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Weg mit den Hürden! Was das Female-led Collective plant › PAGE online


Der GWA möchte weibliche Führungskräfte stärken und strukturell vorhandene Barrieren überwinden. Männliche Unterstützung ist sehr willkommen. Wir haben uns die geplanten Programme genauer angeschaut und sie sind vielversprechend.

Weg mit den Hürden! Was das Female-led Collective plant › PAGE online
Links: Kim Notz (Inhaberin und Geschäftsführerin KNSK) Foto © Kasimir Weichert // Rechts: Laura Schlotthauer (Sprecherin GWA Forum DEI&B und Geschäftsführerin RYSM)

Der GWA hat ein neues Forum ins Leben gerufen. PAGE hat nachgefragt, was das Female-led Collective genau vorhat und was die konkreten Ziele sind.

Es geht um »messbare Veränderungen« für Frauen in Führungspositionen und auf dem Weg dahin. Das Forum möchte zukünftig weibliche Führungskräfte stärken und strukturell vorhandene Barrieren wie beispielsweise Machtmechanismen überwinden, sie langfristig abbauen. Frauen sollen besser auf führende Positionen vorbereitet, der Austausch soll mehr fokussiert werden. Männliche Positionen sind hier durchaus erwünscht.

Die Initiatorinnen sind Claudia Díaz Sánchez (GWA Vorständin und Geschäftsführerin RYSM), Laura Schlotthauer (Sprecherin GWA Forum DEI&B und Geschäftsführerin RYSM) und Kim Notz (Inhaberin und Geschäftsführerin KNSK).

Eine konkrete Führungsaufgabe

Auf Nachfrage von PAGE haben Kim Notz und Laura Schlotthauer genauer erläutert, welche Maßnahmen angestoßen werden und die Schwerpunkte benannt. Zum einen wird es das Allyship-Training »Allies for Female Leaders« geben.

Sie haben uns erklärt, dass sie den Begriff Allyship hier aber nicht als Haltung verstehen, sondern als eine konkrete Führungsaufgabe. Dabei gebe es auch ein definiertes Ziel: »Frauen und Männer auf Management-Ebene und mit organisatorischer Macht dazu zu befähigen, strukturelle Ungleichheiten zu erkennen, zu adressieren und aktiv zu verändern.«

Im Training lernen die Teilnehmerinnen, wie das im Alltag mittels bewusst gewählter Entscheidungen wirksam werden kann, ergänzen Kim Notz und Laura Schlotthauer. Und zwar in »Besetzungen, durch das Sichtbarmachen von Leistung, durch das Hinterfragen bestehender Machtstrukturen und durch konsequentes Handeln in entscheidenden Momenten«. Der Start des Trainings ist noch im 1. Halbjahr 2026 geplant.

»Veränderung entsteht nicht durch gute Absichten, sondern durch Verantwortung im System.« (Kim Notz und Laura Schlotthauer)

Unterschied zum klassischen Mentoring

Zum anderen wird es das Sponsorship-Programm für Frauen in Führungspositionen geben. Es möchte »bei der tatsächlichen Durchsetzung von Karrieren« ansetzen, so Kim Notz und Laura Schlotthauer. Dort, wo die klassischen Förderansätze bereits enden.

Der neue Ansatz unterscheidet sich demnach zu Mentorship-Programmen, weil er den Fokus weder auf eine Begleitung noch auf individuelle Förderungsaspekte legt. Vielmehr ginge es darum, sich zu fragen, was tue ich für meinen nächsten Karriereschritt und wie trete ich dafür ein?

Im Unterschied zu Mentorship geht es nicht um Begleitung oder individuelle Förderungsaspekte, sondern um aktives Eintreten für den nächsten Karriereschritt.

Das Sponsorship-Programm – aktuell noch in Planung – setzt genau hier an, indem Sponsor:innen »gezielt Türen öffnen etwa durch offene Fürsprache, Nominierungen für Schlüsselprojekte, Führungsrollen, Panels oder strategische Initiativen«, ergänzen die beiden Sprecherinnen.

Das Ziel ist also nicht, wie bei den klassischen Ansätzen, jemanden zu begleiten, sondern dort Zugänge einzurichten, wo Karrieren starten oder sich weiterentwickeln können.

Der Start ist voraussichtlich im 2. Halbjahr 2026. Interessierte Frauen in ersten Führungspositionen aus der Agenturbranche können sich dann dafür bewerben.

Aktuelle Mitglieder des Female-led Collectives:

Elena Bartrina y Manns (TLGG Agency), Jeannette Bohné (Serviceplan), Barbara Brunner (Accenture Song), Lisa Erdmann (Scholz & Friends), Cornelia Göbel (Serviceplan), Franziska Gregor (Serviceplan), Luitgard Hagl (Saatchi & Saatchi), Julica Hauke (Garbarz & Partner), Dr. Melanie Howe (KWHC), Vanessa Kerkhoff (VML), Frederike Lohse (segmenta), Franka Mai (THE GOODWINS), Natalie Martens (DEPT), Sabine Moser (kl, company ag), Amelie Pamp (Mutabor), Katharina Ploghöft (RYSM), Ute Poprawe (BBDO Group), Annika Rücker (la red), Lydia Schiphorst (segmenta), Nele Schnieder (Scholz & Friends), Carola Sels (genese werbeagentur), Franziska Spieß (Jung von Matt SPREE), Carolin Uppenbrock (thjnk), Valentina v. Cramm (W3), Ina von Holly (WE DO communication) // Bild © GWA

 

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Was für ein Spot! Thimotée Chalamet macht für adidas Tempo! › PAGE online


Dieser Spot müsste der Anfang einer ganzen »Backyards Legends«-Serie sein: Epische fünf Minuten lang, mit Timothée Chalamet, Bad Bunny, mit Lionel Messi und reichlich Hinterhofcharme läutet adidas die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 ein. Und das ist groß!

Was für ein Spot! Thimotée Chalamet macht für adidas Tempo! › PAGE online

Könnte sein, dass dieser Spot cooler ist als die gesamte FIFA-Weltmeisterschaft 2026, die am 11. Juni beginnt. Zumindest cooler als der Teil, der in den USA ausgetragen wird und wo die Begeisterung bisher verhalten ist, Fußball-Touristen ausbleiben, die Hotelbranche stöhnt.

Was Fußball ist, was für eine Kraft und was für einen Charme er hat, welche Spannung er auslöst und vor allem auch, was für einen unendlichen Spaß er machen kann, das zeigt der neue adidas-Spot »Backyard Legends« zur WM.

Damit punktet adidas nach dem Triumph seiner neuen Laufschuhe Adizero Adios Pro Evo 3 beim Londoner Marathon, erneut.

Und zeigt einmal mehr, warum es so bitter ist, dass der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach nach über 70 Jahren von der Deutschen Nationalmannschaft 2027 gegen Nike als Ausstatter ausgetauscht wird. Hunderte Millionen Dollar sollen bei dem Deal in die Kassen des DFB fließen.

Vibrierend – und voller Stars

Mit diesem epischen Fünfminüter, mit Streetstyle und mit Patina führt der Spot auf ein New Yorker Fußballfeld, abgeranzt und voller Graffitis, mit einer Tante, die den teuren Ball bewacht und mit jeder Menge vibrierender Spannung in die Luft.

Als Sport-Scout am Rande des Nervenzusammenbruchs führt der werbe erfahrene Timothée Chalamet seine drei Spieler:innen aufs Feld, die als Hinterhof-Legenden quasi unbesiegt sind.

Bad Bunny, herrlich selbstironisch mit Wassermelonen-Sticks in der Hand, thront gemeinsam mit Lionel Messi über dem Geschehen, um die Talente zu begutachten.

Schließlich sollen schon David Beckham, Alessandro Del Piero und sogar Zinedine Zidane an den drei jungen Fußballer:innen gescheitert sein. 1995, wie es heißt – und dazu sind sie mit modernster CGI verjüngt zu sehen. Und David Beckham sogar noch mit seinem Irokesen Harrschnitt.

Doch der gesamte Spot wimmelt nur so vor Sportstars: Neben Lamine Yamal, Jude Bellingham und Trinity Rodman, Florian Wirtz, Ousmane Dembélé, Raphinha und Pedri, sind Florian Wirtz und Santiago Giménez zu sehen.

Blick zurück

Der Charme des Spots, die schöne Ironie und der liebevolle Blick auf die Nineties sind genauso hoch wie das Staraufgebot, erinnern an das kultige Videospiel »FIFA Street« und sind eine große Freude.

Entwickelt hat ihn Lola USA, die neu gegründete Omnicom-Agentur, die aus dem Zusammenschluss von adam&eveDDB New York und 180 US entstanden ist.

Den Film inszenierte der preisgekrönte australische Regisseur Mark Molloy, produziert wurde »Backyard Legends« von Smuggler.

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Futuristische Werbung mit Sci-Fi-Charakter › PAGE online


In Hamburg stieg am Dienstagabend ein 3D-Hologramm in die Luft. Diese Installation zeigte, wie DOOH-Kampagnen der Zukunft aussehen könnten. Die Technologien für 3D-Werbescreens gibt es jedenfalls schon.

Futuristische Werbung mit Sci-Fi-Charakter › PAGE onlineBild: Kyrillos Mikhail

Wer am Dienstagabend in St. Pauli in Hamburg ein fliegendes Hologramm gesehen hat, staunte sicherlich nicht schlecht. Und nein, es war kein Trick der eigenen Vorstellungskraft. Es war eine Installation eines fliegenden 3D-Werbescreens, die einen direkt an Hologramme aus Star Wars denken lassen.

Verantwortlich dafür war das in Düsseldorf gegründete 3D-Unternehmen met[ads]. Spezialisiert auf neue Technologien für digitale Außenwerbeflächen, erproben die Mitarbeiter:innen die bisherigen Grenzen von Digital Out-of-Home-Formaten – nach dem Motto »No more boring ads«.

Wenn hinter der »Ritze« ein Hologramm aufsteigt

Langweilig war die Installation jedenfalls nicht, sie gab einen Vorgeschmack auf zukünftige Formate, die man so noch nicht gesehen hat.

Die Aktion startete am Dienstagabend um 22:00 Uhr hinter der altbekannten St. Pauli Kneipe »Zur Ritze«. Die Initiator:innen mussten das Vorhaben allerdings sogar mit dem Hamburger Flughafen abklären. Vermutlich, weil eine Laser- und Lichtshow die Installation begleitete.

Der fliegende 3D-Screen inklusive Hologramm schwebte in circa 100 Metern Höhe, gezogen von einer Drohne. Dass hier die visuell-räumliche Wirkung auf die Betrachter:innen eine ganz andere ist als bei einem normalen Plakat, dürfte selbstredend sein. Man kann es sich eher ähnlich wie bei einer immersiven Kunstausstellung vorstellen, in der man in einen Raum eintaucht. Nur, dass man hier alles von unten betrachtet.

Eigene Test-Produktion mit Sci-Fi-Charakter

Diese Aktion war zunächst ein Testlauf, der die Technologie erproben sollte, denn ein Vorhaben wie dieses war Premiere. Somit sahen Zuschauer:innen keine reale Kampagne, sondern eine eigene Produktion.

Zuerst sah man eine Art Schein, fast wie ein Geist aussehend, vor einer Hauswand, aus dem sich dann eine Roboterhand erstreckte. Zudem schwebte ein Mensch als Hologramm durch die Luft – und hier gab es einen wirklichen Star Wars-Moment. Das Hologramm fiel dann in eine Art Tor, das sich drehte. Im weiteren Verlauf fiel das Hologramm durch eine Wolke nach unten. Auch einen Schriftzug gab es zu sehen, und zwar mit dem Motto des 3D-Unternehmens.

Beeindruckend war aber auch, wie die Drohne selbst über den Dächern schwebte und dabei hell erleuchtet war, damit die Initiator:innen sie sehen und steuern konnten. Kein Wunder, dass das Ganze mit dem Hamburger Flughafen besprochen werden musste.

Wie sich zukünftig DOOH-Kampagnen in urbanen Räumen entwickeln werden, wird sich zeigen, denn sicher ist solch eine Installation eine kostspielige Sache. Es gibt im Gegenzug aber in jedem Fall reichlich Aufmerksamkeit.

Mehr Eindrücke: 

3D-Installation mit Hologramm in Hamburg
“Menschliches” Hologramm
3D-Installation mit Hologramm in Hamburg
Auftauchende Hand
3D-Installation mit Hologramm in Hamburg
Aufsteigende Drohne

 

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Design Camp by BECC x PAGE auf der mcbw: Keine Angst vor Wandel! › PAGE online


Mutige Ideen, menschlicher Austausch – und ganz viel Optimismus: Beim BECC-Event »Play Bold. Act Smart. Lead Change.« im Rahmen der mcbw zeigte sich, dass kreatives Denken gerade im KI-Zeitalter lebendiger ist denn je.

Design Camp by BECC x PAGE auf der mcbw: Keine Angst vor Wandel! › PAGE onlineBild: Carina Pilz und BECC Agency & ISARWINKELAls Emily Brummer, Texterin und Markenstrategin bei Kookaburra Copy und Teilnehmerin des Design Camps von PAGE und BECC, den Claim der Gewinnerkampagne ihres Teams auf der Bühne präsentierte, klirrte und polterte es jedes Mal, wenn sie ihn aussprach, im Hintergrund. Etwas krachte zu Boden, etwas fiel um – Emily nahm es mit Humor. Ein Zufall, der zeigt, was diese Kampagne ausmacht: Sie ist kein leises Statement, sondern verschafft sich Gehör und Aufmerksamkeit. Sie weckt auf. Und sorgt am Ende für Optimismus und Mut. Etwas, das wir dringend brauchen – in Zeiten, in denen viele Designer:innen und Kreative unsicher sind, welche Rolle sie im Umgang mit KI künftig spielen und wer im Spannungsfeld von Mensch und Maschine eigentlich die Fäden in der Hand behält.

Und dieser Optimismus zog sich wie ein roter Faden durch den Abend im Münchner Isarwinkel, wo Anfang Mai im Rahmen der Munich Creative Business Week (mcbw) 20 Jahre BECC Agency gefeiert wurde. Highlight war das Live-Voting der Geburtstagskampagne für 40 Jahre PAGE, die 22 Kreative in vier diversen Teams einige Wochen zuvor an nur einem Tag erarbeitet hatten.

Los ging es mit spannenden Impulsen des BECC-Teams mit ganz unterschiedlichen Perspektiven auf Kreativität, Verantwortung und Wandel. Sie machten nicht nur Hoffnung, sondern richtig Lust auf die Zukunft! »KI kann alles, aber will nichts«, sagte BECC-Geschäftsführer Metin Seyrek. Co-Geschäftsführer Leif Geuder ergänzte: »KI macht uns alle zu Produzenten. Aber niemanden zum Autor.« Denn die Urheber bleiben wir, die Menschen und die Branche mit ihrer Haltung und all ihren kreativen Ideen.

PAGE als Begleiterin durch unsichere Zeiten

Für mich als Chefredakteur von PAGE ist das ein klarer Auftrag: Gerade in einer Zeit, in der KI vieles schneller und effizienter macht, wird umso sichtbarer, worauf es in der Kreativbranche wirklich ankommt – nämlich den Austausch untereinander und echte Ideen, die für Gänsehaut sorgen. PAGE begleitet diese Entwicklung nicht nur, sondern bietet den Raum, in dem Kreative gemeinsam Zukunft gestalten. Wir möchten ihren Stimmen Gehör verschaffen und der Branche auch in unsicheren Zeiten Orientierung geben.

Vielleicht war ich deshalb bei meinem Intro für die Teilnehmer:innen unseres Design Camps nervöser als vor manchem Auftritt auf der großen Bühne. Weil es nicht nur um eine Geburtstagskampagne ging, sondern um die Frage, was bleibt, wenn sich Werkzeuge radikal verändern. Genau dafür steht PAGE seit 40 Jahren.

Gewinnerkampagne ab Juli auf allen Kanälen

Und dann wurde gevotet! In diesem Moment war ich wahrscheinlich aufgeregter als die Teilnehmenden alle zusammen. Und ich bin wirklich froh, dass ich diese Entscheidung nicht alleine treffen musste! Alle vier Kampagnen, die in unserem Design Camp entstanden sind, stellen wir in Ausgabe 03/26 Ende September ausführlich vor. Die Gewinnerkampagne wird ab Juli auf all unseren Kanälen zu sehen sein, laut und mutig.

So viel sei vorab verraten: Design ist lebendiger denn je – auch und gerade in Zeiten von KI! Design Camp-Teilnehmerin Anna-Maria Muro Pita von häppy brachte es auf den Punkt: »Die stärksten Ideen entstehen im Miteinander. Im Austausch, in Reibung und durch unterschiedliche Perspektiven. KI kann helfen, gute Ideen weiterzudenken und auszuarbeiten. Aber sie ersetzt nicht das gemeinsame Denken, Fühlen und Hinterfragen.«

Bei der Präsentation der Kampagne ihres Teams sagte Teilnehmerin Janine Kerscher: »Wir haben keine Angst vor Wandel. Wir gestalten ihn aktiv mit.« Gemeinsam. Und vor allem mit ganz viel Mut und Optimismus. Denn schließlich, so Teilnehmerin und Illustratorin Ari Liloan: »Bei all dem industriellen Wandel dürfen wir nicht vergessen, dass die Branche auch noch andere Themen hat.«

Mann steht auf einer Bühne und spricht in ein Mikrofon, während er in der anderen Hand Notizen hält. Hinter ihm ist eine große Leinwand mit der Aufschrift „BECC x PAGE“ sowie dem Titel „Co-Creation Birthday Campaign“ zu sehen. Er trägt ein schwarzes T-Shirt mit „40 PAGE“-Logo. Im Vordergrund sind unscharf sitzende Zuhörer zu erkennen, links steht eine große Zimmerpflanze, die dem Event-Setting eine lockere Atmosphäre verleiht.Bild: Carina Pilz und BECC Agency & ISARWINKEL

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