Digital Business & Startups
11 millionenschwere HealthTech-Startups, die derzeit abheben
Alles rund um digitale Gesundheitsthemen (E-Health oder HealthTech) bekommt seit einigen Jahren viel Aufmerksamkeit. HealthTech gehört deswegen auch zu den Segmenten, die sich die viele Investorinnen und Investoren weiter ganz genau ansehen – dies gilt für B2C, aber auch für B2B.
Zu den vielen (jungen und älteren) Health-Startups aus der DACH-Region, die uns in den vergangenen Monaten besonders aufgefallen sind, gehören unter anderem Avelios Medical, Circle Health, Ficus, Remi Health und Wellster HealthTech.
Zudem gab es mit Verkauf des Münchner Health-Startup Kaia Health an Sword Health abermals einen spannenden Exit im Segment (Kaufpreis: 285 Millionen US-Dollar). Kaia Health, 2016 von Konstantin Mehl und Manuel Thurner gegründet, entwickelt digitale Therapien für chronische Erkrankungen (Rückenschmerzen, COPD). In den vergangenen Jahren flossen rund 100 Millionen Euro in Kaia Health.
11 aufstrebende HealthTech-Startups
Avelios Medical
Der deutsche Softwaregigant SAP investierte zuletzt eine ungenannte Summe in Avelios Medical. Das Münchner HealthTech, 2020 von Nicolas Jakob, Sebastian Krammer und Christian Albrecht gegründet, positioniert sich als Krankenhausinformationssystem. Dabei geht es darum, „klinische Prozesse zu optimieren, den Dokumentationsaufwand zu reduzieren und Patientendaten intelligent zu vernetzen – von der Aufnahme bis zur Abrechnung“. Sequoia Capital, Revent und High-Tech Gründerfonds (HTGF) investierten zuvor bereits 30 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Avelios Medical
Circle Health
Das Berliner HealthTech Circle Health, 2023 von Peter Malmqvist und Jannik Tiedemann gegründet, möchte sich als „Praxis für Funktionelle Medizin & Prävention“ etablieren. Der Berliner Investor Atlantic, CRB Health Tech (Madrid), Calm/Storm Ventures (Wien) und Kfund (Madrid) investierten zuletzt 9 Millionen Euro (Eigen- und Fremdkapital) in die Jungfirma. Mehr über Circle Health
Ficus
Das HealthTech Ficus aus Berlin, 2024 vom Caspar Health-Gründer Benjamin Pochhammer und Mario Elstner gegründet, hat vor, sich als „KI-Plattform für die Rehabilitation“ zu etablieren. Die Software des Startups, das aus Venture Studio von Merantix hervorgegangen ist, „automatisiert zentrale Prozesse, reduziert administrativen Aufwand und schafft mehr Zeit für die Patient:innenversorgung“, teilt das Team mit. Der Berliner Frühphaseninvestor Redstone, Merantix Capital und Business Angels investierten zuletzt 3 Millionen Euro in die Jungfirma. Mehr über Ficus
Gardia
Das HealthTech Gardia (früher als caera bekannt) aus Soest, bereits 2019 von Marlon Besuch und Michael Hummels als caera gegründet, entwickelt ein mobiles Notrufsystem, „das speziell auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten ist“. Der niederländische Investor Peak, amberra, butterfly & elephant, der Accelerator von GS1 Germany, sowie Altinvestoren wie BonVenture, Dieter von Holtzbrinck Ventures (DvH Ventures) und Beurer investierten zuletzt 8,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Gardia
hellomed
Das Berliner HealthTech hellomed, 2022 von Enrico Bernardo, Felix Morawski und Tim Bogdan gegründet, entwickelt mit hellomedOS eine Softwarelösung zur „qualitätsgesicherten Medikationsversorgung“ in der ambulanten und stationären Pflege. Das Ziel dabei, ist insbesondere die „Entlastung von Pflegekräften“. Der Schweizer Investor EquityPitcher Ventures, der Berliner Geldgeber IBB Ventures und zwei.7 sowie Business Angels investierten zuletzt 6 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über hellomed
Mirantus Health
Beim Berliner HealthTech Mirantus Health, 2022 von Dominik Pederzani und Claus Gruber gegründet, dreht sich alles um Augengesundheit. „Wir helfen Optikern dabei, Augen-Checks durchzuführen und die Ergebnisse professionell auszuwerten“, sagt Gründer Pederzani. Revent, Redstone, Entrepreneur First, Noaber, Arve Capital sowie die Telemedizin-Pioniere Kai Eberhardt (Oviva) und Katharina Jünger (TeleClinic) investierten zuletzt 5,5 Millionen Euro in das Unternehmen.
nyra health
Das Wiener E-Health-Startup nyra health sammelte zuletzt weitere 20 Millionen Euro ein – unter anderem von Armira Growth, Wellington Partners und Crane Venture Partners. Die Jungfirma setzt auf KI-gestützte Therapielösungen für Patient:innen mit neurologischen Erkrankungen. Zum Unternehmen gehören die Therapiesoftware myReha und das klinische Managementsystem nyra insights. Mehr über HealthTech
Oviva
Das HealthTech-Unternehmen Oviva aus Zürich, 2014 von Kai Eberhardt, Manuel Baumann und Mark Jenkins gegründet, setzt auf „erstattungsfähige digitaler Gesundheitsversorgung“. Schwerpunkt sind dabei derzeit Erkrankungen wie Adipositas und Bluthochdruck. Kinnevik, Planet First Partners, A.P. Moller Holding, Lunate und Co. investierten zuletzt 200 Millionen Euro (Primary- und Secondary-Investment) in das Unternehmen. Insgesamt flossen zuvor bereits rund 115 Millionen in das HealthTech. Mehr zu Oviva
Recare
Das Unternehmen Recare, bereits 2017 von Maximilian Greschke in Berlin gegründet, unterstützt medizinische Einrichtungen mit Hilfe von KI „dabei, administrative Aufgaben zu automatisieren und Arbeitsabläufe über verschiedene Systeme hinweg zu steuern“. Der Versicherungs- und Risikomanagementanbieter DNV, CIBC Innovation Banking und weitere Investoren investierten zuletzt 37 Millionen Euro (einschließlich einer Option von 7 Millionen) in das Unternehmen. Mehr über Recare
Remi Health
Das Berliner HealthTech Remi Health, 2021 von Marvin Abert, Anthony Bielenstein, André Lange und Philipp Henneberg gegründet, möchte sich als „Diagnostics-as-a-Service platform“ etablieren. Zur Idee schreibt das Team: „Operating across multiple European markets, Remi Health partners with leading laboratories and combines decentralised collection, lab connectivity, regulatory compliance, medical oversight, and digital patient experiences into one scalable solution.“ IBB Ventures, Catalpa Ventures, MSD Global Health Innovation Fund und Business Angels investierten zuletzt 3 Millionen in Remi. Insgesamt sammelte das Unternehmen nun bereits 5 Millionen ein. Mehr über Remi Health
Wellster HealthTech
Der britische Growth Debt-Geldgeber Claret Capital investierte zuletzt erneut in Wellster HealthTech. „Insgesamt wurde die bestehende Finanzierungslinie mit Claret Capital Partners auf 10 Millionen Euro erweitert“, teilte das Unternehmen dazu mit. Wellster aus München, 2018 von Manuel Nothelfer und Nico Hribernik gegründet, möchte Onliner:innen „Zugang zu wirksamen medizinischen Behandlungen“ geben. Konkret geht es dabei um Alltagsgesundheit und Themen wie Intimgesundheit und Haarausfall. Zum Unternehmen gehören Marken wie easytest, GoEasy, GoLighter, mySummer, mySpring und Spring. Claret Capital und Mangrove Capital investierten zuvor bereits 20 Millionen US-Dollar in Wellster Healthtech. Das profitable Unternehmen erwirtschaftete 2025 nach eigenen Angaben einen Umsatz in Höhe von 50 Millionen Euro. Mehr über Wellster Healthtech
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Shutterstock
Digital Business & Startups
+++ Blinkist +++ Personio +++ Synera +++ Neoh +++ Fundraising +++ DefenseTech +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ Blinkist-Gründer kaufen ihr Startup zurück +++ Personio schreibt schwarze Zahlen +++ StartupsToWatch: Synera +++ Wachstumshebel: Neoh setzt auf Zuckerersatzstoff +++ Fundraising: LPs agieren vorsichtiger +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Donnerstag, 23. April).
#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries
+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND
#STARTUPTICKER
Blinkist
+++ Und wieder ein Rückkauf! Das Berliner Medien-Grownup Blinkist, das 2023 vom australischen Lern-Unternehmen Go1 komplett übernommen wurde, ist wieder in Gründerhand. Die beiden Gründer Holger Seim und Tobias Balling halten nun jeweils 50 % an ihrem Unternehmen (gegründet 2012). „Eine strategische Neuausrichtung hat dazu geführt, dass die gemeinsame Vision, die die Grundlage unseres Exits war, nicht mehr im Fokus steht. Ein Teil der Wahrheit ist sicherlich auch, dass beide Seiten unterschätzt haben, wie viel Komplexität es mit sich bringt, ein Unternehmen über drei Zeitzonen hinweg zu führen und dabei schnell und agil zu bleiben. Aus diesen Gründen war eine ‚Trennung‘ für beide Seiten die bessere Option“, sagt Seim gegenüber deutsche-startups.de (ein ausführliches Interview folgt). Blinkist liefert seinen Nutzerinnen und Nutzern Kernaussagen aus Sachbüchern – in Wort und Ton. Im Geschäftsjahr 2023/24 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von rund 53 Millionen Euro (Vorjahr: 28 Millionen). Zuletzt kaufte auch das Ankerkraut-Team sein Startup zurück. Knapp vier Jahren nach dem Exit an Nestlé. Mal sehen, ob daraus ein Trend wird. Mehr über Blinkist
Personio
+++ Endlich schwarze Zahlen! Das Münchner HR-Unicorn Personio, das sich zuletzt von 165 Mitarbeitenden getrennt hat, verkündet schwarze Zahlen. „In den vergangenen zwei Jahren hat Personio gezielte Entscheidungen getroffen, um Prozesse zu vereinfachen, schneller zu werden und näher an den Kunden zu arbeiten. Das Ergebnis ist das erste profitable Quartal – bei inzwischen 16.000 Kunden“, teilt das Unternehmen mit. Gründer Hanno Renner spricht vom einem Meilenstein: „Es bedeutet, dass wir unsere Innovationen aus unserem laufenden Geschäft heraus finanzieren können -unabhängig von externem Kapital. Das ist ein wichtiger Schritt, um ein resilientes Unternehmen aufzubauen und unseren Kunden die Sicherheit zu geben, dass wir langfristig an ihrer Seite stehen“. Personio, 2015 gegründet, erwirtschaftete 2024 einen Umsatz in Höhe von 196 Millionen Euro (Vorjahr: 144 Millionen). Der Verlust lag bei rund 196 Millionen Euro (Vorjahr: 176 Millionen). Insgesamt kostete der Aufbau von Personio bis Ende 2023 rund 570 Millionen. Investoren pumpten in den vergangenen Jahren rund 700 Millionen Dollar in Personio. Die letzte Bewertung lag bei 8,5 Milliarden. Mit schwarzen Zahlen im Gepäck dürfte nun auch das Thema IPO bei Personio wieder an Fahrt gewinnen. Wenn den der Markt endlich mitspielt. Um beim Trendthema KI nicht abgehängt zu werden, übernimmt Personio nun das Münchner Recruiting-KI-Startup aurio (2024 gegründet). Mehr über Personio
Synera
+++ StartupsToWatch: Synera. Das Bremer Unternehmen, 2018 gegründet, entwickelt KI-Agenten zur Automatisierung industrieller Produktentwicklungsprozesse. Gerade konnte das Team 35 Millionen Euro einsammeln. Die Investmentrunde wird vom französischen Wachstumsinvestor Revaia angeführt. Zudem beteiligen sich UVC Partners, ISAI Cap Ventures, BMW iVentures, Cherry Ventures und Spark. Das frische Kapital soll in den „Ausbau der Produktentwicklung sowie die internationale Expansion“ fließen. „Diese Finanzierung ermöglicht es uns, eine neue Art des Engineerings zu realisieren, bei der KI-Agenten als echte digitale Engineers agieren und komplexe Workflows entlang der gesamten Wertschöpfungskette autonom ausführen“, teilt das Startup zum Investment mit. Über 60 Kunden in 15 Ländern – darunter BMW, Airbus, NASA, Volvo Trucks und Miele setzen derzeit auf Synera. Spark Capital, BMW i Ventures, Cherry Ventures, UVC Partners und Venture Stars investierten zuvor bereits 14,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Auch in Bremen ist somit Platz für richtig große Startups. Mehr über Synera
Neoh
+++ Zuckerersatzstoff als Wachstumshebel! Das Wiener Schokoriegel-Startup Neoh, bei dem zuletzt der italienische Süßigkeitenkonzern Ferrero eingestiegen ist, möchte in den kommenden Jahren vor allem im B2B-Segment wachsen. Gelingen soll dies mit dem selbstentwickelten, kalorienarmen Zuckerersatzstoff Zero+. „Für 2028 planen wir, rund 50 Prozent unseres Umsatzes mit Zero+ zu erzielen. Dieses Wachstum kann sich jedoch auch schneller entwickeln, insbesondere wenn größere Partner in die breite Umsetzung gehen – das ist naturgemäß schwer exakt planbar“, sagt Gründer Manuel Zeller gegenüber Brutkasten. Daneben setzt das Team aber weiter auf seine kalorienarmen Schokoriegel. (Brutkasten) Mehr über Neoh
Fundraising
+++ Lesenswert! Im VC Magazin berichten mehrere Investorinnen und Investoren über ihre aktuellen Fundraising-Erfahrungen. „Im Vergleich zu 2021 agieren LPs heute vorsichtiger und tätigen Investitionen sorgfältiger. Kapital fließt jedoch weiterhin in Funds mit einer klaren Strategie und einer langfristigen Perspektive“, sagt etwa Sierra Peterson von Voyager Ventures. Passend dazu: 9 VCs, die jetzt Millionen investieren. (VC Magazin)
DefenseTech
+++ Wer heute ein DefenseTech- oder GovTech-Startup gründet, braucht mehr als eine gute Technologie. Er muss Systemarchitektur, Beschaffungswege und die Akteure auf staatlicher Seite verstehen. Mehr im Gastbeitrag von Falk Schäfers
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ SpaceTech Atmos bekommt 25,7 Millionen +++ ElderTech Patronus erhält 11 Millionen +++ IndustrialTech Linexa sammelt 2 Millionen ein +++ Nachtzug-Startup Nox Mobility bekommt 2 Millionen. Mehr im Deal-Monitor
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
Digital Business & Startups
3000 Euro im Monat für Personal Branding: Lohnt sich das?
Nikita Fahrenholz und Martin Eyerer setzen auf Personal Branding – auch wenn sie nicht immer Lust darauf haben. Welche Strategie sie jeweils für sich haben und was es ihnen bringt, lest ihr hier.
Personal Branding ist die Währung für Aufmerksamkeit und Relevanz auf Linkedin. Und da Linkedin eine Plattform fürs Business ist, müssen Unternehmer dort sichtbar sein – das sagen Nikita Fahrenholz (Gründer von Delivery Hero & Fahrengold) und Martin Eyerer (Ex-CEO Factory Berlin, Unternehmer, Techno-DJ) in unserer neuesten Podcast-Folge von Royal GS.
Audio-Player nicht verfügbar
Um eingebettete Audio-Inhalte anzuzeigen, ist deine jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über „Widerruf Tracking und Cookies“ am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Umschalten auf „an“ stimmst du zu. Weitere Infos findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Hört die Folge hier: Spotify und Apple Podcast
Bei Personal Branding inszeniert man die eigene Person als Marke. Man überlegt sich also, wie man auf Social Media von anderen wahrgenommen werden möchte, und baut darauf eine Content-Strategie auf. Das Wichtigste dabei: authentisch bleiben. So sehen das auch Eyerer und Fahrenholz. Dennoch gibt es bei Personal Branding eine Herausforderung: „Die Grenze zu narzisstischer Selbstdarstellung ist da sehr, sehr schmal“, sagt Fahrenholz.
Strategien von Personal Branding
Für ihre Personal-Brand haben Eyerer und Fahrenholz zwar unterschiedliche Ansätze, eine Gemeinsamkeit ist, dass sie ihre Postings selbst schreiben. Von KI-generierten Beiträgen halten die beiden nichts, wie sie sagen.
Eyerer will auf Linkedin für mehrere Themen stehen, mit denen er sich identifizieren kann – etwa DJ-ing und Musikproduktion, Startup und Tech, Innovation und Stadtentwicklung und darauf aufbauend Politik. „Ich versuche, diese vier Themenblöcke zu adressieren, damit es eine Stringenz gibt“, sagt er. Dafür poste er zweimal die Woche, dienstags und donnerstags um 9 Uhr. Diese Uhrzeit habe sich für ihn bewährt. Die Posts plant Eyerer übrigens ein, wie er sagt. Das führe bei ihm zu einem organischen Wachstum von 100 bis 150 Followern pro Monat auf Linkedin.
Lest auch
Fahrenholz fährt eine etwas andere Strategie. Er nutzt wie Eyerer ebenfalls Linkedin, aber auch Instagram. Seine Personal-Brand und die Corporate Brand von Fahrengold sollen ineinandergreifen, aber auch für sich stehen können. Die Social-Media-Profile seines Unternehmens sollen also bewusst nicht an eine Person gekoppelt sein, sagt er.
„Viele meiner Investoren und eigentlich alle um mich herum haben gesagt: Du bist Fahrengold, und das hilft halt total, wenn du dich für diese Firma engagierst mit deiner Person“, erzählt Fahrenholz. „Aber sollte ich diese Firma verkaufen wollen, dann sollte der Wert nicht sein Paket Nikita plus Fahrengold, sondern Fahrengold.“ Das meint auch Eyerer: „Wenn du zu viel Personal Brand in deiner Firma hast, dann schadest du der Firma ab einer gewissen Größe.“
So viel zahlt Fahrenholz im Monat für Social-Media-Content
Übersetzt in Content bedeutet das: Auf seinen eigenen Social-Media-Kanälen spreche er rund um das Thema Car-Culture, wie Fahrenholz es nennt – also Automotive – und über sich als Unternehmer. Immer wieder gehe es da also auch um Fahrengold, da sein Unternehmen auch sein Alltag sei. Für die Social-Kanäle von Fahrengold komme Content wiederum zum Beispiel so zustande: „Wir sind jetzt am Sonntag in Lech mit Fahrengold und ich moderiere eine Garage-Story für den Fahrengold-Kanal, wo das Produkt auch gezeigt wird.“
Lest auch
Für all das arbeitet Fahrenholz mit einem professionellen Team zusammen und hat More-Nutrition-Gründer Christian Wolf als Berater zur Seite. Für seine Social-Media-Kanäle gibt Fahrenholz im Monat „Real Talk 3000 Euro“ aus, sagt er.
Was ihm das bringt? „Ich kann ganz klar sagen: Ich verkaufe mehr durch Social Media“, sagt Fahrenholz. „Ich kann direkt beweisen, dass ich bestimmt seit ich damit begonnen habe, 100.000 bis 150.000 Euro direkt darauf attribuieren kann. Und das ist ein echter Erfolg.“
Alle Folgen im Überblick
Audio-Player nicht verfügbar
Um eingebettete Audio-Inhalte anzuzeigen, ist deine jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über „Widerruf Tracking und Cookies“ am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Umschalten auf „an“ stimmst du zu. Weitere Infos findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Digital Business & Startups
CFO – vom Kostenverwalter zum Wachstumstreiber
#Gastbeitrag
Die Finanzabteilung wird zum Steuerungszentrum und ist zentral für Wachstum und Resilienz. 2026 wird klar zeigen, in welchen Unternehmen sich dieser Shift vollzieht, wo also Finanzteams gestalten statt zu verwalten. Ein Gastbeitrag von Gregory Herbert (Frisbii).

Der Einzug von KI in den Unternehmensalltag macht auch vor Finanzabteilungen nicht Halt. Sie stehen vor einem tiefgreifenden strukturellen Umbruch – und das in Zeiten, in denen wirtschaftliche Unsicherheit mit steigenden Anforderungen an Prozesse einhergeht. Das klare Ziel: Mehr Transparenz, mehr Effizienz und daraus resultierend eine größere Rentabilität zu schaffen. Damit steigt der Druck auf Finanzabteilungen und CFOs, die gemeinsam mit den genutzten Technologien stärker denn je im Fokus der Unternehmenssteuerung stehen. Die CFO-Rolle wandelt sich von der reinen Budget-Verwaltung zur aktiven Gestaltung des Unternehmenswachstums, indem es insbesondere darum geht, wiederkehrende Umsätze (Recurring Revenue) zu identifizieren und gezielt zu steuern.
Doch klassische Mittel und Wege reichen hierfür häufig nicht mehr aus: Excel und fragmentierte Tool-Landschaften stoßen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, KI und Plattformdenken versprechen einen Lösungsansatz – wenn sie sinnvoll eingesetzt werden.
Excel am Limit: Tool-Silos verhindern Transparenz und Steuerung
Was bedeutet das nun in der Praxis? Finanzverantwortliche müssen 2026 auf ein einheitliches ‘CFO-Betriebssystem’ für wiederkehrende Umsätze setzen, also eine zentrale Plattform, die Billing, Forecasting, Compliance und Payments zusammenführt, statt diese Prozesse weiterhin getrennt zu betrachten. Nur so lassen sich Kennzahlen wie Umsatz, Cashflow und Profit detailliert forecasten und als Entscheidungsgrundlage nutzen. CFOs sind sich dieser Anforderung bewusst: So planten laut dem „Global CFO Report 2025“ von FTI Consulting 87 Prozent der CFOs, KI-Tools noch innerhalb von 2025 einzusetzen – ein Signal dafür, dass die technologische Modernisierung der Finanzfunktion Priorität hat.
KI als operative Entscheidungsinstanz: Keine Kür sondern Pflicht
Die klare Zielsetzung an dieser Stelle: KI als operative Entscheidungsinstanz einzusetzen und damit eine klare Abgrenzung zu klassischen Business Intelligence-Prozessen zu schaffen. Statt also ausschließlich basierend auf zurückliegenden Informationen zu handeln, geht der Trend hin zu ganz konkreten und vor allem umsetzbaren strategischen KI-Empfehlungen, darunter das Forecasting von Cashflow, aber auch Vorhersagen zum Churn, Vorschläge zur Preisoptimierung oder der Bewertung des Lifetime Values. Kurz gesagt: Predictive und Prescriptive Finance werden Entscheidungen maßgeblich beeinflussen – und zwar in Echtzeit. Laut Gartner etwa werden 60 bis 70 Prozent der Finanzteams 2026 zentrale Umsatzprozesse mithilfe von KI automatisieren.
Pricing wird von einer Marketing- zu einer Finanzdisziplin
Für die Planung und Verwaltung von Recurring Revenue bedeutet das ganz konkret: Wir werden künftig viel mehr flexible, nutzungsbasierte und personalisierte Preis- und Abomodelle sehen, die als Hebel für die Kundenbindung eingesetzt werden, um so wiederkehrende Umsätze zu stärken. Die Flexibilität wird zum entscheidenden Punkt für die Customer Retention. CFOs und ihre Teams verbuchen und forecasten also nicht mehr nur Umsätze, sondern entscheiden aktiv mit, wie Produkte bepreist, paketiert, abgerechnet und weiterentwickelt werden. Damit ist das Pricing keine reine Produkt- oder Sales-Frage mehr und bewegt sich außerhalb der klassischen ‘4P’ des Marketing.
Was es für Finance bedeutet, wenn KI einkauft
Allerdings verändern sich nicht nur interne Prozesse und nehmen Einfluss auf den Wirkungsgrad von Finanzabteilungen: CFOs und ihre Teams müssen auch externe Rahmenbedingungen aktiv einbeziehen. Ein Beispiel: Während Europa digitale Souveränität zur strategischen Priorität macht, prägen globale KI-Ökosysteme längst, wie Kund:innen einkaufen und Zahlungen abwickeln. ChatGPT und andere Conversational-AI-Systeme werden zunehmend zu Rate gezogen und beeinflussen Kaufentscheidungen. So zeigt eine aktuelle Studie von Mastercard, dass bereits heute vier von zehn deutschen Verbraucher:innen offen sind für den Einsatz von KI-Agenten, wenn sie online einkaufen, bei den unter 39-Jährigen sind es sogar 56 Prozent. Diese externen Faktoren beeinflussen Billing, Forecasting und Revenue-Reporting – und erweitern die Rolle der Finanzabteilung strategisch, sodass sie im Spannungsfeld zwischen Regulierung, Technologie und Kundenverhalten Entscheidungen treffen muss.
Warum CFOs zu Architekt:innen eines neuen Finanzökosystems werden
Zusammengefasst ist das tl;dr dieser Trends: Die Finanzabteilung wird mehr und mehr zum strategischen Steuerungszentrum und ist zentral für Wachstum und Resilienz. 2026 wird klar zeigen, in welchen Unternehmen sich dieser Shift in der Finanzabteilung vollzieht, wo also Finanzteams gestalten statt zu verwalten. Die Erfolgsfaktoren für diesen Umbruch sind einfach zu benennen: Integrierte Systeme, KI-gestützte Entscheidungen, flexible Monetarisierung. Nur so können CFOs tatsächlich zu Architekt:innen eines neuen Finanzökosystems werden.
Über den Autor
Gregory Herbert ist CEO von Frisbii.
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): KI
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenInterview: Massiver Anstieg der AU‑Fälle nicht durch die Telefon‑AU erklärbar
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenIntel Nova Lake aus N2P-Fertigung: 8P+16E-Kerne samt 144 MB L3-Cache werden ~150 mm² groß
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
