Künstliche Intelligenz
Top 10: Bestes Tablet im Test – Apple, Samsung, Xiaomi & Co. im Vergleich
Huawei Matepad 12 X (2025)
Das Huawei Matepad 12 X (2025) bietet ein mattes und im Freien gut ablesbares Display. Eine Tastatur ist dabei, Google-Dienste gibt es nur über Umwege.
- mattes LCD reflektiert kaum
- hauchdünnes und hochwertiges Gehäuse
- praktische Tastatur
- Google-Apps und Dienste nur über Umwege
- Mittelklasse-Performance
Huawei Matepad 12 X (2025) im Test: Tolles Tablet mit mattem Display
Das Huawei Matepad 12 X (2025) bietet ein mattes und im Freien gut ablesbares Display. Eine Tastatur ist dabei, Google-Dienste gibt es nur über Umwege.
Mit der 2025er-Neuauflage des Matepad 12 X frischt Huawei sein gehobenes Mittelklasse-Tablet mit mattem Display auf. Serienmäßig liegt eine Tastatur bei, die auch als Schutzhülle dient. Unterstützt wird zudem der neue M-Pencil Pro, den Huawei zum Marktstart sogar kostenlos beilegt. Das Bundle kostet direkt beim Hersteller mit dem Rabatt-Code A89sd2umlhW nur 584 Euro statt 649 Euro (UVP).
Das Highlight des Geräts ist das Display – Huawei nennt es „Papermatte“. Dank seiner besonders matten Oberfläche wirkt es optisch fast wie ein Blatt Papier und reflektiert deutlich weniger als herkömmliche glänzende Bildschirme. Damit eignet sich das Tablet auch gut für den Einsatz im Freien oder in hellen Umgebungen.
Größtes Manko bleibt der Ausschluss der Google-Dienste aufgrund der US-Sanktionen gegen den chinesischen Hersteller. Es gibt jedoch inzwischen legale Umwege über alternative App-Stores und Sandbox-Lösungen, um weiterhin auf Google-Dienste zuzugreifen. Im Test zeigen wir, wie sich das Tablet schlägt – und wie gut die Nutzung von Google-Apps gelingt.
Design
Wie von Huawei gewohnt, überzeugen Design und Verarbeitung auf ganzer Linie. Optisch gleicht das neue Matepad 12 X dem Vorgänger von 2024, auch die Abmessungen sind nahezu identisch. Der Druckpunkt aller Tasten ist präzise und angenehm straff, die Materialwahl wirkt hochwertig.
Das Gehäuse ist erneut hauchdünn und leicht – bei 270 × 183 × 5,9 mm wiegt das Tablet rund 555 g. Selbst mit Tastatur und Schutzhülle bleibt es unter 900 g. Damit ist es handlich genug, um es bequem auf Dienstreisen oder in den Urlaub mitzunehmen. Zudem zeigt sich das Gehäuse erfreulich verwindungssteif und robust. Neben Weiß bietet Huawei das Tablet in einer neuen Farbe namens „Greenery“ an – einem minzigen Hellgrün.
Huawei Matepad 12 X (2025) – Bilder
Display
Die Displaygröße beträgt erneut 12 Zoll. Als Panel kommt ein LCD mit IPS-Technologie zum Einsatz. Insgesamt hat Huawei das Papermatte-Display überarbeitet, um die Ablesbarkeit zu verbessern. Laut Hersteller sollen Reflexionen rund 50 Prozent geringer ausfallen als beim Vorgänger.
Die Auflösung liegt bei 2800 × 1840 Pixeln im Seitenverhältnis 3:2 und liefert mit rund 280 ppi ein scharfes Bild, bei dem einzelne Pixel mit bloßem Auge nicht mehr zu erkennen sind. Die Bildwiederholrate erreicht bis zu 144 Hz in den Stufen 30, 60, 90, 120 und 144 Hz. Das sorgt für eine flüssige Darstellung beim Scrollen und Spielen.
Unsere Messungen zeigen eine maximale Helligkeit von knapp unter 900 Nits – das ermöglicht auch im Freien eine gute Ablesbarkeit, insbesondere in Kombination mit der matten Display-Oberfläche, die Reflexionen spürbar reduziert.
Ein kleiner Nachteil der Technologie: Farben wirken teilweise etwas pastellartig. Der Kontrast ist trotzdem ausgeprägt, auch wenn er nicht ganz an das OLED des Matepad Pro heranreicht. Insgesamt bietet das Display eine beeindruckende Darstellung – gerade für ein LCD. Der Farbstil tendiert leicht ins Kühle, ohne einen störenden Blaustich wie bei früheren Huawei-Modellen aufzuweisen.
Kamera
Als Hauptkamera kommt eine Linse mit 50 Megapixeln und LED-Blitz zum Einsatz – ungewöhnlich für ein Tablet. Die Frontkamera bietet dagegen typische, wenn auch eher magere 8 Megapixel. Ein Foto-Wunder ist das Matepad damit zwar nicht, was wir aber auch nicht erwartet hätten.
Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera solide Ergebnisse, auch wenn Farbtreue und Dynamikumfang besser sein könnten. Für das Abfotografieren von Dokumenten ist die Qualität jedoch vollkommen ausreichend. Videos lassen sich mit beiden Linsen jeweils nur in Full-HD mit 30 FPS aufnehmen.
Ausstattung
Mit dem Kirin T92 kommt im Vergleich zum Vorjahresmodell ein neues SoC zum Einsatz, wie auch beim Matepad Pro 12.2 (2025). Dieser bietet allerdings weiterhin nur Mittelklasse-Leistung. Für normale Alltagsaufgaben wie Surfen, Notizen erstellen oder Zeichnen genügt die Performance vollkommen – bei grafikintensiven Spielen oder komplexeren Anwendungen stößt sie jedoch an ihre Grenzen.
Das zeigen auch die Benchmarks: 10.500 Punkte im PCMark, 4500 Punkte im 3DMark Wild Life und 1300 Punkte im Wild Life Extreme sind keine Rekordwerte, für Casual Games aber ausreichend.
Das Tablet bietet 12 GB Arbeitsspeicher und 256 GB internen Speicher, der sich nicht erweitern lässt. Bei der Funktechnik stehen Wi-Fi 7 sowie Bluetooth 5.2 zur Verfügung. Im WLAN werden allerdings nur die Bänder 2,4 GHz und 5 GHz unterstützt – das 6-GHz-Band fehlt.
Zum schnellen Koppeln von Stift und Tastatur nutzt Huawei die proprietäre Nearlink-Technik, die im Test zuverlässig und verzögerungsfrei funktionierte. Einen Fingerabdrucksensor gibt es hingegen nicht.
Die vier Lautsprecher des Tablets liefern einen überraschend guten Klang. Der Sound ist klar und voluminös, Stimmen werden sauber wiedergegeben und selbst die Bässe kommen trotz des flachen Gehäuses ordentlich zur Geltung. Für den Medienkonsum – ob beim Streamen von Videos, Musikhören oder Spielen – ist die Klangqualität mehr als ausreichend und hebt sich deutlich von vielen anderen Tablets in dieser Preisklasse ab.
Huawei bietet das Smart Magnetic Keyboard mit integriertem Ständer an. Es gehört zum Lieferumfang, dient gleichzeitig als Schutzhülle und haftet per Magnet am Tablet. Im Alltag lässt es sich schnell an- oder abnehmen – sehr praktisch. Mit einer Dicke von rund 7 mm und einem Gewicht von knapp 300 g bleibt das Zubehör angenehm handlich.
In unserem Test lag beim weißen Modell eine US-Tastatur bei, das grüne Modell ist hingegen mit deutschem QWERTZ-Layout erhältlich. Die Verarbeitungsqualität ist erstklassig, und das Schreibgefühl überzeugt – für eine Tablet-Tastatur wirklich gut. Zwar muss man sich anfangs etwas an die Tastenanordnung und -größe gewöhnen, zum Verfassen von E-Mails oder kürzeren Texten ist das Smart Magnetic Keyboard aber mehr als ausreichend.
Gut gefallen hat uns auch der M-Pencil Pro. Er ist 160 mm lang, 9 mm dick und liegt dank seiner ausgewogenen Balance angenehm in der Hand. Offiziell ist der Stift optional, Huawei legt ihn zum Verkaufsstart allerdings ohne Aufpreis bei. Der M-Pencil haftet magnetisch an der rechten oberen Seite des Tablets, wo er auch innerhalb von 30 Minuten voll aufgeladen wird. Auf dem neuen Display schreibt er spürbar flüssiger und mit weniger Widerstand als beim Vorgängermodell.
Drückt man den M-Pencil vorn mit zwei Fingern zusammen, öffnet sich ein Schnellstartmenü. Wird dagegen auf die Rückseite des Stifts gedrückt, startet das Tablet direkt die Notizen-App. Im Lieferumfang liegen drei austauschbare Spitzen bei, die jeweils für unterschiedliche Einsatzzwecke – etwa zum Schreiben oder Zeichnen – optimiert sind.
Software
Das Matepad 12 X läuft mit Harmony OS 4.3, Huaweis eigenem Betriebssystem. Die Oberfläche erinnert optisch an iOS, lässt sich aber für Android-Nutzer leicht anpassen – inklusive klassischem App-Drawer. Die Bedienung ist flüssig, Eingaben werden schnell umgesetzt. Praktisch ist primär das Multitasking: Mehrere Apps können nebeneinander geöffnet und in der Größe flexibel angepasst werden.
Ab Werk sind diverse Anwendungen vorinstalliert, darunter WPS Office als Alternative zu Microsoft Office, M-Pen-Zone und Gopaint für Stylus-Nutzer sowie Petal Maps und Petal Search als Ersatz für Google-Dienste. Besonders Gopaint überzeugt als Zeichentool und ist eine gelungene Alternative zu Photoshop. Ergänzt wird das Paket durch Huawei Health, Kids Corner und das Game Center.
Ein Nachteil bleibt das Fehlen der Google-Dienste. Über die App Gallery lassen sich mithilfe der quelloffenen Stores Aurora Store und Gbox dennoch viele Android-Apps installieren. Das erfordert etwas Einarbeitung, etwa beim Erteilen von Berechtigungen oder der Speicherfreigabe, läuft danach aber weitgehend reibungslos – auch bei Apps wie Youtube oder Gmail.
Der Aurora Store ist eine alternative App-Quelle, die direkten Zugriff auf Anwendungen aus dem Google Play Store ermöglicht – ohne die Google Mobile Services. Als quelloffener, inoffizieller Client erlaubt er anonyme Downloads zum Schutz der Privatsphäre, kann aber auch mit einem Google-Konto verknüpft werden, um gekaufte Apps zu nutzen. Häufig kommt er zusammen mit Micro G zum Einsatz, einer Open-Source-Implementierung der Google-Dienste für bessere App-Kompatibilität.
Gbox wiederum fungiert als Sandbox-Umgebung, die fehlende Google-Dienste emuliert. Sie ermöglicht die Nutzung von Play Store und Google-Apps in einer separaten Umgebung, ohne sie direkt in Harmony OS zu integrieren. Dadurch können Nutzer viele Google-Dienste wie auf einem herkömmlichen Android-Gerät verwenden – einfach, sicher und mit hoher App-Kompatibilität.
Das Tablet verfügt über eine Widevine-L1-Zertifizierung, die die technische Voraussetzung für HD-Streaming ist. In der Praxis hängt die Wiedergabequalität bei Diensten wie Netflix oder Disney+ jedoch von der Installationsmethode der App ab. Nur wenn die Netflix-App über die Gbox-Umgebung installiert wird, funktioniert das Streaming in Full-HD. Die direkt über den Aurora Store bezogene Version der App beschränkt die Auflösung hingegen auf SD. Ein ähnliches Verhalten zeigte sich im Test bei Disney+.
Akku
Der Akku hat eine Kapazität von 10.100 mAh und sorgt für eine starke Laufzeit. Im Battery Test von PCMark erreichten wir bei einer Helligkeit von 200 Nits einen Wert von rund 13 Stunden – ein starkes Ergebnis im Tablet-Vergleich. Auch bei der Nonstop-Videowiedergabe sind sogar 14 bis 15 Stunden möglich.
Dank des mitgelieferten 66-Watt-Netzteils ist der Akku zudem schnell wieder gefüllt: Eine vollständige Ladung dauert rund 90 Minuten.
Preis
Das Matepad 12 X hat mit Tastatur eine UVP von 649 Euro. Wer direkt bei Huawei kauft, bekommt das Tablet sowie den neuen M Pencil Pro sowie eine Maus und drei Jahre Garantie kostenlos dazu. Mit dem Rabatt-Code A89sd2umlhW sinkt der Preis zudem auf 584 Euro. Das weiße Modell ist aktuell vergriffen oder nur mit englischer Tastatur erhältlich. Mit deutscher Tastatur gibt es das Tablet jedoch in Grün.
Fazit
Das Matepad 12 X (2025) zeigt sich als hochwertiges Mittelklasse-Tablet für produktive Nutzer und Kreative. Das matte „Papermatte“-Display ist das klare Highlight: Es spiegelt kaum, bleibt auch im Freien gut ablesbar und bietet mit 144 Hz eine flüssige Darstellung. Dazu überzeugen der ausdauernde Akku mit bis zu 15 Stunden Laufzeit und die kräftigen Lautsprecher.
Mitgeliefert werden Tastatur und M‑Pencil Pro – beide gut verarbeitet und im Alltag echte Mehrwerte. Der Stylus reagiert präzise, und das Smart Magnetic Keyboard eignet sich bestens für kurze Schreibarbeiten.
Der Kirin T92 liefert solide Mittelklasse-Leistung, reicht für Alltags- und Kreativaufgaben locker aus, stößt bei anspruchsvollen Spielen aber an Grenzen. Einschränkend bleibt das Fehlen nativer Google-Dienste, auch wenn Aurora Store und Gbox praktikable Umwege bieten.
Künstliche Intelligenz
Roboter für Satellitenwartung soll im Sommer starten
Satelliten im Orbit sind teuer und am Ende ihrer Mission Schrott. Künftig könnten Roboter solche Satelliten warten und ihren Betrieb verlängern. Der Prototyp eines solchen Wartungsroboters soll demnächst ins All fliegen.
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Next generation of satellite servicing products: Mission Robotic Vehicle and Mission Extension Pods
Northrop Grumman
Der Start der Mission Robotic Vehicle (MRV) sei für diesen Sommer geplant, teilte die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) mit. Partner der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums ist Northrop Grumman. Der US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern hat das MRV gebaut und wird auch den Transport ins All mit einer Falcon-9-Rakete übernehmen.
Satelliten inspizieren, nachrüsten, reparieren
Robotic Servicing of Geosynchronous Satellites (RSGS) heißt das Programm der Darpa. Ziel ist es, Satelliten in einer geosynchronen Umlaufbahn (Geosynchronous Earth Orbit, GEO), in etwa 36.000 Kilometern Höhe, zu warten. Das MRV soll laut Darpa Satelliten inspizieren, es soll sie nachrüsten oder bei Bedarf Reparaturen durchführen. Schließlich kann es Satelliten auch in eine neue Position transferieren.
Dafür sei das etwa drei Tonnen schwere MRV „mit einer äußerst geschickten Roboter-Wartungssuite ausgestattet“, teilte die Darpa mit. Dazu gehören unter anderem zwei Roboterarme und eine Docking-Einrichtung sowie optische und Infrarotkameras für die Annäherungsmanöver.

Diese Aufgaben soll das MRV durchführen
(Bild: Darpa)
„Das RSGS-Programm ist eine öffentlich-private Partnerschaft für die nächste Generation der Satellitenwartung“, sagte RSGS-Programmmanager James Shoemaker. „Die bevorstehende Demonstration soll die wirtschaftliche Machbarkeit der Wartung im GEO zeigen und damit eine Fähigkeit schaffen, die sowohl der Privatwirtschaft als auch der US-Regierung zur Verfügung stehen wird.“
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Das RSGS-Programm wurde bereits 2017 von der Darpa gegründet, 2024 sollte das MRV starten. Industriepartner war zum Start das US-Unternehmen Maxar Technologies, das aber 2019 aus finanziellen Gründen wieder aus dem Programm ausstieg. Nachfolger wurde Northrop Grumman im Jahr 2020.
(wpl)
Künstliche Intelligenz
CISA warnt vor Malware durch Supply-Chain-Attacken
Die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA hat eine Warnung vor den kürzlich entdeckten Supply-Chain-Angriffen auf mehrere Produkte veröffentlicht. IT-Verantwortliche sollten das zum Anlass nehmen, zu prüfen, ob sie unwissentlich mit Malware verseuchte Pakete einsetzen.
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Insgesamt warnt die CISA vor drei Vorfällen. An erster Stelle stehen die Daemon Tools, die zwischen dem 8. April und 5. Mai 2026 mit Malware infizierte Installer von Daemon Tools Lite ausgeliefert haben. Die Version 12.6 und neuere der Daemon Tools Lite enthalten keinen Schadcode mehr, versichert der Anbieter. Der Vorfall hat einen CVE-Schwachstelleneintrag erhalten (CVE-2026-8398, CVSS 9.8, Risiko „kritisch“). Ungewöhnlich ist die Dringlichkeit, die die CISA zum Fixen vorgibt: Statt der üblichen zwei Wochen haben US-amerikanische Behörden lediglich bis zum 30. Mai Zeit, die bereinigte Software zu verteilen.
Ein weiterer Lieferkettenangriff erfolgte auf TanStack. Dabei haben die bösartigen Akteure 42 Pakete kompromittiert, mit 84 kompromittierten Versionen. Nach nur 20 Minuten sind die infizierten Pakete aufgeflogen (der CVE-Eintrag spricht gar nur von 6 Minuten am 11. Mai 2026, von 19:20 bis 19:26 Uhr UTC) und seitdem als „deprecated“ markiert, es ist jedoch unklar, wie oft sie installiert wurden. Betroffene sollten ihre Zugangsdaten auf jeden Fall erneuern. Der zugehörige CVE-Schwachstelleneintrag hat die Nummer CVE-2026-45321 erhalten (CVSS 9.8, Risiko „kritisch“).
Dritte Supply-Chain-Attacke
Auch das Entwickler-Tool Nx Console wurde im Mai 2026 Opfer eines Supply-Chain-Angriffs. Die Version 18.95.0 war betroffen, zwischen 12:30 und 13:09 Uhr UTC stand kompromittierte Software zum Download bereit. Das Problem ging offenbar von einer vereinzelten Entwickler-Maschine aus, die eine Woche zuvor ein manipuliertes TanStack-Paket gezogen und dann eingebaut hat. Ein Postmortem-Bericht der Nx-Console-Maintainer geht in die Details. Der Schwachstelleneintrag lautet CVE-2026-48027 (CVSS 9.8, Risiko „kritisch“).
Der letzte Vorfall zeigt, dass eine Kompromittierung durch die Lieferkette rasch und zunächst unbemerkt erfolgen kann. Entwickler sollten gegebenenfalls die eingesetzten Pakete einmal prüfen, ob dort bekannt kompromittierte Pakete hereingerutscht sind.
(dmk)
Künstliche Intelligenz
„Lego Batman“ angespielt: Ein BLOCKbuster, den man nicht unterschätzen sollte
Superhelden sind immer noch ein großes Thema, sei es jetzt im Kino oder auf der heimischen Konsole. Nachdem Marvel zuletzt Spider-Man auf ein Videospiel-Abenteuer geschickt hat, ist diesen Herbst sein weniger zimperlicher Klingen-Kollege „Wolverine“ dran. Währenddessen hält sich der andere Lizenz-Gigant Warner Bros. DC etwas zurück: Auf den großen Live-Service-Flop mit „Suicide Squad: Kill the Justice League“ folgt lediglich ein neues Lego-Spiel mit Batman-Lizenz.
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Ein schwacher Trost für alle Fans, die auf ein „richtiges“ Game warten? Keineswegs. Denn der britische Entwickler Traveller’s Tales präsentiert mit „Lego Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ ein Spiel, das sich nicht auf dem seichten Gameplay der jüngsten Blöckchenspiele ausruht, sondern stattdessen ein überraschendes Best of Batman arrangiert.
Das habe ich aber anders in Erinnerung!
Nach einem Kinobesuch macht sich Familie Wayne auf den Heimweg. Als sie eine Gasse als Abkürzung nutzen will, wird sie von einem Gangster überfallen. Die Eltern sterben, nur Sohn Bruce bleibt zurück und schwört seit diesem Tag, seine Heimatstadt Gotham von jeglichem Verbrechen zu beschützen.
So weit, so bekannt ist die legendäre Entstehungsgeschichte des Fledermaus-Rächers, mit der auch „Lego Batman“ beginnt. Das Spiel orientiert sich dabei klar an Tim Burtons Filmversion von 1989 – bis es plötzlich ins Christopher-Nolan-Universum von 2005 springt und zeigt, wie der mittlerweile erwachsene Bruce in den Himalaja reist, um dort in einem Kloster zum Ninja ausgebildet zu werden. Als die Kampfmaschine zurückkehrt, findet sie sich auch schon in der Filmhandlung von „The Batman“ aus dem Jahr 2022 wieder, in der Batman einem mächtigen Mafiaboss das Handwerk legen muss.

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Das Erste, was „Lego Batman“ ganz meisterhaft gelingt, ist die Fusion aller Batman-Geschichten, als hätte es immer nur diese eine gegeben. Ohne ins Chaotische abzudriften. Ohne wichtige Dinge zu unterschlagen. Während frühere Lego-Spiele ihre Vorlagen Eins zu Eins abgebildet haben, nur eben im Blöckchen-Look, besteht der große Spaß in „Lego Batman“ darin, auf Vertrautes zu treffen und dann doch wieder von Neu-Interpretationen überrascht zu werden. Nichtkenner bekommen dagegen eine spannende Comic-Handlung präsentiert, die kein Vorwissen erfordert, aber eine gewisse Toleranz gegenüber Gummienten und Fledermaus-Kaka.
Denn er ist auch immer mit dabei: Der typische Lego-Humor, der sich seit jeher durch genauso trockene wie charmante Albernheiten, Übertreibungen und Erwartungsbrüche definiert. In den meisten Fällen zündet der Humor, vor allem wenn korrupte Polizisten in Donuts bezahlt werden oder Batman einen Club nur betreten darf, wenn er zuvor ein Dance Battle gewinnt. An anderer Stelle spielen Gangster im Bällebad und benutzen Kinderrutschen, um mal richtig zu entspannen. Nicht jede Stelle braucht Jokes, aber auch nicht jeder Humor muss jeden zum Lachen bringen. Wie gut, dass „Lego Batman“ aus unterschiedlichen Konfetti-Kanonen feuert.
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Sammelspaß, Kämpfe und ein bisschen „GTA“
Aber egal welches Fledermaus-Abenteuer nun erzählt wird, stets findet sich der Spieler in einer Lego-Version bekannter Batman-Schauplätze wieder, die er erkunden, bestaunen und (teilweise) zerstören kann, um Unmengen an Lego-Steinen einzusammeln. Mal muss ein simples Rätsel gelöst und ein anderes Mal eine Schar von Gegnern überwältigt werden. Dieser Spaß ist entweder allein oder im Koop spielbar – der zweite Spieler übernimmt hierfür den immer wechselnden und nicht weniger sympathischen Sidekick, der Batman begleitet. Wiederspielwert erhalten die Levels vor allem durch das Suchen nach versteckten Schätzen und Geheimgängen. Das ist im Grunde das Konzept, das Entwickler Traveller’s Tales seit seinen ersten Lego-Spielen anwendet. Doch mit „Lego Batman“ überwindet er diese Grenzen – abermals durch sein Fusionstalent.
Anstatt nur wild auf die Angriffstaste zu hämmern, kann der Spieler Batman wie einen agilen Wirbelwind durch ganze Gruppen steuern, hier kontern, da austeilen, dort ausweichen und hier einen finalen Hieb landen. Dieses Kampfsystem ist nicht neu, sondern perfekt aus einer anderen Batman-Spielereihe übernommen worden, nämlich der Arkham-Trilogie. Die fesselnde Erfahrung bleibt die Gleiche und jeder neue Kampf lädt dazu ein, den eigenen Flow zu perfektionieren und den Kombo-Zähler höher zu treiben. Über einen Skillbaum werden neue Attacken und Manöver freigeschaltet. Hin und wieder kann Batman die Kämpfe auch meiden und durch die Schatten schleichen. Dann ist es ihm möglich, die Gegner leise auszuschalten, hinterrücks oder von einer erhöhten Position aus. Das lockert das Gameplay nicht nur auf, sondern passt auch perfekt zum maskierten Rächer. Auch hier lässt Arkham grüßen.
Doch die wohl größte Überraschung erwartet den Spieler, wenn er die Ausbildung im Himalaja abgeschlossen hat: Denn Batman schwingt mit seinem Greifhaken nicht nur von Dach zu Dach, sondern darf auch in sein legendäres Batmobil steigen, mit dem er durch die Straßen von Gotham düst. Hier eröffnet „Lego Batman“ seine eigene kleine Open World, so wie man es aus „GTA“ kennt: mit Verkehr und Passanten, mit vielen Schauplätzen zum Erkunden und vielen Kurven zum Driften. Dabei steuert sich das Batmobil so elegant und rasant, dass es fast egal ist, wo es überhaupt hingeht, ob man der Haupthandlung folgt oder sich von den vielen Mini-Aufgaben ablenken lässt.
Fazit: Ein kurzweiliges und einfaches Erlebnis
Eine Kletterpassage, eine Verfolgungsjagd, ein Verhör, ein Bosskampf, eine neue Mechanik und dann wieder eine Sequenz, die zum Schmunzeln einlädt. Ist der eine Schurke besiegt, taucht schon der nächste auf. Die Bat-Höhle dekorieren. Mit dem Batmobil dutzende Wagen durch die Gegend kicken. Und für ein Riddler-Rätsel ist immer noch Zeit. Bevor überhaupt Langeweile aufkommen kann, hat „Lego Batman“ bereits die nächste Überraschung unter dem Cape hervorgeholt. Während die liebevoll gestalteten und detailreichen Lego-Schauplätze bei all der durchgepeitschten Action sogar etwas untergehen.
Es sind eben nicht nur Steine: Entwickler Traveller’s Tale nutzt die Chance, alle Welt mit ihrer neuen Formel zu überraschen und poliert dabei das gesamte Batman-Repertoire auf, von der Story bis zum Gameplay. Zwei Dinge sind zu bemängeln: In früheren Spielen gibt es mehr Charaktere zum Sammeln und Spielen, da bleibt „Lego Batman“ mit unter zehn Figürchen schon sehr sparsam. Gleichzeitig ist das Spiel zwar für eine Eltern-Kind-Konstellation oder eine Casual-Couch-Coop-Session perfekt ausbalanciert, für den erfahrenen Singleplayer aber viel zu einfach – selbst auf dem höchsten von drei Schwierigkeitsgraden. Wer weder für den Lego-Charme noch für den Batman-Fanservice gekommen ist, ist hier falsch. Alle anderen sollten sich schon mal in die Fledermaus-Kluft werfen.
„Lego Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters“ erschien am 22. Mai für Windows, PS5, Xbox Series und Nintendo Switch 2. Es kostet 69,99 Euro. USK ab 12 Jahren.
(dahe)
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