Künstliche Intelligenz
Grok im Auto: xAI bringt Voice Mode zu CarPlay
Elon Musks KI-Firma xAI arbeitet an einem Sprachassistenten fürs Auto – genauer für Apple CarPlay. In der jüngsten iOS-Version der Grok-App für das iPhone finden sich dazu passende Hinweise inklusive Platzhalter, berichtet das Apple-Blog 9to5Mac. Darin heißt es, dass Grok Voice, wie xAI seinen Sprachmodus nennt, „bald“ auf CarPlay verfügbar sein werde.
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Grok bereits im Tesla
Der KI-Assistent, der auch Teil des Kurznachrichtendienstes X (vormals Twitter) ist, steht als Voice Mode bereits für Tesla-Fahrzeuge zur Verfügung. Nun soll er auf weitere Plattformen kommen. Unter CarPlay ist nach Installation der iOS-App bereits das Icon zu sehen. Klickt man es auf dem Fahrzeugbildschirm an, tut sich aber bis auf den besagten Platzhalter noch nichts. Ob xAI das Feature serverseitig aktivieren kann oder ein weiteres Update der Grok-Anwendung notwendig wäre, bleibt unklar.
Mit Grok käme der dritte KI-Assistent in CarPlay-Autos. Bereits verfügbar ist ChatGPT, das sich per Sprache steuern lässt, sowie der Sprachmodus von Perplexity. Bislang nicht verfügbar ist hingegen Googles Gemini-KI. Eine CarPlay-Anwendung im Rahmen der iOS-Version von Gemini wurde bislang nicht integriert. Auch auf eine CarPlay-Variante von Claude warten die Nutzer noch. Apple hatte mit iOS 26.4 offiziell Chatbots ins Auto gelassen. Diese müssen allerdings stets so gestaltet sein, dass man sie rein durch Sprache (Input wie Output) bedienen kann. Das wiederum ist teils nicht sehr bequem. Hilfreich ist aber, dass man etwa bei ChatGPT im Auto geführte Dialoge später auf dem iPhone nachlesen kann.
Apple hat keinen Chatbot
Die Grok-App soll laut xAI ein „Co-Pilot [für] die Reise durch das Wissensuniversum“ sein. Die iOS-App enthält auch einen Bildgenerator, dessen X-Version jedoch bereits für Skandale wegen sexualisierter Bilder gesorgt hat. Grok wurde deshalb in einigen Ländern gesperrt.
Apple selbst hat ChatGPT, Grok, Perplexity & Co. bislang nichts entgegenzusetzen. Eine verbesserte Siri, die Kontextwissen des Nutzers verwenden kann – samt einer echten Chatbot-Funktionalität –, wird mittlerweile nicht vor iOS 27 im Herbst erwartet. Dabei dient Googles Gemini als Plattform, für das Apple angeblich pro Jahr eine Milliarde US-Dollar zahlen will.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Amazon legt Filmprojekt über Sam Altman auf Eis
Eigentlich ist sein Film über OpenAI-CEO Sam Altman fast fertig – jetzt muss Regisseur Luca Guadagnino aber vorerst die Arbeit daran ruhen lassen. Sein Auftraggeber Amazon hat kürzlich eine große Kooperation mit OpenAI gestartet, das Filmprojekt über seinen Geschäftspartner will das Unternehmen jetzt wohl lieber einem anderen Studio überlassen.
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Der Film namens ‚Artificial‘ ist eine Mischung aus Drama und Komödie, die sich um die Ereignisse rund um Altmans Entlassung und Wiedereinstellung als OpenAI-Chef Ende 2023 dreht. Altman musste überraschend seinen Hut nehmen, nachdem der Aufsichtsrat ihm mangelnde Offenheit in der Kommunikation vorgeworfen hatte. Wenige Tage später kehrte Altman dann aber als OpenAI-Chef zurück, nachdem hunderte OpenAI-Beschäftigte mit ihrer eigenen Kündigung gedroht hatten. Altman wird im Film von Andrew Garfield verkörpert. Der Filmdatenbank IMDb ist auch ein Auftritt von Elon Musk zu entnehmen – gespielt von Ike Barinholtz.
Amazon sieht ‚Artificial‘ nicht mehr bei sich
Bis der Film zu sehen sein wird, wird es aber wohl noch etwas dauern. „Wir sind der Meinung, dass ‚Artificial‘ besser aufgehoben wäre, wenn es von einem anderen Studio veröffentlicht würde, und arbeiten eng mit dem Filmteam zusammen, um einen neuen Verleih für den Film zu finden“, sagte ein Amazon-Sprecher laut Medienberichten dazu. Für Guadagnino als Filmemacher habe das Unternehmen größten Respekt und Bewunderung übrig und Amazon wolle auch in Zukunft mit ihm zusammenarbeiten, betonte er. Laut dem Branchenmedium „Variety“ ist das Filmprojekt so weit vorangeschritten, dass bereits erste Testvorstellungen stattgefunden haben. Das berichtet das Portal unter Berufung auf einen Teilnehmer.
Das plötzliche Aus für den Film kommt nach der Ankündigung einer großen Kooperation Amazons mit dem KI-Hersteller. Amazon Web Services (AWS) und OpenAI wollen sich zusammentun, um ihren Kunden skalierbare KI-Agenten und -Anwendungen zu liefern. Amazon hat bei OpenAIs jüngster Finanzierungsrunde 50 Milliarden US-Dollar zugesagt, unter der Bedingung, dass OpenAI an die Börse geht oder das Ziel einer allgemeinen künstlichen Intelligenz erreicht.
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(nen)
Künstliche Intelligenz
Hinterland of Things: Kernfusion und Drohnentechnik suchen Kapital
Die Entwicklung der Kernfusion gilt als eine der größten technologischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte und als eine der kapitalintensivsten, während viele Software-Start-ups mit vergleichsweise wenig Kapital starten können. Auf der Start-up-Konferenz Hinterland of Things erklärte Armin Reinartz von Proxima Fusion, dass die wissenschaftlichen Grundlagen inzwischen vorhanden seien. Die eigentliche Herausforderung bestehe nun darin, daraus eine wirtschaftlich tragfähige Technologie zu machen.
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Das Münchner Start-up, das eine Ausgründung des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik ist, hat nach eigenen Angaben eine der bislang größten privaten Finanzierungsrunden eines europäischen Fusions-Start-ups abgeschlossen. Es entwickelt Fusionsreaktoren, sogenannte Stellaratoren, die extrem heißes Plasma mithilfe komplexer Magnetfelder einschließen sollen, um Energie nach dem Vorbild der Sonne zu erzeugen.
Der nächste große Meilenstein soll 2027 erreicht werden. Dann will das Unternehmen einen neu entwickelten Magneten präsentieren, der später Teil eines Fusionsreaktors werden soll. Anfang der 2030er Jahre soll mit „Alpha“ ein Demonstrator folgen. Langfristig arbeitet Proxima auf kommerzielle Fusionskraftwerke hin. In den USA und China fließen Reinartz zufolge bereits Milliardenbeträge in die Entwicklung von Fusionstechnologien. Europa müsse nun entscheiden, ob die künftige Wertschöpfung rund um Fusionskraftwerke auf dem Kontinent entstehen solle oder ob die Technologie später aus dem Ausland bezogen werde.
Für Investoren unterscheiden sich Fusionsunternehmen deutlich von klassischen Software-Start-ups. Statt Nutzerzahlen oder Umsatzwachstum stehen technische Fortschritte und klar definierte Entwicklungsziele im Mittelpunkt, um das hohe Risiko zu minimieren. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Lieferkette. Proxima arbeitet nach eigenen Angaben bereits mit mittelständischen Zulieferern zusammen und sieht erhebliches Potenzial für weitere Industriepartner. Für den Aufbau einer europäischen Fusionsindustrie werde eine Vielzahl spezialisierter Unternehmen benötigt.
Als Beispiel nannte Reinartz die Rolf Kind GmbH aus Lindlar. Das mittelständische Unternehmen fertigt hochpräzise Stahlkomponenten, sogenannte „Pancakes“, aus denen die Magneten für den Reaktor aufgebaut werden. Gerade bei der Kernfusion komme es auf höchste Fertigungsqualität an. Bereits kleinste Materialfehler könnten dazu führen, dass die supraleitenden Magneten ihre Funktion verlieren. Im internationalen Wettbewerb sieht Reinartz darin einen Vorteil für deutsche und europäische Industrieunternehmen. Während Hersteller aus China in vielen Industriebereichen häufig über den Preis konkurrierten, seien für Fusionsanlagen vor allem Präzision, Zuverlässigkeit und Fertigungsqualität entscheidend. Mit dem Demonstrator Alpha könnte die Nachfrage nach solchen Komponenten deutlich steigen. Nach Einschätzung von Reinartz müssten sich die Kapazitäten deutlich erhöhen.
Daher bleibt die Finanzierung ein Thema. Dr. Sarah Theinert von UVC Partners, einem an Proxima Fusion beteiligten Venture-Capital-Investor, warnte auf der Veranstaltung davor, dass es in Europa weiterhin an ausreichend Wachstumskapital mangele. Die Gefahr bestehe darin, dass wichtige Zukunftstechnologien zwar in Europa entwickelt würden, größere Finanzierungsrunden später aber von Investoren aus den USA oder Asien getragen werden.
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Ukraine-Krieg beschleunigt Drohnenentwicklung
Die Diskussion über Zukunftstechnologien beschränkte sich auf der Konferenz nicht auf die Kernfusion. Auch Unternehmen aus der Drohnen- und Luftfahrtbranche warben für mehr Investitionen in Deep-Tech-Projekte. Matthias Lehna von Quantum Systems und Maximilian Oligschläger von ERC System betonten, dass die Branche von den geopolitischen Veränderungen und daraus entstehenden neuen Sicherheitsanforderungen profitiert. Quantum Systems entwickelt KI-gestützte „Aufklärungsdrohnen“ und autonome Luftfahrtsysteme für zivile und militärische Anwendungen. ERC System arbeitet an hybridelektrischen Senkrechtstartern (eVTOL), die künftig unter anderem in der Logistik, bei Rettungsdiensten und zum Schutz kritischer Infrastruktur eingesetzt werden sollen.
Besonders der Krieg in der Ukraine habe die Entwicklung unbemannter Systeme beschleunigt. Er habe gezeigt, wie schnell sich Drohnen und ihre Einsatzkonzepte weiterentwickeln können. Hardware werde teilweise innerhalb weniger Monate angepasst, Software sogar innerhalb weniger Wochen. Der Einsatz unbemannter Systeme habe Lehna zufolge eine Dynamik ausgelöst, die weit über klassische Rüstungsprojekte hinausgehe.
Oligschläger verwies dabei auf strukturelle Unterschiede zu den USA und China. Europa verfüge über starke Forschungseinrichtungen und Ingenieurskompetenz, sei aber oft zu langsam bei der Industrialisierung und Skalierung neuer Technologien. Die eigentliche Herausforderung bestehe darin, aus wissenschaftlichen Durchbrüchen erfolgreiche Unternehmen und industrielle Wertschöpfung zu machen. Dafür brauche es nach Ansicht der Diskutanten mehr Risikokapital, schnellere Skalierung und langfristige politische Unterstützung.
(mack)
Künstliche Intelligenz
Apple Music: Hi-Res-Lossless-Audio erstmals für Apple TV 4K
Apple-TV-User fühlen sich aktuell vergessen: Weder hat Apple seit 2022 neue Modelle auf den Markt gebracht, noch während seiner WWDC-Keynote in der vergangenen Woche das Betriebssystem tvOS 27 überhaupt großartig erwähnt. Interessierte mussten sich daher die Details aus verschiedenen Website-Dokumenten zusammensuchen. Eines davon betrifft die Musikwiedergabe auf der Multimediabox: Künftig wird es möglich, hochauflösendes, verlustfreies Songmaterial wiederzugeben. Das geht zunächst aber nur mit Apple Music, ob auch andere Streaming-Apps das Format via API unterstützen werden, blieb zunächst unklar.
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Lossless geht schon seit tvOS 26
Die grundlegende Unterstützung für Lossless-Audio im Rahmen von Apple Music hatte Apple den Apple-TV-Geräten bereits mit tvOS 26 spendiert. Technisch drin sind seither 24 Bit mit bis zu 48 kHz. Nun kommt Apples Hi-Res-Lossless-Format hinzu. Dieses beherrscht mehr als 48 kHz, schafft bis zu 192 kHz bei 24 Bit. Das neue Format verspricht ein noch natürlicheres Klangbild, wobei man dafür schon sehr gute Ohren haben muss.
Das Material muss zudem überhaupt als Hi-Res-Lossless-Audio vorliegen, was vor allem bei neuerer Musik sowie Klassikeralben der Fall ist, die ein entsprechendes Remastering hinter sich haben. Apple verspricht „Audiowiedergabe in Studioqualität“, wobei dies viel mit den hinter dem Apple TV hängenden Verstärkern und Lautsprechern zu tun hat. Lossless-Formate komprimieren Medien ohne Kompressionsverluste und entpacken sie dann ins Originalformat. In einem Supportdokument erklärt Apple, wie man das verlustfreie Songmaterial wiedergibt. Verschiedene Geräte bieten hier verschiedene Möglichkeiten.
Podcast-Neuerungen in tvOS 27
Weitere Neuerungen in tvOS betreffen die AutoMix-Funktion, die Songs mithilfe von KI überblenden kann. Diese ist erstmals auf Apple-TV-Geräten verfügbar (sowie auf dem HomePod). Weiterhin hat Apple die Podcasts-App für tvOS überarbeitet. Sie kommt in einem neuen Look, mit zusätzlichem Fokus auf Video-Podcasts, einer neuen Navigationsleiste und verbesserten Suchfunktionen.
tvOS 27 erscheint im Herbst. Entwickler dürfen bereits eine Betaversion ausprobieren. Eine Public Beta erscheint vermutlich im kommenden Monat.
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(bsc)
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