrasten eingeschoben. Die Befestigung sitzt fest und zuverlässig.

Eine Massage sollte immer als angenehm empfunden werden. Für jeden Körperbereich empfiehlt sich laut Hersteller eine Anwendungsdauer von etwa 10 Minuten. Nach dieser Zeit schaltet sich das Gerät automatisch ab. Wie bei allen Massagepistolen gilt, dass die höheren Stufen nicht überall eingesetzt werden sollten. Wenn es weh tut, ist die Behandlung zu intensiv. Bei bestimmten Vorerkrankungen wie Thrombosen, Diabetes oder mit Herzschrittmacher sollte vor der Nutzung ein Arzt konsultiert werden. Für Schwangere ist die Anwendung laut Hersteller tabu.

Im Praxistest zeigte sich: Arme, Beine und Schultern lassen sich gut selbst behandeln. Für den Rückenbereich benötigt man Hilfe. Die Vibration wird nur geringfügig auf die Hand übertragen, was nicht bei allen Massagepistolen der Fall ist. Das kann sonst sehr unangenehm sein.

Ein wichtiger Hinweis aus der Praxis: Bei zu starker Druckausübung stoppt das Gerät kurzzeitig. Dies schützt den Motor und signalisiert dem Nutzer, dass mit weniger Druck gearbeitet werden sollte. Fest aufdrücken sollte man eine Massagepistole grundsätzlich nicht.

Akku

Das Laden dauert etwa eineinhalb Stunden, was im Vergleich zu anderen Massagepistolen sehr wenig ist. Die Akkulaufzeit liegt bei etwa 3 Stunden. Das reicht meistens für mehrere Anwendungen in der Woche. Die Akkuanzeige ist sehr einfach gehalten. Bei 25 bis 100 Prozent leuchtet die LED weiß, unter 25 Prozent blinkt sie rot. Dies gibt ausreichend Zeit, um das Gerät rechtzeitig aufzuladen, bevor es sich automatisch abschaltet. Während des Ladens kann das Gerät nicht verwendet werden. Ein USB-C-Netzteil liegt nicht bei.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung für das Beurer MG79 liegt bei etwa 69,99 Euro. Im Handel geht es derzeit allerdings schon bei rund 35 Euro los. Für diesen fairen Preis erhält man ein solides Massagegerät mit guter Verarbeitung und ausreichend Zubehör.

Fazit

Die Beurer MG79 Massage Gun Compact hinterlässt einen positiven Eindruck. Ihre kompakte Bauweise ist bei mobilem Gebrauch ideal, die Akkulaufzeit ausreichend gut. Die Tatsache, dass kein USB-C-Netzteil dabei ist, spielt für die meisten Nutzer heute keine Rolle mehr, weil diese Geräte mittlerweile weitverbreitet sind.

Besonders überzeugt die Vielseitigkeit der drei Aufsätze, die unterschiedliche Massagebedürfnisse abdecken. Die Intensitätsstufen bieten genug Abstufungen und die bei vielen Massagepistolen übertrieben starken Stufen fehlen einfach.

Die Beurer MG79 eignet sich für alle, die ein unkompliziertes, zuverlässiges Massagegerät für den Heimgebrauch oder fürs Büro suchen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt – Wer ein zuverlässiges Massagegerät für den regelmäßigen Einsatz sucht und keine Spielereien benötigt, bekommt hier ein faires Angebot.

Bob and Brad Q2 Mini im Test: Massagepistole in klein, leise & günstig

Kompakt, leise und gute Selbstanwendbarkeit – die Massagepistole Bob and Brad Q2 Mini zeigt, dass auch kleine Geräte zum Mitnehmen Gutes leisten können.

VORTEILE

  • kompakte Abmessungen
  • Transport-Case im Lieferumfang
  • leiser Betrieb
  • ergonomischer Griff

NACHTEILE

  • lange Ladezeit
  • höhere Stufen zu kräftig

Kompakt, leise und gute Selbstanwendbarkeit – die Massagepistole Bob and Brad Q2 Mini zeigt, dass auch kleine Geräte zum Mitnehmen Gutes leisten können.

Massagepistolen lockern verspannte Muskeln nach dem Sport, lindern Verspannungen im Büroalltag und fördern die Regeneration, so zumindest die Hersteller. Die Bob and Brad Q2 Mini positioniert sich als kompakte Alternative zu den oft wuchtigen Standard-Modellen und verspricht volle Leistung im Taschenformat. Ob das Konzept aufgeht und für wen sich das Gerät für rund 65 Euro eignet, zeigt unser Test.

Design & Lieferumfang

Die Q2 Mini kommt in einem hübschen, festen Transport-Case mit Reißverschluss, das alle Komponenten sicher verstaut. Im Lieferumfang befinden sich neben der Haupteinheit fünf verschiedene Massageköpfe: ein u-förmiger Kopf für die Nackenpartie, ein großer und ein kleiner Kugelkopf für unterschiedliche Muskelpartien, ein Luftkissen-Kopf für empfindliche Bereiche sowie ein flacher Kopf für großflächige Anwendungen.

Dazu liegt ein USB-C-Ladekabel bei, allerdings fehlt ein Netzteil – hier muss man auf vorhandene Handy- oder Notebook-Ladegeräte zurückgreifen oder eben ein Netzteil kaufen. Auf jeden Fall wird so die Netzteilinflation reduziert, die es früher gab, als noch proprietäre Anschlüsse üblich waren.

Die Verarbeitung der Massagepistole selbst und der Aufsätze wirkt hochwertig. Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff mit einer teils hochglänzenden Oberfläche, die Fingerabdrücke oder Creme-Flecken geradezu anzieht. Ein Teil ist gummiert, darunter auch das einzige Bedienelement, das als Ein- und Ausschalter sowie zur Stufenregulierung dient. Da es sich um einen einzelnen Knopf handelt, muss man sich durch alle fünf Stufen sequenziell durchschalten – und dabei sollte man die Massagepistole nicht auf den Körper drücken, weil die oberen Stufen schon sehr stark sind.

Die Pistole liegt auch bei längerer Nutzung gut in der Hand, selbst bei verschwitzten oder eingecremten Händen. Magnesia und Liquid Chalk sollte man vorher aber gründlich abwaschen, da es sich sonst auf den Gummiteilen festsetzen kann.

Uns hat die Formgebung des Geräts gefallen. Zusammen mit dem niedrigen, nicht zu geringen Gewicht von etwa 400 Gramm kann die Massagepistole gut verwendet werden, auch an Körperstellen, die nicht so leicht erreicht werden. Am Rücken muss man sich natürlich von Dritten helfen lassen.

Die einzelnen Aufsätze können ohne Werkzeug gewechselt werden. Bei ausgeschaltetem Gerät dreht man sie einfach aus ihrer Halterung heraus, setzt einen anderen Aufsatz hinein, der mit einer geringen Drehung sicher wieder eingerastet wird.

Mit Abmessungen von 14,6 × 8,6 × 4,8 cm und einem Gewicht von rund 400 g liegt die Q2 Mini deutlich unter den Maßen herkömmlicher Massagepistolen. Sie passt problemlos in jede Sporttasche oder den Rucksack und eignet sich damit hervorragend für die Anwendung unterwegs, im Fitnessstudio oder auf Reisen, auf denen wir die mitgelieferte Transportverpackung empfehlen. Die Aufsätze sind naturgemäß ebenfalls recht klein, weshalb man auf größeren Muskelgruppen so ein wenig mehr Zeit benötigt als mit großflächigeren Aufsätzen. In der Praxis stellt dies aber kein wirkliches Manko dar. Die Massagedauer sollte ohnehin pro Muskelpartie nur wenige Sekunden dauern.

Anwendung

Das Einschalten ist denkbar einfach. Nach dem Aufladen wird das Gerät durch das Drücken des Einschalters aktiviert. Dann sollte auf jeden Fall schon ein Massageaufsatz eingesteckt worden sein. Zur Akkuanzeige gibt es drei verschiedene LED-Farben. Die Intensitätsstufen werden mit den LEDs angezeigt. Das mag auf den ersten Metern verwirrend sein – die Zahl der beleuchteten Punkte entspricht nicht dem Akkustand, sondern der Intensitätsstufe.

Ein kurzer Tastendruck startet die erste Stufe mit 1800 Impulsen pro Minute – laut Hersteller ideal zum Aufwärmen oder für empfindliche Bereiche. Jeder weitere Tastendruck erhöht die Intensität um eine Stufe, bis man bei Stufe 5 mit 3000 Impulsen pro Minute ankommt, die wir für viel zu stark halten. In unseren Versuchen reichte eigentlich in allen Fällen die ersten beiden Stufen aus.

In der Praxis zeigt sich die Q2 Mini als kraftvoll, trotz der kompakten Bauweise. Mit 25 Watt Nennleistung erreicht sie zwar nicht die Wucht professioneller Modelle, für den Heimgebrauch und leichte bis mittelschwere Verspannungen reicht die Leistung aber vollkommen aus. Ohnehin sollte man Massagepistolen nur sanft über die Muskulatur führen, ohne festen Druck auszuüben. Sonst kann es schnell Blutergüsse und Schmerzen geben. Das Handbuch empfiehlt bestimmte Anwendungszeiten für verschiedene Bereiche, die aber selten über einer halben Minute liegen.

Die verschiedenen Aufsätze machen einen spürbaren Unterschied. Der u-förmige Kopf eignet sich hervorragend für die Nackenmuskulatur. Der große Kugelkopf ist unser Favorit für große Muskelgruppen wie Oberschenkel, Waden oder den oberen Rücken. Mit dem kleinen Kugelkopf erreicht man punktuell tiefere Schichten, etwa bei Triggerpunkten in der Schulter. Der Luftkissen-Kopf federt sanft und eignet sich für empfindliche Bereiche, während der flache Kopf großflächig arbeitet und sich gut für die Fußsohlen eignet.

In allen Fällen sollte man unbedingt die bebilderte, aber leider sehr klein geschriebene Anleitung beachten, die die entsprechenden Partien benennt, in denen das Gerät eingesetzt werden darf, und mit welcher Intensität und Dauer.

Völlig tabu sind Gesicht, Oberseiten von Händen und Füßen, die Wirbelsäule, die Schienbeine, operierte Bereiche und der Genitalbereich. Wer gesundheitliche Einschränkungen hat oder schwanger ist, sollte laut Anleitung unbedingt vor der Anwendung seinen Arzt befragen und nicht einfach herumprobieren.

Die Lautstärke bewegt sich im akzeptablen Rahmen. Auf den ersten beiden Stufen ist das Gerät angenehm leise und eignet sich auch für die Nutzung in Büros. Ab Stufe vier wird das Motorengeräusch deutlicher hörbar. Wir empfehlen eigentlich nur die erste Stufe, danach kann es schnell schmerzhaft werden. Ungünstigerweise verlockt das Gerät dazu, nach der Devise: Mehr hilft mehr. Unsere blauen Flecken nach dem Test zeigen, dass dies hier nicht zutrifft.

Akku

Der integrierte Akku mit 2500 mAh bietet unserer Erfahrung nach ausreichend Kapazität für die Gerätegröße. Die Ladezeit beträgt laut Hersteller 210 Minuten, also 3,5 Stunden, wenn ein Standard-Handy-Netzteil mit 5V/2A verwendet wird. Im Test erreichten wir mit einem entsprechenden Netzteil tatsächlich eine Vollladung in rund 3 Stunden und 40 Minuten. Beim Laden kann das Gerät nicht benutzt werden, worauf der Hersteller ausdrücklich hinweist.

Die Akkulaufzeit hängt stark von der gewählten Intensitätsstufe ab. Auf Stufe drei hielt der Akku im Test rund 2,5 Stunden. Auf der niedrigsten Stufe sind sogar über vier Stunden drin. Für den normalen Heimgebrauch mit zwei bis drei Anwendungen pro Woche reicht eine Akkuladung problemlos für mehrere Wochen. Eine spürbare Selbstentladung haben wir nicht erkennen können.

Preis

Die Bob and Brad Q2 Mini ist für rund 65 Euro in verschiedenen Farben erhältlich. Für diesen Preis erhält man ein hochwertiges Massagegerät mit fünf Aufsätzen und fünf Intensitätsstufen.

Fazit

Die Bob and Brad Q2 Mini überzeugt als kompakte Massagepistole mit durchdachtem Design und guter Leistung. Die fünf Intensitätsstufen zwischen 1800 und 3000 U/min decken ein breites Anwendungsspektrum ab, wir hätten sogar mit weniger starken Stufen eine gute Note vergeben.

Positiv fallen die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht auf, die das Gerät zum idealen Begleiter für Fitnessstudio, Büro oder Reisen machen. Die Verarbeitung ist hochwertig, der ergonomische Griff liegt gut in der Hand.

Massagepistole Bob and Brad M7 Plus im Test: handlich, günstig & mit Wärme

Kompakt, leise und mit Wärmefunktion: Die Bob and Brad M7 Plus zeigt, dass kleine Massagepistolen große Wirkung haben und Muskeln effektiv entspannen können.

VORTEILE

  • kompakt
  • preiswert
  • Aufsatz mit Wärme

NACHTEILE

  • kein Case oder Koffer
  • höhere Massagestufen fast zu stark

Kompakt, leise und mit Wärmefunktion: Die Bob and Brad M7 Plus zeigt, dass kleine Massagepistolen große Wirkung haben und Muskeln effektiv entspannen können.

Massagepistolen sollen mit schnellen, kräftigen Stößen verspannte Muskeln lockern und zusätzlich die Regeneration nach dem Training fördern. Das Modell Bob and Brad M7 Plus fällt dabei durch seine kompakte, faustlingsartige Form auf – anders als klassische Pistolen liegt es gut in der Hand, ohne auf Leistung zu verzichten. Trotz des handlichen Designs steckt ein kräftiger Motor darin, der ordentlich Druck erzeugen kann. Wie sich das mobile Massagegerät im Praxistest schlägt, erläutert unser Test.

Design & Lieferumfang

Die Bob and Brad M7 Plus kommt in einem kompakten, quadratischen Karton. Enthalten sind das Massagegerät selbst, mehrere Aufsätze und ein USB-A-auf-USB-C-Kabel. Ein Netzteil fehlt, hier empfiehlt sich ein handelsüblicher Ladeadapter. Für den Transport liegt ein Stoffbeutel bei – ein fester Koffer wäre praktischer gewesen.

Die Verarbeitung wirkt hochwertig, obwohl das Gehäuse aus Kunststoff besteht. Der gummierte Griff sorgt für sicheren Halt. Eine kurze Anleitung erklärt die Bedienung sowie die Einsatzbereiche der Aufsätze.

Zum Lieferumfang gehören ein Kugelaufsatz als universelle Lösung, ein flacher Aufsatz für große Muskelpartien, ein Gabelaufsatz für Bereiche neben der Wirbelsäule sowie ein Kegelaufsatz für punktuelle Tiefenmassage. Besonders interessant ist der flache Wärmeaufsatz, der separat per USB-C geladen wird. Er erwärmt sich leicht, fördert die Durchblutung und unterstützt so die Lockerung von Verspannungen.

Die M7 Plus ist deutlich kompakter als klassische Modelle. Mit 13,5 × 8,5 × 4,8 cm liegt sie gut in der Hand, wiegt nur 400 g und erlaubt dadurch auch längere Anwendungen, ohne zu ermüden.

Anwendung

Vor dem ersten Einsatz sollte die Massagepistole vollständig aufgeladen werden. Der gewünschte Aufsatz wird anschließend einfach aufgesteckt – schnell und ohne Kraftaufwand.

Das Gerät startet mit einem langen Druck auf die Power-Taste. Eine LED-Anzeige auf der Geräteunterseite zeigt die gewählte Leistungsstufe. Durch kurzes Drücken lässt sich die Intensität erhöhen, zum Ausschalten wird die Taste erneut länger gedrückt.

Die Bob and Brad M7 Plus erreicht bis zu 3000 Umdrehungen pro Minute. Im Test reichte meist Stufe 2, höhere Stufen sind für erfahrene Nutzer oder besonders harte Verspannungen gedacht – entsprechend sinkt dann auch die Akkulaufzeit. Nach etwa 10 Minuten schaltet sich das Gerät automatisch ab, um Überlastung zu vermeiden. Empfohlen sind maximal 20 Minuten pro Sitzung und rund 2 Minuten pro Muskelgruppe.

Der Wärmeaufsatz bietet zwei Stufen mit jeweils 38 °C und 41 °C. Bei aktivierter Wärme leuchtet der Aufsatz rot. Die Wärmefunktion soll die Durchblutung fördern und die Regeneration unterstützen. Alternativ gibt es einen Modus mit blauem Licht, aber ohne Wärme. Das soll laut Hersteller die Hautregeneration unterstützen.

In der Anwendung zeigt sich die M7 Plus einfach und kraftvoll zugleich. Einsteiger sollten zunächst bei Stufe 1 bis 2 bleiben. Wichtig: Nicht über Knochen fahren, um Schmerzen zu vermeiden. Arme und Beine lassen sich gut selbst behandeln. Für den Rücken raten wir zur Unterstützung durch jemanden.

Akku

Der vollständige Ladevorgang dauert je nach verwendetem Netzteil etwa 2 bis 3 Stunden. Im Test hielt der Akku rund 2,5 Stunden bei Nutzung auf Stufe 3 durch. Bei niedrigeren Stufen sind 3 bis 4 Stunden realistisch.

Der Wärmeaufsatz ist in rund 1 bis 1,5 Stunden vollständig aufgeladen und hält anschließend etwa 45 bis 60 Minuten durch – abhängig von der gewählten Temperaturstufe.

Preis

Bei Amazon bekommt man die Massagepistole derzeit reduziert für 65 Euro statt 80 Euro (UVP) – das ist ein fairer Preis für die gebotene Leistung.

Fazit

Die Bob and Brad M7 Plus überzeugte im Test mit einfacher Handhabung, kompaktem Format und kräftiger Leistung. Trotz ihrer geringen Größe arbeitet sie überraschend stark – meist genügte Stufe 2, gelegentlich Stufe 3. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Akkulaufzeit von 2 bis 3 Stunden ist ebenfalls überzeugend.

Mit fünf Aufsätzen, darunter einem mit integrierter Wärmefunktion, ist für jede Muskelgruppe der passende Kopf dabei. Das Gerät eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene. Der Transport gestaltet sich dank des handlichen Formats einfach, auch wenn lediglich ein Stoffbeutel beiliegt – ein Case wäre praktischer gewesen. Insgesamt bietet die Bob and Brad M7 Plus ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist uneingeschränkt empfehlenswert.

Massagepistole Beurer MG99 Massage Gun im Test: günstig, kompakt & kraftvoll

Muskelschmerzen und Verspannungen sollen durch die Massagepistole Beurer PhysioLine MG99 auch ohne professionelle Massage durch Eigenbehandlung verschwinden. Ob das klappt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • vier verschiedene Aufsätze für unterschiedliche Anwendungen
  • fünf Intensitätsstufen
  • lange Akkulaufzeit von bis zu 5 Stunden
  • automatische Abschaltung nach 10 Minuten

NACHTEILE

  • lange Ladezeit von mindestens 3,5 Stunden
  • kein Transportkoffer im Lieferumfang
  • starke Gehäusevibrationen bei höchster Stufe

Muskelschmerzen und Verspannungen sollen durch die Massagepistole Beurer PhysioLine MG99 auch ohne professionelle Massage durch Eigenbehandlung verschwinden. Ob das klappt, zeigt unser Test.

Die MG99 von Beurer soll gegen Muskelschmerzen helfen, indem gezielt durch die mitgelieferten Aufsätze Vibrationen mit mehr oder minder hoher Intensität auf die Muskeln abgegeben werden. Das ist keine klassische Massage, soll aber trotzdem helfen und kostet aktuell knapp 60 Euro. Wir haben die Massagepistole getestet.

Design & Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehören das Massagegerät selbst, vier unterschiedliche Aufsätze und ein Netzadapter zum Aufladen. Das ist bei den von uns getesteten Massagepistolen ein Novum, die meisten Hersteller setzen darauf, dass die Kunden über ein USB-C-Netzteil verfügen.

Die Verarbeitung macht einen hochwertigen und langlebigen Eindruck. Das blaumetallicfarbene Gehäuse ist aus robustem Kunststoff gefertigt. Die Farbe wirkt etwas exzentrisch. Im Vergleich zu anderen Massagepistolen gibt es keine gummierten Griffflächen. Dennoch liegt die MG99 gut in der Hand. Zwar gibt es noch kleinere Modelle, angesichts der Leistung ist das Gerät aber ausreichend kompakt.

Das Design folgt der klassischen Pistolenform. Auf der Unterseite des Griffs befinden sich der Ein-/Aus-Schalter sowie die Buchse zum Aufladen. Eine Taste auf der Rückseite des Pistolenkopfes erlaubt die Intensitätsregelung. Eine LED-Akkustandanzeige mit drei LEDs klärt über den Ladezustand auf, während eine separate LED-Reihe mit fünf Lichtern anzeigt, welche Pulsstufe eingestellt ist. Unten ist ein Ein- und Ausschalter in den Griff eingebaut. Das hat so keines der Konkurrenzmodelle.

Im Lieferumfang sind vier Aufsätze enthalten. Der Kugelkopf ist für großflächige Bereiche und große Muskelgruppen wie Oberarme oder Waden gedacht und kann den Druck durch die große Fläche gleichmäßig aufbringen. Der Spiralkopf soll gezielte, punktuelle Massagen ermöglichen. Das hilft besonders beim Lösen von Verspannungen, wobei auch hier gilt, dass weniger Intensität mehr bringt – vor allem keine blauen Flecken. Der u-förmige Aufsatz ist für den unteren Rücken und die Achillessehne gedacht. Die Wirbelsäule darf nicht mit Massagepistolen bearbeitet werden, auch nicht in der leichtesten Stufe. Der flache Massagekopf ist primär für die Oberschenkel gedacht.

Was uns stört, ist das Fehlen eines Transportkoffers für die Massagepistole und deren Zubehör. Natürlich ist das Gerät eher für den stationären Gebrauch gedacht, doch wer es auf Reisen oder zum Sport mitnehmen will, muss sich einen Beutel oder Ähnliches besorgen.

Anwendung

Vor dem ersten Einsatz muss das MG99 erst einmal aufgeladen werden, was etwa dreieinhalb Stunden dauert. Leuchten alle drei LEDs, ist der Akku wieder voll.

Im Test erwies sich Stufe 2 als ausreichend für die tägliche Entspannung nach dem Büroalltag. Bei stärkeren Verspannungen können auch noch die Stufen 3 und 4 helfen, die Stufe 5 ist unserer Meinung nach überflüssig, weil sie viel zu stark ist. Dabei vibriert sogar das Gehäuse der Pistole vernehmbar, und es ist schwer, sie in der Hand zu halten.

Praktische Anwendung

In der Anleitung ist mit Schaubildern beschrieben, wo man die unterschiedlichen Köpfe anwenden sollte. Die Aufsätze können ohne Werkzeug einfach durch Herausziehen und Hineinstecken gewechselt werden, wobei eine leichte Drehbewegung erforderlich ist.

Wie immer gilt, dass die Massage nur so stark vorgenommen werden sollte, wie sie als angenehm empfunden wird. Eine Partie sollte nur wenige Minuten behandelt werden. Damit das nicht überstrapaziert wird, schaltet sich das Gerät nach etwa zehn Minuten ab. Leider gibt es keinen sonstigen einstellbaren Timer, um Überbelastungen vorzubeugen.

Akku

Die Ladezeit von mindestens dreieinhalb Stunden für eine vollständige Ladung fällt vergleichsweise lang aus. Andere Massagepistolen laden in zwei bis drei Stunden. Allerdings entschädigt die Akkulaufzeit für diese Wartezeit: Mit einer vollen Ladung sind bis zu fünf Stunden Betrieb möglich. Das reicht für mehrere Wochen regelmäßiger Nutzung. Während des Ladevorgangs kann das Gerät nicht eingesetzt werden.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung für das Beurer MG99 beträgt 120 Euro. Der Straßenpreis liegt allerdings deutlich niedriger und so gibt es die MG99 schon für unter 60 Euro. Für diesen Preis erhält man ein solides Massagegerät mit guter Verarbeitung und ausreichend Zubehör.

Fazit

Die Beurer MG99 Massage Gun Compact hinterlässt im Test einen etwas getrübten Eindruck. Die Farbgestaltung ist sicherlich Geschmackssache, das Fehlen eines Transportkoffers sicher nicht. Was uns etwas verunsichert, ist die starke Vibration des Gehäuses bei stärkster Stufe. Weitere Abstriche gibt es bei der Ladezeit von 3,5 Stunden.

Wer auf Funktionen wie App-Steuerung, Wärme- und Kälteaufsätze oder noch mehr Aufsätze verzichten kann, erhält mit dem MG99 ein sehr starkes Gerät zum fairen Preis.

Aerlang-Massagepistole mit Wärmefunktion im Test: Lohnt sich das 38-Euro-Modell?

Massagepistole mit Wärmekopf für unter 40 Euro: Wir haben das Modell von Aerlang getestet und zeigen, was das günstige Modell im Alltag leistet.

VORTEILE

  • Wärmefunktion mit drei Temperaturstufen
  • 7 Aufsätze 
  • 20 Geschwindigkeitsstufen
  • große LED-Anzeige 

NACHTEILE

  • kein Netzteil im Paket
  • Hub nur durchschnittlich
  • Wärmeaufsatz mit eigenem Akku

Massagepistole mit Wärmekopf für unter 40 Euro: Wir haben das Modell von Aerlang getestet und zeigen, was das günstige Modell im Alltag leistet.

Massagepistolen sollen verspannte Muskeln lockern und die Regeneration nach dem Sport beschleunigen. Die Auswahl reicht von günstigen Einstiegsmodellen bis zu hochpreisigen Profigeräten – doch wie brauchbar sind die preiswerten Varianten wirklich? Um das herauszufinden, haben wir die Massagepistole von Aerlang getestet: ein Modell mit sieben Aufsätzen und Wärmekopf, das für deutlich unter 40 Euro zu haben ist. Kann solch ein Gerät in der Praxis überzeugen?

Design & Lieferumfang

Die Aerlang-Massagepistole misst 23 × 7 × 17 cm und wiegt rund 450 g – damit liegt sie im Mittelfeld. Es gibt deutlich größere und schwerere Modelle, aber auch kompaktere Geräte für unterwegs. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, die Aufsätze sind aus Silikon gefertigt. Der Griff liegt gut in der Hand, das Gewicht ist auch bei längeren Anwendungen angenehm niedrig. Die Verarbeitungsqualität fällt erwartungsgemäß etwas einfacher aus als bei teureren Modellen – für die Preisklasse geht sie aber in Ordnung.

Aerlang Massagepistole

Zum Lieferumfang gehören sieben Aufsätze für verschiedene Einsatzbereiche: Der runde Aufsatz eignet sich laut Hersteller für große Muskelgruppen wie Oberschenkel und Rücken, der spitze Aufsatz für die gezielte Behandlung von Triggerpunkten und kleineren Muskelpartien, der flache Aufsatz für empfindlichere Körperstellen.

Außerdem liegt ein Transportetui bei, das alle Aufsätze aufnimmt. Ein USB-Ladekabel ist enthalten, ein Netzteil jedoch nicht – wer das Gerät verschenken möchte, sollte das bedenken. Insgesamt wirkt die Verarbeitung für diese Preisklasse ordentlich: Die Aufsätze sitzen fest auf dem Gerät, die Tasten reagieren zuverlässig.

Wichtiger Hinweis: Massagepistolen sollten niemals direkt auf Sehnenansätzen, Knochen oder im Genitalbereich eingesetzt werden.

Anwendung

Das Gerät verfügt über einen physischen Schalter an der Griffunterseite, der ein versehentliches Einschalten – etwa beim Transport in der Sporttasche – zuverlässig verhindert. Bei anderen Massagepistolen ist es uns passiert, dass sie sich im Gepäck von selbst aktiviert haben.

Die LED-Anzeige informiert jederzeit über die Geschwindigkeitsstufe und den Akkustand. Das Display ist vergleichsweise groß, in der Darstellung aber deutlich schlichter als bei teureren Modellen – ein OLED darf man hier nicht erwarten. Seiner Funktion tut das keinen Abbruch: Alle relevanten Informationen sind auf einen Blick ablesbar.

Aerlang Massagepistole

Das Gerät bietet 20 Geschwindigkeitsstufen mit einer Maximaldrehzahl von 3200 Umdrehungen pro Minute und einer Amplitude von 8 mm – diese Ausstattungsmerkmale liegen im Mittelfeld preiswerter Massagepistolen. Die Amplitude ist dabei ein wichtiger Wert: Fällt sie zu gering aus, entsteht lediglich eine oberflächliche Vibration ohne spürbaren Massageeffekt. Relevant ist auch die Druckkraft, also wie stark man das Gerät gegen den Körper pressen kann, bevor es abschaltet oder die Leistung nachlässt. Im Test hat die Aerlang hier erstaunlich gut standgehalten. Statt frühzeitig abzuschalten, bleibt die Leistung hoch – was bei zu viel Druck allerdings unangenehm werden kann.

Unsere Empfehlung: Unbedingt mit den niedrigen Stufen und den flachen Aufsätzen beginnen, nicht zu lange auf einer Stelle verweilen. Andernfalls kann die Behandlung schnell unangenehm bis schmerzhaft werden.

Besonders interessant ist der Wärmeaufsatz. Er verfügt über einen eigenen USB-C-Anschluss und einen integrierten Akku, der separat geladen werden muss, bevor er sich kabellos nutzen lässt.

Die Wärmefunktion aktiviert sich beim Einschalten automatisch auf der niedrigsten Stufe. Per Tastendruck lässt sich zwischen drei Temperaturstufen wechseln:

  • Grün – ca. 45 °C
  • Gelb – ca. 50 °C
  • Rot – ca. 55 °C

Die Wärme entsteht direkt im Aufsatz und soll laut Hersteller die Durchblutung fördern und so die Tiefenwirkung der Massage verstärken. Im Test konnten wir bei gleichzeitiger Nutzung von Wärme- und Massagefunktion allerdings keinen spürbaren Mehrwert gegenüber Geräten ohne Heizfunktion feststellen. Der Grund: Der Aufsatz vibriert selbst auf der niedrigsten Stufe so schnell, dass kaum Wärme auf die behandelte Stelle übertragen wird. Wir haben daher nach kurzer Zeit darauf verzichtet, beide Funktionen gleichzeitig zu nutzen.

Akku & Leistung

Vor dem ersten Einsatz empfiehlt der Hersteller eine Erstladung von acht Stunden. Ob der Akku voll ist, signalisiert die LED-Anzeige: Sobald sie nicht mehr blinkt, ist der Ladevorgang abgeschlossen. Geladen wird über USB-C – gängige Ladegeräte und Powerbanks lassen sich problemlos verwenden. Der Hersteller gibt eine Akkulaufzeit von sechs Stunden an, realistischer sind im Alltag jedoch maximal fünf Stunden.

Preis

Die Aerlang-Massagepistole ist derzeit bei Amazon für rund 38 Euro erhältlich – die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 53 Euro. Angesichts des Funktionsumfangs mit Wärmefunktion, sieben Aufsätzen, 20 Intensitätsstufen, LED-Anzeige und Transportetui ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bemerkenswert. Vergleichbare Modelle bekannterer Hersteller kosten mindestens 70 Euro.

Fazit

Die Aerlang-Massagepistole ist gemessen am Preis ein ordentliches Gerät. Die Amplitude ist zwar nicht Spitzenklasse, liegt aber im soliden Mittelfeld. Der Gegendruck fällt überraschend kräftig aus – auch wenn wir nicht empfehlen, die Pistole mit starkem Druck auf den Körper anzuwenden. Weniger gut gefallen hat uns die separate Ladung des Wärmekopfs, wodurch stets zwei Akkustände im Blick bleiben müssen. Für die gelegentliche Anwendung reicht das Gerät aus. Ob es jedoch so haltbar ist wie teurere Modelle, lässt sich schwer beurteilen.



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Künstliche Intelligenz

Atommülltransport: Mögliche Castor-Route per Drohnenverbot verraten


Die Routen von Atommüll-Transporten in Castor-Behältern sind von Behörden eigentlich als „Verschlusssache“ eingestuft, also geheim. Die hoch umstrittenen Transporte per LKW oder Bahn gelten als Anschlagsziele oder als Anlass für Demonstrationen, welche die Aktionen in der Vergangenheit verzögerten und damit verteuerten.

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Wie zuerst der WDR berichtete, kam es dabei nun aber offenbar zu einer Panne. Auf der „Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt“ (dipul.de) des Bundesverkehrsministeriums war eine genau um Autobahnen in Nordrhein-Westfalen eingezeichnete Flugverbotszone für Drohnen zu sehen. Diese erstreckte sich von Jülich nach Ahaus, wo der nächste Castor-Transport nach jahrelangen Klagen stattfinden soll. Damit soll Brennelemente aus einem 1988 stillgelegten Versuchsreaktor zum Zwischenlager in Ahaus gebracht werden.

Eine aktualisierte Veröffentlichung ist bei Dipul.de noch immer zu sehen, wegen eines „polizeilichen Einsatzes bei Ahaus“ gilt sie vom 20. bis zum 27. März 2026. Die Grafiken und ein PDF zum Download zeigen zum Zeitpunkt dieser Meldung aber nur noch einen Kreis, nicht mehr die möglicherweise vorgesehenen Autobahnen, wie sie noch beim WDR zu sehen sind. Überraschend ist die rund 170 Kilometer lange Route indes nicht, wie auch der Sender schreibt: Es handelt sich um die kürzeste Verbindung über die Autobahnen von Süd nach Nord durch NRW.

Laut WDR waren die genauen Routen vom Abend des vergangenen Mittwochs bis zum Donnerstag noch öffentlich. Der Sender berichtet auch, dass eine Anfrage beim Verkehrsministerium nicht beantwortet, die erste Veröffentlichung aber gelöscht wurde. Damit bleibt unklar, wie es zu dem Fehler kommen konnte.

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(nie)



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