Entwicklung & Code
software-architektur.tv: Analyse großer Softwaresysteme mit LLMs
Bei der Verwendung von LLMs für Software-Architektur geht es meistens um das Erstellen von Architektur. In dieser Episode von software-architektur.tv spricht Eberhard Wolff mit Prof. Dr. Michael Stal, Principal Key Expert Engineer bei der Siemens AG, über dessen Erfahrungen bei der Benutzung von LLMs für die Code-Analyse.
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Den vollmundigen Versprechen mancher Anbieter und Influencer für generative KI steht die praktische Realität gegenüber, dass die Beschränkungen von LLMs zu vielen Problemen führen, ganz besonders beim Softwareengineering. Die Analyse großer Softwarearchitekturen und Codebasen durch LLMs scheitert unter anderem an dem beschränkten Kontextfenster der Foundation-Modelle. Das gilt im Umkehrschluss auch für deren Generierung. Wie sich diese Problematik zumindest teilweise umgehen lässt, möchte iX-Blogger Michael Stal anhand geeigneter Techniken zeigen.
Livestream am 2. April
Die Ausstrahlung findet am Donnerstag, 2. April 2026, live ab 14:30 Uhr statt. Die Folge steht im Anschluss als Aufzeichnung bereit. Während des Livestreams können Interessierte Fragen via Twitch-Chat, YouTube-Chat oder anonym über das Formular auf der Videocast-Seite einbringen.
software-architektur.tv ist ein Videocast von Eberhard Wolff, iX-Blogger und bekannter Softwarearchitekt, der als Head of Architecture bei SWAGLab arbeitet. Zum Team gehören außerdem Lisa Maria Schäfer (Socreatory) und Ralf D. Müller (DB Systel). Seit Juni 2020 sind über 250 Folgen entstanden, die unterschiedliche Bereiche der Softwarearchitektur beleuchten – mal mit Gästen, mal Wolff, Schäfer oder Müller solo. Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren berichtet heise Developer über die Episoden.
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Entwicklung & Code
Bund veröffentlicht lizenzfreie KI-Werkzeuge | heise online
Die deutsche Verwaltung gilt als Sinnbild für lahme Prozesse und dicke Aktenstapel. Doch beim Thema KI will der Bund zeigen, dass es auch anders geht. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat mit dem Projekt Spark eine Reihe von KI-Modulen veröffentlicht, die die Arbeitsweise in Behörden grundlegend verändern könnten.
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Eine Besonderheit ist der Ansatz der Veröffentlichung: Unter dem Leitsatz Public Money, Public Code stehen die Anwendungen für jeden auf der Plattform OpenCode zur Verfügung. Damit folgt das BMDS dem Ruf nach digitaler Souveränität und ermöglicht es Kommunen, Firmen und der Zivilgesellschaft, die Werkzeuge ohne Lizenzgebühren zu nutzen und weiterzuentwickeln.
Mit Spark sollen komplexe Planungs- und Genehmigungsverfahren, die bisher Monate oder gar Jahre dauerten, durch eine intelligente operative Assistenz beschleunigt werden. Die Finanzierung erfolgt über den Klima- und Transformationsfonds. Das Projekt soll Beschäftigte in den Genehmigungsbehörden von Routineaufgaben befreien, ohne Menschen zu ersetzen. Vielmehr bereite die KI die Flut an Informationen aus Antragsunterlagen so auf, dass Sachbearbeiter schneller zu einer fundierten Entscheidung kommen könnten. Das letzte Wort habe der Mensch.
Startpunkt Dokumentenprüfung
Technisch setzt Spark an, wo es bisher am meisten hakt: beim Sichten und Prüfen von Dokumenten. Die veröffentlichten Module decken typische Aufgaben wie die Zusammenstellung relevanter Daten aus Anträgen oder den formalen Check auf Vollständigkeit und Plausibilität ab. Das System soll dabei erkennen, wenn Dokumente fehlen oder Angaben widersprüchlich sind.
Das Herzstück bildet eine mit KI-Agenten unterstützte Rechtsdogmatik. Sie ist direkt an Gesetzesdatenbanken angeschlossen und kann Normen automatisiert dekonstruieren und juristisch bewerten. Im weiteren Verlauf sollen zusätzliche Module folgen, die sich auch der materiellen Prüfung und der Beschlusserstellung widmen.
Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sieht die Republik durch diesen Vorstoß weltweit in einer führenden Rolle bei KI-basierten Verwaltungsanwendungen. Erst im Februar sahnte das Projekt auf dem World Government Summit in Dubai den Preis für die beste KI-Nutzung in staatlichen Dienstleistungen ab. Die offene Bereitstellung des Quellcodes soll nun sicherstellen, dass kreative Köpfe die Module adaptieren und für verschiedene föderale Anforderungen optimieren können. Um diesen Prozess anzukurbeln, plant das BMDS für Juni einen zweitägigen Hackathon.
Sicherheit und technische Hürden
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Trotz der Euphorie mahnt das BMDS zur Sorgfalt bei der Implementierung. In den Begleitunterlagen findet sich ein Sicherheitshinweis: Der veröffentlichte Code sei als Referenz und Integrationsgrundlage zu verstehen, beinhalte aber keine fertige Sicherheitskonfiguration für den direkten Produktionseinsatz. Betreiber müssen die Anwendungen in ihren jeweiligen IT-Umgebungen härten, Zugriffsrechte definieren und sensible Daten sicher verwalten. Ein dediziertes Security-Review ist zwingend erforderlich, bevor die KI tatsächlich in produktive Genehmigungsverfahren eingebunden wird.
Für Entwickler soll der Einstieg aber hürdenarm sein. Die Module basieren auf einer Docker-Umgebung und lassen sich rasch aufsetzen. Die Konfiguration erfolgt über Skripte. Schnittstellen zu OpenAI-kompatiblen Endpunkten und lokalen Lösungen wie LiteLLM sind vorgesehen.
(mma)
Entwicklung & Code
Android-Sideloading: Entwickler können sich nun bei Google registrieren
Google fährt mit seinen Plänen zu strengeren App-Regeln auf Android-Geräten fort: Entwickler für die Android-Plattformen können sich jetzt in der Play Console oder der Android Developer Console bei Google verifizieren. Diese Registrierung ist Voraussetzung dafür, dass sie weiterhin einfach zu installierende Apps für Android veröffentlichen dürfen.
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Google hatte vergangenen August zunächst bekannt gemacht, dass künftig auf zertifizierten Android-Geräten nur noch Anwendungen installiert werden können, deren Herausgeber sich zuvor bei Google registriert und dann die jeweilige Anwendung signiert hat. Das betrifft im Gegensatz zum bisherigen Verfahren grundsätzlich nicht nur Apps im Play Store, sondern auch per Sideloading angebotene Anwendungen.
Mittlerweile hat Google klargestellt, dass es auch beim neuen System die Möglichkeit geben wird, unregistrierte Apps per Sideload aufs Handy zu bekommen. Das wird allerdings komplizierter als bisher: Nutzer von Android-Handys müssen zuerst in den Entwicklermodus wechseln und dann die neue Option „Advanced Flow“ aktivieren. Diese zusätzlichen Schritte sollen Nutzer laut Google daran hindern, auf Betrugsmaschen hereinzufallen und Malware auf ihren Handys zu installieren.
CCC übt Kritik
Zertifizierte Apps von registrierten Entwicklern umgehen diese zusätzlichen Schritte auch dann, wenn sie nicht im Play Store angeboten werden. Trotzdem ist das neue Google-System Gegenstand von Kritik: Unter anderem der Chaos Computer Club und die Free Software Foundation haben einen offenen Brief unterzeichnet, der Google dazu auffordert, von den Plänen Abstand zu nehmen. Sie werfen Google darin vor, das offene Android-Ökosystem zu gefährden.
Bis Googles neues System in die Praxis umgesetzt wird, dauert es noch etwas. Aktuell hat Google die Registrierung für Entwickler geöffnet, um Developern ausreichend Zeit zu geben. Durchgesetzt werden die neuen Regeln international erst 2027, schreibt Google in einem Blog-Eintrag. Lediglich in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand will man den neuen App-Schutz noch in diesem September einführen.
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(dahe)
Entwicklung & Code
RxDB 17: Sync ohne Server, Zugang für KI-Agenten
Die JavaScript-Datenbank RxDB kann ab Version 17.0.0 Daten ohne eigenes Backend synchronisieren. Außerdem führt das Projekt eine Schnittstelle für KI-Agenten ein und bringt ein schnelleres Storage-Backend für React-Native-Apps.
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RxDB ist eine Open-Source-Datenbank für JavaScript und TypeScript. Sie setzt auf Storage-Backends wie IndexedDB oder SQLite auf und ist für Offline-First-Anwendungen gedacht: Apps, die lokal arbeiten und Daten bei Bedarf synchronisieren. Typische Einsatzgebiete sind Progressive Web Apps, React-Native-Apps und Electron-Anwendungen.
Synchronisation ohne Server
Das zentrale neue Feature in RxDB 17 sind zwei neue Replikations-Plugins für Google Drive und Microsoft OneDrive. Sie synchronisieren Daten direkt in den Cloud-Speicher des Nutzers, statt sie auf einem zentralen Server abzulegen. Entwickler können ihre App als statische Website auf GitHub Pages, Vercel oder Cloudflare hosten und brauchen kein eigenes Backend mehr. Die Synchronisation läuft nahezu in Echtzeit und geräteübergreifend. Mehrere Apps können auf denselben Cloud-Ordner zugreifen und so Daten teilen.
Allerdings bringt dieser Ansatz Einschränkungen mit sich. Cloud-Speicher bieten keine ACID-Garantien, und die Synchronisation unterliegt den Ratenlimits der jeweiligen Cloud-API. Nutzer müssen zudem per OAuth den Zugriff auf ihr Konto erlauben.
KI-Agenten greifen direkt auf die Datenbank zu
Mit dem neuen WebMCP-Plugin können KI-Agenten über das Web Model Context Protocol direkt auf RxDB-Collections zugreifen. Bisher mussten Agenten im Browser entweder die gerenderte Seite analysieren oder die HTML-Struktur erraten – beides ist aufwendig und fehleranfällig. WebMCP stellt stattdessen eine maschinenlesbare API-Beschreibung bereit. Agenten erfahren darüber, welche Operationen verfügbar sind, und können beliebige Abfragen oder Änderungen ausführen, ohne dass Entwickler für jede Aktion ein eigenes Tool definieren müssen.
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Für React-Native- und Expo-Apps bringt RxDB 17 das Expo Filesystem RxStorage mit. Es basiert auf expo-opfs und nutzt die aktuelle Expo-Filesystem-API. Laut den Entwicklern arbeitet es bei vielen Zugriffsmustern deutlich schneller als SQLite. Das Backend ist speziell für das Expo-Ökosystem optimiert und greift direkt auf das Dateisystem zu, um die Performance zu steigern.
Besser für LLMs
Ferner wurde RxDB 17 gezielt für KI-gestützte Programmierung optimiert. Eine neue Datei llms.txt fasst die API in einer für Sprachmodelle geeigneten Form zusammen. ERROR-MESSAGES.md listet alle Fehlercodes mit Ursache, Lösung und Link zur Dokumentation auf. Fehlerobjekte enthalten nun die Eigenschaften cause, fix und docs, sodass ein Sprachmodell beim Debugging nicht in Sackgassen gerät. Dateien wie .aiexclude und .claudeignore reduzieren den Kontext, den KI-Tools verarbeiten müssen. TypeScript-Kommentare enthalten jetzt @example-Tags, damit Agenten die API auch ohne Dokumentation nutzen können.
Auf der Framework-Seite gibt es ein neues React-Plugin mit Hooks und Signals sowie ein Paket reactivity-angular für Angular Signals. Die bisherigen Premium-Pakete für Vue und Preact Signals wandern in den frei verfügbaren Kern. Signals tragen jetzt den konkreten Datentyp des Dokuments – also etwa Signal statt Signal.
Performance und Stabilität
Die Entwickler haben den Bulk-Insert-Pfad, das Query-Routing und interne Datenstrukturen überarbeitet. IndexedDB speichert Anhänge jetzt binär statt als JSON, was Speicherplatz spart. Mehrere Speicherlecks in OPFS und im Migrationscode wurden ebenfalls behoben.
Neun Plugins verlassen die Beta-Phase und gelten ab sofort als produktionsreif. Dazu gehören die Replikations-Plugins für Appwrite, Supabase und MongoDB, die Storage-Backends für MongoDB, das Node.js-Dateisystem und DenoKV sowie die Attachment-Replikation, das CRDT-Plugin und RxPipeline.
Breaking Changes und Migration
Die meisten Anwendungen lassen sich ohne größere Anpassungen aktualisieren. Wer allerdings OPFS RxStorage, Filesystem RxStorage unter Node.js oder IndexedDB mit Anhängen nutzt, muss seine Daten mit dem Storage Migrator migrieren. Pull-Only-Replikationen speichern keine Server-Metadaten mehr auf dem Client. Primärschlüssel und Indizes sind auf maximal 2048 Zeichen begrenzt, da zu lange Schlüssel die Performance beeinträchtigen. Einige Integrationen wie Firebase, MongoDB und NATS sind jetzt optionale Peer Dependencies und müssen manuell installiert werden. Vorgebaute dist-Dateien liefert das GitHub-Repository nicht mehr mit – Entwickler installieren RxDB über npm oder bauen lokal selbst.
Die vollständigen Release Notes stehen auf der Projektseite bereit.
(fo)
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