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EU plant Social-Media-Verbot für unter 13-Jährige


Nach der Kritik am Social-Media-Verbot im Vereinigten Königreich dürfte ein EU-weiter Vorstoß auf noch mehr Gegenwind der Tech-Branche stoßen. Schließlich könnten Plattformen wie Instagram, TikTok und Snapchat Millionen junger Nutzer:innen verlieren.


Meta droht Milliardenstrafe:
EU kritisiert Suchtmechanismen bei Facebook und Instagram


Der Vorwurf: Profit statt Schutz für Minderjährige

Social Media bringt bei allen Vorteilen auch viele Risiken mit sich – vor ihnen sollen Kinder und Jugendliche künftig besser geschützt werden. Dass immer mehr Länder und nun womöglich auch die gesamte EU strengere Altersgrenzen oder sogar Verbote auf den Weg bringen, liegt auch daran, dass Plattformen aus Sicht vieler Expert:innen ihrer Verantwortung bislang nicht ausreichend nachkommen. Sie werfen den Unternehmen zudem vor, den Schutz der User hinter die eigenen Geschäftsinteressen zu stellen – besonders, wenn es um minderjährige Nutzer:innen geht, stößt das auf scharfe Kritik.

Als besonders problematisch gelten suchtfördernde Funktionen wie Infinite Scrolling, automatisch startende Videos oder Push-Benachrichtigungen. Hinzu kommt, dass Nutzer:innen auf den Plattformen mit Gewaltinhalten, Hassrede sowie zunehmend auch mit KI-generierten Inhalten und Deepfakes konfrontiert werden, die es immer schwerer machen, echte von manipulierten Inhalten zu unterscheiden. Die Probleme betreffen zwar grundsätzlich alle Nutzer:innen. Kinder und Jugendliche gelten aufgrund ihrer körperlichen, psychischen und sozialen Entwicklung jedoch als besonders schutzbedürftig.

Instagram ab 13, TikTok erst ab 15 Jahren?

Das von der Europäischen Kommission eingesetzte Expert:innengremium empfiehlt, Kindern unter 13 Jahren den Zugang zu Social-Media-Plattformen grundsätzlich zu untersagen. Eine einheitliche Altersgrenze für alle Social-Media-Plattformen soll es jedoch nicht geben. Stattdessen schlägt das Gremium ein gestaffeltes Modell vor, bei dem je nach Dienst unterschiedliche Altersgrenzen gelten könnten. Bestimmte soziale Netzwerke könnten also ab 13 Jahren erlaubt sein, andere hingegen erst ab 15 oder 16 Jahren. Welche Altersgrenzen künftig für Instagram, TikTok, X und Co. gelten sollen, ist bislang jedoch offen und soll erst im Rahmen eines Gesetzesvorschlags ausgearbeitet werden.

Der EU gehe es dabei nicht um ein generelles Internetverbot für Kinder, so Ursula von der Leyen, sondern um altersgerechte Regeln, die Minderjährige besser schützen. Plattformbetreiber:innen, die aus Sicht des Gremiums bislang zu wenig Verantwortung übernommen haben, sollen mit verbindlichen Altersgrenzen und weiteren Schutzvorgaben stärker in die Pflicht genommen werden. Sollte die EU den Empfehlungen folgen, stünden Plattformbetreiber:innen erstmals in der Pflicht, EU-weit verbindliche Altersgrenzen technisch umzusetzen.

Die Empfehlungen basieren auf der Arbeit eines Expert:innengremiums, das die Europäische Kommission im März eingesetzt hatte. In den vergangenen vier Monaten flossen Einschätzungen von Wissenschaftler:innen, Jurist:innen und Fachleuten aus den Bereichen Kinderrechte, Gesundheit und IT in den Bericht ein. Auch die Perspektiven junger Menschen wurden ausdrücklich berücksichtigt. Darüber hinaus stützte sich das Gremium auf Erkenntnisse aus laufenden Verfahren gegen große Online-Plattformen wegen möglicher Verstöße gegen den Digital Services Act und weitere EU-Digitalvorgaben.

So geht es jetzt weiter

Wie die Altersverifikationen am Ende konkret funktionieren und welche Plattformen von welchen Vorgaben betroffen sein werden, ist derzeit noch offen. Bisher liegen lediglich die Empfehlungen des Expert:innengremiums vor. Nach der Sommerpause will die Europäische Kommission daraus einen konkreten Gesetzesvorschlag entwickeln. Anschließend müssen das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten über das Vorhaben beraten und entscheiden.

Kommt das Gesetz, stehen Instagram und Facebook, TikTok, Snap, X und andere Plattformen vor weitreichenden Veränderungen. Alterskontrollen und Schutzmechanismen wären dann keine freiwilligen Maßnahmen mehr, sondern gesetzliche Vorgaben, die Plattformen technisch umsetzen und dauerhaft einhalten müssten.


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OpenAI stellt den AI Browser Atlas ein, der alles verändern sollte


OpenAI verabschiedet sich nach weniger als einem Jahr von Atlas und beendet damit eines der ambitioniertesten AI-Projekte des Unternehmens. Doch OpenAIs Arbeit am AI-gestützten Browsing endet damit nicht.

Vor weniger als einem Jahr präsentierte OpenAI Atlas als AI Browser der Zukunft. ChatGPT sollte damit ins Zentrum des Web Browsings rücken und Nutzer:innen dabei helfen, „die Welt zu verstehen“ und „eigene Ziele zu erreichen“. Ein spezieller Agent Mode sollte eigenständig Flüge buchen, Lebensmittel bestellen und weitere Aufgaben im Web übernehmen. Doch die Schwächen des Browsers zeigten sich schnell – jetzt zieht OpenAI den Stecker.

Das Ende von Atlas: So geht es mit den Browser-Funktionen weiter

Wie das Unternehmen in den Release Notes mitteilt, wird Atlas am 9. August 2026 eingestellt. Künftig integriert OpenAI die Browser-Funktionen direkt in ChatGPT. Für komplexere agentische Aufgaben verweist das Unternehmen auf die ChatGPT Desktop App und Codex. Geplant sind unter anderem mehrere Tabs, Downloads, eine verbesserte Navigation sowie die Unterstützung von Website Logins. Zudem baut das Unternehmen die ChatGPT-Browser-Erweiterung für Google Chrome – den weltweit meistgenutzten Web Browser – auf Basis der Erkenntnisse aus Atlas weiter aus.

Atlas-Nutzer:innen sollten ihre Browser-Daten bis zum 9. August sichern. Lesezeichen, Passwörter, Cookies, geöffnete Tabs und der Browser-Verlauf werden beim Wechsel nicht automatisch übernommen. Die ChatGPT-Konversationshistorie bleibt hingegen erhalten.

Mit dem Ende von Atlas konzentriert sich OpenAI auf andere neue Produkte, etwa ChatGPT Work. Die für Büroarbeiten konzipierte Software Suite soll Informationen aus Apps und Workflows zusammenführen und daraus eigenständig Tabellen, Präsentationen, Dokumente oder Web Apps erstellen. ChatGPT Work soll über Stunden hinweg an komplexen Projekten arbeiten, diese in kleinere Arbeitsschritte zerlegen und selbstständig abschließen können. Mit den erweiterten Zugriffsrechten auf Apps und Unternehmensdaten wachsen jedoch auch die Anforderungen an Datenschutz und Cyber-Sicherheit.


ChatGPT Work:
OpenAIs Super-Agent verbindet Codex und GPT-5.6 für deine Arbeit

dunkler Hintergrund, Interface von ChatGPT Work
© OpenAI via Canva

Atlas sollte das Web verändern, doch die Schwächen überwogen

Bei der Vorstellung bezeichnete OpenAI Atlas als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem „AI operating system“. Der Browser sollte Nutzer:innen nicht nur beim Surfen unterstützen, sondern eigenständig Aufgaben im Web erledigen. Doch schon kurz nach dem Start mehrten sich die Probleme und die Kritik ließ nicht lange auf sich warten.

Sicherheitsforscher:innen demonstrierten mehrere Prompt-Injection-Angriffe, bei denen versteckte Anweisungen auf Websites den Browser Agent zu ungewollten Aktionen verleiten konnten. Darüber berichtete Futurism unter Berufung auf Forschende des Sicherheitsunternehmens NeuralTrust. OpenAI reagierte zwar mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen, räumte jedoch ein, dass sich diese Angriffe nicht vollständig verhindern lassen. Auch die Performance sorgte für Kritik: The Verge berichtete in einem Praxistest, dass Atlas zehn Minuten benötigte, um lediglich drei Produkte in einen Amazon-Warenkorb zu legen. Hinzu kam, dass Atlas Inhalte einiger Verlage, die Urheber:innenrechtsklagen gegen OpenAI eingereicht hatten, offenbar mied. Wie die Columbia Journalism Review berichtete, griff der Browser stattdessen auf alternative Quellen zurück oder rekonstruierte Inhalte aus öffentlich verfügbaren Informationen.

Während KI-Unternehmen in kurzer Folge neue Produkte veröffentlichen, halten Sicherheitsstandards, Datenschutz und urheber:innenrechtliche Vorgaben mit der Entwicklung oft kaum Schritt. Atlas ist eines der jüngsten Beispiele dafür. Mit Atlas endet zwar der eigenständige Browser, nicht aber OpenAIs Arbeit am AI-gestützten Browsing. Nutzer:innen finden die Browser-Funktionen künftig nicht mehr in einer eigenständigen Anwendung, sondern direkt in ChatGPT und ChatGPT Work.


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Instagram entfernt umstrittene Option für AI-Remixe wieder


Instagram erlaubte Dritten, AI-Remixe aus deinen Bildern zu machen, wenn kein Opt-out genutzt wird. Nach massiver Kritik wurde diese Option zurückgenommen.

Zusammen mit dem neuen leistungsfähigen KI-Bildmodell Muse Image führte Meta nicht nur 30 neue KI-basierte Story-Effekte für Instagram ein, sondern auch ein besonders kontroverses Feature. Damit konnten User auf der Plattform sämtliche Beiträge mit Bildern von Creatorn für AI-Remixe benutzen – sofern diese nicht aktiv via Opt-out widersprachen. Doch damit macht Meta aufgrund des Aufschreis in der Branche Schluss.


Prüfe jetzt deine Instagram-Einstellungen:

Andere können deine Fotos für KI-Bilder nutzen

Wer 2025 auf der Plattform in Deutschland am stärksten wächst, zeigt das Top-50-Ranking von Netzschreier.
© BoliviaInteligente – Unsplash

Metas Rückzieher: Öffentliche Posts als Referenzen sollen nicht mehr funktionieren

Mit dem ursprünglichen Feature ermöglichte Instagram Usern auf der Plattform, via @-Erwähnung von öffentlichen Accounts deren Inhalte als Referenz für KI-Bilderstellungen mit der Meta AI zu nutzen. Besonders kritisch war dabei, dass die Plattform-User per Default dieser Weiterverwendung ihrer Inhalte ausgesetzt waren, da sie selbst aktiv per Opt-out widersprechen mussten. Auch sollten die User, deren Inhalte genutzt werden, nicht darüber informiert werden.

Instagram-Einstellung „Teilen und wiederverwenden“ mit Schalter zur Nutzung von Inhalten für Meta AI.
Instagram-Einstellung zur KI-Nutzung öffentlicher Inhalte, © eigener Screenshot Instagram Account @onlinemarketingde

Dementsprechend gab es umgehend viel Kritik an Meta und der Funktion. Aufgrund des Feedbacks hat Meta die Option jetzt wieder eingestellt. Im Blog Post zum Muse Image Launch heißt es nach einem Update:

Earlier this week, we announced that one way for people to generate images in Meta AI is by @mentioning public Instagram accounts that they want  to reference. Our intent was to provide a useful creative tool and to give people control over whether their public content could be referenced in this  way. We’ve heard the feedback that this feature missed the mark, so it’s no longer available.

Die Digitalexpertin Laura Oberbüscher, Head of Content bei Squarelovin, greift die Entwicklung in einem Video auf LinkedIn auf.

Die Anpassung Metas wird von der Hollywood-Gewerkschaft SAG-AFTRA als „Sieg“ eingeordnet, wie die BBC berichtet. Dass viele Tech-Plattformen den Usern selbst auferlegen, sich beispielsweise per Opt-out aktiv um ihren eigenen Datenschutz zu kümmern, gilt im Digitalraum als ebenso problematische Entwicklung wie die Gefahr, dass eigene Bilder oder Inhalte im großen Stil von Dritten vereinnahmt werden. Womöglich lässt es sich ohnehin kaum verhindern, dass öffentliche Inhalte auf Instagram sowie auf anderen Plattformen als Referenzen für KI-Bildkreationen oder andere KI-Kreationszwecke eingesetzt werden. Dass die Meta AI dies aktiv fördert, ist vorerst aber vom Tisch.


Meta Smart Glasses:

„Super Sensing“ schürt Sorgen um die Privatsphäre und stellt Metas Datenschutzversprechen infrage

Meta Smart Glasses, dunkel, vor rosafarbenem Hintergrund
© Meta via Canva

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Exklusiv-Ranking: Das sind die Top 30 TV-Werbespender und Vermarkter im ersten Halbjahr


Von den Top-10-Spendern hat Kaufland seine TV-Werbeausgaben am stärksten erhöht

Die Fußball-WM neigt sich dem Ende zu. Hat das Mega-Event den Werbemarkt beflügelt? Das Exklusiv-Ranking der Top 30 TV-Werbespender und Vermarkter für das erste Halbjahr zeigt zwar, dass einige Unternehmen die Werbeblöcke zuletzt richtiggehend geflutet haben. Doch unter dem Strich bleibt davon bei nur wenigen Vermarktern etwas hängen.

Knapp 7 Milliarden Euro haben Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 für TV-Spots in die Hand genommen – wohlgemerkt brutto, also ohne dass die

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